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Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie Erfahrungsaustausch
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Monika D. (Admin), MKB

Frührente bei FSM?

Startbeitrag von MKB am 17.12.2006 13:09

Hallo, in diesem Forum scheint es viele Menschen zu geben, die wissen, wie sich FMS auswirken kann und die sich vorstellen können, wie verzweifelt ich als selbständige Klavierlehrerin bin. Ich bin 50 Jahre, in 2. Ehe verheiratet und habe vier Kinder (16,22,25,27), bin (eigentlich) Optimist, (eigentlich) voller Lebensfreude und auf keinen Fall arbeitsscheu...
Vor drei Monaten habe ich einen Rentenantrag gestellt, der nun erwartungsgemäß abgelehnt wurde. Allerdings ging keiner der beiden Amtsärzte (Orthopäde, Psychiater) in seinem Gutachten auf meine Beschwerden ein. Der Orthopäde fand, ich sei gut beweglich und könne trotz ein paar Rückenschmerzen gut als Klavierlehrerin tätig sein. Der Psychiater fand mich völlig normal (Gott sei Dank!) und sah keinen Grund für eine vorzeitige Verrentung.
Dass ich die euch allen vertrauten Beschwerden besonders im Oberkörper, d.h. Schultern, Oberarme, Hände habe, wurde in den Berichten überhaupt nicht erwähnt. Nun weiß ich nicht mehr weiter, denn eine Klavierlehrerin, die nicht mehr Klavier spielen kann, verdient irgendwann nichts mehr...
Vielleicht ist jemand von euch schon einen Schritt weiter?

Antworten:

Hallo MKB,

Du hast zwei Wege vor Dir. Entweder Du befaßt Dich intensiv weiter mit Deinen Schmerzen in der völlig unrealistischen Hoffnung, dass es Dir vielleicht doch mal gelingen könnte, wegen dieser Schmerzen Rente zu ergattern (das wird nicht klappen, solange der Psychiater Dir nicht einen hoffnungslosen Geisteszustand bescheinigen muß, der allerdings durchaus eintreten kann, wenn Du Dich auf diesem Weg weiter treiben läßt) oder -
Du besinnst Dich darauf, was Du trotz Deiner Schmerzen noch tun und schaffen kannst, besinnst Dich darauf, was Du tun kannst, um Deine Schmerzen kein und immer weniger bedeutend zu halten, arbeitest mit der ehrlichen Überzeugung an Dir selbst, dass es Dir um zufriedenes Leben geht und nicht um Belohnung für "Unfähigkeit" (=Rente) - und dann wirst Du sicherlich etwas schaffen, das sich vielleicht von Deinem bisherigen Leben stark unterscheidet, aber es sollte Dir auf jeden Fall das gute Gefühl geben, dass Du Dir Dein Leben nicht von den Schmerzen beherrschen läßt, sondern selbstbestimmt gestaltest.

Alles Gute,
Monika

von Monika D. (Admin) - am 20.12.2006 06:36
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