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Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
29
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ela1969, Gast, Leona, MarionPE, Pitty, Katharina, Hujan, Dorothee

Hilfe!!! 2 Tests + 2 Ergebnisse

Startbeitrag von Ela1969 am 03.11.2003 16:26

Hallo Ihr alle!

Ich bin gerade ziemlich fertig, weil ich das Gefühl habe alles was mein Kind betrifft falsch zu entscheiden.

Zum Ende der 1. Klasse wurde meine Tochter bei einem Kinder- und Jugendpsychologen vorgestellt und getestet, weil einiges in der Schule auffällig war. ADS schloss er weitestgehend aus, beim IQ-Test erreichte sie einen Wert von fast 140. Da unsere Tochter sehr in der Schule litt und fast das ganze Schuljahr auch psychosomatische Beschwerden hatte, entschieden wir in den Sommerferien (wir, das sind der Psychologe, eine Kinderärztin - auch Neurologin, die das Kind schon sehr lange kennt - eine Beraterin von der DGHK und wir als Eltern), dass das Kind eine Klasse überspringen soll. Dies ging auch verwaltungstechnisch ganz problemlos. Das Kind lebte sich gut ein. Das sie keine besonders guten Noten schrieb fanden wir am Anfang ganz natürlich, im zweiten Halbjahr schoben wir es auf ihre doch sehr häufigen Fehlzeiten. Mit der Zeit wurde uns das Ganze aber doch unheimlich, weil sie bei diesem IQ doch eigentlich gerade logische Sachen wie Textaufgaben u.ä. hätte lösen können müssen. Dies war aber nicht der Fall. Der Groschen fällt bei ihr äußerst zögerlich. Nunmehr entschlossen wir uns, das Kind nochmals bei einer geeigneten Stelle vorzustellen. Hier wurde ein anderer Test mit ihr gemacht und man teilte uns mit, dass sie wohl überdurchschnittlich, aber von einer Hochbegabung doch weit entfernt sei.

Nun habe ich ein frustriertes Kind, weil sie (inzwischen 4. Klasse) über ihre "Vieren" nicht hinauskommt und ich mache mir die größten Vorwürfe. Ich bin jetzt auf der verzweifelten Suche nach einer Lösung, bei der nicht mein Kind das alles auszubaden hat. Sie tut mir so leid. Aufs Gymnasium kommt sie jetzt ja schon mal gar nicht und vielleicht hätte sie es ohne unser Eingreifen ja geschafft.

Wie kann ich ihr bloss helfen?????????????

Vielen Dank für Eure Antworten!

Eure Ela

Antworten:

Hallo Ela!

Nun hast du aber schon einiges erlebt, nicht wahr?

Als allererstes: Ein zufällig hohes Testergebnis gibt es nicht, sehr wohl aber ein zu niedriges. Es kommt doch auf Test, Befindlichkeit, Uhrzeit, Athmosphäre an, wenn ein Kind sich anstrengen soll. Vor allem muss es wollen. Daher sind zwei unterschiedliche Ergebnisse nicht unbedingt miteinander vergleichbar .

Ausserdem ist nach deinen Worten eine ADS weitgehend ausgeschlossen, aber nicht 100 %, oder?

Wie verhält sich denn deine Tochter? Waren beide Teststellen mit Hochbegabungskenntnissen? Welche Tests wurden denn angewandt? Wird sie in der Klasse weiter gefördert oder nicht? Vielleicht ist sie ja wieder unterfordert? Mädchen sind oft stille Leider und passen sich an.

Ich fürchte, ihr müsst noch mehr abklären. Vielleicht können dir die anderen hier noch Tipps geben.

Und auf ein Gymnasium kann sie immer noch, wenn es jetzt nicht klappt. Versucht es trotzdem, der Sprung ist ja im Zeugnis vermerkt.

Liebe Grüße

Jutta

von Hujan - am 03.11.2003 19:14
Liebe Jutta!

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Schon das Gefühl nicht allein zu sein hilft mir im Moment sehr.

Bei der zweiten Teststelle (Familienberatungsstelle mit ebenfalls ausgebildeten Psychologen mit großer Erfahrung) haben wir den HAWIK-Test gemacht. Dort sagte man uns, dass der erste Test bei dem Kinder- und Jugendpsychologen ein sehr Motivierender sei und das die Kinder dabei allgemein bessere Ergebnisse erzielen. Das hörte sich auch plausibel an, aber gleich IQ 140 durch gute Motivation? Beim zweiten Test sagte man mir nur, dass 73 von 100 Kindern schlechter waren als meine Tochter. Bereitwilliger war meine Tochter tatsächlich beim ersten Test, da sie es inzwischen überhaupt nicht mehr leiden kann, wenn man über sie redet. Aber sie ist schon freiwillig und offen in den zweiten Test gegangen. Ich fand sie nur eigentlich nie wirklich typisch hochbegabt. Außer psychosomatischen Beschwerden und Problemen hat sie sonst nicht viel mit HB gemeinsam, glaube ich.

Beim ADS meinte der K.-+J.-Ps. damals, sie wäre etwas grenzwertig, aber nicht behandlungsbedürftig.

In der Schule verhält sie sich normal, d.h. sie ist weder besonders zappelig, noch ganz still. Ihre mündlich Mitarbeit könnte besser sein. Zu Hause ist sie eher aggressiv und aufbrausend (während der Schulzeit - nicht in den Ferien). Die Hausaufgaben kann sie immer erstmal grundsätzlich nicht. Wenn ich mich dann nicht kümmer, kommt sie glücklicherweise dann aber häufig selber weiter. Sie hat Probleme mit der Rechtschreibung, der Division und den Textaufgaben.

Die Teststellen hatten beide Hochbegabungskenntnisse, wobei die erste Stelle wohl mehr mit ADS-Kindern arbeitet und die zweite Stelle mehr alle allgemeinen Schulprobleme (auch Schulwahl, Auffälligkeiten etc.). An und für sich halte ich die zweite Stelle für die Geeignetere, so vom Gefühl her.

K. wird jetzt in der Klasse nicht mehr besonders gefördert. Sie muss aber in jeden Förderunterricht, außer zum Superförder Mathe, weil das ja für die guten Kinder ist. Im ersten Halbjahr der Sprungklasse hatte sie 1 x die Woche eine Einzelstunde. Da ging das alles ganz gut.

Ganz allgemein gesagt mag das Kind einfach die Schule nicht, obwohl sie sich seit dem Sprung schon viel wohler fühlt (keine Bauchschmerzen mehr). Es wurmt sie total, dass sie keine Zweien schreibt, will aber auch nicht unbedingt etwas dafür tun. Kann ich aber verstehen, denn die anderen Kinder müssen ja auch nicht extra lernen, um ein Diktat zu schaffen. Überfordert? Unterfordert? Ich weiß es nicht.........

K. mag aber nicht mehr abgeklärt werden. Irgendwann fand sie das nicht mehr so interessant, dass man sich für sie interessierte und hat da echt keinen Bock mehr drauf.

Das mit dem Gymnasium ist einfach ärgerlich, wenn man bedenkt, dass sie es ohne Sprung vielleicht gepackt hätte. Ich weiß es doch nicht....
Und die Realschulen hier sind nicht so berauschend und für die Gesamtschule ist sie echt nicht geeignet. Ich will aber auch nicht, dass sie weiterhin nur Mißerfolge hat.

