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Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
fenny, Judith Kramer, Josie1956, Monika D. (Admin)

des rätsels Lösung = fibro??

Startbeitrag von fenny am 22.09.2006 09:07

ich weiss gar nicht so recht, wo ich anfangen soll… in den letzten 15 monaten sind so viele dinge geschehen… so viele arzt besuche, die alle erfolglos waren…

es passierte eines abends, als ich meinen kleinen Sohn (2.5 jahre heute) ins bett bringen wollte… er trank noch eine flasche milch und saß auf meinem schoss… plötzlich verspürte ich einen stechenden schmerz im Brustkorb… mir wurde schwindelig, schwarz vor augen… ich bekam keine luft mehr… totale panik…

der schmerz in der brust liess nicht nach und meine lymphknoten in hals und unter den achseln schwollen an... ich ging zum arzt... der konnte nichts feststellen und meinte, es läge wohl an den temperaturen, mein kreislauf würde halt verrückt spielen...

einige tage später bemerkte ich ganz plötzlich einen dicken kloss im hals... als wenn dort ein fremdkörper wäre... beim essen und trinken war er nicht zu spüren, aber ansonsten war er immer da... erneut ging ich zum arzt... und erneut sagte er mir, er könne nichts finden, es sähe alles ganz normal aus...

ich bekam langsam richtig angst... die angst steigerte sich so sehr, dass ich nach 20 jahren kettenrauchen sogar das rauchen aufgeben konnte... von einem tag auf den anderen... dieser dicke kloss im hals wollte einfach nicht weggehen... manchmal brannte es ganz furchtbar im hals, als wenn er von innen aufgefressen würde... immer wieder ging ich zu meinem hausarzt, der nun anfing, mir eine krebsphobie zu unterstellen (fremdkörper im hals, angst wegen der geschwollenen lymphknoten)... ich verlangte dennoch, dem weiter auf den grund zu gehen... also fing meine arztodyssee an...

3 verschiedene HNO-ärtze (in einer praxis) diagnostizierten 3 verschiedene ursachen für mein missempfinden im hals... zungenbeinverschiebung, seitenstrangangina und "nichts" es folgte ein besuch beim radiologen, der ein CT von meinem hals machte... auch dort wurde nichts gefunden und man verabschiedete mich mit der aussage, ich sollte mich in psychologische behandlung begeben, da ich wohl an einer krebsphobie leide (herzlichen dank an meinen hausarzt, der dies auf jeder überweisung mitteilte und mir jede chance auf eine neutrale untersuchung nahm)...

letztendlich bin ich im krankenhaus gelandet, weil ich die angst nicht mehr ertragen konnte... dort war man sich sicher, es würde an meinen weissheitszähnen liegen und wiess mich ein, um mir diese zu ziehen (unter vollnarkose) 2 tage nach der OP stellte sich ein taubheitsgefühl in meinem gesicht ein... betroffen waren lippen, zunge, wangen... alles fühlte sich pelzig, geschwollen an... als wenn es nicht zu mir gehöre... mein zahnarzt vermutete, dass man bei der OP nicht auf den gesichtsnerv aufgepasst hätte, und dass dieser erschüttert worden wäre... ich war ersteinmal beruhigt...

doch wenige tage später breitete sich das kribbeln auf die gesamte linke körperhälfte aus... mein handgelenk schmerzte furchtbar und ich konnte fast nichts mehr heben... ich began, mir selber auf arm und bein zu hauen, mich im gesicht zu zwicken, weil dieses kribbeln einfach nicht mehr weggehen wollte... viele monate lebte ich tagein, tagaus mit diesem kribbeln und immer wieder kommenden, plötzlichen stechenden schmerzen, mal hier und mal da... schmerzen im hinterkopf mit heftigen kopfschmerzen bis hin zur migräne waren ein weiterer ständiger begleiter in meinem leben geworden...

ich landete beim neurologen, der messungen an meinen nervenbahnen vornahm und mich zu einem MRT meines schädels schickte... wieder nichts gefunden...

