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soulkitchen, dr.yoghurt, pastperfect, McKinski, Hr. Österreicher, McSchmitt, McGump

Iron Fist

Startbeitrag von McKinski am 17.03.2017 19:22

seit heute auf Netflix.
Hab's noch nicht gesehn, werd aber heute abend damit anfangen.

Was ich derzeit fasziniernd finde, ist die Tatsache, dass Samsung S-Health der Meinung ist, dass ich mit ca. 25.0000 Schritten pro Tag in den Top 1% des Leaderboards bin. Sowohl für meine Altersgruppe als auch generell.

Ich find 25.000 Schritte nun wirklich nicht viel. das sind ca. 12 km Joggen und das selbe nochmal laufen. Hinzu kommt ja noch, dass ich ein Auto hab und damit auch herumfahre. Früher, in den guten alten Zeiten des Mittelalters war ja der Kalorienverbrauch für das normale Gesindel bei ca. 4000, heute sind es 2000, bei mir eigentlich nur 1600 wenn ich keine 25.000 Schritte machen würde. Die feinen Leute wie z.B. der Herr Baron, die haben sogar 6000 Kalorien zu sich genommen. Allerdings haben sie auch weniger verbraucht, was zu der Leibesfülle geführt hat, wie auch bei den Mönchen. Letztere haben es sogar auf 8000 Kalorien Input gebracht und der Output war weniger als beim Gesindel. 8000 Kalorien, dass sind in etwas 9 Menüs bei McDonalds. Kaum zu glauben sowas.

Was das jetzt mit Iron First zu tun hat, weiss ich nicht, hab's ja noch nicht gesehen...

Die 50 interessantesten Antworten:

Also 25.000 finde ich schon recht beachtlich!

Ich selbst komme selten über 10.000, außer an den 3-4 Tagen pro Woche, an denen ich jogge. Mein Spitzenwert liegt bei etwas über 26.000. Das war ein Urlaubstag, an dem wir die Insel erkundet haben, und abends war ich noch joggen.

Die Vorgeschichte von "Iron Fist" klingt mir verdächtig nach diesem "Arrow"-Typen von DC. Den habe ich nur eine Staffel lang ertragen. Danach wurde die Story immer absurder. Weiß nicht, ob ich mir das nochmal antue.

Andererseits habe ich gerade "Westworld" durch, und die ersten Folgen von "Quantico" Staffel 2 und dieser Matthias-Schweighöfer-Schmonzette haben mich auch nicht gerade vom Hocker gehauen.

von pastperfect - am 18.03.2017 09:15

Samsung Health

Schwanzlängenvergleich, die 87.
Samsung Health - so heißt die App, die mir immer so freundlich gratuliert, wenn ich 6.000 Schritte am Tag gemacht hab. Wobei die Schrittweite aber sehr variieren kann. Wenn ich einkaufen gehe und Dinge erledige, hab ich rasch viel mehr Schritte beisammen. Wenn man übrigens mit Auto oder Bus über Kopfsteinpflaster fährt, fängt die App manchmal auch zu zählen an.

25.000 über welchen Zeitraum? Das ist schon viel. Im Sommer, wenn ich meine Touren mach, komm ich auf Tagesspitzenwerte bei 40-50.000, der Monatsschnitt liegt zwischen 7000 und 16.000. Und ich geh sehr viel. Also entweder hast du bei dir viel Kopfsteinpflaster oder du bewegst dich echt viel oder du hast sehr kurze Beine.

von dr.yoghurt - am 18.03.2017 10:25
Das könnte durchaus sein. Marvel und DC haben ja moistens immer ähnliche Charaktere. Wobei bei aber wohl doch Hawkeye der Marvel Arrow ist. Ich schau Arrow immer noch, gehört es doch zu dem Flash-Legends of Tomorrow-Supergirl Universe wo es jetzt häufiger Crossovers gibt. Aber bei Arrow wird es immer lächerlicher. Jetzt kämpft schon der schwule Nerd in einem lächerlichen Outfit im Team Arrow, obwohl man von seiner Vorgeschichte klar erkennen kann, dass er nie viel mit Sport auf dem Hut gehabt hat. Schon allein dass die Thea die kleine Schwester mitgemischt hat, ist lächerlich. Die kann an mir draufdreschen, so doll sie kann, das würd ich nicht mal spüren so zierlich wie die ist.

Nach dem Luke Cage Debakel und dem leider stinklangweiligen Jessica Jones/Daredevil (was ich echt schade finde, weil ich sowohl Krysten Ritter und die aus True Blood mag) hatte ich wenig Erwartungen an Iron Fist, aber irgendwie ist es nicht schlecht. Hat zwar nichts mit Superhelden zu tun und für mich ist es eher eine Martial Art Serie mit mystischem Hintergrund, aber das ist durchaus positiv. Vor allem die Hauptdarstellerin gefällt mir.

Westworld ist sowiso Oberklasse aber Quantico ist nicht mein Ding und Matthias Schweighöfer nervt schon genug mit seiner Matthias Schweighöfer-Stick Werbung. Letzteres werd ich vielleicht mal anschaun, hat aber keine große Priorität.

von McKinski - am 18.03.2017 21:48

Re: Samsung Health

Also hast du doch ein Auto?

50.000 Schritte ist ne ganze Menge, das sind so ca. 58 km. Was sind den das für Touren?


Die 25.000 hab ich gestern gehabt und ähnliches die letzten Tage. Heute sind es nur 13.000 weil es regnet. Bin da nur mal Kurz zum Saturn gelaufen und wieder zurück. Wäre ich noch Joggen gegangen, dann wäre ich wieder auf ca. 25.000 gekommen.
Das mit der Schrittweite ist logisch. Beim Gehen hat man ja immer mit einem Bein Kontakt mit dem Boden. Beim Joggen nicht und du springst ein bisschen. Daher ist die Distanz bei gleicher Schrittfrequenz beim Joggen größer.

Ich hab mal versucht mein Microsoft Band auszutricksen und eine 60 km Fahrt als Joggen ausgegeben, hat aber nix genutzt und wurde nicht als laufen erkannt. Bei Kopfsteinpflaster kanns es schon vorkommen denke ich, aber das dürfte kaum die Werte merklich verändern.

Die Sache ist nur so, dass ich mich jetzt nicht als stark überdurchschnittlich bezeichnen würde, weshalb mich die Sache mit dem 1% stark überrascht. Ich denke mal, dass es schon allein aus beruflichen Gründen Leute geben muss, die ähnliche oder mehr Schritte am Tag zurücklegen, wie z.B. Briefträger. Früher im alten Rom gabs auch mal den Beruf des Eisläufers. Die haben im Sommer immer das Eis aus dem Gebirge nach Rom gebracht, damit Nero seinen Smoothie bekommt.

von McKinski - am 18.03.2017 22:03

Re: Samsung Health

Zitat

Ich denke mal, dass es schon allein aus beruflichen Gründen Leute geben muss, die ähnliche oder mehr Schritte am Tag zurücklegen, wie z.B. Briefträger.


ich bin mir sogar sicher, daß es diese leute geben muss!
es ist zwar ein absurder gedanke, aber: vielleicht gehen die auch einfach nur, und schalten keine schrittzählapp dazu?
möglicherweise ist es ja als briefträger oder anderer mensch, der beruflich viel geht auch frustrierend, wenn da auch noch die schritte gezählt werden? evtl. haben die dann eine app, die ihnen gratuliert, wenn sie mal weniger gegangen sind: gratuliere, sie sind heute fast den ganzen tag nicht aus dem bett gekommen. :keck:

von soulkitchen - am 19.03.2017 19:16

Re: Samsung Health

50.000 - 58 km - dazu müsste die Schrittweite bei über einem Meter liegen. Das ist maximal beim Laufen drin, beim Gehen nicht. 50.000 Schritte durch die Lobau, Naturschutzgebiet, das waren vielleicht 30, allerhöchstens 35 km, weil ich da ja nicht wie ein Soldat durchmarschier sondern oft kleine Schritte mach, wenn ich mir ein Tierchen oder eine Pflanze anschau oder sie fotographier.
Normal sinds eher 20-25km, aber die Lobau gibts ja keinen öffentlichen Verkehr (zumindest keinen motorisierten :bfeif: ), wenn du da beim Gehen drauf kommst, jetzt magst nicht mehr, hast bis zum nächsten Ausgang auch noch ein gutes Stück. Wenn dir die km wichtig sind, ist ein GPS-tracker wohl genauer.

