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Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
mary1, urmeli_et, Barbara B...., Monika D. (Admin), Ursulak, JadeDragon, Tina41

Fibro-Schub

Startbeitrag von JadeDragon am 08.02.2006 20:55

habt ihr das auch? halbesjahr ist alles relativ in ordnung und dann aufeinmal, nur noch schmerzen. ganz plötzlich. ohne das man irgendwas verändert hat.
was macht ihr dann? war dabei ein wenig überfordert als das aufeinmal da war.

Antworten:

Hallo JadeDragon,

mir geht das sehr ähnlich. Gerade im Sommer geht es mir meistens besser.

Allerdings weiß ich inzwischen auch, dass mir ein Wetterumschwung oft Schmerzen bringt, oder eine zusätzliche Erkrankung oder Verletzung, die ich vielleicht gerade habe.
Oder auch eine starke psychische Belastung. Streß aller Art schafft es leicht, bei mir starke Schmerzen auszulösen.
Gerade diesen Aspekt wollte ich mir sehr lange selbst nicht eingestehen - aber es ist wohl wahr, dass ich oft starke Schmerzen habe, wenn ich mich vor eine "schier unlösbare Aufgabe" gestellt fühle - und das in Verbindung mit kalten, feuchtem Wetter, und einer netten Grippe... puh...

Es gibt immer wieder Phasen, in denen es mir so gut geht, dass ich mich frage, ob ich es vielleicht hinter mir gelassen habe, und wieder "gesund" bin - aber bisher sind die Schmerzen immer wieder gekommen.

Wenn mal wieder so eine Schmerzwelle kommt, versuche ich so gut es geht, das zu tun, was mir gerade gut tut: Ich nehme ein warmes Bad, und kuschle mich mit meinem Wärmekissen in`s Bett. Ich mache einen möglichst entspannenden Spaziergang, weil Bewegung meistens auch gut tut. Oder ich gönne mir einen Saunabesuch - das tut auch sehr gut.
Und ich möchte in solchen Zeiten Ruhe für mich selbst, weil ich es mich dann fürchterlich anstrengt, Smalltalk zu halten, oder in irgendeiner Art und Weise berührt zu werden. Dabei stoße ich bei den meisten Menschen auf absolutes Unverständnis - aber inzwischen weiß ich für mich, dass ich mir diese Ruhe für mich nehmen muss, und oft geht es mir dann drei Tage später schon viel besser.

Ich für mich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin, und lasse mich von so einem Schmerzschub nicht mehr unterkriegen.

Alles Liebe!

Eva

von urmeli_et - am 09.02.2006 15:21
hi eva mir geht es ähnlich wie dir die wärme tut gut.aber was heißt du bist auf dem richtigen weg?mich zieht immer der ärger mit behörden & ämtern runter,hast du noch arbeit?ich sehne den frühling herbei &hoffe besserung 6neuen mut zu erhalten.kann die krankheit nicht immer akzeptieren..lg mary :o :o

von mary1 - am 12.02.2006 11:46
hallo ich kenn das auch versuche dann einfach etwas gutes für dich zu tun denk nicht zuviel über das warum nach das macht es noch schlimmer ablenkung ist gefragt lg mary

von mary1 - am 12.02.2006 12:02
Hallo mary,

ich habe meine Geschichte unter meinem Beitrag "Erfahrungen" ziemlich detailliert erzählt...
Ich bin ehrlich gesagt gerade zu faul, das nochmal zu tun. :-)

Deswegen nur kurz:
Mich zieht der Ärger mit Behörden etc. auch fürchterlich runter. Nur - ich versuche mich davon nicht unter kriegen zu lassen, und das Beste draus zu machen.

Ich habe theoretisch "noch Arbeit" - allerdings bin ich seit fast zehn Monaten krankgeschrieben, und habe auch schon so ziemlich alle Hochs und Tiefs die dieses Dilemma mit sich bringen kann, durchgemacht.
Durch meine Psychotherapie glaube ich allerdings, dass ich auf dem richtigen Weg bin, meine Erkrankung soweit in den Griff zu kriegen, dass ich wieder ein relativ normales Leben führen kann. Sie hat mir auch geholfen, die Ursache der Erkrankung herauszufinden. Am Erfolg zweifle ich nicht - die Frage ist nur, wie lange das noch dauert.

Ich wünsche dir alles Gute!

