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Forum Hochbegabung bei Kindern
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren
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chaotenkind, MichaelaM, Heike2, MarionPE, Takahe, a.t., Rob_, gugol

Wie gehts jetzt am besten weiter

Startbeitrag von chaotenkind am 12.06.2007 17:36

Hallo erstmal,


Ich hab mich durch den Sumpf des Internets gegoogelt, hab mir einige Seiten angesehen und bin nun hier gelanded. Ich hoffe ich bin hier richtig.
( übrigens entschieden habe ich mich, weil es hier auch um Alltägliches geht )

Ich habe schon immer ein " anstrengendes " Kind gehabt, aber an Hochbegabung habe ich nie gedacht.
Meine Freundin hat eine Hochbegabte Tochter, sie ist nur 4 Mon. älter als meine doch der Unterschied kam ist so extrem.
Die Tochter meiner Freundin konnte mit 1 1/2 J ganze Sätze reden, konnte zusammenhänge begreifen die unglaublich waren. Sie hat Ihrer Mutter mit knapp 5 Jahren Zettel hingelegt die man lesen konnte, obwohl ihre Mutter ihr immer nur mal hier und da gesagt hat wie ein Buchstabe heißt.

Meine Tochter kann jetzt gerade lesen.

Meine Tochter ist jetzt 7 1/2 J. alt und geht in die erste Klasse.

Ich habe eine Odysse an Hilferufen bei Ärzten und so weiter hinter mir.

Das letzte was wir jetzt machen ist Psychomotorik und meine Tochter geht seit einem halben Jahr zum Kinderpsychologen.

Dieser hat jetzt einen Vortsetzungsantrag gestellt bei der Krankenkasse.

Die Krankenkasse hat einen IQ Test angeordnet.

Diesen hat meine Tochter mit einigen Schwierigkeiten auch so halbwegs Vollständig gemacht.

Sie ist so unkonzentriert, guckt sich das an. Ach so geht das und kreuzt das ganze Blatt an ohne darauf zu achten ob man in den jeweiligen Spalten nicht vielleicht was anderes machen soll.

dann läßt sie eine komplette Spalte aus.

Das waren 3 Tests

das Ergebnis war echt niederschmetternd
129
75
83

Ich hab einen intelligenten Pavian
Ich hatte richtig Angst, dass die meine Tochter jetzt in die Sonderschule schicken
dabei liegen ihre Leistungen in der Schule im oberen Mittelfeld.

Dann hat mir der Psychologe vor ein paar Tagen mitgeteilt, dass er sich bei der Auswertung verrechnet hat ( weil er die Spalten verwechselt hat )

Ihre Ergebnisse sind nun
129
125
128

Damit ist sie nicht Hochbegabt, aber trotzdem dicht dran zumindest wenn man berücksichtigt, dass sie den Test so luschig gemacht hat wie sonst ihre Hausaufgaben.

Ist mir im großen und ganzen eigendlich auch nicht so wichtig.

Jetzt meine eigendliche Frage, oder warum ich eigendlich hier bin

[www.logios.de]

Diese Seite hat mich erst auf die Idee gebracht, dort wurden viele Fragen gestellt, die ich mir immerwieder stelle jeden Tag

Ich habe beim googeln herausgefunden, dass sämtliche Probleme die ich mit meiner Tochter habe
bei Hochbegabten Kindern anfallen.

Ich brauche vor allem Tipps die mal zu was führen, nur mit konsequenz und Konsequenzen komme ich nicht durch

deshalb bin ich jetzt hier.

Ich hoffe irgendjemand hatte noch Lust bis hier unten zu lesen, wo ich mir so viel Mühe gegeben habe mich kurz zu fassen.

Entschuldigung





Antworten:

Hallo Chris!

Bevor ich Dir Antworten gebe, möchte ich ein paar Fragen stellen:

Aus welchen Gründen hast Du Dich an die Ärzte gewand?

Warum ist Deine Tochter so spät eingeschult worden? Was hat sie im letzten Jahr vor der Einschulung gemacht? Kindergarten? Vorschule oder Schulkindergarten?...

Wann hat Deine Tochter sprechen gelernt, und wie hat sie dann gesprochen? (Es gibt Kinder, die erst mit 3 reden, dann aber gleicht in den kompliziertesten Satzformen)

Hast Du noch mehr Kinder? Familienkonstellation?

Hast Du selber ein Problem mit der Art Deiner Tochter, oder hat die Schule Probleme?

Du hast als Nick "Chaotenkind" gewählt. Wiue äußert sich das Chaos?

Hast du Deine Eltern mal gefragt, wie Du so als Kind warst? (Schwiegereltern/Partner) Wie waren Deine Geschwister? Oft gibt es solche "Chaoskinder" mehrfach in den Familien, ich habe auch so ein Chaoskind, mein Bruder hieß in der Familie lange "Doktor Chaos".

Was meint der Psych. zu dem Chaos? Holte er gleich den Rezeptblock für Ritalin heraus? Bietet er andere Lösungen? (Mein Chaoskind nimmt das homöopatische Zappelin - ich merke am Zustand es Zimmers ob sie es gerade nimmt oder nicht)

Wenn sie mit ihrem Chaos im oberen Mittelfeld liegt, dann ist das doch toll. Was willst Du mehr?

Du schreibst: Ich habe beim googeln herausgefunden, dass sämtliche Probleme die ich mit meiner Tochter habe bei Hochbegabten Kindern anfallen.
Erstens fehlt da am Ende des Satzes ein "Können".
Zweitens: Vielleicht überlegst Du mal, welches Problem für Dich das Schlimmste ist, dann stellst Du es hier in einem neuen Pfad ein, viele können Dir Tipps aus ihrer persönlichen Erfahrung geben, daraus suchst Du Dir das aus, was zu Euch passt, was Ihr umsetzen könnt, später gehst Du auf das nächste Problem ein....
Denn einen universellen Weg zur Lösung aller Probleme auf einmal gibt es nicht, versuchen wir es doch in kleinen Schritten.

Ich bin gerne bereit, Dir Tipps zu geben und das sind die anderen hier auch, aber wir brauchen schon eine konkrete Frage. (Vielleicht kommt Dir selber ja schon beim Überdenken meiner Fragen die eine oder andere Idee). Aber Wunder bewirken wir hier doch nicht.

Ich freue mich darauf, mehr von Dir zu hören und werde Dir dann gerne auch ein paar Tipps geben.

Marion







von MarionPE - am 13.06.2007 07:05
Hallo,

mir wird aus deinem Posting nicht so ganz klar, mit welchem Problem du weiterkommen möchtest. Vielleicht könntest du das noch mal genauer schildern.

Michaela

von MichaelaM - am 13.06.2007 14:11
Meine Tochter hat zwar immer geplappert, sprach auch die wichtigsten Worte mit 10 Mon.
Mama, Papa, Haben, Nein, ich, das, Da ( das war der Kater )
Mit 1 ½ J. fing sie an mit „Ich will, meins,
Sorry ich hab das alles nicht aufgeschrieben, aber mit 3 J. sprach sie dann in verständlichen Sätzen.

Meine Tochter konnte sich mit 6 mon. Vom Rücken auf den Bauch drehen. Sonst nichts
Dann stellte sie sich auf alle viere und krabbelte los, bis ihre Arme schlapp wurden.
Dann lag sie flach wie eine Flunder auf dem Boden und schrie ( sie konnte sich nicht vom Bauch auf den Rücken drehen ). Ich musste sie fast den ganzen Tag umdrehen
Mit knapp 10 Mon. Konnte sie sich dann aus der Rückenlage aufsetzen, das war auch toll.
Sie weigerte sich, sich nach hinten fallen zu lassen und zur Seite wollte sie nicht. Also sackte sie wenn sie nicht mehr konnte einfach zusammen und schrie.
Eine Woche nach ihrem ersten Geburtstag konnte sie dann laufen.

