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Zwischenwelt
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7
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Sheltie, dr.yoghurt

Schweiz, Deutschland und der Grand Prix

Startbeitrag von Sheltie am 11.04.2005 21:31

Antworten:

mich wundert, dass Gracia und die Ninja Turtels als schweizer grand-prix-beitrag noch immer nicht kapiert haben, dass ihnen nur eine wahl bleibt: auf den grand-prix- auftritt zu verzichten.
europa ist klein und die europäische presse berichtet ebenfalls über die charts-manipulationen. dadurch werden sie bei der entausscheidung keine chance haben. mit diesem negativ-belast wird wohl kaum jemand für die beiträge aus deutschland und die schweiz stimmen.

von Sheltie - am 15.04.2005 10:28

Wenns nicht den unausgesprochenen Deal

zwischen Österreich und Deutschland gäb, dem andern keine Punkte zu geben, müsst ma ja dann glatt befürchten, der österreichische Beitrag bekäm dann mehr :eek: - was für alle Alf-Poier-fans ein psychosomatischer Schlag in die Magengrube wär :ko: ...

von dr.yoghurt - am 15.04.2005 12:19

Re: Wenns nicht den unausgesprochenen Deal

Die letzten Jahre hat Österreich doch immer wieder Punkte an Deutschland verteilt.
Umgekehrt läufts nur noch nicht so richtig. Der Alf Poier hätte aber sicher mehr Punkte aus Germany bekommen, wenn man hierzulande den Text verstanden hätte.
Da gabs dann doch Kommunikationsprobleme :-)

von Sheltie - am 15.04.2005 13:35

Den Text

haben hierzulande auch die meisten verstanden, glaub ich :rofl:
Also vom Inhalt her ...

von dr.yoghurt - am 15.04.2005 17:02

Stellungnahme des NDR-Programmchefs

Meier Beer: "Nach den internationalen Eurovisions-Regeln – bei denen es keinen Ermessensspielraum gibt – dürfen wir den Auftritt weder absagen, noch die Besetzung ändern. Anmeldeschluss war der 21. März. Selbst wenn Gracia entscheiden würde, nicht zu singen und es dann keinen deutschen Beitrag gäbe, müssten wir unsere finanziellen Verpflichtungen der Eurovision gegenüber einhalten. Das können wir nicht akzeptieren. Wir haben einen Vertrag mit Universal Music, in dem uns Gracias Auftritt garantiert wird."

Der NDR ist in Deutschland für den Grand Prix verantwortlich.
Es sieht also so aus: Tritt Gracia nicht auf, wird es teuer. Jemand muss zahlen. Entweder der NDR, wenn er Gracia abmeldet, oder Gracias Plattenfirma, wenn sie Gracia zurückziehen, oder Gracia, wenn sie selbst das Handtuch wirft.
Doofe Situation. Also wird Gracia weiter als Sau durchs Dorf getrieben. Niemand nimmt sie aus der Schusslinie.
Und geschossen wird scharf. Die Bild und der Rest des Boulevards haben sich genüsslich in Stellung gebracht. Die "niveavollen" Medien nutzen ebenfalls die Gunst der Stunde, indem sie die Sache zum Anlass nehmen, die Verkommenheit der Plattenindustrie offen zulegen. Dies wiederum zwingt Mediacontrol und Phonoverband, medienträchtige Sanktionen auszuüben.
Und natürlich nutzen viele b- und c-Prommis die Situation, um sich mal wieder ins Gespräch zu bringen. Das wird jetzt 5 Wochen so weitergehen. Und nach dem Grand Prix wird dann noch mal mindestens ne Woche draufgeschlagen.

Ich könnte mir vorstellen, wenn der NDR Gracia wirklich umgehend zurückzieht, würden die Zunstandigen beim Grand Prix schon eine Möglichkeit finden, dass Deutschland doch noch mit einem Nachrücker teilnehmen darf. Halt wegen der Kohle. Deutschland ist der größte Fernsehmarkt in Europa und der zweitgrößte Musikmarkt. Ohne deutsche Teilnahme würde in Deutschland kaum jemand zusehen. Schlecht für das Geschäft.
Ich erinnere mich noch, als Deutschland einmal wegen einer schlechten Platzierung bei einem Grand Prix aussetzen musste. Im nächsten Jahr wurden die Regeln umgehend geändert. Seitdem können die großen Musikmarktnationen unabhängig vom Erfolg immer teilnehmen. Sie sind quasi unabsteigbar.
Sicher absolut unfair, aber das Liebe Geld kennt keine Gerechtigkeit.

Mal sehen, wies weitergeht.

von Sheltie - am 17.04.2005 11:37

Stellungnahme des NDR-Programmchefs

Meier Beer: "Nach den internationalen Eurovisions-Regeln – bei denen es keinen Ermessensspielraum gibt – dürfen wir den Auftritt weder absagen, noch die Besetzung ändern. Anmeldeschluss war der 21. März. Selbst wenn Gracia entscheiden würde, nicht zu singen und es dann keinen deutschen Beitrag gäbe, müssten wir unsere finanziellen Verpflichtungen der Eurovision gegenüber einhalten. Das können wir nicht akzeptieren. Wir haben einen Vertrag mit Universal Music, in dem uns Gracias Auftritt garantiert wird."

Der NDR ist in Deutschland für den Grand Prix verantwortlich.
Es sieht also so aus: Tritt Gracia nicht auf, wird es teuer. Jemand muss zahlen. Entweder der NDR, wenn er Gracia abmeldet, oder Gracias Plattenfirma, wenn sie Gracia zurückziehen, oder Gracia, wenn sie selbst das Handtuch wirft.
Doofe Situation. Also wird Gracia weiter als Sau durchs Dorf getrieben. Niemand nimmt sie aus der Schusslinie.
Und geschossen wird scharf. Die Bild und der Rest des Boulevards haben sich genüsslich in Stellung gebracht. Die "niveavollen" Medien nutzen ebenfalls die Gunst der Stunde, indem sie die Sache zum Anlass nehmen, die Verkommenheit der Plattenindustrie offen zulegen. Dies wiederum zwingt Mediacontrol und Phonoverband, medienträchtige Sanktionen auszuüben.
Und natürlich nutzen viele b- und c-Prommis die Situation, um sich mal wieder ins Gespräch zu bringen. Das wird jetzt 5 Wochen so weitergehen. Und nach dem Grand Prix wird dann noch mal mindestens ne Woche draufgeschlagen.

Ich könnte mir vorstellen, wenn der NDR Gracia wirklich umgehend zurückzieht, würden die Zunstandigen beim Grand Prix schon eine Möglichkeit finden, dass Deutschland doch noch mit einem Nachrücker teilnehmen darf. Halt wegen der Kohle. Deutschland ist der größte Fernsehmarkt in Europa und der zweitgrößte Musikmarkt. Ohne deutsche Teilnahme würde in Deutschland kaum jemand zusehen. Schlecht für das Geschäft.
Ich erinnere mich noch, als Deutschland einmal wegen einer schlechten Platzierung bei einem Grand Prix aussetzen musste. Im nächsten Jahr wurden die Regeln umgehend geändert. Seitdem können die großen Musikmarktnationen unabhängig vom Erfolg immer teilnehmen. Sie sind quasi unabsteigbar.
Sicher absolut unfair, aber das Liebe Geld kennt keine Gerechtigkeit.

Mal sehen, wies weitergeht.

von Sheltie - am 17.04.2005 11:37
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