Die Briefträger und Eisverkäufer haben ja vielleicht alle Iphones :keck:

von dr.yoghurt - am 20.03.2017 12:04

Re: Samsung Health

Ich muss grad grinsen, weil ich schon bei mir dachte, dass die Schrittzählerapp ein Thema ist, an dem sie sich gern reibt :elch:

Diese Samsung Health-app war von haus aus auf meinem Smartphone installiert. Ich hab jetzt nachgesehen, die lässt sich auch gar nicht deinstallieren. Man kann nur das Schritte zählen abstellen. Damit man in eine Internetliste aufgenommen wird, muss man aber ein Samsung Konto haben und zusätzlich eine Einstellung aktivieren, was ich beides nicht gemacht hab. insofern repräsentiert Mcflys Liste halt jene, die das getan haben. Und den Eisverkäufern, Briefträgern, Marathonläufern und Laufburschen beim Magistrat wird das offenbar auch zu blöd gewesen sein.

Was ich an der App zB mag, ich weiß dann im Nachhinein immer, an welchem Tag zu welcher Uhrzeit ich spazieren war, weil die App auch das aufzeichnet, oder wie lang ich jetzt unterwegs war. ZB wenn ich im Nachhinein wissen will, um welche Uhrzeit war das, als ich nachts den Fuchs zwischen Augarten und Donaukanal scharwenzeln sah, kann ich mir zusammenreimen, von da bis da war ich dort unterwegs, also muss es ca. um die Uhrzeit gewesen sein.

Es gibt sogar eine Funktion, mit der man den Blutsauerstoffgehalt bestimmen kann. Aber das ist eher ein Schmäh.

von dr.yoghurt - am 20.03.2017 12:22

Re: Samsung Health

ja, das gleiche ging mir auch durch den Kopf!

Wo kann man den den VO2max anzeigen? Das ist eine Funktion die ich vermisse.

Letzte Woche hat mein Band ja wieder mal beim Joggen mittdendrin abgeschaltet und das obwohl noch 44% Akku da war nach dem ich am Ladegerät rebooted hab. Ist in letzter Zeit mehrfach ohne Warnung passiert, also hab ich mir einen Ersatz geholt, und das ist das Samsung Gear Fit 2. Das Problem ist, dass es nicht Windows kompatibel ist, aber das Garmin Dings ist mir zu klobig also hab ich das Gear samt Ablesegerät (S7) gekauft.

Übrigens hab ich heute mal genauer nachgesehn wo die Scrhitte im einzelnen herkommen:
Mittags bin ich so 1 Stunde im Park gelaufen (nicht gejoggt). Das waren 5km und ca 10.000 Schritte. Nachmittags um 16:00 hatte ich dann schon über 12.000 Schritte und nachdem ich dann später noch 12 km Joggen gegangen bin, waren es schon 24.000. Bis heute abend komm ich daher locker wieder auf 25.000. Es zeigt aber auch, dass das eigentlich keine große Sache ist, finde ich.
Was mir weniger gefällt ist, dass ich heute beim Joggen sowohl mit dem Gear als auch mit dem Band gemessen hab. Die Distanz ist da exakt gleich, aber bei den verbrauchten Kalorien sind sie unterschiedlicher Meinung: Das Band sagt es waren 900, und das Gear behauptet 643.
Nun ist mir eigentlich der Wert vom Band sympatischer aber ich befürchte faste, dass die 643 exakter sind, was etwas frustrierend ist...

aber sag mal.... ich hab gedacht du wohnst in Wien und nicht auf dem Land?

von McKinski - am 20.03.2017 19:15

Re: Samsung Health

ja, da bin ich wohl mit den Parametern durcheinander gekommen. Irgendwann hatte ich mal eine Referenz von 6000 Schritten, aber ich weiss es nicht mehr. Ich denke mal so 1 Schritt = 0.7m oder so.

Fotografieren geh ich auch im Sommer öfters, aber da komm ich bestimmt auf keine 50 km weil ich zu häufig stehen bleibe und fotografiere.

Ich hab mal eine Diskussion wegen einem Fitnessband verfolgt, da gings um die Akkulaufzeit. Einer hat geschrieben, dass kann man ja "auf der Arbeit" aufladen, worauf der andere gemeint hat, dass er es ja genau da braucht. Und S-Health gibts im übrigen auch für IPhone (aber nicht für Windows, was für mich unverständlich ist).

von McKinski - am 20.03.2017 19:23

ok...

hab mich vertan ist kein S7 sondern A3 (jedenfalls ist es unter 5" und Release 2017).
Hab's nicht so mit Fremdgeräten... \-:
Aber zumindest beim Gear Fit 2 bin ich richtig:
http://www.samsung.com/de/wearables/gear-fit-2-r360-small/SM-R3600DANDBT/

von McKinski - am 20.03.2017 19:42
ich hab mal auf einer reise jemanden kennengelernt- zu einer zeit vor den handys und apps- der war auf weltreise und sein "tagebuch" bestand aus einer genauen auflistung, mit welchem transportmittel er an welchem tag/uhrzeit welche strecke zurückgelegt hat und die kosten. daneben hat er noch ausgerechnet, wie die durchschnittsgeschwindigkeit für diesen streckenabschnitt war und die kosten pro kilometer. das waren alle reiseaufzeichnungen!

damals fdacht ich mir, daß das doch eigentlich das uninteressanteste an einer weltreise ist.... also nicht wo hab ich was gesehen oder was hab ich für spannende erlebnisse gehabt, sondern alles runtergebrochen auf die daten und fakten der fortbewegung. wenn man gefragt hat "wie fandest du denn die usa so?" "super, mit den greyhound-bussen kostet dich der kilometer im schnitt nur x dollar" oder so :nuts:

ok, damals war das schon ein echter freak, aber mittlerweile mit all den schrittzähl- leuten würd er wahrscheinlich gar nicht mehr so auffallen ;-)

natürlich spricht nix spezielles gegen eine schrittzähl- app (ausser vielleicht, daß es akkuleistung frisst), es kommt halt immer auch auf den user an. und ich vermute, es gibt halt genug user, die sich davon in ihrer blödheit diktieren lassen, daß es die anzahl der schritte sind, woraufs beim gehen ankommt.

