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Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 12 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 12 Monaten
Beteiligte Autoren:
Haiopei, olive, timea, Carola, Pitty, Schnuffel, FelixMum, MichaelaM, goermet, MarionLu, minjong, ManuK

Wie fördert ihr Eure Kinder ausserschulisch?

Startbeitrag von Haiopei am 27.04.2005 09:31

Hallo zusammen,

die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Mich würde interessieren, wie ihr Eure hb Kinder ausserschulisch fördert. Schickt ihr sie zu irgendwelchen besonderen Kursen? Besorgt ihr ihnen interessante Bücher (davon gehe ich aus)? Oder macht ihr sonst noch irgendwas?

Gruß
Dagmar

Antworten:

Hallo,

ich fördere meine Kinder eigentlich überhaupt nicht. Aber natürlich haben sie ein Freizeitprogramm. Jedes spielt Klavier und noch ein anderes Instrument und betreibt in einem Verein Sport.

Zusätzlich nehmen sie, vor allem in den Ferien an verschiedenen Workshops an der Uni teil und besuchen, wenn möglich Ferienakademien. Das Angebot ist groß.

Michaela

von MichaelaM - am 27.04.2005 10:26
Im Moment noch außerkindergartentlich. Instument ist denke ich ganz gut, vor allen wenn es noch darum geht, das Konzentration und Ausdauer teilweise noch gefestigt werden sollen. Das Kind sollte aber selber entscheiden können, was es machen will. Und nicht die Woche komplett verplanen. Klappt leider nicht immer ganz, unsere hat sich das schon ganz schön voll gepackt. Und wenn dann beide Eltern auch noch voll berufstätig sind und noch Geschwister da sind, ist es eh nicht einfach.
Schön sind auch Angebot, die Unis o.ä. bieten. Bei uns gibts z.B. so was wie Nacht der Wissenschaften an der Uni, Nacht der Museen etc. Oder mal in ein Planetarium.

Goermet

von goermet - am 27.04.2005 10:39
Hallo,
wir nehmen uns 1x im Monat was "größeres" vor.
Planetarium, ein Museum, mal was bei der VHS für Kinder ( Kochkurs, mit dem Förster den Wald erkunden, Seifen gießen....)
Sonst gibt es jede Woche einen Englischkurs für Kiga Kids u. Kinder Schach.

LG Marion

von MarionLu - am 27.04.2005 11:49
Wir versuchen, unseren Kindern (11 und 13) Zugang zu dem zu ermöglichen, was sie interessiert. Dafür braucht der Sohn vor allem einen Computer mit Internetzugang. Eine Zeitlang war er im Schachverein, hat aber damit wieder aufgehört, obwohl er gut spielt. (Gerade heute spielt er übrigens um die Schülerlangesmeisterschaft.) Er geht nicht gern in Vereine oder Gruppen.
Die Tochter braucht Unmengen Material für Ihre kreativen Interessen (Porzellanmalerei, Kalligraphie, Malen und Zeichnen, Schreiben etc.) Tochter ist außerdem im Judoverein und in einer Theatergruppe, und sie ist eine absolute Leseratte. Mindestens einmal pro Woche sind wir in der Bücherei in unserem Viertel. Als Belohnung für gute Noten gibt es einen Ausflug in die große Stadtbücherei (die hat auch Tonträger, Filme und Computerspiele, ist also wie das Paradies für die ganze Familie).
Das Wichtigste ist aber in meinen Augen, dass die Kinder gern in die Schule gehen! Wenn Kinder mit Bauchweh in die Schule gehen, hilft das Außerschulische auch nicht viel.

von minjong - am 27.04.2005 12:14
Hallo,

das hängt natürlich immer vom Kind selbst, seinem Alter und Interessen ab. "Fördern" bei uns auch eher nicht, fordern schon eher (passiert ja in der Schule schon kaum). Verplant wird der Sohn (6 J.) für allerlei Zusatzprogramm auch nicht. Im Gegensatz zu manch anderem hier beschriebenen Kind braucht er relativ viel Schlaf, also auch mal am Nachmittag eine Pause.

Letztes Jahr war wegen der frühen Einschulung NUR die Schule relevant, das war für ihn DIE Umstellung schlechthin und anstrengend genug. Jetzt sieht das schon wieder anders aus. Also, was macht er gerade so, wenn er nicht zur Schule geht oder HA macht:

Allein und bei schlechtem Wetter:
Lesen (Unmengen!, am liebsten Kosmos / Weltall, aber momentan auch gerade wieder seine kleine Kinderbibel, das wechselt)
Lego, Märklin, Hörspiel-Cassetten, Wetterübersicht für die Woche malen, an seinem Karton-Haus weiter basteln... usw.