Liebe Grüße,

Eva

von urmeli_et - am 12.02.2006 14:42
guten abend eva d.h. du kennst den auslöser und du kannst jetzt wiklich gezielt etwas tun dabei wünsch ich dir viel erfolg lg mary sorry bin noch computerunerfahren

von mary1 - am 14.02.2006 16:50
Liebe Eva,
habe gerade deinen bericht gelesen und würde mich freuen, wenn du mir mal dein ergebnis mitteilen würdest was ist die ursache für unsere fibromyalgie?ich würde mich gerne mal mit dir austauschen. bin heute zum ersten mal im netz. meine entdeckungsreise (fibromyalgie) beginnt mit dir. es wäre schön, wenn ich eine antwort von dir bekommen würde.
ich bin 53 jahre alt und wohne in der nähe von bonn

liebe grüsse ursulak

von Ursulak - am 06.03.2006 16:15
Hallo liebe Ursulak,

schau` doch mal meinen Bericht unter "Erfahrungen" an. Da ist eigentlich meine komplette Lebensgeschichte erzählt...
Es ist einfach viieeeel zu viel, um das alles hier nochmal zu erzählen.
Ganz kurz gefasst, kann ich aber für mich sagen, dass ich nach jahrelangem Suchen herausgefunden habe, dass "meine Fibromyalgie" durch psychische und physische Überforderung entstanden ist.
Ich denke mal, dass der Schlüssel zur wirksamen Behandlung von "Fibromyalgie" für jeden darin liegt, für sich herauszufinden, was denn die Ursache der Beschwerden ist - und ich fürchte, das schaffen die wenigsten. :-(
Die Ursache ist mit großer Sicherheit bei fast jedem Betroffenen eine andere. Ich glaube nicht, dass man die Symptome für Fibro einer einzigen, gleichen Ursache zuschreiben kann.

Mir geht es inzwischen dank Psychotherapie und Kinesio Taping besser, und glaube fest daran, dass ich bis zum Herbst wieder so fit bin, dass ich wieder arbeiten kann.

Hast du denn bei dir eine Vorstellung, woher deine Beschwerden kommen?
Vielleicht magst du ja mal davon erzählen?

Liebe Grüße,

Eva

von urmeli_et - am 07.03.2006 09:19
Hallo Ihr,
bin neu hier und froh,das ich nicht alleine bin.hab seit meinen 13.l.j.schmerzen in den "knochen".bin jetzt 41,und schmerzen werden von jahr zu jahr schlimmer.vor 1.jahr habe ich "endlich"die diagnose bek."FIBRO"man ist ja froh wenn man seinen beschwerden einen namen geben kann.bei mir ist es auch so das ich ein halbes jahr u.länger fast ruhe hab.aber dann fängts an mit ziehen in den gliedern.am 2.tag kann ich mich nimmer bewegen.ist dann so schlimm,,das mich keiner berühr'n darf.ich nenn esGANZ-KÖRPER-SCHMERZ.habe dazu noch magenschm.und chronischen durchfall.habe aber gelernt damit umzugehn.akzeptiere das alle paar monate mein körper STROMAUSFALL hat.nimm mir eine auszeit,gönne meinem kö.ruhe,mache dehnübungen,und was ganz wichtig ist-wärme.medikamente helfen kaum.versuchs mit homöopathie.manchmal,je nach schub hilfts.hat jemand erfahrung mit klinikaufenthalt?gruss,tina

von Tina41 - am 07.03.2006 12:56
Hallo Tina,

also bei mir schrillen schon wieder sämtliche Glocken, wenn ich lese, dass chronischer Durchfall und Magenschmerzen Deine Ganzkörperschmerzen begleiten. Ich möchte wetten, dass Du irgendwann auch zu "uns" gehörst. Damit meine ich all jene Ex-Fibros, bei denen nach einer z.T. fast unendlichen Geschichte die wahre Krankheit erkannt wurde. Ich kann und will das nicht alles immer wieder hier aufwärmen. Ich habe die Konsequenzen aus diesen Erfahrungen gezogen und ein Umfeld geschaffen, in dem man sich in aller Ruhe - im Rahmen eines Urlaubsaufenthaltes - individuell beraten lassen kann.

Von Klinikaufenthalten kann ich nur sagen, dass sie mich immer nur tiefer reingerissen haben in die ganze Sch.... Von Ärzten in Reha-Kliniken kam niemals auch nur ein einziges Wort, das in die richtige Richtung gegangen wäre. Im Gegenteil, die vorhandenen Anhaltspunkte, die ich immer wieder erwähnte, wurden abgewertet (im Stile von "was wollen Sie denn noch alles haben?") und Placebo-"Untersuchungen" mit völlig irrelevanten Ergebnissen haben nur zu immer weiter abgelenkt vom eigentlichen Problem. Erst durch den konsequenten Gebrauch des eigenen Kopfes habe ich das gefunden, was nicht nur für meine chronischen Durchfälle verantwortlich war (und weiterhin ist, wenn es mal eine "Panne" gibt), sondern, wie ich jetzt nach drei Jahren deutlich zu sagen wage, für die Entwicklung hin zur Fibromyalgie (und inzwischen auch wieder zurück), Ich habe bei all dem unheimlich viel Glück gehabt, dass sich die bleibenden Schäden durch die jahrzehntelang unerkannte Krankheit in Grenzen gehalten haben. Lies fleißig hier im Forum, dann wirst Du sicherlich verstehen, warum die "Diagnose Fibromyalgie" alles andere als hilfreich ist.