ich bekam massagen von einem physiotherapeuten, der sich hauptsächlich um meine halswirbelsäule kümmerte bzw der stelle, an dem der schädel auf die wirbelsäule aufsetzt... und in der tat ging es mir einige monate besser... ich weiss nicht genau, ob es an dieser therapie, meinem neuen kopfkissen oder was auch immer gelegen hatte...

ich war so glücklich, so dankbar... voller energie... lediglich das schluckproblem habe ich die ganze zeit über behalten, aber daran hab ich mich fast gewöhnt... es war mal stärker, mal schwächer... ging aber nie weg...

diesen sommer dann bekam ich plötzlich probleme mit den augen... immer wieder sah ich die welt wie in einem nebelschleier... auch dies kam und ging... bis ich dann von einem tag auf den anderen permanente schmerzen in einem auge bekam... ein gefühl, als wenn sich ein fremdkörper darin befinden würde... der augenarzt teilte mir mit, dass meine augen zu trocken seien und gab mir augentropfen, die mir aber nie wirklich geholfen haben... oft habe ich einen stechenden schmerz in der augenhöle, der mit schmerztabletten nicht in den griff zu bekommen ist...

immer wieder leide ich an seltsamen "blasenentzündungen", die nicht auf bakterien zurückzuführen sind... ich habe ständig den druck, auf die toilette gehen zu müssen, aber wenn ich dann gehe, kommt nichts oder nur ein tropen...

letzte woche dann kam der grosse schock... das kribbeln in gesicht, arm und bein ist wieder da... nach einem zahnarztbesuch, bei dem ich mich wohl sehr verkrampfte (ich habe in der tat eine phobie, nämlich eine zahnarztphobie)... ich könnte nur noch heulen... dieses kribbeln macht mich wahnsinnig, es ist ununterbrochen da...

ich werde wieder depressiv, genau wie im letzten jahr... im letzten jahr waren meine ängste und depressionen so schlimm, dass ich nicht schlafen konnte... ich wachte immer wieder mit herzrasen auf und fing sofort an zu weinen und konnte mich nicht mehr beruhigen...

könnte fibro des rätsels lösung sein?? mein hausarzt glaubt mir bis heute nicht, dass ich diese beschwerden habe... mein vertrauen in ärzte ist soweit gesunken, dass ich überhaupt nicht mehr hingehe und nun alles verschleppe... aber so... will ich nicht mehr leben...

fen

Antworten:

Hallo Fen,

Zitat

könnte fibro des rätsels lösung sein??


Wenn Dir zu all dem, was man Dir jetzt schon "beschert" hat auch noch Fibro aufgedrückt würde, dann kämst Du vom Regen in die Traufe!
Fibro ist nichts anderes, als ein Wort für vielerlei Beschwerden, für die im einzelnen erst mal keine Ursache gefunden wird. Also so ähnlich, wie wenn Dein Arzt Dir eben jetzt eine Krebsphobie unterjubelt. Du hast erlebt, dass Du damit keine Chance auf eine wirklich objektive unvoreingenommene Unersuchung bei anderen Ärzten bekommst - und genauso wird es Dir gehen, wenn Fibro als Diagnose dazukommt. Dann wird es immer wieder heissen "na ja, sie haben ja Fibro - da können/brauchen wir auch nichts weiter untersuchen - schwupp mal ein Rezept für irgendein Medikament und das wars dann. Also nimm ganz schnell die Beine unter den Arm und hau ab, wenn Dir jemand Fibro "unterjubeln" will und bring bitte von Dir aus dieses Thema beim Arzt gar nicht erst zur Sprache.

Aufgefallen an Deinem Bericht ist mir, dass das Ganze wohl etwa 1 Jahr nach der Geburt Deines Sohnes angefangen hat, oder? Wurde denn bei all den Untersuchungen bei Dir auch mal ein Hormonspiegel gemacht? Es könnte - neben vielen anderen Möglichkeiten - durchaus auch sein, dass da eben durch Schwangerschaft etc (und da kann es durchaus auch mehrere Monate dauern, bis so was zum "Ausbruch" kommt) einiges durcheinander geraten ist und Du dadurch die geschilderten Symptome hast.

