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Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
heidi-ursula, Marielou, GabiB, Maria K.

Wortfindungsstörungen ein zusätzliches Problem der FMS?!

Startbeitrag von heidi-ursula am 23.01.2006 22:07

Hallo liebe User, liebe Eva

Vielen Dank für deine Antwort! Werde später nochmals auf dein Problem Antworten.
Im allgemeinen habe ich gestern eingelockt.
Heute möchte ich mich erst einmal vorstellen.
Ich bin weiblich 59 Jahre, Beruf Altenpflegerin.
Seid zirka fünf Jahren anerkannte FMS., Rückenprobleme z.B.Bandscheibenvorwölbungen in den Lendewirbel,
seit einen Jahr Polyneuropahtie vorallen in den Beinen. Bin seit vier Jahren berentet.
Wie Efa von ihrer Befindlichkeit schreibt, glaube ich ich hätte mich selbst beschrieben.
Bei mir kommt nur noch hinzu, das ich stark unter Kopfschmerzen (migräneähnlich), unter Magen, Bauchschmerzen (Blähungen)
Verstärkte Ein- und Durchschlafstörungen usw. habe.
Die Magen und Darmbeschwerden kommen teilweise auch vom einer vermehrten Medikamention.
Auch das ich eine starke Lactosetunverträglichkeit habe kann meine Magendarmfunktion beeinträchtigen.
Ich nehme fast täglich Buscopan um meine Darmkrämpfe zu vermindern. Zur Zeit versuche ich eine Diät, die nur aus
Haferflockensuppe mit Wasser gekocht und zur Geschmaksverbesserung Diätmarmelade besteht.
Ist zwar ein bischen einseitig, aber mein Bauch geht es wesentlich besser.
Ich habe mich in der Zeit mit der Defination FMS, Pnp, chronicher Schmerz, Migräne, Tinitus usw beschäftigt.
Das diese Art Krankheitsbilder als Grundursache der Psyche zugeschrieben wird, liegt in erster Sache daran,
weil die Forschung bei diesen Krankheiten keine wesentlichen körperlichen Veränderungen erfassen kann.
Weil man aber übereinstimmend festgestellt hat das die Botenstoffe Serotonin nicht ausreichend vorhanden sind,
werden oft Phsychopharmaka verordnet mit dem Wirkstoff Amitriptyliyn, um die Produktion
der Botenstoffe Serotonin anzuregen. Leider haben diese Medikamente nicht nur Nebenwirkungen wie z.B.
Wassereinlagerungen, Gewichtzunahme, Schwindel usw., Sie signalisieren den Betrachter auch Beeinträchtigung der Psyche.
Die Psyche ein umstrittendes Thema im Volksmund. Psychisch krank?" gleich labil, schwach, wahnsinnig, geistes gestört,
irre, verrückt usw. Dieses Wort Psyche läßt bei den Betrachter ein ungutes Gefühl erwachen. Psyche unsere
Seele unser Geist? Aber was bedeute eigentlich psychisch schwach, labil, leicht angehaucht.
Es wurde mehr oder weniger empfindlich stark gekratzt an der Seele?
Ich glaube das Umfeld kann den Krankheitsverlauf und somit die Psyche stark beeinflussen.
Schmerz ist ein Signal, das was in den System Körper defekt ist. Es können Eindringlige wie Bakterien, Vieren,
Pilze etc. den Schmerz meistens von Fieber begleitet verursachen, kann aber auch eine Fremdursache z.B.
äußere Verletzungen Mißhandlungen usw. Schmerzen verursachen.
Wie Stark ein Schmerz empfunden wird, hängt von unserer Schmerzbariere ab. Auch unser Abwehrsystem
spielt eine entscheidende Rolle. Ich glaube z.B. Fieber ist eine Reaktion des Körpers den eigentlichen
Schmerz abzuschwächen. Nun gibt es aber Kranke die aber selbst bei verstärkten, Husten, Grippe,
Mittelohrentzündung usw. zwar starke Schmerzen erfahren, aber selten fiebern. Entzündungszeichen sind im
Blut selten festzustellen und wenn dann auch nur geringfügig.
Ich z.B. bin so ein Mensch, der bei 37,8 im Volksmund eigentlich kein Fieber eine kräftige Erkältung oder Grippe
hat. Ich habe in der Jugend z.B. sehr oft starke Ohrenschmerzen ohne Fiebesyntome gehabt.
Später einmal hat man mal festgestellt, das ich in der Jugend mehrere Mittelohrenentzündungen gehabt haben muß.
Weiter hatte ich mehrere Schmerzen ohne Entzündungszeichen die mehrere Notoperationen bedurften.
In der Altenpflege wurde irgentwann eine Hepatitis B - Untersuchung angeordnet. Leider hat mein Körper diese
Hepatitis latent durchgemacht und Antikörper entwickelt. Sicherlich habe ich diese Syntome bemerkt,
aber mit den Gedanken abgetan, man stellt ja doch nichts fest.
Ich wollte damit sagen, daß die Imunität, die Schmerzbariere ein Zuviel an Schmerzen verarbeiten mußte.
Wie die Bauchspeicheldrüse bei ein zu reichliches langanhaltes Zuckerangebot irgentwann das glukosespaltende
