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Fibromyalgie - medizinische Fragen
Beiträge im Thema:
20
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Monika D. (Admin), Gery, Petra.M, maria, tashina, heike fibro, Burga Stephan, Anja Pralle

Fibromyalgie oder nicht? - Aus der Ärztezeitung

Startbeitrag von Monika D. (Admin) am 16.10.2003 18:28

Fibromyalgie oder nicht? - Augen auf bei der körperlichen Untersuchung! - lautet der Titel eines Beitrags, der anläßlich des Deutschen Schmerzkongresses 2003 erschienen ist.

Da stellte sich nach einem halben Jahr heraus, dass bei fast der Hälfte der Patienten einer Studie, die zunächst beim Rheumatologen mit der Diagnose Fibromyalgie rausgegangen waren, dann doch eine andere Erkrankung diagnostiziert werden mußte.

Hier der Link zum Artikel: [www.aerztezeitung.de]

Antworten:

hallo, da will ich mal was zu schreiben,
und zwar scheint das wirklich schwierig zu sein die differentialdiagnostik.
ich wurde in den ersten 10 jahren auf morbus bechterew behandelt, seit einigen jahren auf fibro, der bechterew sei nicht mehr aktiv hieß es.
in einem gutachten im letzten jahr stellte der gutachter bei mir dann psoriasis fest und meinte, es könne dann auch psoriasis arthritis sein. bis dahin hatte mich nie ein arzt gefragt, ob ich schuppenflechte hätte und ich hatte die schuppen auf der kopfhaut als normale schuppen angesehen. da der gutachter aber selbst unter dieser erkrankung litt, fragte er danach.
jetzt habe ich fast ein jahr lang versucht ohne nichtsteroidale rheumamittel auszukommen (weil die schmerzambulanz mir davon abriet wegen der nebenwirkungen und sie wohl auch nur den blick auf die fibro bei mir haben) und seit 2 wochen nehme ich sie wieder, nachdem meine KG meint, ihre behandlung hätte überhaupt keinen erfolg, meine yogalehrerin meint, ich sei mit meinen rückenschmerzen nicht mehr in den kurs zu integrieren. deshalb habe ich mich noch mal bei einem chat mit einem rheumatologen schlau gemacht und daraufhin beschlossen, die tabletten wieder zu nehmen, weil es sich vermutlich doch um eine entzündliche geschichte handelt.
die crux bei psoriasis spondylathropathie ist wohl die, dass meistens keine entzündungszeichen im blut zu finden sind und auch der ck-wert nicht erhöht ist, der rheumafaktor auch negativ ist, also durch die untersuchung der blutwerte nichts festzustellen ist und auch im röntgenbild sich die entzündungen nicht zeigen müssen, oft erst durch kernspin sichtbar gemacht werden.
da ich wohl beides habe, also auch eine fibromyalgie, konnte ich auch gar nicht mehr genau sagen, ob die schmerzen eher nach belastung oder nachts in ruhe oder sonstwie sind, weil alles zutraf.
jetzt geht es mir schmerzmäßig wieder deutlich besser mit den tabletten, was wohl für eine entzündliche komponente bei mir spricht, neben der fibromyalgie, die aber wohl eher eine sekundäre ist.
so sehr ich dieses forum hier schätze, hat es mich doch auch "aufs glatteis" geführt.
ich wäre sehr interessiert an einem austausch mit betroffenen, die auch beides haben, eine entzündlich rheumatische erkrankung und fibro.
euch allen ein schönes sonniges wochenende wünscht
tashina

von tashina - am 17.10.2003 20:36
Hallo tashina,

na das möchte ich hier nicht so einfach stehen lassen, dass dieses Forum hier nun quasi schuld daran sein soll, dass Du nicht die richtige Behandlung gefunden hast. Hier jedenfalls wird nicht alles unter den Fibro-Teppich gekehrt, sondern immer wieder von mir da hervorgeholt, wenn sich auch nur das leiseste Anzeichen zeigt, dass noch etwas anderes im Spiel sein könnte.

