Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Monika D. (Admin), Barbara B...., urmeli_et

Hat damit jemand Erfahrung?

Startbeitrag von Monika D. (Admin) am 07.03.2006 12:47

Hallo liebe Leute,

altgediente Stammgäste in diesem Forum wissen, dass ich in den Zeiten, als Schmerzen bei die Hauptrolle in meinem Leben spielen wollten, mit BMS sehr gute Erfahrungen gemacht habe. BMS - für Neulinge ganz kurz erklärt - bedeutet "Biomechanische Stimulation" und besteht in rein mechanischen Schwingungen, die von einer Maschine erzeugt werden und die in Muskellängsrichtung auf den Körper bzw. bestimmte Körperteile übertragen werden, wobei Schwingungszahl und Schwingungsweite je nach Anwendungsbreich und Anwendungziel eingestellt werden müssen. Entwickelt wurde die Methode von einem sowjetischen Biomechanik-Prof., der, selbst ehemaliger Olympia-Turner, zunächst die sport- und Ballett-Stars seiner Heimat fit gehalten hat.

Inzwischen gab es einige andere, vor allem denke ich da an Mediziner und Biophysiker in Deutschland, die etwas Ähnliches entwickelt haben. Allen ist jedoch bis heute gemeinsam, dass sie selten zu finden sind und ordentlich Geld dafür hinzulegen ist. Umso größer meine Überraschung, als ich bei einem Klick auf das Quelle-Banner über der Hauptseite von www.fibromyalgie-aktuell.de ein Gerät fand, bei dem möglicherweise das von mir so geschätzte Prinzip Anwendung gefunden hat. Leider konnte mir bei Quelle niemand eine Antwort auf die für mich wichtigsten Fragen geben und so habe ich es einfach mal auf Probe bestellt. Ich warte noch auf die Lieferung bin jetzt gespannt, ob da wirklich das drin steckt, was ich vermute. Aber es würde mich natürlich auch interessieren, ob das vielleicht schon jemand hier aus dem Forum mal ausprobiert hat. Es geht um das Gerät, das als Power-Massager bezeichnet wird. Einfach mal mit der Maus über die Bildchen unten auf der gelinkten Quelle-Seite fahren.

Also, wenn jemand so etwas schon mal probiert hat, bitte hier melden. Falls das Gerät schon jemand hat, dann kann ich vielleicht noch ein paar Tipps zur Anwendung beisteuern. Und wer versuchen möchte, meinen "hochfliegenden" Gedanken zu folgen, der kann ja mal auf diese Seite klicken und den Text unter "Erste Mars-Crew in Berlin gelandet" nachlesen oder - ganz aktuell - bei einer

Antworten:

Hallo allerseits,

auch wenn das Interesse hier ja nicht gerade überwältigend zu sein scheint und ich mich immer öfter frage, ob hier wirklich nach Hilfen zur Selbsthilfe gesucht wird, will ich jetzt doch mal von meinen Erfahrungen berichten.

Das Gerät kam innerhalb weniger Tage an. Ausgepackt und ein Blick in die Betriebsanleitung - und für mich war klar, dass es sich dabei, wie schon vermutet, um eine "Anlehnung" an die Erkenntnisse mit der Biomechanischen Stimulation (BMS) und anderen, ähnlichen Entwicklungen handelt, die z.T. völlig unabhängig voneinander gelaufen sind. Wer hier ausgiebig surft, wird etliche Beiträge von mir oder auch von Karin-Nana über Erfahrungen mit BMS finden.

Das Gerät, das jetzt bei Quelle angeboten wird, ist ausdrücklich "kein therapeutisch/ medizinisches Produkt. Es ist für Konditions- und Fitnesstraining, für Muskelaufbau und Anwendung bei Muskelverspannungen konzipiert." Es unterscheidet sich von den therpeutisch eingesetzten Maschinen vor allem dadurch, dass man zwar die Schwingungsintensität variieren kann, aber keine Angabe über die genauen Schwingungszahlen hat, die für einen gezielten therapeutischen Einsatz wohl nötig wären. Doch da sich die "Gelehrten" ohnehin darüber streiten, welche Frequenzen denn nun "heilsam" wären, sehe ich darin auch keinen unüberwindlichen Nachteil.

