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Forum Hochbegabung bei Kindern
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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
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Emmi75, FelixMum, Heike2, Sabine, Theo Lingen, Gast, gast, Rob, minjong, Big Mama

Hallo, bin neu hier

Startbeitrag von Emmi75 am 11.04.2005 14:30

Hallo Zusammen,

ich bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe, da ich momentan nicht mehr weiß wo mir der Kopf steht.

Mein Sohn ist 5,3 Jahre alt und ist schon "vernünftig" auf die Welt gekommen, wie seine Kita-Erzierin sagte. Er hat nie irgendetwas in den Mund genommen, oder mit Spielzeug geworfen, etc.. Mit knapp 2 konnte er das gesamte Alphabet aufsagen und die jeweiligen Buchstaben erkennen. Ebenso Farben, Formen, ...

Ich habe ihn bereits bei einem Kinderpsychologen vorgestellt, da er zu Tics neigt (setzt sich selbst unter Druck), der hat die Vermutung der Hochbegabung ausgesprochen. Das war vor einem Jahr.

Heute hatte ich ein Elterngespräch im Kindergarten und mein Sohn macht ihnen "Sorgen". Er sei zwar pfiffig wie nur was, aber es hält sich mit der sozialen Komponente nicht die Waage. Mein Sohn ist durch und durch sozial unsicher, hat nur eine Freundin (und das nach 2 Jahren Kiga!), die ganz lieb ist, aber geistig zurückgeblieben ist. Gleichaltrige "normale" Kinder meidet er, da sie ihm zu ruppig sind. Mein Sohn ist total ruhig, macht nicht den typischen Jungenblödsinn und ist auch nicht richtig fröhlich. Er würde zwar lachen, aber das wäre mehr aufgesetzt.
Ich muss dazu sagen, dass das zu Hause nicht so schlimm ist. Allerdings erlebe ich ihn selten mit Kindern, da er nachmittags darauf besteht niemanden zu besuchen und er möchte auch keinen Besuch.

Mein Sohn würde sich selber im Wege stehen. Zum Beispiel verweigert er neue Sachen (Spiele, Anforderungen anderer Art) aus Angst es nicht zu können (Perfektionismus). Ausserdem spreche er nicht kindgerecht, sondern rede wie ein Erwachsener und benutzt Ausdrücke, die die meisten Kinder im Kiga noch nicht einmal gehört haben.

Was ich am Schlimmsten fand war die Aussage, dass er "zu alt" für sein Alter wäre. Er hätte keinen spielerischen Drang und er wirke, als hätte er eine Last auf seinen Schulten. Nach Aussage des Kiga würde er, wenn er so eingeschult würde, in der Schule untergehen und verkümmern, da er seine geistigen Fähigkeiten auf Grund der Zurückhaltung und der Angst etwas falsch zu machen (leicht perfektionistisch), überhaupt nicht nutzen. Der Kiga und auch ich, wenn ich sein Verhalten gegenüber anderen Kindern beobachte, fürchten, dass er sich zu einem Außenseiter und Einzelgänger entwickelt.

Ich muss noch schnell dazu sagen, dass der Kiga sehr gut ist und sich sehr um die Kinder kümmert. Dort ist durch viele Fortbildungen alles auf dem neuesten Stand und ich weiss, dass das kein Übertreiben der Erzieherinnen ist.

Ich habe große Angst, dass mein Sohn leidet und ich kann nichts dagegen tun.
Der Kiga empfiehlt eine Ergotherapie um sein Selbstvertrauen zu stärken.

Kann mir jemand einen Tip geben? Ich muss das Gespräch erstmal verdauen. Ich wusste ja, dass mein Sohn "anders" ist, aber das es so schlimm ist habe ich nicht gedacht.

Vielen lieben Dank für Eure Zeit und ich bin gespannt auf hoffentlich zahlreiche Antworten,

Emmi

Antworten:

Hallo nochmal,

ich habe nochwas vergessen.

Mein Sohn ist extrem Kopflastig und macht so ziemlich alles mit sich aus. Er neigt zu einem Brausekopf, der vollgestopft ist mit Wissen. Ich weiss nicht wie ich das anders beschreiben soll.

Danke nochmal,

Emmi

von Emmi75 - am 11.04.2005 14:34
Hallo Emmi,

erst mal keine Panik. Dein Sohn weist nach deiner Beschreibung schon einige sehr "hb-markante" Merkmale auf, wie sie hier immer wieder diskutiert werden. Er ist aber deshalb nicht krank oder komisch. Bitte behandle ihn deshalb auch auf keinen Fall so.

Wenn die Erzieherinnen so gut wären wie sie tun, dann könnten sie ihm schon selbst eine Portion Selbstvertrauen mitgeben, finde ich. Ihn nur wieder als "unsozial" und "seltsam" abzustempeln, wirft kein gutes Licht auf ihre weitergebildete Kompetenz.