Sie fing an "anstrengend " zu werden als sie so 1 1/2 j. alt war.
Ich habe sie dann mit knapp 2 Jahren in einen Kindergarten gegeben der sowohl Krippe als auch Kindergartenkinder zusammen und individuell betreut.
Ich konnte nicht mehr mit Ihr mithalten, sie hat so sehr gefordert.
Leider konnte sie mit 3 Jahren dort nicht bleiben ( weil die Behörde die Sondergenehmigung für dieses Betreuungsprinzip zurückgenommen hat )
So kam sie in den Lebenshilfekindergarten in eine Integrationsgruppe.
Ich war der Meinung dies sei eine gute Lösung.

Seit dem gibt es eine Schwierigkeit nach der anderen.
als sie dort anfing war sie gerade 3 J. alt das nächst jüngste Kind war 1 1/2 j. älter.
meine Tochter sieht natürlich nicht den Altersunterschied, sie sieht nur
das sie nicht so gut malen kann
das sie nicht so gut ausschneiden kann
das sie nicht so gut turnen kann
u.s.w.

Sie fing an sich zu verweigern, „kann ich nicht mach ich nicht“
Sie wurde zunehmend aggressiver, ihre Wutausbrüche häuften sich.
Sie fing alles an zu diskutieren, sie tut nichts ohne zu widersprechen.
Die Konzentrationsprobleme fingen an, es wurde schwer ihr auch nur eine winzige Geschichte vorzulesen, obwohl sie wollte dass man ihr vorliest.
Sie fing an „Altklug“ zu werden, mischt sich ständig in Erwachsenengespräche ein.
Hält sich nicht mehr an die einfachsten Erziehungsregeln.
Ignoriert Verbote, nimmt Konsequenzen einfach hin (ich hab ihr mal Ihr Playmobil weggenommen da war sie so 3 ½ J. da brachte sie mir noch ein paar Figuren nach)


Endlich tat auch mal meine Kinderärztin etwas
wir kamen ins Fleming Institut ( Institut zur Kindesentwicklung in HH )
Die Untersuchung war der absolute Lacher

meine damals 4 J. Tochter musste ein Bild malen, auf einem Bein hüpfen, einen Ball fangen und sich bei geschlossenen Augen an die Nasenspitze fassen.
Sie sollte ein Gesicht malen, da sie sich aber zu diesem Zeitpunkt gerade geweigert hat sich mit irgendetwas menschlichen auseinander zu setzen (sie gab mir einfach irgendwann mal alle Playmo Figuren, alle Barbies und Puppen)
hatte sie nach langem hin und her einen Tiger gemalt ( dieses Bild hängt seit dem bei meinem Mann, weil es sehr gut und sehr detailgetreu ist )

Der Therapeut meinte nur, wir sollen das Kind nicht so verwöhnen, etwas mehr konsequente Erziehung und dem Kind nicht so was durchgehen lassen und die wäre ganz in Ordnung.
da sie aber nicht richtig hinken konnte und den Ball nicht fangen wollte (sie mag keine Bälle schon als Baby nicht)

Diagnose: Psychomotorische Störung, Wahrnehmungsstörung, nicht alltersgerechtes Sozialverhalten und eine Distanzschwäche

So kamen wir zur Psychomotorik, Dort hatte ich dann viel mehr Hilfe als von diesem Prof.Dr. Sowieso.

Die Leiterin der Psychomotorik konnte mir auch erzählen warum meine Tochter dieses
" menschliche " ablehnt.
Sie verweigerte so, das Regeln einhalten, das Gehorchen.
Jetzt wusste ich wie ich das Problem angehen konnte.
es hat noch etwa ein 1/4 Jahr gedauert da fragte sie nach ihren Barbies ( ausnahmsweise sagt sie )

Das gleiche Problem war das Fahrradfahren, mit 3 3/4 konnte sie Radfahren, richtig gut und sicher
von einen Tag auf den anderen hat sie sich verweigert, diese Verweigerung ging 1 1/2 Jahre.

Als sie 5 1/2 war kamen von den 13 Kindern in ihrer Gruppe 10 zur Schule, nur sie nicht und die zwei 4 Jährigen.
Mein Kind war total unglücklich, dass sie zu jung war spielte für sie keine Rolle.
" sie war zu dumm für die Schule " und niemand konnte sie vom Gegenteil überzeugen.

Ich ließ sie in dem letzen Jahr den Kindergarten wechseln, a: weil ich umgezogen war und
b: weil ich mittlerweile die "Schwierigkeiten" im Kindergarten erkannt habe.
Ich habe sogar eine Sondergenehmigung bekommen meine Tochter vor den Sommerferien den KiGa wechseln zu lassen und nicht erst danach.
So konnte sie im Sommer die "neue" sein und als die anderen "neuen " kamen, gehörte sie zu den "großen" und war nicht beides auf einmal.

Wer soll das denn alles lesen?

Bei der Einschulungsanmeldung hat sie sich geweigert mit der Rektorin zu sprechen ( hatte sie mein vollstes Verständnis, hab ich ihr natürlich nicht gesagt )
Dann bei der Schulärztlichen Untersuchung kam heraus, dass die Rektorin meine Tochter für "nicht Schulreif " hielt. Ihr Wortschatz war nicht ausreichend und sie sei zu schüchtern und mache einen so unreifen Eindruck.

Die Schulärztin meinte jedoch, dass meine Tochter wohl ein ziemlich pfiffiges Kerlchen sei.
Klar sei eine Einschulung bedenklich aber nicht aus den Gründen die die Rektorin anführt.
Die Frustrationsgrenze meiner Tochter sei extrem niedrig und sie habe massive Konzentrationsprobleme.
Es sei das Beste wenn meine Tochter in die Vorschule kommt.
Da war ich aber absolut dagegen.
Das Theater hatte ich schon im letzten Jahr, Ich habe der Schulärztin die Situation im letzen Jahr geschildert und ihr Klipp und klar gesagt, das ich es nicht zulassen werde. Meine Tochter wird eingeschult.
Die Schulärztin meinte dann, dass meine Tochter ja bis Herbst zur Probe in die erste Klasse gehen könne und wenn es dann nicht klappt geht sie runter in die Vorschule und dagegen könne ich mich dann nicht mehr wehren.

Ich habe nie an Hochbegabung gedacht (und das fängt ja erst bei 130 an meine Tochter hat einen Wert von 127)
Ich selbst hatte mit etwa 6 ½ einen IQ von 116 (ich bin nämlich wegen mangelnder Schulreife aus der 1ten. Klasse genommen worden. Ich habe immer die Schule geschwänzt,
Ich habe auch nie über mich und meine Gedanken gesprochen, ich hielt es nicht für nötig dehnen zu sagen warum ich nicht zur Schule gehe.
Dabei war es ganz simpel. Meine Mutter hat mir gesagt „ ich soll zur Schule gehen um etwas zu lernen „ da hab ich mir gedacht „ das kann ich ja schon was die da machen, komm ich doch einfach wider wenn die was machen was ich noch nicht kann „

Zum Glück ist meine Tochter noch nicht auf die Idee gekommen
Ich konnte etwa mit 5 lesen ( ich hab auch einen älteren Bruder, da lernt man das schnell )
Meine Tochter kann erst seit etwa einem ¾ Jahr lesen sie war eine von den ersten die das Buchstaben zusammenziehen zum Wort umsetzen konnte.

Leider weigert sie sich jetzt Buchstaben zu lesen die in der Schule noch nicht dran waren
(es fehlen immer noch 5 oder 6)
Aber wir lesen kleine Bücher, ich lass sie auch alleine lesen. Wenn sie alleine liest, kann sie das ganz gut.

