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Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Michaela, FelixMum, MarionPE, Sommergewitter, Kerstin

Kampf mit der Schule

Startbeitrag von Michaela am 22.12.2004 00:58

Hallo möchte meine Geschichte erzählen.
Unsere Tochter (98,7)war im Kindergarten ständig krank geworden,meldete sie dann ab. Bekam allerdings nachdem ich ein Gespräch mit der Leitung Angst, das ich einen Fehler gemacht habe. Sie meinte, sie könne die Aufmerksamkeitsspanne nicht halten(säße im Stuhlkreis zu nullern, macht sie zu Hause nur, wenn sie sich langweilt) Darauf hin bin ich zu einem Kinderpsychologen gegangen, der die Schulfähigkeit überprüfen sollte. Sie wurde getestet(HB). Er meinte, wir sollen abwarten wie sie sich dann in der Schule verhält.
Anfangs lief alles gut, bis sie ca. 14 Tg nach Beginn nach Hause kam und erzählte, das sie bestraft wurde für ihre Hausaufgaben( sie mußte auf dem Flur in den Pausen bleiben). Bei nachfragen stellte sich dann heraus, sie hatte den Mathetrainer komplett durchgearbeitet. Unser Sohn kam dann nach Hause und erzählte, das unsere Tochter wahnsinnige Angst vor ihrem Lehrer hat, sie traue sich nicht mehr an dem Lehrerzimmer , der auf dem Weg zum Schulhof liegt vorbei.
Darauf suchte ich ein Gespräch mit dem Lehrer, der dies abtat "Es hätte noch nie ein Kind vor ihm Angst gehabt"
Suchte dann das Gespräch beim Kinderpsychologen, der mir riet den Schulpsychologen einzuschalten.
Dort wurde sie erneut getestet, normale Begabung. Springen kam dann aus seiner sicht nicht in Frage.
Man muß dazu auch sagen, das sie bis da nur die Buchstaben konnte die bis zu den Herbstferien verlangt waren. 4 Tage später, konnte sie dann plötzlich altersgemäße Texte sinnbegreifend lesen. Und sie schrieb auch schon kleinere Texte.
Darau hatten wir wieder ein Gespräch mit ihem Lehrer, der ihr dann Zusatzmaterial
sprich 1 Klasse besorgt hat. Damit war sie dann allerdings nicht ausgelastet.
1 Woche später kam dann ein Elternbrief, man möge doch eine eventuelle Hochbegabung dem Schulsekratariat melden. Das taten wir dann auch!!!!!!!!

Wir wurden zu einem Gespräch mit dem Schulleiter eingeladen, der uns dann erzählte, das sie einem Leistungstest unterzogen wurde.(Lesetatus Anfang Klasse 3)(Mathematik Klasse 2).
Er hat uns dann ermöglicht sie ab Februar 05 Fächerübergreifend springen zu lassen.
Wollte das aber noch mit dem betreffenden Lehrern absprechen.
Ein paar Tage später sprach mich dann ihr Klassenlehrer an, was wir gedenken zu tun. und meinte ein paar Zusatzaufgaben wären doch nicht so Zeitaufwendig wie das Springen einzelner Fächer.

Ich hielt dann Rücksprache mit dem Direktor, der seine Entscheidung noch mal bestätigte( Fächerübergreifendes Springen).Wir sollten das Gespräch mit dem Klassenlehrer einfach als ein "Gespräch" abhaken.

So das ist jetzt erst einmal Punkt der Dinge.

Wie es uns weiter ergeht, schreibe ich!

Liebe Grüße Die nicht aufgebende, kämpfende Michaela


APELL AN ALLE ELTERN HÖHRT NICHT AUF FÜR EURE KINDER ZU KÄMPFEN!!!!!!!!!!!

Antworten:

Hallo Michaela!

Aus deinem Beitrag ergeben sich für mich ein paar Fragen.
Punkt1: Wie ist es zu verstehen, daß erst bei einem Psychologen HB festgestellt wurde, dann beim Schul-psyol. normale Begabung und dann beim Leistungstest, scheinbar ohne dein Wissen?? wieder höhere Einstufungen da waren in Mathe und Lesen?
Punkt 2: Was war das für ein Leistungstest? Nach welchen Kriterien wurde er angesetzt, wer hat ihn veranlasst und warum? Was war der Anstoß?
Punkt 3: Was darf man unter Fächerübergreifendes Spruingen verstehen?
Sprung ja oder nein, schnuppern auf Probe zeit, oder nur einzelne Fächer, wobei das auf Dauer dem Kind nicht wirklich hilft, es würde zwischen zwei Welten schweben?