Entzym Insulin nicht mehr genügend produkzieren kann und damit das Krankheitsbild Diabetes entsteht,
kann bei ein Überangebot "Schmerz" der Schmerz ins chronische übergehen und irreperable Syntome verursachen.
Ich sehe die Schmerzskala von eins bis zehn vor mir, kennengelernt in der Reha, in der Höhe steigend,
null, keine Schmerzen. Ein Schmerztherapeut meinte mal die Schmerzstärke zehn sei die Höchste,
Wie kommt es aber das der Schmerzgeplagte immer wieder glaubt stärkere Schmerzen zu empfinden.
Ich glaube das die Schmerzskala nur eine Richtlinie darstellt und Schmerzbariere nach jahrelangen Schmerzatacken
durchlässiger wird. Es fragte mich neulich jemand, ob ich mich an meinen Schmerzen nicht schon gewöhnt hätte?
Manchmal glaube ich mir steht der Schmerz im Gesicht geschrieben, vorallen der andauernde Schmerz,
der jeh nach Anstrengung sich verstärkt, und dann ins unerträgliche übergeht. Dann ist es soweit,
es macht mich launisch, ungnädig und mein Bedarf nach Ruhe und zusätzlichen Schmerzmitteln steigt.
Das sind Momente die mein Nervenkostüm besonders stark angreifen.Hinzu kommen die Schmerzblitzatacken, die öfters am Tag
erscheinen, überraschen mich z,B. so stark das ich nicht umherkomme laut egal wo ich bin Auer zu schrein.
Zum Glück verschwinden sie genau so schnell wie sie kamen und verflüchtigen sich dann an einer anderen Stelle.
Posetive Ablenkung kann die Schmerzatacken hinauszögern, Anspannung vermehren. Manche Anspannungwird auch
durch den Schmerz verursacht. Wenn ich bei einer Blitzschmerzartacke laut schreie
und andere es mitkriegen schäme ich mich. Meine Erklärung ist dann oft das ist die Bandscheibe, oder das Rheuma.
Jetzt denkt ihr vielleicht die ist ja vollkommen an Thema vorbei,
eigentlich wollte sie doch über Wortfindungsstörungen schreiben. Ich möchte das ihr mich richtig kennenlernt.
Ich weiß noch nicht viel über Wortfindungsstörungen. Mir passiert es nur sehr oft
das ich im Gespräch das eigentlich gedachte Wort nicht flüssig parat habe, und damit
die Unterhaltung gestört ist. Ich helfe mir manchmal mit Umschreibugen,
aber läßt es keine gute Komminikation zu. Je nach Gesellschaft fühle ich mich beschämt und belächelt.
Frage: Ist Wortfindungsstörung ein Grunsatz der FMS, habt ihr gleiche Symtome oder gleiche Erfahrungen gemacht?
Im Schriftverkehr kann ich mir meine Worte zusammenbasteln, wenn ich auch mehr Zeit dafür brauche.
In der Rechtschreibung habe ich leider auch Dezefite, aber da war ich noch nie besonders gut.
Jetzt noch mal kurz das Thema Psyche. Mir ist schon klar das die Psyche durch das Umfeld geprägt
auch ein Einfluß auf das Krankheitsbild hat, und somit nehme ich auch an einer Psychotherapie teil.
Ich will nichts unversuchtlassen, um eventuell wieder zu gesunden oder das Krankheitsbild zu verbessern,
oder den Istzustand zumindest erhalten. Meine Psychotherapeutin hat mir schon klar gemacht, daß ich
noch einige nicht verarbeitete Geschenisse aufweise.
Sie machte mir klar daß ich mich in eine Opferolle begeben hatte. Sie sagte Täter machen Opfer und Opfer
machen Täter. Klare Aussage! Man schlägt sich durchs Leben. Probleme werden untern Teppich gekehrt.
Angst und Rückzug hält den Einmarsch. Man funktioniert nur noch. Schuldfrage steht offen. usw.
"May Hom is may Hom" Ein dicker Schutzpanzer hält dich gefangen. Leere!!!???
Alles hat ein Sinn. Auch wenn ich die Sinnfindung manchmal angezweifelt habe, habe ich doch Erfahrung gesammelt,
welche mir auch helfen werden ein anderes neues Schutzschema zu finden,
Geh aus deiner Opferrolle raus! Lerne auch mal nein zu sagen! Kämpfe für deine Rechte!
Eine tolle Parole guter Vorsetze, Nur mit dem Umsetzen hapert's noch. Ich kann meine Empfindungen nicht diktieren
wie sie fühlen sollen. Ich werde wohl weiterhin eine kindliche Naivität behalten, vertrauensvoll
an das Gute glauben und somit nicht alle Gefahren umgehen können.
Das Sprichwort Hoffen und Harren macht dich zum Narren ist zum Glück nur ein Sprichwort!
Die Hoffnung sollte man niemals aufgeben?
Mir Schmerzen schon seit längerer Zeit die Beine.
Ich muß mich jetzt hinlegen.
Falls euch meine Eingabe gefällt schreibt mir kurz ob ihr noch mehr hören wollt.
Es befreit meine Seele!!!!