Meine Tochter interessiert sich für Tiere, ihren Lebensraum. Solche Sachen kann sie sich auch merken. Ich glaube sie ist musikalisch, sie hat eine Mundharmonika von meiner Mutter geschenkt bekommen, mit Noten und CD. Sie bläst in die Mundharmonika und es hört sich nicht „schief“ an. Sie singt immer die Lieder mit. Sie kann „durch den Monsun“ melodisch korrekt singen.
Sie will unbedingt Schach spielen, ich hab mich mal mit Ihr hingesetzt und Ihr die Regeln erklärt ( ich kann leider kein Schach )
Aber Ihr Vater, aber der spielt einfach nicht mit Ihr ( weil sie es nicht kann, ist ihm zu langweilig )

Zum Thema Ihr Vater, der ist so ein verkapptes Genie
Realschule mit einem Durchschnitt von 2, Lehre abgekürzt mit 2, Führerscheine alle
In Rekordzeit.
Der rechnet dir in Recortzeit im Laden aus wie viel Tapeten du brauchst wenn der Versatz so und so ist.
RTL hatte mal diesen Intelligenztest zum mitmachen, den hat er mitgemacht. Laut dieser Auswertung hat er einen IQ von 140 (aber er musste mal eben im Kopf ausrechnen, dass er unter Berücksichtigung seines Alters nur einen IQ von 136 hat.
Er ist der totale Autodidakt, bringt sich mal eben HTML, bei weil er den Turbo – Lister von Ebay zu primitiv findet.

Der Kinderpsychologe behandelt meine Tochter, weil sie Ticks hat ( die er findet das sie die nicht hat ) und weil sie sich so oft verweigert.

Meine Tochter hat ein extrem niedriges Selbstwertgefühl, gelingt ihr etwas nicht sofort, ist sie
( ihre Worte ) Scheisse, Kacke zu blöd, doof, dumm.

( Beispiel Schnürsenkel ) Sie bindet keine Schnürsenkel weil sie wider auf gehen, sie sagt
Ich bin zu blöd dazu.
Langer Kampf, Ich sag ihr immer wider, dass es ganz normal ist das Schnürsenkel wider aufgehen und sie ist nicht dumm, sie macht das gut. Ich sei ja auch nun mal 30 Jahre älter und habe 30 Jahre lang Zeit gehabt zu üben.

Und sie spricht nicht über sich, nicht über den Kindergarten, nicht über sie Schule
Sie soll beim Psychologen lernen ihre aggressionen auszudrücken, ihren Frust verbal zu äußern.
Sich selbst besser einzuschätzen und vor allem mal Fehler zuzulassen.

Viele Kinder wollen mit meiner Tochter spielen, sie hat die besten Ideen, ihr fällt immer etwas ein.
Alle spielen nach Ihren Regeln, sie bestimmt, alles tanzt nach ihrer Pfeife.
Oft spielt sie mit zwei Mädchen aus der 2ten. Klasse und einer aus der 3ten.

Verabredet ist sie aber selten ( sie kann ja auch nur montags und mittwochs )

Mit Jüngeren Kindern gibt sie sich nicht gerne ab, nur zur Not.
Das hat sich aber im letzten halben Jahr erst geändert (vorher hat sie alles was nicht mindestens 6 war links liegen gelassen)

Das obere Mittelfeld besteht aus 7 Kindern.
Leider liegt die Schule in einem nicht sehr günstigen Einzugsbereich
Von den 25 Kindern in ihrer Klasse sind nur 9 Deutsche Kinder.
Von den anderen Kindern können nur die hälfte der Mütter Deutsch, dass heißt in der Klasse gibt es viele Förderkinder.

Ich bin z.Z. Erwerbsunfähig und habe leider nicht die Mittel meine Tochter zur Musikschule oder Kunstschule zum Schachunterricht zu schicken.
Im Moment besucht sie aber einen Schwimmkurs ( ich würde ihr alles ermöglichen wenn ich könnte )

Im Freizeithaus werden Kurse angeboten aber erst ab 8 Jahren ( ohne Ausnahme )
In der Schule gehen die AGs erst in der 3ten, Klasse los

Ich hoffe natürlich in erster Linie auf Tipps wie ich mit Ihr umgehen soll, damit wir hier ein bisschen Harmonie und Ruhe bekommen.

Michel aus Lönneberg ist ein süßer kleiner Fratz den muss man einfach lieb haben.
Meine Tochter hat genauso viel „Mist“ im Kopf wie er, nichts ist vor ihr sicher.

Diesmal war es viel, Tschuldigung

von chaotenkind - am 13.06.2007 15:42
Hallo Chris,

das ist nicht nur viel zu lesen, es ist auch ein sehr komplexer Sachverhalt. Ich sehe da sehr viele verschiedene Aspekte.

Wenn zum Beispiel die Konzentrationsprobleme massiv sind, braucht ihr weitergehende Diagnostik.

Dein Kind scheint über wenig Selbstbewusstsein zu verfügen und schnell verunsichert zu sein. Da müsste man schon überlegen, woran das liegt.

Mir fällt auf, dass du sehr schnell akzeptierst, wenn sie etwas nicht will oder meint, nicht zu können.
"da sie aber nicht richtig hinken konnte und den Ball nicht fangen wollte (sie mag keine Bälle schon als Baby nicht) " Du findest dann Erklärungen oder Begründungen und scheinst zu erwarten, dass alle anderen dann eben auch akzeptieren müssen, dass sie das ja gar nicht können kann. Vielleicht vermittelst du das sehr stark auch deiner Tochter.

Mit "Hinken" meinst du, auf einem Bein hüpfen? Wenn deine Tochter das nicht kann und auch mit Bällen nicht umgehen kann, fände ich es besser, sie da vorsichtig dran zu gewöhnen, als zu meinen, dass sie das eben nicht kann und basta. Verstehst du, was ich meine?

Versuch doch mal, ihr aus solchen Situationen herauszuhelfen. Es gibt doch Möglichkeiten, Kinder an Bälle zu gewöhnen. Man muss sie ja nicht gleich nach ihnen werfen. Das würde ihr sicher mehr helfen, als Versuche, solche Defizite mit hoher Intelligenz erklären zu wollen.

Wenn hb Kinder Probleme haben, muss man sie lösen. Das ist nicht anders als bei anderen Kindern auch....

Michaela

von MichaelaM - am 13.06.2007 15:55
Hallo Chris,

das ist nicht nur viel zu lesen, es ist auch ein sehr komplexer Sachverhalt. Ich sehe da sehr viele verschiedene Aspekte.

Wenn zum Beispiel die Konzentrationsprobleme massiv sind, braucht ihr weitergehende Diagnostik.
< das weiß ich doch auch, aber versuch mal hier was zu unternehmen, deshalb ist sie ja beim Kinderpsychologen, ADHS wurde ausgeschlossen ( einfach so ) selbst Ihre Lehrerin meint das sei es nicht

Dein Kind scheint über wenig Selbstbewusstsein zu verfügen und schnell verunsichert zu sein. Da müsste man schon überlegen, woran das liegt.
> Ihr selbstbewustsein ist wesentlich höher als ihr Selbstwertgefühl.
Sie geht auf alle Leute zu, spielt mit fremden Kindern


Mir fällt auf, dass du sehr schnell akzeptierst, wenn sie etwas nicht will oder meint, nicht zu können.
"da sie aber nicht richtig hinken konnte und den Ball nicht fangen wollte (sie mag keine Bälle schon als Baby nicht) " Du findest dann Erklärungen oder Begründungen und scheinst zu erwarten, dass alle anderen dann eben auch akzeptieren müssen, dass sie das ja gar nicht können kann. Vielleicht vermittelst du das sehr stark auch deiner Tochter.