Viele Grüße
Monika

von Monika D. (Admin) - am 07.03.2006 19:51
Hallo Tina,

ich kann Monika nur beipflichten, wenn ich lese, das du mit 13 Jahren schon sogenannte "Knochen-Schmerzen" hattest.

Bei mir haben diese seltsamen Schmerzen ca. mit 10-11 Jahren angefangen, von Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfällen, usw.
Dies steigerte sich über Jahre von Morbus Chron, chronischen Magenscherzen, Zwölffingerdarmgeschwür, vielen Sportunfällen mit Knochenbrüche, chronischen Kopfschmerzen zu Psoriasis Arthritis bis bösartigen Schilddrüsenkrebs und als kein von mir konsultierten Ärtze mehr Rat wußte, Ganzkörperschmerz-Fibromyalgie mit depressiven Neigungen usw.
Ich habe in meiner Jugend schon soviele Schmerzmittel in mir eingeschoben, das ich sie garnicht mehr zählen kann. Valium gehörte bei mir mit 14, 15jährig zum ständigen Begleiter. Heute weiß ich natürlich, das dies ein Schmarrn war, und bin froh, das ich nie von irgendeinem Medikament abhänig geworden bin.

Als dann 1995 ein Arzt meinte, das ich Rheuma habe, heute weiß ich auch diese Zusammenhäge, warum, bekam ich eine Therapie mit MTX, jeden Tag Cortison und verschiedene Schmerzmittel. Nur leider hat es nie so richtig geholfen.
Ich musste einige Berufe aufgeben, weil ich mit meinen Beschwerden nicht mehr so einsetzbar war, wie ich mir das vorstellte.
Was nützt es einem Arbeitgeber, wenn man als Maschinenschlosser keinen Schreibenschlüssel mehr halten kann, einem alles aus der Hand fehlt und man keine Krapf mehr hat, Maschinenteile zu heben?
Ich könnte viele Beispiele anführen, aber das würde den Rahmen hier sprengen?
Als vor ca. 3 Jahren der totale Zusammenbruch kam, ich konnte wie viele hier, auch nicht mehr arbeiten, die Fachärzte meinten aber, das mir nichts fehlt und ich kein Arzt wollte mich krank schreiben. Mein Hausarzt hatte mich dann doch für einige Wochen krankgeschrieben und ich bekam große Schwierigkeiten mit meiner Krankenkasse, war damals gerade in einer Umschulung, diese sollte ich dann abbrechen usw. Jeder kennt ja das Spielchen.
Ich war damals Mitte 30 und dachte mir, das ganz ja nicht gewessen sein, dein Leben ist vorbei, wie soll es weiter gehen.

Durch die Vermittlung einer Ärzteadresse durch Moni bin ich dann an die Uni Erlangen gelang und entlich auch den Grund meiner Beschwerden erfahren.
Ich habe Zöliakie/Sprue ( und das wahrscheinlich seit meiner Kindheit) und dazu eine massive Lactose/Sorbit/Fruchtoseunverträglichkeit, vertrage keinen Haushaltszucker, es bleibt nicht mehr viel übrig, was ich essen kann.
Aber ich habe keine Schmerzen mehr, habe vor ca. 1 1/2 Jahren alle Medikamente nach Absprache mit dem Arzt, abgesetzt, brauche nur noch selten Schmerzmittel für die Schäden, die nicht mehr zu reparieren sind, habe keine Angstzustände mehr, kann Nachts wieder schlafen, keine Nachtblindheit, keine Kreislaufbeschwerden, usw., kann wieder arbeiten und das jeden Tag, habe entlich Spaß am Leben. Kann Sachen machen, vor denen ich vor 2 Jahren nur geträumt habe.
Ich mache auch wieder regelmäßig Sport, fahre 2 Stunden Inliner, 1 Std. am Stück Schwimmen uws.
Das einzige was mir geblieben ist, ist eine massive Osteroperose, und das mit 41 Jahren.
Wenn ich wahrscheinlich vor 2 Jahren zum Arzt gegangen wäre, hätte dieser gesagt, Osteroperose mit 41?, das kann nicht sein. Dieser Arzt ist richtig erschrocken, als er mein Röntgenbild meiner Wirbelsäule gesehen hatte, eigentlich war ich dort, weil ich Verdacht auf Bandscheibenvorfall hatte!
Eigentlich schreibe ich hier nicht so viel von mir, aber wenn ich immer wieder lesen, Durchfall, Magenschmerzen, Gelenkschmerzen usw. lassen auch bei mir, wie bei Monika, die Alarmglocken läuten.
Auch ich habe den wahren Grund für meinen Ganzkörperschmerz gefunden!!!!

Liebe Grüße Barbara

von Barbara B.... - am 08.03.2006 10:45
Hallo Monika,

ich habe es mal kurz in meiner Version aufgewärmt, da ich heute mal etwas Zeit habe!!!!
Bist mir deswegen nicht böse, oder?*zwinger*
Ich hoffe, du bist nicht so arg eingeschneit!!!!!!

Liebe Grüße

Barbara

von Barbara B.... - am 08.03.2006 10:48
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