von soulkitchen - am 22.03.2017 14:56

gar nicht auszudenken

wenns das schon gegeben hätt, als wir damals das sekten dorf entdeckt haben... der spaziergang war wirklich lang... aber ich finds gut, die schritte von damals nicht zu wissen oder wo wir da genau waren, weil so bleibt das ganze in dieser zwischenwelt aus real erlebtem und mythischem, wo man nie genau weiß, was wo einzuordnen ist :-)

von soulkitchen - am 22.03.2017 15:01

Re: gar nicht auszudenken

Also ich komm ganz gern wieder zu Orten, an denen ich vor langer Zeit schon mal war, weil sich dann die Gedanken und Gefühle von damals mit den jetzigen vermischen oder weil einem dann plötzlich Dinge einfallen. Und diesen einen schönen Tümpel im Wald, an dem es so idyllisch war und wo wir über die Gerüchteküche abgelästert haben, den würd ich zB schon gerne wieder finden.

von dr.yoghurt - am 22.03.2017 19:41

Re: gar nicht auszudenken

yo, an den tümpel mit diesen oagen riesen- libellen hab ich auch gedacht. wobei ich bezweifle, daß sich der mittels einer schrittzählapp wiederfinden liesse. den gabs halt genau zu diesem zeitpunkt an dieser stelle, und davor und danach nicht (mehr). evtl. gibts den tümpel jetzt in einem parallel- universum. dahin ist wahrscheinlich auch das schwebende blatt und möglicherweise sogar das gesamte sektendorf entschwunden :wirr: das wirft auch ganz noies licht auf den satz von der eingeborenen des sektendofs, mit dem sie auf uns reagierte. "sie sind aber ned von do..."

von soulkitchen - am 22.03.2017 23:25
das macht keine app. das wird direkt von der hardware gezählt. eine app zeigt dann lediglich das ergebnis an. was anderes ist gps das saugt schon enorm, owohl es eigentlich ja nur ein radioempfänger ist und nichtmal sendet.
ich hab einmal die funktion des Samsung Gear zum musikhören über Bluetooth beim joggen verwendet. nach gerade mal einer stunde kam dann schon die warning dass der akku bald leer ist. mal abgesehen davon passen nur max 2GB musik drauf, obwohl es mit 4GB beworben wird. dass das OS bereits 2GB benötigt wird nicht erwähnt.

Die WHO empfielt z.b. 6000 schritte am tag für ein gesundes leben. allerdings nicht direkt sondern sie sagt, dass man 30-60 min laufen soll. da nun mal GPS viel akku kostet, rechnet man das einfach in schritte um was den akku schont.

mit einer app kann man dann die schritte direkt auf facebook posten lassen. allerdings ist das immer das erste was ich deaktivere. ich weiss ja nicht wie du dazu stehst, aber ich kann mit diesem ganzen socializing nix anfangen.

von McKinski - am 22.03.2017 23:44
Ich ahne, was du meinst. Ein ähnliches Gefühl habe ich bei den Leuten, die ständig alles fotografieren. Die ihr Essen und ihre Mitmenschen in Positur stellen und ablichten. Neuerdings hat ja jeder eine Kamera mit recht ordentlicher Abbildungsleistung im Telefonhörer.

Ich denke mir dann, dass die mit Motivwahl und Bildgestaltungsüberlegungen eigentlich zu ausgelastet sein müssen, um die Situation, die sie als erfassenswert erkannt haben, auf sich wirken zu lassen, und zu genießen. Um die geknipsten Fotos dann später umständlich zu suchen, und sie Leuten zu zeigen, die sich einen Scheiß für die eingefrorenen Erinnerungen anderer interessieren, aber aufgrund von Höflichkeit Interesse heucheln müssen. Was das für eine Zeit kostet!

Schritte zählen hat für mich dennoch eine andere Qualität. Das läuft so im Hintergrund mit, ohne dass ich viel dafür tun müsste. Und wenns mich interessiert, schaue ich mal, wie viele Schritte ich heute gelaufen bin. Ein preiswerter Spaß, den ich mir als technikaffiner Mensch mit kindlicher Freude am Machbaren gerne mal gönne.

von pastperfect - am 23.03.2017 07:20

Re: gar nicht auszudenken

Aber passt irgendwie dazu, dass ich bei Filmen ganz gern bei interessanten Szenen zurückspule, während sie auch da mehr die Philosophie vertritt "vurbei is vurbei" :klo:

Hat die tatsächlich gesagt, ob wir von da sind? Das hatt ich schon wieder vergessen. Hatten wir nicht auch so Assoziationen mit dem Kukluxclan?

von dr.yoghurt - am 23.03.2017 15:37

Re: gar nicht auszudenken

nayo, einen guten film schau ich mir gern auch öfters an.... :-) aber während des filmschauens zurückspulen find ich macht den rhythmus des films irgendwie kaputt.
aber ich glaub darüber haben wir mal im zusammenhang geredet "wenn man während des films gedanklich abschweift" nochmal zurückspulen oder ned... und da denk ich mir halt: wenn ich gedanklich abschweife oder ned alles mitbekomme, dann war das halt teil meines persönlichen filmerlebens... abgesehn davon, daß sich komplexe handlungen eh nie auf einmal entschlüsseln und man dann halt noch was zu entdecken hat, wenn man den film nochmal schaut... :-)

yo, die frau aus dem klukluxklan-sektendorf hat gesagt "sie sand oba ned von do..." hat unsere alien- existenz quasi sofort enttarnt :haare:

von soulkitchen - am 23.03.2017 16:32
ohja, das mit dem essen fotografieren find ich auch immer witzig... das essen wird in der zwischenzeit kalt, aber man muss ja erstmal alles in szene setzen und gleich auf facebook teilen :nuts:

letztens hab ich erfahren, daß es anscheinend auch eine app gibt, die einen daran erinnert, daß man genug trinkt. ich frag mich halt, ob man sich so auf dauer nicht das natürliche durstgefühl abtrainiert und nur noch seiner app vertraut... oder ob man schon vorher irgendwie den kontakt zu seinem natürlichen durstgefühl verloren haben muss, um überhaupt auf die idee zu kommen, daß man so eine app braucht, damit man nicht "vergisst" zu trinken. blöd ist halt wenn der akku leer ist und man dann gar nicht weiß, wann man trinken soll :nuts:

von soulkitchen - am 23.03.2017 16:39
Zitat

ich weiss ja nicht wie du dazu stehst, aber ich kann mit diesem ganzen socializing nix anfangen.


ich find schon das wort socializing grauenhaft... klingt wie ein parasit, der ins hirn kriecht, oder so :wirr:

von soulkitchen - am 23.03.2017 18:07
Hintergrund ist, dass man Leuten mit Nierenproblemen empfiehlt mehr zu trinken als sie eigentlich wollen, weil das für die Niere gut ist. Die trinken dann über den Tag verteilt viele kleine Mengen, das ist angenehmer als wenige Male große. Und bei alten Leuten kann auch das Durstgefühl verloren gehen, das kann auch gefährlich werden. Da macht sowas schon Sinn. Als wir jung waren, haben sowas die Mitmenschen gemacht ("Hosd eh gnua trunken heut?"), aber die sind ja jetzt selber mit ihrem Hendy beschäftigt, da macht dann so eine App schon Sinn.

von dr.yoghurt - am 23.03.2017 20:19

wobei

sich da die katze irgendwie in den schwanz beisst...
die loite brauchen die apps, weil die mitmenschen mit ihren handys so viel beschäftigt sind, die sind wiederum so viel mit ihren handys beschäftigt, weil sie so viele apps haben... :nuts:

von soulkitchen - am 23.03.2017 20:33
Was dagegen spricht ?

Vielleicht das Fehlen von Sinn ?

Die Vergeudung von Zeit ?