Vielleicht fällt Euch nach den weiteren Angaben jetzt noch mehr ein, was Ihr mir raten könntet. Bitte!

Liebe Grüße

Ela

von Ela1969 - am 03.11.2003 19:57
Hallo Ela!

Falsch war deine Entscheidung sicher nicht, sie Springen zu lassen. Du hast es aus einer Situaton heraus getan und das ist immer in Ordnung. So wie die Dinge damals standen konntest du nicht anders entscheiden. Mach dir bitte deshalb keine Vorwürfe.

Was die schulischen Leistungen angeht: Besorg dir die Bücher "Das Rechtschreibspiel" und "Das Rechenspiel", oder eines davon, nach Bedarf. Das Trainingssystem ist toll. Zumindest das Rechtschreibspiel arbeitet viel über den Verstand. Computerspiele haben längst nicht so viel geholfen; Ich hab' meiner zweiten Tochter immer gesagt, nicht nur der Kopf muss die Rechtschreibung lernen, sondern auch die Schreibhand. Und es stimmt, inzwischen stockt der Füller im Diktat, wenn sie etwas falsch schreiben will. Sie kam nach dem Sprung in Diktaten binnen eines halben Jahres von einer 5 auf eine 2. Seither mag sie Rechtschreibung. Okay, auch ohne das Buch wäre sie besser geworden, aber ich denke, nicht so. Auch sie hat ein nicht-behandlungswürdiges ADS (das heißt, ich hätte Ritalin für sie bekommen können, aber wir leben ganz gut mit ihrer Art, dafür hatte ich Probleme mit dem Psych.). Und glaube nur nicht, dass andere Kinder nicht üben würden, auch die müssen etwas tun. Fangt an, Diktate und Rechnen zu trainieren, wahrscheinlich sind es alte Löcher aus der Sprungzeit, die gestopft werden müssen

Was ich im Moment sehe ist ein anderes Problem: Was ist mit ihren vielen Fehlzeiten? Der Freund meiner Tochter bekam vor seinem Sprung auch ständig Fieber, Bronchitis ..., also echte Krankheiten. mit dem Sprung wurde es besser. Dazu das schreckliche Verhalten nach der Schule, das kennen wir zwei Mütter auch, wir haben es die "Ära der fliegenden Ranzen" genannt. Diesbezüglich solltest du dich vielleicht noch mal über ADS schlau machen. Ich hatte ein Buch "Wie Eltern ihre Kinder verstehen und wie sie ihnen helfen können", den genauen Titel weiß ich nicht mehr, ich muss mal nachschauern, ob ich es da habe oder ob es ausgeliehen ist. Ich schreibe dir den genauen Titel nochmal. Falsch machen kannst du nichts, wenn du dein Kind wie ein ADS-Kind behandeltst.

In welchem Bundesland lebst du? Die Schulempfehlung ist nicht überall bindend. Viele Schulen sehen den Sprung und tolerieren dann schlechtere Noten. Aber das wird die Grundschule deiner Tochter nicht sagen.

Ich wünsche euch, das ihr stark seid und euren Weg geht. Wenn etwas ist, meldet euch wieder

Marion

von MarionPE - am 04.11.2003 07:17
Hallo Marion!

Jetzt sitze ich hier und heule, weil mir endlich mal jemand sagt, dass ich etwas richtig gemacht habe. Danke!!!!

Was das Üben und die "Löcher" aus der Springzeit betrifft, haben wir uns inzwischen sogar schon eine private Lehrerin angeschafft (Lehramtsanwärterin). Auch das zum Unterrichtsmaterial passende Übungsmaterial haben wir besorgt. Aber irgendwie wird das trotzdem nichts. Ich werde jetzt mal die von Dir empfohlenen Sachen kaufen.

Das mit den Fehlzeiten war eben ausgerechnet in der Sprungklasse sehr extrem - 41 Fehltage - sogar ein Krankenhausaufenthalt, während dem sie auch nichts machen durfte. Im laufenden Schuljahr hatten wir bisher - toi toi toi - noch keine krankheitsbedingten Fehltage. Ich hoffe, es geht so gut weiter. Habe schon über-legt sie vom Schulschwimmen befreien zu lassen, das im Januar wieder beginnt, damit das ganze nicht wieder von vorne losgeht.

Die Ära der fliegenden Ranzen - ja, das hört sich bekannt an, obwohl bei uns meistens der Füller dran glauben muss und sie anschließend ewig auf dem Boden herumkriechen muß, um die Kleckse wieder zu entfernen. Heute morgen ist sie direkt schon mit dieser Laune aufgestanden. Wenn ich ihr dann nicht irgendeine interessante Perspektive für den Tag nennen kann, ist das mit der Laune schon gelaufen. Das wäre toll, wenn Du mir den Buchtitel noch geben könntest.

Wir leben in NRW. Von daher haben wir keine Probleme mit der Empfehlung. Tatsache ist nur, dass sowohl die Lehrerin (mit der ich befreundet bin), als auch die bereits erwähnte Beratungsstelle der Meinung sind, dass sie aufgrund ihres Lernverhaltens (sie steht sich selbst im Weg - "ich kann das nicht") auf einer Realschule besser aufgehoben sein wird.

Vielen Dank nochmal für die nette Antwort.

Gruß

Ela

von Ela1969 - am 04.11.2003 08:01
Hallo,
ich finde es auch nicht schlimm, dass Deine Tochter mal gesprungen ist.
Damals habt Ihr diese Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen gefällt und so war sie zu diesem zeitpunkt sicher auch die Richtige!

Vielleicht handelte es sich beim 1.Test nur um einen CFT oder einen anderen Test, der lediglich einen Bereich der Intelligenz abprüfen konnte. Aber wie solltet Ihr dies als Laien beurteilen können?

Jetzt sollte Dein Kind erst einmal wieder Erfolgserlebnisse verschafft werden und
die bekommt es sicher auf der Realschule. Von dort kann sie dann doch prima nach der 10. Klasse auf ein Fachgymnasium oder zu einem normalen wechseln und bequem ihr Abitur machen.
Damals brauchte sie Input und ist gesprungen, jetzt braucht sie eine Ruhephase.
Ihren eigenen Weg kann sie in den nächsten Jahren gut finden und wenn dann mal eine Ehrenrunde gedreht wird, ist dies doch auch kein Drama.
Liebe Grüße
Katharina

von Katharina - am 04.11.2003 16:00
Hallo,
ich finde es auch nicht schlimm, dass Deine Tochter mal gesprungen ist.
Damals habt Ihr diese Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen gefällt und so war sie zu diesem zeitpunkt sicher auch die Richtige!

Vielleicht handelte es sich beim 1.Test nur um einen CFT oder einen anderen Test, der lediglich einen Bereich der Intelligenz abprüfen konnte. Aber wie solltet Ihr dies als Laien beurteilen können?

