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Informationen zum Thema:
Forum:
Fibromyalgie und sozialmedizinische Themen
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
monischu, kathrinchen61, Mathias79, rote zora, Monika D. (Admin), Josie1956

30 % was nun?

Startbeitrag von monischu am 13.02.2004 18:26

Hallo liebe Monika Admin und alle anderen,
hab mich lange nicht gemeldet und hatte heute mal wieder Lust reinzuschauen.
Weil ich mir meinen Arbeitsplatz sichern will, habe ich einen Antrag beim Versorgungsamt gestellt. Bei uns soll Rationalisiert werden und bestimmte Arbeiten kann ich nicht mehr ausführen. Nun wurde bei mir Depri und Fibro und Erschöpfungssyndrom anerkannt (obwohl das noch nicht alles ist ) ;-) und habe 30% bekommen. Ich habe einen mtl. 80 Std.-Job, der mr manchmal verdammt schwerfällt aber doch auch sehr viel Spaß macht. Nun wurde auf einen Gleichstellungsantrag beim AA hingewiesen. Hat das Vorteile oder Nachteile ??
Wer kennt sich da aus??

Freue mich auf eine baldige Antwort und wünsche euch noch einen schönen Abend

viele liebe Grüße

monischu

Antworten:

Hallo Monika,

1. Widerspruch gegen den Bescheid einlegen, wenn nicht alles berücksichtigt worden ist.
2. Gleichzeitig Akteneinsicht beantragen, gucken, was da drin steht, dann erst den Widerspruch begründen.
3. Auf jeden Fall schon mal die Gleichstellung beantragen, denn mit den 30 % kannst Du in Sachen Sicherung des Arbeitsplatzes schon genauso behandelt werden, wie mit 50 %. Das ist das, was mit diesem Gleichstellungsantrag bezweckt werden soll. Also, nix wie hin zum Arbeitsamt.

Vielleicht ein Trost für Dich: Wenn Du mit diesen Diagnosen schon 30 % bekommen hast, dann ist das, verglichen mit dem, was ich heute zu sehen bekommen habe, schon fast wie ein Sechser im Lotto.

Viele Grüße
Monika

von Monika D. (Admin) - am 13.02.2004 18:34
Hallo Monika,
danke für deine schnelle Antwort. Hast mir schon sehr weitergeholfen. Kann mir die Gleichstellung bei evtl. EU-Rente im Weg stehen? Das Versorgungsamt hat die chronische Magenschleimhautentzündung und meine verschlissene Wirbelsäule nicht berücksichtigt.

Nochmals vielen Dank

Gruß monischu

von monischu - am 13.02.2004 19:30
Hallo Monika Sch.,

die Gleichstellung ist eine tolle Sache. Da ich in den letzten 3 Jahren sehr oft au-geschrieben war und 2003 einen GdB von 40 anerkannt bekommen habe, bin ich auf Anraten der Schwerbehindertenvertretung zum AA gegangen und habe die Gleichstellung beantragt und auch erlangt. Das ändert nichts am Rentenverfahren, in dem ich mich gerade befinde. Es gibt mir jedoch ein sicheres Gefühl, was meinen Arbeitsplatz betrifft, da ich mit 50 und Schwerbehinderung bestimmt keine Chancen mehr auf dem Arbeitsmarkt hätte. Mein Arbeitgeber war erst nicht so begeistert darüber, warum ist ja wohl klar. Jetzt haben sie mich am Hals. :D :D :D Aber nun geben sie sich, das muss ich zugeben, echt Mühe. Wer einen GdB von mindestens 30 erhalten hat und im Arbeitsverhältnis steht, auch für 80 Std./M., sollte sich auf dem schnellsten Wege zum AA begeben.
Reicht doch, dass es uns oft gesundheitlich schlecht geht, warum dazu noch arbeitslos.

Ich wünsche dir viel Glück bei all deinen Aktionen.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Birgit

von rote zora - am 15.02.2004 11:03
Hallo Monika
Hallo Ihr alle,

wende mich heute nochmal an Euch, bin ziemlich down.
Gleichstellungsantrag hatte ich sofort gestellt. Kurzfristig bekamen alle Mitarbeiter von unserem Chef eine Bitte um ein gemeinsames Gespräch, das war am Freitag(vorgestern). Uns allen (ich bin die einzig Festangestellte) wurden ab 01.03.04 die Stunden zusammen gestrichen. Das macht bei mir 250,-- € im Monat aus. Obwohl nach mir noch 2 Aushilfen eingestellt wurden(und keiner so einen sozialen Hintergrund hat wie ich) wurde bei mir am meisten gekürzt. Ich bin auf das Geld total angewiesen. Bekomme schon von Anfang an kein Urlaubsgeld und kein Weihnachtsgeld. Wie soll ich das nur schaffen, und kann ich mich dagegen wehren. Mit mit den Nerven ziemlich runter. Wäre dankbar für eine baldige Mitteilung.