Liebe liebe Grüße an Alle euer neue User Heidi.
Liebe Elaine Hilde erklär mir bitte mal wie du Schmerzfrei geworden bist.
Vielleicht finde ich auch für mich positive Impulse.

Antworten:

Hallo liebe Heidi-Ursula,

schreib es dir von der Seele. Hier sind bestimmt ganz viele, die deine Empfindungen auch kennen. Für mich hörst du dich so an, als ob du dich nicht gerne unterkriegen lässt. Richtig so!!! Lass den ganzen Sch... raus und dann fang an herauszufinden was dir gut tut. Für mich hörst du dich nicht an wie ein armes Hascherl. Wir sind doch meistens Powerfrauen.---> Also kriegen wir das mit unseren Beschwerden auch hin. Na ja, das dauert schon so einige Zeit.

Nimm dir doch mal die Zeit und lies in den alten Postings. Da findst du bestimmt eine Menge Ideen und (gutgemeinte)Tritte in den Hintern.

Zu deiner Frage: Ja wenn es mir mies geht, wenn ich mich überanstrengt habe, dann habe ich auch oft Wortfindungsstörungen. Das hat mich früher ganz schön fertig gemacht. Ich kam mir blöd vor.
Heute ist es dann für mich wie wenn der Tinitus auf einmal losgeht die INfo: Hast wieder nicht gut genug auf dich aufgepasst. Mal wieder übertrieben. Wenn ich merk, dass es mal wieder soweit ist, dann versuche ich keine Gespräche zu erzwingen. Etwas Ruhe für Körper und Geist, dann geht es auch wieder.

Übrigens habe ich inzwischen ganz gut gelernt wie ich durchs Leben komme - auch wenn's gelegentlich danebengeht weil die Powerfrau mal wieder durchkommt.Was soll's.
Seit ca einem halben Jahr versuche ich herauszufinden was ich eigentlich für ein körperliches Problem habe was mich in das große Sammelbecken Fibro hat landen lassen. Körperlich, denn die Psyche haben wir schon ganz gut durchleuchtet.

viele liebe Grüße
Maria

von Maria K. - am 24.01.2006 09:16
Hallo Heidi!