Oder die Fütterung von Paranoia - wird ja alles im Netz gespeichert, denk ich...

Die Krankenversicherung könnt´s interessieren....

"...was wollns, a neues Knie ? Bei ihrer Schrittleistung der letzten Jahre kein Wunder, dass hin is ! Abnützungserscheinungen. Und jetzt die Allgemeinheit für ihr Fehlverhalten zur Kasse bitten wollen ? ....Sicha ned ?"

"...erhöhter Blutdruck, erhöhte Blutfette, Arteriosklerose ?!...na, mein lieber Herr/liebe Dame, selber Schuld sinds...ich hab´da ihre Durchschnittsschrittfrequenz der letzten Jahre am Schirm...faul sans, fett sans... am besten wir erhöhen ihren Kassenbeitrag...und ihre Bluttfettsenker zahln sie sich g´fälligst selber...)

Oder dem Arbeitgeber...

"..ok., Mitarbeiter XY/Mitarbeiterin XX - die Filiale incl.Nebenräume hat so und soviel m² . Unser MÜP (Mobilitätüberwachungsprogramm) zeigt bei Eingabe ihrer Schrittfrequenz während den Dienstzeiten, dass sie sich 40% unterhalb des errechneten durchschnittlichen Anforderungsprofil bewegen...woraus wir schließen, dass sie ein fauler Sack/Säckin sind und sich im Lager/Büro/hinterm Regal verstecken um ja nicht einem Kunden über den Weg zu laufen....Entlassung...."

Andererseits....

"Wieso gibt es über ihre Schrittfrequenz keine Daten ? Was versuchen sie zu verbergen ? Verdächtig !!!"

....vielleicht doch mitmachen :braue::

von Hr. Österreicher - am 25.03.2017 13:26
Zitat

"Wieso gibt es über ihre Schrittfrequenz keine Daten ? Was versuchen sie zu verbergen ? Verdächtig !!!"


yo, und wenn man die lustigen katzenvideos ned liked und shared, dann gilt man gleich als verdächtig humorlos

von soulkitchen - am 25.03.2017 15:21
Ach Gottchen, "das Fehlen von Sinn", "die Vergeudung von Zeit". Mal nicht immer so erwachsen tun. Als ob immer alles einen "Sinn" haben müsste!

Zum Thema "Krankenversicherung" glaube ich zwar im Großen und Ganzen immer noch an das Prinzip der Solidargemeinschaft, finde aber, dass Leute, die ihren Körper bewusst vernachlässigen - sei es durch Bewegungsmangel, schlechter Ernährung oder Nikotin- und Alkoholkonsum - auch höher an den Gesundheitskosten beteiligt werden sollten, als Leute, die besser auf sich achten.

Ich finde übrigens auch, dass Bahn- und Flugtickets abhängig vom BMI abgerechnet werden sollten.

Insofern würde eine Übertragung bestimmter Körperdaten an die zuständigen Stellen zumindest für mehr Transparenz, wenn nicht gar für mehr Gerechtigkeit sorgen.

Und was die Arbeitswelt betrifft: da haben wir längst genauere Methoden, um die Effizienz eines einzelnen Mitarbeiters zu ermitteln. In Deutschland gibt's die REFA, in Österreich wird es eine ähnliche Organisation geben, die wenig anderes macht, als Methoden zur betrieblichen Datenermittlung zu entwickeln. Über Sinn und Unsinn solcher Maßnahmen kann man trefflich streiten, was die Mitbestimmungsgremien und die Arbeitgeber ja auch immer wieder gerne tun.

von pastperfect - am 26.03.2017 09:59
Zitat

finde aber, dass Leute, die ihren Körper bewusst vernachlässigen - sei es durch Bewegungsmangel, schlechter Ernährung oder Nikotin- und Alkoholkonsum - auch höher an den Gesundheitskosten beteiligt werden sollten, als Leute, die besser auf sich achten.


sollten dann im umkehrschluss diejenigen, die besser auf sich achten, einen höheren beitag in die pensionskasse zahlen (weil sie ja vermutlich länger leben und da mehr kosten verursachen)?

Zitat

Ich finde übrigens auch, dass Bahn- und Flugtickets abhängig vom BMI abgerechnet werden sollten.

super :rofl: fette, schwangere und bodybuilder zahlen dann mehr, magersüchtige kriegen rabatt :nuts: hat der schaffner im zug dann direkt die waage und das cm-maß dabei und wird man an ort und stelle gewogen und vermessen, bevor man ein ticket kauft? wieviel würden die tickets wohl für alle teurer, wenn man den erhöhten arbeits- und personalaufwand im ticketpreis mitzahlen muss? :rofl:

von soulkitchen - am 26.03.2017 10:34
mir ist vor allem auch aufgefallen, dass ein eklat zwischen soulkitchen und dir droht. wärend du klar auf der sportlichen gewinnerseite bist, nimmt soulkitchen stellung zur gegenfraktion. erwartet uns demnächste ein erbitterer kampf? und wird dabei vielleicht noch gesungen und getantzt? und welchen einfluss wird edi haben?

ich weiss ja nicht warum du das jetzt tust, du solltest es besser wissen, aber es geht nicht um eine schrittzähler app sondern um gesundheit. die apps die die von der hardware gelieferten daten auswerteten nennen sich fitness oder health apps die mehr tun als nur die schitte anzuzeigen. zusammen mit herzfrequenz, accelerometer, gyrometer und gps kann man daraus realistische werte über die fitness ermitteln. wenn der puls steigt und gleichzeitig schritte gemessen werden ist das gut, sitzt man aber nur faul auf der couche wie der herr österreicher, dann eben nicht.

dass der herr österreicher keine ahnung von dem thema hat ist offensichtlich, sonst würde er wissen dass viele fitnessbegeisterte auch fitnessbänder trägen. die heissen fitnessbänder und nicht schrittzählerbänder aus gutem grund.

wobei... mir heute was passiert ist da ärger ich mich drüber:
das gear war zu 50% geladen, die Bluetooth Sportkopfhörer von Monster nach aussage der weiblichen Stimme, die wie eine von denen aus der 0190 Werbung klingt war medium.
Zusätzlich hab ich das voll aufgeladene Microsoft Band verwendet, um unterschiede zu testen. Nachdem ich die letzten 2 Tage Muskelkater wegen einer Reparatur in der Küche hatte (Kannst dur mir erkären warum ich problemlos 20km am Tag joggen+gehen kann, aber sobald ich was reparier Muskelkater hab?), bin ich davon ausgegangen, dass ich nur ne kleine Runde von max 10 km mache, aber irgendwie war ich so voller energie, dass ich deutlich mehr gemacht hab. tja... bei 15 km hat sich das Gear verabschiedet und bei 16 km auch noch das Band! nur die Kopfhörer gingen noch.
Echt mist war, als ich festgestellt hab, dass beim Gear die gesammten Daten des Laufs nicht gespeichert wurden! Das Band hat sich wieder mal bei 44% akkuladung verabschiedet, was ja der grund ist warum ich das gear gekauft hab.

von McGump - am 26.03.2017 20:58
Naja, über die Sinnhaftigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es unterschiedliche Ansichten. Ich für meinen Teil würde lieber darauf verzichten, und mich mit den eingesparten Beiträgen selbst um meine Altersversorgung kümmern. Wenn man im Alter gesund und fit ist, spricht auch nichts dagegen, freiwillig noch ein paar Jahre dran zu hängen. Muss ja nicht unbedingt eine 40-Stunden-Woche sein. So ein gleitenden Ausstieg aus dem Berufleben halte ich für besser, als von heute auf morgen gar nichts mehr zu tun. Da kommen viele nicht mit klar.