Mit "Hinken" meinst du, auf einem Bein hüpfen? Wenn deine Tochter das nicht kann und auch mit Bällen nicht umgehen kann, fände ich es besser, sie da vorsichtig dran zu gewöhnen, als zu meinen, dass sie das eben nicht kann und basta. Verstehst du, was ich meine?

>Ich meinte damit, wenn meine Tochter nicht hinken können will, dann kann sie eben nicht hinken.
Natürlich kann sie hinken, Sie kann auch fangen, wenn sie will.
( da ist was falsch rüber gekommen, Sorry ) Sie hat keine Lust auf Bälle, also hat keiner eine Chance sie dazu zu bewegen Ball zu spielen.

Versuch doch mal, ihr aus solchen Situationen herauszuhelfen. Es gibt doch Möglichkeiten, Kinder an Bälle zu gewöhnen. Man muss sie ja nicht gleich nach ihnen werfen. Das würde ihr sicher mehr helfen, als Versuche, solche Defizite mit hoher Intelligenz erklären zu wollen.

Nicht können und nicht wollen, wozu hätte ich sie vor der Untersuchung zwingen sollen Ball spielen zu üben, wenn ich nicht mal wusste, dass das zur Untersuchung gehört.

Ausserdem versuche ich nicht Defizite mit hoher Intelligenz zu erklären, ich habe nur bei Ärzten und Psychologen versucht herauszufinden wie ich meiner Tochter helfen kann. mit ihren aggressionen und konzentrationsproblemen klar zu kommen. Alles was die mir raten konnten war immer das selbe und das bringt mich nicht wirklich weiter.
Den IQ Test musste ich machen lassen, ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen.
Ich habe vorher immer bei "Verhaltensauffälligen Kindern" Internet / Literatur nach Hilfe gesucht.
Hier bin ich hergekommen, weil mir beim googeln aufgefallen ist, das die Symtomatik meiner Tochter in vielen Beschreibungen bei Hochbegabten findet.
Auch wenn sie nicht Hochbegabt ist, besteht doch durchaus die Möglichkeit von Eltern Tipps zu bekommen, die Ähnliche Brobleme mit Ihren Kindern haben.


Wenn hb Kinder Probleme haben, muss man sie lösen. Das ist nicht anders als bei anderen Kindern auch....

Genau, deswegen bin ich jetzt hier. In der Hoffnung Lösungen zu finden.

Michaela

Marion hatte mich gebeten, dass so aufzuschreiben


von chaotenkind - am 13.06.2007 16:44
Tschuldigung ich hatte die Signatur vergessen anzuklicken.

Ich habe Michaelas Fragen beantwortet.



Hallo,
Marion schrieb, sie erkenne am Zustand des Zimmers Ihrer Tochter ob sie ihr Zappelin nimmt oder nicht.

Zappelin hat meine Tochter 3/4 Jahr genommen, es wirkt nicht mehr ( oder hat irgendwie nich so richtig wirklich was gebracht )

Jetzt versuche ich es mal mit einer Frage,

Meine Tochter ist ein totaler Messi, sie sammelt alles, holt sich sogar Müll aus dem Gelben Sack
beklebt alles mit Tesafilm, malt ihre Tapete mit Labello an ( war gerade renoviert )

Schmiert mit Wasser und Farbe rum, dazwischen alles voll Playmobil, Büchern und Barbies, Papier, Stifte, Bonbonpapier ( sie findet immer meine Verstecke und plündert meine Naschreserven)

Nimmt das Sonnenspray und durchweicht damit ein Plüschtier, oder sie wäscht ein Plüschtier im Waschbecken mit Tusche und benutzt mein Deo zum ausspühlen.


Eins ist klar, diesen Saustall räum ich nicht freiwillig auf. ( alle 2 Monate setz ich mich hin und sortiere alles Spielzeug wider an seinen Platz, putze Fenster und wische Staub, hole unter gößten geschrei meiner Tochter einen Müllsack Müll aus dem Zimmer )

Dabei hab ich ihr klare Regeln beigebracht.

Ein Spiel spielen und wider wegpacken
Nur aufgebaute Sachen ( Playmobilreiterhof ) darf stehen bleiben
Ist ein Gesellschaftsspiel oder Puzzle nicht vollständig, darf es erst wieder gespielt werden wenn die fehlenden Teile wieder da sind.

Mitlerweile habe ich lauter Spiele und Puzzles im Schlafzimmer die auf ihr fehlendes Teil warten
und eine Tochter die das so gar nicht interessiert.

Sie räumt nicht auf.
Sag ich ihr morgen nach der Schule räumst du auf, sagt sie OK

Sie macht nichts, setzt sich in ihr Zimmer und spielt.
Ich hab mich dazu gesetzt und für jedes Teil das sie wegpackt auch eins weggepackt.
ich hab mit Ihr Kartons und Schachteln gebastelt, in der Hoffnung es macht spass da Sachen reinzuräumen.
Ich hab ihr ne Eieruhr hingestellt damit sie nicht wieder 4 Stunden braucht um anzufangen.
Ihr ist alles egal, es stört sie nicht wenn sie nicht Fernsehen darf, es stört sie nicht wenn sie nicht spielen gehen darf und es stört sie nicht wenn ich einen großen Karton hole und alles auf den Boden stelle.

Sie kommt nur alle 2 Min rein und sagt jaulend.

Ich kann nicht aufräumen

Hat da vielleicht nochmal einer einen Tipp?

Oder kann sie vielleicht wirklich nicht aufräumen?



von chaotenkind - am 13.06.2007 18:00
">Ich meinte damit, wenn meine Tochter nicht hinken können will, dann kann sie eben nicht hinken.
Natürlich kann sie hinken, Sie kann auch fangen, wenn sie will.
( da ist was falsch rüber gekommen, Sorry ) Sie hat keine Lust auf Bälle, also hat keiner eine Chance sie dazu zu bewegen Ball zu spielen."

Mit so einer Grundeinstellung und einer Mutter, die das toll und in Ordnung findet, wird es sicher eine unterhaltsame Schulzeit.

Ich habe nicht geschrieben, dass du deine Tochter zwingen sollst, Ball zu spielen, damit sie diese Prüfung besteht. Aber es gehört mit zu den Elternpflichten, an motorischen Defiziten zu arbeiten.

Das Annehmen und Ausführen von Anweisungen gehört mit zur Schulreife. Es nützt nichts, wenn das Kind zwar lesen kann, das aber in der Schule verweigert.

Michaela

von MichaelaM - am 14.06.2007 07:13
Woran es liegt, dass deine Tochter nicht aufräumt, kann ich nicht erkennen. Da gibt es eine Menge Gründe.

Wenn sie kein ADS hat, würde ich ihr kein Zappelin geben, nur damit sie ihr Zimmer aufräumt.

Michaela

von MichaelaM - am 14.06.2007 07:14
Hallo,

Mit so einer Grundeinstellung und einer Mutter, die das toll und in Ordnung findet, wird es sicher eine unterhaltsame Schulzeit.

Entweder willst du mich jetzt unbedingt Falsch verstehen, oder ich bring das jetzt nicht richtig rüber.

Meine Grundeinstellung ist ganz einfach: Bei allem, wenn ich es jetzt nicht schaffe meine Tochter dazu zu bewegen zu tun was ich sage, wird es beim nächsten mal schlimmer.