Jetzt sollte Dein Kind erst einmal wieder Erfolgserlebnisse verschafft werden und
die bekommt es sicher auf der Realschule. Von dort kann sie dann doch prima nach der 10. Klasse auf ein Fachgymnasium oder zu einem normalen wechseln und bequem ihr Abitur machen.
Damals brauchte sie Input und ist gesprungen, jetzt braucht sie eine Ruhephase.
Ihren eigenen Weg kann sie in den nächsten Jahren gut finden und wenn dann mal eine Ehrenrunde gedreht wird, ist dies doch auch kein Drama.
Liebe Grüße
Katharina

von Katharina - am 04.11.2003 16:00
Hallo Ela,

ich gebe Katharina absolut recht. Deine damalige Entscheidung war wirklich in Ordnung. Ich weiß, wie lange man überlegt, bis man eine solche trifft. Und ob sie letztendlich richtig ist, kann keiner sagen. Und so richtig kann einem auch keiner dabei helfen. Wir haben auch die Entscheidung zum Überspringen getroffen und wissen beileibe noch nicht, was uns blüht.
Aber eine Frage habe ich noch an Dich: Wie kommt denn Deine Tochter mit ihren Klassenkameraden zurecht. Ist sie ein Außenseiter oder hat sie mehrere Freunde. Wird sie eventuell von den anderen nicht akzeptiert oder irgendwie geärgert. Da ich auch denke, dass Deine Tochter hochbegabt ist, könnte es doch sein, dass für ihre Schulunlust ganz andere Gründe eine Rolle spielen. Was erzählt sie denn so vom Unterricht?
Vielleicht sind auch da die eigentlichen Ursachen für ihre Leistungen.
Was sagt denn die Lehrerin?

Liebe Grüße, Dorothee

von Dorothee - am 04.11.2003 17:58
Hallo Dorothee!

Nein, meine Tochter ist absolut kein Außenseiter. Zum Anfang des Sprungjahres waren die anderen Kinder erst eifersüchtig, weil die geliebte Lehrerin der "Neuen" doch etwas mehr Aufmerksamkeit schenken mußte. Nachdem diese Phase überwunden war, integrierte sie sich schnell in die neue Klasse. Ihre erste wirklich Schulfreundin war dann auch noch 2 Jahre älter als sie. Mittlerweile hat sie ständig wechselnde "beste" Freundinnen, was in dieser Lebensphase wohl normal ist. Wir haben uns von Anfang an darum bemüht, das ganze und auch uns als etwas möglichst normales darzustellen, so dass auch die Eltern positiv reagierten. Nachdem also Eltern und Lehrerin positiv eingestellt waren, ging das mit den Kindern auch in Ordnung.

Also ich glaube langsam eher, dass sie total überfordert ist. Irgendwie ist das alles total komisch. Viele Sachen hat sie schon ein paarmal "verstanden" und plötzlich ist alles wieder weg. Das ist in Mathe so und auch im Schreiben. Heute schrieb sie zum Beispiel schon wieder: dan statt dann und mer statt mehr. Diese Wörter hat sie doch nun wirklich oft genug geschrieben. Ich kapier das nicht. Sie schreibt zwar ihre Texte, aber sie nimmt sie nicht wahr. Auch Abschreiben geht im Moment wieder mal gar nicht. Lesen ist auch wieder total daneben. Im Moment ist echt alles Sch........! Heute kam der Mathe-Test zurück mit einer 6!!!!!!!!

Die Lehrerin meint wohl, dass das schon wird, aber ich glaub das nicht mehr und mit dem Zeugnis, was ihr bald blüht kommt sie gerade noch auf die Hauptschule.

Vom Unterricht direkt erzählt sie eigentlich gar nichts, außer sie hatte Probleme mit ihrer Nachbarin oder sie hat was besonderes geleistet. Laut der Lehrerin läuft der Unterricht mit ihr gut.

Noch Vorschläge?????

Verzweifelte Grüße sendet

Ela

von Ela1969 - am 04.11.2003 20:54
Hallo Ela,

bitte, bitte, nimm diese Rechtschreibung nicht so wichtig. Ich weiss, das ist nicht einfach. Ich kann mich gut an meine Zeit in der 4. und 5. Klasse erinnern, ich stand damals 1 in Deutsch und fand das alles easy. Nun ist mein Großer in der 5 und macht genaus diese Schreibfehler, seit 2 Jahren. Vergißt ein Dehnungs-H oder baut eins ein, schlampert einen Doppelbuchstaben und vergißt die Groß- und Kleinschreibung. Ich setz da dann meine eigenen Leistungen gleich und erwarte diese auch bei ihm. Klappt aber nicht.

Wenn du mal nachfragst, werden die Wörter aber richtig buchstabiert. Hat also nichts mit Unkenntnis zu tun. Eher mit sowas wie Langeweile, Wiederholung, zu schnelles Denken der Wörter im Kopf und zu langsames Schreiben. Klar kann der Kopf schneller!

Nun in der 5. Klasse, nach der ersten Deutscharbeit hat die Lehrerin einen entsprechenden Kommentar dazu geschrieben. Und siehe da, er ist plötzlich bereit, daran zu arbeiten. Jetzt, wo es wichtig wird, weil die Rechtschreibung mit benotet wird, scheint es besser zu gehen. Mal sehen.

Gib deiner Tochter noch was Zeit und prüf ihr Verständnis mal mit schwierigeren Aufgaben. Bei www.egladil.de findest du Rechenaufgaben für diverse Alters- bzw. Entwicklungsstufen, lass sie da mal dran.

Versuche es und berichte mal!

Liebe Grüße Jutta

von Hujan - am 05.11.2003 06:47
Hallo Ela!

Nochmals zur Schulsituation:

Du sagst die Realschule ist besch... Woher weißt du das? Worauf basiert dieses Urteil? Sind die Lehrer so? Entweder sie sind so alt, dass sie in den Ruhestand gehen, oder sie sind so jung, dass die Frauen schwanger werden, ich glaube bald, andere Lehrer gibt es nicht. Oder was ist es sonst?

Was hast du gegen die Gesamtschule? Es gibt welche, die sind wirklich gut. Und deine Tochter scheint ja gut mit anderen klarzukommen, das ist für die Gesamtschule sehr wichtig. Ich kenne auch Hochbegabte, die auf der Gesamtschule sehr gut aufgehoben sind.

Ich sehe aber auch gute Chancen fürs Gymnasium. Du schreibst, sie will sich nicht anstrengen, aber es gibt Kinder, denen reichen Dreier und Vierer (auch wenn sie gerne eine Zwei hätten) es ist ihnen die Mühe nicht wert. Hast du selber das Gefühl, dass sie auf der Realschule einen qualifizierten Abschluss schafft um weiter auf das Gymnasium gehen zu können? Hast du mal darüber nachgedacht, sie auf das Gymnasium gehen zu lassen und die 5 wiederholen zu lassen, wenn es gar nicht klappt (nicht wegen der Noten, sondern natürlich nur aus sozialen Gründen, wegen des Alters)?

Was will sie? Wohin gehen alle ihre Freundinnen? Es gibt viele Möglichkeiten.