Schwangere, Magersüchtige und Bodybuilder bedürfen unserer besonderen Fürsorge, und sollten per se kostenlos reisen.

von pastperfect - am 27.03.2017 07:16

Re: Stan Lee

Ist mir auch aufgefallen. Sah aus wie ein Konzertplakat.

Ansonsten weiß ich nicht so recht, was ich von Iron Fist halten soll. Es gab ja ganz gute Ansätze, aber auch einen Haufen Kritikpunkte:

- zu viel plakative Gewalt ohne kausalen Zusammenhang mit der Handlung
- zu viel Martial Arts im Halbdunkel
- generell zu viel Martial Arts, wo eine trockene MP-Salve das Problem schneller gelöst hätte
- Bösewichter agieren teilweise wie im Kasperle-Theater
- die Guten auch
- Was findet Coleen Wing an dieser Dumpfnudel Danny Rand?

Lichtblicke wie üblich Rosario Dawson und Carrie-Anne Moss, von der ich gerne mehr gesehen hätte.

von pastperfect - am 27.03.2017 07:28
Zitat

So ein gleitenden Ausstieg aus dem Berufleben halte ich für besser, als von heute auf morgen gar nichts mehr zu tun.


Gibt es in Deutschland eigentlich die Möglichkeit zur Gleitpension? In Österreich wurde das nach zaghaften Versuchen wieder abgeschafft. Was mich wundert. Was hat der Staat dagegen, dass man freiwillig länger arbeitet?

Die Vorstellung, durch "Strafzulagen" bei Rauchern, Übergewichtigen usw könnte man die marodierenden Krankenversicherungssysteme gesund machen, halte ich übrigens für einen Trugschluss. Gefäßkrankheiten wie Arteriosklerose sind für den Beitragszahler vergleichsweise erschwinglich, noch dazu, wenn man berücksichtigt, dass bei exzessivem Lebensstil nicht nur die Pensionskosten wegfallen sondern auch die Krankenversicherungskosten im Pensionsalter. Richtig teuer ist Krebs, Diagnose, Op und natürlich Medikamente. Allein eine einzige Chemotherapieinfusion verursacht Kosten in astronomischer Höhe. Wobei man nicht übersehen sollte, dass Kosrten immer auch Geld sind, das irgendjemand verdient. Eine Objektivierung dieser Kosten, die ja zum Teil auch die Allgemeinheit mitträgt, wäre da mal überfällig, eine Art Refa für die Pharmaindustrie. Die kontert da drauf aber immer mit dem Totschlagargument, sie könne dann keine neuen Medikamente mehr entwickeln. Guter Schmäh dafür, sich nciht in die Karten schauen zu lassen.

Forderungen nach höheren Beiträgen für u.a. Suchtis entsprechen halt dem Zeitgeist - joggend ins Grab. Unser geschätzter leider-doch-nicht-Präsident, der Herr Hofer, hat sich bei einem Paragleit-unfall einen temporären Querschnitt zugezogen und daraufhin Berufsunfähigkeitsrente beantragt. Hätte er sich nicht dazu entschlossen, Bundespräsidentschaftskandidat zu werden, wäre er heute also schon in Pension. Da frag ich mich auch, warum soll die Allgemeinheit dafür blechen, dass einer seine sportlichen Fähigkeiten überschätzt? Sportunfälle bedeuten für den Beitragszahler, dass jemand aus voller Gesundheit heraus und womöglich schon in jungen Jahren keine Beiträge mehr zahlt und dafür teure Behandlungskosten (Rehabilitation usw) verursacht. Aber das ist ja ok, weil die grundlegende Intension "ich mach Sport, ich leb gesund" common sense ist.

von dr.yoghurt - am 27.03.2017 09:57
In D gibt's mittlerweile eine sogenannte Teilrente. Kenne ich mich aber auch nicht im Detail mit aus. Außerdem darf man sich als Rentner bis zu einer gewissen Einkommensgrenze was dazu verdienen.

Und größere Unternehmen bieten verschiedene lukrative "Altersteilzeit"-Modelle an, die allerdings darauf abzielen, die Arbeitszeit VOR Eintritt des Rentenalters zu reduzieren - mit Einbußen im Einkommen.

Dass Risikosportarten und exzessiver Sport generell nicht gesund sind, sehe ich so wie du. Aber dass sich eine gesunde Lebensweise mit vernünftiger Ernährung, Vermeidung von Genußgiften und guter körperlicher Fitness auch auf die Gesundheitskosten auswirkt, steht doch wohl außer Frage.

Unsere Krankenversicherungen honorieren das teilweise bereits mit Bonus-Programmen, bei denen man einen Teil der Beiträge zurück erstattet bekommt, wenn der BMI im Normalbereich ist, oder man eine Urkunde vom Volkslauf vorlegt.

von pastperfect - am 27.03.2017 12:17

Re: Stan Lee

ich finde die Serien einfach zu sehr in die Länge gestreckt. Als Film wäre es top, aber als Serie mit 13 Folgen sind da einfach zu viele unnötige Lückenfüller drin. Trotzdem war es nicht so langweilig wie Daredevil oder Jessica Jones, was aber an den Kampfszenen liegt.
Auch diesmal hab ich das überraschende Ende bereits erwartet. Was ich mich allerdings frage... am Anfang ist the Iron First ja ohne Schuhe rumgelaufen.... hatte er auch keine Schuhe als das Mönchkloster verlassen und das eisige Gebirge heruntergeklettert ist, und wenn doch, was ist mit denen passiert? ..... interessantes Thema für die 2. Staffel denke ich!

Was Coleen an Danny findet ? Sowas hab ich mich schon bei vielen anderen Sachen wie z.B. bei King of Queens gefragt.

Im Vergleich zu Arrow aber kaufe ich es Coleen ab, dass sie ein Bad-Ass ist. Bei Arrow ist es bei z.B. den klapperdürren Thea oder Laurel einfach nur lächerlich! Klar.... ein paar Wochen Kampfsporttraining reicht um dann die größten Muskelpakete umzuhauen....

Rosario Dawson hatte ja sehr viel Sendezeit dafür, dass sie in allen anderen Netflix-Marvel Serien dabei ist. Trinity hat man ja auch bereits in Jessica Jones gesehen.
Was ich aber langsam unrealistisch finde ist, dass ihr Character Claire zufällig immer wieder auf Leute mit ausergewöhnlichen Fähigkeiten trifft. Das ist fast so als wird man 4 mal hintereinander vom Blitz getroffen. Aber ich find's auch schön dass sie immer dabei ist.

von McSchmitt - am 27.03.2017 16:17
z.B. die Techniker Krankenkasse:

https://www.tk.de/tk/tk-vorteile/bonusprogramm/140656

AOK auch:

http://aok-nw.de/mehrwert/praemien.html

von pastperfect - am 27.03.2017 17:00
Der Jammer in Österreich ist die Pflichtversicherung. Je nach Art deiner Tätigkeit kriegst du eine Versicherung zugeteilt. Als Selbstständiger bin ich zB bei der gewerblichen Sozialversicherung versichert, ob ich will oder nicht. Für die gleichen ärztlichen Tätigkeiten des Arztes zahlt meine Versicherung teilweise das Doppelte oder mehr von dem, was die Gebietskrankenkasse zahlt (=Soz.vers. der Arbeitnehmer). Sehr nobel, nur gegenüber den Beitragszahlern halt nicht unbedingt fair. Zusätzlich gibts bei uns 20% Selbstbehalt (gibts bei der GKK auch nicht). Wenn man mit dem Vorsorgearzt "Gesundheitsziele" vereinbart und diese erreicht, kann man den Selbstbehalt auf die Hälfte kürzen, allerdings liegt das Erreichen dieser Ziele dann im Ermessen des Arztes, da gibts keine objektivierbaren Kriterien, insofern ist das kaum ein Anreiz.