Du siehst es ergeben sich einige Fragen, die dem Gesamtbild noch einiges offen lässt.

Kerstin

von Kerstin - am 22.12.2004 08:12
Hallo Michaela,

meine Frage geht noch in eine andere Richtung: Ist euch Zuhause niemals vorher etwas aufgefallen? Oder wie kommt es, dass ihr nicht wusstet, dass sie z. B. diesen "Mathetrainer" komplett durchgearbeitet hat? Hat sie daheim nie selbst Texte gelesen, wie kommt es dann, dass sie nach 4 Tagen sinnentnehmend liest, während sie vorher nur bestimmte Buchstaben kann? Das verwirrt mich, ehrlich gesagt. Denn das hätte doch auffallen müssen.

Und wie kommt es, dass ihr den Kinderpsychologen einschaltet, wenn das Kind vor dem Lehrer Angst hat - anstatt ihr einfach selbst die Angst vor der Schule oder dem Lehrer zu nehmen? Wann ist denn jemals ein Kind ohne Kopf aus der Schule gekommen? Also diese Tatsache können doch Eltern dem Kind auch vermitteln. Dazu bedarf es dann auch keiner Testate (auch bei mir die Frage, was getestet wurde, welcher Test verwendet und mit welchem Ziel).

Ist mit fächerübergreifendem Springen nun Binnendifferenzierung oder der Besuch höherer Klassen in einzelnen Fächern gemeint? Wie stellt sich die Schule vor, wie lange das (im letzteren Fall) funktionieren soll? Geht das Mädchen dann für Deutsch in die 3. Kl. und für Mathe in die 2.? Was meint deine Tochter dazu, ist das für sie OK? In welcher Klasse ist sie denn jetzt, wenn du von "Zusatzmaterial sprich 1. Klasse" berichtest? Kommt ihr da nicht durcheinander? (Ich schon. ;-) )

Viele Grüße, alles Gute und schöne Feiertage

von FelixMum - am 22.12.2004 09:36
Hallo Michaela!

Einen wichtigen Verbündeten scheint ihr zu haben - den Schulleiter. Hoffentlich klappt es zwischen ihm und euch mit der Chemie.

Ich persönlich stelle es mir so vor: Eure Tochter war (typisch Mädchen) so angepasst, dass euch gar nicht auffiel, was sie alles kann. Irgendwann hat sie den Mathetrainer durchgearbeitet (hatten wir das Thema nicht letztens schon einmal?). Felixmum, genießt du es nicht, wenn dein Kind sich mal eine Zeit in sein Zimmer zurückzieht? Ich weiß auch nicht immer genau, was die dort treiben, aber manchmal braucht man einfach selber Ruhe. Nun traute sie sich auch, die Lesefähigheit belkanntzumachen, frei nach der Devise: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's weiter ungeniert.

Schulpsychologen sind meist eher auf Minderbegabungen etc spezialisiert, da kann es passieren, dass eine Hochbegabung nicht erkannt wird.

Die Schule hat einfach mal ausgetestet, auf welchem Stand sie ist und kam im Lesen auf Klasse 3, in Mathe auf Klasse 2.

Stimmt es bis hier alles? Wie will der Schulleiter sie springen lassen? In Mathe in 2, in Deutsch in 3? Und der Rest? Fächerübergreifendes Springen halte ich für eine tolle Idee - für eine Übergangszeit, aber nicht auf Dauer. Meine Älteste hat es vorübergehend gemnacht, um in die neue Klasse zu schnuppern, entschied sich dann selber für die höhere Klasse (Auch sie kam in Mathe in der 2 gut mit, Lesen klappte auch ganz gut, die Schreibschrift hat sie sich dann selber beigebrach, das Arbeitstempo kam von selber - später) . Das lief super. Irgendwann muss ein Kind aber wissen, wo es hingehört, sonst ist es immer in der Außenseiterrolle. da kommen so die kleinen Probleme: Bei welcher Klasse soll sie wandertage, Klassenfahrten etc. mitmachen? Was ist in der vierten Klasse? Da gibt es an der Grundschule keine höhere Klasse mehr. Mittelfristig sollte sie auf jeden Fall in der zweiten Klasse landen, dann kommt sie von dem Lehrer weg, ist mehr gefordert und hat trotzdem einen Platz an den sie gehört.

