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Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
21
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
urmeli_et, heidi-ursula, Monika D. (Admin), Kranich, leni12345, mary1, Marielou, Wally30, Josie1956

Erfahrungen...

Startbeitrag von urmeli_et am 06.01.2006 17:27

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich lange nicht gemeldet... allerdings lag das tatsächlich daran, dass ich irgendwie den Eindruck hatte, dass ich mich etwas besser fühle - wenn auch eher psychisch als physisch.

Gestern nachmittag stand dann mal wieder ein Termin bei meiner Hausärztin an, und prompt war irgendwie mein positives Denken dahin.
Angefangen hat es schon damit, dass mein Termin zwar schon seit vier Wochen feststand, aber die Sprechstundendame mir bei der Anmeldung zu verstehen gegeben hat, dass ich nicht eingetragen sei, und deswegen "zwischenrein" geschoben werden müsste. :mad: Äh? Hallo???
Na gut. Nachdem ich fast eineinhalb Stunden im Wartezimmer zugebracht habe, war ich dann tatsächlich auch mal dran, und mußte mir sagen lassen, dass meine Ärztin außer Haus ist, und ich von der Ärztin behandelt werden würde, die neu in der Praxis angefangen hätte.
Okay, hab` ich mir gedacht - vielleicht ist die ja sogar etwas aufgeschlossener als meine Ärztin. Pustekuchen!
Tja - ich musste leider feststellen, dass die Dame überhaupt nicht verstanden hat / oder vestehen wollte?, was eigentlich mein Problem ist.
Zuerst mal konnte sie die Einträge meiner Hausärztin im Computer überhaupt nicht lesen - sprich, sie wusste gar nicht, warum ich überhaupt da bin.
Also habe ich mir größte Mühe gegeben, ihr mein Problem zu schildern, aber sie hat es absolut falsch verstanden. Ausnahmsweise mal war ich nicht nur wegen der Fibro beim Arzt, sondern auch, weil ich nach mehr als drei Jahren immer noch Probleme mit dem Rücken habe nach einer Lumbal-Punktion ( obwohl von den Ärzten immer wieder abgestritten wird, dass die Schmerzen davon kommen... ). Sie hat sich auch gar keine Mühe gegeben, mir noch zuzuhören, sondern meinte eiskalt, dass die Rückenschmerzen von der Fibro kommen.
Ich wäre fast geplatzt vor Zorn! :mad:
Sie hat das dann leider auch noch als Depression gewertet, und gefragt, was mich denn so unglücklich machen würde, dass ich Fibro hätte??? :mad: Ob ich mich nicht lieber von meinem Freund trennen sollte - manchmal wäre Liebeskummer der Auslöser...
Und das alles, obwohl die Ursache meiner "Fibromyalgie" inwischen bekannt ist, und im Computer meiner Ärztin festgehalten ist.
Ich habe kaum fünf Minuten in dem Sprechzimmer verbracht, und schon war die Frau im nächsten Zimmer verschwunden.
Wunderbar. Toll.
Wie macht die Frau das mit Leuten, die wirklich ernsthaft krank sind??? *kopfschüttel*

Den nächsten Schlag habe ich heute prompt bekommen, und könnte gleich wieder platzen vor Zorn und Verzweiflung:
Heute nachmittag um 16Uhr ist ein Einschreiben der Krankenkasse eingetrudelt, das mich mal wieder zum MDK einlädt, weil ich ja gegen die erste Untersuchung Widerspruch eingelegt hatte. Bedauerlicherweise wurde der Termin für nächsten Mittwochen um 10Uhr festgelegt. Und genau da habe ich einen Termin bei meiner Psychotherapeutin, der ich einen Termin mindestens drei Werktage vorher absagen muss, weil ich die ausgefallene Stunde sonst privat zahlen muss.
Umd die Uhrzeit habe ich natürlich weder meine Therapeutin noch erreicht, noch die Dame bei der Krankenkasse, die den Brief geschickt hatte.
Vor lauter Zorn habe ich dann ihre Kollegin am Telefon rund gemacht, und ihr verklickert, dass der Termin verlegt werden muss. Die Aussage hat mich total madig gemacht: "Naja... Termine beim MDK sind aber verbindlich..." Da konnte ich einfach nicht mehr an mich halten, und habe in`s Telefon gebrüllt, dass der Termin bei meiner Therapeutin auch verbindlich ist.

Der Termin beim MDK stößt mir ohnehin schon wieder auf!
Der letzte Termin war schon hammerhart. Innerhalb einer Viertelstunde abgefertigt, und schon am nächsten Tag das Ergebnis: "In absehbarer Zeit wieder arbeitsfähig". Das war schon mehr als verdächtig!!! Wie kam die Krankenkasse ( die in Hamburg ihren einzigen Sitz hat! ) so schnell an Info`s vom MDK, dass sie noch am selben Tag ein Schreiben mit dem Ergebnis an mich senden konnte???????? Das ist doch oberfaul! Das war doch schon vorgedruckt, bevor ich überhaupt beim MDK war!!!
Als bei der Krankenkasse Widerspruch gegen das Ergebnis vom MDK nach der letzten Untersuchung eingelegt wurde, hat meine Ärztin einen langen Brief an die Herrschaften geschrieben, dass die Ursache meiner Beschwerden bekannt sei, und es UNabsehbar lange Zeit dauern wird, bis ich wieder arbeitsfähig bin, da ich zudem noch in Psychotherapie sei.
Der Schrieb wurde einfach ignoriert, und ich bekomme die nächste Einladung zum MDK.
Das ist doch nur Schikane!!! :mad:
Das Schlimme bei der Sache ist, dass mich das so runterzieht, dass die Arbeit der letzten vier Monate Psychotherapie für die Katz war.
Ich war nach dem letzten MDK-Termin schon so fertig, dass ich gesagt habe, ich gehe arbeiten - und wenn ich vor Erschöpfung gegen den Baum fahre.
Diesmal ist es grade wieder soweit.
Was glauben die Arschlöcher eigentlich ?!? Dass ich das alles gern mache???
Dass ich keinen Bock auf Arbeit habe?!? :mad:
Ich arbeite schon seit einer ganzen Weile an einem Konzept, um mich selbständig zu machen, und am liebsten würde ich mit Feuereifer sofort loslegen, wenn ich nicht wüßte, dass ich nicht lange durchhalte. Vor allem, weil mein Freund in dieses Geschäft mit einsteigen möchte, und wahrscheinlich noch vor dem Frühling loslegen will.
Verdammt!!!

