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vor 5 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 1 Woche
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soulkitchen, pastperfect, McFǀy, ScheItie, SheItie

Eurovision Song Contest

Startbeitrag von pastperfect am 10.05.2017 08:01

Wo bleibt soulkitchens traditioneller ESC-Abriss?

Gestern war schließlich das erste Halbfinale!

Antworten:

ich weiß, es klingt jetzt

total nach ausrede, fake news und unglaubwürdig, aber: ich hab gestern erst kurz vorm voting überhaupt mitbekommen, daß schon erstes semifinale war :eek:
irgendwie ist in letzter zeit meine online- und tv zeit eher auf die basics reduziert, und da sind mir sämtliche vorankündigungen anscheinend entgangen :???:
vielleicht mag ja jemand anderer eine zusammenfassung des ersten finales posten... oder was über die ausgeschiedenen sagen- die anderen sieht und hört man ja eh nochmal ;-)
bei den kurzausschnitten, die zum voting aufrufen ist mir nur aufgefallen: es gibt flitter, glitter, lightshow, windmaschine, minimalst bedeckte körperteile und freiwillig oder unfreiwillig komische auftritte- wie jedes jahr ;-)

von soulkitchen - am 10.05.2017 08:42

ps

am ausgang des votings ist mir aufgefallen, daß gegen ende, als nur noch wenige plätze zu vergeben waren, noch eine ganze reihe von darstellerinnen, die auf den spektakulären ausschnitt- fucktor gesetzt haben, übriggeblieben sind. offensichtlich nutzt sich der nackte brüste- bonus bei exzessiver wiederholung etwas ab. :denk:

ohne die auftritte selbst gesehn zu haben: gute chancen räume ich dem typen aus portugal(?) ein, der so aussieht, als hätte er einige nächte in lissabon am bahnhof übernachtet und der zu seinem lied einen blick voll saudade in die kamera schmachtet, unglaublich. :geige: :love: :haare:

von soulkitchen - am 10.05.2017 08:57

Re: ps

Ich hab's auch erst später erfahren und außer der Berichterstattung nichts davon mitbekommen.

Vielleicht schaffe ich es heute, mal in das zweite Halbfinale reinzuschauen....

von pastperfect - am 11.05.2017 09:30

ich tippe

daß ungarn, norwegen und bulgarien weiterkommen

von malta, san marino und belarus werden wir uns hoffentlich verabschieden dürfen.

bei den anderen kann ich nix sagen, das war irgendwie mehr oder weniger alles das gleiche.
die milliarden pixel im hintergrund nerven. eigentlich müsste man eine warnung einblenden, daß die showacts für epileptiker und lightshow-sensitive personen nicht zu empfehlen sind.

von soulkitchen - am 11.05.2017 20:44

Re: ps

und? hast du reingeschaut?
ich hab beim halbfinale schon überlegt, ob ich tatsächlich nur reinSCHAUEN soll (also ton abgedreht) allerdings aufgrund der ganzen monströsen light- und pixel-shows ist das echt keine freude, man braucht den ton irgendwie, um vom bild ein bissl abzulenken...

von soulkitchen - am 13.05.2017 08:43

Re: ps

Nein, leider habe ich es nicht mehr geschafft.

Nach Sichtung einiger Beiträge auf Youtube ist bisher Italien mein Favorit.

Uns angeblich soll der Wettbewerb ja diesmal der schlichteste seit Jahren sein. Nur Balladen und Frauen in einfarbigen Kleidern. Ich bin gespannt.

von pastperfect - am 13.05.2017 13:16

Re: ps

hm, also "der schlichteste seit jahren"- das mag evtl. auf die farben der kleider zutreffen, aber was den einsatz von pyrotechnik betrifft, ist es diesmal rekordverdächtig. :hot:

von soulkitchen - am 13.05.2017 17:22

ESC vorab in kurz

Israel: Typ in ärmellosem Top. Geht schon mal gar nicht. Und überhaupt: ISRAEL. Was als Nächstes? Australien? Aber sag das mal laut, biste gleich Antisemit. Vor allem als Deutscher. Das Lied ist mir zu dancefloor.

Polen: Knödeltussi stellt in transparentem Wickelkleid das Lady-Di-Foto nach. Song ist eine passable Ballade.

Weißrussland: Folkpop-Duo auf Propellerboot. Singt auf russisch. Belanglos, aber süß.