Wenn du willst, mail mich mal an, dann können wir uns auch privat austauschen, ansonsten kannst du mich auch hier übers Forum treffen.

Liebe Grüße

Marion

von MarionPE - am 22.12.2004 14:35
Hallo Kerstin

1. Meine Tochter kam mit dem Schulpsychologen nicht klar
2. Auf das Ansprechen des Lehrers hat er veranlasst, das zu überprüfen indem man ihr Texte aus der 2. und 3.Klasse vorgelegt ebenso in Mathematik.
Dabei hat man ihr eine hohe Auffassungsgabe bescheinigt
3.Springen in Mathe und Deutsch bis zu den Sommerferien, dann übertritt (falls mitkommen) Klasse 3

Gruß Michaela

von Michaela - am 22.12.2004 19:10
Sicher lich ist uns vorher etwas aufgefallen, nur das mit dem Mathetrainer hat sie abends in ihrem Zimmer gemacht( wie sie uns erzählte).
Getestet wurde auf Grund dieser Tatsache das sie in Mathematik davonsauste, hat dann der sp veranlasst.

Alles weiter im vorherigen Bericht von Kerstin

Gruß Michaela

von Michaela - am 22.12.2004 19:15
Hallo Michaela,

also deine Tochter ist 7 und wurde jetzt (erst) eingeschult, richtig? Nach deiner Beschreibung soll sie nun bis zum Ende des Schuljahres in M und D in die 2. Klasse gehen, den Rest in der 1. absolvieren?

Also wenn der Schulleiter so kooperativ ist wie du es schilderst, warum sollte sie für den Rest noch "Erstklässlerin" sein? Das dritte Kernfach ist Sachkunde, das ist doch allgemein Pillepalle und erfordert auch nichts weiter als Lese- und Schreibkenntnisse. Inhaltlich ist das Kindergartenkram, so erleben wir es zumindest. (Sohn, 6 J. / 2. Klasse, auf Antrag früh eingeschult)

Versucht doch lieber gleich, sie komplett springen zu lassen, dann ist sie in der für sie passenden Altersgruppe / Wissensstand und muss sich nicht noch monatelang umstellen, hin und her die Klassen wechseln. Ich denke auch nicht, dass das für das Kind so toll ist, zumal sie wohl die einzige sein wird und dann Gefahr läuft, auch von den Kindern komisch angeschaut zu werden. (von den Eltern dieser Kinder mal ganz abgesehen) Sie ist eben einfach zu spät eingeschult worden, warum auch immer, es hat sich nun herausgestellt, dass sie längst in die 2. Klasse gehört und warum soll sie nun da nicht (ganz) hingehen? Da sehe ich kein größeres Problem, das sollte dem Schulleiter doch plausibel zu machen sein.

Dass Kinder in ihrem Zimmer unbeobachtet sind und sein sollen, ist mir schon klar. Was ich nur nicht verstanden habe ist, dass es Kinder gibt, die offenbar niemandem zeigen, was sie können. Das tun Kinder aber doch allgemein gern, deshalb habe ich das nicht kapiert, warum solche Fähigkeiten an der Öffentlichkeit und gerade an den Eltern vorbei gehen können. Also auch wenn wir unseren Sohn z. B. in seinem Zimmer ganz in Ruhe lassen, so kriegen wir doch immer mit, was er dort macht - weil er es uns ganz vertrauensselig erzählt oder zeigt (weil er das gern mit uns teilt). Darüber freuen wir uns auch, und das ist bei uns kein Thema. Dass er z. B. mit knapp Vier kleine Zeitungsartikel sinnentnehmend las, dazu brauchte es nicht viel Beobachtungsgabe, das hat er uns dann eben aus der Zeitung vorgelesen. Dann haben wir ihn gefragt, ob er mit seinen Worten wiedergeben kann, was er gelesen hat, und das konnte er. Also dazu brauchten wir keinen Psychologen (den "brauchten" wir nur für die Einschulung). So war das gemeint. ;-)

