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Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Monika D. (Admin), Josie1956, yonina, rote zora

Bin neu hier und habe auch gleich eine Frage!!

Startbeitrag von yonina am 23.01.2004 22:37

:hot:Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe eine Frage, die mir schon seit langem "unter den Nägeln" brennt.

Und zwar bekomme ich noch bis April 2004 Krankengeld. Danach muss ich ja wohl zum Arbeitsamt, wenn nicht noch ein Wunder mit dem Rentenantrag geschieht :-).

Jetzt kommt aber mein Problem: Ich bin noch im Beschäftigtenverhältnis, habe also noch keine Kündigung bekommen, ich bin seit 31 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Beim VdK sagte man mir, ich müsse dem Arbeitsamt mitteilen, ich würde eine Arbeit suchen und könne arbeiten, auf keinen Fall sollte ich mich als nicht vermittelbar melden, denn dann bekäme ich (logischerweise) kein Alo-Geld. Gleichzeitig soll ich dem Sachbearbeiter aber erklären, dass ein Rentenverfahren laufe usw.

Mir kommt das aber so spanisch vor, weil ich ja noch eine Arbeitsstelle habe und demnach jederzeit dort wieder arbeiten kann.

Ich komme einfach nicht klar damit, wie das ablaufen soll.:confused:

Hat jemand von euch so etwas schon erlebt oder macht das gerade durch??

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand dazu äußern könnte.

Ein schmerzarmes und schönes Wochenende euch allen

Antworten:

Hallo Yonina,

erst mal herzlich Willkommen.

In der gleichen Situartion, in der Du jetzt bist, war ich vor etwa 4 Jahren. Auch angestellt (ungekündigt) im öffentlichen Dienst, von der Krankenkasse ausgesteuert, Rentenantrag lief und ich musste zum Arbeitsamt.

Ja, so verrückt es sich anhört, da musst Du tatsächlich hin. Auch wenn die für Dich (genauso wie damals für mich) gar nicht zuständig sind, da Du auch in ungekündigter Stellung bist, ist das der Weg um evtl dann Sozialhilfe beantragen zu können.

Ich musste damals dann zum ärztlichen Gutachter des Arbeitsamtes, der ebenfalls bescheinigt hat, dass ich arbeitsunfähig bin und damit dem Arbeitsmarkt (und auch meinem Arbeitgeber) nicht zur Verfügung stehe. Danach bekam ich dann einen Termin beim Schwerbehindertenbeauftragten des Arbeitsamtes und mit diesem zusammen dann auch ein Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter der BfA, wo dann über weitere Schritte gesprochen wurde.
Über mehrere Zwischenwege habe ich dann eine Umschulung gemacht, während der ich immer noch in ungekündigtem Arbeitsverhältnis war.

Lass Dir rechtzeitig - am besten noch, bevor das Krenkengeld ausläuft, einen Termin beim Arbeitsamt geben, denn da musst Du wirklich hin.

Wenn Du noch Fragen hast, dann frag! Ich hab ja diesen Weg Gott sei Dank schon hinter mir :-)

Liebe Grüße und alles Gute

Josie

von Josie1956 - am 23.01.2004 22:56
Hallo Yonina,

willkommen im Forum. Die Lösung Deines Problems? Also ich denke, das geht nur über eine stufenweise Wiedereingliederung beim glücklicherweise noch vorhandenen Arbeitgeber. Auf Rente würde ich wirklich nicht spekulieren. Wenn nicht noch ganz massive andere Erkrankungen da sind, gibt es keine Chance!!

Also hin zum Arbeitgeber und zwar so bald wie möglich. Also nicht erst warten, bis es keine Kohle mehr gibt. Mit Arbeitgeber und Krankenkasse abklären, wie es mit der Wiedereingliederung laufen soll. Erst wenn die Wiedereingliederung wirklich nicht gelingen sollte, weil die gesundheitlichen Einschränkungen diesen Weg nicht zulassen, auch nicht bei Umsetzung auf einen anderen Arbeitsplatz, dann wäre es Sache des Arbeitgebers das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Und dann erst wäre das Arbeitsamt dran. Aber ich würde es nicht auf die Spitze treiben, sondern lieber versuchen, doch wieder ins Arbeitsleben einzusteigen. Sonst kannst Du bald an den Knöpfen abzählen, wann Du Kunde beim Sozialamt wirst.

Alles Gute,
Monika

von Monika D. (Admin) - am 23.01.2004 22:59
Hi Josie,

da waren wir ja wieder mal schnell, wir zwei. Ich möchte zu Deinem Beitrag noch etwas einwerfen, damit das für andere klarer ist.

