Verschiedene Schmerztherapien

Startbeitrag von urmeli_et am 15.02.2006 10:45

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mal hören, mit was für Schmerztherapien ihr bisher gute Erfahrungen gemacht habt - und - ob ihr Schmerztherapien kennt, die OHNE Spritzen oder Infusionen funktionieren...
Ich habe ein abartiges Problem mit Nadeln jeder Art...

Meine Psychotherapeutin meint - wie ich auch - dass ich auf einem guten Weg wäre, mein Problem in den Griff zu bekommen. Was uns allerdings immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht, ist das Schmerzgedächtnis, das mir Zahnschmerzen vorgaukelt an einer Stelle, an der vor zwei Jahren ein Loch "repariert" wurde. Ich war viermal beim Zahnarzt, und schlußendlich wurde geröngt - nur um festzustellen, dass alles ok ist.
Das gleiche gilt höchstwahrscheinlich auch für die ständigen Gliederschmerzen.

Leider arbeiten sämtliche Schmerztherapeuten, die wir inzwischen ausfindig gemacht haben, nur mit Lokalanästhesie oder Infusionen anderer Art. Und das geht nur über meine Leiche...

Deswegen meine Frage nach alternativen Schmerztherapien... eine Therapie, die sozusagen mithilft, das Schmerzgedächtnis zu "löschen".
Antidepressiva ( die ja auf vielen Seiten im Internet in dem Zusammenhang angepriesen werden ) habe ich schon vor Jahren durchprobiert, war aber mit keinem zufrieden. Ebenso Mydocalm.
Mydocalm macht zwar im Gegensatz zu den Antidepressiva weder schwindelig noch müde - aber es hat mir auch nicht geholfen.

Ich danke euch schon mal für eure Antworten, und wünsche euch einen schönen Nachmittag.

Liebe Grüße,

Eva

Antworten:

Hallo Eva!

Dazu kann ich dir folgendes berichten:

Ich habe verschiedene Schmerztherapien hinter mir:

eine Neuraltherapie mit Procaininjektionen, kombiniert mit Akupunktur, relativ schmerzhaft, wenig Besserung,

viele Medikamente, auch Kombinationen von Antidepressiva und Schmerzmittel - keine Besserung

TENS-Gerät - Verschlechterung der Beschwerden

45 Stunden Verhaltenstherapie mit Schmerzbewältigungskurs und Muskelentspannung nach Jacobson - kein Erfolg

verschiedene Gymnastik (Wassergymnastik, leichte Kraftübungen Wirbelsäulengymnastik) regelmässig über Jahre - Verschlechterung der Beschwerden

Entsäuerung des Körpers - kein Erfolg

Selbsthilfegruppe - eine Katastrophe, hat mich total genervt

Was mir geholfen hat und immer noch hilft:

Umstrukturierung am Arbeitsplatz

Einnahme von L-Carnitin und Zentramin - Verbesserung der Muskeltätigkeit

Wärmeanwendungen in Form von Duschen, heisse Umschläge mit Ingwer,
Körnerkissen in der Mikrowelle erhitzt, Einreiben mit Moorlavendelöl

Entspannung und selbsterdachte Traumreise mit sanfter Musik

viel leichte Bewegung, vorsichtiges Dehnen öfters am Tag

Medikamentenkombination, bestehend aus Citalopram (Antidepressivum), Iboprofen und Myoson (Myotonolyticum) gute Wirkung, konnte mittlerweilen die Dosis auf ein Drittel reduzieren.

Gedanken wie "ich muss funktionieren" "ohne mich geht es nicht" "was könnten die anderen sagen" oder mich nur über Leistung zu definieren möglichst aus meinem Leben verbannen, stattdessen etwas tun, was mir Freude macht.

Möglichst wenig Grübelgedanken in der Art:"Wie soll es weitergehen, warum habe ich diese Berschwerden, was stimmt nicht mit mir?", sie führen zu nichts und verkrampfen zusätzlich.

Selbstvertrauen zeigen und in gewisser Weise auch akzeptieren, dass ich halt gewisse Einschränkungen habe.