Ich habe es jedoch - nicht nur im Internet - erlebt, dass die Diagnose mit einer gewissen Faszination vor alle anderen Erkrankungen gestellt wird. Mir sind Leute begegnet, die wirklich schwere andere Erkrankungen hatten, um die sie sich aber kaum geschert haben, aber Fibromyalgie, dieses rätselhafte Leiden, damit haben sie sich der Welt präsentiert und wegen Fibromyalgie und nichts anderem wollten sie unbedingt behandelt werden.

Wenn Du Dich in der Schmerzambulanz evtl. nur annähernd so gezeigt haben solltest, wie ich mehrere andere Leute schon erlebt habe, nämlich sozusagen mit der großen wehenden Fibromyalgie-Fahne, dann wundert es mich nicht, dass man Dir von NSAR abgeraten hat. Denn die sind entweder recht teuer, oder sie haben ein bedeutendes Nebenwirkungspotential. Bedeutend in der Hinsicht, dass pro Jahr in Deutschland mehr Menschen an den Nebenwirkungen dieser Mittel sterben, als durch Verkehrsunfälle. Die Schmerztherapeuten haben also erst mal vollkommen recht mit ihrer Warnung. Weitgehend reduziert sind diese Nebenwirkungen nur bei den sog. Cox-2-Hemmern (die relativ teuer sind) und einem ganz neuen Medikament, von dem ich noch nicht viel mehr als den Hersteller weiß und dass es billiger sein soll.

Wenn entzündliche Prozesse im Spiel sind, dann müssen die jedoch mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden, auch wenn man zusätzlich noch Fibromyalgie, d.h. eine Störung der Schmerzverarbeitung, entwickelt hat. Da die entzündlichen Prozesse tatsächlich schubweise verlaufen (bei Fibro ist es dagegen völliger Quatsch, von Schüben zu reden), muß in diesen Fällen sicherlich auch die Behandlung angepaßt werden.

Unzählige Male habe ich selbst schon davon geschrieben, dass ich sehr genau abgrenze, wann bei mir die Wirkung der muskelentspannenden (aber nicht entzündungshemmenden) Medikamente ausreicht, wann möglicherweise vorübergehende Wetterfroschschmerzen herrschen (da hilft mir dann aufgrund meines Berufes und meiner Erfahrungen oft schon ein Blick auf die Wetterkarte oder ein Wettersatellitenbild - www.wetterzentrale.de bietet mir dafür alles, was ich brauche) und wann eben noch andere Reaktionen in Gang gesetzt werden müssen. Ein feines Gespür dafür zu entwickeln, auf welchem Weg es weiter geht, ohne sich von irgendwelchen Weltanschauungen, vom Wunschdenken und von Plazebo-Effekten die Urteilskraft vernebeln zu lassen, das muß man lernen! Bzw. ist es mein Anliegen mit dieser Website genau das, genau diese Form von SELBST-BEWUSST-SEIN und nichts anderes zu fördern.