Vielleicht meldest du dich mal

Marion

von MarionPE - am 05.11.2003 07:03
Hallo Ela,
also für mich klingt das so, als habe sich Deine Tochter ziemlich zurückgezogen, was die Schule betrifft.
Ohne Dich jetzt in noch größere Verzweiflung stürzen zu wollen, aber es hört sich in Deinen Beiträgen so an, als seist Du bzw. Ihr als Eltern schon sehr verzweifelt, aber Deiner Tochter scheinen ihre Leistungen (ohne die Leistungen jetzt zu bewerten), nicht sooo wichtig zu sein. Deine Tochter scheint nicht sooo verzweifelt zu sein, wie Du - oder?
Ich kann auch falsch liegen, aber das ist mein Eindruck beim Lesen.
Ich kenne aus eigener Erfahrung das Phänomen, das sich (begabte) Kinder plötzlich total zurücknehmen, wenn sie spüren, dass jemand nun von ihnen aufgrund ihrer Begabung eine bestimmte Leistung erwartet. Diese Kinder empfinden schon kurze Bemerkungen wie "Na, das kannst Du aber doch viel besser!" als Druck, obschon das vom Erwachsenen gar nicht so gemeint/ empfunden wird. Gerade hochbegabte Mädchen haben manchmal Probleme, zu ihrer Begabung zu stehen. Ich meine damit nicht unbedingt, dass Deine Tochter nun absichtlich 6er schreibt. Vielleicht ist sie eher selbst orientierungslos, was ihr Leistungsvermögen betrifft.
Und selbst, wenn Du nicht explizit mit Deiner Tochter über Deine Ängste gesprochen hast, dass sie vielleicht am Ende auf die Hauptschule muss, dann wird sie doch sensible Antennen haben und das unterschwellig mitkriegen: Mama hat Angst, Mama macht sich Sorgen. Das kann auch zu einer Art Rückzug/ Blockade/ Verweigerung bei Kindern führen.
Aber wenn die Lehrerin doch weiterhin recht positiv von Deiner Tochter spricht, könnte ich mir ganz gut vorstellen, dass sie Deine Tochter auch nciht unnötig unter Druck setzen möchte.

Ich kann total falsch liegen, mit meiner Meinung. Ich hoffe, dass ich Dir nicht zu nahe getreten bin. Und im Übrigen glaube ich auch nicht, dass das Springen am Anfang eine "falsche" Entscheidung war. So wie es war, war es eben.

Manchmal muss man ein wenig Loslassen.

Liebe Grüße
ein Gast

von Gast - am 05.11.2003 09:05
Hallo Marion!

Also, was ich über die Realschule herausgefunden habe, habe ich mir bei den Eltern betroffener Kinder zusammengesucht. Die Lehrerschaft ist sehr alt und das Gebäude auch. Es wurde mir gesagt, es sei eine Rowdy-Schule, auf der die Mädchen nicht gut aufgehoben sind. Auch vom Leistungsniveau her soll die Schule nicht sehr toll sein. Der einzige Vorteil scheint zu sein, dass sie sich in erreichbarer Nähe befindet. Auf der weiteren Realschule, die mit dem Bus gut zu erreichen wäre, haben wir kaum Chancen, weil dort nur Kinder mit 3er-Zeugnis oder besser genommen werden, weil es eine katholische Schule ist (wir=ev.) und weil wie aus einem anderen Stadtteil kommen. Letztes Jahr wurden nur 2 Kinder aus unserem Stadtteil angenommen.

Von der Gesamtschule hier hört man nicht viel Gutes. Angeblich versammelt sich dort alles, was sonst keinen Abschluß schaffen würde. Das das so nicht stimmt, ist mir schon klar, aber wenn ich mir die Schüler dort so angucke, kann ich gelinde gesagt darauf verzichten. Außerdem wurde uns bei der Beratungsstelle, die den zweiten Test durchgeführt gesagt, dass unsere Tochter nicht für die Gesamtschule geeignet sei.

Ich weiß doch gar nicht, ob mein Kind hochbegabt ist. Nach dem zweiten Test ist sie es doch ganz eindeutig nicht, oder?

Gymnasium hört sich gut an. Vielleicht sollten wir es doch versuchen, aber nun haben wir ja auch noch den 6er im Mathe-Test. Ich glaube, das wird wohl nichts werden. Mit 3ern und 4ern wären wir ja total glücklich. Nach heutigen Erkenntnissen glaube ich nicht, dass sie nach der Realschule aufs Gymmi wechseln würde. Aber das kann sich natürlich noch ändern.

Ich habe mein Kind gerade also nochmals befragt und sie erklärt mir ganz eindeutig, auf die Realschule gehen zu wollen. Da sie fast alle Mädchen aus ihrer Klasse als ihre Freundinnen ansieht, dürfte das kein Problem sein. Das wechselt im Moment wirklich ständig.

Nur zur Info: Sie hat natürlich auch eine wirkliche Freundin. Die beiden kennen sich seit 6 Jahren, sehen sich nicht so häufig, lieben sich aber abgöttisch und verstehen sich immer wieder prächtig. Sie wollen vielleicht auch mal zusammen wohnen, haben sie uns erklärt.

Am 11.11.03 ist Beratungsabend in der Schule. Dort treffen wir mit Eltern zusammen, deren Kinder bereits auf den weiterführenden Schulen sind. Ich bin gespannt.

Mein Kind macht gerade ganz brav und selbständig Hausaufgaben. Also manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr....... Irgendwie ist sie doch motiviert, aber es klappt alles nicht so. Echt ärgerlich!!!!!

Liebe Grüße

Ela

von Ela1969 - am 05.11.2003 14:30
Hallo!

nett, dass Du mir schreibst. Ja, anscheinend bin ich hier die Verzweifelte, da magst Du recht haben. Aber ist das nicht verständlich? Immerhin bin ich ja irgendwo zumindest mit dafür verantwortlich, dass es so ist wie es ist. Meiner Tochter sind die Leistungen nicht sooo wichtig, dass sie jetzt tagelang über diese blöde 6 grübeln würde, aber gestern war sie schon geknickt. Was ihr aber Sorgen macht ist die Aussicht, bei weiterhin schlechten Noten die Klasse vielleicht wiederholen zu müssen.

Meine Tochter blockiert sich eindeutig irgendwie selbst. Orientierungslos trifft die Sache auch irgendwie. Mit der "Antenne" hast Du eindeutig recht. Sie spürt alles was ich spüre und das kann ja nun mal nicht immer positiv sein.

Wie ich schon Marion schrieb, weiß ich ja nun gar nicht, ob mein Kind Hochbegabt ist, eher ja wohl nicht.

Was meinst Du mit loslassen in diesem Zusammenhang? Mach ich mir zu viele Sorgen? Kümmere ich mich zuviel?

Liebe Grüße

Ela

von Ela1969 - am 05.11.2003 17:18
Liebe Ela,
ja - es ist verständlich, dass Du in dieser Situation verzweifelt bist und Dir Vorwürfe machst, in der Vergangenheit eventuell - eventuell (!) - etwas falsch gemacht zu haben.
Nun, selbst wenn es so wäre: Welche Eltern machen alles richtig? Eltern sind nie perfekt, machen auch Fehler in der Erziehung. Ich glaube, das wichtigste ist, dass die Kinder sich von ihren Eltern geliebt fühlen. Das ist noch wichtiger, als alles "richtig" zu machen.
Damit will ich nicht andeuten, dass Du es falsch gemacht hättest, sondern einfach Deinen Blick etwas weg von dem Problem lenken. Das meine ich mit Loslassen. - Den Sprung damals hat sie ja nun geschafft! Und wenn ich mir versuche, Deine Tochter vorzustellen, könnte ich sie mir als ganz quirliges, pfiffiges Mädchen vorstellen. Selbst wenn sie eine Klasse wiederholen müsste, dann wäre das immer noch kein Grund zur Annahme, dass sie später einmal nicht gut durchs Leben kommt. Der bevorstehende Schulwechsel muss keine Lebensentscheidung sein. Fast alle Entscheidungen im Leben lassen sich auch später noch korrigieren.

