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Forum:
Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
26
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
MarionPE, Vanda Stankovic, KarinS, Kerstin, Hujan, sonja, AnikaKH, Simone Wald, K-Luzia, Patty, ... und 6 weitere

Vorzeitige Einschulung

Startbeitrag von Vanda Stankovic am 04.02.2004 11:32

Liebe Eltern,
meine Tochter Amelie wird im März 5 und ich stehe vor der schweren Entscheidung - Einschulung oder noch ein weiteres Jahr KiGa?!
Meine Hausärztin, die Amelie seit Babyalter kennt, rät mir schon seit einem Jahr, die Kleine mit 5 1/2 einzuschulen! Sie ist mit Sicherheit ihrem Alter weit voraus, aber von Hochbegabung will ich nicht reden.
Vom Intellekt würde sie die Schule sicher locker packen; sie merkt sich Dinge mit einer Leichtigkeit, die mich immer wieder erschreckt und Leute in Erstaunen versetzt. Vor ca. 3 Monaten fing sie an zu rechnen und sich für Zahlen zu interessieren (zählte mit wenigen Fehlern bis 100) - derzeit ruht dieses Interesse wieder.
Sie ist extrem energiegeladen und will auch motorisch ständig gefördert werden!
Ihr Körper ist, wenn sie nicht schläft, ständig in Bewegung (hüpfen, tanzen, hochklettern, Verrenkungen machen usw.)! Nun würde ich sagen, daß sie noch nicht das Sitzfleisch für die Schule hat. Im Stuhlkreis kann sie durchaus eine halbe Stunde konzentriert sitzen und mitmachen.
Es wird immer wieder vom Sozialverhalten gesprochen: was genau kann man sich darunter vorstellen?! Sie ist sehr kontaktfreudig und geht offen auf Fremde zu, leider muß ich sie manchmal zurückhalten, wenn es überhand nimmt.
Im Mai/Juni soll ich mich noch einmal beim schulpsychologischem Dienst melden, um sie dann auf Schulreife testen zu lassen - die Entscheidung liegt dann letztendlich bei mir, was mir als Alleinerziehende um so schwerer fällt!
Im Freundeskreis scheiden sich Ansichten: die einen sagen, lieber mit 6 1/2 einschulen und ggf. überspringen lassen, als zu früh einschulen und wiederholen lassen; die anderen sagen, lieber früh einschulen und wenn´s gut geht (und davon gehen sie bei Amelie aus), hat sie das Jahr gewonnen. Oma sagt: "Stehle dem Kind nicht das eine Jahr Kindheit!"
Wie sind Eure Erfahrungen mit der vorzeitigen Einschulungen, bzw. trotz fittem Kind noch ein Jahr warten?!
Liebe Grüße, Vanda

Antworten:

Hallo Vanda,

wie geht es denn Amelie im Kindergarten? Geht sie gerne hin, lernt sie neues, entwickelt sie sich? Was kann sie von einem zusätzlichen Jahr im Kindergarten noch erwarten? Wie steht die Grundschule zu vorzeitiger Einschulung?

Wir haben dieses Thema einerseits schon hinter uns und haben es aber andererseits auch wieder vor uns. Unser Sohn wurde mit fast 5 Jahren eingeschult. Intellektuell war es keine Problem. Er hatte aber anfängliche Probleme sich gegen die Jungen zu behaupten. Aber ich denke das wäre später auch so gekommen. Die eigene Organisation und Arbeitsmoral sind wohl bei ihm die gravierensten Probleme des Alters gewesen. Jetzt geht er in die zweite Klasse und freut sich auf die dritte. Alles in allem war es die richtige Entscheidung.

Nun steht uns die Entscheidung noch mal für unsere Tochter bevor. Sie wird im August 5. Langsam fangen die Ausfallerscheingungen im Kindergarten an. Dort ist sie sehr ruhig und zu Hause dreht sie dafür völlig ab.