Sorry, Leute - das musste mal raus!
Lieber schreibe ich euch meinen Frust, als dass mein armer Freund es abbekommt. :-(

Liebe verzweifelte Grüße,

Eva

Antworten:

Urmeli, das hört sich gar nicht gut an.
Ich kann deinen Frust verstehen und ebenso, dass du dir diesen von der Seele
kratzen must. Das ist auch o.k.
Das muss ich dir vorweg sagen, damit du mich nicht mißverstehst:
ich frage dich - weil es mich ernsthaft interessiert -
1. unternimmst du etwas gegen die oberflächliche und arg arrogante Art
der Vertretungsärztin? D.h. informierst die entsprechende Stelle einmal hierüber?
2. viel wichtiger: was ist denn der Auslöser deiner Fibro??
Mein Doc hat es nicht feststellen können und auch nicht die Ärzte auf der
Rheumastation im HH Krankenhaus.
3. Hast Du der Krankenkasse die doch vordergründigen Handlungen zwischen
MDK und KK-Brief entgegengesetzt? D.h. Dich gründlich schriftlich be-
schwert ?
4. Wieso sind die Monate bei der Psychotherapie für die Katz?
Das sehe ich anders, nämlich, dass du m.E. noch viel mehr Sitzungen
brauchst. Ist auch o.k.
und
5. Warum willst Du nicht Deinen "armen Freund" damit belasten?
Willst Du Dich Selbstständig machen oder E R??

Lieben Gruss
Kranich

von Kranich - am 06.01.2006 20:45
Hallo Kranich,

ich sitze gerade schon wieder an der Flimmerkiste - da kann ich gleich deine Mail beanworten. :-)

zu 1. Wenn ich das nächste Mal bei meiner Hausärztin bin, werde ich sehr wohl ansprechen, dass mir die Art der Dame nicht gefallen hat, und ich den Arzt wechseln muss, wenn sowas nochmal vorfällt. Ich bin der Ansicht, dass man sich SO nicht behandeln lassen muss!

zu 2. Hm. Das ist eine längere Geschichte.Ich versuche mal, es möglichst kurz zu fassen.Schuld ist letztlich wohl mein Vater. Es würde jetzt viel zu lange dauern, es dir ganz genau zu erklären. Ich versuche mal, es kurz zu fassen:
Anscheinend ist es so, dass ich von meinem gestörten Vater ein Zwangsverhalten eingeimpft bekommen habe, was mich dazu gebracht hat, mich systematisch k.o. zu arbeiten.
Meine Muskelschmerzen und meine Erschöpfung mit allen weiteren Symptomen der Fibromyalgie kommen eindeutig durch Überarbeitung.
Und inzwischen bin ich derart erschöpft, dass mich selbst einkaufen gehen oder eine halbe Stunde spazierengehen fertig macht.
Anscheinend hat das schon in meiner Kindheit angefangen, als mein Vater gemeint hat, er müsste mich mit den miesesten Mitteln dazu zwingen die Beste zu sein. Ich habe immer gesagt bekommen, dass ich weiterlernen muss, auch wenn ich schon nicht mehr kann, und der Kopf voll ist, oder ich musste den ganzen Tag im Garten Laub zusammenrechen... Er hat mit Tricks gearbeitet wie: "Wenn du einen zweier in Mathe schreibst, kriegst du einen Hund.". Ich habe mich reingehängt - und den zweier geschafft. Und anschliessend habe ich Pferdeverbot bekommen, und gesagt bekommen, dass ein zweier schlecht ist, und es ein einser sein sollte. Von einem Hund bei einem zweier wusste er nichts mehr. Also habe ich mich abgerackert, um den einser irgendwie zu schaffen, um wenigstens wieder zu meinen Pferden zu dürfen. Mit Disziplin und Konsequenz kann man alles erreichen - das war seine Einstellung - man ist doch kein Weichei, oder?
Und dieses Verhalten habe ich mit in mein Berufsleben übernommen. Der Pferdewirts-Job, den ich sechs Jahre lang gemacht haben, war für mich ganz einfach körperlich zu anstrengend - auch wenn es mir noch so Spaß gemacht hat. Ich habe ja dann nach der Arbeit noch mein eigenes Pferd und zwei Berittpferde geritten, und bin anschliessend mit meinem damaligen Lover ( ausgerechnet mein Ausbilder im Gestüt ) noch meine täglichen zehn Kilometer joggen gegangen - um fit zu bleiben... Aber ich hätte niemals zugegeben, dass es mir zuviel ist. Ich bin doch kein Weichei... Ich hab`weitergemacht, bis ich irgendwann früh vor Erschöpfung nicht mehr aufstehen konnte.
Dann bin ich in`s Büro gewechselt, und dort habe ich dann grade so weitergemacht, wie ich aufgehört habe: Ich bin zwei Jahre lang neben der Arbeit jeden Abend 80km in die Schule gefahren, um mich weiterzubilden ( immerhin hat mein Chef mir einen guten Job versprochen, wenn ich es schaffen würde ) und war deswegen auch fast jedes Wochenende in der Firma. Als ich dann meine Prüfungen geschafft hatte, bin ich in die neue Abteilung gekommen, und habe jeden Tag von 8 Uhr bis abends um 21Uhr gearbeitet - bloss keine Schwäche zeigen - ich bin doch kein Weichei, oder? Die Abteilung war total unterbesetzt - das musste jeder ordentlich ran. Ich konnte oft kaum mehr aus den Augen schauen, wenn ich abends heimgefahren bin. Und trotzdem bin ich nach der Arbeit noch zum Thai Bo oder zum InlineSkaten gegangen. Bis es irgendwann gar nicht mehr ging. Frag` nicht, was ich mich wegen der Arbeit ewig mit schlechtem Gewissen gequält habe...
Und jetzt bin ich total k.o., und kann immer noch nicht dieses blöde "ich MUSS aber doch weitermachen - ich bin doch kein Weichei" ablegen. Es ist schwer zu beschreiben - ich bin soweit runtergefahren mit meinen körperlichen Kräften, dass ich es kaum mehr schaffe, das Gaspedal vom Auto zu drücken.
Und ganz ehrlich - mir selber war dieses Zwangsverhalten nie bewusst. Erst meiner Psychologin ist es aufgefallen.
Und ich merke manchmal richtig, wie ich mich selbst dabei ertappe, mal wieder zuviel zu machen - und dann geht`s mir gleich wieder richtig mies. Und da ist es egal, ob ich psychisch oder physisch überfordert bin - es äußert sich in Gliederschmerzen und absoluter Erschöpfung.
Manchmal habe ich wahnsinnige Zukunftsangst, wenn ich mich frage, wie lange das alles noch dauern wird, bis es mir besser geht. :-(
So - das war jetzt doch ein ganzer Roman. :-)

