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Forum Hochbegabung bei Kindern
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8
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Maxi39, MarionPE, rakkaus, _Etu_

Frage zum Testverfahren bei meinem Sohn(6)

Startbeitrag von Maxi39 am 22.02.2008 09:49

Hallo Zusammen,


ich war vor kurzem mit meinem Sohn bei einem Logopäden(er lispelt und das sollte lt.Logopäde vorm Schuleintritt behandelt werden).
Nach etwa 20 Minuten fragte er dann,ob wir schon einen Intelligenztest mit ihm gemacht hätten und hat uns das unbedingt empfohlen.Er meinte,Felix sei hochsensibel und hätte einen recht hohen IQ(von ihm geschätzt Ende 120/Anfang130).Ich war etwas erstaunt,dass er das so genau schätzen konnte.Habe dann erfahren,dass er Kurse für Eltern hochbegabter Kinder durchführt und sich auch sonst viel mit diesem Thema beschäftigt.
Im Kindergarten wurde mir nach den Schuleintrittstests ähnliches gesagt.Er hätte die Tests als Bester abgeschnitten(hab ich nicht erwartet)und wäre auch aufgrund seines Wissens auffällig und als"Überflieger"bezeichnet,der aber Probleme in der Schule bekommen könnte(Besserwisser).
Ich empfinde ihn als sehr neugierig(woraus besteht Kohlensäure? Oder wenn sich alle Planeten vereinen kann uns dann das schwarze Loch verschlucken?).Er mag Zahlen(zählt bis 600 und rechnet plus und minus),kennt alle Buchstaben(dank der Tastatur auf dem PC*grins*),schreibt aber nicht.
Meine Einschätzung ist,dass er pfiffig ist,aber nicht unbedingt hochbegabt.Es sind durchaus noch andere Kinder im Kindergarten,die bis 100 rechnen können(auch plus und minus),die schon die Uhr lesen können(kann Felix nicht) oder superschnell ein Puzzle machen(Felix mag keine Puzzle).

Wir haben uns trotzdem entschieden ihn testen zu lassen,da der Logopäde meinte,die Schule sollte das unbedingt wissen?!

So,jetzt kommt meine Frage,da ich überhaupt nicht weiss,was auf Felix zukommt was den Test betrifft.
Wir haben bei der Caritas einen Termin bekommen für Mitte April um 10 Uhr morgens.Es ist wohl ein Test für Vorschulkinder,der etwa eine Stunde dauert.Weiss jemand von Euch,was es für Tests gibt die in diesem Alter angewandt werden und wie genau die sind???
Und wenn er z.b.die Testperson nicht mag.Wir hatten gestern das Vorgespräch und die Psychologin ist eine sehr ernste und resolute Person.Wie ich Felix einschätze,wird er sie nicht besonders mögen oder sogar Angst empfinden.Er trennt sich sowieso nur ungern von mir (die ersten 2 Kindergartenjahre waren schwer für ihn)und ich befürchte einfach,dass er dicht macht.

Hat jemand von Euch sein Vorschulkind testen lassen und wie es abgelaufen??

Liebe Grüsse,
Maxi

Antworten:

Hallo Maxi!

Warum genau wollt Ihr ihn testen lassen? Würdet Ihr etwas anders machen, nur weil Ihr eine Zahl habt? Ich denke, ihr gebt ihm doch auch jetzt schon das, was er will und braucht, oder? Auch die Schule sollte sich die Kinder in Ruhe ansehen und sie "dort abholen, wo sie stehen". Manche schulen reagieren sehr genervt, wenn Eltern schon vor der Einschulung mit einem Zettel ankommen und sagen "Ach, übrigens, mein Kind ist hochbegabt".

Wenn jetzt eine Früheinschulung zur Diskussion stünde und die Schule etwas bräuchte, weil sie unsicher ist, dann könnte man über einen Test nachdenken, aber ich sehe eigentlich so keine Veranlassung.

Eher habe ich die idee dass der Logopäde vielleicht seine Kurse voll bekommen möchte. Nein, ich unterstelle hier niemandem etwas.