Gemeinsam mit anderen Kindern:Straßenfußball, Fahrradfahren, Staudamm am Bach bauen...
Kinderchor 1x wöchentlich

Instrument:
Gitarre (inzwischen Einzelunterricht, da ein anderer Junge nicht mehr "mitkam" - jetzt habe ich mir auch eine gekauft, um ihn begleiten zu können), ansonsten ohne Unterricht nach Belieben Klavier (Keyboard). Wenn Gitarre weiter so gut läuft, kann er in 1-2 Jahren nächstes Instrument beginnen, wenn er mag. Bis jetzt reicht es so dosiert aus.

Ansonsten nutzen wir wie andere Eltern hier auch Angebote in der Umgebung oder bei Gelegenheit mal für Theater / Oper oder Ausflüge. Wir gehen VIEL raus an die frische Luft, wandern und radfahren gern. Ab und zu mal ins Hallenbad und sowas.

Du siehst, nichts außergewöhnlich Spektakuläres... bis auf dass in unserem Haushalt die Playstation oder der Gameboy fehlt und wir manchmal bemerken, dass andere Kinder doch relativ wenig lesen oder Musik / Instrumente kennen und es ihnen an Fantasie für Spiele mangelt, insofern wir evtl. doch auf unser Kind mit mehr Anregungen eingehen als andere. Weiß nicht, ist auch egal.

Ach ja, wenig ferngesehen wird auch, jedenfalls nicht abends und nicht in der Schulzeit. Wochenende oder Ferien ist bei schlechtem Wetter OK, aber dann auch kontrolliert. Das bringt mehr Ruhe rein.

Das war`s eigentlich schon. ;-)

Viele Grüße

von FelixMum - am 27.04.2005 12:46
Hallo Dagmar,
als wir Anfangs von dieser Thematik überrollt wurden, hatten wir das Gefühlt unserem Sohn jetzt alles auf einmal bieten zu müssen, incl. Spezialkurse für HB-Kinder. Das hat sich aber von selber relativiert und beide (6 + 8 J.) spielen je ein Instrument, gehen zum Schach, machen Sport und unser Sohn besucht zusätzlich die Jugendkunstschule.
Ansonsten sind sie wie jedes Kind auch und treffen sich am liebsten mit Freunden. Wenn es bei uns ein Wunschfernsehprogramm geben würde, gebe es fast den ganzen Tag "Wissen macht Ah", "Willi wills wissen", "Welt der Wunder" u.ä.
Gruß Manu

von ManuK - am 27.04.2005 14:50
Hallo an Felixmum,

erzähle mir bitte mehr über die Schlafgewohnheiten deines Sohnes, denn meiner ist ebenfalls ein Vielschläfer- schon immer gewesen. War Dein Sohn schon immer so, oder ist das erst mit Schuleintritt entstanden? Mein Sohn war zwar schon immer sehr aufmerksam und konzentriert- auch als Baby-aber war dadurch auch immer schnell ermüdet und schlief deshalb gerne und viel. Man merkte schon, das er sich als Säugling mit dem "Eindrücke-einsaugen" überforderte, wollte immer mehr aufnehmen als sein kleines Gehirn schon konnte.

Mein Sohn ist jetzt 4 1/2 Jahre alt und totaler Fan vom Kosmos/Weltall. Welche Bücher kannst Du denn dafür empfehlen? Bis jetzt haben wir nur Zeitschriften von GEO zu Hause. Ein Teleskop haben wir auch(dazu natürlich auch Anleitungsbücher, sind aber sehr wissenschaftlich), das findet er total spannend. Ich muß sagen, das Thema Astonomie saugt er wie verrückt in sich auf, weiß, wie es aussieht wenn ein Stern explodiert, wie Sterne enstehen, kennt die Nebel, Planeten, weiß, wie der Mond enstanden ist, kennt Sonneneruptionen, etc., etc., ist Deiner auch so "fanatisch" damit? Ständig will er von mir erklärt bekommen, wie ein Detektor Lichtblitze einfängt- tja?????
Mußt Du, wenns um dieses Thema geht auch so einiges "einstecken", Deine Unwissenheit, vor allem was es die Physik angeht, preisgeben??