Danke Monika

von monischu - am 29.02.2004 20:01
Hallo Monika,

weitere Stundenkürzung, wieviele Stunden pro Monat sind das denn dann noch bei Dir? Und mit welcher Begründung wurden die Stunden gekürzt?

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du einen Arbeitsvertrag hast, in dem die Stundenzahl und das Gehalt festgelegt sind? Dann müsste ja auf jeden Fall die Stundenänderung in einem Änderungsvertrag festgehalten werden.

Wenn Dein Arbeitgeber alle Stunden gestrichen hat, dann muss er doch auch Kurzarbeit angemeldet haben? In diesem Fall würdest Du dann vom Arbeitsamt Ausgleichszahlungen erhalten.

Die Gleichstellung, die Du beantragt hast, hilft Dir in diesem Fall leider gar nichts. Die bedeutet nur, dass Du erschwert kündbar bist und sonst nichts. Also auch keine zusätzlichen Urlaubstage oder sonstiges.

Leider gibt es auf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld (wenn es im Tarifvertrag nicht anders festgelegt ist) keinen Anspruch. Das sind freiwillige Zuwendungen des Arbeitgebers.

Was soll ich Dir jetzt raten? Also, wie bereits gesagt, erkundige Dich, ob Kurzarbeit angemeldet wurde und wenn ja, dann müssen Ausgleichszahlungen geleistet werden.

Nun warte erst mal ab und mach Dich nicht verrückt deswegen. Vielleicht hast Du ja nun, durch die verminderte Stundenzahl auch die Möglichkeit zusätzlich noch einen Job auf geringfügiger Basis (max 400 Euro/Monat) zu finden, dann würde das finanzielle Loch auch wieder "gestopft" werden.

Alles Gute für Dich und liebe Grüße

Josie

von Josie1956 - am 29.02.2004 21:03
Hallo monischu und alle anderen!! Ich bin platt!! Ganz per Zufall komme ich hier auf diese Seite, und siehe da, monischu, wie ähnlich sind wir uns!!
Vom Krankheitsbild her supermegaähnlich. Auch mir hat in den letzten Tagen 30 % zugesagt. Nunja, aber leider bin ich seit 31.01.2004 schon arbeitslos. Die KK hat mir nahegelegt, die Rente einzureichen. Und heute kam auch der Bescheid: abgelehnt. Ich soll täglich 6 Std. arbeiten gehen....das schaffe ich nie!!! Bin doch völlig fertig!!! Da entscheiden Gutachter, die einem 1 Std ausfragen. Und ich bin eigentlich zum Klagen erzogen, habe immer meine "Frau" gestanden und Bäume versetzt. Ich reisse mich also vor den Gutachtern eher zusammen, als das ich ohne Ende klage.....scheint wohl falsch zu sein.
Allerdings habe ich mich zu einem Widerspruch entschlossen. Denn ich gehe auch jetzt mal wieder "kaputt" vor Schmerzen. Ihr Fibryomalgier kennt das ja!!!
Von den Depris, die momentan wieder sehr schwanken, erstmal ganz zu schweigen. Ein Lichtblick war heute mal wieder meine Therapie. Danach fühl ich mich meistens gut. Aber da wurde die letzte "Staffel" jetzt beantragt. Eben alles hat ein Ende....und was dann?? Im Augenblick weiß ich auch nicht weiter...und das liebe Geld!!! Mein Lebensgefährte hilft zwar wo er kann, aber trotzdem muß auch mein Rubel rollen.
Was sagt Ihr denn dazu?? Erwarte ich doch schon zuviel, von wegen Rente oder so?? Und vor allem, wie würdet Ihr Euch verhalten bzw. habt Ihr es auch irgendwie so erlebt. Alles Liebe an ALLE :-) :-)

von kathrinchen61 - am 20.04.2004 19:10
Sorry ich bin nicht zum Klagen erzogen!!!! Fehler im Text!°!!!

von kathrinchen61 - am 20.04.2004 19:13
hallo zusammen... ich habe mal eine ganz andere frage ich habe einen antrag gestellt und 40% auf anhieb bekommen (auf morbus crohn allerdings)... gibt es da besondere dinge die ich beachten sollte und welche vorteiel kann es haben? irgendwelche anträge die ich stellen kann? bedanke mich im vorraus gruß Mathias

von Mathias79 - am 13.02.2006 13:11
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