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Zwischenwelt
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6
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
dr.yoghurt, Tom

Laura Ingalls Wilder

Startbeitrag von Tom am 16.09.2007 18:42

Antworten:

Unsere kleine Farm

Also das war ja irgendwie ein Ausbund an Spießigkeit, fast noch schlimmer als die Waltons.
Weiß nicht, ob die reale Laura Ingalls auch so drauf war.

Überrascht hat mich damals nur, dass die Darstellerin die Schwester von "Darlene" aus 'Roseanne' ist. Die beiden haben ja kaum was gemeinsam..

von dr.yoghurt - am 16.09.2007 19:33

Re: Unsere kleine Farm

ich find's fasziniernd, dass vieles der serie tatsächlich stattgefunden hat. als kind fand ich's damals suspekt, dass die schwester plötzlich blindgeworden ist, und dass ihr ehemann wieder sehen konnte. aber offenbar hat sich das alles tatsächlich so zugetragen.

nur der echte charles ingalls sieht ein bisschen anders aus, von der bartbehaarung mein ich...

mellissa gilbert ist die schwster von sarah gilbert? .... hmmm... hat mir bislang keiner gesagt...

übrigens schau ich die serie seit geraumer zeit wieder an. ursprünglich hab ich wirklürlich eine testaufname für eine serie für mein mediacenter ausprobiert und seitdem schau ichs wieder. ist irgendwie zeitlos die serie...
und wenn die waltons kommen, dann nehm ich die auch auf!

gute nacht doctor yoghurt.

von Tom - am 16.09.2007 20:29

korrektur:

geheiratet hat ihre schwester in wahrheit nie:

http://en.wikipedia.org/wiki/Mary_Ingalls

aber das mit der blindheit stimmt.
auf dem foto sieht sie einsam aus. tut mir richtig leid...



von Tom - am 16.09.2007 20:40

Gute Nacht

Jim Bob.

von dr.yoghurt - am 16.09.2007 20:56

Wenns dir um die historischen Peersonen geht

weiß ich nicht, ob eine Seifenoper dazu geeignet ist, ein "realistisches" Bild zu liefern. Ich hatte immer dne Eindruck, Michael London wollte so eine Art Fortsetzung von Bonanza machen, in der er mal den Pa spielen durfte. Und damit das Ganze einen "wertvollen" Anstrich kriegte, haben sie die Geschichte einer Journalistin/Autorin (so genau weiß ich um die Geschichte der realen Laura Ingalls auch nicht bescheid) als Vorlage genommen. Aber worums wirklich geht, ist doch:
Wir sind ein nettes kleines überschaubares Dorf. Die meisten Menschen hier sind sauber, ordentlich, nett und vor allem selbstlos.Wer nicht so ist, kommt natürlich immer schlecht weg, zB die Tochter des Ladenbesitzers, wie hieß die doch gleich, Molly ? Die wird natürlich immer lächerlich gemacht und die "gute" Laura Ingalls ist im Normalfall die "Siegerin". Von der Welt draußen kommt ohnedies nichts rein in diese heile kleine Welt.

Was ich mochte, war allerdings das archaische Drumherum, also zB in einem Haus schlafen, wo (natürlich nicht wirklich) die Bäume mehr oder weniger selbst gefällt wurden fürs Dach. Im 19. Jahrhundert waren ja die Menschen dem Existenzkampf auf eine Weise ausgesetzt, die in solchen Serien nur schönfärberisch wiedergegeben wird. In echt sind da nicht alle immer so nett und halten zusammn, das ist doch völliger Quatsch.

Aber ich kann diese puritanischen US-Heile-Welt-serien ohnedies nicht ab. Die Cosbyshow lief jahrelang immer vor Roseanne, sodass ich am Videorecorder immer die letzten 5 Minuten drauf hatte. Die sind ja auch alle so korrekt und ordentlich. Tenor: Sogar Schwarze können lieb und nett sein und sich regelmäßig waschen :wirr:

Und die Waltons waren da wohl für vieles die Vorlage. Aber es gibt eine, die ist noch schlimmer, die heißt, glaube ich, "himmlische Familie" oder so. Ich weiß nur, da spielt Catherine Hicks die Mutter. Boah, das ist echt die Schlimmste von allen. Da lächeln die Kinder all immer so unschuldig und lieb :kotz: Die kenn ich nur von früher vom Durchzappen, länger als 5 Minuten hält man das ned aus :ko: Da würde man sich nur wünschen, es tät mal irgendwas richtig schön Derbes passieren, dass Mama so richtig umhaut. Was weiß ich, dass sie den Alten mit einem Mann im Bett erwischt oder der liebe Junge Frauenkleider trägt.

Was ich hingegen richtig mag und immer noch gern gucke, ist Roseanne. Da ist jede der Hauptfiguren auf ihre art ziemlich neurotisch aber bezieht aus ihrer Neurose ganz offenbar auch einen Gewinn. Die Eltern sind fresssüchtig, Roseannes Schwester beziehungsunfähig. Die Kinder auf ihre Art auch ganz schön freakig. Es fehlt der moralische Zeigefinger und es ist auch nicht so, dass immer alles gut ausgeht. Das einzige, was mich bissl dran stört, ist, dass die Männer da drin immer so schlecht wegkommen. Der einzige Mann, der Roseanne verbal gewachsen ist, ist Leon, ein Schwuler. Wobei zB die Art und Weise, wie Schwule da geschildert werden, auch nicht 100pro realistisch ist, aber darum gehts auch gar nicht, denn es ist einfach ironisch gemacht, und das zählt.

Yo, ich bin abgeschweift. ;) Ich wage zu bezweifeln, dass di eechten Ingalls so glücklich drüber wären, wenn sie sehen könnten, wie sie 100 Jahre später im Fernsehen dargestellt werden.

von dr.yoghurt - am 16.09.2007 22:10
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