Viele Grüße, schönen Abend!

von FelixMum - am 22.12.2004 20:01
Hallo FelixMum,

von meiner Tochter kenne ich das auch, dass sie mir nicht immer zeigt, was sie wirklich kann. Das hängt mit ihrem absolutem Perfektionismus zusammen. Die Buchstaben beherrschte sie viellecht mit drei. Aber, dass sie lesen kann, hat sie nie gezeigt, weil sie sich geschämt hat, als sie noch nicht fließend und verstehend lesen konnte und nur einzelne Wörter entziffert hat. Inzwischen ist sie in der zweiten Klasse liest perfekt, aber mir liest sie immer noch nichts vor. Ähnlich verhält es sich bei Ihrem Turntraining - da darf ich nicht zuschauen, obwohl sie z.B. den Handstand richtig gut beherrscht. Sie selbst ist aber mit ihrer Leistung noch nicht zufrieden, so dass es noch niemand sehen soll. Da ist es wirklich manchmal schwer gewisse Leistungen richtig einzuschätzen.

Viel Grüße und ein schönes Weihnachtsfest
Sommergewitter

von Sommergewitter - am 23.12.2004 07:56

Re: Äußert sich Perfektionismus unterschiedlich?

Hallo,

kann auch sein, dass sich der Hang zum Perfektionismus bei Jungen und Mädchen unterschiedlich äußert. Dies zumindest ist meine Vermutung aus zahlreichen Beschreibungen von Mädchen. Ich kenne das eben so nicht, weil ich kein Mädchen habe.

Unser Sohn hat auch eine perfektionistische Neigung, die wir aber im Gespräch mit ihm immer zu relativieren versuchen, weil schließlich kein Mensch perfekt ist und auch begabte Kinder nicht ohne Übung, Training ihrer Fähigkeiten und ohne Niederlagen durchs Leben kommen. Mit Niederlagen kommt er auch schon gut zurecht. Wenn er mal nicht der Beste ist, ist das für ihn kein Problem, er sieht das auch recht sportlich. Er misst sich gern mit anderen, muss aber nicht immer gewinnen. Leistungen anderer kann er auch recht großzügig anerkennen. Wobei er selbst aber immer auch nach Verbesserung bei sich strebt.

Bei ihm läuft diese Sache aber mit Sicherheit anders ab. Er versteckt seine Fähigkeiten nicht vor uns, aber war andererseits noch nie jemand, der sich auf irgendwas sofort mit Hurra gestürzt hätte (z. B. in Kindergruppen, Basteln, Musik, Sport, egal was - das war schon als Kleinkind so). Er schaut sich erst alles ganz genau an, wie andere das machen, denkt dann darüber nach, wie er es selbst noch besser machen könnte und nimmt dann erst z. B. eine Säge oder eine Bowlingkugel in die Hand oder kickt den Ball (wirklich völlig egal, was - es können auch Schreibübungen sein, wenn er etwa den Index in seinem Schulbuch von A-Z einfach abschreibt, man weiß nicht weshalb). Er lässt sich dabei kaum etwas zeigen, beobachtet aber sehr genau und versucht es dann allein, wenn er glaubt das Prinzip verstanden zu haben - übt dann so lange, bis es sitzt. Aber das macht er eben nicht heimlich, sondern lässt uns dann auch an seinem Fortschritt teilhaben.

Das hat mich übrigens kürzlich auch selbst verwundert, als es um das Gitarrespielen ging, ich dachte auch es sei ihm lieber, wenn er alleine übt. Aber das wollte er gar nicht, er wollte mir lieber etwas vorspielen. Ich habe das selbst als Mädchen früher gehasst (z. B. vor der Verwandtschaft), kenne es also von mir selbst auch anders. So komme ich zu der Idee, es könnte eben bei begabten Jungen anders ablaufen, dass sie zwar auch Perfektion anstreben, aber ihre Fähigkeiten nach außen eher erkennbar werden, weil sie selbst stolz darauf sind und es dann auch zeigen. Sie schämen sich dessen nicht. (Warum Mädchen das tun, keinen blassen Schimmer. Das kann wirklich anlagebedingt sein, ich gehe gar nicht mal davon aus, dass ihnen das immer anerzogen wird, ihr Licht ständig unter den Scheffel zu stellen.)