Österreich: Grinsekasper singt zuckrigen Mainsream-Pop. Man möchte ihm einen Lolli zustecken. Österreich steht normalerweise für die eher kantigeren Beiträge. Diesmal leider nicht.

Armenien: Flockige Ballade - gut gesungen von bezopfter Diseuse. Die beiden Ausdruckstänzerinnen nerven etwas, aber die Stimmung steigt.

Niederlande: Wilson Phillips für Arme. Die drei geben sich redlich Mühe und kriegen von mir Sympathiepunkte für nostalgische Gefühle.

Moldawien: Drei Brautpaare singen ein Lied für ihre Mama. Saxophone haben schon ganz andere Songs kaputt gekriegt. Hauptsache, die Choreo rockt.

Ungarn: Der erste Gänsehautmoment des Abends. Ethnopop mit Rap-Teil - hat meine Credibility. Der Typ ist sympathisch. Hätte man auch derbe verkacken können.

Italien: Typisch italienische Männerstimme singt zeitgemäßen Pop-Kracher. Der Typ ist ein reinrassiger Entertainer. Zumindest im Video. Mal sehen, ober das auch auf die Bühne transportiert kriegt.

Dänemark: Sie gibt sich alle Mühe und ihr Kleid ist rot. Sie kniet sich voll rein. Sie war auf der Celine-Dion-Universität für Armbewegungen.

Portugal: Wieder so ein niedliches Jüngelchen, dem man erst mal einen Kakao spendieren möchte. Singt ein anämisches Liedchen, und man wundert sich, warum DER als Favorit gehandelt wird.

Aserbaidschan: Eher schwacher Song, den auch die verstörende Inszenierung nicht rettet.

Kroatien: Schizo-Ballade. Gewinner der kroatischen Meatloaf-Änlichkeitswettbewerbs singt mit zwei verschiedenen Stimmen ein Duett mit sich selbst. Varieté vom Feinsten. Der Hit auf jedem Gaukler-Festival.

Australien: AUSTRALIEN??? WOTSEFACK??? Okay. Der junge Mann verhebt sich etwas an seiner Stimmakrobatik. Das Lied ist auch eher so mittel.

Griechenland: Sie bringt ihre epische Up-Tempo-Ballade mit Mühe über die Zeit.

Spanien: Surferboy mit eher eintönigem Gute-Laune-Pop. Zwei Drittel des Liedes bestehen aus Refrain.

Norwegen: Interessant dank Autotune. Dürfen die das denn? Ich dachte, beim ESC darf nur live gesungen werden?

Großbritannien: Nachdem dem sich das Mutterland des Pop in den letzten Jahren regelmäßig mit albernen Beiträgen blamiert hat, setzt man heuer auf eine bierernste Dampfhammer-Ballade. Well done.

Zypern: Kommt mir irgendwie bekannt vor. Anstrengend

Rumänien: Ich hätte nie gedacht, dass Rapgesang und Jodeln zusammen passt. Tut es auch nicht. Aber die Kanonen auf der Bühne machen gleich wieder gute Laune.

Deutschland: Lasst es uns auch in diesem Jahr wieder mit einem belanglosen Pop-Song versuchen, gesungen von einer Frau, weil das ja die letzten beiden Jahre so gut geklappt hat (zweimal letzter Platz).

Ukraine: Der Gasgeber versucht es mit AOR der härteren Gangart. Leider chancenlos.

Belgien: Die belgischen Beiträge überraschen einen meistens positiv. Diesmal auch. Tanita Tikaram trifft Elektropop. Erinnert an Soap&Skin. Ich mag das.

Schweden: Auch die sind nie zu unterschätzen. Der Song wirkt zwar etwas angestaubt, aber die Performance hat Klasse.

Bulgarien: Und wieder so ein Milchbart! Wie beim Beitrag davor: Lied flop, Auftritt top. Gut gemacht, Kleiner!

Frankreich: Französisch ist eine Balladensprache. Bei Up-Tempo wird's schwierig. Vielleicht singt sie den Refrain deswegen gleich auf englisch. Haut mich insgesamt nicht vom Hocker.