Vor allem wenn ich müde bin, lässt meine Konzentration oft stark nach und ich habe Probleme, mir Namen etc. zu merken. Wenn ich dann Dienstübergabe machen soll (bin Krankenschwester) fallen mir oft Patientennamen oder Medikamentennamen nicht mehr ein oder ich denke das Richtige und sage das Falsche.

Ich helfe mir dann immer, dass ich mir einen ganz grossen Zettel mache, da steht alles drauf und bei Bedarf kann ich dann nachschauen. Meine Kolleginnen haben noch nie ein Wort darüber verloren, ich habe ganz offen gesagt, dass ich mich des öfteren schlecht konzentrieren könnte und das wird auch akzeptiert.

Schriftlich habe ich keinerlei Probleme, das geht wunderbar.

Nun zu deinem übrigen Schreiben. Du hast mit Hilfe der Psychologin herausgefunden, was eines deiner Probleme ist. Warum kannst du es nicht umsetzen? Wer oder was hindert dich daran? Seine Empfindungen kann man in gewisser Weise schon diktieren, dass muss ja nicht heissen, dass man ein krasser Egoist wird oder total ins Gegenteil umschwenkt. Aber immerhin kann man im kleinen Bereich anfangen "NEIN" zu sagen. Auch wenn du dich anfangs äusserst unwohl fühlen wirst, das legt sich, wenn du merkst, es wird nichts Schlimmes passieren, wenn du "NEIN" sagst.

Jetzt frage ich mal ganz provokativ, gefällst du dir in der Opferrolle, bzw. gibt es etwas in deinem Leben, was dich darin verharren lässt?

Persönlich glaube ich auch, dass auch psychische Faktoren bei der Entstehung der Fibromyalgie eine Rolle spielen, aber in meinen Augen bestimmt nicht die Hauptrolle.
Dann wäre es nämlich keine Fibromyalgie mehr sondern eine somatoforme Schmerzstörung, also eine Störung aus rein psychischen Gründen und die zeigt sich anders, wenn sie die beiden Krankheitsbilder sich auch in gewisser Weise ähneln.

Wie man sieht, hat man bei einigen Leuten hier im Forum doch auch was Organisches festgestellt, also es gibt meistens mehrere Auslöser, die grosse Kunst ist halt sie zu finden, da sie bei fast jedem woanders liegen.

Nun aber genug geschrieben, ich hoffe, du nimmst mir meine Offenheit nicht übel, aber so sehe ich die Sache nun mal.

Viele liebe Grüsse sendet

Marie-Luise

von Marielou - am 24.01.2006 19:37
Hallo liebe Marie Luise!