Den Satz mit der verlorenen Kindheit muss sich wohl jeder hier anhören. Mein Sohn kann die Art von Kindheit, die er jetzt hat aber mehr geniessen, als die normal vorgesehene Art. Für ihn gibt es nichts Besseres als Technikmuseen, Wissensmagazine, Computer usw.

Man muss sich auf viele fragende Gesichter einstellen. Auch darauf, dass die Entscheidung immer mal wieder in Frage gestellt wird, wenn sich das Kind nicht "normal" benimmt. Alles wird dann erst einmal mit dem Alter erklärt. Wir haben immer zu unserer Entscheidung und vor allem zu unserem Sohn gestanden.

Hast Du schon mal Kontakt mit der DGhK aufgenommen. Vielleicht kennen die einen Psychologen für Hochbegabung in Eurer Nähe, der sich Deine Tochter mal ansehen kann.

Hab Vertrauen in Deine Tochter!

Viel Glück!
Anja

von AnjaW - am 04.02.2004 13:01
Hallo Vanda,

ich habe mich (leider) vor 2 Jahren gegen eine vorzeitige Einschulung meines Sohnes (3/97) entschieden.
Das letzte Jahr im Kindergarten war schon nicht mehr so toll für ihn. Dann wurde er im letzten Sommer eingeschult - das war der Horror. Er hatte keine Lust, regelmäßige Kopfschmerzen, schlechte Laune usw.
Er konnte vor der Einschulung Lesen, Rechnen und etwas Schreiben.
Auch ich, alleinerziehend, mußte mir von unserer Oma anhören: "Willst du dem Kind etwas die Kindheit nehmen?"
Im Nachhinein völliger Quatsch. Denn die Kinder machen wirklich noch sehr viel spielerisch in der 1. Klasse und dann das Schneckentempo. Du kannst dir sicherlich vorstellen, daß davon ausgegangen wird, daß ein Kind all diese Dinge noch nicht kann bei Schulanfang- da kommt schnell Langeweile auf. Und wenn man dann noch einen Lehrer erwischt, der es überhaupt nicht einsieht dem Kind Zusatzaufgaben zu geben, bleibt einer Mutter nur der Kampfmutteranzug!
Ich habe durchgesetzt, daß mein Sohn seit heute in die 2. Klasse darf (probeweise). Er kam sehr optimistisch nach Hause und konnte heute zumindest die Anforderungen erfüllen. Wenn er dort bleiben darf, ist es so als wäre er mit 5,6 J. eingeschult. Ich bin mir sicher er hätte auch die vorzeitige Einschulung prima gemeistert und uns wäre dieser ganze Ärger und Frust erspart geblieben.
Seine abgebende Lehrerin hatte im vergangene Woche prophezeit, nachdem er in
Deutsch Aufgaben verweigert hat: "Du schaffst das nie in der 2.!"
Der Gipfel von unpädagogischem Verhalten denke ich!
Ich würde alle Möglichkeiten ausschöpfen und falls alle Stricke reißen, könnte deine Kleine noch zurück in den KiGa oder ähnliches!
Und du hast nichts unversucht gelassen!
Aber die Entscheidung mußt du nun selber fällen, du wirst sicherlich das richtige für dein Kind tun!
Alles Gute euch beiden

LG
Annika

von Annika_32 - am 04.02.2004 13:16
Hallo Vanda!