Monika

von Monika D. (Admin) - am 18.10.2003 10:48
hallo monika,
"...so sehr ich dieses forum hier schätze, hat es mich doch aufs glatteis geführt", ich hatte gehofft, mit dieser formulierung auch deutlich zu machen, dass ich in keinster weise dich und dieses forum für meine misere verantwortlich mache.
nein, das ganz bestimmt nicht. sorry, wenn das so bei dir angekommen ist.
aber ich habe eben auch nicht einen großteil meiner schmerzen auf die entzündliche erkrankung zurückgeführt, weil die behandelnden ärzte das auch nicht taten.
der rheumatologe nicht, da er bei mir einen morbus bechterew diagnostiziert hatte, die ärzte von der schmerzambulanz nicht, weil sie sich vermutlich mit dem krankheitsbild der psoriasis arthritis nicht so auskennen und zudem in den letzten jahren ja auch noch der tod meiner lebensgefährtin hinzukam, so haben sie meine schmerzen mehr auf die "depression" geschoben.
ich wollte mit meinem beitrag lediglich auch andere dazu anregen, denen es vielleicht ähnlich gehen könnte, mal in eine andere richtung zu schauen, so wie du, monika, es mit deinem link ja auch getan hast.
außerdem bin ich nach wie vor an einem erfahrungsaustausch interessiert, vor allem auch daran, wie andere, die verschiedenen schmerzen und "gebrechen" von einander abgrenzen.
mittlerweile weiss ich z.B., dass meine heutigen, zusätzlichen schmerzen vom herannahenden wetterumschwung herrühren, was mich etwas beruhigt und ich mich danach richten kann.
leider ist es mit den rheumamitteln wirklich heftig mit den nebenwirkungen, deshalb wollte ich wohl auch lieber glauben, dass ich die nicht brauche, zumal die ärzte mir davon abrieten, bzw. mir im bedarfsfall die cox-2-hemmer empfahlen. ich kenne aber auch eine studie, nach der auch bei den cox-2-hemmern zumindest bei langzeitgebrauch (mindestens ein halbes jahr) diegleichen magenprobleme auftraten, und zudem noch vor herz-kreislaufproblemen gewarnt wird.
letztlich wird man auch da erst in einigen jahren genau wissen, welche nebenwirkungen diese neue generation von rheumamitteln hat. die tabletten die ich nehme wurden mir vor jahren mit dengleichen worten empfohlen, als die magenschonendsten, das neuste auf dem markt, jetzt wird ganz anders darüber gesprochen. aber schmerzen aushalten scheint ja gerade hinsichtlich der fibro nicht die lösung zu sein, und das habe ich gerade hier durch das forum gelernt.
lieben gruß
tashinas

von tashina - am 18.10.2003 16:23

Re: Fibromyalgie oder nicht? - off topic

Nur weil mir das grad so einfällt und auch nicht besonders wichtig:

Ich hab schon öfter mal überlegt, wie ich diese Phasen bezeichnen soll, in denen die Schmerzen stärker sind, alte Symptome wieder kommen oder neue dazu - im Englischen gibt's den Begriff "flare", was so viel bedeutet wie "Wiederaufflackern", und das finde ich auch ganz gut, aber wie sag ich da auf Deutsch (Österreichisch) dazu? "Schub" finde ich auch nicht so ganz passend, aber es ist der einzige Begriff, der mir dazu einfällt.

Naja, Hauptsache ist ja, es geht wieder vorbei.

Ganz wenig "flare" wünscht

Maria

von maria - am 19.10.2003 01:22
Liebe tashina,

keine Bange, ich weiß schon, wie Du das mit dem Glatteis gemeint hast. Und meine Reaktion darauf wäre in einem persönlichen Kontakt sicherlich etwas anders ausgefallen, mit ein wenig mehr ;) ;). Doch Du hast hier im Forum geschrieben und da bitte Dich auch daran zu denken, dass hier auch andere lesen, die vielleicht zum ersten Mal hierher auf diese Website kommen, und für die kann das mit dem Glatteis dann doch bisserl irritierend sein.

Außerdem, das gebe ich zu, mußte ich mal ein wenig Dampf ablassen. Ich lese ja gelegentlich auch in andern Foren und da stehen mir dann oft die Haare zu Berge, wenn ich sehe, was da alles unter der Fibromyalgie-Diagnose verpackt wird. Ich möchte mich bzw. diese Website und diese Foren hier deutlich von dem abgrenzen, was sonst so an Unbedachtsamkeiten in die Welt gesetzt wird. Also weder katastrophisieren noch zu leichtsinnig über Symptome hinweggehen, die zu einer anders zu behandelnden Krankheit gehören.

Ich möchte an dieser Stelle einfach noch mal darauf hinweisen, dass es für unser Leben mit Fibromyalgie oder irgendeiner anderen Erkrankung sehr wichtig ist, welche Gedanken und Worte wir im Umgang mit dieser Erkrankung wählen. Die von uns selbst gewählten Worte entspringen nicht nur einer augenblicklichen Stimmung, sondern sie selbst lösen wieder Gefühle aus - sowohl beim Sender als auch beim Empfänger. - Und jetzt mache ich lieber Schluß, ich könnte nämlich noch eine Stunde lang darüber referieren, was in diesem Zusammenhang in dem Glatteis-Satz alles drin steckt. Ich packe ihn aber lieber mal in meine "Sammlung" von diskussionswürdigen Beispielen. ;) Vielleicht sollte ich doch endlich mal dran gehen, ein Treffen interessierter Forengäste zu arrangieren, wo wir u.a. über solche Dinge reden können.