zu 3. Ich habe mich bei der Krankenkasse schriftlich beschwert - aber ehrlich gesagt nur über die besch... Untersuchung beim MDK.
Meinst du, ich soll mich darüber beschweren, wie schnell ja das tolle Ergebnis kam???

zu 4. Du hast wohl recht. Ich brauche wahrscheinlich noch seeeeehr viel mehr Sitzungen, da es ja doch sehr eindeutig ist, dass mein Problem hauptsächlich psychischer Natur ist. :-(

zu 5. Hm. Ich weiß nicht. Wenn ich ehrlich bin, habe ich wohl eher Komplexe, meinem Freund von meinem Zorn und meiner Verzweiflung zu erzählen, weil ich dann gleich wieder heulen muss... und ich will doch nicht deswegen heulen!!! Meinem Freund gegenüber ( so wie allen anderen gegenüber auch ) tue ich immer so fürchterlich stark... Dabei bin ich das gar nicht. :-(

Wir wollen uns beide selbständig machen. Im selben Bereich - und am liebsten würden wir gleichzeitig anfangen. Aber es sieht ganz so aus, als müsste er ohne mich loslegen. :-(

Soooo - jetzt krachen mir schon die Finger...
Jetzt reicht`s wirklich erst mal.

Ganz liebe Grüße,

Eva

von urmeli_et - am 06.01.2006 21:13
Hallo Eva,
ich werde dir auf jeden Fall antworten. Ich kann dich sehr , sehr gut verstehen
und wie gesagt, ich antworte dir gern. Habe heute Kinderbesuch und bin im Hinblick
auf meine anstehende Selbstständigkeit noch etwas unter Streß. In den kommenden
14 Tagen wird es vorbei sein. Ja selbst ich, die inzwischen schmerzfrei ist, bis
auf so ein bischen Kleinkram, der aber auch mit meinem Alter und meiner
Faulheit in sportlicher Hinsicht zu tun hat, läßt sich noch stressen. Doch
bekomme ich in diesen kritischen Situationen stets Unterstützung von meinem
Mann, der mich dann zwar tierisch nervt, wenn er mich beruhigt, doch:
das Ergebnis ist, dass ich beginne realistisch zu denken und es wieder in die normale Bahnspur komme.. Alles eine Sache, zum großen Teil, des eigenen Wollens.
Sag ich mal..... Auf jeden Fall bin ich von Feldenkrais her in meinem tagtäglichen
Leben beeinflusst und überdenke und ändere meine eingefahrenen Verhaltens-
muster. Und: darüber bin ich wahnsinnig glücklich und stolz.
So jetzt muss ich spielen.
Tschüss , wünsche dir Mut und Kraft, damit du jeden Tag einen Schritt
zu dir näher kommst, denn DU DU DU bist wichtig - nur Du kannst wissen, ent-
scheiden, was für DICH gut ist. Und wenn der Partner nicht mithalten kann,
dann ist es nicht der richtige, oder er muss lernen. Das war Telegrammstil :-)))
Elaine/Hilde

von Kranich - am 08.01.2006 16:55
hi mein liebes evchen! bin seit wochen mal wieder früh aus dem bett aufgestanden. bin um 8 aufgetsanden und gleich muss ich mal wieder zur uni. könnte mich aber schon wieder hinlegen. bin extra mal "früh" ins bett. so um 1 uhr heut nacht und wann eingeschlafen? um 3:30 oder so. ich könnt brechen. oh man, was du schreibst geht mir sehr nahe. ich kann dine wut und deinen zorn so gut nachvollziehen... müssen unbedingt die nächsten tage mal wieder telefonieren, wenn du und ich kraft dazu haben. aber denke wir kriegen das hin. würde mich sehr freuen, dann können wir mal wieder in ruhe über alles reden und du kannst mich auch ruhig am telefon anschreien, damit du es nicht an deinem freund auslassen musst. kann ja den hörer weiter weg halten vom ohr :-) na haste etwas gegrinst?!
so liebes, viel kraft für dich. ganz liebe grüße, leni!!! denk sehr oft an dich!!!
fühl dich lieb gedrückt

von leni12345 - am 11.01.2006 08:30
:hot: Hallo , das ist ja de Hammer! Da sieht man das wir nicht mal von ärzte ernst genommen werden . Tut mir alles sehr leid was du durchmachst und gemacht hast. Ich bekomme zum ersten mal in meinem Leben Anti-Depri. Muß aber sagen so gut habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt nur zum Arbeiten Kann ich mich noch nicht aufrappeln. Such dir umbedingt einen neuen Arzt mit mehr Hirn und Herz!!! Hoffe es geht dir bald besser.Drücke dir Daumen das du bald wieder Lachen kannst.



