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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
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ޜݜ, pedschi, dr.yoghurt, cat, dawn_ex_machina, adam abel, crazy

die haut, die ich abstreife: bin das ich?

Startbeitrag von dr.yoghurt am 20.07.2001 21:16

man ist alles
was man in sich vereint
(oder alles, was im zerriss in einem existiert)

als zyclothymer mensch ertapp ich mich immer wieder dabei
wie ich versuch, bestimmte seiten von mir abzuwerfen
als ob ich seiten an mir hätte
die mehr "ich" sind
und andere
die es weniger sind
die vielleicht nur vorläufige entwicklungsstadien sind

holzweg! sag ich mir
ich bin doch alles
nichts an mir
das ich
auch wenn ich nicht will
nicht doch ich bin

aber:
wenn man sich häutet
ein stück alte haut abwerfen muss
um mehr platz zu haben
innen drin für die innere vielfalt
für das ich
dann wirft man doch ein stück weg

ein stück alte haut:
das war ich...
jetzt ist es tot

Antworten:

aber das hautabstreifen...
bringt auch ....bisher verborgenes....hervor.....
und ist daher auch eine geburt .....
eines teil von dir......
und ohne hautabstreifen.....hätte es wahrscheinlich...
keine chance sich zu entwickeln......

ein teil ist tot....
ein neuer teil wurde geboren.....

und der tote teil ist dünger für den neuen.....
wie ein herbstblatt.....

von cat - am 20.07.2001 21:48

ich meinte auch nicht

dass das hautabstreifen schlecht wäre...
im gegenteil...

mich beschäftigt nur grad
obs manchmal seiten an einem gibt
die man endgültig abstreift
oder ob alles in irgendeiner form mal wieder zurückkommt...

vielleicht hat man auch kindliche seiten
die erwachsen werden
schizos
denen man entwächst sozusagen
auch wenn sie vielleicht nur das aussehen verändern

oder man verliert bestimmte seiten von sich
um anderen platz zu machen

bisher hatt ich immer die vorstellung
alles innenleben währt das ganze leben lang...
abe rvielleicht is es nicht so übel
wenn man eben manche teile davon
verliert
oder doch?

das beschäftigt mich grad...

von dr.yoghurt - am 20.07.2001 22:04

Re: ich meinte auch nicht

hab ich auch nicht als negativ aufgefasst......

ist eine wichtige frage die du ansprichst.......
ich denke nichts geht wirklich verloren.......
vielleicht erlebt es eine verwabdlung oder eine umwandlung.....
in kraft und nahrung ....
wie eben das abgeworfene vor sich hinmodernde blatt für den baum....

entwachsen und erwachsen.......
ist auch ein gutes thema.....
zu diesen worten gäbe es auch sprachbilder......

um ein stück zu wachsen bedarf es immer viel nahrung......
und viel abwerfen von alten ......und der trauer darüber.......

das gehen lernen...... mit den grösseren füssen.....mit den neuen schuhen....

aber auch viel freude ab dem neuerworbenen fähigkeiten.....
und ärger über das abfängliche stolpern.......

ähm ich schweife auch ein bissl ab.....
bin heut ein bissl merkwüdig drauf.....
aber ich fühl mich wohl dabei :-)

von cat - am 20.07.2001 22:20

merkwürdig drauf

ja, so ähnlich fühl ich mich heut auch...
im inneren zerriss
aber indem ich den sehr bewusst spüre,
is es auch wieder eine bereicherung

zb wenns um arbeit geht
schwank ich zwischen dem zwang
total verantwortlich sein zu wollen
also setz mich selber unter druck
iregndwie auch aus schuldgefühlen
und andererseits
wenn ich merk
es geht mir scheisse dabei
hab ich wieder den teil in mir
der alle veranwortung abstreift
und ganz drauf scheisst

lange zeit dacht ich
verantwortung (zb für kinder)
wär gar nichts (mehr) für mich
war mir sicher
der helfer hätte ausgedient
das wär mehr eine art masochismus bei mir