Also musst du deinen Teil dazu tun. Gib dem Jungen immer die Rückmeldung, dass was er tut und mag, völlig normal ist und dass es in Ordnung ist, sich mit 5,3 Jahren nicht mehr für die Dinge zu interessieren, die für andere gleichaltrige Kinder oder Jungens um ihn herum spannend sind, oder andere Themen lieber zu mögen. Es ist auch total OK, sich mit einem geistig zurückgebliebenen Mädchen zu befassen, das ist übrigens ein ausgesprochen soziales Verhalten und ganz besonders hervorragend, und keineswegs "komisch"!!! Ich bin immer wieder entsetzt, wie dies von Erzieherinnen interpretiert wird, die es doch eigentlich besser wissen müssten.

Er entwickelt sich übrigens nicht zu einem Einzelgänger, er IST einer - durch seine besondere Gen-Komposition von Geburt an. Das bedeutet nicht, dass er nicht sozial ist. Im Gegenteil. Viele Einzelgänger sind hervorragende Teamarbeiter, es kommt nur auf die Zusammensetzung des Teams an und welche Möglichkeiten der Selbstentfaltung und der Wahl der Arbeitsweise man ihnen gewährt. Es gibt auch große Soziologen, Philosophen, Schriftsteller und Sozialarbeiter, die allesamt Einzelgängertypen waren / sind, aber die die Menschen durchaus lieben und ihren Beruf den Menschen gewidmet haben. Es sind nur keine "Herdentiere", die alles und jedes sofort mitmachen und bei jedem Ringelpietz Hurra schreien. Unser Sohn hat das auch nie getan, noch nie. Ich erkenne zahlreiche Parallelen zu deiner Beschreibung, deshalb will ich dir genau dies sagen, das Kind ist völlig in Ordnung so.

Wenn es dir selbst nicht gut gelingt, ihm mehr Selbstvertrauen zu geben, weil es dir vielleicht selbst fehlt, dann ist eine Ergotherapie sicher gut für ihn. Er muss wissen, dass ihm NICHTS fehlt, außer dass er sich für andere Dinge interessiert als seine Altersgenossen, mit denen er nach Schema F verglichen wird. Er ist NICHT KRANK!!! Es sind die Maßstäbe seiner Umgebung, die ihn dazu machen.

Er muss darüber hinaus auch wissen, dass NIEMAND auf der Welt perfekt ist, dass die Welt selbst es nicht ist. Es geht nicht darum, seinen Perfektionismus zu begraben, aber ihn in "gesunde" Bahnen zu lenken, damit er selbst an Fehlern nicht verzweifelt und auch mal ein Wagnis eingehen lernt. Er wird diese Eigenschaft immer behalten, er muss nur lernen, damit entsprechend umzugehen, damit er sich selbst nicht damit überfordert.

Hast du schon einmal daran gedacht, ihn im Sommer einzuschulen? Wie wäre es, wenn ihr ihn davon überzeugen könntet, dass das toll für ihn wäre, nicht mehr unter Babies, sondern eine echte Aufgabe zu bekommen, die ihn fordert? Zeit für den Aufbau von Selbstvertrauen wäre noch genug, intellektuell wäre das sicher Pippikram für ihn. Vielleicht sprichst du mal mit einer HB-Beratungsstelle oder noch einmal mit dem Psychologen, bei dem ihr schon wart, wie weiter vorzugehen ist?

Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, bei unserem Sohn war die Einschulung der Beginn einer 180-Grad-Wendung, er hat sich so enorm gut entwickelt und ist wahnsinnig selbstbewusst (6 J. / 2. Klasse) und unter weitaus älteren Jungens inzwischen auch ein richtiger Rotzbengel, der sich durchzusetzen weiß und dem keiner die Butter vom Brot nimmt. Ich bin immer ganz stolz auf ihn, wie er das macht, und bin froh, dass wir diese Entscheidung damals so durchgesetzt haben.

Aber auch er hat keine festen Freunde, die ihn regelmäßig besuchen oder zu denen er regelmäßig geht. Das stört ihn aber nicht sehr oder nur manchmal, wenn es regnet. Er hat die Schule, geht zum Chor (wo er auch Kinder trifft) und nimmt Instrumentalunterricht, dazu ist er viel draußen mit anderen Kindern auf der Gasse und setzt sich mit denen auseinander. Er hat ebenfalls eine EINZIGE Freundin, die er dazu kaum sieht, weil sie schwer krank ist. Mit ihr ist er besonders liebevoll, wenn sie sich sehen. Ansonsten hat er andere Interessen, liest sehr viel, beschäftigt sich gern (!!) allein, rechnet und schreibt in sein Tagebuch, phantasiert vor sich hin, erzählt erfundenen Freunden Geschichten, hört Cassette oder spielt Klavier und Gitarre, wenn er daheim ist. Das ist alles völlig normal für uns und für ihn, kein Grund zur Besorgnis. Er geht aber durchaus auf andere Kinder zu. Nur wenn er eben schnell feststellt, dass man mit denen nur bestimmte Dinge machen kann, die ihn schnell langweilen, dann lässt er es eben wieder und bleibt lieber für sich. (Es gibt einen Jungen in der Nachbarschaft, fast gleichaltrig, nur um 4 Wochen jünger als er - der kommt dieses Jahr erst in die Schule, fristgemäß. Unser Sohn kommt dann in die 3. Klasse: Also was hätten diese beiden wohl aus ihrer bisherigen Erfahrung an Gemeinsamkeiten oder Gesprächsthemen? Trotzdem spielen sie miteinander, wenn es sich ergibt. Sie sind nur eben keine dicken Freunde, werden es wohl auch kaum jemals werden.)