Alles Gute!
Monika

von Monika D. (Admin) - am 19.10.2003 18:48

Re: Fibromyalgie oder nicht? - off topic

Hallo maria,

ich stimme Dir zu, wir müssen ein neues Wort finden, damit wirklich klar wird, dass es sich bei den schlechteren Phasen von Fibro-Betroffenen um vorübergehende Erscheinungen handelt, die keine bleibenden Veränderungen hinterlassen.

Viele Grüße
Monika

von Monika D. (Admin) - am 19.10.2003 18:52

Re: Fibromyalgie oder nicht? - off topic

hallo monika und alle anderen !!

ja das wäre echt super dieses Thema mal von allen seiten von angesicht zu angesicht zu durchleuchten ;-)).
ich bin mittlerweile für mich zu dem entschluss gekommen, das ich deutlich besser lebe wenn ich dieses "Syndrom Fibro" in meinem leben nicht die erste geige spielen lasse, sondern es im hintergrund aggieren lasse. es ist , mal stärker mal weniger stark,und damit "Basta". ob das dann einen namen hat ist mir eigendlich relativ wurscht, denn es ändert sich ja nichts an der jeweiligen situation ;-)).

alles liebe
petra

von Petra.M - am 22.10.2003 07:36
das war mir auch schon klar!
wenn die ärzte vor 10 jahren nicht wussten was man hat, hieß psychosomatisch,
heute sagen sie all zu oft fibromyalgie!
ich glaube, dass in zukunft fibro zu den häufigsten fehldiagnosen zählen wird!
eine krankheit deren ursache nicht erforscht ist und der man 144 symptome
zuschreibt, eignet sich nun mal bestens um einen patienten aufs abstellkleis zu stellen, wenn der medizinisch kompetente weitblick fehlt!
man sollte daher immer absolute speziallisten zu rate ziehen, wenn fibro diagnostiziert wird!
ich wohne in der umgebung von innsbruck und an der universitätsklinik, die eine der besten in europa ist(sportmedizin vo allem), gibt es genau 2(in worten zwei)
ärzte, die in der lage sind fibro zu diagnostizieren. und diese beiden sind eigentlich auch noch eher pfeifen, deren wissensstand meist 1-2 jahre hinterher
hinkt! mydocalm ist für die beiden ein dorf in griechenland!

von Gery - am 25.10.2003 13:07
Hallo Gery !!
Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber ein Spezialist der Fibro diagnostiziert und Mydocalm für ein Dorf in Griechenland hält ist kein Spezialist.
Auserdem muß man bei weitem kein Spezialist sein um Fibro zu diagnostizieren, und man muß dazu auch nicht unbedingt eine kompetente Uni-Sportklinik aufsuchen.
Es gibt sehr viele Allgemeinmediziner oder Fachärzte für Allgemeinmedizin die ein wesentlich besseres Wissen über Fibro haben als viele von den sogenannten Spezialisten.
Eben einfach weil sie in der Praxis mehr mit uns als Patientengut konfrontiert werden und sich auch oftmals sehr eindringlich mit dem Symptom Fibro auseinandersetzen.
Um deren medizinisch kompetenten Weitblick zu fördern können auch wir als aufgeklärte Patienten sehr gut mitwirken und unser Wissen kompetent einbringen, allerdings sollte dies dann auf einer fachl. fundierten Basis geschehen.
Ich finde es nicht korrekt, diese Ärzte als Pfeiffen abzutun, Ärzte im Kliniksalltag haben oftmals einen 24 Stunden Tag und dann bestimmt besseres zu tun wie sich unbedingt über Fibro weiterzubilden, da dieses Krankheitsbild in der Regel nicht in eine Sportmediz. Akut Klinik gehört. Oder du solltes dir vielleicht mal die Mühe machen, diesen Pfeiffen, Infomaterial (z.b von dieser Seite hier) zusammenzustellen und dann fachl. darüber diskutieren. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und mit meiner Ärztin einen regen Informationsaustausch, der uns beiden sogar Spass macht. Allerdings darf man sich dann nicht in die Rolle des Opferlammes begeben sonderm muss aktiv an seiner Gesundheit mitarbeiten.
Welche sog. "Spezialisten" willst du denn bei Fibro zu Rate zieh. Die sog. Spezialisten die mir geläufig sind wollen nur mein Besten, meine Knete, da sie nur Privatpatienten behandeln oder Selbstzahler. Es sucht sich vielleicht der ein oder andere Arzt ein Spezialgebiet, das ihn besonders interessiert, und in dem er natürlich auch besonders Fortgebildet ist, aber diese Ärzte nennen sich selbst nicht "Spezialist", meistens nennen sie sich Facharzt für Allgemeinmedizin und behandeln alle Patienten ob arm oder reich.
Alles Liebe
Petra