Zitat

Aber dass sich eine gesunde Lebensweise mit vernünftiger Ernährung, Vermeidung von Genußgiften und guter körperlicher Fitness auch auf die Gesundheitskosten auswirkt, steht doch wohl außer Frage.

Herr A raucht täglich 60 Zigaretten, ist fressüchtig und macht keinerlei Sport. "Sozialverträgliches Frühableben" durch plötzliches unerwartetes Gefäßereignis mit 55. Gesundheitskosten 0 (zur Vorsorge ist er auch nicht gegangen)
Herr B: Nichtraucher, dünn, lebt gesund. Geht jährlich zu den Vorsorgeuntersuchungen, treibt Sport. Im Alter Gelenksprobleme infolge von sportlicher Überlastung, diverse Kniegelenksoperationen. Rehab, Physiotherapie. Zwischen 75 und 90 zunehmende altersbedingte Beschwerden mit den entsprechenden Arztbesuchen. Die letzten 5 Jahre in einer Einrichtung.

Und wer kostet den Beitragszahkler jetzt mehr? Und da sind die Pensionskosten noch gar nicht berücksichtigt.

von dr.yoghurt - am 27.03.2017 19:31
Recht lustig, aber das sind ja wohl Extrembeispiele.

Wenn Herr A ein zäher Knochen ist, haut ihn das Gefäßereignis nicht aus den Latschen. 2-3 Infarkte, Herz-OP's, Schrittmacher, Reha-Kuren, Erwerbsunfähigkeitsrente mit Mitte 50. Hält dank Betablockern, ASS und feinmaschiger Diagnostik bis Mitte 80 durch.

Herr B kennt die Studien, die belegen, dass regelmäßiger Sport den Gelenken eher nutzt als scahdet. Er weiß aber auch, wann es genug ist, und dass eine konservative Knie-Behandlung in vielen Fällen diese OP's überflüssig machen, die einem die Orthopäden immer so gerne aufschwatzen wollen. Er tritt einfach etwas kürzer, fährt Rad und geht Schwimmen, anstatt zu joggen. Arbeitet bis zum Eintritt ins Rentenalter, lebt gesund bis an sein friedliches Ende.

von pastperfect - am 27.03.2017 19:58

Danke!

hab's in meiner euphorie erst bestellt und dann gelesen, weil ich dir vertraue.

beim lesen hab ich dann aber gemerkt, dass wohl nix für mich ist:

"teilnahme an..., teilnahme an.... teilnahme an.... blablabla"

geht denn heutzutage nix mehr ohne socializing?
Einstein hat doch auch die Relativitätstheorie alleine erfunden, und als Newton der Apfel auf den Kopf gefallen ist², da war das auch keine Teamarbeit.

1989 tauchten bei Star Trek erstmals die Borg auf. Eine kollektive Rasse die alles assimiliert und ins Kollektiv integriert. Resistance is futile. Wie so vieles bei Star Trek scheint auch das wahr zu werden...



²) diese Geschichte ist stark umstritten und wahrscheinlich reine Fiktion.

von McSchmitt - am 27.03.2017 20:33
wenn man die diversen gedanken zur schrittzählapp mit literarischen kategorien vergleichen würde, dann wären es einfach unterschiedliche genres:

auf der ebene des rein persönlichen gebrauchs ("soll doch jeder, wie er mag") könnte man sich beispielsweise eine suada an philosophischen betrachtungen vorstellen, oder einen tagebuchroman "die innenschau eines gehenden und seiner app" :shopping:: (das einzige emo, das so aussieht, als würde es gehen- man denke sich den einkaufswagen als smartfon)

die anderen erzählungen kreisen ja eher um die frage der auswirkungen auf die gesellschaft und wären daher besser in einem zukunftsroman aufgehoben:

mc fly vertritt dabei den technologischen heldenepos: die app wird uns alle zu gesunden, fitten menschen machen- welt gerettet- alles gut
während herr ö. den dystopischen ansatz wählt: die app wird dazu benutzt, uns alle auszuspionieren und unter kontrolle zu halten
und pastperfect verbindet das zur neoliberalen befreiungsutopie: die transparenz führt zu mehr gerechtigkeit im gesundheitssystem, man wird endlich von der lästigen solidargemeinschaft befreit, gesundheit und krankheit sind nur von persönlichen entscheidungen abhängig: alle verantwortungsvollen, fitten sich-gut-ernährer,nicht-raucher und nicht-trinker leben gesund, fit und glücklich bis ins hohe alter und haben sich rententechnisch selbst gut abgesichert

:shopping::

von soulkitchen - am 28.03.2017 08:15
Zitat
pastperfect
Recht lustig, aber das sind ja wohl Extrembeispiele.

Wenn Herr A ein zäher Knochen ist, haut ihn das Gefäßereignis nicht aus den Latschen. 2-3 Infarkte, Herz-OP's, Schrittmacher, Reha-Kuren, Erwerbsunfähigkeitsrente mit Mitte 50. Hält dank Betablockern, ASS und feinmaschiger Diagnostik bis Mitte 80 durch.

Herr B kennt die Studien, die belegen, dass regelmäßiger Sport den Gelenken eher nutzt als scahdet. Er weiß aber auch, wann es genug ist, und dass eine konservative Knie-Behandlung in vielen Fällen diese OP's überflüssig machen, die einem die Orthopäden immer so gerne aufschwatzen wollen. Er tritt einfach etwas kürzer, fährt Rad und geht Schwimmen, anstatt zu joggen. Arbeitet bis zum Eintritt ins Rentenalter, lebt gesund bis an sein friedliches Ende.


Du übertreibst halt in der Gegenrichtung. Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand mit Herrn As Vorgeschichte Mitte 80 wird? Ein Stent ist zudem ein vergleichsweise billiger Eingriff - bei so einer Vorgeschichte kommt eine (teure) Transplantation eh nicht in Frage. Herr B. hat sich inzwischen durch seinen Umstieg auf Brustschwimmen ein schmerzhaftes Rückenleiden zugezogen, das regelmäßige Behandlungen über Jahrzehnte hinweg erfordert.

Die überwiegende Zahl an schweren Krankheiten kann man ohnedies auch mit der "gesündesten" Lebensweise nicht verhindern. z.B. genetisch bedingte hohe Blutfette, die ganzen Autoimmunerkrankungen, Krebs. Man kann maximal bei einzelnen Krebsarten das Risiko senken, zB durch Ernährung Darmkrebs. Frauen mti hoher Promiskuität korrelieren positiv mit Gebärmutterhalskrebs. Sollen deswegen Frauen mit häufigen Partnerwechseln mehr Krankenversicherung zahlen? Frauen mit geringer Promiskuität wiederum korrelieren positiv mit Krebs des Gebärmutterkörpers. Spätestens jetzt wirds dann kompliziert.

von dr.yoghurt - am 28.03.2017 08:19

Re: Danke!

Sorry.