Doch immerhin ist unser Sohn heute schon von einem Klassenkameraden angerufen worden, der ihn um Hilfe bei den Hausaufgaben fragte. So können wir im Moment auch erahnen, welche Position er inzwischen in der Klasse eingenommen hat. Das freut uns auch sehr, weil es IHN freut und er sich dort auch anerkannt und angenommen fühlt.

Also, denke einmal darüber nach, ob das nicht auch was für deinen Jungen wäre. Ansonsten versetze dich einmal in seine Lage, oder bist du gern mit Erwachsenen zusammen, nur weil sie Erwachsene sind? Also genauso müssen Kinder nicht gleich mit allen Kindern gern zusammen sein, nur weil es (gleichaltrige) Kinder sind und weil die Erwachsenen das so von ihnen erwarten, dass das so sein müsste. Wenn es halt niemanden sonst in seiner direkten Umgebung gibt, der ihn interessiert, dann könnt ihr ihm auch niemanden aus dem Ärmel schütteln. Damit muss er umgehen lernen. Das ist aber KEINE KRANKHEIT, bitte nicht so behandeln.

Ich wünsche euch alles Gute.

Viele Grüße

von FelixMum - am 11.04.2005 15:37
Hallo Emmi,

das wesentliche hat FelixMum ja schon geschrieben. Wenn er jetzt schon "zu alt für sein Alter" sein soll, wird sich das ändern, wenn er noch ein Jahr im Kindergarten gelangweilt wird??? Vielleicht würde er ja auch gerne spielen aber eben anders. Nicht mit Bauklötzen und Fingerfarben, sondern vielleicht lieber mit Experimentierkästen, einem Mikroskop, Lernspielen am PC oder Schach. "Altersgemäß" gibt es nicht, so wird das bezeichnet, was dem Durchschnitt entspricht. Demgegenüber gibt es aber noch oben und unten große Abweichungen in den einzelnen Entwicklungsbereichen. Das wichtigste ist, daß Ihr Euren Sohn so akzeptiert wie er ist und ihm nicht auch noch das Gefühl gebt, daß etwas nicht mit ihm stimmt. Zum Thema "Sozialverhalten" gab es hier schon öfter Diskussionen, z.B. [forum.myphorum.de]. Ist auch häufig bei HB, daß die übliche "ruppige" Umgangsweise nicht mitgemacht wird, sondern das Kind versucht zu argumentieren, was die Gleichaltrigen dann nicht verstehen (wollen). Aber wer verhält sich dann unsozial? Hat etwa die Masse immer recht und darf deswegen Minderheiten ausgrenzen als "nicht normal"???

mit vielen Grüßen

Rob

von Rob - am 11.04.2005 23:05
Felixmum, starker Beitrag!

von minjong - am 12.04.2005 06:11
Hallo ihr Lieben,

also erstmal vielen Dank für Eure Beiträge.

Ich bin heilfroh, dass ich auch mal die Meinung von Betroffenen höre. Ich arbeite halbtags bei einem Kinderpsychologen, kenne also die ganze Problematik aus der Theorie. Aber eben nicht aus der Praxis. Und was nützt es mir, wenn ich von Psychologen beraten werde, die das Ganze zwar auf dem Papier studiert haben, selbst jedoch keine Kinder haben und von etwas sprechen, was sie nie am eigenen Leib durchgemacht haben. Deshalb ist es mir so wichtig mit Betroffenen zu sprechen und ich kenne persönlich leider niemanden, mit dem ich mich austauschen könnte.

Ich weiss, dass mein Sohn nicht krank ist. Ich weiss, dass er eben anders ist und habe ihn auch immer ganz natürlich behandelt. Aber man bekommt es schon mit der Angst zu tun, wenn einem gesagt wird, dass da unbedingt was passieren muss, da er sonst in der Schule untergeht....