Zur Hochbegabung: Wenn der erste Test einen IQ von 140 gezeigt hat, dann hat Deine Tochter diese Leistung auch tatsächlich gezeigt. Daran gibt´s meiner Meinung nach erstmal nix dran zu rütteln. Interessant wäre allenfalls zu wissen, welcher Test es bei der ersten Testung war. Vielleicht gibt es eine Erklärung für die Testdifferenz, die in der Art der beiden Tests liegt. Ansonsten kenne ich nur die Grundregel, dass ein Testergebnis wohl einen zu niedrigen IQ-Wert zeigen kann, nicht aber einen zu hohen. "Man kann nichts an Intelligenz zeigen, was nicht auch da ist."

Die Frage wäre dann eher, warum sie damals diese Leistung gezeigt hat, und später nicht mehr.

Aus Deinen Schilderungen könnte man schon bestimmte Merkmale einer Hochbegabung ablesen: Leider eben mehr die "negativen" Punkte, die aus Unterforderung entstehen können (Leistungverweigerung/ Langeweile/ Fehler bei Routineaufgaben). Man könnte auch eine gewisse "Verleugnung" der Begabung hineininterpretieren, in dem Sinne, dass Deine Tochter sich an ihre peer-group anzupassen versucht (was oft als typisch für Mädchen dargestellt wird), um nicht aus dem Rahmen zu fallen.

Auch, wenn ihre derzeit schlechten Schulleitstungen auf tatsächliche Wissenslücken zurückzuführen wären, muss dies noch kein Grund sein, sie nicht für hochbegabt zu halten. Ich kenne inzwischen manch hochbegabtes Kind, das einfach Wissenslücken hat, da beim Lernen die Grundlagen zu schnell vernachlässigt wurden. Ist leider Tatsache und passiert leider als man glaubt. Das erzeugt viel Frust für alle Beteiligten, aber da lässt sich was machen.

Was mich noch interessieren würde: Was ist sie sonst für ein Mädchen? Launisch, sehr emotional, sehr still? Hat sie Hobbies? Sammelt sie etwas? Malt sie gerne? Ist sie musikalisch? Gibt es irgendein außerschulisches Gebiet, auf dem sie "tolle" Leistungen zeigt, etwas mit absoluter Genauigkeit verfolgt, ein Wissensgebiet, das mit der Schule nichts zu tun hat, Sport, hat sie eine "soziale" Ader, wird sie wütend bei "Ungerechtigkeiten", worüber spricht sie gerne, welche Filme schaut sie im Fernsehen, usw.....???????

Außerdem: Welches Verhältnis hast Du selbst zur Hochbegabung? Du musst die Frage nicht im Forum beantworten, aber vielleicht denkst Du einfach mal drüber nach. Also, ich meine: Erschreckt Dich Hochbegabung, findest Du sie gut, unheimlich, oder sonst was?

Na ja, also das hier ist nicht der Weisheit letzter Schluss, nur Versuche, Deine Lage irgendwie zu fassen. Und natürlich geht der Blick in einem Forum zur Hochbegabung immer leicht einseitig auf dieses Thema. Mag sein, dass andere Aspekte total vernachlässigt werden.

Viele Grüße + Kopf hoch!
ein Gast

von Gast - am 05.11.2003 18:42
Mir fiel gerade noch kurz was ein:
Wie steht Deine Tochter zum Thema: "Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht!" ???

Gab es Zeiten, in denen sie ähnlich verzweifelt reagierte, wie Du momentan?
Hochbegabten fehlt leider oft die Erfahrung, Fehler zu machen und auch Fehler machen zu dürfen. Ist oft ein regelrechter Weltuntergang. Auch daraus kann totale Resignation und Verlust von Selbstwertgefühl/ Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit resultieren.

Gruß
Gast

von Gast - am 05.11.2003 18:54
Hallo Du netter Mensch!

Ja, ich glaube mit dem Loslassen hast Du schon recht. Es ist aber nunmal so, dass ich mich in alles, was mein Kind betrifft total reinsteigere, weil ich partout alles richtig und gut machen will. Ich habe schon öfter gehört, ich solle mal etwas gelassener an alles herangehen. Es mag daran liegen, dass meine eigene Schulkarriere nicht so optimal verlaufen ist. Dies aber anscheinend, weil ich auf der Grundschule nie lernen mußte, sondern alles so schaffte (mal mehr, mal weniger gut). Deshalb die eindeutige Entscheidung für das Springen bei meiner Tochter.

Das Sprungjahr hat sie, trotz ihrer 41 Fehltage, geschafft.

Mein Kind ist ein sehr quirliges und pfiffiges Persönchen, jedoch unheimlich sensibel und harmlos. Sie ist launisch und emotional, aber eher nicht still. Sie spielt Blockflöte (angeblich sehr begabt), sammelt alles von Diddl, malt leidenschaftlich gern und liebt Bewegung jeder Art. Bewegung ist ihr Ventil. Im Moment hat sie ihre Liebe zum Geschichtenschreiben entdeckt, oh Wunder, denn 4 Zeilen aus dem Lesebuch abzuschreiben ist schon zu anstrengend. Auch der Computer interessiert sie sehr, ist aber mehr Mittel zum Zweck (E-Mails verschicken, Barbie-Seiten anschauen usw.). Sie hat eine sehr ausgeprägte soziale Ader und kann es gar nicht verstehen, wenn ich mich nicht überall einmischen kann, wo etwas nicht gerecht verläuft (z. B. bei einer Schulfreundin zu Hause). Sie ist auch sehr folgsam (wenn auch unter Protest) und handelt von je her sehr vernünftig. Sie hat nie etwas großartiges angestellt, nicht einmal als kleines Kind. Das einzige wirklich schreckliche an ihr ist ihre Agressivität und das Aufbrausen, was sie beides nicht unter Kontrolle hat. Aber selbst hierfür entschuldigt sie sich noch oft, weil sie selbst nicht versteht, warum sie das macht.

In den Ferien hat sie mich ins Museum geschleppt, denn dort gibt es eine Ägyptenausstellung. Sie liebt alles über Ägypten und vor allem über Mumien, beschäftigt sich aber nicht sehr intensiv damit. Wenn sie von Zeit zu Zeit ein paar neue Bilder sehen kann, oder auch einen Film, dann reicht das. Im Fernsehen schaut sie am liebsten Filme über Tornados und andere Stürme und ansonsten das normale Kinderprogramm (Sponge Bob, Angela Anaconda, Sabrina usw.).

Worüber sie gerne spricht? Über alles, was ihr gerade einfällt - keine Ahnung. Wenn sie aus der Schule kommt, erzählt sie mir von den Begebenheiten mit ihren Freundinnen. Worüber sie definitiv nicht sprechen will ist über sich selbst. Und sie hasst es auch, wenn andere über sie reden.

An den ersten Test ist sie damals unvoreingenommen herangegangen, weil wir den ja eigentlich nur so als Beigabe gemacht haben. Wir waren dort eigentlich hingegangen, um ein ADS abklären zu lassen. Den zweiten Test mußte ich ihr gegenüber ja viel deutlicher begründen, da sie ja jetzt auch schon älter ist. Der erste Test hat ihr einfach nur Spaß gemacht, beim zweiten Test war sie schon etwas skeptischer (1 1/2 Jahre älter).