Diese Massnahmen miteinander kombiniert reichen mir aus, um ein Leben zu führen, dass ich meistens als lebenswert empfinde. Einen richtigen Grund für dieses Schmerzsyndrom habe ich bis heute leider noch nicht gefunden.


Viele liebe Grüsse

Marie-Luise

von Marielou - am 15.02.2006 15:18
Hallo Marie-Luise,

danke schön...
sowas hatte ich mir schon fast gedacht.

Mir geht das ja sehr ähnlich. Ich habe für mich längst herausgefunden, was die Beschwerden lindert. Nur nicht, was sie abstellt.
Allerdings ist meine Therapeutin offensichtlich der Meinung, man sollte es mit einer Schmerztherapie versuchen - obwohl sich alles in mir dagegen sträubt...

Danke schön nochmal!

Liebe Grüße,

Eva

von urmeli_et - am 15.02.2006 15:58
Hallo Eva,

eine gute Schmerztherapie hat das Ziel einen mit so wenig Medikamenten wie möglich, aber so viel Medis wie nötig weitgehend schmerzfrei zu halten, bzw eben die Schmerzen so zu reduzieren, dass man damit gut leben kann. Kombiniert ist dies in der Regel mit einer psychotherapeutischen Begleittherapie, in der man lernen soll, wie man mit den Schmerzen umgehen kann.

Schmerztherapie bedeutet nicht zwangsläufig Spritzen und Infusionen, sondern bedeutet eben Medikamente zu finden die Du verträgst (wenn dies nötig ist) und die Dir helfen, bzw Maßnahmen zu erlernen und zu erproben und ein Lernen mit dem Schmerz umzugehen.

Zitat

was die Beschwerden lindert. Nur nicht, was sie abstellt
.

Tjaaaa, den Anspruch auf immer und ewig schmerzfrei zu sein, den sollte man sich wohl abschminken - und Linderung ist schon sehr sehr viel!

Liebe Grüße

Josie

von Josie1956 - am 15.02.2006 17:24
Hallo Josie,

auch dir danke schön!

Es ist ja schon mal beruhigend zu hören, dass es nicht zwangsläufig Spritzen und Infusionen bedeutet, sondern offensichtlich noch andere Möglichkeiten gibt...

Allerdings - ich werde für mich den Anspruch irgendwann mal wieder schmerzfrei zu sein, nicht aufgeben.
Das kann und will ich auch gar nicht.
Vielleicht habe ich dazu diese Symptome noch nicht lange genug ( obwohl ich sieben Jahre doch lange finde... ) - aber diese Hoffnung werde ich nicht so schnell aufgeben!

Liebe Grüße,

Eva

von urmeli_et - am 15.02.2006 18:25
Hallo Eva,

wenn Du ältere Beiträge von mir liest, dann erkennst Du vielleicht, dass ich sehr viel an nichtmedikamentösen Strategien ausprobiert oder entwickelt habe, um aus Schmerzzuständen raus zu kommen. Den Kick hat mir die erste Erfahrung in der Kältekammer gegeben, wo ich erleben durfte, DASS meine Schmerzen sich vertreiben lassen und wer und wie ich bin, wenn mich die Schmerzen nicht im Griff haben. Es war von vorneherein klar, dass die direkte Wirkung nur ein paar Stunden anhält. Aber diese Stunden, ja eigentlich diese wenigen Sekunden, in denen die Schmerzen verschwanden, wie ein Vorhang, den man wegzieht, die haben mir eine neue Zielvorstellung gegeben und haben mich motiviert, den Schmerzen paroli zu bieten.

Es sind seither über sieben Jahre vergangen. Jahre, in denen ich die Schmerzen wie ein wildes Tier immer wieder in den Käfig sperren konnte, mir Freiraum verschaffen konnte, auch lernte, ihre Macht immer schneller zu brechen, wenn sie wieder mal aufbrausten, aber die gestörte Schmerzverarbeitung blieb erst mal.