momentan bin ich mir nicht mehr so sicher

strebe ich eben an
die beiden extreme zu vereinen
mir eine sache mal in ruhe anzusehen
und mir aber innerlich alle türen offen zu lassen
und mich nicht selber unter druck zu setzen...
*vomhundertstengradinstausendstekomm*

von dr.yoghurt - am 20.07.2001 22:33

Re: merkwürdig drauf

der stier.....bereichert heute also....:-)
ein netter stier ....
auch für mich......*g*

sich selber auserhalb .....des geschehens zu stellen.....
geistig und auch tätig......
und zwar ganz bewusst .......kenne ich......

mal schauen was die welt ....so macht......einfach ruhen und reifen...hihi
erscheint mir oft als der richtigere weg.....

einfach warten bis man wieder hunger hat......

wenn helfen das ist was man kann....( auch sich sebst )
sollte man es schon tuen denk ich......
es ist doch nicht masochistisch solange man sich selber wohl fühlt dabei....

aber ich kann deine zweifel nachvollziehen......
denn das helfen ist oft wie ein ofen der ausbrennen will......

aber das helfen verlangt die stetige flamme.......
aber feuer brennt nie gleichmässig ......
und wärmt auch nie gleich.......

und oft hat man das gefühl das man mitverbrennt......
helfen ist der härteste job auf der welt.....denk ich.......denn.....
um sinnvoll ....helfen zu können.....muss man ......
eine gewisse objektivität entwickeln können.....die an härte grenzt....

und da haben wir ja das problem der sache.....
den menschen die sich zum helfen berufen fühlen......
haben oft ein schwer kontrollierbares feuer in sich (motivation)
und sind mehr gütig als hart.........

von cat - am 20.07.2001 22:58

gütig und hart

ja, schön beschrieben
das mit dem feuer...

wobei es auch "helfer" gibt
denen die härte gefällt
wie ich sie kennen gelernt hab...
wo helfen ned viel mit güte zu tun hat

es is auch so eine angst
etwas mühsam gewonnenes vielleicht wiede rzu evrlieren
wenn man sich wieder auf die helfer-sache einlässt

wer bin ich
darum gehts letztlich?
was überwiegt in mir?
der helfer?
der egomane?
der kreative?

letztlich is klar:
ich bin von allem etwas
und suche nach einem für mich
lebbaren kompromiss...

von dr.yoghurt - am 20.07.2001 23:25

Re: gütig und hart

also die helfer denen härte gefällt.......
sind schweine ......die beim helfen nix zu suchen haben.......

das problem ist........
das man oftmals hart sein muss .......
auch wenns nicht gefällt..........

mentale stärke zeigen muss ......
aus verschiedenen gründen.......

aber auch schwächen zeigen muss
weil immer perfekt sein wäre grauenhaft........


meist bleiben von den verschiedenen ichs........immer eine menge.....
im gesamtbild drin......
meist sieht man sich nicht so.....
wie andere einen sehen.............

von cat - am 21.07.2001 01:12

stark/schwach

das seh ichw eniger als problem...
zumindest solang man innerlich ausgeglichen ist...

wobei das auch ein guter "thermometer" für die innere ausgeglichenheit ist...
dass einen die andern anders sehn
als man sich selber:
ja, das reizt mich auch
dass man die möglichkeit hat
sein selbstbild zu erweitern
aufgrund der erfahrungswerte da...

von dr.yoghurt - am 21.07.2001 01:24

Re: alte haut ist tot

aber in der zeit wie sie stück für stück abstarb hat sich drunter neue gebildet,... haut stirbt ja nicht im akuten anfall des sterbenwollens ab, sondern weil se irgendwann verbraucht ist ... die neue haut ist im grunde nix anderes als die alte mal war ...nur was man mit ihr macht, wie man sie schont/fördert/pflegt/strapaziert ...das liegt ja jetzt an dir :-) die schutzfunktion kann die neue haut nun besser erfüllen und ... irgendwann stirbt diese auch ab ...dann kommt ne neue und so weiter ... wenn du die jetzige nicht allzu sehr verbrennen lässt, hast du sie vielleicht ne ganze weile ;-))

von pedschi - am 21.07.2001 15:42

klingt als ob du

viel mit hautpflege beschäftigt wärst
also jetzt durchaus im symbolischen sinne...