Die Wissenslücken versuchen wir schon seit Anfang der Sommerferien zu schließen, aber irgendwie finde ich es fruchtlos.

Mein Verhältnis zur Hochbegabung? Tja, nachdem wir damals das Ergebnis erfahren hatten, hüllte sich erstmal ein großer Wattebausch um mein Hirn und ich wußte gar nicht mehr, was ich denken sollte. Anschließend fing ich an, mir Gedanken zu machen, was ich nun für mein Kind tun kann. Die Hochbegabung setzte mich unter Druck. Ich dachte, ich müsse meinem Kind nun ständig etwas hochwertiges bieten. Ich find Hochbegabung toll, wenn sie sich klar zeigt. Wenn sie so schrecklich kompliziert ist, ist sie selbstverständlich erschreckend, denn das erwartet ja keiner. Unheimlich auch, wenn die Leistungskurve von 0 auf 100 und dann wieder auf 0 geht usw. und ich nicht verstehen kann warum.

Was meinst Du mit:

*****Wie steht Deine Tochter zum Thema: "Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht!" ???

Bezieht sich das auf Fehler, die sie gemacht hat oder ich?

Sie selbst ist nur verzweifelt, wenn sie an den Reaktionen der anderen erkennt, dass etwas mistig ist. Nur wenn sie daran dachte, vielleicht nicht in ihrer jetzigen Klasse bleiben zu können, oder auch die 4. Klasse demnächst wiederholen zu müssen, war sie echt verzweifelt. Die 6 war natürlich schon hammerhart. Und die Tatsache, dass ihre Freundinnen 2en schreiben und sie nicht, wurmt sie natürlich sehr. Ansonsten sieht sie die ganze Sache eher locker, glaub ich. Ich habe ihr auch nie signalisiert, dass es eine Katastrophe ist, schlechte Noten zu haben. Sie wurde deswegen nie bestraft. Inzwischen ließ sich nur leider der Zusammenhang zwischen Noten und der nächsten Schule nicht mehr ganz vermeiden.

Ich hoffe, ich konnte Dir hier einen guten Überblick über mein Kind verschaffen und bin gespannt auf Deine nächste Antwort.

Liebe Grüße

Ela (die inzwischen schon wieder etwas gelassener ist)

von Ela1969 - am 06.11.2003 07:41
Hallo Ela,

ein toller Bericht!. Allein deine Bebschreibung:

"In den Ferien hat sie mich ins Museum geschleppt, denn dort gibt es eine Ägyptenausstellung. Sie liebt alles über Ägypten und vor allem über Mumien, beschäftigt sich aber nicht sehr intensiv damit. Wenn sie von Zeit zu Zeit ein paar neue Bilder sehen kann, oder auch einen Film, dann reicht das. Im Fernsehen schaut sie am liebsten Filme über Tornados und andere Stürme und ansonsten das normale Kinderprogramm (Sponge Bob, Angela Anaconda, Sabrina usw.)." trifft genau so auf meine Tochter zu.
Sie sitzt zur Zeit in der fünften Klasse und schaut dem Treiben um sie herum zu. Soll heißen, Vokabeln lernt man eher lieber nicht, ist langweilig; Rechtschrebung läßt sich umgehen, wenn man nur wenig genug schreibt. Dies ist allerdings bei Textanalysen nicht hilfreich.
Klar ist sie verzweifelt, wenn dann - ganz überraschend - die Note nicht ihrer Erwartung entspricht. Sie schließt daraus, sie kann es halt nicht. Punkt um! Und wenn man es sowieso nicht kann, wozu dann ülben. Das ist halt eine Frage der Logik.
Klar bin ich verzweifelt und sehe mit einem tiefen Grummeln im Bauch zu. Aber, es ist wie beim Bogenschießen. Erst muss der Schüler erkennen das er so nicht weiterkommt, bevor er bereit ist dazu zu lernen. Ich schau dem Treiben zu, wunder mich über die drei in Deutsch. (In der vierten stand sie in der Rechtschreibung zeitweise auf einer fünf!) und hoffe, dass sie die Englischarbeit in den Sand setzt, um endlich Bereitschaft zu zeigen, gezielt zu lernen.
Irgendwann hab ich gelernt, dass diese Kinder anscheinend früher die Zügel in die Hand nehmen. Ich versuche meine Tochter dabei zu unterstützen, aber in der vierten Klasse dachte ich auch, alles was ich bis dahin über meine Tochter gelernt habe sei absolut falsch. Vielleicht müssen wir wirklich lernen früher los zu lassen und unseren Kindern mehr vertrauen.

Kopf hoch,
LG Gabi

von Leona - am 06.11.2003 08:49
Hallo Leona!

Vielen lieben Dank für Deinen Bericht. Sag mir mal: Auf welche Schule geht denn Deine Tochter? Ich nehme an aufs Gymmi? Wenn ja, mit welchen Noten im 4.Kl.-Zeugnis ist sie dort hingekommen (wenn ich mal so indiskret fragen darf)?

Nächste Woche geht der Beratungsmarathon bezüglich der weiterführenden Schule los, deshalb ist echt jeder kleine Hinweis wilkommen!!!!

Liebe Grüße

Ela

von Ela1969 - am 06.11.2003 09:23
Hallo Ela,
das ist ja schön, das Du wieder etwas mehr Gelassenheit hast. Freut mich auch irgendwie, dass Du mir gleich geantwortet hast.
Die Frage nach dem "Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht!" bezog sich direkt auf Deine Tochter. Ich meine, gab es Zeiten, in denen sie in der Schule absolut gut geleistet hat? Nur 1er und 2er im Diktat oder im Mathe-Test o.ä.? Wenn ja, wie reagierte sie dabei auf "kleine" Fehler? Weltuntergangsstimmung? Ehrgeiz? Rückzug? -

Wenn Deine Tochter vor dem Sprung evtl. das Gefühl hatte, alles ist "easy", sie schafft das alles - und dann nach dem Sprung vielleicht nicht mehr nur super gute Noten hatte, dann könnte sie das evtl. oientierungslos hinsichtlich ihres eigenen Leistungsvermögens gemacht haben. Die Leistung, es trotz Fehltage und Kranksein geschafft zu haben, konnte sie vielleicht noch nicht entsprechend würdigen.

Ach, ich weiß es aber letztlich auch nicht! Ich will mir hier auch nichts anmaßen.

Deine "Watte im Kopf" kann ich gut nachvollziehen. War wohl doch eher wie ein kleiner Schockzustand, von der Hochbegabung des Kindes zu erfahren?
Klar, da schlägt einem plötzlich einiges an Ansprüchen entgegen: Fördern, Erziehen, eine gute Mutter sein usw...Ich kenne manch eine Mutter, die den ganzen "Wirbel" durchgemacht hat und am Ende zu der Erkenntnis kam: Ach, wir lassen jetzt einfach mal Ruhe einkehren. Schluss mit extra-Fördermaßnahmen. Einfach, weil sich dadurch die "Probleme" des Kindes auch nicht maßgeblich besserten und das Zusatzprogramm viel Stress für die Familie mit sich brachte.

So, wie Du Deine Tochter beschreibst, scheint sie doch Interesse an vielen Dingen zu haben. Meine Frage zielte darauf hin, ob sie vielleicht ihr momentanes Leistungstief in der Schule durch Betätigungen/ Leistungen außerhalb der Schule zu kompensieren versucht. Klar, es sind auch einige Merkmale dabei, die zu einer Hochbegabung passen könnten.
Wenn die Schule eh blöd ist, dann suchen sich manche Kinder halt eine andere Bestätigung.