Dann, vor drei Jahren, plötzlich ein paar Hinweise, die mich einen anderen Teil meiner Krankengeschichte noch mal überdenken ließen. Was dann geschah - also ich will das hier nicht wieder im Detail aufwärmen. Wichtig ist hier nur das, was ich daraus gelernt habe: Es ist möglich, die entgleiste Schmerzverarbeitung wieder zurückzufahren, wenn die Ursache der Entgleisung ausgeschaltet werden kann. Die Ursache der Entgleisung ist nicht gleichzusetzen mit Ursache von Schmerzen. Entgleisung bedeuet eine Fehlverarbeitung von Reizen. In meinem Fall war die Ursache der Entgleisung offenbar eine Kettenreaktion, die zurückzuführen war auf jahrzehntelange permanente Schädigung der Dünndarmschleimhaut durch die unerkannte Glutenunverträglichkeit. Nachdem der Schädigungsmechanismus abgestellt war, konnte Erholung einsetzen. Ergebnis: 20 Monate nach Beginn der erforderlichen Umstellung auf glutenfreie Lebensweise konnte ich die Einnahme von Schmerzmitteln einstellen und konnte neue Dinge anpacken.

Du bist davon überzeugt, dass psychische Belastungen bei Dir zu dieser Entgleisung geführt haben. Wenn das so ist, dann MUSS die Psychotherapie Erfolge bringen - meint dazu der Psychologie-Prof. Vaitl (den ich hier schon mehrfach zitiert habe). Bleiben sie aus, dann wirst Du weiter suchen müssen. Ich kann Dir aus heutiger Sicht sagen, dass auch der Umgang mit psychischen Belastungen ein ganz anderer wird, wenn die wahre Ursache der Entgleisung gefunden und ausgeschaltet werden kann.

Um auf die nichtmedikamentösen Schmerzkiller zurück zu kommen. Ich habe nicht selten Spott und Angriffe geerntet, wenn ich von Dingen und Erlebnissen geschrieben habe, die für eine Weile meine Schmerzen verdrängt haben. Nun ja, dafür habe ich nur noch ein Achselzucken übrig und erwähne gerne noch mal, dass z.B. das Anhören von Musik oft geholfen hat. Gerade bei Schmerzen, die kaum auf Medikamente reagiert haben, hatte ich manchen überraschenden Erfolg. Doch Patentrezepte, welche Musik wem etwas bringen könnte, gibt es nicht. Da muß man sich schon ein wenig selbst beobachten. Damit der Tipp in Erinnerung bleibt, habe ich jetzt mal eine entsprechende Werbung übers Forum gesetzt.

Ansonsten kannst Du noch unzählige Anregungen hier im Forum finden.

Viele Grüße
Monika

von Monika D. (Admin) - am 21.02.2006 00:06
hallo liebe monika, ich lese gerade das du admin bist. ich beschäfige mich seit einiger zeit mit fibro. ich bin nicht selber betroffen, arbeite als gesundheitsberaterin. kannst du mir infos geben welche erfahrungen fibro patienten mit eqilateraler magenttechnologie gemacht haben? eql ist schmerzfrei. ich habe mit meinem ärzteteam sehr gute erfahrungen mit ADHS uns (rücken-) schmerzpatienten erleben dürfen. kannst du mir weiterhelfen ob auf diesem bereich erfahrungen vorliegen?
liebe grüße anka hansen. kannst du mich (zusätzlich)direkt per e-mail anschreiben?





von anka - am 21.02.2006 11:50
Hallo Anka,

da Du dieses Forum - ohne zuvor anzufragen, ob dies erlaubt oder erwünscht ist -auf meine Kosten für Werbung für Dein Geschäft benutzt, werde ich mir erlauben, Dir eine Rechnung zu schicken.

Zu den Erfahrungen mit Magnetfeldanwendungen kann ich Dir sagen: "Finger weg davon bei Fibromyalgie!!!!"

Warum? Nun, ich habe keinen Zweifel daran, dass es Wirkungen sehr, sehr schacher elektromagnetischer Wechselfelder auf Organismen gibt. Ich habe von einer ganz anderen Richtung her vor bald 30 Jahren angefangen, mich damit zu befassen und bin heute noch recht zufrieden damit, dass ich dadurch zufällig erkannte, dass ganz bestimmte Schmerzen inkl. sichtbaren Schwellungen von vernarbtem Bindegewebe auch ganz bestimmten, natürlicherweise entstehenden atmosphärischen Wechselfeldern, sog. Sferics zuzuordnen sind.