Intelligenztests in dem Alter sind noch wenig aussagekräftig und die Werte können noch stark schwanken. Und eigentlich ist es doch auch egal, ob er sehr pfiffig oder hochbegabt ist, oder. wenn Ihr solche Bedenken habt, dann würde ich wirklich darüber nachdenken, ob Ihr den Test nicht absagt, denn im Grunde ist er im Moment nicht notwendig.

Das war jetzt keine Antwort auf Deine direkte Frage, wir haben uns gegen einen Test in dem alter entschieden. Bei zwei unserer drei Kinder brauchten wir ihn im Alter von 10-12 Jahren, da haben wir es auch machen lassen, dann sind die Ergebnisse auch beständiger.

Vielleicht kann ein anderer ja direkt auf Deine Frage antworten.

Marion


von MarionPE - am 22.02.2008 15:43
Hallo Marion,

vielen Dank für Deine Antwort.Ich komme erst jetzt zum Schreiben,war gestern Abend noch arbeiten und seit heute früh ist der Zwerg richtig krank,mit Fieber und Bauschschmerzen.

Der Grund warum wir ihn testen lassen wollen ist in erster Linie die Empfehlung des Logopäden.Er hat das so selbstverständlich gesagt mit dem Test und meinte,Felix wäre ein ganz tolles Kind und er würde nicht müde,sich für solche Kinder einzusetzen(sei es bei Problemen in der Schule oder im Kindergarten).
Dann bin ich im Kiga angesprochen worden,einmal von der Erzieherin die das Bielefelder Screening gemacht hat und einmal von der Kiga-Leitung.
Eine sagt,es könne schwer werden in der Schule,weil er mit immer sofort mit allem rausplatzt was er weiss und so wahnsinnig viel redet und alles bestimmen will.Das könne nicht nur die Kinder abschrecken,sondern auch die Lehrerin.Sie meinte,es kann passieren,dass Felix(unbewusst)abgelehnt wird weil er so anstrengend ist.
Allerdings war das nicht seine Erzierherin,sondern aus einer anderen Gruppe.
Ich meine,dass Felix sich sehr gut anpassen kann,,manchmal erkenne ich ihn in einer anderen Umgebung gar nicht wieder und auch im Kiga macht er fast alles mit und hält sich sehr gut an die Regeln(solange ich nicht da bin jedenfalls).
Die Leiterin sagte,dass sie befürchtet,dass er sich zurückzieht wenn er nicht mehr über alles diskutieren darf.

Da ist auch meine Meinung,dass man ruhig abwarten sollte und sehen was kommt.Möglicherweise klappt ja alles prima und es passiert gar nichts!
Ich gebe Dir recht,dass man das Testergebnis(wenn es so ausfällt wie vom Logopäden erwartet)nicht unbedingt gleich in der Schule vorlegen sollte.Man muss sich ja nur mal in die Situation des anderen versetzen und ich fände es schon etwas seltsam.Macht so einen Eindruck von "mein Kind ist was Besonderes"und das werde ich nicht machen.

Unsere Idee war,ihn testen zu lassen und im Falle wenn Probleme auftauchen sollten dieses in Betracht zu ziehen.
Im Kindergarten hatte er anfänglich(na ja,fast 2 Jahre)echte Probleme und wir sind angesprochen worden,wir sollten mal zum Kinderarzt weil er nur am Hintern der Erzieherinnen klebt und nicht mit Kindern spielt.Dann hat der Kinderarzt noch gemeint,er hätte eine Aktivitätsstörung.Allerdings nach einer Stunde warten im Wartezimmer und dann hatte Felix irgendwann keine Lust mehr auf Fragen wo links oder rechts ist und hat rumgehampelt.
Bei jedem Elternsprechtag habe ich gehört,dass er sich komisch benimmt,nicht mit Kindern spielt.
Ich habe mir richtig dolle Sorgen gemacht und hatte keine Erklärung für sein Verhalten.

Und sollten in der Schule ähnliche Probleme auftauchen hätten wir zumindest die Möglichkeit mit den Lehrern zu sprechen und sich gemeinsam Gedanken zu machen.

So,muss jetzt mal wieder zu Felix,der liegt ganz schlapp auf der Couch.
Viele Grüsse,
Maxi

von Maxi39 - am 23.02.2008 10:07
Hallo!