Ich weiss auch nicht, ob es so sinnvoll wäre ihn im Sommer einzuschulen, wo er doch regulär noch ein Jahr Zeit hat. Er ist eben ein Außenseiter und total unsicher und ich habe Angst, dass ihm ein jetziger Schulbeginn doch noch mehr zurückwirft in seinem bißchen Selbstvertrauen, dass er jetzt hat. Wie soll ein frühzeitiger Schulanfang bei den Problemen helfen? Er langweilt sich auch im Kiga nicht, jedenfalls nicht offensichtlich. Allerdings hat er wahnsinnige Angst vor dem Sommer, da seine einzige kleine Freundin dann eingeschult wird und er dann wieder "allein ist".

Wie war denn das bei Euch? Waren Eure Kinder auch so ängstlich, klammernd und völlig ohne Selbstvertrauen vor der Schule?

Ich danke Euch für Eure Zeit,

liebe Grüße

Emmi

von Emmi75 - am 12.04.2005 13:48
Hallo Emmi,

eigentlich bin ich auf nem Sprung - aber ganz kurz - wir haben unserer Tochter 1/98 vorzeitig eingeschult - sie war sehr schüchtern, weil ihr das Lernen von neunen Kindern extrem schwerfällt ( Prosopagnosie) sie wollte nicht, der Kiga wollte nicht - die Schulärztin meinte ok in dieser Schule und die Rektorin sagte " KEin Thema - die nehmen wir gerne"

... sie war nur zwei Jahre im Kiga und fühlte sich nicht wirklich wohl - obwohl ihre Freundin auch da war. Die Freundin blieb - unsere musste den Neuanfang wagen. Mit sehr gutem Erfolg. Gut wir haben eine Schule die positiv ist und ganztags, 1&2 zusammen unterrichtet wird und die Kinder nach ihrem individuellen Tempo gefördert werden.
Läuft super - sie ist an der Spitze und sehr zufrieden.
Wenn es nicht gut gelaufen wäre, hätte sie in der Klasse für 3 Jahre bleiben können... aber sie hat durchaus ab und an Langeweile.

Wobei das kein Thema ist - da muss sie durch, soll sie die Dinge üben, die sie eben nicht sooo gut kann:)

LG
Martina

Such eine offene Schule aus - die auch junge Kinder nimmt/genommen hat.... dann sollte es klappen:)

von gast - am 12.04.2005 14:57

Re: Einschulung 2005

Hallo Emmi,

für mich wäre die Einschulung seiner besten Freundin ein glasklares Argument FÜR seine gleichzeitige Einschulung. Null Problemo.

Ich würde darüber gar nicht viel mit ihm diskutieren. Die 1. Klasse ist intellektuell Pippikram für ihn (=verlängerter Kindergartetn) und er schafft das, Basta. Wir haben mit unserem Sohn immer die größten Schwierigkeiten gehabt, wenn wir ihm die Entscheidung selbst überlassen haben. Dazu ist er wirklich noch zu jung, das kann er noch nicht überblicken und selbstverständlich fürchtet sich ein Perfektionist vor einer unbekannten Situation, er glaubt keine Kontrolle darüber zu haben. Da hilft nichts anderes als ihn vor vollendete Tatsachen zu stellen und ihm zu sagen, dass er das kann und dass ihr das wisst.

Zitat

Wie soll ein frühzeitiger Schulanfang bei den Problemen helfen?

Ganz einfach: Er wird sein Selbstvertrauen eher stärken als schwächen. Ich kenne deinen Sohn nicht, aber wenn er an seiner Freundin hängt und er endlich einmal das Gefühl bekommen könnte, in seiner "Andersartigkeit" gebraucht zu werden und am richtigen Platz zu sein (eher jedenfalls als im KiGa), dann wirst du staunen, was du nach 1-2 Wochen für ein aufgeblühtes Kind hast.

Ich kann nur sehr empfehlen, nicht noch ein Jahr länger sein unterentwickeltes Selbstvertrauen zu pflegen, damit die Schraube sich weiter nach unten dreht, sondern ihn im Sommer einzuschulen, ohne Wenn und Aber.

Viele Grüße, hab etwas Mut. Was kann schon passieren? Trau ihm doch mal etwas zu! VERTRAUE ihm!

von FelixMum - am 12.04.2005 15:31

Re: Einschulung 2005

Hallo,

ich habe nächste Woche einen Termin bei einer Mitarbeiterin, die ihn sich nochmal anschaut.

Ich muss noch schnell sagen, dass er überhaupt garnicht in die Schule will, aber es ist wohl wie ihr es gesagt habt. Seine Freundin würde allerdings niemals auf die gleiche Schule gehen wie er, da sie ja stark geistig zurückgeblieben ist und eher auf einer SOG eingeschult wird. SOL geht nämlich auch nicht, dafür ist bei ihr zu wenig vorhanden (Zwilling, Frühchen,...).

Ich muss mal schauen was demnächst auf uns zu kommt und diese ganze Sache erstmal verdauen.

Ich werde nächste Woche mal berichten, was die Psychs und Dcs sagen.