Auch wir hatten sep.2003 eine vorzeitige Einschulung meines Sohnes 10/97.
Worüber ich jetzt noch sehr froh bin, da ich ein halbes Jahr schon aus dem Kiga genommen hatte, da er zusehenst immer kranker wurde, durch den Kiga,es kam nichts mehr dazu ausser stetigen Wiederholungen, die Neuzugänge wurden für Ihn immer jünger, nunja es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Geht deine Tochter gerne in den Kindergarten?
Hat sie dort Freunde?
Gibt es Fördermöglichkeiten im Kiga?
Möchte deine Tochter in die Schule?
Beschäftigt Sie sich auch selbst ständig, allein?
Klappt es mit an-ausziehen allein?
Wie ordnet sie sich in der Gruppe ein, oder tut sie es garnicht?
Wehrt sie sich verbal o. körperlich in Konflikten mit gleichaltrigen?
Kann sie "gespannt" zuhören, wenn man ihr was erzählt/erklärt?
Feinmotorik- Ausschneiden, in den rändern ausmalen und und...
Diese Fragen und andere stellen sich, wenn man seinen kleinen Sonnenschein vorzeitig einschult/oder es möchte.

Kerstin

von Kerstin - am 04.02.2004 19:29
Hallo Vanda!

Glaubst du persönlich, dass ihr ein weiteres Jahr Kindergarten noch etwas bringt? Ich kenne inzwischen viele Kinder, die sehr früh zur Schule gekommen sind. Du schreibst, dass deine Tochter sehr unruhig ist, klar, da kommen einem Bedenken. aber glaubst du, dass sie durch ein Jahr Kindergarten ruhiger wird? Einige Kinder sind nun mal sehr aktiv, das hat aber nichts mit dem Alter zu tun. Was mir aber aufgefallen ist ist, dass viele Kinder ruhiger werdenl, wenn sie geistig ausgelastet sind. Wie ist es bei ihr, wenn etwas sie wirklich interessiert, kann sie sich dann konzentrieren?

Da die Entscheidung sicherlich allen Eltern schwer fällt, glaube ich, dass es kaum einmal falsch ist. Eher sind die Kinder fehl am Platz in der Schule, die gerade eben schulpflichtig sind und noch Defizite haben.

Zu Oma und allen anderen: Glauben die wirklich, dass ein Jahr abhängen im Kindergarten diesem Kind etwas bringt? Und dann ist der Vorsprung so groß, dass sie auch in der Schule nur ihre Zeit absitzt! Ist es nicht besser, wenn ein Kind Spaß an der Schule haben kann und dort etwas lernt (ja, das soll es geben). Kinder, die in die Schule wollen, wollen etwas dafür tun.

Wenn von Seiten der Schule keine Bedenken bestehen, lass sie dorthin, sie wird es mögen

Marion
(die selber 3 Dezemberkinder vorzeitig eingeschult hat, von denen eins die ersten zwei Klassen in einem Jahr gemacht hat, und die inzwischen nicht mehr als böse Eislaufmutter verschrien ist, weil ihre Kinder auch mal Fünfen schreiben dürfen)

von MarionPE - am 05.02.2004 07:15
Hallo Vanda,

auf was warten Sie? Meine beide Kinder wurden vorzeitig eingeschult, und später auch noch gesprungen. Ich kann mir nicht vorstellen, was wäre, wenn die Kinder im Kindergarten geblieben sind.


E.

