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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 11 Monaten
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dr.yoghurt

das finanzamt prüft den finanzminister

Startbeitrag von dr.yoghurt am 11.07.2003 20:46

man stelle sich vor: eine steuerprüfung, bei der die angestellten ihren eigenen chef überprüfen.
der hatte sich schon ein klein wenig in widersprüchlichkeiten verstrickt. seine homepage sei privat, hat er auf anfrage der oppostion noch kürzlich verlauten lassen und sich damit parlamentarischen befragungen entzogen. waren auch bildchen von klein-charly-heinz drauf, die man sich zuschicken lassen konnte. an so einen feschen mann zahlt man ja auch viel lieber steuern ...

dann gibt es da noch diesen verein (in allen steuerlichen politanekdoten österreichs kommt irgendwo ein verein vor ...) - natürlich gemeinnützig - der spendengelder von der industriellenvereinigung erhielt, schlappe 175.000 euro. mein gott, manche leut verdienen sowas locker in einem jahr ... dieser verein hat charly-heinzens homepage finanziert - http://www.karlheinzgrasser.at 175.000 is natürlich ganz schön happig. wurde das gesamte geld dafür verwendet ? ist immer noch nicht bekannt. wurden damit noch andere zahlungen getätigt ? steuern jedenfalls nicht.

heute wurde das ergebnis der "steuerprüfung" (bruhahaha) bekannt: alles im grünen bereich, schenkungssteuer für 175.000 (wären 66.000) : keine notwendigkeit, denn "der verein schreibt diesen verwendungszweck ja in seinen statuten vor".
frage der journalisten: aha, dann ist das also ein interessantes modell für jeden steuerzahler: man gründet einen verein, der in seinen statuten einen konkreten verwendungszweck vorsieht und ist somit von jedweder steuerpflicht befreit. nein nein, erwidert staatssekretär finz darauf, das hänge natürlich von fall zu fall ab. (schallendes gelächter bei der pressekonferenz). klar. nicht jeder ist finanzminister :D

mehrwertsteuerpflicht besteht auch keine (immerhin hat ja eine firma geld bekommen für die webseite, ob jetzt 175.000 oder auch weniger ;) )
am meisten fasziniert mich aber die doppelbödigkeit: khg's homepage war ja an sich privat. daher gibt es auch keine konkreten details aus der """"steuerprüfung"""" :rofl::rofl::rofl:
der verwendungszweck war aber dennoch allgemeinnützig. interessanter interpretationsspielraum :D

ab montag heißts dann wieder, die verlorenen 66.000 auf andere weise einholen: benutzen sie ihrne pc nicht auch für private zwecke ? oder das handy ? arbeitszimmer ? - träumens weiter. tuns ned so, als wenn SIE der finanzminister wären ...

und charly-heinz - ist traurig, enttäuscht. alles gemeine schmutzkübelkampagne. aber gö. so bös, die leut, gell. kommen sich ein klein wenig verarscht vor. aber das gibt sich rasch, wirst. sehn. bis zur nächsten wahl is alles scho wieder erfolgreich verdrängt, weil dazwischen wieder andere schweinereien anderer politiker ans tageslicht kommen, so gleicht sich das aus ... ein staat ist eine kabarettbühne ...

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