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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
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Edi38, pastperfect, soulkitchen, dr.yoghurt, Sheltie, Lila, McFly

deutschland und die deutsche bahn

Startbeitrag von Edi38 am 06.08.2009 00:04

eine weibliche kundin "deutsche" möchte nachdem ihr zug von essen nach köln eine verspätung von ca 40 minuten hatte ..
das geld für ihre fahrkarte zurück . edi schluckt
wurde von dieser person angeschrien !
edi senkte seine stimme
"edi" kann ihnen den fahrpreis nicht erstatten..

WER iss ihr vorgesetzter

edi .mein kollege . der stand zwei meter neben mir ..

dieser versuchte ihr zu vermitteln das die histerische "kuh" frau beim service point einen "gutschein" erhalte .. diese junge frau schrie meinen kollegen an . mit den abschiedsworten
"Sie können mich am arsch lecken"

edi hätte diese form als beleidigung bewertet...

die histerische kuh "frau" kam wieder um sich lautstark zu ereifern . daraufhin mein kollege . sie haben mich eingeladen "arschlecken" . die frau suchte das weite ..

täglich muss ich mich mit psychopathen beschäftigen :D



Die 50 interessantesten Antworten:

Du hättest ihr doch auch sagen können

"Gott ist ihr Freund, also ist alles in Ordnung" :rofl:

Allerdings wär ich dann sicherheitshalber in Deckung gegangen ;-)

von dr.yoghurt - am 06.08.2009 17:48
Psychopathen? Ich würde mal sagen: Kunden.

Kunden, die ein Schweinegeld dafür bezahlen, um in verdreckten Zügen mit oft lebensbedrohlichen technischen Mängeln (Radreifen) zu fahren.

Kunden, die sich mit überwiegend muffeligem Schaffnern auseinandersetzen müssen, die minderjährige Schwarzfahrer auch gerne mal mittellos auf irgendwelchen Provinzhaltestellen aussetzen.

Kunden, die bei Nichteinhaltung der Fahrpläne gezwungen sind, wie die letzten Bittsteller von Pontius zu Pilatus zu dackeln, um - wenn man Riesenglück hat - einen Bruchteil des Fahrpreis als Schadenersatz zu bekommen - als GUTSCHEIN.

Nee Edi. Das Image der Deutschen Bahn ist mies. Und das nicht, weil die Kunden so scheiße sind, sondern weil ein Großteil der Mitarbeiter immer noch nicht gerafft hat, was DIENSTLEISTUNG bedeutet. Nämlich, dass man versucht, den Kunden zufrieden zu stellen, vor allem, wenn der sauer ist. Und dann nicht zurückkeifen, sondern freundlich und bemüht zu bleiben.

Die Firma, in der ich arbeite hat auch einen Support. Wenn einer der Kollegen dort zu einem Kunden "arschlecken" sagen würde, wäre der die längste Zeit dort gewesen.

von pastperfect - am 07.08.2009 19:33

deine meinung

"Die Firma, in der ich arbeite hat auch einen Support. Wenn einer der Kollegen dort zu einem Kunden "arschlecken" sagen würde, wäre der die längste Zeit dort gewesen."

du verwechselst :D
der kunde hat dich als "arschlecker" bezeichnet. !

edi ist ein sehr kundenfreundlicher mensch . der gerne beratet und dienstleistung dem "Kunden" gegenüber ausübt !

werde nicht dafür bezahlt mich beleidigen/demütigen zu lassen !

wenn "dienstleistung" für dich bedeutet sich von "kunden" niedermachen zu lassen
haste keine ahnung von "dienstleistung . dazu ne' grosse "klappe"


"Psychopathen? Ich würde mal sagen: Kunden."
auch jeder unfreundlicher kunde der mich provoziert, wie du mich gerade ist ein kunde...
es gibt ein sprichwort: wie es in den Wald hineinschalt, so schalt es auch zurück ...

anmerkung: 90 % aller meiner kunden sind mit meiner dienstleistung zufrieden, ja sehr zufrieden :-)

der fahrkarten-automat der deutschen bahn ist selbstlesend
wer liest und sich nur ein bischechen damit "auseinander" setzt"
mag den fahrkartenautomaten nicht mehr missen ...

bist du auch soeiner der sich lieber bedienen lässt, als selbst mal auszuprobieren "Automat" selbstständig zu bedienen...

ps: nach dem zweiten weltkrieg wurde das "zerbomte" schienennetzt, ausschlieslich durch eisenbahner wieder aufgebaut . staatliche hilfe gab es nicht ...
das was arbeiter der "eisenbahn" geleistet haben ist mit worten nicht zu beschreiben ...

:-)



von Edi38 - am 07.08.2009 20:05

Re: deine meinung

Den Fahrkartenautomaten weiß ich seit jeher sehr zu schätzen. Muss ich mich dann doch nicht mit muffeligen und inkompetenten Halbgöttern in Uniform auseinander setzen, die das Tarifwirwarr der Bahn selbst nicht durchblicken. Speziell in letzter Zeit, wo die die Technik hinter den Automaten deutlich beschleunigt haben, ist das eine feine Sache. Ich bin normalerweise echt kein Freund davon, dass die Technik den Menschen ersetzt - bei der Bahn bin ich voll dafür, weil es das Elend ein bisschen lindert.

Du schreibst, dass das Schienennetz und die Bahn nach dem Krieg von braven Männern aufgebaut wurde. Da kann die Bahn zurecht stolz drauf sein. Nur sind diese Männern sind mittlerweile in Rente. Übrig geblieben sind Schlaffis, die ihrem Beamtenstatus hinterhertrauern und angelernte Teilzeitkräfte mit minderer Sozialkompetenz. Natürlich gibt es Ausnahmen.

Aber das Image der Bahn ist schlecht wie nie - ich wiederhole mich - und dass liegt nicht daran, dass die Bahnkunden Psychopathen sind.

von pastperfect - am 07.08.2009 20:20

Re: deine meinung

Zitat
Edi38
bist du auch soeiner der sich lieber bedienen lässt, als selbst mal auszuprobieren


Och, ich hab' da mitunter nix gegen. :D

von Lila - am 07.08.2009 20:23

Re: deine meinung

Zitat
Edi38
edi auch nicht :D
möge er mit Dir machen was er "will"


:rofl:



von Lila - am 07.08.2009 21:40

Echt ?

Zitat

nach dem zweiten weltkrieg wurde das "zerbomte" schienennetzt, ausschlieslich durch eisenbahner wieder aufgebaut . staatliche hilfe gab es nicht ...