von E. - am 05.02.2004 07:39
Vielen Dank für Eure, teilweise sehr ausführliche, Beiträge!
Ich habe schon angefangen, privat zu antworten, habe es mir aber gerade anders überlegt und werde doch lieber im Forum antworten, da es zeitlich nicht hinhaut (der PC steht bei der Arbeit).
Es macht mir sehr viel Mut von Euren Fällen zu lesen, da ich in meiner Umgebung nur bei wenigen Müttern auf Verständnis stoße! In zwei Fällen sind auch schon die "Freundschaften" zerbrochen, weil mein Kind als vorlaut, ungezogen, hyperaktiv etc. bewertet wurde. Ich hatte vergeblich versucht, zu erklären, daß Kinder sich unterschiedlich (schnell) entwickeln und die Grenzen entsprechend auch unterschiedlich weit gesteckt sind - angeblich lasse ich meinem Kind zu viele Freiheiten?! Ich kann aber meinem Kind nicht diesselben Grenzen auferlegen, die für ein ruhiges (verbal und motorisch) Kind gut sind?! Ich will mein Kind weder in ihrer Entwicklung bremsen, noch sie zu etwas "Höherem" drillen!
In einigen Beiträgen habe ich Parallelen zu Amlie erkannt und bin froh, daß es noch andere in der gleichen Situation gibt. Wenn auch nicht in der Nachbarschaft, so kann man sich doch über das Forum austauschen.
In den KiGa geht Amelie gerne, aber wie lange noch?! Sie ist dort schon seit jeher die "Gruppenführerin", wie mir von den Erzieherinnen lachend berichtet wurde. Sie achtet darauf, daß Regeln eingehalten werden und hat als 3-jähriger Stöpsel den Schulanfängern gesagt, wo´s langgeht. Macht sie zu Hause auch und was für die Erzieherinnen eher amüsant ist, ist für mich im privaten Bereich ein Spießrutenlaufen! Ständig muß ich die Situation ausbalancieren, wenn sie mal wieder ein Kind (meistens hat sie ja Recht) korrigiert oder gemaßregelt hat - sie ist nicht nur penibel genau, sondern kann auch ganz schön penetrant sein!
In der Schule würde sie sich damit keine Freunde machen und ich erkläre ihr immer wieder behutsam, was Rücksichtsnahme und Taktgefühl bedeuten und wie wichtig sie im Umgang mit anderen sind!
Als ich Amelie fragte, ob sie denn gerne in die Schule gehen wollte, antwortete sie mir: "Nein Mama, da muß man eine ganze Stunde ruhig sitzen und das kann ich noch nicht! Aber, wenn die da auch Turnen haben, dann geh´ich hin!"
Nächste Woche haben wir die U9 und ich werde mit ihrem Kinderarzt reden, was für mögliche Tests es gibt und wie man behutsam herausfinden kann, was das Beste fürs Kind ist! Die Entscheidung wird sich dann wohl mit professionellen Ratschlägen und Testergebnissen zu einer hoffentlich richtigen formen!
Nach dem Lesen Eurer Beiträge bin ich nicht mehr ganz der "Angsthase" und stehe einer vorzeitigen Einschulung etwas offener gegenüber.
Liebe Grüße
Vanda

von Vanda Stankovic - am 05.02.2004 14:00
Hallo Vanda!

Ich möchte dir heute auch noch ein bisschen Mut machen.( Und mir damit auch.)
Mein Sohn wird in 3 Wochen fünf Jahre alt. Seit Mai hat er sich vorgenommen, dass er mit fünf in die Schule geht. Er rechnet sicher im 10 Bereich, auch über die 10 hinaus im 20er Raum. Subtraktion und Kettenaufgaben kommen neuerdings auch schon mal vor, d. h., er rechnet sich ausgedachte Aufgaben im Kopf oder mit Fingern aus. Er ist von Natur aus erstmal zurückhaltend, wenn es um neue Gruppen geht und beobachtet viel, dann entscheidet er, mit er etwas zu tun haben will. Regeln werden hinterfragt, übertreten und dann anerkannt. Oder auch nicht, wenn sie zu willkürlich erscheinen (schlafen gehen ist z. B. IMMER willkürlich von uns festgelegt *gggg*). Er kann sich den älteren Kindern gegenüber durchsetzen, lässt sich aber von deren Größe auch mal beeindrucken. Die "soziale Reife ist noch nicht so ganz ausgereift", meinen die Erzieherinnen. Bezogen darauf, dass er nach den Sommerferien zu ihnen kam, wenig mitmachte, viel zuguckte und im November dieses Gespräch stattfand. Ich habe das mit seiner Zurückhaltung erklärt, was sie durchaus auch verstehen können. Sprachlich ist er fit, mehr als manche normalen Vorschulkinder.
Einzig seine Größe macht mir etwas Sorgen. Da er Asthmatiker zu werden droht, muß er regelmäßig Kortison inhalieren. Er ist jetzt 104 cm groß und wiegt 15kg. Da stell ich mir den Ranzen riesig auf diesem kleinen Rücken vor. Aber er will gerne zur Schule und auch den Weg kennt er gut. Er würde auch gerne mal alleine seinen Freund besuchen, der wohnt gegenüber der Schule. Das darf er aber noch nicht. Und das rumhampeln ist halb so wild, denn die Zeiten, in denen die Kinder 45 Min. stillsitzen müssen, sind doch vorbei. Immer wieder werden kleine Pausen, Bewegungsspiele und ähnliches gemacht.
Also, was hindert uns? Nichts, oder? Wenn das Kind will und die Schulleitung mitzieht, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert. Wir tun dann das, was gut ist fürs Kind, und "Kindheit" wegnehmen ist es auf keinen Fall. Eine "rechtzeitige" Einschulung ist genau das Richtige für so pfiffige Kinder, ob hb oder nicht.