Ich habe jedenfalls nicht lange gefackelt, sondern das Ding eingeschaltet. Sehr angenehm überrascht war ich von dem recht dezenten Laufgeräusch. Ich hatte noch die lärmenden Motoren der ersten BMS-Geräte in unguter Erinnerung. Also die Bedenken, dass mich das Gerät so "anbrüllen" würde, dass ich die Anwendung nicht genießen kann, waren damit sofort ausgeräumt.

Beim Einschalten beginnt die Vibrationsplatte, laut Gebrauchsanleitung, angeblich mit einer langsamen Standardvibration - habe ich eben erst gelesen. Vielleicht stimmt das nicht so ganz, mir jedenfalls war das für den Anfang zu intensiv und ich habe schleunigst noch etwas runtergeregelt. Ist schon witzig, wenn man für die Anwendung die Brille runter nehmen soll und sich dann auf der Fernsteuerung zurecht zu finden, deren Tasten mit der kleinstmöglichen Schriftgröße markiert sind. Aber auch das ist schnell überwunden, da sich auf der rechten Seite der Fernsteuerung nur die drei Tasten für on/off, - und + befinden. Mehr brauchte ich erst mal nicht und dass die Minus-Taste in der Mitte liegt, das kann ich mir gerade noch merken. Die anderen Wahlmöglichkeiten mit den anderen Tasten interessieren mich erst mal nicht.

Die Anwendungsbeispiele in der Gebrauchsanleitung sind durchaus als "dürftig" zu bezeichnen. Ich denke, da hat man sich wohl ziemlich gewunden, um nicht allzuviel von den echten Therapiegeräten abzukupfern. Nach dem, was da gezeigt wird, hätte ich sicherlich keinen Moment daran gedacht, dass mir so ein Gerät etwas bringen könnte. Aber glücklicherweise habe ich ja im Hintergrund all das, was ich vor Jahren schon theoretisch und praktisch über BMS erfahren habe.

So habe ich denn auch gleich losgelegt mit kleinen Übungen für die Beine. Ziel: Vorsichtige Dehnung der Muskel-Sehnen-Einheit, die in letzter Zeit leider wieder mal etwas vernachlässig worden ist. Nachdem ich trotz dem meiner Meinung nach überflüssigen und eher störenden "Fußbett-Knubbel" auf der Vibrationsplatte eine angenehme Position für meinen Fuß gefunden hatte, konnte es losgehen. Ich habe, wie ich es von der BMS gewohnt bin, eine Übung mit einem Wechsel aus Anspannung und Dehnung gemacht, wobei ein Fuß am Boden blieb und nach ca. 3 Min. gewechselt wurde. Ergebnis: Sehr angenehm! Und hinterher auch gleich wieder das Gefühl, dass meine Muskeln besser zusammenspielen als sonst, so dass alle Bewegungen leichter, koordinierter ablaufen.

Nächster Prüfstein für mich war die Anwendung an den Händen. Schon 2004 wurde mir dringend zur OP wegen Karpaltunnelsyndrom geraten. Damals hatten jedoch vier BMS-Behandlungen (mit dem original BMS) ausgereicht, um das Problem erst mal ad acta zu legen. Doch da mir ja seit über einem Jahr nun die Fibromyalgie nicht mehr zusetzt, kann ich auch wieder anstrengende Arbeiten verrichten und wunderte mich nicht, dass es in den Fingern wieder zu kribbeln anfing. Karpaltunnel- oder HWS-Syndrom? Die Profis können sich mal wieder nicht einigen. Etwas Besserung gab es bisher, als ich mal wieder Katadolon genommen habe, die ich ansonsten wirklich nicht mehr brauche. Aber für mich war es ein Zeichen, dass über die Muskelentspannung doch auch etwas für meine Finger getan werden kann. Also habe ich mir das Gerät so aufgebaut, dass ich bequem die Hände drauf legen kann und ebenfalls noch kleine Übungen zustande bringe. Nach bis jetzt zwei Anwendungen ist zwar das Kribbeln nicht weg, doch das Gefühl ist da, dass meine Finger mir wieder besser gehorchen. Manchmal war es mir wirklich schon peinlich, wenn ich an einer Supermarktkasse "ewig" nach einer bestimmten Münze im Geldbeutel gefingert habe, ohne sie greifen zu können. Und zumindest das funktioniert jetzt schon wieder.