Vielen lieben Dank Euch allen,

Emmi

von Emmi75 - am 12.04.2005 18:06

Re: Einschulung 2005

Ach, habe noch was vergessen.

Ich habe versucht ihn zu überreden seine Freundin mal zu uns einzuladen, oder ein Treffen auf dem Spielplatz zu organisieren oder so etwas. Er sagte zuerst ok. Nachdem ich ihn dann aber fragte, ob er sie gefragt hat, ob sie dazu Lust hätte sagte er, dass er nicht gefragt habe, da er ja keinen Besuch möchte und auch niemanden besuchen will.

Seine kleine Freundin ist nur seine Freundin im Kiga, zu Hause will er sie "nicht haben" .

Das zum Thema endlich wen haben.....(schade!). Ich denke er klammert sich im Kiga an sie, damit er dort wen hat und sich nicht um andere kümmern muss, da er sie ja eh "nicht so mag"....(seine Aussage!). Zu Hause fühlt er sich sicher, da braucht er niemanden zum "Vorschieben". Krass gesagt, ich weiss, aber ich glaube da ist was wahres dran.

Lieben Gruß

Emmi

von Emmi75 - am 12.04.2005 18:14

Re: Einschulung 2005

Hallo, Emmi!

Eine Frage: Ist dein Sohn Einzelkind? Kinder müssen ja soziale Beziehungen lernen wie alles Andere auch. Geschwister sind durch den "Sparring-Partner" zuhause da oft geübter. Kinder gehen häufig etwas ruppig miteinander um: In Konfliktsituationen ist der beste Spielpartner oft nur noch "blöd und nicht mehr mein Freund!". Das tut der Freundschaft im allgemeinen keinen Abbruch. Ein Kind, das die Spielregeln des (kindlichen!) sozialen Miteinander nicht kennt, fühlt sich da sicher schnell grundsätzlich abgelehnt. Vielleicht hat er eine solche (für Kinder typische) Überreaktion schon einmal erlebt und konnte damit nicht umgehen. Er muß aber lernen seine Furcht vor Zurückweisung zu überwinden, denn sie gehört zum kindlichen Alltag, ist aber meist nur situationsbedingt, d.h. das Kind wird nicht abgelehnt, sondern ein bestimmtes Verhalten. Erwachsene können besser differenzieren: Sie kritisieren eindeutig ein bestimmtes Verhalten und bestätigen meist zugleich die grundsätzliche Intaktheit der Beziehung. Deshalb fühlt er sich bei euch sicher. Aber durch völliges Vermeiden lernt er nicht das Verhalten der Anderen richtig einzuschätzen und wird sich immer persönlich angegriffen fühlen.
Es gibt individuelle Unterschiede: Einige Kinder fühlen sich in einem riesigen Pulk von Spielkameraden wohl, andere haben nur wenige handverlesene Freunde. Der Mensch ist aber ein soziales Wesen und er sollte wenigstens mit einem Kind das "Risiko" einer Freundschaft eingehen und lernen, dass dazu auch mal Spannungen gehören, ohne dass er an seinem Selbstbild zweifelt. Ein gesundes Selbstwertgefühl ist hier sicher der Schlüssel zu mehr Kontaktbereitschaft. Vielleicht geht er selbst aber auch viel kompetenter mit Konflikten um und erwartet das von den anderen Kindern daher auch. Da würde es ihm helfen, wenn man ihm ihr Verhalten erklärt, damit er es besser einschätzen kann.

LG Big Mama

von Big Mama - am 12.04.2005 19:17
Hallo,

bin auch neu hier und habe alles mit Interesse gelesen.

Bei uns war es ähnlich. Nicht so deutlich, dass er im Kiga schon alles konnte, aber ich merkte auch immer, dass er anders war.

Leider haben wir ihn erst mit 7 eingeschult. Nun hat er sich gelangweilt und vor kurzem brachte ein Test ein eindeutiges Ergebnis.

Jetzt kommt er in die 2. Klasse und ich hoffe, dass er gut aufgenommen wir.

Ich denke auch, du solltest ihn einschulen. Alles ist nicht immer auf einer Linie (also das Soziale und so) aber es passt sich sicher dann an. Keine Angst, obwohl ich die auch bei uns habe, aber es muß klappen.

Viele Grüsse und alles gute

von Theo Lingen - am 12.04.2005 20:20

Re: Einschulung 2005 @Big Mama

Hallo,

leider ist genau das bei ihm passiert, was Du beschrieben hast. Er hatte sich mit seinem einzigen Freund gestritten. Also nicht richtig gestritten, eher , ach ich weiss nicht wie ich das bezeichnen soll. Die Situation war wohl so: Sein Kumpel hat ihm eine Brotdose auf den Kopf gehauen und ist ihm heftig auf den Fuß getreten. Das geschah aus der Situation heraus, dass sich sein Kumpel nicht ausdrücken konnte und dadurch wütend wurde. Jedenfalls ist das mittlerweile über 3 Monate her und mein Sohn verzeiht ihm immernoch nicht.
Ich habe ihm erklärt, dass das zwar nicht in Ordnung war, aber das es ihm sehr leid tat und das tut es immernoch. Ausserdem müsse man lernen zu verzeihen und zu vergessen, man habe sich doch schließlich immer gut verstanden.