Hamwas für dieses Jahr! Meine Favoriten: Italien, Belgien und Ungarn.

von pastperfect - am 13.05.2017 18:37

Re: ps

Ich meine eher die Songs. Da gab's auch schon skurrilere Experimente.

von pastperfect - am 13.05.2017 18:42

die ersten 10

Erstmal: drei männer als moderatoren- was soll das denn? :rolleyes: Celebrate diversity, yeah :arsch:

1 israel: sänger mit extra spektakulär in szene gesetzten und eigens beleuchtetem bizeps, rumgehopse von bäckgroundtänzern im ganzkörper- feinripp, wird ein paar solide punkte der gay- community abstauben

2 polen: vogel- optik im hintergrund, dazu eine sängerin in einer art porno- brautkleid die irgendwas von fleisch singt… :beitsch:

3 Weißrussland: penetrant- nervige fröhlichkeit, möglicherweise ironisch gemeint, aber ich kapiers ned

4 österreich: versuch eines spagats den sänger cool wirken zu lassen, und das bühnenbild kitschig wie aus dem stammbuch einer 9 jährigen (wo sind die einhörner?)

5 armenien: ungewöhnlich minimalistische tanzperformance (eher schreiten und arme bewegen) dazu elektronischer sound und viel feuer. nicht der schlechteste auftritt des abends bisher

6 niederlande: drei schwestern denen ein haufen schwarzer glitzer- flitter an die körper geklebt wurde, im hintergrund laufen motivationssprüche

7 moldavien: wieder brautkleider und rumgehopse (der bäckgroundtänzerinnen) dazu dürfen die männer im blues-brothers-mäßigen outfit :xcool: so tun, als ob sie instrumente spielen

8 ungarn: prinzipiell find ichs begrüßenswert, daß die ungarn einen vertreter ihrer roma- minderheit hinschicken, und die ethno- klänge mit getrommel auf der milchkanne haben mir auch gefallen, die rap- teile des liedes gingen auch so, aber die feurig und dennoch unterwürfig tanzende weibliche aufhübschung des bühnenshow war ein bissl too much roma- klischee für mich :eek:

9 italien: einfach gestricktes lied von witzig auftretendem typen gesungen, der von einem gorilla auf der bühne unterstützt wird… die new -age yogagruppen-symbole im hintergrund geben mir allerdings rätsel auf :braue:: und das lied – nayo, ned so mein fall

10 dänemark: kokette zahnlücke, spektakuläre oberweite :eek:, belangloses lied und viel pyrotechnik

von soulkitchen - am 13.05.2017 20:42

die restlichen

11 portugal: sehr untypisch song contest, ballade voll saudade :geige:, schmacht- blick :love: und (gespielte?) schüchternheit- große chancen auf den sieg, weils so aus der rolle fällt

12: azerbaijan: avantgardistische performance, vampartiges outfit, pferd auf leiter, irgendwie surreal aber ned schlecht

13: croatia: placido domingo für sehr arme… das lied ist geklaut, aber nicht von einem oder zwei anderen liedern- nein, alle paar takte wechselt das geklaute lied- verwirrend :wirr:

14: australien: sympatisch wirkender jüngling liefert profimäßige performance ab, lied bewegt mich ned weiter

15. griechenland: belanglose popballade mit wassertropfen-optik im hintergrund

16 spanien: reggae- popsong, hawai- hemden, strandoptik im hintergrund- puh :eek: eine harte probe gegen die fremdschäm- gefühle anzukämpfen

17: norwegen: elektro- sound, maskenmann und sänger im rauschen der bildstörung (ja, die ist absichtlich!) kriegt ungewöhnlichkeits- punkte

18 united kingdom: die brexit- hymne „together we will dance through this storm“ *regenschirmrüberreich* :tod:

19 zypern: wirkt improvsiert und gekünstelt gleichzeitig, irgendwie einfach nur schlecht

20 Romänien: gejodel! Oidaa :haare:

21: deutschland: ist so durchschnitt, daß mir nix dazu einfällt, nedeinmal was schlechtes *sorry* aber falls es nix wird, dann geht sicher im dschungelcamp oder bei germanys next topmodel was!

22 Ukraine: rocksong, sticht dadurch raus.. riesenschädel auf der bühne gibt rätsel auf, aber angenehme abwechslung

23 belgien: eine sängerin in schwarz singt mit angenehm tiefer stimme ohne rumgehopse und pyrotechnik

24 schweden: irgendwie typisch schwedischer popsong von anzugträger proffessionell performt, aber irgendein knalleffekt fehlt (sowas wie ein striptease, bei dem sich der sänger als frau entpuppt, oder so)

25 bulgarien: männlicher teenie im vampir- outfit, kann singen, und endet mit einem gehauchten „thank you“: da will man doch nochmal 12 sein und einen teddy auf die bühne werfen! :darling:

26: frankreich: hübsche französin singt teilweise auf englisch: skandal! :haare:

von soulkitchen - am 13.05.2017 21:19

deine favoriten

meinst du die, die dir selbst am besten gefallen, oder die, denen du die meisten chancen einräumst?

belgien und ungarn würd ich mir durchaus auch so anhören (ungarn lieber nur hören und ned sehen) aber was italien betrifft- da bin ich eher bei der portugal fraktion. also ich würd ihm durchaus auch einen kakao spendieren ;-) aber zum lied hatt ich mehr zugang, als zum italienischen (war mir irgendwie zu sehr beachparty- sound). vorallem aber denk ich, daß der portugiesische beitrag mehr heraussticht.

aber was den österreichischen und den deutschen beitrag betrifft: das seh ich ziemlich ähnlich ;-)
ich glaub wir werden uns um die letzten plätze batteln (mit zypern, spanien und griechenland)

von soulkitchen - am 13.05.2017 21:42

Re: die restlichen

Belgien fand ich ganz nett.

Portugal als Gewinner ist okay. Das Lied finde ich langweilig. Aber es ist eine harte Kopfnuss für alle "Produzenten", die den Erfolg des Vorjahres kopieren wollen :rp:

von ScheItie - am 13.05.2017 23:24

Re: die restlichen

yo, und vorallem kein getanze im hintergrund und keine aufwändige grafik. mich würds ned stören, wenn das nächstes jahr ein paar nachmachen. gut fand ich, daß er in seinem schlusskommentar noch gesagt hat, daß es um musik geht und ned um feuerwerke. :teufel:
ich schätze, es werden auch nächstes jahr trotzdem noch genug zirkusnummern dabei sein, aber vielleicht auch mehr varianten des reduzierten.

von soulkitchen - am 13.05.2017 23:30

Re: die restlichen

Über Deutschland bin ich amüsiert. Man macht das dritte Jahr in Folge dasselbe und wundert sich, dass das Ergebnis ebenfalls das gleiche ist :hammer:
Und dabei hat damals diesbezüglich ein Herr Einstein einen Tipp gegeben.

von SheItie - am 13.05.2017 23:41
mir hat der song am besten gefallen:
https://www.youtube.com/watch?v=PUdyuKaGQd4

von McFǀy - am 13.05.2017 23:58

Re: die restlichen

zu deutschland: war da nicht letztes jahr das mädchen im manga stil? :darling:
ich denke, damit deutschland wieder erfolgreicher beim song contest wird, müsste stefan raab das wieder in die hand nehmen. :xcool:

das neue votingsystem fand ich gewöhnungsbedürftig. ich meine, daß die fachjurie und das publikum jetzt beide ganze 12 punkte vergeben dürfen, und die punkte ned vorher schon zusammengerechnet werden find ich schon gut- so könnte man eigentlich besser sehen, wo fachjurie und publikum sich uneins sind.

aber der effekt wird wieder aufgehoben, in dem die publikumsvotes gar nicht pro land verlesen werden, sondern dann als gesamtpunkte"blöcke" einfach zum fachjurie- ergebnis dazugerechnet werden :rolleyes: erstens find ich, das schafft eine hierarchie zugunsten der juries (als ob deren ergebnisse wichtiger wären, so daß man sie einzeln verlesen muss, während die votings der ganzen anrufer nur noch zusammengestaucht werden) und zweitens wird dann eben gar nicht deutlich, wo die nationalen juries den geschmack des nationalen publikums getroffen haben, und wo nicht.

apropos: ich war direkt erleichtert, daß der ungarische beitrag dank publikum dann doch noch einen größeren punkteblock bekommen hat, weil ichs fast skandalös fand, daß der von den fachjuries her soweit hinten gelandet ist. :eek:

umgekehrt gings mir mit österreich, da hat mich eine gewisse schadenfreude gepackt, daß vom publikum (aus gesamteuropa!) 0 punkte gekommen sind :rofl:, nachdem er nach den fachjurievotes doch im vorderen mittelfeld gelandet ist :braue:: (mir total unverständlich)

beim sieger warn sich juries und publikum allerdings einig :-)

von soulkitchen - am 14.05.2017 07:55

Tja

Da habe ich ja mal wieder leicht daneben gelegen.

Den wispernden Fado-Kiffer hatte ich trotz des Hypes kurz vorher mal so gar nicht auf der Rechnung.

Die ganze Nummer wirkt so durchkalkuliert underdogmäßig, dass es einen graust.