Vielen Dank für Deine Antwort.
Ich will ganz ehrlich sein.
Ich habe das riesen Problem mit dem Internet und Foren nicht so gut umgehen zu
können. Ich bin immer noch am lernen, und mit dem rübersenden klappt es nicht so gut.
Mein Sohn hilft mir wenn er da ist. Ich leide zur Zeit an starker Vergesslichkeit.
Manchmal habe ich schon Angst Alsheimer zu bekommen. An den langen Bericht habe ich den ganzen
Tag gebastelt und Abends hatte ich Kopfnervenbrennen. Ich möchte aber gern mich über dieses Thema austauschen,
weil ich mich oft so alleine fühle. Mein Sohn möchte meine Probleme auch nicht immer hören. Jedenfalls
ist er der einzige der sich auf mich einwenig einstellt. Das mit der Opferrolle ist eine Vorgeschichte.
Als 14-jährige machte ich eine Vergewaltigung durch. Weil der Täter mich so lange festhielt
insbesondere weil ich starke Abwehr versuchte, hielt er mir zum Schluß ein Messer unter der Kehle.
Meine Mutter hat mich dann wegen der späten Stunde verprügelt. Danach machte ich einen mißglückten
Selbstmordversuch. Früher schämte ich mich sehr und habe keinen davon erzählt.
Danach richtete sich auch mein Leben ein. Ich war nie wieder richtig beziehungstauglich.
Ich war teilweise auch recht störrisch. Ich begab mich in die Opferrolle.
Bedeutet mein Leben war nicht einfach. Ich mußte also auch Brutalitäten hinnehmen.
In den 30-zigern ließ ich mich scheiden, begann dann die Ausbildung als examinierte Altenpflegerin.
Übte den Beruf bis vor 5-Jahren aus. Auch nach der Scheidung war ich nicht mehr richtig beziehungsfähig.
Irgendwie griff ich auch immer ins verkehrte Töpfchen. Jetzt lebe ich schon seit längeren Jahren alleine.
Ich habe nicht mehr so große Intresse an Beziehungen. Manchmal denke ich schon daran, aber möchte ich meine
Krankheit auch keinen Zumuten. Meine Mutter hatte ich in den 40-ziger Jahren zu mir genommen. Sie hatte Pflegestufe 3.
Heute weiß ich gar nicht mehr wie ich Arbeit und Alles unter einen Hut bringen konnte.
Das ich immer unter Anspannung stand, machte sich schon durch jahrelange Beschwerden bemerkbar.
Aber ich konnte doch nicht aufhören, da war meine Mutter, meine Arbeit, mein Zwang zur Selbstversorgung.
Meine Rente ist auch so klein, das es zum Sterben zuviel ist und zum Leben zu wenig.
Ich wollte nicht in Rente gehen, aber meine Beschwerden wurden ja nie besser. Und wenn ich ehrlich bin,
wo ich mich über meine Krankheit schlau gemacht habe glaube ich nicht das es wesentlich besser wird.
Und was sollte ich auch tun? Mein Beruf ist körperlich wohl viel zu schwer für mich.
Und strenge ich mich geistig zu sehr an, habe ich viele Defizite. Mein Gedächnis blockiert sich dann.
Hätte ich den Beruf Schriftsteller, könnte ich wahrscheinlich mein Geld noch selber verdienen.
Aber leider habe ich nicht soviel Kapazität.
Das mit der Rente stößt bei mir ganz schön auf. Vorallen dann, wenn man von Ärzte erfahren darf, das
Erwerbsunfähige Sozialschmarotzer sind. So sagte mir mal ein Orthopäde die typischen FMS- Kranken,
da drückt man auf die Tender-Points, schreit Auer und schon ist man Rentner.
Ich fand das ziemlich heftig, zu dem er noch meinte alles psychisch. Ich fragte Ihn, ob er lieber die Todesspritze einführen wollte.
Da kann ich nur sagen sei froh das du noch arbeiten kannst, wenn ich auch glaube das es dir auch
nicht leicht fällt. Vielleicht bist Du von stärkerer Natur.
Mein Sohn meint, wenn du die Rente nicht verdient hast, wer denn!
Lebe dein Leben so gut du noch kannst und sei froh das du nicht mehr Arbeiten mußt.
Sorry jetzt habe ich mich mal richtig ausgeheult.
Und ich bewundere Alle die stärker sind wie ich, mit ein kleinen neidvollen Blick,
warum kannst du (ich) nicht so sein?
Diesmal lasse ich den langen Bericht mein Sohn rübersenden, er ist gerade hier, damit
mir die Sendung nicht wieder verschwindet.

Alles alles Liebe an Alle
Heidi.

von heidi-ursula - am 25.01.2006 20:31
Hallo Heidi!

Da kommt wohl einiges an negativen Dingen zusammen, die du mitmachen musstest. Aber das Wort "schämen" streiche bitte ganz schnell aus deinem Repertoire. Schämen brauchst du dich bestimmt nicht, sondern diejenigen, die dir das angetan haben.

Du hast doch immer versucht, das Beste draus zu machen. Sicherlich hätten manche Dinge anders laufen können, aber im Nachhinein ist man immer schlauer ;-)

Deswegen ist meine Einstellung zu der Vergangenheit: Man kann sie nicht ändern, aber man kann sich damit versöhnen. Es gab doch bestimmt auch schöne Dinge in deinem Leben und an denen musst du dich ganz sehr festhalten.

Zum Beispiel hast du einen lieben Sohn, der dir hilft und dir zuhört. Du hast hier ein Forum gefunden wo du dich mal ausweinen, aber auch viele Tipps holen kannst, die zu einer Besserung beitragen. Eine Besserung ist bei jedem möglich, es ist halt oft ein weiter Weg. Aber bei dem Elan und Mut, den du dein ganzes Leben an den Tag gelegt hast, denke ich nicht, dass du in deinem jetzigen Zustand verharren wirst.

