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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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dawn_ex_machina, dr.yoghurt, Hr.Österreicher, dr.yoghurt, der antichrist, Manu

Xenu, der geheime "Gott" der Scientologen

Startbeitrag von dr.yoghurt am 06.03.2006 13:57

Ich weiß ja nicht, ob diese Geschichte nur eine Riesenverarschung von Scientology sein soll.
Aber wenn sie wirklich stimmt, ist sie schon krass. Und wenn nicht, so zumindest eine wirklich gelungene Verarschung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Xenu
http://www.xenu.ch/ot-xenu/xenugeschichte.htm

Zitat

Der Lehre Scientologys zufolge ist Xenu ein galaktischer Herrscher, der vor 75 Millionen Jahren die Menschen auf die Erde gebracht, sie um Vulkane herum aufgehäuft und mit Wasserstoffbomben in die Luft gejagt habe. Darauf hätten ihre Seelen Schwärme gebildet, die sich an die Körper lebender Menschen angeheftet hätten und die bis heute den Menschen körperliche und seelische Probleme bereiteten. Diese Ereignisse sind bei Scientologen als "Incident II" ("Ereignis II") bekannt, und die traumatischen Erinnerungen, die sich darauf beziehen, als "Der Feuerwall" oder der "R6 Implant". Die Geschichte von Xenu ist Teil des Glaubens von Scientologen an außerirdische Zivilisationen und Eingriffe fremder Wesen in die Ereignisse auf der Erde, der von L. Ron Hubbard, dem Gründer von Scientology, als "Space Opera" zusammengefasst wird.

Hubbard führte die Einzelheiten der Geschichte 1957 in Operierender Thetan Stufe III (OT III) aus, mit der berühmten Warnung, dass R6 "so berechnet ist, dass es jeden umbringt (durch Lungenentzündung usw.), der versucht, es zu lösen" ("was calculated to kill (by pneumonia etc.) anyone who attempts to solve it."). Die Xenu-Geschichte ist die Grundlage des 1968 beginnenden und bis heute andauernden Gebrauchs von Vulkanen als Symbol von Scientology und Dianetik.

Zahlreiche Kontroversen zwischen Unterstützern und Kritikern von Scientology haben sich mit der Geschichte von Xenu befasst. Die Scientology-Organisation versuchte, Xenu geheim zu halten; Kritiker erklärten, es sei angesichts der hohen Preise, die für OT III verlangt würden, im öffentlichen Interesse, die Geschichte bekannt zu machen. Scientology vermeidet es bis heute, Xenu in öffentlichen Äußerungen zu erwähnen und unternahm beträchtliche Anstrengungen, die Geschichte geheim zu halten, einschließlich juristischer Aktionen aufgrund von Urheberrecht und Geschäftsgeheimnis. Dennoch ist viel Material über Xenu an die Öffentlichkeit gedrungen.

Hubbard verarbeitete die Xenu-Geschichte später in dem Filmmanuskript "Revolution in den Sternen".

Antworten:

Das ist wahrlich unglaublich :haare:

Oder steckt da der Versuch dahinter Scientologie zu schaden :braue: (Schlußsatz: Nun kennen Sie das große Geheimnis. Trotzdem - lassen Sie sich durch uns nicht davon abhalten, einzutreten.)

von Hr.Österreicher - am 06.03.2006 14:04
zuviel stargate gschaut

von Manu - am 06.03.2006 14:08

hubbard....

ich habe mal das erstlingswerk von hubbard gelesen (- im religionsunterricht übrigens, da dass doch irgendwie in den gesamtkontext hineinfällt.)
das interessante bzw. woran ich mich noch erinnern kann da echt lange her, ist eigentlich, dass hubbard die menschlichen probleme sehr psychologisierte und dafür erklärungen und hilfestellungen suchte. ich fand dass damals - wie gesagt, soweit ich mich erinnern kann - total unschockierend im verhältnis was ich dazu erwartet hatte. so dass ich mich fragte, ob wenn hubbard nicht so seltsam wurde und gleich eine religion daraus machte, also ob er dann nicht heute ebenfalls als nachfolger von s. freud hätte durchgehen können. denn wenn die freudiander gleich eine religion ausgerufen hätten, wäre es auch interessant gewesen, wo er heute stehe würde.
--
um hier nochmals deutlich zu werden: hubbard ist für mich keine religion.

