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Zwischenwelt
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
dr.yoghurt, Zweck

querschnitt durch die amerikanische meinungslandsc

Startbeitrag von dr.yoghurt am 12.09.2001 11:35

Antworten:

danke für die links doyo...





..... ich sitze grade am Pc und werde sie mir einmal anschauen ....


....... unsere kleine Unterhaltung zu Thobe schieben wir mal auf, ja, ist nicht aufgehoben, nur mir steht nicht der Sinn danach .....

Ich bin mir sicher, es lässt sich anknüpfen ....

Nur schnell eins: was Peymann betrifft, so ist da nix sicher. Es handelt sich um erste Gespräche .....

Dir viele Grüße einstweilen
Z.

von Zweck - am 12.09.2001 11:45

ach so

na, ich glaub, wien ist für ihn auch zu einer obsession geworden...als er damals ging, blickte er mit wehmut zurück...

aber hast recht...ich bin momentan allerdings schon so vollgestopft mit medienberichten...hab die ins wtc fliegenden boing's jetzt ca. 100x gesehn, wenn ichs zusammennehm, aus jeweils, glaub, einem halben dutzend blickwinkeln...ich versteh nicht, warum man das immer wieder und wieder zeigt, voyeurismus o.k., ich will das gar nicht moralisieren, aber da wird schon übertrieben, finde ich...

von dr.yoghurt - am 12.09.2001 16:52

Ich frage mich das auch ...


warum wird das Hineinrasen der Flugzeuge in dien Tower als Hintergrundsbild gewählt als handele es sich dabei um ein Adventsgesteck während der Vorweihnachtszeit.

> ....................hab die ins wtc fliegenden boing's jetzt ca. 100x gesehn, wenn >ichs zusammennehm, aus jeweils, glaub, einem halben dutzend
>blickwinkeln...ich versteh nicht, warum man das immer wieder und wieder zeigt, >voyeurismus o.k., ich will das gar nicht moralisieren, aber da wird schon
> übertrieben, finde ich...

Mir wurde vorgestern und gestern nach kurzer Zeit fast übel davon und ich habe heute nacht einen Traum geträumt, dessen Deutung ich unmittelbar mit diesem
bewegten Bild in Verbindung bringe. Das rote Feuer der Explosion und die grauen Staubwolken setzte mein Unbewusstes um in für mich verträgliche Bilder, meinen Schlaf musste ich dadurch nicht unterbrechen, obwohl ein Hineinrasen in mein Traumkörper-ICH ebenfalls zu identifizieren war.
Es wird noch zu erforschen sein, wie viele posttraumatische Belastungsstörungen nicht nur den unmittelbar Betroffenen in USA, die ja echte Traumen erlebt haben,ins Haus stehen.
Ich denke an die Kinder, die die Schocks der Eltern in eine unvorbereitete Psyche aufnehmen und dennoch verkraften müssen. Wer wird mit ihnen sprechen, ihnen erklären, ihnen die Angst erträglich machen.
Tja, es werden sich noch viele Fragen stellen ....
Antworten aber braucht es mindestens ebenso nötig.

Der Voyerismus, doyo, bekommt -so er denn mit im Spiel ist- eine Beimischung realer Bedrohungsgefühle, was etwas anderes ist als die sonst beteiligte Angstlust der Faszination von Verbotenem .....
Gruss nach Wien
Z.

von Zweck - am 13.09.2001 08:33

die medien

zeigen das ja nicht umsonst immer wieder.
da geht beinhart der quotenkampf weiter.
fast auf allen kanälen im kabel läuft wtc 20-24 stunden am tag.
das perverse: das war vorgestern, am tag des geschehens, noch nicht so. einige haben erst im laufe des gestrigen tages das wtc-unglück als quotenrenner erkannt und "geschaltet".
man kann nicht umhin, hinzuschauen...eine mischung aus bedrohung und heimlicher faszination. klar, wir, v.a.in der westlichen welt sinds ja nicht mehr gewohnt, dass unkontrollierbare ereignisse das leben erschüttern, mit unserem pensions-sicherheit-anlageberater-denken. bei uns is alles auf sicherheit aufgebaut und schwupps- so leicht is es, sogar in den usa, 2 so 110-stockwerkige türme zum einsturz zu bringen...klar, viele menschen sind jetzt verängstigt (ich hab wegen der dynamik terroristen-bush ein etwas ungutes gefühl)...aber auch fasziniert, weil in ihrem durch und durch sicherheitsgeplanten leben etwas aufgetaucht ist, das so ganz anders ist als ihr sicherheitskonzept...

drum zeigt man uns das wieder und wieder...weil die medienmacher wissen: da wird auch beim 500.mal noch hingeschaut...

wäre die katastrophe zb in einem dritte-welt-land passiert, würde man viel schneller wieder zur tagesordnung übergehen. jede sekunde verhungert weltweit ein kind. macht in 3 stunden rund 10.000, an einem tag sagen wir mal 80.000, d.h. mehr als in manhatten ums leben kamen. das regt keinen mehr auf. ich will jetzt nicht den wtc-anschlag runterspielen, aber heute, am 3. tag, frag ich mich schon auch: warum läuft da eigentlich nicht ständig die berichterstattung, warum wird das nicht heftiger diskutiert ??? das zeigt jedenfalls, dass es da um mehr geht als "nur" um betroffenheit...

von dr.yoghurt - am 13.09.2001 09:13
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