Unschön auch sein überhebliches Nachtreten gegen die "Fast-Food-Musik" des ESC. Das ist so, als beschwerte sich ein Vegetarier auf dem Schlachtfest, dass keine Dinkelbratlinge gibt. Toleranz funktioniert halt nur in zwei Richtungen.

Seine Mainstreamfähigkeit kann das dünne Liedchen indes nicht verleugnen - immerhin hat es sowohl Jury als auch Zuschauer überzeugt.

Nur bei mir hat der "reduzierte Charme" leider mal wieder nicht verfangen.

von pastperfect - am 14.05.2017 07:58

Re: die ersten 10

Yo. Drei weiße CIS-Kerle, und dann ständig dieses "Deversity"-Logo.

Überhaupt fand ich Moderation und Rahmenprogramm diesmal ziemlich schwach.

von pastperfect - am 14.05.2017 08:01

Re: die restlichen

Es ist ein bisschen Ironie des Schicksals, dass die beiden Länder, die die höchsten Beiträge für den ESC bezahlen (Spanien und Deutschland), meistens auf den hintersten Plätzen landen.

Erfolg kann man nicht kaufen - außer im Fußball.

Den ungarischen Roma-Vertreter hätte ich auch gerne weiter vorne gesehen.

von pastperfect - am 14.05.2017 08:12

Re: die restlichen

evtl. sind die "fixstarterplätze" sogar ein wenig mitschuld daran, daß die beiträge dann meist soweit hinten landen. :geige:
wobei in den letzten jahren soweit ich mich erinnern kann sowohl von deutschland als auch von spanien ned wirklich was gekommen ist, was einen platz weiter vorne verdient hätte. hätten die sich in einem halbfinale erst qualifizieren müssen, wärn die da halt schon rausgeflogen...

der ungarische beitrag ist der einzige, der mir im ohr hängen geblieben ist und den ich heute noch vor mich hinsummen könnt (also zumindest den refrain) :-)

von soulkitchen - am 14.05.2017 08:37

Re: die ersten 10

Zitat

Drei weiße CIS-Kerle


yo, hätte man nicht wenigstens einen von denen in ein ballkleid stecken können? :wirr:

von soulkitchen - am 14.05.2017 08:40

Re: die ersten 10

Glitzer-Sakkos waren wohl das höchste der Gefühle.

Und die Krawalltranse als Pausenclown hat das Ganze auch nicht besser gemacht.

von pastperfect - am 14.05.2017 08:51

Re: Tja

natürlich ist jedes lied, daß auf einem platz weit vorne landet am song contest mainstreamigfähig. und es zeigt sich in den letzten jahren besonders deutlich, daß lieder sowohl bei der fachjurie als auch beim publikum gut ankommen müssen, um zu gewinnen. nur das eine oder das andere anzusprechen, reicht einfach nicht.

diesmal war es wenigstens eindeutig, ned so wie vor ein paar jahren, als das publikum eigentlich die italienischen tenöre als gewinner lied hatten, und die jurie die aber sträflich unten gehalten hat, und dann dieser russische(?) 0815 beitrag gewonnen hat.

die kritik des sängers an den vielen fireworks war find ich berechtigt, das selbe hab ich mir auch schon gedacht, irgendwie stellt sich eine gewisse übersättigung an pyrotechnik ein, wenns zu exzessiv verwendet wird (so ähnlich wie der halbnackte brüste fucktor). wobei ich fürchte, daß das immer noch ein bissl die nachwirkungen von "rise like a phoenix" sind. wo die feuergrafiken ja auch spektakulär waren :hot: aber irgendwie hats da erstens inhaltlich zum lied gepasst, und zweitens wirkt das lied in kombination mit der figur conchita auch ohne feuer, sogar a capella gesungen. das ist halt was anderes, als wenn ein prinzipiell durchschnittliches liedchen mit opulenter feuershow aufgepeppt werden soll...

ich denke, das war auch einer der gründe, warum portugal gewonnen hat, weils eben auf solcherlei schnick-schnack verzichtet hat. das war eben ein alleinstellungsmerkmal... abgesehn davon wurde das singen in der eigenen landessprache dieses jahr überhaupt verhältnismäßig gut mit punkten belohnt- sogar der weißrussische beitrag, den ich ja einfach nur grottenschlecht fand hat einige "die traun sich in der eigenen landessprache singen"- punkte bekommen. ich hoffe, daß das in den nächsten jahren wieder ein bissl mehr kommt, und ich freu mich schon auf das erste lied in finnisch, schwizerdütsch oder dänisch oder eine der anderen holprigeren sprachen :D celebrate diversity :love:

von soulkitchen - am 14.05.2017 09:12

Re: die ersten 10

nayo, glitzer- sakko ist in song- contest maßstäben ja praktisch der nadelstreif von der stange, sozusagen das, was jeder mann trägt.