grüsse
DEM

von dawn_ex_machina - am 09.03.2006 10:29

Scientology und Psychotherapie

Ich hab seinerzeit sogar mal ein Persönlichkeitsprofil von Scientologen erstellt bekommen. Die haben mich auf der Mariahilfer Rue angequatscht, ob ich Interesse an so einer Art Persönlichkeits-/Intelligenztest hätte (Die haben sich natürlich nicht als Scientologne vorgestellt). Tjo, ich war jung und brauchte das Geld ... Und im Zuge dessen hab ich mir auch das Buch "Dianetik" aufschwatzen lassen. Denn das, was sie mir erzählt haben, klang für mich genau so, wie dus beschreibst: Eine Art Psychologie. Und da man ja jedes Zuckerl erst mal in den Mund nehmen muss, bevor mans ausspucken kann, wollt ich wissen, was da dahintersteckt und habs gelesen. Und raus kam dabei, dass der primäre Ansatz wirklich sehr psychologieähnlich ist: Die Menschen wären durch Traumata in ihrer Wahrnehmung, Handlungsweise etc beeinträchtigt. So weit so gut. Krass ist allerdings der Lösungsansatz: Das sogenannte "Clearing". Dabei werden traumatische/belastende Vergangenheitserlebnisse nicht etwa aufegarbeitet, nein, sie werden einfach "gelöscht", d.h. es wird suggeriert, die seien einfach nicht passiert. D.h. das höchste Ziel eines Scientologen ist es, "Clear" zu werden. Die Kurse dafür sind natürlih schweineteuer ;) Besonders grausam daran ist: Zuerst wird mal schonungslos offengelegt, wo jemand seine wunden Punkte hat, aber nicht wie in der Psychotherapie üblich in einer Weise, dass so viel aufgearbeitet wird, wie derjenige halt grad mal verarbeiten kann, sondern ohne Rücksicht darauf. Und am Höhepunkt von Angst, Schmerz und Qual wird suggeriert: Es ist nicht passiert.
Das funktioniert natürlich nur bei einer kleinen Anzahl von Leuten und auch da nicht wirklich, da eine psychische Aufarbeitung Trauer und Wut beinhaltet, zu denens ja hier gar nicht erst kommt, weil alles "gelöscht" wird. Aber den Leuten wird natürlich weiter suggeriert, sie müssten halt noch mehr Kurse machen, um "weiterzukommen" ...

Jedenfalls ist dieser Test 15 Jahre her, damals kam raus, mein Leben sei komplett im Arsch ;) Und die schreiben mir immer noch, warum ich denn nicht endlich komme und wie ich so überhaupt noch weiterleben könnte :rofl:

von dr.yoghurt, der antichrist - am 09.03.2006 10:47

ja das clearing

habe ich aber eher als verdrängungsmechanismus verstanden.
und dass das üble folgen hat, wenn man unangenehme sachen verdrängt, dass glaube ich einfach nicht. der verdrängungsmechanismus ist so alt wie die menschheit selber. wenn man unangenehme erlebnisse verdrängt wird daraus immer noch kein wirkliches problem. das wollen dir psychologen gerne weiss machen. das reale problem entsteht doch erst, wenn die verdrängung eben nicht funktioniert und kein lösungsmittel für die sich manifestierenden probleme sind. ein trauma z.b. das ist dann ein problem.

---
ich lasse mir einfach nicht gerne in meinen kopf sehen. das ist meins.
deshalb sind sowohl scientologen als auch psychologen nichts für mich.


---
ja, ich glaube das buch las ich auch. hiess es wirklich dianetik? das habe ich wohl "verdrängt".


grüsse
DEM

von dawn_ex_machina - am 09.03.2006 11:47

Natürlich

ist das Verdrängung, was auch sonst. Du kannst ja Teile deiner Biographie nicht einfach löschen wie eine Festplatte, die bezeichnen das nur so.

Und klar, solange Verdrängung funktioniert, ist es eine "feine" Sache. Das Problem ist halt: So kannst du nur die kleineren Problemchen "bewältigen", alles, was ein bisschen mehr in die Tiefe geht, kommt so wieder hoch. Du kannst den Erlagschein vom Finanzamt immer wieder weglegen, die Mahnungen detto, irgendwann wird dich das Problem wieder einholen ;-) Wenn du dich so ein bissel über was ärgerst, schluckst dus problemlos runter. Wenn dir aber das Wasser schon bis zum Hals steht, siehts anders aus.

Psychologie finde ich zwar eine interessante Sache, aber ich bevorzuge andere Zugangsweisen zur Seele, denn da gibts eben auch noch andere. Aber Psychologen müssens so sehn, dass es nur ihre gibt, die wollen ja ein Gschäft machen.

Man kann mir gern in mein Hirn reinschaun, wenn man will, solang man sich dabei ruhig verhält ;-)

von dr.yoghurt - am 09.03.2006 19:14

Re: Natürlich

Zitat

Man kann mir gern in mein Hirn reinschaun, wenn man will, solang man sich dabei ruhig verhält
...da es einem sowieso die Sprache verschlagen würde....:rofl:

Es ist mir aus hier gelesenen Anlaß ein allgemeines Bedürfnis, darauf hinzuweisen, daß Psychologie und Psychotherapie bitte keinesfalls in einem Topf zu werfen ist :nein:

von Hr.Österreicher - am 09.03.2006 20:01
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