Tja, das sieht mein Junior aber total anders. Er verweigert seinem ehemaligen Kumpel komplett die Freundschaft und hat sich eben an wen anderes gewand.

Und da der Kiga ja sowieso doof ist, wird es morgen wieder ein Vergnügen sein meinen kleinen Racker hinzubringen. Es ist sowieso alles doof außer Mama. Ja, er ist ein Einzelkind, leider. Ich denke auch, dass manches leichter wäre, wenn er Geschwister hätte. Ist aber bis jetzt nicht der Fall.

Ich danke Euch für all Eure Tips und ich bin froh, dass man sich hier so prima austauschen kann.

Vielen Dank,

alles Liebe, Emmi

von Emmi75 - am 12.04.2005 20:42
Hallo Emmi,

nur mal noch kurz zu Deiner Frage bzgl. der Ängstlichkeit unserer Kinder vor Schuleintritt:
meine Tochter war von je her ein sehr schüchternes, in sich gekehrtes Kind. Im Kiga keine festen Freunde, kein gegenseitiges Besuchen. Auf den Spielplatz ging sie nur mit älteren Kindern oder mit uns (es könnte mich doch einer klauen!)

Sie wurde mit gerade noch 5 eingeschult und hat sich innerhalb von maximal drei Wochen zu einem starken, offenen Mädchen entwickelt. Sie fuhr ab dem ersten Schultag alleine mit dem Bus (wo 10jährige Jungs mit dem Auto gefahren werden!) und hat ab dem ersten Schuljahr der Lehrerin vehement widersprochen, wenn ihr was nicht in den Kram passte. So viel zu meinem "Duckmäuschen".

Der Eintritt in die Schule ist für jedes Kind eine Chance, sein bisheriges Verhaltensmuster zu "überarbeiten", auch wenn das bei den Kleinen noch unbewusst geschieht. Und die allermeisten wachsen an der Herausforderung, endlich mal auf sich alleine gestellt zu sein.

Ich würde die Möglichkeit einer Einschulung doch noch einmal genau überdenken!

Liebe Grüße, Heike

(Übrigens: die Aussage "zu alt für sein Alter" habe ich über meine Tochter auch schon oft gehört. Sie hasst auch heute noch die Zickereien unter Gleichaltrigen. Heute ist sie für jeden nur "die kleine Philosophin".... Versuche, an solchen Aussagen das Positive zu sehen, denn es sind ganz besondere Kinder!)

von Heike2 - am 13.04.2005 07:14

Re: Frage zum Sozialverhalten @Emmi

Hallo Emmi,

das scheint mir nun doch etwas komplexer zu sein, was du beschreibst.

Dein Sohn scheint auch e x t r e m auf dich fixiert zu sein, ist das möglich? ("Alle sind doof außer Mama.") Woher kommt das? Warum kapselt er sich so ab, ist so ablehnend - es müsste doch auch andere kleine Mädchen geben, die nicht "ruppig" sind und die er trotzdem mag? Warum ist Zuhause ein "Revier", das andere Kinder partout nicht "betreten dürfen"? Wo ist der Vater bzw. gibt es eine männliche Bezugsperson für ihn? Er ist ein Junge, er braucht das unbedingt. Problematisch für Jungen sind immer zu viele Frauen in ihrem Umfeld, das ja leider im KiGa und in der GS fast nur daraus besteht. Bist du vielleicht allein erziehend?

Und warum kann er so schlecht mit ganz normalen Konfliktsituationen umgehen, etwa die Geschichte mit seinem Freund und der Brotdose? Er ist ja nachtragend wie ein Elefant - nur einem Elefanten kann man das schlecht erklären, ein so intelligenter Junge müsste doch auch eine gewisse Einsicht zeigen können. Wenn für unseren Sohn ein Konflikt ausgetragen ist, ist die Sache für ihn erledigt und er geht zur Tagesordnung über. DAS wäre normal, aber nicht 3 Monate lang Schmollen.

