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Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bea 43, GabiB, Pia Rintala, Monika D. (Admin), rote zora, Claudia76, urmeli_et, Minki64, Elke M.B., Kranich

Suche Hilfe!!!

Startbeitrag von Bea 43 am 24.11.2005 15:14

Hallo alle zusammen,

habe gestern von meinem Orthopäden die Diagnose Fibromyalgie bekommen.
Ich weiss überhaupt nicht was ich machen soll.Gestern hat er mir eine Spritze in die Schulter gegeben, weil ich im rechten Arm jetzt schon wochenlang große Schmerzen hatte.Bekomme im Moment Mikrowelle und Massagen.Er meinte mit Antidepressiva würden gute Erfahrungen gemacht.Ich weiss nicht, wann alles angefangen hat, habe vor 20 Jahren einen schweren Autounfall gehabt und die Sprunggelenke zertrümmert, daher immer Schmerzen in den Füßen gehabt.
Habe mich vor zwei Jahren von meinem Mann getrennt und sehr viel Stress mit 2 pubertierenden Jungs(14,11). Der Arzt meinte,dass könne der Auslöser gewesen sein.

Antworten:

Sorry konnte mich gar nicht mal richtig verabschieden.Also ich brauche wirklich Hilfe mit dieser Diagnose klarzukommen. Wollte auch wohl gerne Sport treiben. Spazieren gehe ich regelmäßig, habe nämlich einen großen Hund.

Also vielen Dank für alle Antworten bis bald

Bea

von Bea 43 - am 24.11.2005 15:22
Hallo Bea,

ich denke mal, die Ratlosigkeit am Anfang ist ganz normal...
Die meisten brauchen eine Weile, bis sie herausgefunden haben, was ihnen am besten hilft.
Vielen von uns hilft Wärme.
Mir zum Beispiel tut das regelmässige Spazierengehen mit meinem Hund auch gut.
Für mich ist es wichtig, eine ausgeglichenes Maß an Bewegung und Entspannung zu haben.
Dafür habe ich mit Antidepressiva sehr schlechte Erfahrungen gemacht, und lebe inzwischen wieder ganz ohne Medikamente, und gehe lieber stattdessen in die Sauna. Andere sind wahrscheinlich froh über ihre Medikamente.
Ausserdem hilft mir eine Psychotherapie momentan sehr bei der Bewältigung meiner Probleme.
Du wirst hier im Forum wahrscheinlich viele Anregungen finden.
Laß` den Kopf nicht hängen!

Liebe aufbauende Grüße aus dem verschneiten Hessen,

Eva

von urmeli_et - am 24.11.2005 21:00
Hallo Bea,

auch ich habe lange gebraucht um mich mit der Diagnose abzufinden. Wie Eva hilft auch mir die Wärme sehr gut, mit Antidepressiva habe ich auch keine positiven Erfahrungen. Schmerzmittel nehme ich nach Bedarf, mal mehr mal weniger.

Viele liebe Grüße von
Reni

von Minki64 - am 24.11.2005 21:16
Hallo Bea,

erst war ich froh einen Befund zuhaben,das war mir wichtig,das ich mir die Schmerz ja nicht einbilde.
Die nächste Phase bei mir:ich war zickig,weil jetzt alles auf die Physche
geschoben wurde.
Ich muß für mich jetzt,nach Jahren sagen so unrecht hatten sie nicht.
Habe ich viel Streß oder fühle mich überfordert...dann starke Schmerzen.
Ich habe es für mich geschafft " keine "Medikament zunehmen,nur ganz selten.
Wärme und Entspannung tun mir sehr gut.
Du mußt für Dich ausprobieren was DIR gut tut und freude macht.
Ich wünsche Dir dabei viel Glück.

Lieben Gruß

Elke M.B.

PS.Habe Fibro seit 93

von Elke M.B. - am 24.11.2005 22:39

Ein par Tipps...

Hallo liebe Bea!

Bei mir wurde Fibromyalgie vor einer Woche diagnostiziert (schreibt man das so?) Ich habe sofort damit angefangen mich mit dieser "Krankheit" zu beschäftigen.

Ich leide seit 11/2 Jahren unter immer wieder kommenden Muskelschmerzen am ganzen Körper. Meine rechte Schulter hatte dann so starke Schmerzen, dass ich ursprünglich deswegen zum Orthopäden gegangen bin. Mein Neurologe hat gemeint, ich solle den Orthopäden auch mal auf meine Muskelschmerzen ansprechen. Tests alle okay, (Blutbild super, kein Rheuma, nichts am Knochen, Wirbelsäule super etc.) also Fibromyalgie. Bei mir wurde diese vermutlich durch den Kaiserschnitt bei meiner Tochter ausgelöst.