von Wally30 - am 11.01.2006 12:08
Hallo Eva,

jetzt bin ich auch irgendwie hilflos. Nicht wegen der unverschämten Art, in der Du behandelt wurdest, sondern weil es Dich immer noch so sehr trifft. Ich hatte gehofft, dass Du als Teilnehmerin in diesem Forum schon auf die miesen Spielchen vorbereitet bist, die die Kassen mit kranken und hilfesuchenden Leuten treiben. Es sind Abläufe, die mit Dir persönlich NICHTS zu tun haben. Je mehr Du diese Unverschämtheiten an Dich herankommenläßt, umso weiter ziehen sie Dich runter. Den Kassen geht es NUR um eine einzige Frage: 'Wie können wir einen kostspieligen Kunden loswerden?' Und da ist nahezu jede Schikane recht. Der erste MDK-Termin sollte Dich madig machen in Richtung 'dann gehe ich halt wieder arbeiten'. Wenn das aber tatsächlich nicht geht, dann wird mit absoluter Sicherheit die Abwälzung auf die Rentenversicherung inszeniert. Du wirst nochmal zum MDK geladen, bekommst dann einen anscheinend sehr verständnisvollen Gutachter, der ausgiebigst erfaßt, wie schlecht es Dir geht und anschließend bekommst Du einen Schrieb, in dem Dir mitgeteilt wird, dass Du bis zum soundsovielten einen Reha-Antrag bei der Rentenversicherung eingereicht haben mußt, weil sonst ab diesem Tag die Krankengeldzahlung eingestellt wird. Dieser Reha-Antrag kann gleichzeitig als Rentenantrag gelten, ohne dass Dir dabei eine Widerspruchsmöglichkeit bleibt- bzw. würde ein Widerspruch auch wieder zur Einstellung der Krankengeldzahlung führen....

Ich denke, Du bist jetzt in einer Situation, in der Du wirklich versuchen solltest, über eine gute (!!!) psychosomatische Reha wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Damit würdest Du auch signalisieren, dass Du bereit bist, die vorgesehenen Züge im Spiel der Versicherungen mit ihren Kunden mitzumachen und bekommst auf jeden Fall mal eine Atempause.

Liebe Grüße
Monika

von Monika D. (Admin) - am 12.01.2006 08:37
Hallo ihr alle!

Erst mal danke schön für eure Antworten!

@leni:
lieb, dass du an mich denkst!
So wie sich dein Beitrag angehört hat, geht es dir kein bißchen besser, oder?
Vielleicht können wir ja am Wochenende mal telefonieren?
Dann kann ich auch schon mal Bericht erstatten vom MDK...

@wally30
Danke schön für deinen Beitrag!
Ich finde es immer wieder interessant zu hören, dass es tatsächlich Menschen gibt, denen Antidepressiva helfen... Wenn es so ist, ist es ja prima!
Ich drücke dir die Daumen, dass es auch so bleibt!

@Monika,
Du hast wirklich ein unglaubliches Talent, mich noch weiter runterzuziehen, wenn ich meine, sowieso schon unten angelangt zu sein!!! *kopfschüttel* :-)

Also - was du geschrieben hast, ist wohl vollkommen richtig:
Mir ist absolut bewußt, dass die Kassen und alle weiteren Behörden nur darauf aus sind, die Kosten, die ich verursache, an jemand anders abzuschieben.
Trotzdem trifft es mich jedesmal wieder wie der Blitz, wenn ich ein nettes Schreiben von der Krankenkasse erhalte.
Und es zieht mich runter - so sehr ich mich bemühe, es nicht an mich ranzulassen.
Dazu müßte man eine Haut wie ein Elefant haben...
Wahrscheinlich würde ich es alles gar nicht so schrecklich ansehen, wenn es nicht tatsächlich so gewesen wäre, dass es mir dank der Therapie und viiiieeel Zeit für mich besser gegangen wäre!
Wirklich! Ich kann kaum beschreiben, wieviel Hoffnung mir dieser Zustand gegeben hat.
Es ist nur leider so, dass man mich mit psychischem Druck sofort fertig machen kann. Körperliche Schmerzen zu leiden ist eine Sache - aber psychischen Druck auszuhalten ist was anderes. Das macht mich reif für die Klapse.

Am meisten hat mich das getroffen, was du mal wieder über die Reha geschrieben hast, die gleichzeitig als Rentenantrag gilt...
Verdammte scheiße ( du entschuldigst die Ausdrucksweise... ), ich WILL KEINE REHA! Und ich will keine Rente!
Alles was ich verlange ist, meine Psychotherapie hier weiterführen zu dürfen, und evtl. bei Bedarf noch eine zweite anzuhänge - und Zeit.Ich will keine Reha. Ich will keine Medikamente, ich will keine Behandlung.
Was ich brauche ist die Therapie - und Zeit. Bedauerlicherweise ist Zeit etwas, das die Krankenkasse offensichtlich nicht zu vergeben hat. Schade.
Denn ich denke mal, dass alles weitere meinen Zustand wieder verschlechtert, und so die ganze Genesungsprozedur noch ein bißchen länger dauert.
Was mich immer so unglaublich wütend und sprachlos macht, ist die Tatsache, dass Ärzte, der MDK, die Krankenkasse, etc. anscheinend erstens nur aufs Geld aus sind, und es kein bißchen darum geht, dass man tatsächlich wieder gesund wird, und zweitens - WENN man doch schon einen Weg für sich gefunden hat, bei dem man sich sicher ist, dass er einen gesund macht, dass man trotzdem den Weg abgeschnitten bekommt.
Wozu gebe ich mir all die Mühe mit Shiatsu, Akupressur, Sauna, autogenem Training, einem möglichst ausgeglichenem Verhältnis zwischen Bewegung und Ruhe, und der Psychotherapie ( wovon ich abgesehen von der Therapie alles selbst bezahlen muss... ), wenn das alles nicht anerkannt wird als solches?
Verstehst du ein bißchen, wo mein Frust herrührt?
Ich war wirklich in gewissem Maß stolz auf mich, nach all den Jahren von mir behaupten zu können, dass es mir ein klein bisschen besser geht ( und das im WINTER!!! ), und ich mit ausreichend Zeit und der Therapie ( in meiner gewohnten Umgebung, mit meinen Tieren, die mir lebenswichtig sind!!! ), das Problem in den Griff kriege.
Wie kann es sein, dass man mal ein bißchen Hoffnung schöpfen kann? Sowas muss sofort zerstört werden. Ein "Fibro"-Patient, der Hoffnung schöpft.... - bloß schnell zerstören.
Es ist ohnehin nicht leicht für mich, den Weg zu gehen. In meinem ganzen Leben hätte ich nie erwartet, dass es einen körperlich und geistig derart mitnimmt, psychische Probleme in den Griff zu kriegen.
Und ständig durch Attacken von der Krankenkasse wieder zurückgeworfen zu werden, ist einfach unfair.
Als würde man einem Marathonläufer nach der Hälfte der Strecke sagen, dass sein bisheriger Lauf ungültig ist, und er gleich nochmal von vorne anfangen muss.

