Schmerzforschung Bamberg

Startbeitrag von Monika D. (Admin) am 03.02.2006 07:50

Hallo,

nachdem "Mondschein" meine Gedanken nach Bamberg geschickt habt, kam mir noch etwas in den Sinn, was (nicht nur) für Leute aus der Gegend sehr interessant sein könnte.

An der Uni Bamberg gibt es einen Schmerzforscher, auf dessen höchst interessante Arbeiten ich schon vor Jahren aufmerksam wurde. Prof. Lautenbacher ist Professor für Physiologische Psychologie. Aus dieser "Ecke" (und nicht unbedingt von Medizinern) kommen ohnehin die interessantesten Ansätze für das Verständnis von Schmerz und die daraus zu entwickelnden Strategien gegen den Schmerz. Ich denke da auch an Prof. Birbaumer, Tübingen und Prof. Herta Flor, Mannheim, die ich früher hier schon oft erwähnt habe.

Professoren sind zwar in erster Linie für Forschung und Lehre, d.h. Ausbildung von Studenten zuständig, aber es gibt an jeder Uni bzw. an jedem Uni-Institut immer wieder mal auch öffentliche Veranstaltungen. Mal ein einzelner Vortrag, mal eine Vortragsreihe, mal ein Tag der offenen Tür, bei dem man sehen kann, wie und was gearbeitet wird. Vielleicht gibt es ja sogar etwas, das sich direkt an Betroffene richtet, wie z.B. in Mannheim? Für die Schmerz-Betroffenen aus der Gegend, die nicht ganz "dumm" bleiben wollen, lohnt es sich vielleicht, darauf zu achten, wann wann in der Zeitung mal Vorträge angekündigt werden oder aber auch einfach mal im Flur des Instituts die Aushänge am Schwarzen Brett zu überfliegen.

Ich könnte mich sonstwohin beißen, dass ich erst jetzt wieder daran gedacht habe. Ich hätte zu gerne selbst mal dort "geschnuppert". Doch als mich die Schmerzforschung allgemein noch brennend interessierte, wohnte ich zwar nicht weit weg, aber selbst die Fahrt von rund 80 km wäre aufgrund der (schmerzbedingten) Erschöpfung kaum zu bewältigen gewesen. Seit drei Jahren hat mich dann nur noch ein in der Schmerzforschung bisher kaum berücksichtiger Aspekt interessiert, nämlich die Verbindung zwischen Darmschädigung und der Entgleisung der Schmerzverarbeitung, die sich bei mir ja langsam aber sicher verkrümelt hat, nachdem sich die Glutenunverträglichkeit herausgestellt hat und ich mich seither an glutenfreie Lebensweise halte. Jetzt bin ich wieder fit, aber mein jetziger Wohnort ist für einen Schnupperausflug wirklich leider zu weit weg.

Für alle, die es interessiert, was sich in der Schmerzforschung in Bamberg tut, hier der Link zum Institut von Prof. Lautenbacher.

Viele Grüße aus dem auch heute wieder herrlich sonnigen Allgäu,
Monika

Antworten:

Hey Monika,
danke für den Tipp....ich werds mir mal anschaun.

viele Grüße aus dem nebligen Steigerwald in das sonnige Allgäu

Mondschein



von Mondschein - am 03.02.2006 11:47
Hallo Monika!