Denke nicht, dass ich stärker bin als du, ich habe nur gelernt, manche Dinge anders zu verarbeiten. Das bedeutet, ich habe mir ein richtig dickes Fell zugelegt und wenn ein Arzt so eine Bemerkung loslassen würde, könnte ich es zwar nicht verhindern, aber ich würde mir das nicht mehr zu Herzen nehmen, sondern direkt passend antworten.

Du hast schon recht, vom Körperlichen fällt es mir nicht leicht zu arbeiten in meinem Beruf und trotzdem möchte ich die Arbeit nicht missen. Sie lenkt mich auch von manchen Dingen ab, da wir ein tolles Team sind und meistens viel zu lachen haben:joke: Aber ob ichs bis zur Rente schaffe, steht in den Sternen, aber ich denke darüber gar nicht nach, es wird schon so kommen, wie es sein soll.

Apropos Alzheimer, da leidest du bestimmt nicht drunter, ich war in meinen schlechten Zeiten noch nicht mal in der Lage, ein Buch zu lesen, wenn ich mit dem zweiten Absatz anfing, hatte ich den ersten bereits wieder vergessen.

Mit dem PC und dem Forum schaffst du auch noch, ist alles eine Übungssache, da zerbreche dir mal nicht den Kopf drüber. Nun will ich dich aber nicht zu sehr "zutexten", hoffentlich habe ich dir wenigstens ein kleines bisschen Mut gemacht.

Meiner Meinung nach bist du im Grunde genommen eine starke Frau, du musst bloss die momentan verschütteten Kräfte in dir wieder neu entdecken.

Liebe Grüsse

Marie-Luise

von Marielou - am 26.01.2006 21:14
Hallo liebe Marie-Luise!
Ich möchte mich bei dir besonders bedanken. Immerhin hast du mir schon zwei mal geantwortet und das obwohl du noch im Beruf stehst. Alle Achtung!!!
Anfangs war ich einwenig entäuscht, weil ich so wenig Resonanz hatte.
Ich habe mich jetzt aber mehr mit dem Forum beschäftigt, und stelle fest, daß es ganz schön anstrengend ist hier jedem gerecht zu sein.
Also liebe User euch sei verziehen!!!
Ich bin ja nicht die einzige, die mit Problemen behaftet ist.
Ach liebe Marie-Luise, daß ich hier im Forum schreibe, ist doch schon wieder ein
Stück Anfang. Du hast Recht. Ich habe noch mein Sohn. Nein, ich habe sogar zwei Söhne, der eine wohnt nur weiter nähe Rendsburg und hat seine eigene Familie. Bei meine beiden Kinder habe ich eigentlich nichts auszusetzen, aber richtig helfen können sie mir auch nicht. Diese Aufgabe muß ich alleine erledigen.
Und manchmal kommen in mir Fragen auf, wie z. B. warum immer ich, mußte das auch noch passieren, was habe ich denn getan, daß Gott mich so straft,
ich will doch auch mal nur ein kleines Stückchen Glück usw.. Wenn ich aber mein ganzes Leben so zurück betrachte, habe ich doch immer Glück im Unglück gehabt. z.B. das ich zwei liebe Kinder habe, die ich heute nicht mehr missen möchte, oder das ich mein Examen geschaft habe, oder das ich doch schon gelernt habe Gefahren richtig zu erkennen und nicht naiv und leichtsinnig da reinzulaufen. Na es gibt noch eine ganze Menge mehr, wo ich dankbar drüber bin.
Und das NEIN sagen zum richtigen Zeitpunkt lerne ich auch noch.
Nur komme ich ebend noch nicht ganz mit dem Problem eine Last für andere zu sein zurecht. Und wenn ich andere Hilfe in Anspruch nehmen muß oder auch mal aus Bequemlichkeit annehme, versuche ich auf irgendeiner Weise den Ausgleich zu schaffen, um in keiner Schuld zu sein. Fazit: Ich zerstöre meine mögliche Freundschaft selber. Mein Sohn sagt immer, wenn ich z.B. ein übergroßes Geschenk für irgend ein Freund, Bekannte zum Geburtstag kaufe, obwohl ich
mir das überhaubt nicht leisten kann:" Mama du beschämst die Leute, du mußt keine Freundschaft zu kaufen versuchen!" Ich selber freue mich, wenn ich jemand anderen erfreuen kann. Diese Sache muß ich überdenken und könnte auch so manchen guten Rat gebrauchen. Heute schläft mein Shon bei mir und er ist ein bischen sauer weil ich solange den PC besetze. Manchmal geht er bei mir am PC, weil er selber ein Forum erschaffen hat. Selber Schuld, warum hat er mir das
mit dem Foren gezeigt. Jetzt hat mich das Fieber gepackt. Das sollte nur ein Scherz sein. Es zeigt sich zwar immerwieder, daß ich übertreibe und meine Zeit nicht einteilen kann! Aber jetzt habe ich über mich schon fast alles erzählt,
und werde künftig mich kürzer halten.
Außerdem vernachlässige ich mein Hobby "Malen" sehr.