Vermutest Du bei Dir selbst eine nicht erkannte Hochbegabung? Wenn die Thematik bei den Kindern aufbricht, werden oft Erinnerungen der Eltern an die eigene Schulzeit wach. Könnte schwierig für die Kinder sein, wenn sich die Eltern noch nicht mit ihrer eigenen Geschichte versöhnen konnten.

Wenn Deine Tochter nicht über sich selbst sprechen möchte, dann lass sie besser in Ruhe. Wahrscheinlich hat sie längst "gedibbert", dass mit ihr "irgendwas ist". Sie möchte das vielleicht gar nicht, dass man über sie spricht.

Kannst Du Dir vorstellen, sie auch hinsichtlich der schulischen Leistungen die nächsten Tage ganz in Ruhe zu lassen? Sie einfach mal machen zu lassen?

Viele Grüße
ein Gast

von Gast - am 06.11.2003 09:23
Hallöchen!

Also wenn ich mich richtig erinnere, hat es mein Kind noch nie wirklich gestört Fehler zu machen. Nur, wenn ich sie darauf aufmerksam mache, dass es sich doch um einen recht unnötigen Fehler handelt, stimmt sie mir zu und ärgert sich ein bischen. Sie war übrigens nie ein 1 er Kandidat vor dem Springen, hat aber alles zur Zufriedenheit erledigt. War ja nunmal auch erst die 1. Klasse. Da kann man ja noch nicht so viel dazu sagen.

Die erste Klasse sind wir beide sehr gelassen angegangen, weil ich mir eigentlich keine Sorgen darum gemacht habe, sie könne irgendwelche Probleme mit dem Stoff haben. Aber dann kamen eben die psychosomatischen Sachen und ich mußte mich auf die Suche machen. Von daher wurde der Stoff der 1. Klasse sicherlich als "easy" empfunden. Im 2. Halbjahr hat sie sich jedenfalls nicht mehr sehr viel für den Unterricht interessiert.

Orientierungslos trifft die Sache auf jeden Fall irgendwie, aber ich weiß noch nicht genau wie. Dass sie es trotz der Fehltage geschafft hat und dass das eine großartige Leistung war, hat sie wohl inzwischen kapiert. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie 2en schreiben will, ohne etwas dafür zu tun.

*******Ach, ich weiß es aber letztlich auch nicht! Ich will mir hier auch nichts anmaßen.

Was heißt hier anmaßen? Deine Tips, Fragen und Anregungen sind schon genau richtig, um wieder auf den Teppich zu kommen. Dass das funktioniert hat, müßtest Du eigentlich schon gemerkt haben.

Ruhe einkehren zu lassen, das versuche ich schon seit geraumer Zeit. Deshalb haben wir auch die festen nachmittäglichen Termine auf ein Minimum zurückgeschraubt und lasse uns lieber spontan mal was einfallen. So bleibt ihr auch mehr Freiheit zu bestimmen, wann und wie sie Hausaufgaben machen möchte. Wenn sie die Hausaufgaben nämlich freiwillig angeht, klappt alles super.

An der Schule findet sie eben nur ihre Freundinnen und ihre Lehrerin gut - alles andere ist über.

Ja, ich denke, dass ich als Kind mal ein sehr leistungsstarkes Köpfchen hatte, was aber irgendwie teilweise verkümmert ist, weil auch ich dachte, ich sei zu blöd. Dabei hatte ich nur das Lernen nicht gelernt. Wie versöhnt man sich denn mit seiner eigenen Geschichte?

Ich werde mal versuchen, sie einfach machen zu lassen. Das hatte ich schon längst vor, aber ich bin immer wieder rückfällig geworden.

Liebe Grüße

Ela

von Ela1969 - am 06.11.2003 09:46
Hallo Ela,

meine Tochter ist mit fünf in die Schule gekommen, getestet und für hb befunden ganz besonders im sprachlichen Bereich.
In der Schule entwickelte sie sich dann mehr und mehr zu einem Minderleister, d.h. die Noten reichten immer gerade so.
Die Lehrerin, eine sehr nette und aufgeschlossene Frau, fand dass das Kind einfach zu jung sei, hb na ja eine Modeerscheinung für auffällige Kinder, aber nichts wirklich ernst zu nehmendes. Wäre die Rektorin nicht gewesen, ich weiß nicht wie das Spiel ausgegangen wäre. Im Laufe der dritten Klasse entschied sich unsere Tochter diese Grundschule keinesfalls mehr zu verlassen (sie hatte bereits einen Schulwechsel hinter sich). In "Absprache" mit der Klassenlehrerin nahm ich Kontakt zu einem mir empfohlenen Gym. auf. dort hospitierte unsere Tochter mit sehr großem Spaß. Sie hatte endlich eine Vorstellung davon was nach der Grundschule kommen könnte. In der vierten Klasse rasselten die Noten in Deutsch mal wieder in den Keller. Die Rechtschreibung war und ist immer eine "Thermometer" für ihre Befindlichkeit. Geht es ihr gut, dann ist alles ok, wenn nicht dann gibt es mehr Fehler als einem lieb sind. Gleichzeitig kam die Klassenlehrerin auf die Idee einen Test in der Klasse machen zu wollen, der ihr Sicherheit in der Bewertung der Kinder verschaffen sollte. Dieser Test durfte allerdings nur mit der Zustimmung aller Eltern gemacht werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Lehrerin fest überzeugt, dass unsere Tochter höchstens auf die Realschule gehöre. Da überfordert! Nach dem Test, den sie in Zusammenarbeit mit einer weiteren Lehrerin auswertete entschuldigt sie sich bei mir. Dieser Test sei so extrem überdurchschnittlich verlaufen, dass sie die gesamte Einschätzung unserer Tochter überdenken müsse, wahrscheinlich sei sie doch eher unterfordert.
Die Noten waren knapp die Empfehlung bekamen wir dennoch.
Mit dem Zeugnis und dem Test hab ich dann einen Termin bei der Leiterin der Orientierungsstufe gemacht, diese kannte unsere Tochter aus dem Probeunterricht. Ein weiteres Gespräch mit dem Direktor folgte, dieser unterhielt sich dann noch eingehend mit unserer Tochter. Zum guten Schluß wurde unsere Tochter aufgenommen. Sie war absolut stolz auf ihre Leistung. Jetzt fangen die kleinen Dinge wieder an, sie ist zwei jJahre jünger als die anderen Mädchen und kann halt beim Sport nicht so mithalten wie die anderen, auch ihre Interessen sind anders. Sie will in der Schule ständig neue Sachen lernen, aber zur Zeit werden nur bereits bekannte Dinge aufgearbeitet.
Hinzu kommt ihre Einstellung zu den Hausaufgaben. Hauptsache man kann die irgendwie erkennen.
Na ja.
Versuch doch auch mal mit dem Gym Kontakt aufzunehmen, warte nicht zu lange, die Zeit rennt dir davon.

LG
Gabi

von Leona - am 06.11.2003 10:15
Hallo Ela,
schön, wenn Du mit meinen Gedanken was anfangen konntest.

Okay, die Sache mit dem "Fehler machen" können wir dann wohl zu den Akten legen.