Du siehst, liebe Monika, ich habe mir Gedanken gemacht. Und war bis vor einer Woche der Überzeugung, ich würde es schaffen.
Mir diese Überzeugung mit Hilfe von Paragraphen, wilden Drohungen, dass ich kein Geld mehr bekomme, und "Zwangs"-Reha und -rente, das ist so ziemlich das widerwärtigste, was man mir antun kann.
Was passiert denn, wenn man sich weigert, auf Reha zu gehen? Man kriegt kein Krankengeld mehr. Schön.
Und wer zahlt dann?
Keiner?
Auch schön.
Dann werde ich eben verhungern.
Wenn das der Wille des Sozialstaats ist. Okay,
Erpressen lasse ich mich jedenfalls nicht.

Liebe, verzweifelte und frustierte Grüße,
von einer Eva, die bis vor kurzem noch total positiv eingestellt war.

von urmeli_et - am 12.01.2006 14:11
Hallo Eva!

Dazu möchte ich dir auch noch was sagen. Fertig macht dich nicht die Art und Weise, wie man mit dir umgeht, sondern wie du dich dabei verhältst.

Glaub mir, was bis dir bis jetzt wiederfahren ist, ist noch harmlos im Vergleich was dich noch erwarten könnte, wenn du nicht lernst, dir ein dickes Fell wachsen zu lassen.

Zitat

Ich war nach dem letzten MDK-Termin schon so fertig, dass ich gesagt habe, ich gehe arbeiten - und wenn ich vor Erschöpfung gegen den Baum fahre


Solche Äusserungen zeigen, wie anfällig du bist und der Gutachter freut sich bestimmt, wie schnell er dich als neurotisch oder hystrionisch (hysterisch) bezeichnen kann.
Dann bist du in einer "Psychoschublade" drin und es wird dir noch schwerer fallen, deine Bedürfnisse durchzusetzen, weil du dann noch weniger ernst genommen wirst :(

Es bringt überhaupt nichts, sich so aufzuregen, auch wenn ich dich gut verstehen kann. Die Leute tun nur ihre Pflicht und dazu ist ihnen jede Gemeinheit recht, ich könnte dir Romane darüber erzählen.

Wenn du mich fragst, signalisiere Bereitschaft und versuche eine Reha zu machen. Es gibt gute Kliniken, in denen man auf Probleme unter denen wir leiden, spezialisiert ist. Wenn dir die Reha auch nicht so viel bringt (was ich aber nicht glaube) du hast es wenigstens versucht.

Aber wenn du mit dem Kopf durch die Wand willst, mach dich auf einen erbitterten Kampf gefasst, ob du den durchhältst, bezweifle ich in deiner momentanen Verfassung.

Mit diesem Schreiben will ich dich in keiner Weise "runterziehen", sondern nur die Realität vor Augen halten :-)

Liebe Grüsse und viel Glück!

Marie-Luise

von Marielou - am 12.01.2006 19:18
Hallo Marie-Luise,

:-) Die Realität vor Augen halten ist gut...

Oh menno!
Wie man es dreht und wendet - man ist doch immer der Depp.

Ehrlich gesagt läßt meine Verfassung tatsächlich zu wünschen übrig, und ich hoffe wirklich, dass ich mich bei dem Termin morgen beim MDK zusammenreißen kann...

Allerdings werde ich es nicht durchstehen, wenn es wirklich zu einem so erbitterten Kampf kommen wird, wie ihr es schildert.
Keine Ahnung, was ich dann tun werde / soll / kann.
Zur Reha werde ich aber nicht fahren. Nur über meine Leiche.
Meine beste Reha ist meine gewohnte Umgebung und mein Hund. Ihr könnt mich da gerne für verrückt erklären - aber es ist nun mal so.
Bevor ich eine Reha mache, melde ich mich eher arbeitslos.
( Gesundgeschrieben - versteht sich! )
Ich werde mich zu nichts zwingen lassen, was ich nicht will.
( Das habe ich mir zumindest fest vorgenommen. )

Vor fast zwei Jahren habe ich eine Reha beantragt - da wollte ich sie, und sie wurde eiskalt abgelehnt.
Inzwischen will ich keine mehr, und soll eine aufgezwungen bekommen?
Hallo?
Das widerspricht jeglicher Logik.
Ohne mich.

Ich werde euch morgen auf jeden Fall mal Bericht erstatten, was ich nach dem Termin für einen Eindruck habe...

Keine Ahnung, wie ich die Nacht in banger Erwartung überstehen werde... :-(

Liebe resignierte Grüße,

Eva

von urmeli_et - am 12.01.2006 20:59
Hallo Eva,

weißt Du, was mir an Deinen Postings so unheimlich gut gefallen hat? Das ist die Kraft, die da spürbar wird. Du schreibst, dass Du am Boden bist, aber da bist Du – denke ich – Gott sei Dank - noch nicht angekommen! Nun wäre es natürlich seeeehr wichtig, dass Du genau diese Kraft, diese unheimliche Power FÜR Dich einsetzt und nicht irgendwann mal GEGEN Dich zum Einsatz bringst indem Du stur wie ein Panzer als „Eva-Trotzköpfchen“ alles ablehnst, was nicht in Dein Konzept passt. Aber da hoffe ich jetzt mal, dass Deine Psychotherapeutin wirklich so gut ist und Dir da auch hilft, eben diese Power in die richtigen Bahnen zu lenken.