Aber trotzdem verweigert Sie sich, ich flog früher bei jedem Arzt raus ( Beispiel Augenarzt ) " holen sie sich doch bitte einen neuen Termin "
ich bin geblieben " wenn ich jetzt gehe, läßt sie sich nie untersuchen und wenn sie ihr nur in die Augen läuchten und sie einmal duch das Augenuntersuchungsgerät sieht, dann hole ich mir einen neuen Termin, vorher nicht" . Ich blieb und wir konnten die ganze Untersuchung machen lassen.

Das hört sich nicht wirklich nach einer " mein Kind ist zwar schwierig Na und " Mentalität an.


Ich habe nicht geschrieben, dass du deine Tochter zwingen sollst, Ball zu spielen, damit sie diese Prüfung besteht. Aber es gehört mit zu den Elternpflichten, an motorischen Defiziten zu arbeiten.

Ich war mit meiner Tochter zum Krabbelturnen als sie 7 Mon alt war, dort haben wir alles nachgeholt.
Auch werfen und fangen, und dann immer auf dem Stand geblieben bis sie so 3 1/2 j. alt war
Danach ging sie dann zum Kinderturnen ohne Mamis.

Sie hat keine Motorischen defizite z.Z. und wenn sie welche haben sollte, kümmere ich mich selbstvertändlich darum.

Ich kümmere mich auch um die Schule, arbeite eng mit Ihrer Lehrerin zusammen,
Mache mit Ihr Hausaufgaben, lese mit Ihr. Wir üben die Schreibschrift ( in dieser Klasse lernen die Kinder gleichzeitig Druckbuchstaben und vereinfachte Ausgangsschrift )

Meine Tochter kann nämlich super malen, hat aber keine Lust sauber zu schreiben ( muß sie eben üben )

Das mit dem Zappelin, die hat sie bekommen weil sie sehr unruhig, zappelig ist.
nicht weil sie aufräumen soll.
Ich meinte nur weil Marion angedeutet hat, Ihre Tochter sei auch Chaotisch.







von chaotenkind - am 14.06.2007 12:13
Hallo Chris,

ich versuche mich mal, nur auf das Thema "Aufräumen" zu konzentrieren. Du schreibst über so viele verschiedene Sachen, die kann man unmöglich alle auf einmal abarbeiten.

Das völlige Desinteresse kenne ich von meinem Mittleren (8) auch. Auch er hat mir seine Sachen zum Wegpacken nachgetragen, weil er einfach keine Lust hatte aufzuräumen.
Einem Kind ab Grundschulalter beim Aufräumen zu helfen, finde ich persönlich nicht gut.
Bei uns half nur absolute Konsequenz. Wenn Aufräumzeit ist, gebe ich eine Uhrzeit an, ab wann derjenige fertig sein muss, um entweder Fernseh- oder PC-Zeit zu haben, mit zum Eisessen zu kommen, mit Fahrrad zu fahren oder irgendwas. Er musste oft zurückbleiben. Es gab oft Tränen. Es gab oft Geschrei und fliegende Spielsachen. Absolutes Ruhigbleiben, nicht provozieren lassen und bedingungsloses Weggehen zur verabredeten Zeit zeigten bei uns Wirkung. Wohlgemerkt, nach ca. 2Jahren jetzt erst problemlos. Vorher gab es immer wieder mal Rückfälle, Austesten. Wenn ich heute Aufräumen ankündige, fragt mein Sohn mich nur noch: Mama, richtig ernst aufräumen oder nur so ein bisschen?

Das ist ein Problem, das du nicht innerhalb einiger Wochen löst, das erfordert Geduld und Konsequenz, auch wenn es schwerfällt. Jetzt hat sie das richtige Alter, um es zu begreifen, ist alt genug, um bei Allem zu wissen, wohin es gehört. Da braucht es nicht mehr Mamas Hilfe, was in welche Kiste gehört. Was da jetzt versäumt wird, wird dich lange begleiten. Der Kampf lohnt sich :-)

LG, Heike

von Heike2 - am 14.06.2007 14:20
Danke Heike,

So wie du mache ich es auch etwa.
Mittlerweile habe ich mir angewöhnt eine Eieruhr auf eine halbe Std. zu stellen.

Räumt sie nicht auf gibt es kein Fernsehen/PC oder draussen spielen und keine Verabredung
Sie zickt dann zwar kurz, nimmt die Strafe dann aber hin ( allerdings ist das alles Erpressung und das ist ja wohl verboten, oder immer bestimmst du, nie darf ich spass haben )

Wenn sie dann meint sie könnte alles in die Ecke oder unter das Bett stopfen, hol ich es wieder vor.
Sie darf die oben genannten Sachen dann den Tag nicht mehr.
Räumt sie dann alles dahin wo es hingehört, hat sie am nächsten Tag keine Verbote mehr.
Hat sie wieder alles in die Ecke geräumt, hol ich einen Sack und stopf alles rein.
Ich habe gerade 4 Stück auf dem Dachboden stehen ( die kann man sich zurückerarbeiten )

Staubwischen, saugen und Fenster Putzen muß sie noch nicht.
Dass ich alle 2 Mon. alles aussortiere ( ich mach es ja mit ihr zusammen ) hat Hygienische Gründe.
Sie braucht einfach alles irgendwie, irgendwann nochmal.
Haariege Jogurtbecher eingeschlossen ( dabei darf sie in ihrem Zimmer gar nicht essen )

Aber ich bleib dran.
Ich werde einfach mal ein Eisessen oder Kino einplanen, vielleicht zieht das mehr wie Fernsehverbot


von chaotenkind - am 14.06.2007 18:05
Hallo Chris,

wichtig ist wirklich, dass sie nicht einfach etwas nicht stattfindet (kein Fernsehen o.ä.), sondern dass es nur für sie nicht stattfindet.

Wenn sonst niemand zuhause ist und du sie nicht alleine lassen kannst, dann kaufe doch mal einen richtig fetten Eisbecher im Supermarkt (also nicht einfach Fürst Pückler Art, sondern was richtig Leckeres ;-) ) und sage, dass sie um xxx Uhr zum Eisessen kommen kann, wenn dann alles dort ist, wo es hingehört. Nicht unterm Bett, nicht in den Ecken. Sondern richtig. Punkt xxx Uhr kontrollierst du und wenn nicht alles so ist, wie es sein soll (aber wirklich! Nicht schummeln lassen!), dann setzt du dich mit deinem Eisbecher ganz alleine hin und sie darf nur zuschauen. Dann bist du zwar mit Sicherheit die böseste Mutter der Welt, aber es könnte einen Lerneffekt haben. Man darf nur niemals eine Konsequenz nicht folgen lassen. Deshalb sollte man sich die Ankündigung solcher immer vorher gut überlegen (oder einige Standardkonsequenzen vorbereitet in der Schublade haben).

LG, Heike
war da jetzt noch eine andere Frage? *grübel*

von Heike2 - am 14.06.2007 18:56
Hallo Chris!

Mit Krempel unter dem Bett kann man Leben. Kauf doch eine riesige Schublade, die den Freiraum ausfüllt, dann kann abends schnell "blitzaufgeräumt" werden, so dass der Weg zum Bett und Fenster begehbar ist und am Samstag (ist bei uns meistens Hausputztag) wird dann richtig aufgeräumt. Irgendwann wird sie den Kram unter dem Bett wohl suchen.

Viel schlimmer sind die Probleme mit den Lebensmittelresten. Wenn das Pausenbrot so lebendig ist, dass es einem an der Zimmertur schon entgegenkriecht, dann ist es bedenklich. Ja, bei einem Kind kennen wir solche Dinge auch. Da hilft nur: Nase offen halten und bei Bedarf das Kind unter Aufsicht das Ekelzeugs selber entsorgen lassen. (Ich weiß auch nicht, welchen dekorativen Effekt angebissene Äpfel in der Schublade haben, aber es passiert)

Was ich festgestellt habe ist, dass die Zimmer meiner beiden Jüngeren schlimmer aussehen, wenn sie sich in der Schule unwohl fühlen. Sorry, das hört die Schule nicht so gerne, aber es ist so.