Er scheint mir insgesamt unglücklich "gefangen" in einer Situation, die absolut unbefriedigend für ihn sein muss. Einerseits sehe ich nach wie vor die Chance, dies durch eine Einschulung jetzt bald "aufzubrechen" und sein Problem damit endlich zu lösen, auch wenn es sicher nicht ganz glatt laufen wird und du dich auf einige soziale "Stolpersteine" für ihn einstellen musst, wenn es so ist wie du beschreibst. Andererseits scheint mir doch inzwischen eine kompetente psychologische Beratung für dich als seine Mutter am Platz zu sein, damit du besser weißt, wie du ihm speziell helfen kannst. Such dir nach Möglichkeit auch einen männlichen Berater dafür. Du arbeitest in einer kinderpsycholog. Praxis, hast du geschrieben? Na, also. ;-) Wir haben uns auch einmal an BRAIN (Uni Marburg) gewandt, als wir wissen wollten, was wir so bei unserem Sohn tun können. Die waren auch in der telefonischen Beratung sehr nett und geduldig und haben uns nachher auch darin bestätigt, dass wir gar nicht so verkehrt liegen. [staff-www.uni-marburg.de]

Du beschreibst hier etwas, womit ich im Augenblick etwas ratlos bin. Dazu müsste man sicher mehr darüber wissen, wie die Vorgeschichte des Jungen ist und wo diese Verhaltensweisen herrühren.

Schreib doch noch etwas mehr dazu, denn das ist schon etwas seltsam.

Grundsätzlich aber kann nur ein Kind dann Selbst-Vertrauen und Selbst-Sicherheit erlangen, wenn es von außen Vertrauen und Sicherheit erhält. Sind die Eltern unsicher, ist es auch das Kind. Das überträgt sich logischerweise.

Viele Grüße

von FelixMum - am 13.04.2005 07:22

Re: Frage zum Sozialverhalten @FelixMum

Hallo,

mein Sohn ist, als er 1 3/4 Jahre alt war, zu einer Tagesmutter gekommen, da ich wieder gearbeitet habe. Die hatte zwei Kinder in etwa seinem Alter und alles lief prima.

Ja, ich bin alleinerziehend. Aber Junior liebt meinen Partner heiß und innig. Außerdem hat er ein supergutes Verhältnis zu einem Vater (ich auch!) und eigentlich ist alles geregelt und, im Gegensatz zu vielen anderen Alleinerziehenden, bei denen das Verhältnis leider nicht so gut ist, ist alles bestens. Junior leidet nicht, er genießt es eher, dass zwei Männer da sind, die mit ihm Toben etc....

Ich weiss nicht woher sein Verhalten kommt. Ich habe aber lange mit meinem Chef gesprochen (Kinderpsychiater), und er hat alles, was ich ihm erzählt habe, als "typisch" bezeichnet. "Das ist ja fast wie im Lehrbuch". Man muss dazu sagen, dass er selber Hochbegabt ist und auch einen hochbegabten Sohn hat. Der hat jedoch nicht so viele soziale Probleme, hat nämlich 3 Brüder. Er sagte, dass er das, was ich erzählte, aus eigener Erfahrung kenne. Nämlich von ihm selbst. Und zum Schluss schaute er mich an und fragte, ob ich wirklich glaube, dass er unkommunikativ sei und nicht in der Lage wäre Freundschaften aufzubauen und zu pflegen. Das konnte ich natürlich nur verneinen.

Du hast es schon geschrieben, mein Chef hat es auch gesagt und die Kollegin, mit der ich gesprochen habe (Dipl.-Psych.) konnte es auch nur bestätigen:

Hochbegabte fallen eben aus der von der Gesellschaft auferlegten Norm. Das ist alles. Das heisst aber nicht, dass sie unnormal sind! Sie sind eben nur anders. Und meiner ist besonders lieb und sehr liebebedürftig.

Ich bekomme auch noch Infos von einem Verein hier in Hannover. Da gibt es wohl Kurse zur Förderung von Sozialkontakten mit Gleichgesinnten und zur "Vernichtung von Langeweile" (z. B. Englisch, Chemibaukasten,....).

Ich danke Euch noch mal ganz doll für Eure lieben Beiträge,

Emmi

von Emmi75 - am 14.04.2005 18:40

Re: Frage zum Sozialverhalten @FelixMum

Hallo Emmi,

wenn du doch schon jemanden gefunden hast, der selbst Mann !! wichtig!) und Kinderpsychiater ist, dazu hb mit eigenem hb Kind und der sogar dieselben Erfahrungen gemacht hat, dann solltest du dich vielleicht mit ihm noch einmal darüber beraten. Wie ist es denn bei ihm selbst gelaufen? Kann er dich im Hinblick auf die "Tanten im Kindergarten" mit einem Gutachten o. Ä. unterstützen?

Dein Sohn hat männliche Ansprechpartner, die er auch mag - es sind Erwachsene, OK aber es ist mit Sicherheit gut für ihn (siehe oben mein Posting an TheoLingen von heute zum Thema alleinerz. Mütter und Jungen im Alter 5-8). Ist dein Sohn allgemein ausgeglichen und hast du nicht den Eindruck, dass ihm etwas fehlt außer mehr externe Bestätigung, dann ist aus meiner Sicht - ohne dich, die Umstände oder das Kind näher zu kennen - eine frühzeitige Einschulung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit genau das Richtige für den Jungen. Du kannst dabei nur gewinnen, und wenn es eine Erfahrung ist.