Ich kann Dich auch so gut verstehen, dass Du nicht weg von daheim willst, nicht in Reha willst. Schließlich ging es mir über viele Jahre hinweg nicht viel anders. Ich war alleinerziehend, hatte auch noch Tiere zu versorgen und musste immer wieder in Kliniken und in Reha (hat mit Fibro aber nichts zu tun) und konnte dort in der Reha nicht viel wirklich für mich selbst tun, weil ich mit meinen Gedanken mehr daheim und bei meinem Sohn war, als bei den Therapien.
Doch auch dabei solltest Du versuchen ganz klar zu unterscheiden, ob Du nun wirklich ganz berechtigte Gründe für das „Nein“ hast, oder ob Du Gründe suchst, die eigentlich gar nicht so sehr gegen eine Reha sprechen würden und Du diese Gründe nur vorschiebst, weil Du ganz einfach Angst vor der Reha hast – aber auch da wird Dir hoffentlich Deine Therapeutin helfen können Klarheit zu schaffen.

MDK, was ich Dir dazu aber noch schreiben möchte ist folgendes: Klar, zunächst hat Monika da durchaus Recht, es kann sein, dass dort als Resultat die Anordnung zum Stellen eines Reha-Antrags kommt. Vielleicht hat Deine KK nun den Eindruck, dass sie zunächst mal genug für Dich gezahlt hat und nun der Rentenversicherungsträger als Kostenträger für die Reha zur Kasse gebeten werden sollte. ABER, es kann auch ein ganz anderer Grund für die Einladung zum MDK dahinterstecken. Aus meinem Bekanntenkreis waren es in den letzten paar Monaten/Wochen drei Leute, die ebenfalls eine ambulante Psychotherapie gemacht haben (aus verschiedenen Gründen, bzw wegen verschiedener Erkrankungen). Alle drei mussten dann irgendwann, unabhängig voneinander (und übrigens wohnen die alle in verschiedenen Bundesländern quer durch Deutschland verteilt und sind auch bei verschiedenen Krankenkassen versichert) zum MDK. Da war erst auch Riesenaufregung, Angst, was machen die nun mit mir usw, also ähnlich wie bei Dir nun. Und was war? Sie mussten zum MDK, damit geprüft werden konnte, ob die ambulante Therapie weiterbezahlt werden soll, oder eben nicht. Einer von den dreien erklärte dies der Arzt des MDK so, dass eben auch gerade bei der ambulanten Psychotherapie sehr viel Schindluder von Seiten der Therapeuten getrieben wird. Dass also Leute weitertherapiert werden, obwohl dies schon längst nicht mehr nötig wäre, oder eben auch Leute ambulant weiterbehandelt werden, obwohl da nun eine ambulante Therapie völlig sinnlos ist und vielleicht auch ganz andere Behandlungen wichtig und richtig für denjenigen wären. Nur wollen natürlich auch Psychotherapeuten Geld verdienen und „entlassen“ Patienten, denen von der Krankenkasse völlig problemlos weitere Sitzungen bezahlt werden natürlich nicht gerne, denn diese Patienten sind „leicht verdientes Geld“ für solche Therapeuten. Und um so einem Verhalten vorzubeugen, auch dafür ist der MDK da! Also, auch diese Möglichkeit ist bei Deinem Termin nun durchaus gegeben!

Ich drücke Dir jetzt aus der Ferne mal ganz feste die Daumen, dass die für DICH richtige Entscheidung getroffen wird und Du diese dann auch annehmen kannst, und Dir Deine Power dann auch hilft das Beste aus allem zu ziehen und für DICH zu nutzen!

Alles Gute für Dich und liebe Grüße

Josie

von Josie1956 - am 13.01.2006 06:48
Hallo Eva,

jetzt würde ich Dich aber am liebsten erst mal in den Arm nehmen ....

Verflixt, ich wollte Dich doch nicht noch mehr runter ziehen, sondern nur aufzeigen, dass jetzt Du in diesem blöden Spiel drin bist, das so viele über sich ergehen lassen müssen. Natürlich verstehe ich Deinen Frust und Deine Verzweiflung, und WIE gut ich die verstehe! Gerade weil ich diesen ganzen Irrsinn selbst mitgemacht habe und leider nicht nur einmal mitmachen mußte, genau wie Du mit viel Power meinen Weg geplant habe und weiter gehen wollte und erlebt habe, wie die Anrufe der Krankenkasse alle paar Tage mich immer wieder runter gezogen haben, deswegen sage ich klar und deutlich, was getan werden kann, um die Situation zu entschärfen. Du machst jetzt Psychotherapie, hast damit Erfolge, beginnst zu sehen, dass und was Du verändern mußt. Das ist sehr gut und auf jeden Fall ein Anfang!

Der MDK-Gutachter hat einen klar formulierten Auftrag der Krankenkasse. Vermutlich lautet der, zu überprüfen, ob tatsächlich Arbeitsunfähigkeit vorliegt und wenn ja, dann zu prüfen ob an die Rentenversicherung zwecks Reha weiterverwiesen werden kann. In jedem Fall bist zur Mitwirkung an der Besserung Deines Gesundheitszustandes verpflichtet.

Vielleicht gelingt es Dir ja, den Gutachter heute davon zu überzeugen, dass der von Dir eingeschlagene Weg bereits die beste Form der Mitwirkung ist? Auch das ist möglich! Wenn Du zeigen kannst, mit wieviel Power und Konsequenz Du Deinen Weg gehst, der ja auch schon Erfolge zeigt, wirst Du Dir sicherlich auch Respekt bei den Gutachtern erwerben. Auch so etwas gehört zu meinen Erfahrungen. Nachdem die ersten "Pflaumen" abgehakt waren, traf ich später nur noch auf Gutachter, die - im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten - so gut es ging geholfen haben, dass ich meinen Weg fortsetzen konnte.

Ich halte Dir die Daumen, dass es, wenn vielleicht auch nicht unbedingt ganz genau nach Deinem Dickkopf, dann aber wenigstens in für Dich akzeptabler Weise voran geht.