Wie haben die das ganz alleine finanziert ? So eine Bahnschiene ist ja nicht grad billig.
Woher haben sie denn den Schienenstahl bekommen ? Ihre Sturmgewehre eingeschmolzen ? + Sicherheitsnadeln und Mutterkreuze wahrscheinlich, da ist sicher ordentlich was zusammengekommen.

Und später haben sies dann dem Staat geschenkt oder war eure Bahn nachm Krieg nie staatlich ?

von dr.yoghurt - am 07.08.2009 22:01

Re: Echt ?

finanziert durch "muskelkraft"
eigenleistung! http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahn

(Wikipedia-Image: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/30/Stephenson%27s_Rocket.jpg/180px-Stephenson%27s_Rocket.jpg)

hitler der adolf hat die bahn "missbraucht" . der hat schlimmeres verursacht
damit das image der "bahn" missbraucht . !


von Edi38 - am 07.08.2009 22:22

Re: wie...

ok souli ! eisenbahner waren alle nazis . das denkst du . ?!

ihr seit auf konfrontation aus .. edi liebt seinen beruf *isso*
den lass ich mir nach über 25 jahren arbeit nicht verübeln!

was arbeitet soulkitchen ?
was iss dein beruf/berufung?

blöd daher reden kann jeder
was machchst du beruflich? ..

dieses ewige edi anmachen überzeugt nicht . letztendlich belückst du dich selbst . was du bist

mcfly arbeitet microsoft
edi iss eisenbahner

was du und der doktor beruflich ausübt ist hier in diesem forum ein "geheimnis"
warum?
weder du noch er mag darüber sprechen
iss eurer beruf so zweifelhaft . ja . habt ihr einen "anerkannten" beruf

oder seit ihr versnopte studenten . die studiert haben . meinen deshalb besser zu sein als "arbeiter"

edi weis es nicht ?

von Edi38 - am 07.08.2009 22:53

Hä ??

Wie kommst du jetzt auf das Nazi-ding ?

Du hast geschrieben, die Eisenbahner hätten das Schienennetz nach dem Krieg allein, ohne staatliche Hilfe wiederaufgebaut.

Ich hab dich gefragt, woher sie den Stahl dafür genommen haben. Du hast mit einem Wikipedia-link geantwortet, in dem über die Zeit nach dem Krieg gar nix drinsteht und dazugeschrieben "finanziert durch Muskelkraft".

Wie man mit Muskelkraft alleine Stahl erzeugen kann und vor allem, woraus, musst jetzt du erklären.

von dr.yoghurt - am 07.08.2009 23:06

deine gedankensprünge soll mal einer nachvollziehen können....

ich hab nix über nazis geschrieben?!
dr.yo hat gefragt, wo die denn den stahl für die schienen herhatten.
und du hast geschrieben, "durch muskelkraft"
da liegt es doch nahe, sich zu fragen, wie muskelkraft stahl erzeugt.... ?!

was ich arbeite- yo, edi, das werd ich hier im forum nicht offenbaren. nicht wegen dir, aber dem herrn österreicher, der hier ja durchaus immer mitlesen könnte, dem möchte ich das nicht verraten :rofl:

von soulkitchen - am 07.08.2009 23:07

Re: Hä ??

"Wie man mit Muskelkraft alleine Stahl erzeugen kann und vor allem, woraus, musst jetzt du erklären."

denkemal jezz willste mich verarschen !

n8


von Edi38 - am 07.08.2009 23:29

Lieber Edi,

ganz unumwunden möchte ich Dir bestätigen, dass Du und Dein Kollege bei der Reklamationskommunikation völlig versagt habt. Jedenfalls muss ich an Hand Deines Beitrags diesen Schluss ziehen.

Werdet ihr denn nicht geschult? Reklamationskommunikation ist doch ein wichtiger Bestandteil eures Jobs.

Du warst mit der Situation völlig überfordert und deshalb eingeschüchtert. Die Tatsache, dass die Kundin nach Deinem Vorgesetzten fragt, zeigt, dass Sie sich von Dir nicht ernst genommen fühlte. Du kannst ihr vielleicht nicht den Fahrpreis erstatten, aber Du kannst Sie ernst nehmen. Die Kundin ist keine hysterische Kuh, sondern im Zustand einer hysterischen Kuh. In der Transaktionsanalyse ausgedrückt war sie im Zustand des „Kritischen Eltern-Ich“.
Deine Aufgabe wäre es nun gewesen, die Frau vom hysterischen-Kuh-Zustand wieder runterzuholen, die Aggressionen bei ihr abzubauen um mit ihr auf einer sachlicheren Ebene auf Augenhöhe wertschätzend reden zu können. Du hast Ihr aber Desinteresse vermittelt und Dein Kollege hat die Position des „Kritischen Eltern-Ich“ bezogen, in dem er im Zustand des Arschlochs geantwortet hat. Wenn hysterische-Kuh mit Arschloch redet, kann nichts anderes dabei rauskommen, als das die Situation noch mehr eskaliert und die Kundin noch unzufriedener ist. Die Frau hat das Weite gesucht. Damit habt ihr einen katastrophalen Job hingelegt. Ihr habt Euren Arbeitgeber einen Image-Schaden verursacht. Denn die Kundin wird ihr Erlebtes und Erfühltes an ihr Umfeld weitergeben.

Was hättet Ihr machen können? Der Kundin das Gefühl geben, dass sie ernst genommen wird. Erst mal für die Verspätung Entschuldigen. Sich für die Kundin Interessieren. Warum ist sie überhaupt so hysterisch? Nachfragen! Hat die Verspätung für die Kundin negative Folgen. Verständnis und Mitgefühl für eventuelle Folgen zeigen! Können diese Folgen abgemildert werden, indem man bei der Problemverkleinerung hilft? (z.B. Ich organisiere Ihnen einen Mietwagen). Selbst wenn man das Problem nicht lösen oder verkleinern kann, hilft das Bemühen darum schon, die Situation zu entschärfen.
Ist die Kundin dann nicht mehr so emotional aufgeladen, kann man mit Ihr anfangen, das Thema Verspätung auch sachlich zu behandeln. Der Zug hatte Verspätung, weil…, Ich kann Ihnen Leider die Fahrkarte nicht ersetzen, weil…Aber ich setze mich dafür ein, dass Sie zumindest einen Gutschein erhalten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Modell der Transaktionsanalyse im Reklamationsgespräch sehr hilfreich ist. Es gibt natürlich auch berechtigte Kritikpunkte an dem Modell. Aber das entscheidende ist, es ist im Alltag praktikabel. Wenn es Verstanden worden ist und vor allem auch verinnerlicht, hilft es ungemein die Zufriedenheit der Kunden UND der Mitarbeiter zu steigern. Denn dann ist der Mitarbeiter in einer Situation, wie Du sie beschrieben hast nicht mehr so hilflos.