Nach `all ´den langen Jahren mit starken, chronischen Schmerzen - nach vielen , komplizierten urolgischen Operationen ( ich leide unter einer angeborenen Mißbildung beider Nieren, beider Harnleiter und der Blase ) - woraus eine beidseitige , chronische Nierenbeckenentzündung, beidseitige Schrumpfnieren und Harnstaungsnieren und eine chronische kompensierte Niereninsuffizienz entstand - und nach 9 Jahren mit dem zusätzlichen schweren Fibromyalgiesyndrom - erhalte ich jetzt - nach diversen Gutachten durch den MDK, nach Gutachten niedergelassener Ärzte und nun - nach vier verschiedenen Gutachten durch BfA - Gutachter in 2006- wurde mir von der BfA - für die kommenden 3 Jahre - bis März 2009 ! - eine Zeitrente wegen Voller Erwerbsminderung bewilligt! Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Was ich mir in den vergangenen Jahren alles von ärztlichen Gutachtern anhören und gefallen lassen mußte- wie sooooooooooo viele von Euch - ich lese es ja immer wieder im Forum und im Erfahrungsaustausch..... Es ist der Hammer- wie Menschen mit chronischen Schmerzen und chronischen Erkrankungen von Ärzten und Gutachtern behandelt werden!!!! Wie Menschen 2. Klasse! Habe es ja am eigenen Leib oft genug erlebt. Viele Hausärtze kennen sich mit der Fibro auch nicht aus - sie wissen nicht mal, was das überhaupt ist. Von etlichen Fachärzten werden wir Fibro-Patienten als " Spinner " , " Hypochonder " , " Simulanten " oder " Schmarotzer " abgetan. Ich finde es sehr schade , dass ich meinen geliebten Beruf als examinierte Krankenschwester , den ich 14 Jahre lang ausübte nun nicht mehr ausüben kann. Doch die anstrengende körperliche und psychische Arbeit konnte ich im Schaukel- Schichtdienst und Nacht-, und Wochenenddienst nicht mehr ausüben. Leider ! Ich habe meinen Beruf sehr geliebt und vermisse die Patienten und meine Arbeit auf Station. Bedingt durch meine häufigen Fibroschübe und meine chronische Nierenerkrankung , sowie den vielen OP`s , die aus der chron. Nierenerkrankung resultierten - verlor ich oft meine Arbeitsplätze. Und bedingt durch die Fibro und eben durch die Krankheitsschübe hatte ich am Arbeitsplatz leider auch viel mit Mobbing zu tun - wodurch sich die Erkrankung verschlimmerte. Nachdem vor drei Jahren eine Medizinische Reha durch die BfA scheiterte , bzw. unterm Strich nichts brachte - und ich damals aus der Medizinischen Reha als arbeitsunfähig und berufsunfähig für meinen erlernten Beruf als Krankenschwester entlassen wurde - und nach gescheiterter beruflicher Reha = Teilhabe am Erwerbsleben - die BfA nahm mich aufgrund häufiger Krankheitsschübe aus der beruflichen Reha - erhalte ich also nun für 3 Jahre die Zeitrente wegen Voller Erwerbsminderung. Ich habe nun Gott sei Dank auch in Bayreuth einen guten und qualifizierten Schmerztherapeuten ausfindig gemacht ( ein Anästhesieologe ) , der sich mit der Behnadlung von Fibropatienten auskennt und mit der Behandlung chronisch Schmerzkranker. IN Obernsees bei Bayreuth sowie in Bayreuth selbst gibt es auch Thermalbäder - die ich jetzt sicher auch des öfteren " heimsuchen " werde - da Wärme mir guttut - ich friere immer und habe immer ein extremes Kältegefühl im ganzen Körper.Ich wünsche Euch allen ganz viel Mut und Kraft mit euerer Fibroerkrankung - gebt niemals auf - manchmal kommt " man " doch zu seinem " Recht " - auch , wenn einem schon jahrelang " Unrecht " wiederfahren ist. Ich knuddel euch alle ganz fest.Liebe Grüße , Eure Monika Krauß

von Monika Krauß - am 12.02.2006 16:38
Hallo Monika,
ja es ist immer wieder erschreckend wie mit einem umgegangen wird. ILetztes Jahr im September kam ich das erste Mal an eine sehr seriöse Gutachterin. Sie hat mich 2 Stunden lang untersucht, bzw. befragt und das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Denn sie ist auch der Meinung, das ich erwerbsunfähig bin (Fibro, meine verkürzten Ellen und meine psychische erkrankung) . Es steht dort schwarz auf weiß - doch die Bfa hat jetzt trotzdem draus gemach,t das ich vollzeit arbeiten kann. Jetzt läuft natürlich ein Widerspruch- hab ja auch schon 4 Jahre Rente bezogen....

Ich find es immer wieder demütigend und verletzend- aber es hilft nur DURCHHALTEN!

LG
Mondschein



von Mondschein - am 12.02.2006 16:46
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