Bei mir (Techniker Krankenkasse) war nix mit Socializing. Ich habe nach alter Väter Sitte ein Bonusheft zugeschickt bekommen, die einzelnen Aktionen habe ich beim den zuständigen Ärzten abstempeln lassen, das volle Heft zurückgeschickt, Bonus kassiert - das wars. Ist allerdings zwei oder drei Jahre her. Danach habe ich das irgendwie vergessen. sollte ich mal wieder machen. War leichtverdientes Geld.

Allerdings waren da auch Maßnahmen bei, die die gesetzlichen Kassen gar nicht übernehmen - z.B. medizinische Zahnreinigung, was mir mein Zahnarzt mit 50€ in Rechnung stellt. Musste man aber nicht unbedingt machen, um Beiträge zurück zu bekommen.

Das Kollektivlastige geht mir mittlerweile auch auf den Keks. IBM will jetzt Homeoffice wieder rückgängig machen, weil man angeblich nur in Teamarbeit den neuen Herausforderungen gewappnet ist. Ich bin von zuhause aus eher produktiver. Da kommt nicht dauernd jemand in mein Büro, um über Fußball zu quatschen.

von pastperfect - am 28.03.2017 08:23
Naja, kompliziert isses meistens, wenn's ins Detail geht.

Und wir werden uns da wohl auch nicht mehr einig. Ich habe auch über Studien gelesen, die zu anderen Ergebnissen kommen, bin aber zugegebenermaße zu wenig Experte, um deren Glaubwürdigkeit zu überprüfen.

Für mich persönlich habe ich halt festgestellt, dass ich mich als Nichtraucher und mit 20kg weniger auf den Rippen einfach besser fühle, und seltener an Infektionskrankheiten und anderen Beschwerden leide. Vielleicht ist es Einbildung, aber meine Lebensqualität hat durch eine "gesündere Lebensweise" (ich bin nun echt kein Asket) eher zugenommen. Ob mich das im Alter vor schweren Krankheiten schützt, oder mein Leben verlängert, wird man sehen.

Mein Vater war Ende 50, als er seinen Infarkt hatte. Mittlerweile ist er Mitte 80, und die Herzprobleme sind seine Geringsten. Dabei hat er noch Glück gehabt, weil es ihm nach Stent-OP und medikamentöser Einstellung rein körperlich wieder gut ging. In seiner Herzsportgruppe gibt es allerdings Kandidaten, die Herrn A schon recht nahe kommen.

von pastperfect - am 28.03.2017 08:43
Zitat

gesunde Lebensweise mit vernünftiger Ernährung, Vermeidung von Genußgiften


allein an der frage, was eine "vernünftige ernährung" ist, scheiden sich ja schon die geister. alle paar jahre kommt eine neue "ernährungs- philosophie" raus, die dann erstmal alles dominiert, dann kommt wieder was neues. z.b. als ich noch in der volksschule (ist das in d die grundschule?) war, gabs "schulmilch"-aktionen, weil man überzeugt war, daß kinder milch für knochenaufbau brauchen. dazu gabs als "gesunde jause" z.b. vollkornbrot mit magerem belag und einen apfel. heutzutage sind gefühlte 80% der kids laktoseintolerant, glutensensitiv oder allergisch auf äpfel :eek: low- carb anhänger tun so, als würde man sich direkt vergiften, wenn man überhaupt brot isst und die fructose im apfel steht im verdacht, die bauchspeicheldrüse und leber stark zu belasten. :geige:
dafür ist schokolade- natürlich mit möglichst wenig milch- und zuckeranteil- irgendwie wieder rehabilitiert, genauso, wie ein achterl rotwein am tag anscheinend auch lebensverlängernd wirken kann. ausser natürlich, man reagiert auf das hystamin. :???:
irgendwie alles total kompliziert!

von soulkitchen - am 28.03.2017 17:56
Was gesund ist oder sich auf die Lebensqualität positiv auswirkt, ist ja wieder ganz ein anderes Thema. Mit Rauchen hab ich vor über 20 Jahren aufgehört. Wenn sich a.e. ihre selbst gewuzzelten anraucht, halten wir immer einen "innerschizoiden Kroitleinabstand" ein. Auch ich fühl mich mit viel Bewegung und weniger Hüftspeck wohler in meiner Haut. Einzige Baustelle ist ein wenig der Blutdruck, der bei mir hochnormal ist, also in einem Bereich, in dem einem manche Ärzte einreden, da könnte man schon was nehmen. Aber gerade in dem Bereich bringt die Reduktion der anderen Risikofaktoren viel, weil man sich dann Betablocker & Co erspart, d.h. in Maßen kann ich dem "gesunden Lebensstil" einiges abgewinnen (wobei, was grad als gesund gilt, immer eine Tochter der Zeit ist)

Das Thema war aber, ob man Typ-A-menschen zu höheren Beiträgen vergattern soll und da ist für mich einerseits nicht eindeutig klar, ob die in der Masse tatsächlich mehr kosten als die anderen und andererseits, was vielleicht noch wichtiger ist, würde das ja bedeuten, dass man auch alle anderen Kostenrisikofaktoren beitragsmäßig berücksichtigen müsste. Wenn dann die Typ-A-menschen im Gegenzug fordern, dass gesund Lebende zu höheren Pensionsbeiträgen vergattert werden müssten, würde das volkswirtschaftlich durchaus Sinn machen. Wem das Befeuern des Verteilungswettkampfes in der Gesellschaft Spaß macht, der wird hier seine helle Freude haben. Ich brauchs nicht.

von dr.yoghurt - am 28.03.2017 18:23
Zitat

Magersüchtige und Bodybuilder bedürfen unserer besonderen Fürsorge.


hm, aber magersüchtige und bodybuilder (zumindest die, die auch auf diverse hilfsmittel setzen) schädigen sich doch ebenso vorsätzlich selbst wie andere, von dir erwähnte gruppen... :???: ich glaub man kann sich auch schneller ins krankenhaus/zu tode hungern als man das mit übermäßig essen hinkriegt.

von soulkitchen - am 28.03.2017 19:17
Wo "Low Fat" draufsteht, ist im Gegenzug mehr Zucker drin, weils sonst nach nix schmeckt. Wo früher Kohlehydrate drin waren (Brot), ist jetzt der neue Trend Protein statt Kohlehydrate. Jetzt müsst man den Leuten nur noch Produkte als gesund andrehen, bei denen Proteine durch Fette ersetzt werden, dann schließt sich der Kreis.

Was ich gar nicht raffe, ist der Glutenwahn. Glutenüberempfindlichkeit haben nur wenige Leute, aber trotzdem ernähren sich jetzt viele glutenfrei, keine Ahnung, was das bringen soll.

Hingegen: Kakao ganz ohne Zucker, nur mit Wasser, das mag ich selber gern. Der Trick ist, man nimmt nur wenig Wasser, etwa so viel wie für eine Tasse Espresso, dazu einen Esslöffel Kakao, das schmeckt nicht nur gut sondern durch den fehlenden Zucker pusht einen das nicht so. Es wirkt ein bisschen wie Gras :cool: Also eine Mischung aus Entspannung und Förderung der Konzentration. Und es macht einen redefreudig (wie Gras halt). Schokolade enthält ja Stoffe, die ähnlich wie THC wirken. Dass es für die Gefäße auch noch gesund sein sioll, ist dann ein angenehmer Nebeneffekt.