Als Psycho habe ich mich jedoch nicht abstempeln lassen. Auch habe ich keine Lust Medikamente zu nehmen.
Was ich jetzt mache? Die Ärzte reden sich immer leicht wenn die meinen, entspannen, viel Schlaf, etc. Mein Sohn ist drei und meine Tochter eineinhalb, also habe ich nicht so viel Zeit. Aber ich mache zum Beispiel viel Stretching, will mit Pilates anfangen und Yoga. Da ich immer eine Sportskanone war und Teakwon-Do mache, möchte ich diesen Sport nicht aufgeben und mache es trotzdem. Auch wenn ich danach ziemlich geschafft bin.
Ich habe auch vom GU-Verlag das Buch "Fibromyalgie" ausgeliehen, um mehr über die Krankheit zu erfahren. Da stehen auch ein par Tipps drinnen, vielleicht hilft Dir das ja weiter.
Anonsten esse ich viel Obst und Gemüse und versuche auch ein wenig abzunehmen.

Die Krankheit ist so individuell, da muss man wirklich selbst herausfinden, was einem gut tut.

Vielleicht konnte ich Dir a bisserl weiterhelfen.

Viele liebe Grüße!

Claudia



von Claudia76 - am 25.11.2005 06:59
Hallo alle zusammen,

erstmal vielen herzlichen Dank für eure aufmunternden Worte!!!

Da ich schon viel in meinem Leben gemeistert habe,werde ich auch diese Krankheit meistern.

Mache auch seit der Trennung Psychotherapie, die Therapeutin meint jedoch ich soll auf jeden Fall erst mal was nehmen, wegen Schmerzgedächtnis und so.

Na ja ich hab halt wenig Zeit und schon gar keine zum Kranksein.

Muss jetzt auch schon wieder los!!

Also erstmal nochmal vielen herzlichen Dank
und für euch alle auch ein Kopf hoch und haltet die Ohren steif (ha,HA,Ha)

Bis bald

Bea

von Bea 43 - am 25.11.2005 16:45
Liebe Bea,

warum denken wir eigentlich immer , dass wir als Psycho... abgestempelt
werden??
Verflixt noch einmal, was ist denn dabei, wenn die Seele aus dem Gleich-
gewicht geraten ist und uns der Spiegel vorgehalten wird.
Dazu kann man sehr gut stehen und dann beginnt man auch,
sich zu erholen. Das ist ungemein wichtig.
Wir leben doch nicht mehr im 18.Jahrhundert?? Und kommen
gleich in die Klapse.

Der Auslöser für viele Krankheiten ist nun einmal die Seele!
Damit behaupte ich nicht, dass es für Fibro so sein muss, doch
immer wieder höre und lese ich, dass Streß und Probleme -
und zwar nicht wenig , bei vielen von uns vorhanden sind.
Da kann man doch nicht so mir nicht dir nicht daran vorbeischauen!

Das bisherige Leben überdenken und daran arbeiten, nicht mit der Freundin,
nicht mit dem Ehemann, nein, mit einem Facharzt/Fachärztin; denn die
sind nun einmal nicht so dicht dran.

Mir bekommen übrigens Psychopharmaka s e h r g u t !!!!
Erstens bin ich gelassener geworden und das allerbeste ist, dass ich
schlafen kann und mich somit erhole und für den kommenden Tag gestärkt
bin. Und........ es ist eine "Schmerztherapie"
Viele kennen es und jeder macht andere Erfahrung damit. I c h komme wunderbar
mit Ameneurin klar.

Das Schmerzgedächtnis ist auch so ein Punkt. Hier gilt es vordringlich
daran zu arbeiten, dass sich die Schmerzen nicht manifestieren.
Da sind wir wieder beim Kopf. :-))))

von Kranich - am 02.12.2005 15:38
Hallo zusammen,

vielen herzlichen Dank für euren lieben Worte.Es tat mir einfach nur gut.
Im Moment geht es mir ja auch noch richtig gut, wenn ich euch so höre oder besser gesagt lese.

Ich versuche mit dem täglichen Stress ein wenig gelassener umzugehen, fällt mir zwar schwer, aber ich schaff das schon irgendwie.

Ich hab halt nur gemerkt, dass ich erst jetzt so richtig über mich nachdenke und überlege wie lange ich schon irgendwelche Schmerzen habe. Aber dadurch gehen die Schmerzen eben nicht weg. Ich möchte eigentlich auch einfach ganz normal schlafen und ausgeruht aufwachen. Ich hab immer das Gefühl als ob ich völlig erledigt bin. Meiner Familie und auch Freunden gegenüber spiele ich immer die Starke.

So jetzt muss ich wieder mal los. Mein Hund muss mal wieder raus und aufräumen muss ich auch noch.

Wünsche euch noch einen schönen zweiten Advent und Kopf Hoch!!!

Viele liebe Grüße von
Bea

von Bea 43 - am 04.12.2005 12:47
Zitat

Meiner Familie und auch Freunden gegenüber spiele ich immer die Starke.


Hi Bea,

das ist manchmal ein großer Knackpunkt. So habe ich auch anfangs gedacht und gemacht. Aber es schadet einem eigentlich nur. Sicher, man soll jetzt nicht ständig jammern, das kann ich nicht, das schaff ich nicht oder so, aber man sollte sich schon ernsthaft überlegen, was tut mir gut und was nicht.