Das Modell will ich jetzt nicht erklären. Soviel will ich nun wirklich nicht schreiben. Einen kleinen Einblick findet man hier:

http://www.patrickwagner.de/Egogramm/Erklaerung.htm

Jedenfalls sollte die Bahn dringend mehr Geld für Kommunikationsschulungen ausgeben.


von Sheltie - am 08.08.2009 08:26

?

was ist ein "fester" job für dich?

einer, bei dem man montag bis freitag von 8- 16h beschäftigt ist?

nein, dann hab ich keinen festen job.

oder ist es eine tätigkeit oder tätigkeiten, die einem dazu verhelfen, seinen lebensunterhalt zu bestreiten?

dann hab ich einen festen job.


von soulkitchen - am 08.08.2009 09:38

Re: Hä ??

Du bist schon ein komischer Kauz, Edi.

Oft veralbern dich hier Leute und du merkst es nicht mal oder tust, als wwenn nix wär.
Dann wiederum stellt man dir eine ganz normale Frage, weil man dich ausnahmsweise mal ernst nimmt, um deine Gedankensprünge zu verstehen und dann fühlst du dich plötzlich persönlich angegriffen, wirst aggressiv, führst dich auf wie eine hysterische Kuh und ziehst beleidigt ins Schmollwinkerl.

Und wenn du ein Posting, auf das ich schon geantwortet hatte, im Nachhinein komplett umeditierst, macht das die Kommunikation mit dir auch nicht grad einfacher. Ich hab mich nicht über deinen Berufsstand herablassend geäußert, sondern lediglich über deine Formulierung "die Eisenbahner haben ganz allein ohne staatliche Hilfe die Eisenbahn nach dem Krieg wieder aufgebaut" mokiert. Vielleicht hast du dich ungeschickt ausgedrückt und es anders gemeint, aber so wie du das schreibst, kann das praktisch aus den erwähnten Gründen nicht funktioniert haben, allein schon, weil du dir solche Mengen Stahl nicht einfach ausm Ärmel schütteln kannst.

Mein Beruf ist im übrigen natürlich kein Geheimnis, aber hier im Forum schreib ich nichts darüber. Wenn wir uns mal "real" gegenübersitzen sollten, erzähl ich dir gern alles, was du wissen willst ;-)

Und a.e. und ich sind die vollen Snobs ! Wusstest du das nicht ? Was denkst du, warum wir nur in der 3. Person miteinander kommunizieren ?

von dr.yoghurt - am 09.08.2009 21:35

Re: Hä ??

bin ich wirklich ein kommischer Kauz . bin kein Kauz, bin "anders", denke anders ...

nuja, sich veralbern lassen ist keine schande ;-)

meine gedanken "hüpfen" schon mal, wenn ich mich provoziert fühle .. wie zb durch Herrn pp !

sicherlich liegt mir viel daran zu kommunizieren, was hier "mir" nicht immer möglich ist, da ich mich ständig "verteidigen" muss ...

edi weiss nicht . wer den "stahl" bezahlt hat, darum geht es mir auch nicht !
wichtig für mich war meine aussage das nach dem zweiten weltkrieg, deutschland in schutt und asche lag..

"wir" eisenbahner die deutsche bahn wieder aufbauten :-)
genau wie "trümmerfrauen" dieses in deutschland vollbrachten.

:-)

mag mich nicht streiten . denke mal das ich falsch verstanden wurde?

was mich "nicht" davon abhält, weiter hier zu posten :-)


von Edi38 - am 09.08.2009 23:01

Re: Hä ??

ICH provoziere DICH???

Wenn deine Kollegen und du eine vermutlich zu Recht aufgebrachte Kundin nicht beruhigen könnt (was die originäre Aufgabe von Support-Heinis ist), sondern dein Vorgesetzter auch ihr gegenüber noch unflätig wird, und du sie hier als "hysterische Kuh" bezeichnest, und ich dann sage: "Hallo, warte mal, so geht's aber auch nicht!", dann fühlst du dich von mir PROVOZIERT???

Dabei habe ich noch nicht mal ANSATWEISE angefangen, meine lustigsten Bahn-Erlebnisse zu erzählen ...

von pastperfect - am 10.08.2009 13:14

Re: Hä ??

die frau schreite mich an, edi senkte seine stimme "kann ihnen den fahrpreis nicht erstatten"
die frau schrie mich weiterhin an " es tut mir leid ich kann ihnen den fahrpreis nicht erstatten"

das ich meine stimme senke "leise spreche" zeugt davon das ich durchaus weis wie ich mit menschen umgehe die "hysterisch bzw psychopathisch" reagieren

diese frau hat ihren ganzen frust an mir ausgelassen
habe sie schreien lassen!
nachdem "sie" merkte das "sie" mich nicht durch ihre schreierei (beeindrucken kann, sicherlich vorher wusste das es kein geld zurück gibt)
wollte sie einen vorgesetzten anschreien...

(was ihr vordergrund war überhaupt ein szenarium im reisezentrum zu starten)
andere kunden schauten mich ängstlich an !

edi hat vorbildlich gehandelt!
edi hat "Ihre aggression mir gegenüber" neutralisiert ..

deshalb wollte sie einen vorgesetzten sprechen !

zitat: Support-Heinis .. da verwechselst du mal wieder was pp
ps: solche kunden sind rarr :D

ps: es gibt "kunden" die mich als "Engel" bezeichnen . weil sie sich sehr gut beraten/betreut fühlen...

edi ist für manche menschen/bahnkunden ein "Engel" :-)


von Edi38 - am 10.08.2009 21:54

Re: Lieber Edi,

http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=luWKFIs-KBI&feature=related

danke Sheltie .. denke darüber nach :-)


von Edi38 - am 11.08.2009 00:01

Re: Hä ??

Naja, wie du "vorbildlich" gehandelt hättest, hat dir Sheltie in seinem sehr fundierten Posting weiter unten ja beschrieben. Mal 'ne Frage: An wie vielen Konflikt-Management-Schulungen hast du den im Rahmen deiner Service-Tätigkeit bis jetzt so teilgenommen, und wie intensiv waren die?