Lieben Gruß

Jutta

von Hujan - am 08.02.2004 11:04
Hallo Jutta

Ich stimme Dir zu, für euren Sohn scheint es wirklich das Beste zu sein, wenn er endlich in die Schule darf.
Von Herzen wünsche ich Dir aber Lehrer, die mit Kindern, die pfiffig sind, auch umgehen können. War bei uns leider nicht der Fall.

Liebe Grüsse von Karin

von Karin - am 08.02.2004 12:21
Hallo Jutta!

Mach dir mit der Größe deines Sohnes keine Sorgen. Meiner (12/97) war auch noch keine 110 cm groß als er in die Schule kam. Seit der Einschulung schießt er in die Höhe. Jetzt sind seine Hosen ständig zu kurz. Trotzdem wiegt er erst knapp 18 Kilo. Aber er ist nicht der Kleinste in der Klasse und er kommt gut mit der Situation zurecht.

Meiner hat einen Samsonite Schulranzen. Die sitzen auch bei diesen Zwergen super und sind nicht so riesig. Wir haben zum dritten Mal beste Erfahrungen damit gemacht.

Ich wünsche euch alles Gute mit der Schule

Marion

von MarionPE - am 08.02.2004 16:39
Hallo,
ich war gerade auf der Suche im Netz zu diesem Thema und habe dabei dieses Forum gefunden.
Wir überlegen auch schon lange, ob wir unsere Tochter Pauline 1/99 im September einschulen lassen sollen? Sie kann bereits jetzt lesen, versucht selbständig zu schreiben, rechnet seit über einem Jahr ohne Hilfe im 10er Raum, erkennt die Zahlen bis 100 und zählt noch weiter...
Sie ist extrem ehrgeizig und wissensdurstig und der Kiga gibt ihr meines Erachtens nicht genug. Das Problem ist, sie geht gern dahin, liebt ihre Erzieherin und hat dort eine gute Freundin, die auch erst im kommenden Jahr zur Schule geht. Aber was weiß ich, was in einem halben Jahr ist? Sie ist im Kiga ziemlich ruhig und passt sich stark den jeweiligen Situationen an. Daher fällt den Erzieherinnen auch kaum etwas auf. Letztens kam ich allerdings zufällig dazu, als Pauline im Gruppenraum eine Überschrift laut vorgelesen hat. Ich konnte noch hören, wie die Erzieherin zu ihr sagte: "Das darfst Du aber noch nicht können!" Das hat mich dann doch sehr entrüstet!
Zu Hause ist Pauline eher aufmüpfig. Wenn ich mir für sie Zeit nehme und z.B. mit ihr lese, was sie z.Zt am liebsten macht, ist sie gleich wesentlich ausgeglichener. Aber diese Zeit habe ich selten, da unsere kleinere Tochter (2 1/2) auch ihre Rechte fordert...
So richtig weiß ich nicht, was ich mit ihr tun soll. Ich kann sie ja schlecht gegen ihren Willen einschulen...