Liebe Grüße Heidi.

von heidi-ursula - am 27.01.2006 20:55
Liebe Heidi und alle anderen
ich finde es sehr gut, daß du dir alles von der Seele schreibst.Ich mache es auch oft so.allerdings noch nie hier im Forum.Denke dann immer, ich schreibe eh nur schmuß, der niemanden interessiert. Aber das befreit unheimlich und vor allem hilft es auch, alles ein bißchen überschaubar zu machen.Wenn ich später nachlese wann ich was geschreiben habe, she ich oft doch schon einge fortschritte und das tut dann auch wieder gut!
Mach weiter!!
Ganz liebe Grüße euch allen
GabiB

von GabiB - am 28.01.2006 06:20
Hallo liebe Maria K !
Ich möchte mich bei dir entschuldigen,weil ich dir noch nicht geantwortet habe.
Ich wollte dich nicht einfach so übergehen. Aber als Anfäger war mein Überblick
in diesem Forum nicht so gut. Erst heute bemerkte ich dich als erste Antworterin.
Ich bin ja immer noch am Üben, aber geht es schon viel besser.
Du hast Recht die Wortfindungsstörungen treten besonder bei Überanstrengung auf. Auch plötzlichen Gespräche die etwas mehr Tiefengrund verlangen liegt
die Antwort zwar auf der Zunge, wenn ich dann aber versuche zu Antworten, kommt nur Wurstsalat heraus. Das ergab bei meinen Zuhören machmal ein höllendes Gelächter. Um das ganze zu entschärfen, habe ich kräftig mitgelacht,
was wiederrum als lustige Nudel interpretiert wurde. Ich kann bestätigen, hätte ein anderer so kommuniziert hätte ich wohl auch gelacht.
Mein Unterbewußtsein hat aber empfindlich an mein Selbstbewußtsein genagt.
Darauf bezieht sich auch mein Rückzug in meinen Panzer.
Ich glaube ich lebe zwei Leben! Eine starke Heidi, und dann die empfindliche Seele Heidi.Diese Heidi zu vereinen und einen guten Mittelweg zu finden bedarf noch einige Anstrengung. Ich habe schon mal an Rhetorik gedacht! Man lernt da bessere Redegewandheit.
Übrings das mit dem Tinitus ist besonder stark wenn die Umgebung sehr ruhig ist. Bei Ablenkung höre ich nur ein kleines piepen. Das ganze spielt sich überwiegend am linken Ohr ab.
So liebe Maria , ich hoffe du fühlst dich nicht von mir übergangen.