Edi, ich mache dir persönlich ja keinen Vorwurf. Das Problem ist ein strukturelles Problem. Nämlich dass die Bahn Mitarbeiter aus dem technischen Dienst wegrationalisiert und weitgehend unvorbereitet an die Service-Front schickt. Das KANN nicht gut gehen. Das ist frustrierend für dich UND für die Kunden.

von pastperfect - am 11.08.2009 06:51

jetzt muss ich mal was dazu sagen:

dass edi sie als hysterische kuh (obwohl ich das mehrfach als "historisch" gelesen hab) empfunden hat ist sein gutest recht. ABER: nicht er war es, der sie anschliessend beleidigt hat sondern sein vorgesetzter, was allerdings mal wieder durch falsche schlüsse und vorschnelle anschuldigungen iihm zugeschoben wurde.

ein sheltie sollte da auch mal ganz ruhig sein. jemand der permanent beweisst, dass er selbst nicht in der lage ist mit konflikten umzugehn, und stattdessen lieber mal reingeht um wieder rauszugehn, und sich dabei auch noch ganz toll vorkommt, der sarah kreuz und stephen hawking beleidigt und sonst nur mit obszönen bemerkungen glänzt ist sicherlich NICHT in der position hier irgendwelche ratschläge zu geben. ein konflightmanagement hilft hier nicht. ich hätte in der situation viel offener reagiert als edi, so dass sein verhalten durchaus vorbildlich ist. das problem ist nicht eine mangelndes training, sondern inkompentenz derjenigen, die die entscheidung getroffen haben, jemanden wie edi (oder z.b. mich) mit menschen kommunizieren zu lassen. viel besser wäre es, ihn aufgaben im technischen, nicht öffentlichen bereich zuzuordnen, wo er auch aufgehn würde, was ihm besser gefallen würde, wie er ja schon selbst erwähnt hat.

wenn hier also jemand zu kritisieren ist, dann sind es seine vorgesetzten und nicht edi.

ausserdem wäre eine entschuldigung angemessen gewesen, was hätte größe gezeigt, stattdessen kommt man mit weiteren ausflüchten, überheblichkeit und anmassungen.



von McFly - am 11.08.2009 08:21

verspätung und gutscheine

also die österreichische bahn verteilt bei verspätung gar nix. die deutsche übrigens auch nicht, wenn der zielbahnhof in österreich liegt. ich erinnere mich an eine fahrt, bei der ich eine empfindlich lange verspätung erlebt habe- irgendwo in der gegend von nürnberg blieb der zug einfach stehn. und das für fast drei stunden. alle menschen, die spätestens in passau ihren zielbahnhof erreicht hatten durften sich über gutscheine freuen, aber für leute, die weiterfuhren gab es nix. und das obwohl leute, die deshalb statt um 22hirgendwas um 1h nachts in wien ankommen auch ziemlich blöde konsequenzen daraus tragen. für mich gings ja noch, ich musste halt ein taxi nach haus nehmen statt der u-bahn. aber es gab genug leute in dem zug, die dadurch anschlusszüge verpasst haben und dann um 1h nachts entweder auf die schnelle ein hotelzimmer brauchten, oder halt am bahnhof übernachten mussten, oder mehrere stunden am würschtelstand gegenüber stehen oder den nutten hinterm bahnhof einen besuch abstatten- die bahn ist jedenfalls nicht für diese "mehrkosten", die dadurch entstehen, aufgekommen. aber so hab ich mir wenigstens gespart, von "pontius zu pilatus" zu rennen, um einen gutschein zu erhalten.

die mitarbeiter der deutschen bahn vorort, die in dem verspäteten zug gearbeitet haben, hab ich übrigens als sehr freundlich und durchaus bemüht, deeskalierend auf die situation einzuwirken, erlebt.

von soulkitchen - am 11.08.2009 08:57

Re: verspätung und gutscheine

Es ist oft eine Sache der Gewohnheit, ob man etwas als "normal" empfindet. .

Ich erzähle mal eine wahre Begebenheit aus meinem reichen Schatz an Erfahrungen mit der deutschen Bahn:

Ich komme zum Bahnhof, und kaufe ein Ticket am Fahrkartenautomaten der Bahn. Der Zug, (Regionalexpress, bequeme Sitze, hält an jedem größeren Bahnhof), soll in 5 Minuten abfahren, also begebe ich mich zügig zum Bahnsteig. Dort angekommen enpfängt mich eine Lautsprecheransage, dass der Zug wegen "Störung im Betriebsablauf" heute leider ausfällt. Kann passieren - so weit, so gut. Ich gehe zum "Service-Zentrum", schildere den Fall und bekomme die Auskunft, dass in weiteren 10 Minuten eine Regionalbahn (harte Sitze, hält an jeder Milchkanne) in meine gewünschte Richtung fährt, mit der ich mein Ziel über einen Umweg und 90 Minuten später erreichen könne. Die nächste gleichwertige Verbindung wäre erst wieder in 2 einhalb Stunden. Ich können natürlich auch gegen Bearbeitungsgebühr einen Gutschein für meine Fahrkarte bekommen, wenn ich sie nicht benutzen wolle. Alles so weit ganz normal und regelkonform.

Jetzt übertrage ich den Fall mal auf eine andere Branche:

Ich gehe in die Fleischerei und bestelle ein Pfund Rumpsteak. Die Verkäuferin sagt: "Dann hätte ich erstmal gerne 13 Euro von Ihnen." Ich sage: "Wie? Erst die Ware, dann das Geld!" Darauf die Verkäuferin: "Dann lesen Sie mal unsere Geschäftsbedingungen." Habe ich keine Lust zu und bezahle 13 Euro. Sagt die Verkäuferin: "Rumpsteak ist aus, aber ein Pfund Gehacktes könnten Sie noch haben. Wird man auch satt von." Ich: "Aber Gehacktes ist doch eigentlich viel billiger!" Verkäuferin: "Aber Sie wollten doch Rumpsteak." Ich: "Aber das ist doch alle!" Verkäuferin: "Ja, das ist höhere Gewalt. Lesen Sie mal unsere Geschäftsbedingungen" Ich: "Dann geben Sie mir mein Geld zurück!" Verkäuferin: "Das geht leider nicht. Aber ich kann Ihnen gegen Bearbeitungsgebühr einen Gutschein ausstellen, den können Sie bei unserer Zentrale einlösen."

Ich nehme das Gehackte.


von pastperfect - am 11.08.2009 09:29

Re: jetzt muss ich mal was dazu sagen:

Zitat

wenn hier also jemand zu kritisieren ist, dann sind es seine vorgesetzten und nicht edi.


Ich konkretisiere mal: Nicht nur die direkten Vorgesetzten, sondern auch das Management.

Zitat

ausserdem wäre eine entschuldigung angemessen gewesen, was hätte größe gezeigt, stattdessen kommt man mit weiteren ausflüchten, überheblichkeit und anmassungen.


"'Man' kennich nich!" hat meine Omma immer gesagt.

von pastperfect - am 11.08.2009 09:38

der vergleich

müsste aber noch beinhalten: "in zwei stunden haben wir wieder rumpsteak" ;-)

deutsche kunden sind glaub ich die anstrengendsten. :D

von soulkitchen - am 11.08.2009 09:49

Das ist vermutlich meist eine Glückssache

an wen man halt gerade gerät.