Wäre es nicht sinnvoll, ihn dann testen zu lassen, wenn es notwendig ist? Ein Test, der schon längere Zeit zurück liegt wird in der Regel sowieso nicht anerkannt. Dann müsste neu getestet werden. Oder habt Ihr so viel Schlechtes von Eurer Schule gehört, dass ihr Euch sicher seid, ihr braucht den Test schon bald.

Sehr viele Kinder laufen nämlich völlig problemlos durch die Schule.

Marion

von MarionPE - am 23.02.2008 16:13
Hallo Marion,

ich möchte es mal so ausdrücken,dass die Schule nicht schlecht ist,im Gegenteil,sie hat einen sehr guten Ruf,gilt aber aber "streng"den Schülern gegenüber.
Es gibt bereits mehrere Eltern,die aus diesem Grund auf andere Schulen ausweichen.Kinder,die etwas wilder sind oder anstrengender haben dort mehr Probleme als auf den anderen Grundschulen.
Ausserdem hat sie den Ruf,dass sie gerne Kinder von Anwälten,Ärzten etc.aufnimmt und Kinder aus sozial schwachen Familien die nicht im Einzugsgebiet wohnen nicht so gerne aufnimmt.
Sind alles Dinge,die ich von Müttern gehört habe,die ihre älteren Kinder dort haben oder hatten.
Der Eingangstest ist schwieriger gestaltet als bei den übrigen Schulen.Rechnen,Namen schreiben,Vierecke und Dreiecke malen,ausschneiden.Wissen abfragen,Bilder beschreiben und deuten.Dauerte über eine Stunde und am Ende hat eine der Lehrerinnen als Bemerkung reingeschrieben:Kind fragt sehr viel,auch die Lehrer!!
Eine Mutter aus Felix Gruppe hat ihre Tochter nach dem Test gleich wieder abgemeldet und auf einer anderen Schule angemeldet.Macht mir schon etwas Sorgen.
Ich hätte ihn am liebsten auf einer Montessori Schule angemeldet,leider gibt es im Umkreis von 60 km keine in der Nähe und somit fällt das weg.
Er hat auch gleich am ersten Tag(beim Schutest)einen Rüffel vom Direktor gekriegt.Warum er denn auf dem Flur rumrennen würde.Das sei eine Schule und da rennt man nicht.
Felix meinte dann,dass er das nicht gewusst hätte und das sein Kumpel ja auch gerannt sei und das er zu dem nichts gesagt hat(war vor Felix dran).Kam mir dann auch komisch vor,dass er nach 2 Minuten Mathe testen beim Direktor schon wieder draussen war.Weil für jeden Test etwa 10 Minuten angesetzt waren.
Na ja,habe einfach die Befürchtung,dass wir eher ein Gespräch mit dem Direktor/der Lehrerin brauchen als uns lieb ist.Wenn nicht,umso besser.
Vielleicht kommt er ja auch gut zurecht und passt sich den neuen Gegebenheiten an.

Viele Grüsse,
Maxi

von Maxi39 - am 24.02.2008 09:47
Hallo Maxi!

Streng muss nicht schlecht bedeuten. Gerade Hochbegabte sind oft froh, wenn regeln nicht nur aufgestellt werden, sondern wenn auch deren Durchsetzung erfolgt. Allerdings muss man die Regeln zuvor kennen, da hast Du recht.

Kind fragt sehr viel, auch die Lehrer, ist ja keine negative Bemerkung. Es zeigt mir, dass darauf eingfegangen wird, wie die Kinder sind. Es wird genau beobachtet.

Natürlich kann man Eingangstests zur Schule so larifari machen. Aber es ist doch besser, wenn die sich die Kinder genau ansehen um dann die Kinder einschätzen zu können, sie in ihren Stärken bestärken und unterstützen, wenn es notwendig ist, ist ein wichtiger Schritt fr einen guten Schulanfang.

Meine drei Kinder gingen alle auf die Grundschule hier im Ort. Die Große durchlief die Grundschule in drei Jahren ohne Probleme. Die Zweite litt fürchterlich, so dass wir sie aus der 3 in die 5 springen ließen. Der Dritte hatte keine Probleme, machte die Grundschule ganz "normal" in vier Jahren. Es liegt ganz viel an den Lehrern der Kinder.