Also, hm "versöhnen" mit der eigenen Geschichte... Also, ich meine damit, den Groll, den man evtl. selbst gegen gewisse Entwicklungen in der eigenen Schulzeit hegt, abzulegen.
Bei mir ist das selbst so, dass ich da im Rückblick denke: Da ist wohl einiges schief gelaufen. Bin selbst hb und knackse an einigen Dingen.
Zu meiner Schulzeit war von HB absolut nicht die Rede. Sowas gab´s irgendwie gar nicht. Es stimmt mich manchmal wütend bis traurig, wenn ich darüber nachdenke, wie anders meine Entwicklung hätte verlaufen können, evtl. durch ein Überspringen einer Klasse oder anderes. Aber es ist nun heute, wie es ist.
Jedenfalls war es wichtig für mich, mich damit auseinanderzusetzen, um nicht zu viel von meinem Groll auf andere Menschen zu richten. Die eigene Entwicklung zu verstehen, war sehr wichtig für mich.
Gruß
Gast

von Gast - am 06.11.2003 11:19
Hallo!

Das hört sich alles prima an. Aber was, wenn mein Kind nicht hochbegabt und wirklich überfordert ist? Es gibt ja nunmal diesen Test, nach dem sie ja eindeutig nicht hochbegabt ist.

"Was nun?" sprach Zeus.

Testen die am Gymmi evtl. auch noch irgendwas?

Liebe Grüße

Ela

von Ela1969 - am 06.11.2003 15:29
Hallo Ela,

sagtest du nicht es gäbe zwei Tests? War nicht der erste so gut, dass der Psychologe von HB sprach?

Wenn deine Tochter nicht intelligent wäre, hätte sie nie und nimmer ein so gutes Testergebnis zu Stande gebracht. Außerdem sind die Gymnasen nicht allein für HB kinder da.
Da sich unser System an der Mehrheit orientiert, kommt deine Tochter auch mit einer "durchschnittlichen" Intelligenz dort zurecht. Anders sähe es aus, wenn sie nur mit zB einem IQ von unter 80 abgeschnitten hätte.

Was unsere Mädels nicht gelernt haben ist Disziplin. Sie geben bei geringen Anzeichen von Langeweile bereits auf. Ihnen Disziplin beizubringen ist nahezu unmöglich, da sie sofort ihr Selbstwertgefühl angeknakst sehen. Dazwischen zu fördern/fordern ist ein Balanceakt. Ich lass daher gerne schon mal einen "Karren gegen die Wand fahren" das ist fast wie ein kleiner Schock und führt zu kurzfristigen Leistungssteigerungen. Allerdings ist es auch nicht ganz ungefährlich.

Der Probeunterricht war für meine Tochter ganz hilfreich. Sowohl die Schule als auch meine Tochter konnten sich einen Ein- Bzw. Überblick verschaffen.

Ich kann es nur empfehlen.

Bis dann
Gabi

von Leona - am 06.11.2003 17:24
Hallo Ela,

das tut mir total Leid, dass du dir so viele Vorwürfe machst. Ich bin sicher, dass die absolut nicht gerechtfertigt sind. Jetzt habe ich ein paar Tage über Eure Geschichte nachgedacht. Stutzig hat mich gemacht, dass du schriebst, Euer Kind müsse im Gegensatz zu anderen für Diktate lernen. Erwartet man von Hbs, dass ihnen alles Wissen geradezu zufliegt? Ich habe meine eigene Geschichte revue passieren lassen. Auch bei mir kam irgendwann ein Punkt, an dem ich gern bessere Noten gehabt hätte, sie aber nicht mehr brachte. Von der Einstellung her muß es etwa so gewesen sein, dass ich glaubte, auch weiterhin ohne etwas zu tun die Schule durchlaufen zu können. Lerntechniken hatte ich, glaube ich, überhaupt keine vernünftigen. Ich glaube, dass es für die Kinder ein großer Schock ist, wenn sie feststellen, dass sie zwar intelligenter sind als andere, aber eben auch wirklich lernen müssen. Die Verzweiflung der Eltern, und sei sie noch so versteckt, spürt man als Kind sehr deutlich. Beim Lesen kamen mir da ganz alte Geschichten hoch...:-(. Dann wurde das zum Selbstläufer.....Eine Menge 4en machten mich immer mutloser. Erst in der Ausbildung (neuer Stoff, von Anfang an gut gearbeitet) gab es wieder gute Noten, die mich zu noch mehr Leistung trieben.

In der Klasse meiner Jüngsten war auch ein Kind mit ähnlicher Problematik. Diese Mutti hat dann, nach langen Überlegungen, ihr Kind zurückstufen lassen, um es mit besseren Noten wieder zu motivieren. Zu Anfang sahs so aus, als wäre das nicht die richtige Entscheidung gewesen. Jetzt aber haben sich ein paar richtig gute Noten dazugesellt und das Kind ist wie ausgewechselt, arbeitet regelmäßig und sieht wieder Sinn in der Schule. Vor allem ist der Druck auf die Mutter weg, weil jetzt wieder einer höherwertige Schule nach der Grundschule ansteht.

Das sind jetzt einfach mal ein paar Gedanken zusammengetragen. Vielleicht kannst du damit etwas anfangen. Grundsätzlich glaube ich, dass selbst eine überdurchschnittliche Begabung den Sprung rechtfertigt hat. Denn diese Kinder langweilen sich in der Schule genauso wie erwiesene Hbs.

Lieben Gruß,
Pitty

von Pitty - am 07.11.2003 05:47
Noch ein Nachtrag,

grad so aus aktuellem Anlass...;-). Wenn Leistungen in den Keller gehen, ohne dass sich eine vernünftige Erklärung finden lassen will, dann sollte ausgeschlossen sein, dass ein Problem mit den Augen oder den Ohren vorliegt. Die normalen Untersuchungen beim Kinder- und Schularzt können viele Störungen gar nicht erkennen und die Kids rauschen als "alles im grünen Bereich" durch. Ich bin grad entsetzt wie schnell Kinder von Ärzten zu Problemfällen deklariert werden, dabei haben sie die Sinnesorgane scheinbar komplett vergessen. Was meiner Freundin passiert ist, kann man kaum glauben und nach weiteren Recherchen scheint so etwas kein Einzelfall zu sein. Angeblich sitzen in jeder Klasse 2-3 behandlungsbedürftige Kinder nur mit Hörproblemen (bei den Augen liegt die Zahl weit höher), die vorher nicht erkannt wurden und mit unerklärbar schlechten Noten aufwarten....*entsetzt guck.
Vielleicht gibts hier für Euch einen Ansatz.....*hoff hoff.


Lieben Gruß,
Pitty

von Pitty - am 07.11.2003 10:38
Hi Pitty!

Du wirst lachen. Ich habe gestern Kontakt mit einem Optiker aufgenommen, der auf Winkelfehlsichtigkeit spezialisiert ist. Das könnte uns echt weiterbringen, hoffe ich.

Vielen Dank für Deine Anregungen

Gruß

Ela

von Ela1969 - am 07.11.2003 23:13
Hallo Ela!

Hatte ich dir längst versprochen: Also das Buch heißt:

ADS - So stärken Sie Ihr Kind
von Uta Reimann-Höhn.

Liebe Grüße

Marion

von MarionPE - am 13.11.2003 07:46
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