Ich wäre auch sehr an Mailkontakten zu diesem Thema interessiert!

Angela

von Angela - am 10.02.2004 12:26
Hallo Marion!

Das mit dem Sammy ist für mich eigentlich auch schon klar. Mein Großer hat ihn 4 Jahre lang getragen und wir waren auch sehr zufrieden. Im Moment freu ich mich mehr auf die Zeit des Ranzen-aussuchens als der Kleine! :-)

Lieben Gruß Jutta

von Hujan - am 10.02.2004 18:37
Hallo Angela!

Melde sie erst einmal an. Dann kommen Untersuchungen und Einschulungstests. Meine Kinder sind alle im Dezember geboren und vorzeitig in die Schule ´gekommen, gegen den Willen des Kindergartens. es hat ihnen gut getan. Sie lebten dort auf. Die Mädchen haben dann auch noch eine Klasse übersprungen. Meine Große las, rechnete und schrieb kleine Briefchen. Als ich das dem Schulleiter zeigte hatte er keine Bedenken (er sparte sogar den Einschulungstest) Ostern wechselte sie dann in die 2. Klasse. Aus der erfahrung heraus sparte er sich bei der zweiten auch den Test. Der dritte musste hin und fand Schule einfach toll.

Die Reaktion der Erzieherin zeigt, dass dein Kind da nicht noch anderthalb Jahre (so lange wäre es ja noch) bleiben kann. Es ist völlig normal, dass Kinder Angst vor Neuem haben, den Kindergarten kennt sie, die Schule nicht. Und wenn dann die Freundin nicht mitkommt....

Sprecht mit der Schule, seht sie euch gemeinsam an, und ich denke, dann wird es schon klappen.

Wenn du willst, kannst du dich ja nochmals bei mir melden

Viele Grüße

Marion

von MarionPE - am 11.02.2004 06:54
Hallo,
ich steh demnächst vor der gleichen Entscheidung. Mein Sohn ist (noch) 4 und liest seine Bücher selber.
Wenn man mit der Schulleitung redet, darf Amelie bestimmt einmal hospitieren.
Dann merkt sie was für neue interesante Dinge auf sie zukommen und verliert ihre kleinen Ängste.
Sie lernt dann vieleicht auch schon das eine oder andere Kind kennen und vermißt dann ihre Freunde nicht so.
Die Kindheit kann man ihr damit bestimmt nicht nehmen- im Gegenteil- wenn ihre Zeit nach der Schule entsprechend gestaltet wird, gewinnt sie doppelt- eine wertvolle Kindheit und das Jahr nach der Schule.
Viel Glück und nur Mut...

von adi - am 12.02.2004 16:37
Hallo Vanda,

wir haben auch eine sehr schnelle Tochter und wir stehen im nächsten Jahr vor dem Problem. Nachdem ich die Antworten auf Deine Fragen gelesen habe, möchte ich Dir auch noch einen Tipp geben, der uns hoffentlich die Entscheidung im nächsten Jahr erleichtern wird.

Schau Dir die Schule an, die Amelie besuchen soll. Ist sie sehr konservativ ausgerichtet werden sie vorzeitig eingeschulte Kinder nicht gerne haben. Aber es gibt auch Schulen, die durch ihr Konzept überhaupt keine Probleme haben auf die Bedürfnisse jüngerer Schüler einzugehen. Wir wohnen in einem Ort, wo es vier verschiedene Grundschulen gibt und jede hat ihr Konzept.

Suche die Schule, die zu Deiner Tochter paßt und schule sie ein!