Soweit die ersten Ergebnisse meiner Tests mit dem Gerät, das nicht über den Katalog, sondern nur online von Quelle (siehe Banner ganz oben auf www.fibromyalgie-aktuell.de) zu bekommen ist. Ich möchte noch mal betonen, dass es sich nicht um ein therapeutisches Gerät handelt, was es auch aufgrund der mageren Anwendungshinweise nicht sein kann, doch kann man, wenn man gewisse Probleme mit den Muskeln hat (und wer hat die nicht, wenn er sich hier in dieses Forum verirrt) meiner Meinung nach seeeehr viel damit erreichen.

>"Die Massage durch die Vibrationsplatte fördert:
- den Stoffwechsel
- die Durchblutung
- den Aufbau neuer Muskelsubstanz
- die Bewegungskoordination
- die verbesserte Gelenkbeweglichkeit
- die Reduktion von Fettzellen (au ja, das wär was!)
- die Entspannung der überlasteten Muskulatur
- die Koordination des Gleichgewichts
- den Aufbau schlaffer Muskelbereiche (bei mir zur ISG-Stabilisierung gelungen!)
- die Lebensqualität durch höheres Wohlbefinden
- ein effektives Körpertraining, ohne schweißtreibende Trainingseinheiten."

Ich könnte aus meiner Erfahrung mit der original BMS noch viele dieser Punkte kommentieren und unterstreichen, aber ich will mich mal zurückhalten.

Erwähnen möchte ich auch noch, dass so ein Gerät nicht angewendet werden darf bei Personen, die zu einer Risikogruppe gehören. Genannte werden da "Herzinfarkt gefährdete Personen, Schwangere, Träger von Implantaten oder Personen mit nicht ausgeheilten Verletzungen." Zu den nicht ausgeheilten Verletzungen würde ich auf jeden Fall auch schwere Bandscheibenvorfälle zählen.

Meine Entscheidung ist gefallen: Das Gerät, das ich zur Probe habe liefern lassen, bleibt bei mir! Für mich stellt es - für den Hausgebrauch - eine echte Alternative zu therapeutischen Anwendungen der BMS dar, die für mich nur durch stundenlange Fahrerei zu erreichen wären. Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass mir die BMS mehrfach schon geholfen hat, wenn selbst durch langwierige ärztliche oder physiotherapeutische Bemühungen kaum eine Besserung erreicht worden ist, werde ich die Ausgabe sicherlich nicht bereuen.

Monika

von Monika D. (Admin) - am 15.03.2006 11:32
Hallo Monika,

mich hat es eigentlich sehr interesiert, wie du dir bestimmt vorstellen kannst!

Nur habe ich nicht die richtige Seite gefunden, um mir dieses Gerät anzuschauen und konnte mir nichts darunter vorstellen!

Aber jetzt.......... nach deinem ausführlichen Bericht hat es *klick* gemacht!!!!!

Da ich ja immer noch mit den Folgeerkrankungen der Zöli zu kämpfen habe, Muskel- und Gelenkschmerzen haben sich mal wieder gemeldet, außerdem muß ich etwas gegen meine fortgeschrittenen Osteroperose tun, bin ich für jeden Tipp offen!!!!!!

Vielleicht interessiert sich ja doch einige, außer einem Ex-Fibro *grins* für deinen ausführlichen Bericht!!!!!!!!!