Voriges Jahr musste ich kurzfristig eine Salzburgreise stornieren, nach dem Bestimmungen hätt ich nur einen Teil des Fahrpreises zurückgekriegt, der Beamte im Schalter hat 10 Sekunden mit sich selbst gerungen und mir dann alles zurückgegeben, obwohl man ihm ansah, dass er kein eindeutig gutes Gefühl dabei hatte. Das fand ich ausgesprochen entgegenkommend.

Sonst fahr ich viel auf Kurzstrecken, da sind die Schaffner manchmal eigen.

Ärgerlich finde ich nur, dass man nach den neuen Bestimmungen auf der Franz-Josefs-bahn immer um Fahrtantritt schon ein Ticket haben muss, sonst 60 Euro zuzahlen muss, wie ein Schwarzfahrer. In der Praxis drücken die offenbar eh immer noch die Augen zu. Aber das ist ein Stress, wenn man spät dran ist und dann vielleicht noch Stoßzeit ist, sodass man an Kasse/Automat kein Ticket mehr kriegt. Das nimmt der Bahn einen wichtigen Faktor, nämlich die Bequemlichkeit. Allerdings lässt sich das Problem umgehen, mit Zonenkarten.

Das einzige, das mich wirklich stört, sind diese neuen Züge, bei denen man keine Fenster mehr aufmachen kann. Du sitzt da drin wie in einer Sardinenbüchse - das ist echt ätzend und hat mir auf Langstrecken die frühere Freude am Bahnfahren ziemlich vermiest. Zum Glück haben sie auf der Schnellbahn noch die alten Züge.



von dr.yoghurt - am 11.08.2009 09:55

Re: der vergleich

genau so isses :-)

hätte herr pp zwei stunden "abgewartet"
aber herr pp hat es "eilig"
verlangt pünktlich befördert zu werden :D

was der herr pp nicht einkalkuliert ist der "faktor" mensch ...

wir menschen sind es die sich gegenseitig fertig machen oder dieses zu versuchen :-)


von Edi38 - am 11.08.2009 10:59

Falsch!

Ich erwarte nicht, dass ich pünktlich befördert werde (nicht von der BAHN, ich bin ja Realist ;-)).

Ich erwarte in dem Fall konkret, dass Verzögerungen im Ablauf zeitnah an die Fahrkartenautomaten übermittelt werden, so dass die Verbindung gar nicht erst angezeigt worden wäre. Die Technik dafür gibt es seit Langem, die Bahn beherrscht sie nur nicht.

Und etwas zu verkaufen, von dem man weiß, dass man es nicht hat finde ich unlauter.

von pastperfect - am 11.08.2009 11:25

Re: Falsch!

du bist wie diese frau die mich anschrie...
ein deutscher der seine eigenen probleme auf andere menschen abschiebt :-)

bevor du weiterhin menschen beleidigst
möchte ich darauf hinweisen.. wir menschen sind es die leben
nicht maschienen . auch wenn von uns erbaut..

dein problem iss nicht alkohol oder andere drogen . Du pp bist das problem !? :D

denk mal darüber nach


von Edi38 - am 11.08.2009 11:35

Is klar.

Edi, es gibt so Tage, da halte ich dich für eine Interferenz aus einem Paralleluniversum.

Da versuche ich, ERNSTHAFT mit dir zu diskutieren, dir zu helfen, dir eine Möglichkeit zu geben, auch mal eine andere, differenzierte Sicht der Dinge zu vermitteln, und dabei die Galerie nicht zu langweilen, und dann kommt irgendwann so ein Zeitpunkt, wo ich mir denke: "Merkt der dan gar nix mehr? Kann ich mich nicht mehr verständlich ausdrücken, oder merkt der gar nix mehr?" Und dann halte ich einen Moment inne und dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen: "Verdammt. Wieder mal in die Edi-Falle getappt." Und dann beiße ich mir in den Arsch.

So ein Zeitpunkt ist jetzt.

von pastperfect - am 11.08.2009 12:07

Deutsche Kunden anstrengender als österreichische

Ich glaub nicht, dass "anstrengend" als Kriterium hinreichend abwertend genug ist, damit das als Rassismus gelten kann ;-)

Im Übrigen: Ich glaub schon, dass das stimmt. In so logistischen Dingen seid ihr einfach unheimlich pedantisch etwas genauer als wir.

ZB: Ich sitz beim Heurigen mti einer Thüringerin, die will zu ihrem Kaffee Obers und philosophiert mit dem Kellner 5 Minuten über den Unterschied zwischen dem, was sie wollte und was er ihr brachte. Bei uns ist man schon froh, wenn die Milch zumindest nicht so sauer ist, dass man schon vom Geruch her speiben möcht.

Außerdem transportiert der österreichische Kunde seinen Ärger anders als der deutsche. Bei uns sagt einer dann zum Ösi-Edi "Naja, kann man halt ni machen" und sowie er bei der Tür raus ist, grummelt er: "Gschissanes Orschloch, debats ! A Zeck soll erm in Orsch beißen, den Voikoffa !" sodass der Ösi-Edi den Ärger einfach nicht so mitkriegt.

Oder erzählts im ganzen Bekanntenkreis. Oder postets in einem Forum. Eigentlich sehr österreichisch, was du hier machst.

von dr.yoghurt - am 11.08.2009 15:05

Naja, ...

DER Deutsche, DER Österreicher ...

ich kann da nicht viel mit anfangen, weil die Mentalitäten teilweise regional schon so unterschiedlich sind. Thüringer kenne ich z.B. auch, und die sind mir auch irgendwie fremd. Da kann ich mit der Wiener Mentalität tatsächlich mehr anfangen. Und neulich habe ich noch im Radio gehört, dass eine Verspätung von bis zu 10 Minuten bei der deutschen Bahn noch als "pünktlich" gilt, und nicht in die Verspätungsstatistik einfließt. Also nix mit "pedantisch" :D.

Aber wenn man über eine Stunde zu spät zu einem Termin kommt, ist das in Burkina Faso vielleicht noch im Toleranzbereich, aber in Mitteleuropa eckt man da meiner Erfahrung nach überall an.

Und überhaupt ging es mir nicht so sehr um die Verspätung an sich, sondern wie Europas Logistikdiensleister Numero Uno mit den Kunden umgeht. Das mag woanders genauso sein, aber dadurch wird es auch nicht besser.

von pastperfect - am 11.08.2009 18:13

Ergänzung auf Grund des Gelesenen

Ich habe die Beiträge hier im Thread von Dir gelesen. Es kommt bei mir deutlich an, dass Du Dich persönlich von der Kundin angegriffen fühlst.