Beim Rotwein ist nur der hohe Eisenanteil gesund, weil das der recht verbreiteten Eisenmangelanämie entgegenwirkt. Der gute Praktiker empfiehlt bei einer mikrozytären Anämie (Hb, MCV und MCH im unteren Bereich) statt Eisentabletten ein tägliches Achtel Rot :cheers:

von dr.yoghurt - am 28.03.2017 19:48
:rofl:
Gut zusammengefasst :spos:
Tagebuchroman "die Innenschau eines gehenden und seiner App" - da fühl ich mich auch auch sehr gut getroffen.

Ich frag mich, in welche literarische Kategorie passt sie dazu? Vielleicht als feministisches Pamphlet "Wehret den Anfängen der Schrittzählerapps als Symbolen partriarchalischer Machtdemonstration und männlichem Kontrollwahn!" :elefant::beitsch: ?

von dr.yoghurt - am 28.03.2017 20:06
yo, "früher" halt man halt das fett durch zucker ersetzt, und dafür dann den zucker in limonaden durch zucker- ersatzstoffe ersetzt, die heutzutage aber auch wieder in verdacht stehen, alle möglichen negativen langzeitwirkungen zu haben.

überhaupt ist diese konzentration auf ernährung und sport und rausch/genussmittelkonsum ja auch wieder ein ganz bestimmter fokus- wahrscheinlich weils sich so schön auf zahlen (wie viele schritte/kalorien/genussmittel) reduzieren und in einfache grenzwerte verpacken lässt. andere themen- wie z.b. psychische gesundheit oder entspannung sind halt erstens ned so gut mit dem leistungsgedanken zu vereinen, und ausserdem auch ned so einfach in eine tabelle oder einen zahlenwert zu pressen.

wobei jetzt, wo die diagnose "burn-out" seit einiger zeit so modern wird, wird vermehrt auch solchen aspekten wie stress-resilienz, work-life-balance usw. beachtung geschenkt- aber soweit, daß es da eine app gibt, ist das feld halt auch noch nicht...

ich wär z.b. für die entwicklung einer "an die weiße wand- starr- app"- ich wär bestimmt unter den besten 1% im an die wand starren. :love:

von soulkitchen - am 28.03.2017 20:18
Nein, mir geht es nicht darum, jemanden zu bestrafen, der sein Leben unvernünftig führt, sondern eine gesunde Lebensführung zu belohnen. Und zwar unabhängig von irgendwelchen wirtschaftlichen Erwägungen, die im Gesundheitswesen eh fragwürdig sind.

Ich sehe Gesundheit als gesellschaftliche Aufgabe, denn ich glaube, dass eine gesunde und starke Gesellschaft besser ist, als eine schwache, kränkliche. Das liegt aber auch in der Verantwortung eines jeden Einzelnen. Nicht jeder nimmt diese Verantwortung wahr. Politik und Krankenkassen haben dieses Problem erkannt, und bieten Hilfen und Anreize. Auch in Form von Bonusprogrammen, die im Übrigen nicht nur Sport und normalen BMI honorieren, sondern auch das Absolvieren der angesagten Vorsorgeuntersuchungen. Ich kann daran beim besten Willen nichts Verwerfliches finden.

Und natürlich sollten alle Kranken die bestmögliche Behandlung bekommen - egal, ob sie ihre Krankheit selbst verschuldet haben oder nicht.

von pastperfect - am 29.03.2017 06:30
Zitat

feministisches Pamphlet "Wehret den Anfängen der Schrittzählerapps als Symbolen partriarchalischer Machtdemonstration und männlichem Kontrollwahn!"


hm, wenn ich eine feministische kampfschrift verfassen wollt, dann würde ich mir glaub ich doch eines der vielen anderen, drängenderen probleme aussuchen. :hot:

aber allgemein würd mir glaub ich die literarische form eines pamphlets ned so liegen, ich würd glaub ich lieber etwas schreiben, was mehr spielraum für absurdität und phantasie lässt. z.b. eine ironische parabel oder ein märchen, in dem auf die schrittzählapp ironisch bezug genommen wird.

z.b. eine welt, in der die eine hälfte der welt alles zählt, misst und abwägt und deren einziges bezugssystem zahlen bzw. abstraktes ist (dafür natürlich ein haufen noch anderer apps verwendet) und die andere hälfte der welt, die keinen begriff von zahl hat, dafür aber andere apps hat... (die app, wo man eintragen kann, wenn man einen regenbogen gesehn hat oder eine wolke, die einem prominenten ähnelt)
quasi zwei gesellschaftssysteme gegenübergestellt, die symbolisch für die linke, analytische und die rechte, kreative gehirnhälfte stehen. und darin dann irgendeinen plot aufbauen.

evtl. bin ich aber gerade etwas von der geschichte beeinflusst, die ich grad gelesen hab, da spielen nämlich die gehirnhälften eine rolle. bzw. genauer gesagt die störungen, die es hervorruft, wenn eine seite geschädigt ist. "der mann, der seine frau mit einem hut verwechselt"

von soulkitchen - am 29.03.2017 07:08
Da habe ich mich tatsächlich auch schon mit beschäftigt, und für mich ein paar Leitsätze ermittelt:

Es ist nicht so relevant, WAS man isst, sondern WIEVIEL.

Jeder Depp weiß mittlerweile, dass man sich ungesund ernährt, wenn man nur Bratwürste und Snickers isst. Ein Übermaß an Fett, Zucker und Salz sollte man also vermeiden, geht aber manchmal nicht (Kantinenessen), oder möchte man manchmal nicht ("Lebensqualität").

Wenn man mehr zu sich nimmt, als der Körper verbraucht, nimmt man zu. Wenn man weniger zu sich nimmt als der Körper verbraucht, nimmt man ab. Definitiv. Es ist allerdings schwer einzuschätzen, wieviel der Körper braucht. In der Regel verschätzt man sich nach oben hin (ich zumindest).

Notfalls muss man seinen Verbrauch ermitteln, Kalorien zählen und engmaschig sein Gewicht kontrollieren. Wenn man das tut, ist man NICHT automatisch magersüchtig oder zwanghaft, egal, was einem Freunde und Familie erzählen wollen.

Der BMI ist zwar nicht genau, aber ein passabler Richtwert, solange man nicht kleinwüchsig, Basketballer oder Bodybuilder ist.

Zeitlich befristete Diäten sind Mist wg. Jojo-Effekt, der allerdings ausschließlich im Kopf stattfindet.
Diäten, die bestimme Lebensmittelgruppen bevorzugen oder verbieten, sind ebenfalss Mist, es sei den, der Arzt verschreibt sie einem.

Man stribt nicht, wenn man eine Mahlzeit ausfallen lässt. Nicht mal, wenn es das Frühstück ist.

Der (halbwegs gesunde) menschliche Körper ist nicht so pingelig, wie einem die Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittelindustrie suggeriert. Es vergehen vermutlich Wochen oder Monate, bis sich ein Mangel an einem bestimmten Vitamin oder Mineral negativ bemerkbar macht.

Wenn man sich vielseitig ernährt, kann nicht viel schiefgehen, aber das muss eigentlich jeder für sich selbst rausfinden.

von pastperfect - am 29.03.2017 07:10

Burn-out

Der Name an sich ist auch schon wieder etwas sehr Zeitgeistiges. "Depression" würde so unproduktiv und negativ klingen. "Burn-out" hingegen heißt, mir gehts nur deshalb schlecht, weil ich zuvor so viel geleistet habe. Analog sollte man nicht mehr sagen "er ist tot" sondern er hat ein "Live-out" oder statt die Karre hat einen Totalschaden, sie hat ein "Drive-out".

von dr.yoghurt - am 29.03.2017 11:34
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