Gruß aus der Heimat

Barbara

von Barbara B.... - am 15.03.2006 16:08
Hallo Barbara,

genau an Deine Osteoporose denke ich immer wieder im Zusammenhang mit den Effekten, die mit Vibration im "gesunden" Bereich verbunden sind. Für den Erhalt der Knochensubstanz sind, neben der Verfügbarkeit der Baustoffe, Wechsel zwischen Be- und Entlastung in nötig.

Bei Dir ist die Osteoporose ja allerhöchstwahrscheinlich eine der typischen Folgen lange unerkannter Zöliakie , d.h. der Funktionsstörung des durch die Autoimmunreaktion auf Gluten chronisch entzündeten Dünndarms und der daraus entstandenen Unfähigkeit, die nötigen Knochenbaustoffe aus der Nahrung dem Körper zur Verfügung zu stellen. Jetzt, nachdem Du Dich schon längere Zeit glutenfrei ernährst, kann sich die Dünndarmschleimhaut erholen und die Nährstoffverwertung normalisieren. Sofern nicht zusätzlich noch andere Erkrankungen mit reinspielen, kann, wenn nur unerkannte Zöliakie dahinter steckte, nicht nur der weitere übermäßige Abbau der Knochensubstanz verhindert, sondern die Knochendichte kann sogar wieder besser werden. Jedenfalls hat eine Studie über Osteoporose als Zöliakie-Folge so etwas mal ergeben - und logisch ist es eigentlich auch. Und wenn es dann noch gelänge, durch ein mechanisches Hilfsmittel die optimalen biophysikalischen Bedingungen am Knochen zu schaffen, unter denen der Einbau von Kalzium stattfindet, wäre das doch genial! :cool:

Ich kann und will Dir wirklich nicht versprechen, dass mit dem Quelle-Gerät das zu erreichen sein könnte, was mir durch den Kopf geht. Aber ich an Deiner Stelle wäre sehr neugierig :o

Falls Dich die Neugier so packen sollte, dass Du es probieren willst, dann unbedingt die Intensität runterregeln - zumindest solange wir nichts Genaueres über die Frequenzen wissen - und immer nur kurz anwenden. Drei Minuten für jedes "Zielgebiet" .... Außerdem solltest Du ggf. mit Deinem Knochendoc darüber bzw. über die Studie sprechen, die ich in meinem ersten Beitrag zitiert habe.

Liebe Grüße
Monika

von Monika D. (Admin) - am 15.03.2006 22:47
Hallo Monika,

ja, ich werde mir die Studie ausdrucken.
Ich habe nächsten Monat nochmal eine Untersuchung an der Uni in Bamberg zwecks der Osteroperose.
Der Orthopäde war so ehrlich und sagte mir, das das eine Nr. zu groß ist für ihn.
Kommt ja nicht alle Tage vor, das man eine Patientin von 40 Jahren mit fortgeschrittener Osteroperose an der Wirbelsäule hat.
Und ich bin 100% ig sicher, das es von der unerkannten Zöli ist, da ich vor 10 Jahren schon Anzeichen von Osteroperose hatte.
Aber du weist ja wie das ist, wenn man nicht in das Schema passt - mit 30 Jahren Osteroperose kann ja nicht sein!!!

Und ich denke, das sich es bessert, da sich meine Blutwerte hinsichlich Vitamine und Mineralstoffe sehr gebessert haben.

Halte mich auf jedenfall auf dem laufenden mit der BMS!

von Barbara B.... - am 16.03.2006 19:44
Hallo Monika,

danke für deine ausführliche Beschreibung!
Ich hab` mir das Teil gerade mal angeschaut, auf der genannten Seite. Und ich finde, dass sich das klasse anhört...
Nur leider übersteigt der Preis mein momentan verfügbares Kontingent... Bei einem Kontostand von dreistelligem Minus ist das leider nicht drin...
Aber vielleicht irgendwann mal. :-)

Liebe Grüße,

Eva

von urmeli_et - am 17.03.2006 18:19
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.