Wichtig ist erst einmal, ob Du für Dich das Ziel hast, dass möglichst viele Kunden nach einem Gespräch mit Dir zufriedener mit der Dienstleistung der Bahn sind als vor dem Gespräch. Wenn Du dieses Ziel hast, nützt Dir vielleicht das Folgende.

Du brauchst solche Angriffe nicht persönlich nehmen. In Deiner Position erst recht nicht. Sie gelten Deiner Position, nicht Dir. Wärst Du nicht da gewesen, hätte die Kundin einen Kollegen angefahren.

Die Kundin ist im Zustand einer hysterischen Kuh. Das kann man ändern. Denn die Kundin ist keine hysterische Kuh. Die gleiche Kundin kann fürsorglich eine Freundin bei Liebeskummer trösten. Sie kann wie ein unschuldiges Kind mit Ihren Freundinnen rumalbern. Sie kann unterwürfig bei Ihrem Chef sein wie ein kleines, angepasstes Kind. Und sie kann vernünftig und sachlich sein. Sachlich und Erwachsen ist der Zustand, in dem Du mit der Kundin diese Situation am besten lösen kannst. Und Du kannst Sie von der hysterischen Kuh in den Zustand einer vernünftig handelnden Frau versetzen. Wertschätzung ist hier das Zauberwort.

Gehen wir mal von der Kundin zum allgemeinen. Was sagt der wütende Kunde? Er sagt: Ich bin okay, Du bist nicht Okay. Mit Du ist erst mal die Bahn gemeint. Er ist geladen. Du musst seine negative Energie aufsaugen bis sie nur noch ganz schwach ist. Das funktioniert nur, wenn Du den Zustand des angepassten Kinds annimmst. Deine Antwort wäre also: Du bist Okay, ich bin nicht Okay. „Ich“ ist immer noch die Bahn. Übersetzt bedeutet das, Du entschuldigst Dich erst einmal (auch wenn Du für den Grund der Beschwerde persönlich nichts kannst) und drückst Dein Bedauern aus. Das entzieht der negativen Energie die Kraft. Du bist jetzt das Kind. Das willst Du aber nicht bleiben. Genauso wenig willst Du, dass der Kunde auf Dauer den maßregelnden Elternpart beibehält. Du willst, dass ihr euch auf gleicher Ebene als vernünftige Erwachsene in die Augen schaut. Deshalb bringst Du dem Kunden Wertschätzung entgegen. Du interessierst Dich für ihn. Du erkundigst Dich danach, welches Ausmaß das reklamierte Problem für ihn hat. Du zeigst Mitgefühl. Du versuchst Lösungen zu finden. Nach glaubhafter Entschuldigung und überzeugend vorgebrachter Wertschätzung fällt fast immer die Zauberformel des Kunden. Die lautet in etwa: „Sie können ja nichts dafür, aber…“. Dann hast Du gewonnen. Denn mit so einer Formulierung drückt der Kunde aus: Du bist Okay, ich bin nicht Okay. Weil er indirekt zugegeben hat, dass er zumindest bei Dir überreagiert hat. Auch wenn die Bahn immer noch in seinen Augen scheiße ist.
Nun könnt ihr langsam anfangen, sachlich das Problem zu erörtern. Du kannst die Zwänge der Bahn formulieren. Du kannst Deine Position als helfende Kraft der Bahn positionieren. Du kannst mit ihm versuchen, das Problem zu verkleinern. Dann kommt ihr in ein Gespräch, das Ausdrückt: Du bist Okay, ich bin Okay. Und musstest Du bisher den Mist der Bahn einstecken, geht es jetzt in die umgekehrte Richtung. Weil Du Okay bist, ist die Bahn zwar nicht Okay, aber im Gefühl des Kunden etwas Service-Orientierter als vor dem Gespräch mit Dir. Vielleicht habt Ihr sogar eine akzeptable Lösung in einem sachlichen Gespräch gefunden. Aber der Kunde wird nicht das Weite suchen, sondern Deine von Dir gereichte Hand zum Abschied nehmen.
Das funktioniert nicht immer. Aber wenn man es gut macht fast immer.


von Sheltie - am 11.08.2009 19:22

und

"deutsche kunden" sind auch keine rasse :??:

daß deutsche kunden anstrengend sind, diese theorie stammt nichtmal von mir. das hab ich schon öfters (in unterschiedlichem wortlaut) gehört von leuten, die es wissen müssen: z.b. menschen, die in der turismusbranche arbeiten: wenn irgendwas ein wenig unvorhersebares ausserplanmäßiges passiert, ist es garantiert irgend ein deutscher, der sich als erstes und am lautesten drüber aufregt (nicht ALLE deutschen, wohlgemerkt, aber EIN deutscher findet sich dann hoid, der sich schneller und lauter aufregt ois die japaner, italiener, russen, schweden, holländer, etc.).

auch ein deutscher taxifahrer hat mal ähnliche ansichten geäussert, als er mich nachts in einer mittelgroßen deutschen stadt herumkutschiert hat, und dabei einen kleinen umweg (von nichtmal einer halben minute) fahren musste, weil er nicht wusste, das eine straße eine einbahn in die andere richtung ist. er hat daraufhin sofort angeboten, den fahrpreis zu verringern, worauf ich nur gemeint hab, daß das nett ist, und in wien würde man sowas nie angeboten bekommen, ausser vielleicht bei einem taxler der nicht aus wien ist. ;-) da hat er gleich ein bissl rumphilosophiert und gemeint, daß sich die deutschen hoid immer sofort aufregen, deshalb ist das hoid so, daß er dann lieber gleich was abzieht. oiso in wien tät dich ein taxler yo eher noch ausm auto schmeissn und sagen "gehns hoid die letzten meter zu fuss, wenns ihnen ned passt", wenn man es auch nur WAGT, eine entschädigung zu fordern für einen umweg, den er gefahren ist.

von soulkitchen - am 11.08.2009 20:33

Schon klar

Nicht alle Ösis oder Deutsche sind so oder so, aber gewisse Tendenzen gibts halt.

Fremd oder nicht wär nochmal ein ganz anderes Paar Schuhe. In letzter Zeit werden mir sogar die Wiener zunehmend fremder. Immer nur das ewige leidenschaftslose Hinterrücks-Rumgemeckere. Und alles mit dieser "Geh bitte, wos wüst denn du eigentlich"-attitüde.