Was sollte denn deiner Ansicht nach schon passieren? Entweder er ist nach einigen Tagen wie ausgewechselt und findet seinen Platz (was ich sogar glaube) oder er wird eben dann im 2. Versuch ein Jahr später eingeschult. Verloren ist nichts. Du solltest schon mit ihm darüber sprechen, und dann auch mit deinem Chef, was man dazu tun könnte, um ihn in die Schule zu bringen (evtl. Test bei der Schulbehörde). Sprich dann auch mit der potentiell aufnehmenden Grundschule und kläre alles ab.

Es kann nichts passieren außer dein Problem löst sich sehr bald in Wohlgefallen auf. Vertraue deinem Sohn, wie schon gesagt. Traue ihm zu, dass er das schafft.

Alles Gute, viele Grüße

von FelixMum - am 15.04.2005 02:17
Hallo,

mit deinen Zusatzinformationen kann man schon einiges mehr anfangen: Habe mir alles einmal durchgelesen und finde, sowohl dein Sohn ist vollkommen normal für einen intelligenten Jungen, der in einem Baby-Kindergarten offenbar nichts mehr zu suchen hat, als auch du als seine allein erziehende Mutter machst es wunderbar (Hut ab!) - dein Kind kann froh sein über das Verhältnis, das zu ihm zu seinem Vater und zu männlichen Bezugspersonen ermöglichst. Oft werden Kinder (besonders Jungen) nach einer Trennungssituation von der Mutter instrumentalisiert, sei es als Partnerersatz oder als Abbild des ungeliebten Vaters, beides ist gleich furchtbar für einen Jungen. Das Kind kann doch nichts dafür. Ich wäre in vielen Fällen dafür, Jungen bei ihren Vätern aufwachsen zu lassen. Ein "schlechter" Vater ist immer noch besser als gar keiner, denn ein Junge kann ohne Mann als prägende Figur in seinem Leben niemals seine eigene Identität finden. Damit muss er sich auseinandersetzen können. Verwerht man ihm das, hast du große Probleme.

Dass der KiGa "sehr gut" sein soll, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Klingt nach dem typischen Pädagogenschmus von Erzieherinnen, die keine Ahnung von Jungens in diesem Alter haben, noch dazu wenn sie durch Begabung und Intelligenz auffallen. Typisches Frauenproblem in Kindergärten und Schulen.

hb Kinder fallen selbstverständlich sehr häufig dadurch auf, dass sie eben nicht viel mit Gleichaltrigen anfangen können. Jungen in diesem Alter müssen nicht unbedingt gern miteinander raufen, gerade hb Jungen entwickeln durch ihre oft verbal ausgeprägte Stärke andere Strategien und lehnen körperliche Auseinandersetzung ab. Das hat überhaupt nichts mit unsozial zu tun, siehe seine kl. Freundin.

Dass er keine Kinder nach Hause haben will, kann damit zu tun haben, dass er sich mit den "beiden Männern" (Erwachsene) in seinem Leben - und mit seiner Mama natürlich - sehr wohl fühlt und er mit ihnen zur zeit jedenfalls mehr anfangen kann als mit anderen Kindern. Das wird sich geben, wenn er ältere Kinder kennenlernt, die ihm intellektuell gewachsen sind. Im KiGa kann das wohl nicht sein. Vielleicht kannst du ihm weitere externe Angebote machen (Kurse, Instrument, Hobby?), wo er Kinder mit gleichen Interessen findet. Ansonsten ist das OK auch eine Zeitlang keinen bestimmten Freund zu haben.

Dein Sohn ist völlig in Ordnung und ganz normal - eben intell. schon weiter als seine Altersgenossen - und sollte m. E. auch dringend in diesem Sommer in die Schule, da wird es ihm (zunächst mal) sicher besser gehen. Dann sieht man weiter. Eins nach dem anderen.

Gruß

von Gast - am 15.04.2005 07:28
Liebe Emmi!

Leider habe ich jetzt nicht die Zeit, alle Beiträge zu lesen. Aber einen Großteil habe ich durch ;)

Ich habe eine Frage zu seinem Verhalten: Wie fühlt er sich in seiner Rolle? Ist er gerne alleine oder belastet ihn das? Wenn er sich wohl fühlt, warum etwas ändern? Nicht alle Menschen sind "Herdentiere". Wenn er darunter leidet, gehört etwas unternommen.

Dazu ein ganz kurzer Einwand: Mein Freund hat mir von seiner Kindheit erzählt. Er war auch am liebsten alleine mit sich. Seine Eltern haben das auch nicht verstanden und ihn, als er etwas älter war, auf Kinderlager, etc geschickt. So richtig wohl hat er sich dabei nicht gefühlt. Warum also der Aufwand, wenn es ihm eh nicht gut ging dabei?

LG Sabine

von Sabine - am 18.04.2005 18:31
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