Mein Jüngster hatte sein Zimmer (in dem es allerdings nur Spielzeug, keine Essensreste gibt, da er sowieso nicht isst) mal über eine Woche lang piccobello aufgeräumt. Es stand wirklich nur die aufgebaute Carrerabahn in der Mitte. Mein Mann war begeistert. Ich nicht. er hat nämlich jeden Nachmittag nur am Computer gehangen. Da falle ich doch lieber über Legosteine.

Bei Fernsehverbot gäbe es bei ihm zwar ein kurzes Drama, aber dann würde er spielen oder lesen. Sehr zufriedene Kinder kann man auch damit nicht packen.

Übrigens: Was im Müll war ist Müll. Braucht man Joghurtbecher zum Basteln, dann sollte man sie vorher in die Spülmaschine stellen. Alles andere ist gesundheitsgefährlich. Vielleicht könnt Ihr Euch mal einen Bericht über Schimmel ansehen. Übrigens: Im Buch "Spannende Experimente aus Natur und Technik, Dorling Kindersley, wird Kindern erklärt, wie man Schimmel züchtet. Ich dachte, das könnten die von Natur aus.

Zum Aufräumen: Ich sehe mir die Zimmer an und schreibe dann auf Post-its kleine aufgaben wie "Dreckwäsche in den Wäschekorb", "saubere Wäsche in den Schrank", "Bücher ins Regal", "Schreibtisch freiräumen", auch das Zimmer wird in Bereiche eingeteilt, die aufgeräumt werden müssen. Wenn dann von 8 Punkten 4 erledigt sind ist das schon etwas. Und wenn alles in die Schränke gestopft wird? Dann steht beim nächsten Mal eben genau dieser Schrank auf der Liste. Post-its an exponierter Stelle, die nach Auftragserledigung an eine andere Stelle dürfen sind schön übersichtlich (und wann kann sich überlegen, was man zuerst mach u´nd was als letztes.
Eine andere Möglichkeit ist die "Schutthalde". Dabei wird aber Unterstützung benötigt. Alles wird in der Mitte des Zimmers auf einen großen Berg gepackt. Dann werden zuerst die Bücher weggeräumt, dann die Kleidung, dann die Legos..... Der Mülleimer steht griffbereit gleich daneben. Man sieht schnell, wie der Berg kleiner wird (der letzte Rest wandert aber meistens in die "Kramkiste").

Ich denke, diesem Kampf kennt hier mancher (ehrlich gesagt bin ich auch kein Ordnungsfanatiker, unsere Austauschtochter musste ihr Bild vom "ordentlichen Deutschen" auch überarbeiten). Es dauert Jahre. Spätestens, wenn der erste Freund sie besuchen will, wird das Zimmer aufgeräumt sein. Vielleicht ist das ein kleiner Trost für Dich.

Marion

Das Genie beherrscht das Chaos

oder:

Ordnung ist das halbe Leben - aber die andere Hälfte macht mehr Spaß



von MarionPE - am 15.06.2007 06:35
Hallo Marion

Hab mich grade gekugelt vor Lachen über deinen Beitrag. :joke:
Auch ich kann und will von meinem Kind nicht mehr Ordnung verlangen, als ich selbst habe. Bei Kleidern und Esswaren bin ich aber gaanz konsequent. Trotzdem staune ich manchmal, wie ein sonst sehr perfektionistisches Kind in so einer Unordnung spielen kann. Wenn dann aber aufgeräumt ist, findet er es auch schön. Bloss, seid mal ehrlich: Wenn das eine Vorhaben beendet ist, wartet doch im Oberstübchen schon das nächste, oder?


Gruss gugol

von gugol - am 15.06.2007 11:10
Hallo Gugol!

Genau! Ein paar Dinge müssen eingehalten werden. Aber ich kann nicht verlangen, dass ein Kind sein Zimmer perfekt aufräumt, wenn dieses Zimmer gerade zeigt wie es innen in dem Kind aussieht. Soll man es dafür bestrafen, dass es sich in der Schule unwohl fühlt?

Übrigens: Wir fanden mal einen Teller mit Blumenerde, darin waren zerkaute Barbie Schuhe eingepflanzt. Aber nur einer je Paar. Wenn einer von Euch den tieferen Sinn kennt (es wachsen tatsächlich keine neuen Schuhe daraus), dann könnt ihr es mir gerne mitteilen.

Wie gesagt, bei drei Kindern erlebt man einiges.

Marion

von MarionPE - am 15.06.2007 14:18
Hallo Marion,

mein Gott, mein Beitrag muss ja geklungen haben, als ob ich die Oberputze wäre ;-)

Dabei wollte ich nur einen Weg zeigen, wie Chris ihren Wunsch nach Aufräumen durchsetzen kann, wenn es ihr wichtig ist. In jeder Familie sind andere Dinge wichtig, das kann man gar nicht übertragen.
Bei uns passt das Thema sowieso nicht so toll, weil jedes der drei Kids ein eigenes kleines Zimmer hat, in dem kaum Spielsachen sind, und alle gemeinsam ein großes Spielzimmer.

Ich hatte nur das Gefühl, dass es Chris an der nötigen letzten Konsequenz fehlt, von daher meine etwas drastischen Beispiele. Bitte nicht meinen, dass diese Show bei uns ständig läuft :-)

LG, Heike

von Heike2 - am 15.06.2007 16:23
Hallo Heike!

Es ging mir gar nicht um Deinen Beitrag - sorry. Ich wollte nur noch mal ein paar Dinge in worte fassen. Seit das Kind mit den Barbieschuhen glücklicher in der Schule ist, gehen auch die "Experimente" zurück und man kommt problemlos einmal lang durchs Zimmer. irgendwie hängt das doch alles zusammen.

Marion

von MarionPE - am 15.06.2007 17:13
Hallo,

und erstmal Danke für die vielen Antworten.

Eins ist mir jetzt auf jeden Fall klar geworden, vielleicht sollte ich meiner Mutter mal die Beiträge zeigen, damit sie sieht das meine Lütte nicht die einziege ist ;-)

Das mit dem Schimmelexperiment ist gut, haben wir mal bei "schau dich schlau" gesehen
mach ich vielleicht doch mal nach ( ´TV kann man halt nicht riechen )

Diese Berg in der mitte des Zimmers Theorie, verwende ich immer wenn ich alle 2 Mon. meinen Rappel bekomme und aufräume, mit Kind

Die große Kramkiste unterm Bett ist einem neuen Bett mit Bettkasten gewichen, leider habe ich noch keine passende gefunden die schmal genug ist und unters neue Bett past.

Ich werde mal Kärtchen anfertigen, wo ich wie mit den Post it Zetteln Aufräumgebiete aufschreibe.
Es gibt zur Zeit keine post it Zettel in meiner Wohnung, da meine Tochter damit sonst alles beklebt

Meine Lütte planzt auch keine Barbie Schuhe ein, nur geröstete Sonnenblumenkerne.
Man staune 4 Sonnenblumen zieren jetzt meinen Garten

von chaotenkind - am 15.06.2007 17:16
Hallo Chris,

ich habe gerade Deinen Eintrag gelesen. Ich denke, dass Du stolz sein solltest auf Dein Kind. Ich meine nicht nur stolz, sondern richtig stolz. Sei Dir sicher, dass Dein Kind besonders ist. Das haben Du und Dein Kind verdient. Es ist manchmal nicht leicht stolz zu sein, zumal die Gesellschafft "Klugscheißer" und "Autonome" verbietet. Besonders dann, wenn es auch noch Kinder sind. Scheiß drauf. Setz Dich neben Dein Kind, schau es Dir an, und sei verdammt noch mal stolz. Stolz auf Dich und stolz auf Dein Kind. Es sind ganz besondere Kinder. Kinder, bei denen man sich den Mund umsonst fusselig redet, Kinder mit einer wahnsinnigen Fanatasie, Kinder, die es ziemlich eilig im Leben haben ... und es Kinder, die einem so viel zurück geben können, dass ein Mutterherz nicht stolzer sein kann. Alles, aber auch alles an ihr ist völlig normal. Sie dreht kopfmäßig nur etwas schneller. Unsere Ärztin sagt dazu immer, dass die begabten Kinder Schnelldreher sind.