von Petra.M - am 25.10.2003 15:32
Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber ein Spezialist der Fibro diagnostiziert und Mydocalm für ein Dorf in Griechenland hält ist kein Spezialist

ist österreich bezeichnet man so was als Blitzkneisser!

GENAU DAS WOLLTE ICH DAMIT SAGEN! sie sind keine speziallisten!!!

abgesehen davon war keine rede von einer sportklinik, sondern davon, dass die klinik vor allem durch die sportmedizin hohes ansehen hat!
die rede war von 2 rheumatologen!!!!
und wenn ein rheumatologe der auf fibro spezialisiert ist mydocalm nicht kennt,
ist er eine pfeife - für mich auf jeden fall!


Die sog. Spezialisten die mir geläufig sind wollen nur mein Besten, meine Knete, da sie nur Privatpatienten behandeln oder Selbstzahler

tut mir leid, dass du solche erfahrungen gemacht hast, vielleicht ist das in der brd auch so, meine erfahrungen sind nicht so!(abgesehen davon, dass ich das Besten nicht verstehe::dürfte ein deutscher ausdruck sein)
mit speziallisten war auch nicht gemeint, dass sich diese selbst als solche bezeichnen, sondern diese sich durch ihr wissen über die krankheit als speziallisten qualifizieren!
ob der oder die jenige allgemeinmediziner ist,rheumatologe oder tierarzt ist, ist dabei völlig belanglos!
ob ein arzt nur reiche, arme oder arme und reiche behandelt, sagt hingegen über dessen qualifikation gar nichts aus!

wenn du mein erstes posting noch mal liest, solltest du feststellen, dass ich lediglich anmerken wollte, dass man sich bei der diagnose fibro an jemanden wenden sollte, der wirklich kompetent ist!
in meiner region, ist mir ein solcher arzt nicht bekannt!

jeder kann z.b. in die uniklnik heidelberg gehen! die haben kompetente ärzte, die nicht deine knete wollen!
die sind auf jeden fall in der lage mit sicherheit zu klären ob man fibro hat oder nicht!

von Gery - am 25.10.2003 16:16
ach ja und natürlich alles gute und liebe grüße,
hab ich doch total vergessen....

von Gery - am 25.10.2003 16:53
Hallo Gery !!

