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Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Dorit45, Petra.M, angielama

Bin neu bei euch

Startbeitrag von angielama am 07.03.2005 20:12

Schönen Guten Abend zusammen,

wollte mich mal vorstellen ich heisse Angela bin 41 und verheiratet mit zwei Mädels 15 J und 4 J. und komme aus dem Schwarzwald.

Ich weiss seit letzter Woche Dienstag das ich Fibromyalgie habe und war am Anfang ziemlich erschrocken darüber aber auch wieder froh das ich nun endlich weiss was los ist mit mir und ich auch weiss wo ich anpacken kann.

Habe seit ca. 8 Jahren diese Schmerzen, es fing an mit einem Bandscheibenvorfall in der HWS und seitdem ging es nicht mehr weg. Wurde mal mehr mal weniger, zudem kamen noch viele andere kleine und grosse Probs dazu. Schmerzen in allen Gelenken was immer abgetan wurde als zuviel Anstrengung soll mal kürzer treten. Habe nun seit letztes Jahr ne Bandscheibenvorwölbung im HWS Bereich und einen Vorfall in LSW 5/6 und S1. Seit meiner Reha in Bad Aibling ( Klinik ist auf keinenfall weiterzuempfehlen) kam noch ein Vorfall LWS 3/4 dazu. Seitdem geht bei mir kaum noch was. Vom letzten Orthopäden wurde ich mit den Worten "Ich habe alles für sie getan und der Frage ob ich überhaupt wieder gesund werden wolle dann solle ich mal was aushalten nach Hause geschickt. Ach ja und ner Überweisung zur OP die ich aber nicht machen wollte.

Bin seit Anfang des Jahres in Behandlung in der Neurochirugie hier an der Uniklinik und habe jetzt schon zwei Blockaden hinter mir. Es sollten nochmehr gemacht werden die ich aber Abgelehnt habe weil ich keinen Sinn darin sehe weil es hinterher immer wieder schlimmer wurde.

Habe jetzt seit Feb. eine neue Orthopädin gefunden die mich total auf den Kopf gestellt hat und die Diagnose Fibromyalgie gestellt hat. Habe von hier auch sofort Krankengym und Manuelle Therapie verschrieben bekommen. Der Rest der Untersuchungen folgt nun noch. Muss noch Schmerzprotokolle ausfühlen und führen und dann gehts weiter.

Habe schon viele Ärzte hinter mir und viele Erfahrungen gemacht die ich mir wünschte ich hätte sie nie erfahren. Die Ignoranz einiger Ärzte ist der Hit. Auch mein Hausarzt jetzt meinte als ich ihm von der Diagnose erzählte das wäre doch Quatsch. Aber ich vertraue der Orthopäden und es wurde in dieser Woche schon viel für mich getan.

Weil ich will wieder auf die Beine kommen, habe schliesslich noch ein kleines Mädchen daheim und kann nciht nur jammern ( obwohl mir oft danach zumute ist)

Kennt ihr das auch das einige Ärzte den Befund nicht anerkennen und es als Quatsch und Modekrankheit abtun. Wie seit ihr damit umgegangen und auch eure Familien?

Freue mich von euch zu hören.

Liebe Grüsse

Angela

Antworten:

Hallo Angela,

erstmal herzlich willkommen im Forum.

Bei deiner Vorgeschichte an Diagnosen, die ja nicht ohne ist, gehe ich da schon etwas konform mit deinem Hausarzt, und denke du solltest dich nicht allzusehr über die Diagnose Fibro freuen.............................
Nicht das ich bezweifle das du Fibro hättest, nein gar nicht, das nennt man dann sekundäre Fibromyalgie, da primär ja andere Erkrankungen im Vordergrund stehen und da auch mit Recht stehen sollen.................

Hast du erst mal den Stempel Fibro, wirst du das Erlebniss machen das die meisten Ärzte dich nur noch leicht und mitleidig belächeln, sehr wenige Ausnahmen werden dich ernst nehmen, und im Hinterkopf deine eigendliche Problemerkrankung haben, deine BS Vorfälle................ Also Vorsicht mit der Schublade Fibro.......... der Schuss kann auch leicht nach hinten gehen.

Man kann ja bei jemandem wie dir nicht einfach hergehen und sagen ihre Bandscheiben sind ja eh schon dahin, da sind halt ein paar Vorfälle und Schmerzen überall, und die Frau jammert nur über Schmerzen, helfen kann ihr keiner mehr oder will niemand mehr, da bekommt das Kind mal den Namen Fibro und wir haben erstmal unsere Ruhe.............. Leider ist dies oft der Weg............................

Wen der/die Orthopäde dein Gesamtbild im Auge hat und sich in Schmerztherapie versucht, dich versteht und du dich da gut aufgehoben und verstanden fühlst, ist das schon ein sehr guter Weg und Ansatzpunkt auf den du Aufbauen kannst.

Ich kenne sehr viele Ärzte die diesen Befund/Syndrom Fibro sehr kritisch gegenüberstehen, das ist auch ok, ich selbst stehe dem ganzen nach langen Jahren auch sehr kritisch gegenüber, sogar so kritisch das ich das Wort Fibro bei neuen Ärzten die ich aufsuchen muss nicht mehr in den Mund nehme, es regelrecht verschweige.......... da ich leider den Nachteil habe das meine Primärerkrankung auch nicht den größten Stellenwert in der Medizin hat ;-)), und noch um Anerkennung buhlen muss, allerdings den Vorteil hat Laborchem. nachgewiesen werden zu können...............

Ich persönlich gehe nach all den Jahren sehr locker damit um, mir geht es natürlich auch auf den Keks immer mal wieder von Schmerzen Schachmatt gesetzt zu werden, aber den Fibroteufel kann ich dann ganz gut ignorieren und in Schach halten, er bekommt bei mir keine Oberhand mehr.................
Meine Familie muss damit nicht umgehen und musste es noch nie.............. das ist mein Ding..................ausser das sie lernen mussten das ich nicht mehr bereit bin perfekt zu funktionieren, das ich mich als Person in den Vordergrund stelle, und wenn ich nicht will dann will ich nicht.............

Eine Hauptleitthese die mir vor langer Zeit ein sehr netter und toller Arzt mit auf den Weg gab:

Sie spielen die Hauptrolle in ihrem Leben und alle anderen sind Statisten....... ;-)). Hat etwas Zeit gebraucht, funktioniert heute aber sehr gut..........................

Ich wünsche dir alles Gute
Petra

von Petra.M - am 08.03.2005 08:40
Hallo angielama
Tröste dich das haben wir wahrscheinlich alle mitgemacht.
Man ist wehleidig,es ist eine Modekrankheit man ist nur zu faul zum arbeiten.
Habe ich auch alles hinter mir lass dich nicht unterkriegen
Suche weiter nach einem Arzt der sich mit diesem Krankheitsbild vertaut ist.
Wichtig ist das Du für dich die richtioge Mischung von Be und Entlastung findest
um mit den Schmerzen klar zu kommen.Wenn es nicht mehr geht gönne Dir eine Pause und mache dann weiter. Jeser hat seinen eigenen Rhytmus dann schaft man
es sein Leben und den Haushalt zu meistern. Ich mache zudem wassergymnastik bei der rheumaliga in 34 Grad warmen Wasser bekommt mir sehr gut.
Viel glück
Gruß Dorit

von Dorit45 - am 08.03.2005 17:02
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