LG

a.t.

P.S. Seid stolz auf Euch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

von a.t. - am 15.06.2007 19:39
Hallo,

Und Danke,

Ja du hast absolut Recht.

Ich fang ja gerade an umzudenken.

Natürlich bin ich Stolz auf mein Kind.

Das ist alles sehr neu für mich.



von chaotenkind - am 15.06.2007 20:42
Zitat
MarionPE
Seit das Kind mit den Barbieschuhen glücklicher in der Schule ist, gehen auch die "Experimente" zurück und man kommt problemlos einmal lang durchs Zimmer. irgendwie hängt das doch alles zusammen.

Marion


Hallo Marion,

Ich kann mir schon vorstellen, dass die schulische Situation bei manch einem im Zimmer Widerhall findet. Bei meiner Tochter ist das leider nicht so.
Sie ist jetzt auf dem Gym sehr glücklich und hat die ersten Freunde ihres Lebens gefunden. Sie geht täglich mit einem Lachen zur Schule, ein Wunder!
Ihr Zimmer ist dennoch absolut chaotisch und ich habe einfach keine Lust, ständig einmal getragene Klamotten zu waschen und zu bügeln. Eigentlich müsste auch ihre Schreibtisch relativ frei sein, damit sie nicht immer abgelenkt wird.
Das sind immer wieder Konflikte, bei denen ich halt konsequent bleiben muss. Wenn sie ihre Sachen nicht aufhängt, muss sie sie zerknittert tragen. Wenn sie Schmutziges nicht zur Wäsche macht, hat sie nichts mehr zum Anziehen. Es kostet mich schon manchmal Überwindung zu sehen, wie sie im Extremfall rumläuft.
Trotz des Glücksfalls Schule ist sie immer noch chaotisch, vergesslich und "stinkefaul" ;-)
(wobei ich da durchaus Parallelen zu meiner Jugend erkenne *grins*

LG, Heike

von Heike2 - am 16.06.2007 11:28
Das find ich schön, wenn du umdenkst. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnen wird!!!!!

a.t.

von a.t. - am 19.06.2007 13:14
Hallo,

Umdenken ist echt schwierig.

Ich les garade eine menge Bücher, da steht so viel drin.
Gerade bei den Anzeichen finde ich viele Paralelen. Dann frag ich mich echt warum ich damals zu Erziehungsberatungsstellen gegangen bin, oder die Kinderärztin um Rat gefragt habe.
Ich war im Fleming Institut zur Kindesentwicklung, meine Tochter geht zum Psychologen.
Und keiner merkt was.

Was sich jetzt auf jeden Fall nicht ändert ist, das ich meine Tochter auch weiterhin erziehen muß.
Das klappt aber im allgemeinen besser wenn sie nicht so (zickig, bockig, stur, halstarrig und respektlos ist so hieß das ja immer )
Jetzt weiß ich, dass das einfach nur eine Reaktion aus Frust ist.

Also wie verringere ich den Frust?
Wenn sie "gut drauf" ist, ist sie auch zugänglich, hält sich weitestgehend an Regeln.

Dann gibt es wenig streit, und wir haben viel spass.


Jetzt warte ich darauf, dass mit die Lehrerin die Adresse von dem Selbsthilfegruppe in Stade gibt.

Weil sie jetzt einfach irgendwo zum Klavierspielen oder was weiß ich anzumelden bringt noch nichts.
weil wir ( hauptsächlich der Psychologe ) meine Tochter so langsam ranführen, dass es normal ist, dass man etwas erst kann wenn man es gelernt hat oder übt.

Nach Meinung meiner Tochter geht das nämlich so,
wenn ich nach der ersten Stunde nicht fehlerfrei spielen kann, lass ich es eben.

Denn ausser das sich meine Tochter für Tiere interessiert, weiß ich noch gar nicht wo ihre Interessen liegen.

Also wer Anregungen zur Mittagsessen Beschäftigung ( Wortspiele o.a. ) hat.
Oder andere Tipps

immer her damit


von chaotenkind - am 19.06.2007 17:50
Hallo Chris,

nachdem ich mich durch all diese vielen Texte gewuselt habe, ist mir auch eine Idee gekommen.
Mir ist aufgefallen, dass du sehr genau beschreiben kannst, was dir an deiner Tochter nicht gefällt. Und das ist eine ganze Menge. Meinst du nicht, dass deine Tochter das genau wahrnimmt? Schon dein Nickname (sorry) deutet für mich darauf hin, dass du dich mit deiner Rolle als Mutter eines "schwierigen" Kindes extrem identifizierst.

Wie wäre es, wenn du einmal eine Woche lang versuchst, nur das Positive an deinem Kind zu sehen? Also, wenn sie ihr Zimmer verwüstet, an der Verwüstung vorbei zu sehen, dass sie toll und kreativ spielt und sich auch allein beschäftigen kann. Oder wenn sie anstrengende Fragen stellt, wahrnehmen und ihr auch sagen, dass es toll ist, wofür sie sich interessiert. Wenn sie herumzappelt, sieh, dass du ein lebendiges und bewegliches Kind hast. Wenn sie "altklug" daherredet, dann bewundere ihren tollen Wortschatz und Satzbau. Etc. Nimm sie in den Arm, so oft es geht. Sage ihr, wie unglaublich froh du bist, dass sie deine Tochter ist...

Wenn sie mal wieder etwas "verweigert" - na und? Warum müssen Kindergartenkinder Fahrrad fahren? Ist garnicht nötig. Und nach der Woche machst du eine Ranking-Liste, in der du für dich auswertest, was dich noch immer stört und was daran sozusagen am nervigsten ist. Dann kannst du in aller Ruhe diese Liste abarbeiten - aber bitte immer nur einen Punkt nach dem anderen.

Manchmal scheint mir, dass man dann, wenn man zuerst damit konfrontiert wird, dass man ein fittes Kind hat, manchmal dazu neigt, dieses Kind mit allen möglichen Erwartungen zu überfrachten und zu vergessen, dass es einfach auch ein Kind ist.

ciao

Takahe

von Takahe - am 08.07.2007 22:04
Hallo Takahe,

Ja du hast Recht, ich habe sehr viel Sachen aufgezählt die Negativ sind.

Das war auch beabsichtigt, das sind die Punkte die mich beschäftigen, mit dehnen es Schwirigkeiten gibt.

Meine Tochter hat auch viele gute Seiten, die hab ich hier natürlich nicht aufgeschrieben.
Weil ich da keine Hilfe brauche.

Ich Lobe sie für jeden Fitzel den ich finde, ignoriere viele, viele Sachen einfach, weil ich keine Lust habe "schon wieder" zu mekern.

Klar ist loben wichtig, dass tue ich auch.
Ich lass mir von Ihr helfen ( das liebt sie ) Mal ne Kleinigkeit einkaufen gehen oder so.

Im Moment liesst sie endlich wieder.
Ich sitz hier jeden Abend und mache Bögen unter die Silben, weil sie dann schneller lesen kann,
sonst macht es ihr keinen Spass.