Alles Liebe,
Monika

von Monika D. (Admin) - am 13.01.2006 07:28
hi mein evchen! wie du siehst, es ist fast morgen und ich bin immernoch "wach". versuche es heute mal mit schlafentzug, was ja eigentlich nicht so gut ist ohne unter aufsicht zu sein. war bis grad bei einer freundin, aber sie macht auch schon schlapp und wir wollten es eigentlich zusammen durchstehen. mir gehts nicht so gut, aber wenn ich mich jetzt hinlege, dann liege ich wieder bis nachmittags oder gar abends und kriege nix hin. ein alptraum wo ich gern aufwachen würde. menno, ich bin so hilflos. den ganzen tag denke ich darüber nach, was ich noch machen könnte, was mein nächstes schritt in richtung hoffnung sein könnte. nix fällt mir ein.hilflos starte ich gegen nachmittag in den tag und er endet genauso. schlafen? mhhhh. ja eigentlich schlafe ich schon, bzw. besser gesagt nicht schlafen, sondern ich träume. ja... ich kann nicht sagen, so ich gehe jetzt schlafen, sondern ich sage besser, so ich gehe jetzt mal wieder träumen. fühle mich jeden tag, egal wie lange ich "schlafe" als hätte ich den vortag und genau dann wenn ich das bett verlassen unmengen alkohol verzerrt. super matschig, schwindel, nasenbluten, brechen usw begleiten mich dann. oh je... naja, genug von mir.
wünsche dir noch eine gute nacht. berichte doch auch wieder, wenn es bei dir was neues gibt. aber sind ja quasi ständig in kontakt. telefon und handy und das ist gut so. ich denk ganz doll an dich! lichtvolle grüße deine leni
fühl dich gedrückt! dickes bussi für dich. ganz viel kraft für dich

von leni12345 - am 17.01.2006 03:21
Hallo liebe Eva u. Juser,

bin neu hier. Habe eure ganze Palette gelesen, teilweise auch nur überflogen.
Ich fühle voll mit, und finde deine Offenheit voll mutig und spannend.
Entdecke viele Ähnlichkeiten. Könnte fast ich selbst sein.
Auch ich fühle mich zu Hause am wohlsten.
Es geht mir pysisch wie psychisch recht besch....., dann will ich mich nicht auch noch mit der
(Ich habe starke Wortfindungsstörungen) ärztlichen, abschätzigen
Diagnostik befassen. Nur wenige Ärzte kennen sich mit FMS aus.
Und von diesen Wenigen, sind viele hilflos, auch mit Zweifel behaftet,
was z.b. den Schmerz oder die Schmerzstärke betrifft.
Wir die FMS-Kranken können nichts dafür, das die Fibromyalgie den Forschungshöhepunkt noch nicht erreicht hat.
Man sollte nicht alles nur der Psyche zuschreiben. Jeder Befund z.b. Krebs, Bein ab, Inkontinenz,
etc. kann selbstverständlich auf der Psyche starken Einfluß haben.
Wie stark beeinflußt uns aber der immer wieder einkehrende Schmerz ohne gewichtigen Hintergrund?
Dieser Schmerz, der die Angst zuläßt, was passiert mit mir, steckt eine andere nichterkannte Krankheit dahinter,
lande ich jetzt im Rollstuhl? etc.
Der Schmerz, der auch Fragen stellt, wie verläuft jetzt meine Zukunft, schaffe ich es noch zu Arbeiten oder muß ich jetzt Rentner
werden. etc.
Sinnfindung: Wie gestalte ich mein zukünftiges Leben? Kann ich lernen den Schmerz besser anzunehmen?
Selbstvorwürfe: Hätte ich nicht, wäre ich besser, warum habe ich nicht! etc.
Alles ist in meinen Augen vergebens.
Das "Jetzt" ist eigentlich nur entscheidend. Den Schmerz wenn auch als ein lästiges Übel erst einmal annehmen,
Akzeptanz, das es ebend mal so ist, etc. kann helfen.
Positive Ablenkung ist gut, Kräfte einteilen, in den Körper hineinhorchen, Warnzeichen beachten, Entspannung.
Man kann mit ein ewig anhaltenden Schmerz in der Skala von Eins bis Zehn den Arbeitsbedingungen
unseres heutigen Leistungssystem nicht mehr Gerecht werden. Und jede körperlich sowie auch geistige Überanstrengung
signalisiert gerade bei der Fibromyalgie Muskelanspannung und somit verstärkte Schmerzen.
Ein gesunder Mensch ist nicht faul! Er nimmt die Herausforderungen des Lebens an.
Damit will ich nur sagen, es gibt für mich kein "Faul"! Das richtigere Wort wäre Krank! Selbst Schwäche
ist eine Form von Krankheit, die in unseren krankmachenden Gesellschaft immer mehr ans Tageslicht kommt.
Für mich sind oberflächige besitzergreifende egoistische Intreganten mit unlauteren Aussagen wie z.B. Simulant,
Schwächling, Faulpelz, Parasit, Sozialschmarotzer usw. arme Wesen.
Ein jeder, der sich gesund und fit fühlt, sollte das Glück zu schätzen wissen und nicht andere verurteilen.
Und ein jeder mit einen ausgefüllten Arbeitsplatz sollte das Glück erkennen und nicht glauben
er schaffe für den Kranken und Arbeitslosen mit, denn wenn die Arbeit gerecht verteilt wäre und das Leistungsprinzip
angemessen wäre, hätten wir vieleicht auch nicht so viel Kranke.

Viele Liebe Grüße Heidi

PS: Stelle mich wenn ihr gerne möchtet mit ein anderes Thema persönlich vor.

von heidi-ursula - am 22.01.2006 16:34
Hallo Heidi,

schön, dass du diese Meinung vertrittst, und hier auch öffentlich äußerst!

Es macht den Eindruck, als hättest du dich schon sehr intensiv mit dem Problem befasst, und scheinst deinen Weg damit recht gut zu gehen.
Ich fände es prima, wenn du dich hier mal vorstellen würdest.