Ich wollte damit eigendlich ausdrücken, das man nicht unbedingt an eine Uni (egal welche) gehen muß um eine KOMPETENTEN Arzt oder Ärztin zu finden, das eben mittlerweile hier in der BRD sehr viele Fachärzte für Allgemeinmedizin sich dem Thema Fibro immer mehr zuwenden und es auch durchaus Ernst nehmen.
Natürlich ist die Uni Heidelberg bestimmt Spitze (und viele anderen Uni`s auch), aber nicht für jeden erreichbar, vielleicht evtl. einmalig zur Diagnosestellung, aber für den Alltag zur Begleitung des Fibrosyndroms und zur optimalen Betreunung vor Ort, zur Einstellung der Medikamente, schnelle Erreichbarkeit bei akuten Dingen oder Verschlechterung, denke ich hilft mir ein kompetenter Allgemeinmediziner(in meiner Nähe) genausogut.
Nicht mehr oder weniger wollte ich zum Ausdruck bringen.
Die sogenannten und oft selbsternannten Gurus für Fibro hier in diesem Lande führen in der Regel nur noch Privatpraxen, d.h. für mich als Kassenpatient sie wollen mein BESTES = Knete = mein Geld.
Leider steht die Kompetenz den Medizinern nicht auf die Stirn geschrieben, und auch ich habe den für mich persönlich optimalen Arzt nicht auf Anhieb gefunden. Man sollte sich darin nicht entmutigen lassen, es gibt sie immer noch die kompetenten und fachl. qualifizierten Ärzte, also nicht aufgeben.
Das ein bzw. gleich zwei Rheumatologen Mydocalm nicht kennen, kann ich mir nicht vorstellen (außer es läuft unter einem anderen Namen in Österreich), vielleicht wollten sie es nicht kennen, des Budgets wegen (Kosten).
Ich denke wir meinen eigendlich das selbe und drücken uns nur unterschiedlich aus ;-))
Ich wünsche dir wirklich von ganzem Herzen, das du den für dich optimalen Arzt findest, denn es ist echt ein Segen.
Alles Liebe
Petra

von Petra.M - am 25.10.2003 20:17
Hallo Petra, hallo Gery,

macht doch bitte nicht den Fehler, Mydocalm als ein Medikament zu betrachten, das ein Rheumatologe unbedingt kennen muß. Rheumatologen haben sozusagen genug um die Ohren mit Patienten und Medikamenten, bei denen es um "echte" rheumatischen Erkrankungen geht. Fibromyalgie dagegen von Rheumatologen behandeln zu lassen, das dürfte in vielen Fällen nicht sehr glücklich machen. Der Weg zum Rheumatologen ist nur nötig, um rheumatische Erkrankungen ausschließen zu lassen ebenso wie durch einen Neurologen neuromuskuläre Erkrankungen ausgeschlossen werden sollten, bevor der Quälgeist "Fibromyalgie" getauft wird.

Mydocalm gibt es auch in Österreich, aber - soweit ich weiß - nur in lächerlich kleinen Packungen, die allenfalls für den Einsatz bei akuten Muskelschmerzen brauchbar sind.

Wer sich mit Mydocalm auskennt, das sind hierzulande vor allem die schmerztherapeutisch versierten Orthopäden.

Viele Grüße
Monika

von Monika D. (Admin) - am 25.10.2003 21:59
Naja, man kann Mydocalm schon in einer Dosierung von 3x100 mg nehmen, man muss nur alle 5 Tage ein neues Rezept holen (oder alle 10 Tage, wenn man wie ich zwei Packungen pro Rezept verschrieben kriegt).

Mydocalm ist in Österreich erst seit Juni 2002 zugelassen, und dann hat es noch mal ein halbes Jahr gedauert, bis es auch in Österreich lieferbar war (und auch nur in 30-Stück-Packungen, 50 mg).

Ich hab die Firma mal angeschrieben, ob da nicht in absehbarer Zukunft mal größere Packungen rauskommen, und da hieß es, das Problem wäre bekannt, man würde daran arbeiten......im Klartext: Es dauert wahrscheinlich noch eine gaaaaanze Weile, bis wir nicht mehr alle paar Tage zum Arzt laufen müssen (aber so ist der Sport zumindest inbegriffen :-))

Maria

von maria - am 26.10.2003 01:16

Re: Fibromyalgie oder nicht? - off topic

Ich würde diesen Gott sei Dank vorübergehenden Zustand als "WEHEN" bezeichnen, davon wird man auch einfach so überrollt und ich empfinde diese
schlechteren Zeiten als ebenso ähnlich( von den Symptomen her). Auch wenn meine Wortwahl vielleicht nicht die Richtige ist, so empfinde ich es doch so als
würde ich meine Wehen wieder bekommen.--Als wenn man von einer heiß-kalten
Dusche überrollt würde die einem den Rücken und die Seiten schnell herrunterfließt-- Hitze, Aufflackern, Nachlassen, Zähnezusammenbeißen---
Geschaft- bis zum nächsten Anlauf!!!