Gruß K.- Luzia

von K-Luzia - am 27.02.2004 09:04
Meine Tochter, wurde letztes Jahr mit 1,03 m eingeschult. Sie war zwar gerade 6 Jahre, aber eben trotzdem sehr klein. Ich habe mein Kind stark gemacht. Nicht die Größe ist entscheidend, die Persönlchkeit ist entscheidend.
Natürlich hatte sie am Anfang mit Beleidigungen zu kämpfen. Durch ihr Selbstbewußstein, ihre schnelle Auffassungsgabe und ihre Hilfsbereitschaft machte sie das schnell weg.
Ich habe eine Scout-Schultasche gewählt. Sie ist leicht und das kürzeste Modell.

Ich habe meiner Tochter vor dem Schulbeginn die Situation erklärt und ihr war bewusst, daß sie die Kleinste sein wird. Sie wollte trotzdem in die Schule. Wir alle bereuen es trotz mancher bösen Worter der Mitschüler nicht. Wir haben auch mit der Lehrerin darüber gesprochen und sie unterstützt Hannah in ihrer ersten Schulzeit.

Auch ich möchte meinen Sohn vorzeitig einschulen. Jedoch muß man bedenken, Rechnen Schreiben und Lesen sind Techniken die Kinder auch mit 4 Jahren erlernt können.

Meine Kinder konnten (können) beide Lesen, Schreiben und Rechnen bevor sie in die Schule kommen (kamen) aber diese Techniken dürfen nicht der entscheidende Grund sein.


Mit freundlichen Grüssen

Sonja

von sonja - am 08.03.2004 09:00
Hallo!
Auch ich plage mich mit dem Gedanken mein Kind Marinus(12/98) heuer einschulen zu lassen. Er kann auch lesen und rechnet sicher im 10er Bereich, er hat einen älteren Bruder, der jetzt in die 5. Klasse geht. Den älteren habe ich mit 6 1/2 in die Schule, auch er konnte lange vor der Schule lesen und rechnen, und ich war lange Zeit nicht ganz glücklich damit, weil es ihm in der Schule tatsächlich oft langweilig war, vor allem die ersten zwei Jahre. Die dritte und vierte Klasse hat er sich dann bei relativ guten Leistungen ohne Elan durchgewurschtelt.
Jetzt besucht er das Gymnasium und ist "aufgeblüht".
Das würde doch eigentlich dafür sprechen, ein Kind dann in die Schule zu tun, wenn es auch die Lerninhalte interessieren können, weil tatsächlich Neuigkeiten dabei sind?
Trotzdem bin ich unsicher, weil mein älterer Sohn neulich zu mir sagte, ich solle den Marinus nicht in die Schule tun, weil er meint, daß er vor einem Jahr den Anforderungen im Gymnasium nicht gewachsen gewesen wäre. Sollte ich die Grundschulzeit ganz isoliert betrachten und nicht an später denken?
Vielleicht weiß irgendwer eine Antwort...
Liebe Grüße Karin

von KarinS - am 17.03.2004 09:03
Hallo Karin!

Wenn du jetzt meinst, dass er in der Schule richtig aufgehoben ist, dann schick ihn hin. Aus Altersgründen die fünfte Klasse des Gymnasiums wiederholen kann er immer noch, aber was hilft es dir, wenn ihr bis dahin nur Theater habt. Vielleicht muss er auch eine klasse überspringen, wenn du ihn erst im nächsten Jahr in die Schule gibst, dieser Weg ist sicher nicht einfacher. Zweite Kinder sind meist etwas direkter darin, ihre Rechte einzufordern. während dein Großer die grundschule abgesessen hat, wird dein Zweiter protestieren. Große Brüder halte ich nicht unbedingt für die besten Ratgeber.

Was die Zukunft bringt, kann dir niemand sagen. Hör auf dein Gefühl und entscheide so, wie du es für den derzeitigen Moment für richtig hältst.