das häuten is ja kein problem...
eine neue haut braucht man, wenn die alte zu klein war
man ist also gewachsne
und dann ist ja gut so
weils mehr platz für all die verschiedensten schizos bietet...
und die sich weniger drängeln müssen...

von ޜݜ - am 21.07.2001 17:04
Gefällt mir gut!

denn meine abgeworfenen Schlangenhäute sind mittlerweile auch nimmer zählbar...

aber ich würde nicht sagen, dass sie "tot" sind; denn sie sind ja in unserer Vergangenheit noch da... und wenn wir Zeit nicht linear verstehen, dann sind die Häute parallel immer noch da... und all die Schizos sind vielleicht auch all die vielen Häute.

crazy

von crazy - am 21.07.2001 18:10

Re: jo bin ich

weil ich nicht glaube (das unterscheidet uns wahrscheinlich), dass die neue haut größer ist oder anders ...sie ist nur neu und irgendwann is das häuten auch nicht mehr so leicht, von daher pfleg ich meine *gg*... was man hat - hat man :-)

von pedschi - am 21.07.2001 20:59

hast du nicht das gefühl

dass man innerlich wächst mit der zeit?
(also nicht all emenschen, siehe forum ;-)

man beginnt in einer innerlichen 20quadratmeter-whnung als körper...wo viel zu wenig platz is für alle schizos...und zieht in immer größere körperwohnungen um...

so kommtsmir vor...

aber man kann (leider) immer nur ein paar wenige qm dazugewinnen...kleine schritte...um jeden q-centimeter muss man "kämpfen"...

von ޜݜ - am 21.07.2001 22:07

darüber rätsle ich grad ein wenig...

vielleicht empfindet das aber auch jeder ein wenig anders...

vielleicht is es einfach ein vorteil
wenn man eine schnell wachsende haut hat
dann kann man sich öffnen, ohne verletzungen selbiger allzu sehr fürchten zu müssen, da sich die haut ja schnell wieder generiert...

von ޜݜ - am 21.07.2001 22:10

mutanten-dasein

sich veränderungen anpassen
regenierien
erneuern
anpassen.
du wirfst nichts weg
du bist das
sozial-chamäleon.

von dawn_ex_machina - am 22.07.2001 09:35

meinst du

mich speziell?

ich seh das aber nicht nur als
anpassung an äußere veränderungen...

mehr so ein zusammenspiel
innere/äußere verädnerungen...
uff..und bisweilen is man da selber der
der in der mitte steht zwischen 2 stühlen...

von ޜݜ - am 22.07.2001 11:09

Re: dochdoch

ich glaub schon, dass man wächst und leider auch abnimmt
ich denk eine neue haut ist nur dehnbarer und belastbarer und man kann sie halt dementsprechend nutzen ... wenn die alte nie gepflegt wurde und schon rissig ist, eignet sie sich logischerweise nicht, um einen zuwachs zu beherbergen und zu schützen ... hm...

um jeden qadratzentimeter kämpfen ... ja :-( ... und ganz oft erfolglos ... 10 kämpfe - ein sieg odda so... hmmmmm

von pedschi - am 22.07.2001 14:07
nun, eine schlange macht das, um ihre haut zu wechseln.
letztlich hat sie eine neue haut, die genau der alten entspricht. ist das tragisch oder komisch?