Was bei Dir damals war, das hatte mit der unsichtbaren, nur schwer erfaßbaren Krankheit Fibromyalgie nichts zu tun, sondern es war etwas ganz anderes und die Leistungsverpflichtung der BfA war unbestreitbar. Aber bei Yonina geht es, solange sie nichts anderes erwähnt, nehme ich das einfach an, um Leistungen wegen Fibromyalgie. Und da sieht es dann recht duster aus, wenn man von der BfA etwas will.

Also, ich denke aus unseren beiden Beiträgen kann Yonina auf jeden Fall etwas für sich rausnehmen.

Monika

von Monika D. (Admin) - am 23.01.2004 23:14
Hi Monika,

ich wollte Dir damit nicht vorgreifen (manchmal kann ich halt doch ganz schön schnell tippen, gell :-))

Ich denke nur, dass die Vorgehensweise bei weiterer Krankschreibung (und natürlich, wenn eine Wiederingliederung warum auch immer nicht stattfinden kann, da hast Du vollkommen recht) und danach Aussteuerung aus der Krankengeldzahlung die gleiche ist, ob Fibro im Vordergrund steht, oder nicht. Und dass dann der Weg zum Arbeitsamt sein muss, auch wenn er überflüssig erscheint (und im öffentlichen Dienst läuft manches ein bisserl anders ;-) )

Du hast aber auch recht, bei mir stand und steht Fibro nicht im Vordergrund, deshalb Sorry, wenn ich da jetzt evtl.falsche Infos weitergegeben habe.

Josie

von Josie1956 - am 23.01.2004 23:25
Hallo Yosie,
hallo Monika,

vielen Dank für eure Antworten.

Natürlich steht bei mir nicht nur die Fibromyalgie als Diagnose, es sind noch einige andere Krankheiten da. Unter anderem nehme ich am Tag mittlerweile 8 mg Morphium, insgesamt sind es 11 Tabletten, die ich am Tag einnehme, mache seit einem Jahr eine Psychotherapie wegen Depressionen, Arthrose in den Händen bzw. Fingern, Rücken kaputt usw. Nebenwirkungen der ganzen Medikamente katastrophal.

Mein Ziel war wirklich immer, wieder arbeiten gehen zu können, doch ich kann mich tageweise selbst nicht mehr versorgen. Es wäre hier zu lang, alles aufzuführen.

Ich muss halt diesen Weg gehen, mir bleibt keine andere Wahl. Hätte ich die kleinste Chance gesehen, wieder arbeiten zu gehen, würde ich nun nicht vor dieser Situation stehen.

Nochmals vielen Dank.



von yonina - am 24.01.2004 11:06
Hallo yonina,

es wäre schon mal interessant, wann du den Rentenantrag gestellt hast, ob es auf Veranlassung der Krankenkasse geschehen ist und wie lange du jetzt schon krankgeschrieben bist.
Bei mir war das mit dem Arbeitsamt überhaupt kein Problem. Ich bin schon seit 11.07.03 ausgesteuert. Arbeitgeber ist immer noch die Stadtverwaltung und ich habe immer noch einen Anspruch auf meinen letzten Arbeitsplatz. Du legst beim Arbeitsamt die Bescheinigung vor bzgl. Rentenantrag sowie den Einkommensnachweis des Arbeitgebers und der Krankenkasse, danach berechnen sie dann dein Arbeitslosengeld. Das erhälst du so lange bis dein Rentenverfahren eingestellt wird, allerdings abhängig davon wieviele Wochen du Anspruch hast. Bei mir sind es z.B. 660 Wochen. Im Anschluss gäbe es Arbeitslosenhilfe.
Was jetzt auch passieren kann, wenn die BfA die Rente ablehnt, dass sie dir im gleichen Bescheid eine Kur anbieten. Meistens handelt es sich dann um eine psychosomatische Reha, die über ca. 6 Wochen geht. Vom Gutachten der Reha-Ärzte machen sie dann das weitere Rentenverfahren abhängig, z.B. schlagen sie eine Wiedereingliederung vor oder eine Verkürzung der Arbeitszeit etc.. Das Reha-Angebot wirst du annehmen müssen. Sollte dies der Fall sein, wartet der Med.Dienst des Arbeitsamtes den Kurbericht ab, so dass du nicht vorher zur Untersuchung gehen brauchst.
Ich weiss leider nicht, ob es bei dir auch so laufen wird. Ich wünsche dir jedoch genügend Kraft und Durchhaltevermögen.
Birgit

von rote zora - am 26.01.2004 18:00
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