Manchmal muss man sich einfach nur zurücknehmen, bevor man anschließend einen totalen Rückschlag erlebt. Meine Psychotherapeutin nannte das "gesunden Egoismus", also auch mal "Nein" sagen. Stärke ist ein gutes Gefühl, aber manchmal darf man auch schwach sein, denn sonst nimmt einem die Stärke die Kraft für alles weitere.

Ich wünsche dir alles Gute und die Kraft, auch mal Schwäche zu zeigen.

LG
Birgit

von rote zora - am 22.12.2005 15:27

Re: Ein par Tipps...

:eek: Hallo zusammen,
bin ganz neu hier und suche Hilfe! Die Diagnose Fibro habe ich ein paar Jahre, aber durch den Gebrauch von Benzodiapinen kaum behindert.Seit ich eine Entgiftung gemacht habe, hat sie mich aber voll im Griff,schlimmer als all die Jahre vorher.
Nun lese ich dauernd von Pilates.Wer kann mir mal genau beschreiben was das eigentlich ist und wie ich das eventuell anwenden kann?
Für die Ratschläge bedanke ich mich schon im voraus.
Euch allen einen schmerzfreien Tag!
GabiB

von GabiB - am 15.01.2006 09:29
Hallo!
Habe vor kurzem über eine neue Therapie für Fibromyagie gehört und auch selber schon probiert. Hat bei angeblich 72 % der Betroffenen großen Erfolg, Das ist die Bio Sun Lichttherapie. Es handelt sich um ein Gerät, das von Photomedizinern entwickelt wurde und unter anderem eben bei Fibromyalgie gut helfen soll.
Eine andere Therapie gibt es auch und zwar die PST-Therapie. (pulsierende Signal Therapie) Diese wird bei Fibromyagie, Athrose und Osteoporose mit Erfolg eingesetzt.
Alles Gute allen hier im Forum
Mani1

von Pia Rintala - am 20.01.2006 19:22
Klaro,

womit indirekt erwiesen wäre, dass 72 % der Fibros unterbelichtet sind und der Rest nicht richtig tickt .... ;)

Also mal im Ernst:
Lichttherapie ist anerkannt und erfolgreich bei Depressionen. Doch wenn es um Depressionen geht, dann muß auch die Diagnose "Depression" genannt werden und nicht mit Fibromyalgie um den heißen Brei gelabert werden.

Ebenso ist es mit der Anwendung magnetischer Wechselfelder. Von denen ist bekannt, dass sie auf verletzte Knochen- bzw. Knorpelgewebe wirken können. Fibromyalgie ist aber definitionsgemäß ein Syndrom, bei dem Schmerzen bestehen, OHNE dass an Knochen und Knorpel oder sonstigen Geweben entsprechende Schädigungen bestehen, die die Schmerzen erklären könnten. Das schreckt die Anbieter dieser teuer zu bezahlenden Geräteanwendungen jedoch nicht davon ab, sich auch auf Fibromyalgie-Betroffene zu stürzen. Doch kaum jemand weiß überhaupt, wie und vor allem wo diese pulsierenden Felder sonst noch Wirkungen auslösen .... Schon mal etwas gehört von Herzrasen und Panikattacken während PST-Anwendungen? Wahrscheinlich nicht, denn damit kann mein keine Werbung betreiben und wenn jemand deswegen eine Anwendung abbricht, dann gibt man ihm noch mit auf den Weg, dass er ja nur nicht gesund werden will!

Gruß
Monika

von Monika D. (Admin) - am 21.01.2006 06:49
:-( guten Morgen zusammen,
ja es ist schon schlimm, wie hier mit der "Hilflosigkeit" der Fibros Geschäfte gemacht werden. Wir suchen alle Hilfe und werden dabei oft gnadenlos über den Tisch gezogen! :confused: Allerdings auch sehr verständlich,daß wir nach jedem Strohhalm greifen. Wenn ich meine situation so sehe, dann ist das nur verständlich.ganz sicher stehe ich nicht allein so da, aber ich fühle mich halt so und so geht es wahrscheinlich vielen von uns. Die Schmerzen und Verkrampfungen ziehen den ganzen Rücken zusammen, nix klappt mehr und dauernd müde.Da suche auch ich nach dem schnellsten Ausweg und würde ganz sicher alles probieren,das nur annähernd Hilfe verspricht.
Da kommt dann so eine Anwort genau richtig! :spos: Das rückt mir den Kopf wieder dahin wo er hingehört.Nicht nach den Sternen greifen...langsam Schritt für Schritt. Es tut gut, wenn ich sehe, daß jemand da ist, der eine fundierte Antwort gibt. Diese Geschäftemacherei mit unserer Krankeit kann uns nur noch kranker machen :joke:
Alles Liebe euch allen
GabiB

von GabiB - am 21.01.2006 07:08
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