(mir einen kleinen quergedanken erlaub)

von adam abel - am 22.07.2001 22:48
wieso steh ich hier mit adam abel? darüber würd ich technisch gern informiert

gruss
sheltie

von adam abel - am 22.07.2001 22:50

auch eine schlange

wächst...soviel ich weiss, dient ihr das häuten ebenso, um in einen für die alte haut zu groß gewordenen körper wieder hinein zu passen...
für die schlange is es dann wohl eine befreiung.
dass sie sich diesem zeremoniell immer wieder aussetzen muss, mag sie als tragisch oder komisch empfinden, ganz nach ihrem naturell...

von ޜݜ - am 23.07.2001 06:55

vermutlich

hast du, wenn du den namen jetzt nicht eingegeben hast, mal in einem ähnlichen forum gepostet und dieses forum hat einen alten cookie aufgegriffen, den es fälschlicherweise als zu dem forum gehörig einordnete...habn sich schon einige leute gewundert

fuß
doyo

von ޜݜ - am 23.07.2001 06:57

du meinst

man schrumpelt wieder zusammen?
hmmm...stimmt schon, leben is pulsieren...wahrscheinlich is mein leben momentan noch/oder wieder sehr auf wachsen angelegt...also ich spar viel energie, um genug kraft zu haben, wachsen zu können...wenn man dauernd kämpfen muss, geht einem da sonst die energie aus...

von ޜݜ - am 23.07.2001 07:03

Re: jo

pulsieren ... wachsen, schrumpeln oder vergleichbar mit ner blütte ...man blüht auf, dann fällt blütenblatt um blütenblatt und dann entsteht ne neue knose, die auch wieder aufgeht ..
und wer dauernd kämpft, hat keine kraft zum wachsen ...stimmt auch ...aber kämpfen gehört dazu ... was nützt die energie zum wachsen, wenn kein platz da ist ...ich glaub das leben ist ein komplex aus all den komponenten, die halt unterschiedlich stark ausgeprägt sind ...
in dem ganzen wachstums-energie-desaster kann ich dir nur raten nicht gerade dann mit energiesparen anzufangen, wenn dir ein licht aufgeht :D:D:D

von pedschi - am 23.07.2001 14:20

wachstums-energie-desaster

wachsen is ja auch kein energie-sparen...
im gegenteil
man gibt halt nach aussen hin ned so viel energie ab /oder versucht es
um die innergie für innere vorgänge bereit zu halten

und nach aussen hin muss ma kämpfen, klar, sonst wird man überrollt
grenzen setzten...eine (leider) mitunter anstrengende angelegenheit...
was ich meinte, war auch mehr das nach-innen-kämpfen
mit sich selber...
was ja noch mehr kraft kosten kann...
aber ein kampf is
bei dem man nicht gewinnen kann

von ޜݜ - am 23.07.2001 18:38

Re: energiespartheorie

bezog sich nicht unmittelbar auf deinen wachstumsprozess ... war halt einfach nur so ene feststellung :-) ... abdriften is ja nicht selten bestandteil unserer postings ;-)

hm *schwernachdenk*... du meinst, der kampf nach innen lässt sich nie gewinnen???? hm... wie meinst du das??? ich denk schon, dass man diesen kampf gewinnen oder verlieren kann, möglicherweise bewegen sich aber grad meine gedanken wo ganz anders ...hm...............

von pedschi - am 23.07.2001 19:49

den kampf nach innen

will ich gar nicht gewinnen
das hieße ja teile von sich selber niederringen
mein ziel is eher inneren frieden zu stiften
also die ich-s miteinander ein auskommen finden lassen

wird eh scho draußen in der welt genug gekämpft
(wie man sogar im wirr-duellen rahmen sieht)
da mag ich ned auch noch mit mir fighten...

von ޜݜ - am 23.07.2001 20:46

quark- dich speziell !?

son unsinn.
menschlein im allgemeinen.
somit dann auch dich.
aber nicht "speziell".

ich meinte zwar nur die äußeren,
aber innere
auch gut.
klar
irgendwie auch.

und meist zwischen den stühlen balanciert und nicht
steht

fuss
DEM

von dawn_ex_machina - am 29.07.2001 08:40
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