Alles liebe Heidi

von heidi-ursula - am 28.01.2006 11:27
Hallo liebe Gabi B !
Vielen Dank für deine liebe Antwort. Du hast Recht, alles von der Seele schreiben
befreit wirklich etwas. Ich habe allerdings noch meine Psychologin.
Aber bekomme ich hier im Forum doch einige gute Worte zu hören.
Kritik muß eben auch sein! Nur so kann ich mein Verhalten anpassen oder ändern.
Meine Psychologin meint, das diese Art Kommunikation ein guter Anfang ist.
Sie ist für mich ein Juwel !!!!
Wenn ich mich hier im Forum mehr oder weniger ausweine, bin ich zwar ein bischen egoistisch, aber versuche ich auch anderen Mut zu machen sich von etweiligen Belastungen zu befreien.
Wir sind hier im Forum ja überwiegend anonym, und außerdem für mich persöhnlich gilt, was kann mir noch schlimmeres passieren, was ich nicht schon erlebt hätte.
Ich bin doch schon an meine Grenze angelangt.
Ich versuche alle miesen Faktoren aus dem Weg zu räumen, um mir zumindest ein Stück Lebensquallität zu erhalten, bzw. zu verbessern. Das soll nicht heißen das ich übern Berg bin.
An meinem Schmerzsymtomen, hat sich noch nicht viel verbessert. Meine
angeknackste Psyche verbessert sich aber zunehmend. Soll aber nicht heißen,
weil ich zur Zeit sehr im Rückzug lebe, bin ich allen Gefahren gewappnet.
Ich freue mich schon auf das Frühjahr und den Sommer.
Ich bin ein absoluter Wintermuffel. Außerdem suche ich die Gewichtigkeit,
dem Einen oder den andern Vorrang zu leisten. Alles auf einmal geht z. Z.
eben mal nicht mehr. Wie ich schon mal erwähnt habe, entdeckte ich wie aus heiteren Himmel, daß ich ein wenig talentiert bin in der Malkunst.
Den Anstoß bekam ich auf grund einer Maltherapie bei der Reha.
Jetzt kommen schon manchmal ganz vernüftige Gebilde herraus.
Mein Sohn ist ein guter Kritiker, darum kann ich mit Kritik auch schon einwenig
umgehen. Vorallem wenn es gut gemeinte Kritik ist.
Sorry, es ist schon wieder so ein langer Bericht geworden.
Ich wünsche Dir liebe Gabi alles Gute, und wenn du nicht den Mut hast,
hier im Foren dich auszuweinen, biete ich dir meine Emailadresse an.
Ich werde dein Vertrauen nicht mißbrauchen.

Alles Liebe nochmals an Alle
Gruß Heidi

Wie findest du diese Worte?
Ich nenne es trau dich!
Zitat:
1) Es ist in Ordnung, wenn ich von einer anderen Person etwas möchte oder brauche.
2) Es steht mir zu, eine andere Person nach etwas zu fragen , das was ich möchte oder brauche.
3) Ich kann aushalten, wenn ich nicht bekomme, was ich möchte oder brauche.
4) Das jemand nein zu meiner Bitte sagt, bedeutet nicht, daß ich nicht hätte fragen sollen.
5) Wenn ich meine Ziele nicht erreiche, bedeutet das nicht unbedingt, daß ich etwas falsch gemacht habe.
6) Für mich kann es genauso wichtig sein , " kleine Dinge zu erreichen, wie es " große" Dinge für andere menschen sind.
7) Ich darf auf meine Rechte bestehen und bin dann noch immer ein wertvoller Mensch.
8) Ich habe das Recht auf eigene Meinung, selbst dies für andere Menschen manchmal unbequem sein mag.
9) Die Tatsache, daß andere Menschen sich manchmal nicht durchsetzen,
heißt nicht, daß ich das auch nicht tun sollte.
10) Ich kann ande Menschen verstehen und schätzen und sie dann noch immer
um das bitten was ich möchte.
11) Es gibt kein Gesetz, das sagt, daß die Meinung anderer Menschen richtiger sind als meine.
12) Manchmal möchte ich Menschen, die mir wichtig sind, gefallen aber ich muß ihnen nicht immer gefallen.
13) Geben, Geben ist nicht alles im Leben. Ich bin ein wichtiger Mensch in dieser Welt.
14) Wenn ich anderen Menschen eine Bitte abschlage, heißt das nicht, daß ich sie nicht mag. Wahrscheinlich werden sie das auch verstehen.
15) Wenn mich jemand um einen Gefallen bittet, bin ich nicht verpflichtet, ja zu sagen.
16) Wenn ich zu jemanden nein sage, macht mich das nicht zu einen selbstsüchtigen Menschen.
17) Wenn ich zu jemanden nein sage und er ärgerlich wird, heißt das nicht, daß ich hätte ja sagen sollen.
18) Ich kann mit mir selbst im Reinen sein, auch wenn jemand ärgerlich auf mich ist.

von heidi-ursula - am 28.01.2006 13:02
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