Da ist mir die Grundhaltung vieler (aber nicht aller) Deutschen manchmal schon fast lieber - die meckern dir wenigstens ins Gesicht, sagen, was sie wollen und du weißt, woran du bist. Außer bei manchen Ossis, die meckern mitunter über eigentlich eh alles, ohne dass sie dir sagen können, was sie eigentlich anders haben wollen. Und dazu wiederum der Gegentypus - quasi die "Mauerfall-gewinner": 80 Stunden die Woche hackeln (=maloochen), Markenfetischismus bis zum Erbrechen, Geld ist geil. Die meckern "westdeutscher" als die Westdeutschen, wohnen aber meistens eh schon längst in den alten Bundesländern.

Klar sind nicht alle so wie beschrieben, gibts auch "normale" nette Ossis, nicht meckernde Wessis.
Und Ösis, die dir ins Gesicht sagen, was sie denken. Nur kenn ich von letzteren halt leider keine.

von dr.yoghurt - am 11.08.2009 21:03

Okeh, ...

... das mit dem "Rassismus" nehme ich zurück. Habe ich mich geirrt, war nur ganz profanes Elitessengehabe. :D

"japaner, italiener, russen, schweden, holländer" sprechen i.d.R. auch nicht so gut deutsch, daher ist vielleicht die Beißhemmung etwas größer, wenn im Österreich was schief läuft....

von pastperfect - am 12.08.2009 07:29

wo

hab ich denn geschrieben, daß die menschen in der turismusbranche in österreich beheimatet sind? denkst du, nur die österreicher (und die ruhrpötter taxifahrer) halten deutsche kunden für die anstrengendsten? :rofl: bzw. daß sich deutsche kunden nur in deutschsprachigen gefilden schneller beschweren als andere?

von soulkitchen - am 12.08.2009 08:06

Re: wo

Da deine Ausführungen in dem Punkt sehr vage gehalten waren, war ich davon ausgegangen, dass es sich um deutsschprachige und österreichische Bekannte von dir handelt, die als Mitarbeiter in der Tourismusbranche persönlich diese Erfahrungen mit Deutschen gemacht haben. Ob das im deutschsprachigen Raum oder woanders stattfindet, ist eigentlich egal.

Bei diesen subjektiven Berichten von irgendwelchen "Experten" bin ich immer etwas skeptisch. Eine gewisse unterschwellige Abneigung gegenüber Deutschen soll unter Österreichern ja durchaus üblich sein, obwohl ich selbst davon noch nie etwas mitbekommen habe...

Und dein Ruhrpöttler zählt nicht. Ruhrpöttler sind vom Wesen her zutraulich und offen gegenüber Fremden, können aber ansonsten mit SÄMTLICHEN anderen deutschen Volksgruppen (speziell Bayern, Hessen, Ostdeutschen und Rheinländern) nicht viel anfangen.



von pastperfect - am 12.08.2009 08:47

och

ich kommuniziere bisweilen auch mit nicht- österreichern. ;-)

das anstrengende kundenverhalten der deutschen gehört zum "klischee" dazu. und klischees haben es ja so ansich, nicht auf jedes individuum gleichermaßen zuzutreffen. aber gleichzeitig stellen klischees auch nicht rein subjektive einzelmeinungen oder erlebnisse dar, sondern werden von solchen höchstens gestützt. weil das, was ins klischee passt natürlich nach gestaltpsychologischen mustern mehr aufmerksamkeit erregt. und ein sich aufregender deutscher zieht auch mehr aufmerksamkeit auf sich, als die 10, die sich nicht aufregen. ;-)

daß ruhrpöttler andere deutsche nicht leiden können, das macht sie yo direkt ein bissl österreichisch :rofl: hier mögen die westösterreicher die ostösterreicher auch nicht. für die tiroler ist eh nur ein mensch, wer ein tiroler ist. die kärntner kann keiner leiden, auch nicht, nachdem bei ihnen die sonne vom himmel gefallen ist. die niederösterreicher sind sogar in wald- und weinviertler zu unterteilen, die gesamte landbevölkerung wird allerdings vereint in ihrem hass auf die wiener, und umgekehrt, während allerdings die wiener dabei herausstechen, insofern als ihnen meistens auch die anderen wiener am oasch gehn.

für eine gruppe linzer jugendlicher mit migrationshintergrund, mit denen ich letztens in einer spontanen begegnung am linzer bahnhof kommuniziert hab, sind wiener und deutsche übrigens fast das gleiche. zumindest haben sie mich gefragt, ob ich aus wien oder aus deutschland komme. auf meine etwas erstaunte frage, wie sie darauf kommen, haben sie gemeint, daß ich keinen dialekt spreche. :rofl:

von soulkitchen - am 12.08.2009 09:40

De ja vu

Hatten wir nicht mal mit Pedschi die Diskussion über ihren Dialekt ?

Oiso nicht, dass ich jetzt sagen tät, dass so ein HAufen juveniler zuagraster Mostschädeln das überhaupt zu beurteilen vermag, aber ich finde auch,d ass sie relativ "hochdeutsch" spricht. Abgesehen davon wenn sie wienerisch schimpft/flucht.

von dr.yoghurt - am 12.08.2009 16:49

yo, eh

ich spreche in meiner alltagssprache nicht dialekt. also zumindest keinen starken, kleine ausdrücke wie "yo, eh" oder so ähnlich mal ausgenommen. ich finde halt, daß es dann wesentlich markanter rüberkommt, WENN man dann mal in dialekt was sagt (oiso flucht, z.b. ;-) ) trotzdem ist das hochdeutsch, das man als österreicher spricht von der lautmelodie anders als das hochdeutsch, das deutsche sprechen. abgesehn davon sprechen viele deutsche natürlich auch mit unterschiedlichsten deutschen dialekten. deshalb fand ich den schluss kein dialekt= deutscher oder wiener irgendwie schon witzig.

eigentlich hab ich die geschichte yo yetzt mehr deshalb anbringen wollen, um pp zu weiteren "elitessen"- provo- postings zu animieren :rofl:

von soulkitchen - am 12.08.2009 19:29

weiteres Elitessen-Provo-Posting:

Du versuchst dich elegant und überaus eloquent aus der Affaire zu ziehen. ;-)

Jetzt mal Butter bei die Fische: Was sind das denn für Leute, von denen du erfahren haben willst, dass sich Deutsche im Tourismuns immer am lautesten beschweren?

von pastperfect - am 13.08.2009 07:07

was

wolltest du denn hören? namen und adressen? :rofl:

so anstrengend wie du dich gerade in dieser diskussion hier gebärdest braucht es ja eigentlich gar keine weiteren beispiele. mit dem unterschied, daß du hier natürlich kein "kunde" bist. :rofl:

aber du hast natürlich recht: es war ungehörig von mir, mich hier auf dieser seriösen internetplattform auf expertenmeinungen von "ausserhalb" zu berufen, ohne deren namen, wohnort und beeidigte zeugenaussage anzugeben, um unsere empirische sozialstudie über kundenverhalten sachgerecht zu untermauern. ;-) damit bleibt "uns" vorerst nur die aussage des hier anwesenden kundenexperten edi, um die diskussion am laufen zu halten. findest du nicht, daß das prädikat "anstrengend" MEHR zu einer neutralen mitte tendiert, als die begriffe "hysterisch" und "psychopatisch"?

von soulkitchen - am 13.08.2009 09:39

Ach wo, ...