Marion

von MarionPE - am 17.03.2004 11:36
Hallo Karin,
das hängt ziemlich stark von der Grundschule ab. Wie stark sie bereit ist, Deinen Sohn zu fördern.
Ich stand/stehe vor dem gleichen Problem. Mein Sohn (01.00) hält vom Intellekt locker mit den Schulanfängern mit und übertrifft sie sogar. Das vom Schulpsychologen. Aber weiter: Er hat noch nicht die Konzentrationsausdauer.
Daher empfiehlt er noch ein Jahr zu warten und dann direkt in die zweite Klasse einzuschulen. Da wird er uns auch unterstützen (Ich hoffe er hält, was er verspricht). Bisher lief also alles richtig.
Aber das ist ein Aspekt über den man auch nachdenken sollte( war mir vorher auch nicht so bewust). Wart Ihr denn schon beim Schulpsychologen?
Viele Grüße....

von AnikaKH - am 18.03.2004 09:00
Hallo!
Vielen Dank für Eure Antworten!

von KarinS - am 22.03.2004 13:16
Liebe Vanda,

eine von vielen Faustregeln sagt: Mädchen ja - Jungen nein

Meinen Sohn würde ich nicht nochmal früher einschulen! Lassen Sie beim Psycho einen Hawik III (Test) machen und wägen Sie gründlich ab. Viel Glück und ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter, dass Sie die richtige Entscheidung treffen. Das wissen Sie leider erst, wenn eine Weile vergangen ist.

Liebe Grüße
Simone

von Simone Wald - am 07.05.2004 15:37
Hallo Simone!

Das ist mir zu pauschal. Mein Sohn ist vorzeitig eingeschult und fühlt sich sauwohl. Sein einer Freund ist an einer andren Grundschule vorzeitig eingeschult und fühlt sich sauwohl. Viele andere Jungen genauso. Teilweise sind sie sogar dann noch zusätzlich gesprungen.Ich kenne auch einen Jungen der regulär eingeschult wurde und besser früher gegangen wäre; es gibt massive Probleme.Genauso gibt es Mädchen, die besser noch gewartet hätten.

Das mit Junge/Mädchen ist Unsinn. Man muss im Einzelfall entscheiden und leider kann man sich da nicht unbedingt auf den indergarten verlassen, da viele die Einstellung haben: Schenkt dem Kind lieber noch ein Jahr Freiheit. Dabei ist gute Schule nicht nur Zwang sondern auch viel Glück für Kinder.

Viele Grüße

Marion

von MarionPE - am 09.05.2004 10:23
Hallo Simone!

Ich finde diese "pauschale Faustregel" sehr unsinnig.

Ich finde das man das am Kind individuell entscheiden sollte.

Mein Sohn 10/97 mit 5 J. eingeschult, wird zum Halbj. 2.Klasse in die 3.Kl. springen.
In seinem Kurs der Hbf.eV sind 7 Kinder - alles Buben, sein Freund 11 Tage jünger wie er, auch momentan in der 1. Klasse.

Wie findest du diese Quote? Wo sind da die Mädchen?

Also solche "Tipps" sollte man nicht einfach so geben.

Kerstin

von Kerstin - am 10.05.2004 06:59
Hallo ,

bei uns stellt sich momentan dasselbe Problem, wobei ich es nicht als Problem sehe, sondern es von anderen als Problem eingeredet bekomme.
" waaaaaaaaassss??? jetzt schon einschulen ??"
" Kindheit nehmen" und lauter solche dummen Sprüche.
Ich habe mein Kind auch testen lassen und es ist überdurchschnittlich begabt ( nicht hochbegabt), ich hatte eine Vorahnung die sich jetzt bestätigt hat.
Er geht mit 5 3/4 in die Schule, er will das so und mir kann es nur recht sein.
Wenn sie spät eingeschult werden und dann lernversager sind schreit ja auch keiner : oooch das arme kind....
Verlass Dich auf DEIN Gefühl, Du kennst Dein Kind am Besten.
Ich denke auch das der Staat endlich mal umdenken muss, was die Förderung betrifft !!

Gruss Patty

von Patty - am 21.10.2004 08:26
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