Mein sehr langer Weg brachte persönlichen Kontakt zu zwei Biophysik-Professoren, die sich mit der Thematik befaßten; so war ich immer ganz gut über den Stand des Wissens und dessen Grenzen (!!) informiert. An so einer Grenze des Wissens habe ich dann - gewissermaßen auf dem Höhepunkt meiner Fibromyalgie - selbst eine Versuchsreihe gestartet. Ich habe dabei sowohl die von den Herstellern von Magnetfeldanwendungen versprochenen Wirkungen erlebt, aber auch, und NUR DAS ist entscheidend, mehrfach verherende negative Wirkungen erlebt, die sich von Mal zu Mal steigerten, so dass ich die Versuchsreihe vorzeitig abbrechen mußte. Das, was ich erlebt habe und auf entsprechende Befragung auch von anderen Anwendern berichtet bekommen habe, läßt sich, wenn man sich wirklich auskennt, sehr gut mit der Theorie der ganzen Geschichte vereinbaren. Ich habe gewissermaßen erkannt "wie der Hase läuft", habe tatsächlich eine Antwort auf die Frage bekommen, mit der ich an die Sache rangegangen bin. Doch es war leider nicht die erhoffte Antwort, denn sonst hätte ich mich längst an der Vermarktung solcher Systeme beteiligt, sondern es war die Erkenntnis, dass für eine sichere Anwendung ganz wesentliche Voraussetzungen an unserem Horizont fehlen. Daran wird sich auch wohl so bald nichts ändern, denn bis jetzt wurden alle mir bekannt gewordenen Forschungsvorhaben, die bereits drauf und dran waren, die Erkenntnislücken zu füllen, nicht fortgesetzt. Dazu mag sich jetzt jeder denken, was er will.

Gruß
Monika

von Monika D. (Admin) - am 21.02.2006 12:56
??? ich habe keine werbung gemacht.!
nunja, du wirst deine gründe haben so zu reagieren. sollte es so angekommen sein möchte ich mich entschuldigen.

ich habe eben noch mit einem arzt darüber gesprochen und organisiere fachvorträge zum thema mit möglichen lösungsvorschlägen. es gibt niemals DIE lösung, sonst würde es bestimmt nicht 1 mio. fibro patienten geben. ich habe jedoch die erfahrung (mit ärzten) gemacht dass es schmerzlindend wirkt.

vielen dank für deine information und liebe grüße anka hansen



von anka - am 21.02.2006 14:11
Hi,

hatten die Ärzte Schmerzen? Na dann ist es doch schön für sie, wenn sie sie loswurden. Wieviele Ärzte mit Fibromyalgie waren darunter?

FACHvorträge zumThema? Was für ein Fach denn????????

Von Deiner Website:
Zitat

seit einiger Zeit organisiere ich einzigartige Seminare für Frauen. Einzigartig, weil die Erfolgschancen der Aktivität ungleich größer sind, als bei herkömmlichen Seminaren. ...
Nein, ich bin keine Jobvermittlerin jedoch führe ich Frauen durch ein Karriereprogramm, welches, wenn erwünscht, zum größten Teil im Berufseinstieg, und damit verbunden in den Karrierebeginn mündet.

Sorry, aber das riecht meilenweit nach MLM, nach Schneeballsystem. Kein Wort auf der Seite darüber, worum es wirklich geht, womit die von Dir angebaggerten Frauen Karriere machen sollen, Ein typisches Kennzeichen unseriöser Anmache.

Suche Dir einen anderen Platz, hier fällt niemand mehr auf solche Spielchen rein.

Adios,
Monika

von Monika D. (Admin) - am 21.02.2006 15:26
Bücher zum Thema
Schmerztherapie

ganz besonders interessant finde ich da die Titel zum Taping.
Monika

von Monika D. (Admin) - am 22.02.2006 15:47
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