Lass Dich nicht von anderer Leute erfahrungen verrückt mache. Gehe die ganze Sache locker, aber wachsam an und gerate nicht im Vorfeld in Panik

Marion

von MarionPE - am 24.02.2008 16:02
Hallo Maxi!

Bei meinem Sohn wurde das in der Vorschule festgestellt, die Lehrerin sprach mich darauf an, dass er lieber gleich in die 2. Klasse springen solle. Sie empfahl mir eine Schulpsychologin, bei der ich erst 1 Jahr später einen Termin bekam. Daraufhin bin ich zu einer frei praktizierenden gegangen, die einen Test gemacht hat, der zwischen 122 und 145 ausfiel. (K-ABC) Also die Teilbereiche waren unterschiedlich.

Als er in der ersten Klasse war, gab es erhebliche Probleme und diese Lehrerin empfahl mir, ihn doch in der Sonderschule (für Lernbehinderte) anzumelden. Der Test interessierte niemanden, denn er war ja von keiner staatlichen Stelle und mein Sohn konnte ja gar nichts. Auf den Test angesprochen hieß es, dass jeden Tag irgendwelche Eltern kämen, die behaupteten, ihre Kinder seinen hochbegabt und er wurde dann zu der örtlichen Schulpsychologin (eine Freundin der GS-Lehrerin) geschickt, mit der mein Sohn gar nicht klar kam. Dort hat er angeblich einen CFT 1-Test absolviert der nur zwischen 119 und 125 ausfiel. Dabei hat er nach eigenen Angaben nur immer wieder den Labyrinth-Test machen und etwas vorlesen müssen. (also so schnell wie möglich von A nach B, ohne über die Linien zu malen) Trotzdem blieb die Empfehlung für die Sonderschule.

Am Ende der ersten Klasse ging er dann zu dem Termin der empfohlenen Schulpsychologin, die ihn mit dem HAWIK testete zwischen 129 und 147. Inzwischen ging er nicht mehr zur Schule, weil er psychisch krank war. Nach diesem Test kurz vor Ende der 1. Klasse wurde eine Woche vor Schulende beschlossen, ihn in die 3. Klasse springen zu lassen. Das hat er dann auf einer anderen Schule gemacht.
Er ging dann zur Therapie, da das Ganze nicht spurlos an ihm vorbeigegangen war und wurde dann noch zweimal getestet zwischen 129 und 152 mit AID, wenn ich mich recht erinnere und irgendeinem Amerikanischen Test, wo es nach Alter ging und er mit 6 Jahren zwischen den Werten von 5-13-Jährigen lag. (5-6 Jahre Feinmotorik, 9-13 Jahre Erinnerungsvermögen und Reaktionsschnelligkeit und Umsetzungsvermögen)

Du siehst, die ganze Testerei kann auch nach hinten losgehen. Ich hätte das meinem Sohn gerne erspart, aber es wurde ja so verlangt.
Es gibt verschiedene Tests (verbale und non-verbale) die alle zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Die oft angewendeten Wie K-ABC, AID 2, CFT, Hawik findest Du hier.

[www.testzentrale.ch]

Wenn du unbedingt testen lassen willst, würde ich das Ergebnis erst einmal für mich behalten und erst dann damit rausrücken, wenn es wirklich Probleme gibt.

Viele Grüße
Etu



von _Etu_ - am 24.02.2008 18:52
Hi MAxi!

für den test kannste bestenfalls geld bezahlen...
sonst ist er nix wert...

wenn du bedenken wegen der schule hast(rüffel vom direx, die bemerkung der lehrerin) dann geh hin...und rede!
sag einfach dass du dir sorgen machst , weil dein sohn so schnell wieder draussen war und die bemerkung zweideutig ist...

vielleicht war in mathe so gut, dass er schon fertig war, oder vielleicht hat er schon aus gesch... bei direx...

aber das erfährst du ned aus nen wert im test, sondern aus einem gespräch!

und jetzt hast du noch zeit eine "wohlgesonnener" schule zu finden...

rann an den "feind"!!!
(und lass das testen! das nervt nur!)

liebe grüße
rakkaus

von rakkaus - am 27.02.2008 16:03
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