krawalltranse als pausenclown? mist, die hab ich verpasst! :-(
der orf hat in den pausenshows konsequent nachrichten und werbeblöcke zwischengeschaltet. und bei den nachrichten wollt ich auch nicht umschalten, weil unser außenminister grad einen höhenflug in seinem größenwahn hat. :eek:

von soulkitchen - am 14.05.2017 09:28

ich find

daß die lieder, die irgendwie alles auf einmal bedienen wollen: bissl ballade, bissl tanzbar, bissl ethno und das alles von allen auf englisch gesungen zur beliebigkeit des wettbewerbs beigetragen haben. von dem her find ich es begrüßenswert, daß ein lied, daß sich eindeutig dafür entschieden hat eine melancholische ballade zu sein, und dazu in landessprache gesungen wird, gewonnen hat.

was du als "durchkalkuliert underdogmäßig" empfindest, fand ich irgendwie eher "typisch portugiesisch", also zumindest entspricht der interpreteur des liedes meinem klischeebild eines portugiesischen philosophiestudenten, der halt auch mal ein bissl fado singt oder gedichte von pessoa rezitiert, nicht nur um erotische annäherungsversuche zu starten sondern auch um seinem komplizierten innenleben auf den grund zu gehen... mag sein, daß er das auch nur gut spielt. ;-) aber hey, mit klischees zu spielen und nebenbei für feuchte höschen zu sorgen ist doch ein altbewährtes rezept für den song contest.

von soulkitchen - am 14.05.2017 10:47

Ich bin da vielleicht ein bisschen altmodisch.

Aber wir reden vom ESC, dem Hochamt der europäischen LGBT-Gemeinde! Da gehört Glitter und Feuerwerk zum Aufpeppen der mittelmäßigen Beiträge mit dazu!

Da lasse ich mir als Kandidat eine erkennbare Frisur aufs Haupt klöppeln, oder wasche mir zumindest vorher die Haare und stutze mir das Philosophenbärtchen!

Da ziehe ich was passenderes an als Vatis ausgebeulten Beerdigungsanzug!

Da überlege ich mir eine anständige Präsentation, und hampel nicht rum wie Keith Jarrett beim Karaoke.

Und last but not least: Da nehme ich eine zeitgemäßes Arrangement, und nicht die erste hingeschluderte Skizze.

Wenn das Schule macht, dass man beim ESC nur gewinnt, wenn man sich keine Mühe mehr gibt, und nur noch "authentisch" ist, werden die nächsten Veranstaltungen dieser Art nur noch halb so unterhaltsam.

von pastperfect - am 14.05.2017 11:09

yo, da bist du in der tat ein bisschen altmodisch

Zitat

Da lasse ich mir als Kandidat eine erkennbare Frisur aufs Haupt klöppeln, oder wasche mir zumindest vorher die Haare und stutze mir das Philosophenbärtchen!

Da ziehe ich was passenderes an als Vatis ausgebeulten Beerdigungsanzug!


:rofl:
ya, papa, der schwiegersohn- in- spe hat sich im falschen outfit vorgestellt, ich hab schon kapiert. :D

Zitat

Wenn das Schule macht, dass man beim ESC nur gewinnt, wenn man sich keine Mühe mehr gibt, und nur noch "authentisch" ist, werden die nächsten Veranstaltungen dieser Art nur noch halb so unterhaltsam.


ach was, da brauchst du dir keine sorgen machen. so ausreisser in irgendeine untypische richtung funktionieren meistens nur genau einmal. nach lordi haben ja auch viele gesagt: jetzt werden nur noch maskierte scherzbeiträge kommen. und das war ja auch nicht so. von dem her: der esc braucht alle paar jahre mal einen gewinnerbeitrag, der "das ende des song contests" einläutet, damit man dann wieder zur glitzer- flitter- routine zurückkehren kann. :cool:

von soulkitchen - am 14.05.2017 12:11
https://www.youtube.com/watch?v=CTP17rWuUMo
:rofl:

von soulkitchen - am 14.05.2017 18:07

und noch eins

https://www.youtube.com/watch?v=Cv6tgnx6jTQ
:rofl:

von soulkitchen - am 14.05.2017 18:19
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