Viele Grüße

Schnuffel

von Schnuffel - am 27.04.2005 17:19

vielen Dank für Eure Beiträge

Vielen Dank an alle, die mir hier geantwortet haben. Mein Sohn geht zum Fußball, meine Tochter ins Kinderturnen und in musikalische Früherziehung. Das sind so die regelmäßigen Aktivitäten. Sie sind beide viel draußen und spielen am liebsten mit Wasser und Sand oder fahren Fahrrad oder Inliner. Mein Sohn spielt gerne Lego und Computerspiele. Abends schauen wir oft Galileo. Beide spielen wahnsinnig gerne Brettspiele. Aber leider nur selten zusammen, da die Spiele, die Meike schon spielen kann, für Robert "Babykram" ist *seufz*.

Ich bin halt am überlegen, ob es Sinn macht, dass Robert noch irgendeine "Vereinsaktivität" anfängt. Wenn es hier in der Nähe einen Brettspielverein gäbe würde er da sicher liebend gerne hin gehen. Aber ein Musikinstrument lernen ist nicht so sein Ding, und auch für Schach interessiert er sich nicht, das ist ihm zu trocken.

Ihr habt mir jedenfalls schon mal Anregungen gegeben. Vielen Dank dafür.

Gruß
Dagmar

von Haiopei - am 27.04.2005 19:11

..."Brettspielverein"

Zitat

Wenn es hier in der Nähe einen Brettspielverein gäbe würde er da sicher liebend gerne hin gehen

...da kenn' ich doch noch jemanden...

Vielleicht sollten wir so etwas mal gründen, oder gibt es das etwa schon?!

Wie sieht es damit eigentlich im Internet aus? Habt ihr Erfahrungen?

olive

von olive - am 27.04.2005 21:03
Hallo

unsere Freizeit sieht mit Musik, Sport, Sprache, gerngespielte Konzentrationspiele viel Bewegung aus.
Lesen ( zweisprachig) ist auch ein Thema.
Extraschuleisch privatanbieter nehmen wir gerne auch 1x Wöchentlich in anspruch.
Ja wir förden unsere Tochter und sie fordert uns auf.

Förderung der HB liegt nicht in der Menge sonst in der Qualität.

Gruß
timea

von timea - am 27.04.2005 22:22

Schach muss nicht trocken sein

Hallo Haiopei,

unsere Kinder haben Schach mit der CD-ROM "Fritz und Fertig" (1 und 2) gelernt, diese CD ist ueberhaupt nicht trocken, unsere Kinder hatten viel Spass daran. Der Vorteil an dieser CD und ueberhaupt an Schach ist, man kann gegen den Computer spielen, wenn gerade kein Partner da ist (Spielstaerke frei waehlbar) und mit der CD-ROM "Fritz und Fertig 2" auch 1 Jahr kostenlos im Internetauf demSchachserver schach.de von ChessBase.

Liebe Gruesse

Carola

von Carola - am 28.04.2005 05:08
Hallo minjong,

diesen Beitrag kann ich zu 100% unterstützen.

Meine Erfahrung ist, dass wenn die Schule gerade mal wieder so richtig nervt; sprich megalangweilig ist, unsere Töchter zu keinen weiteren Dingen zu begeistern sind. Da ist alles blöde, und die anderen Vokabeln erspar ich Euch.

Wir fördern auch nicht regelmäßig bei einem Thema, weil sich die Interessen ständig ändern und sich unsere Kinder in normalen Gruppen, z.B. Sportverein deplaziert fühlen.

So sind wir immer auf der Suche, was gerade interessieren könnte, was superanstrengend ist. Ansonsten planen wir ein Extrabudget ein für Bücher, Bastelutensilien usw. Da ist der Bedarf enorm.

Förderung heißt für die ältere Tochter auch mal wochenlang Nähen lernen zu wollen, dann wieder Stricken oder Häkeln. Eine besondere Begabungsrichtung haben wir noch gar nicht gefunden...... Nächste Woche sind es dann evtl. mal wieder Planeten....;-).

Und zusätzlich brauchen beide viel Zeit für sich selbst; sehen sich durch regelmäßige Termine dann wieder gestresst - welch Schizophrenie.....*stöhn.

Lieben Gruß,
Pitty

von Pitty - am 28.04.2005 07:57

Re: ..."Brettspielverein"

Also in Karlsruhe, weiß ich, gibt es einen. Aber das ist von uns aus etwas zu weit weg. Im Internet gibt es mehere Seiten, z.B. www.brettspielwelt.de. Für Jugendliche und Erwachsene ne klasse Sache, aber für Kinder nicht unbedingt das richtige.

Es kommt nicht zufällig irgendjemand von Euch aus unserer Gegend? Wir wohnen süd-westlich von Stuttgart, in der Nähe von Calw. Dann könnten wir regelmäßige Spieletreffs veranstallten. :-)

Gruß
Dagmar

von Haiopei - am 28.04.2005 18:33
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