Das würde auch mit der Theorie der "unerkannten hb-Mädchen" zusammen passen, weil Jungen einfach früher und erkennbarer auffallen, indem sie von sich aus darauf aufmerksam machen, was sie schon können. Biologisch erkläre ich mir das mit dem natürlich-männlichen Imponiergehabe. Könnte wirklich geschlechtspezifisch angeboren sein, dieses Verhalten. Es sind bei Mädchen und Jungen auch altersgemäß unterschiedliche Vorlieben, die "gerne gezeigt" werden. Viele Mädchen demonstrieren z. B. gern schauspielerische Fähigkeiten oder tanzen gern vor, wozu man einen Jungen nicht so gut bekommt. Wie gesagt, so meine Beobachtungen und Theorie, ich kann mich auch irren. In fortgeschrittenem Alter relativiert sich das dann auch, es gibt z. B. sehr viele sehr erfolgreiche Sportlerinnen, Künstlerinnen etc. die sich auch dem Wettkampf (gern) aussetzen. Möglich ist ja, dass es im Grundschulalter unterschiedliche Entwicklungen gibt, die dann eben zu verschiedenen Ausprägungen führen. Wenn Erwachsene diese Verhaltensweisen dann an Kindern interpretieren, z. B. in der Schule, dann kann es wohl passieren, dass Mädchen eher "übersehen" werden, weil sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt / Alter eben mehr zurückhalten und Jungen hier eher auffallen. Schade ist dann sicherlich, dass hb Mädchen, die unerkannt bleiben, weniger spezifische Förderung erfahren.

Aber im Einzelfall ist auch das graue Theorie, denn unser Sohn erfährt in der Schule überhaupt keine Förderung. Er muss eher lernen, mit dem klassischen Lehrer-Vorurteil klar zu kommen, dass er ja keine Unterstützung bräuchte, weil er ja vieles weiß und kann. So muss er eben erfahren, dass er sich in jedem Fall allein helfen muss, weil den Schwächeren immer geholfen wird, aber wenn er mal eine Frage hat oder etwas nicht versteht, er nicht auf Hilfe oder Antwort hoffen darf. So ist das bei uns. Hat so jeder sein Päcklein zu tragen.

Apropos Päcklein: Schöne Weihnachten! ;-)

von FelixMum - am 23.12.2004 09:03
Hallo Felixmum!

Es gibt Kinder, die von Anfang an nicht zeigen, was sie üben. Unsere Älteste hat die gesamten Lall- und Brabbelphasen übersprungen und gleich "Richtige" Wörter gesagt. Sie ist nie gerobbt, sondern irgendwann losgekrabbelt, irgendwann konnte sie laufen, .... Dafür hat sie so viiel Zeit im Bett verbracht (wir dachten sie schläft, wahrscheinlich hat sie es heimlich geübt), dass wir irgendwann die Kinderärztin fragten, ob das Kind vielleicht an der Schlafkrankheit leidet. Irgendwann schleppte sie einen Zettel an "LIBA OSTAHASE BRIN MIA BITE AINEN RANZEN", daraufhin haben wir sie schleunigst zur Schule angemeldet und der Schulleiter war auch gleich sicher, dass sie wohl im Verlauf der Grundschule noch springen würde. Die zweite verriet sich, als ich zwei Eier in den Pfannkuchenteig geschlagen hatte und sagte, dass ich noch zwei holen müsste indem sie spontan antwiortete "Dann sind es vier". Damals war sie gerade 2. Der Dritte glänzte durch technisches Wissen. Aber alle drei kamen seltenst an: "Guck mal, was ich kann", sondern es kam so nebenbei heraus. Dafür sind sie alle bis heute nicht besonders ehrgeizig. Vielleicht liegt es an uns, aber sie fühlen sich jetzt in der Schule wohl, das ist für uns am Wichtigsten.

Ich wünsche euch schöne Feiertage

Marion

von MarionPE - am 23.12.2004 09:19
Hallo,

meine Tochter ist erst im Juni 04 sechs Jahre geworden. Und sie hat einen absoluten Qualitätsanspruch, wenn sie etwas macht, dann zeigt sie es erst einmal
ihren älteren Brude.

Viele liebe Weihnachtsgrüße

Michaela

von Michaela - am 23.12.2004 14:33
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