Alles Gute für Dich und liebe Grüße

Joise

von Josie1956 - am 22.09.2006 09:47
hallo joise,

ja, ein hormonspiegel ist gemacht worden... ebenso wurde ein schilddrüsencitigram (wie immer man das schreibt) gemacht worden... blutuntersuchungen, alles... es wurde nie etwas gefunden...

das ganze macht mich so furchtbar wütend... weil ich es nicht akzeptieren kann/will, dass mir einfach niemand helfen kann und dass meine familie darunter leiden muss...

von fenny - am 22.09.2006 11:32
Hallo fenny,

genau wie Josie möchte auch ich Dich davor warnen, das Wort "Fibromyalgie" ins Spiel zu bringen.

Es sollte Dich jetzt ein wenig trösten und beruhigen, dass die vielen Untersuchungen, die Dir zwar keine Lösung des Problems gebracht haben, doch immerhin dafür gut waren, eine ernste akute Erkrankung auszuschließen. Und Du bist ja wirklich gründlich vorgegangen! Dieses Wissen, dass Du bisher alles richtig gemacht hast, soll Dir auch psychische Entlastung bringen. Klar, es ist deprimierend, wenn man sooooo sucht und doch keine Lösung findet. Aber nimm es für Dich an, dass Du auch aus diesem Tal wieder herausfindest.

Ich habe Deine Geschichte mehrmals aufmerksam gelesen. Mein Gedanke dazu: 'Und wenn das alles eine Triggerpunkt-Geschichte ist? - Dann findet keiner der Ärzte etwas und ein Symptom reiht sich ans andere, weitere Triggerpunkte werden aktiviert...' Eine einzige ungeschickte Bewegung, eine kurze Überlastung eines Muskels kann einen der vielen hundert Triggerpunkte in der Muskulatur aktivieren und Beschwerden auslösen, die weit entfernt von diesem Punkt auftreten.

Das Gute daran: Wenn man einen Arzt oder Physiotherapeuten gefunden hat, der sich mit diesen Dingen wirklich auskennt, kann man die Beschwerden ganz schnell wieder loswerden - vollständig loswerden!!!

Ich habe selbst schon oft hier über myofasziale Triggerpunkte geschrieben. Ich kannte die Sache schon von der Theorie her und hatte dann vor vier Jahren selbst mal so eine Geschichte. Der Arzt, bei dem ich regelmäßig in Behandlung war, wollte von dem neuen Problem nichts wissen, da ich wenige Tage später zur Reha durfte. In der Reha-Klinik wußte jedoch erst recht keiner etwas mit diesen Schmerzen anzufangen bzw. bekam ich Verordnungen, die bestens geeignet waren, die Sache noch zu verschlimmern. Das hat mich allerdings darauf gebracht, dass es da um einen Triggerpunkt ging und ich konnte dann wenigstens weitere Verschlimmerungen vermeiden. Bis ich endlich behandelt werden konnte, hatte ich mich fast 4 Monate rumgeplagt mit einer Sache, die letztlich in 10 Min. zu beseitigen war.

Ein kurzer, aber ganz guter Artikel über Myofasziale Triggerpunkte findet man hinter diesem Link.

Gut ausgebildete Therapeuten zu diesem Phänomen findet man nicht an jeder Ecke, denn der zu bewältigende Lernstoff ist wirklich sehr umfangreich.

Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche, denn ich denke, sie könnte sich für Dich lohnen.

Viele Grüße
Monika

von Monika D. (Admin) - am 22.09.2006 11:37
Liebe Fenny

bei Fibromialgie sind vielfach die Lympfknoten betroffen.
Wie ich bereist schon bei Karl erwähnt habe, geht Fibromyalgie vielfach mit Schwermetall einher. Diese Schwermetalle werden durch Umwelteinflüsse, Nahrung, Medikamente und Rauchen eingenommen.
Nätürlich auch über das Amulgan in den Blomben.
Fibromyalgie wird vielfach als Psychsomatie abgestempelt, offtmals aber auch als Symulantion, was sie aber auf keinen Fall sind, denn Fibromialgie ist eine äusserst schmerzhafte Muskel-Knochen Erkrankung, basierend auf einer Autoimmunreaktion.
Wie lange leidest du unter den Symtomen?

Mit freundlichen Grüssen



von Judith Kramer - am 29.09.2006 02:05
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