... Name und Adresse interessieren mich natürlich nicht die Bohne.

Ich wollte mich bezugnehmend auf ein Posting weiter oben einfach nur vergewissern, ob es sich um deutsschprachige und österreichische Bekannte von dir handelt, die als Mitarbeiter in der Tourismusbranche persönlich diese Erfahrungen mit Deutschen gemacht haben.

Aber es ist wohl etwas vermessen von mir, auf "dieser seriösen Internetplattform" eine konkrete Antwort auf eine zugegeben nicht ganz so konkrete Frage zu erwarten. :D

von pastperfect - am 13.08.2009 10:01

ach so

das war mal so, mal so. auch nicht- österreicher, die in anderen ländern in der turismusbranche zu tun haben waren darunter. ;-)

von soulkitchen - am 13.08.2009 10:24

Re: Ergänzung auf Grund des Gelesenen

lese gerne deine belehrungen . diese theoretisch sind :-)
die praktisch wenig verwertbar mögen !

meine erfahrung besteht daraus auf jeden "kunden" individuell zu argieren, reagieren ...
meine berufserfahrung gibt mir gewissheit . bin seit vier jahren kundenberater/betreuer bahn (fahrkartenverkauf) am Fahrkartenautomat ...
das eine junge "kundin" meinen kollegen auffordert sie am arsch zu lecken, war mir neu !
tatbestand einer "beleidigung" .. eine anzeige meinerseits wäre womöglich erfolgt !
mich hat "die" nicht beleidigt .. :-)

mehrmals im monat werden ich und meine kollegen beleidigt .....


von Edi38 - am 14.08.2009 22:19

Re: Ergänzung auf Grund des Gelesenen

In einem Forum kann ich ja nur theoretisch ein Thema angehen.

Das ist aber kein Widerspruch zur praktischen Verwertbarkeit.

Jedenfalls hatte ich gehofft, dass zumindest eins deutlich wird: Um den Kunden wertzuschätzen, muss man INDIVIDUELL AUF IHN EINGEHEN. Ist wohl nicht angekommen.

Mehrmals im Monat werdet ihr also von Kunden beleidigt.

Beobachte doch einfach mal, wie das abgeht. Wie oft steht der Kunde urplötzlich vor Dir und beginnt mit einer persönlichen Beleidigung? Wie oft beinhaltet sein erster Satz einen Tiernamen? Wie oft beginnt der Kunde mit: Du Arschloch. Du selten doofer Vollpfosten?

Ich vermute, nicht sehr oft.
Oft wird der Dich später beleidigende Kunde aber mit aggressiven Tonfall, Gesten und Wortwahl Dich ansprechen. Aber ohne direkt Deiner Person geltenden Beleidigungen.
Die holst Du Dir dann ab, nach dem Ihr einen mehr oder weniger kurzen Dialog geführt habt.

Und in diesem Dialog bist Du dann eben nicht individuell auf ihn eingegangen. Du hast ihn eben nicht dort abgeholt, wo er sich zur Zeit befindet.



von Sheltie - am 15.08.2009 08:36

Re: Ergänzung auf Grund des Gelesenen

jeder kunde wird von mir "wertgeschätzt", edi ist "dienstleister", jeden kunden gleich zu "bedienen"!

leider, gibt es kunden die meine "dienstleistung" nicht "schätzen"
rumnörgeln, der automat ist scheixxe, oder "sagen sie dem programmierer das und das könnte besser programmiert sein";
wieso nimmt der automat bei einen "fahrpreis von 3,30 euro keinen fünfzig euro-schein an ( da frage ich immer wie gross die geldbörse ist um all die münzen zu verstauen :D )

dann gibt es kunden die haben meine dienstleistung garnicht in "anspruch" genommen !
haben zugverspätungen (bin dann ihr erster) ansprechpartner und machen mich "an"
lassen ihren frust an mir und meinen kollegen "aus" (keine feine art finde ich) "

mein alptraum kunde ist der ! der mich beim "kundengespräch" mit einem anderen kunden unterbricht, weil sein "zug" in drei minuten "abfährt" , sodas der kunde den ich gerade berate dem kunden ins gesicht sagt !
"das ist unverschämt," edi kann ja nur einen kunden bedienen beraten .. das ist berufspraxis :D

soviel könnte ich hier schreiben

ps: 95 % meiner kunden freuen und bedanken sich bei mir !
einige bezeichnen mich als ein "automatenengel"
andere geben sogar "trinkgeld" ..

das wir kollegen mehrfach beleidigt werden meine ich nicht so
das ich und meine kollegen "persönlich" beleidigt werden
oft beleidigen diese kunden meinen "arbeitsgeber" !
damit mich "unbewusst" !

wenn du zeit hast, besuche mal ein reisezentrum "mehrere stunden" der bahn
und lausche was da "abgeht" :-)


von Edi38 - am 15.08.2009 20:04

Re: Ergänzung auf Grund des Gelesenen

"wenn du zeit hast, besuche mal ein reisezentrum "mehrere stunden" der bahn
und lausche was da "abgeht" :-)"

Dafür nehme ich Geld.

"ps: 95 % meiner kunden freuen und bedanken sich bei mir ! "

Die anderen 5 % sind der große Sport.

von Sheltie - am 15.08.2009 20:18

Re: Ergänzung auf Grund des Gelesenen

denke mal, solangsam kommen wir auf einen "nenner" bruchrechnung :D

da ich mitlerweile ein "dickes fell" habe, gehe ich besonders auf "problem" kunden ein !
versuche ihnen den vorteil des "fahrkartenautomaten" zu erläutern ( sie müssen nicht zum fahrkartenschalter) .. können ohne wartezeit ihre "fahrkarte" am "fahrkartenautomat" lösen :-)

fünf % meinen "kunden" gehen zum "automaten" mit dem vorsatz (bahn ich scheixxe)
automat ist scheixxe, edi versucht sich täglich zu verbessern, heute war ein stressiger tag im "reisezentrum"
in nrw enden die ferien .. arbeite morgen (sonntag) auch, das zweite "WE"

sage n8, und danke für das gespräch mit dir Sheltie :-)

ps: wir disskutieren weiter über dieses thema ;-) gerne !

:-)


von Edi38 - am 15.08.2009 20:52
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