Oder weißt du sofort was ein Sta deum ist oder ein Häu schen?

Ich denke noch 3 - 4 Geschichten und ich brauch das nicht mehr.

Wenn ich mit Ihr schimpfe und wir fertig mit der Auseinandersetzung sind nehm ich sie jedesmal in den Arm
Sage ihr das ich sie lieb habe auch wenn ich gerade Böse bin. Weil ich das was sie getan hat nicht mag, aber sie habe ich immer lieb.



Meine Tochter ist ein Chaotenkind ich auch. Und wenn Oma ihre Mini Monster zum essen ruft kommen die freudestrahlend angerannt. Das kann man auch liebevoll meinen und so meine ich es.







von chaotenkind - am 09.07.2007 20:13
Hallo Chris,

du schriebst:

>>
Zitat

Jetzt warte ich darauf, dass mit die Lehrerin die Adresse von dem Selbsthilfegruppe in Stade gibt.


Du könntest ja mal Kontakt zur DGhK aufnehmen. Unter [www.dghk-hh.de], dann "Gruppen und Kreise" gibt es auch eine Eltergruppe Stade, die soll sehr aktiv sein. Ich könnte mir vorstellen, daß Du da einige Tips bekommen und interessante Veranstaltungen für Deine Tochter finden kannst.

viele Grüße

Rob

von Rob_ - am 09.07.2007 23:02
Hallo Chris,

weißt du, ich habe einfach den Eindruck, dass du von einem begabten Kind wie du es hast, deutlich mehr erwartest und dein Erwartungsdruck euer Zusammenleben nicht eben einfacher macht.

Meine Tochter ist auch siebeneinhalb und hat jetzt die zweite Klasse hinter sich. Sie braucht immer noch mehr als nur eine Aufforderung, um ihr Zimmer aufzuräumen, ihre Schulsachen zu ordnen, still am Tisch zu sitzen, nicht dazwischenzureden (oder zu -singen), ihr Haustier zu versorgen, Celllo zu üben, den Tisch zu decken etc. etc. Sie braucht dabei elterliche Präsenz und freundliche Unterstützung. Sie braucht auch immer noch Ermunterung, mal ein Buch zu lesen oder selbst etwas zu schreiben. Wenn ich akzeptiere, dass es eben so ist, fällt es mir leichter damit umzugehen. Weil ich dann nicht dem Kind einen Vorwurf mache oder mir selbst (meiner unzureichenden Erziehung wegen).

Das fällt mir leichter, wenn ich mir immer wieder klar mache, was sie schon alles gelernt hat und kann und wo unsere Erziehung oder unser Vorbild inzwischen schon gute Früchte tragen.
Wenn du selbst schreibst, dass du eher "chaotisch" bist, kannst du von deinem Kind nicht das Gegenteil erwarten. Ich habe die Ordnung auch nicht erfunden - also liegen eben bei uns Dinge an Orten, an denen sie nicht liegen sollten. Nicht nur im Kinderzimmer.

So what?

Wir machen uns also hin und wieder gemeinsam einen Aufräumtag: wir helfen uns alle gegenseitig, bis es wieder "Wohlfühlatmoshäre" gibt. Und zwischendurch machen wir gemütliche Kaffee- und Eispausen, denn Spaß soll es auch machen. Wenn dann alles ordentlich ist, laden wir Freunde ein, die uns helfen, den Urzustand wieder herzustellen. Ich habe den Anspruch aufgegeben, dass man bei uns vom Fußboden essen können muss - wozu gibt es so schöne Teller?

ciao

Takahe



von Takahe - am 10.07.2007 12:52
Hallo Takahe,

So hast du es so ziemlich erfasst.

Ich hatte gerade vorletzten Freitag, so einen Totalaufräumtag im Kinderzimmer.
Wärend meine Tochter in der Schule war habe ich alles unordentliche in die Mitte des Raumes gelegt. Dann hab ich erst mal Fenster geputzt und Staub gewischt.

Als meine Lütte dann von der Schule kam haben wir schnell Mittag gegessen und geklöhnt, dann haben wir besprochen wie wir das Chaos wieder beseitigen.

So weit so gut, entspannte Atmosphäre die ersten 5 min. geht das auch, dann fängt das gejaule an.
Es wäre alles innerhalb einer halben Std. wieder weggepackt.
Wir brauchen dann 4 Std. ( ich viele Nerven ) Pausen machen wir auch mit Eis oder so.
Aber sie setzt sich vor eine Playmobilfigur, muss sie nur in die vor Ihr stehende Kiste legen.
Sie heult dann aber los " Mama ich kann das nicht, Bäh Bäh Bäh "
Sie provoziert mich die ganze Zeit, weil sie einfach nicht will.

Also, alles aufgeräumt, Lütte spielt ( freut sich das sie Sachen wiedergefunden hat )
Steht auf Bastelt, steht auf, sielt was anderes, steht auf wäscht Plüschhündchen im Waschbecken,
schmeißt nassen Hund ins Bett, nimmt sich ein bis alle Bücher, ließt, holt ein Blatt paust was ab,
fängt an Barbie zu spielen, rennt ins WoZi und klaut mir aus dem Schrank Luftschlangen, "pustet" sie aus.

Dafür braucht sie etwa 1 Std. ( wie oft soll ich denn da kontrollieren ob sie alles wegpackt??????????? )

Ich geb dir vollkommen Recht, das chaos kann sie nicht alleine beseitigen, ich bin eigendlich nur hinterher, das sie wegpackt bevor sie was anderes nimmt.

Ich bin so, ich räum meine Küche z.B. immer auf wenn ich Mittag koche, und pack nach dem Mittag alles in den Geschirrspühler. ( fertig freu geschafft )

Oder das geht so

Ich putze den Herd, nehm den Lappen will ihn in die Waschmaschine werfen, stelle fest, oh da ist noch Wäsche drin, häng mal schnell auf, geh in den Keller hänge die Wäsche auf, hole einen Besen, denn da sind Spinnweben am Fenster, och kannst ja schnell den Keller aufräumen. Kind steht rufend vor dem Haus, Ich huch schnell Kindchen reingelassen, seh meine Küche und den auseinandergebauten Herd, essen Kochen, ach was gibt ne Stulle, geh aufs Klo, seh das dreckige Waschbecken und fang an zu putzen, klingelt an der Tür is der Nachbar, ich habe die Fahrräder noch im Kellerflur stehen.

Vergess das mit den Zetteln, die vergess ich nämlich auch " war mal was zum lachen "
aber das bin ich live und wahrhaftig





von chaotenkind - am 10.07.2007 20:32
Hallo Rob,

Klar würde ich auch machen, beziehungweise ich habe es schon gemacht.

Leider muß ich mich da anmelden, ich habe aber im moment die 75,-¤ nicht über weil ich nun doch das gesammte Ferienlager alleine bezahlen darf ( mal wieder )

Ich hab an die "Kasse" eine E-Mail geschrieben, leider ist sie "Fail dilivered" wieder bei mir gelandet.

Also bleibt mir im Moment nichts als warten.

Heute Abend hat die Lehrerin mit mir Telefoniert, sie war bei der Sie war bei der Gymnasiallehrerin die die HB hier betreut und hat mit Ihr über meine Tochter geredet.
( dort gibt es die Möglichkeit das meine Tochter ins Schulorchester kann und Chinesisch lernt )


Jetzt hat sie die Telefonnummer von der DGhK Beauftragten für unseren Ort, in den nächsten Tagen wird sie sich mit Ihr in Verbindung setzen und ich bekomme dann auch Ihre Nr.

Auf jeden Fall bewegt sich jetzt auch eine ganze Menge




von chaotenkind - am 10.07.2007 20:43
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