Liebe Grüße,

Eva

von urmeli_et - am 22.01.2006 16:56
Hallo liebe Eva.
Ich bin dir noch eine Antwort schuldig.
Wie du vielleicht schon gelesen hast, habe ich mich mit ein anderes Thema vorgestellt. Daran kannst du erkennen, das ich noch lange nicht mit meinen Problemen fertig bin. Es ist nicht alles Gold was glänzt.
Ich glaube ich habe Zuviel geschrieben. So lange Berichte lassen sich nicht so gut lesen. Ich wollte aber bei der Wahrheit bleiben, Ich werde versuchen in Zukunft kürzer zu schreiben.
Meine Psychotherapeutin , (ich habe ihr davon erzählt, das ich jetzt versuche
in diesem Foren zu kommunizieren) hat mir angeraten diese Art von Kommunikation zu versuchen. Ich habe leider das Problem, ( keiner hat mich lieb Macke.) Seit dem ich die FMS habe verstärkt sich dieses Syndrom und zwingt mich immer mehr zum Rückzug.Ich mag auch keinen mit meinen Problemen auf den Wecker gehen.Machmal zweifel ich ob die Psychotherapie das Richtige für mich ist.Unter diesen Specktrum habe ich schon viele Tränen geweint. Aber vielleicht muß ich mein Leben neu sortieren um ein Urproblem was die FMS betrfft auszulöschen.

Liebe Grüße Heidi

von heidi-ursula - am 27.01.2006 11:45
Liebe Heidi,

dein Problem kommt mir fürchterlich bekannt vor...
Bloß keinen mit meinen Problemen belasten...

Ich tue mir immer noch sehr schwer damit, aber ich merke langsam, dass es auch hilft, wenn man darüber redet.
Natürlich kann einem keiner die Schmerzen abnehmen, und man hat oft genug das Problem, dass man einfach glaubt, nicht verstanden zu werden. Wie sollte auch jemand verstehen, dass man unter unseren Symptome leidet, ohne ersichtliche körperliche Ursache...?

Ich denke mal, dass wir da einfach daran arbeiten müssen, und uns damit durchsetzen müssen.
Meine Therapeutin sagt mir oft, dass ich dazu stehen muss, dass es mir nicht gut geht, wenn es denn dann mal wieder so ist.
Nur so können die Leute um mich herum begreifen, wie es um mich steht.
Und jedes noch so kleine Zeichen eines Fortschritts, einer Besserung wird dann auch positiv aufgenommen.
Ich bin z.B. gestern zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder Auto gefahren, und ich war auf mich selbst mindestens so stolz, wie meine Freundin stolz auf mich war... :-)

Liebe Heidi, ich hoffe, dass du dich nicht allzu sehr zurück ziehst, sondern offen darüber redest, wie es dir geht. Damit ist einem manchmal schon leichter um`s Herz, als es in sich hineinzufressen...

Alles alles Liebe für dich!

Eva

von urmeli_et - am 27.01.2006 19:56
Hallo liebe Eva,
danke für deine Antwort.
damit fertig werden, ist eine Sache, aber wenn man manchmal zu hören bekommt, es ist doch "nur" ein Schmerz, könnte ich in die Luft gehen.
Nur ein "Schmerz"? Reicht das nicht ?
Ich will den Schmerz nicht hochspielen! Der Schmerz (eingeschlossen mit der Müdigkeit und Erschöpfung) finde ich ist Belastung genug.
Sicherlich ist eine Krankheit die nicht nur Schmerz sondern auch
Defomierungen ertragen muß schlimmer, aber sollte der FMS -Schmerz gerade von Ärzten nicht so herunter gespielt werden.
Um den Schmerz erträglicher werden zu lassen müssen wir FMS - Kranken auch auf vieles verzichten was im Leben eigentlich Spaß macht. Das alleine ist schon schlimm genug!

Ich wollte nur kurz antworten und somit verbleibt
mit lieben Grüßen Heidi

von heidi-ursula - am 29.01.2006 15:46
Hallo liebe Eva,
danke für deine Antwort.
damit fertig werden, ist eine Sache, aber wenn man manchmal zu hören bekommt, es ist doch "nur" ein Schmerz, könnte ich in die Luft gehen.
Nur ein "Schmerz"? Reicht das nicht ?
Ich will den Schmerz nicht hochspielen! Der Schmerz (eingeschlossen mit der Müdigkeit und Erschöpfung) finde ich ist Belastung genug.
Sicherlich ist eine Krankheit die nicht nur Schmerz sondern auch
Defomierungen ertragen muß schlimmer, aber sollte der FMS -Schmerz gerade von Ärzten nicht so herunter gespielt werden.
Um den Schmerz erträglicher werden zu lassen müssen wir FMS - Kranken auch auf vieles verzichten was im Leben eigentlich Spaß macht. Das alleine ist schon schlimm genug!

Ich wollte nur kurz antworten und somit verbleibt
mit lieben Grüßen Heidi

von heidi-ursula - am 29.01.2006 15:46
Hallo ihr!

Sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe...
Bei mir hat sich einiges getan in den letzten Wochen.
Zum einen habe ich mich von meinem Freund getrennt, und zum anderen hat mich eine Nasennebenhöhlenentzündung ganz schön niedergerafft...
Mir geht es immer noch reichlich bescheiden, aber ich wollte euch wenigstens mal kurz berichten, dass ich tatsächlich Glück hatte, und der MDK-Gutachter mich erst mal für weiter AU befunden hat. *freu*
Ihr glaubt gar nicht, wie erleichtert ich bin!
Zu all dem Chaos der letzten Wochen hätte mir ein negativer Bescheid gerade noch gefehlt.

So, jetzt seid ihr erst mal wieder auf dem Laufenden. Ich verkrieche mich jetzt wieder in mein Bett - ich friere schon wieder wie ein Schloßhund...

Liebe Grüße an alle!

Eva

von urmeli_et - am 05.02.2006 16:14
hi eva kurz zum aufmuntern hette im august nen Mdk termin der tag begann mit kreuzschmerzen und unterbauchschmerzen die ärztin vom MdKschrieb mich gesund weil ich ja nur schmerzen hab und doch in der lege wäre zu arbeiten amselben abend hatte ich eine not op appendix !das zum thema amstärzte man benötigt gute nerven sorry fürs geschreibsel lern noch 1bist du denn jetzt schon etwas weiter gekommen?

von mary1 - am 19.02.2006 13:34
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