Gruß Burga

von Burga Stephan - am 11.01.2004 16:48

Re: Fibromyalgie oder nicht? - off topic

Hallo,
mal eine Frage, Mydocalm ist doch ein Muskelrelaxans, oder? Mein Rheumatologe will mir das nicht verschreiben, weil er meint, man würde davon schnell abhängig. Zur Zeit nehme ich noch Celebrex, ich habe es bisher recht gut vertragen, momantan aber das Gefühl, dass es mir auch, wie Diclofenac Produkte, langsam auf den Darm schlägt.
Könnt Ihr dazu was sagen?
Liebe Grüße Anja

von Anja Pralle - am 28.10.2004 16:03

Re: Fibromyalgie oder nicht? - off topic

Hallo Anja,

das mit der schnellen Abhängigkeitsentwicklung gilt für eine ganz andere Substanzklasse von Muskelrelaxanzien aber NICHT für Mydocalm bzw. den Wirkstoff Tolperison. Wenn Dein Arzt etwas anderes behauptet, dann hat er entweder keine Ahnung, was Mydocalm überhaupt ist oder er will es einfach nicht verschreiben, weil es ziemlich teuer ist - allerdings auch nicht teurer, als eine Behandlung mit Celebrex. Oder aber er will Dich einfach loswerden - auch das soll es geben!

Du könntest ihm höflich sagen, dass Du ganz andere Informationen über Mydocalm hast. Vielleicht zeigt er Interesse - dann könntest Du ihm ja mal etwas zum Lesen mitbringen. Z.B. [www.thieme.de] oder [www.aerztezeitung.de]
Den Beipackzettel kannst Du über www.mydocalm.de anschauen.
Wenn der Arzt bei dem Gespräch zickt, dann suchst Du Dir besser einen anderen.

Viel Erfolg!
Monika

von Monika D. (Admin) - am 28.10.2004 18:13

Re: Fibromyalgie oder nicht? - off topic

Nachtrag: Ich konnte mich inzwischen wieder mal davon überzeugen, dass verläßliches Wissen über Mydocalm in der Ärzteschaft eher Zufall zu sein scheint. Also heißt es weiterhin Geduld haben und freundlich widersprechen, wenn von Abhängigkeitspotential usw. geredet wird. Das ist Quatsch. Ehr wird man von Gummibärchen abhängig als von diesem Stoff, der nicht wie ein Beruhigungsmittel wirkt (das tatsächlich abhängig machen würde), sondern wie ein Lokalanästhetikum zum Schlucken.

Monika

von Monika D. (Admin) - am 29.10.2004 14:08
Hallo Monika D.!
Ich bin neu hier im Forum , habe aber die Berichte hier verfolgt.Das du nicht vom Fach bist betonst Du ja immer wieder. Deine Antworten und Infos dagegen sprechen davon das Du dich sehr viel damit beschäftigt hast. Deswegen einmal eine Frage an dich:
Ich habe seit ca. 10 Jahren immer wieder Schmerzen , mal hier mal da. Seit ca. 4 Jahren habe ich grosse Probleme beim Gehe. Berauf am meisten aber auch so. Meine Waden schmerzen ich habe das Gefühl sie platzen. Unterhalb der Knie habe ich Lipome (Fettbeutel). Seit ca. 3 Jahren kommt immer etwas Neues dazu. Schmerzen am ganzen Körper man kann mich kaum noch anfassen.Die Fibropunkte (15 Stück ) sind überwiegend positiv.(11 pos.) Nach vielen Untersuchungen meint meine Rheumatologin das es wohl eine Fibromyalgie ist.Das war ein Schock, aber auch ein Erleichterung endlich ernst genommen zu werden und eine Diagnose zu habe.( über Erfarung mit Ärzten die einen nicht ernst nehmen kann manch einer von den Fibros ein Lied singen).
Meine Frage an dich ist nun. Kennst Du Fibropatienten mit erhöhten Leberwerten?Meine Leberwerte sind hoch und die Leber soweit o.k (regelmäßige Untersuchungen bei einem Spezialisten).

Gruss Heike

von heike fibro - am 11.01.2005 08:54
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