Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
MarionPE, Gerti-Roßtal, christy71, Elora*Dana, Etu, minjong

zoff mit der Lehrerin

Startbeitrag von Gerti-Roßtal am 09.01.2006 15:20

Hallo zusammen,
unser Sohn ist Hb. Er ist 8 Jahre alt und geht in die 3.Klasse einer Grundschule mit nur 12 Kindern. Seine Lehrerin und gleichzeitig stellv. Schulleiterin versteht das gar nicht. Sie bemängelt seine unordentlichkeit und seine schlampigkeit. Er hat Probleme mit der Rechtschreibung (das Gehirn ist schneller als seine Hand).
Besonders bei Texten die von der Tafel abgeschrieben werden hat er sehr viele Fehler. Mittlerweile ist er sehr verkrampft und macht noch mehr Fehler. Wenn er mal was nicht dabei hat macht sie eine Notiz die wir abzeichnen sollen. Weil er sich sehr oft meldet stellt sie ihn vor der Klasse als Besserwisser dar. Lob ist sehr selten. Wenn er sich zu einem Unterrichtsthema "zuviel Gedanken" macht wird er überhaupt nicht beachtet. Heute saß er wieder vor den Hausaufgaben, eine Mappe hatte er nicht dabei, da fing er an zu weinen. Mama die Schule macht überhaupt keinen Spass mehr. Die Lehrerin erklärt alles total umständlich, da komm ich gar nicht mit. Wenn das so weitergeht gehe ich nicht mehr in die Schule. Einen Aufsatz mit 8 Schreibfehlern mußte er nochmals schreiben. Der hatte dann 10 Fehler. Bemerkung er Lehrerin " bevor du mir mit deiner sogenannten Hochbegabung kommst, lerne erstmal richtig schreiben".
Unser Junge ist mit seinem Latein am Ende. Zur Zeit lassen wir nochmals testen ob unser Sohn LRS hat. Mein Mann ist im Elternbeirat, da ist die Gute sehr verständnisvoll. Hat jemand einen Rat? :-)

Antworten:

Mir krampft es das Herz zusammen, wenn ich das lese. Es erinnert mich an die Volksschul-Erfahrungen meiner eigenen Kinder. Das eine ist körperlich krank geworden, das andere entwickelte Selbstmordgedanken.

Liebe Gerti, nimm das unbedingt sehr ernst. Was kannst du tun? Mit der Schulpsychologin sprechen, und wenn du zu ihr einen guten Zugang findest, ein Dreiergespräch mit der Lehrerin anstreben. Sonst weiß ich nicht - springen vielleicht. Aber so wie es ist, darf es nicht bleiben. Dein Kind ist in Gefahr.

Alles Gute,
minjong

von minjong - am 09.01.2006 16:44
Hallo Gerti!

Heute Abend schaffe ich es nicht mehr, dir ausführlich zu schreiben; aber wenn ich nicht arbeiten muss, dann schreibe ich dir morgen früh. Mein Sohn ist vor 2 Wochen 8 geworden und geht auch in die 3. Klasse. Auch er hat rechtschreibprobleme - Tendenz LRS. Wir haben aber ein gutes Übungssystem gefunden. Mehr dazu morgen.

Ich denk an euch

Marion

von MarionPE - am 09.01.2006 19:17
Hallo Gerti!
Das kommt mir bekannt vor und ist traurig. Mein Sohn ist 7 und in der 3. Klasse. Er ist mit 5 in die Schule gekommen und hat die 2. Klasse komplett übersprungen und den Stoff innerhalb von 3 Monaten aufgeholt. In Diktaten schreibt er inzwischen Zweien und keine 4minus mehr. Anfangs hieß es auch
-wahrscheinlich Legastheniker- Er kann und konnte aber alles fehlerfrei buchstabieren - mündlich -, sodass ich mir keine Sorgen mache.
Wenn er einmal was nicht kann, heißt es "ich denke du bist hochbegabt... Du kannst dies nicht, Du kannst das nicht, Du bist gar nicht hochbegabt..." Diese Lehrer und Eltern haben (leider) keine Ahnung von Hochbegabung und wenn man sie aufklären will, wollen sie nichts hören. Zum Glück sind der Schulleiter und und paar Lehrerinnen offen und der Direktor will allen Lehrern eine Weiterbildung zu diesem Thema verpassen mit dem HBF.
Weil mich dieses Gemecker gestört hat, hat die testende Schulpsychologin ein Gutachten an die Schule geschickt mit Hinweisen, Tipps und Broschüren für eine anständige Förderung, muss nur noch umgesetzt werden und wird so langsam.
Wer hat bei Dir getestet? Hat der Schulpsychologe kein Gutachten an die Schule geschickt mit Info-Broschüren? Wurden Schulleiter und Lehrer nicht informiert und aufgeklärt? Aus welchem Raum kommst Du? Gibts da keine HBF-Beratungsstelle? Und hat beim Testen niemand Ergotherapie empfohlen, wegen der Feinmotorik? Ich hatte mich anfangs auch gesträubt, aber es macht meinem Sohn mittlerweile Spaß zu töpfern und zu basteln und er ist jetzt nicht mehr so verkrampft wie am Anfang.
Lass Dich nicht unterkriegen! Schönen Abend noch!
Viele Grüße

von Etu - am 09.01.2006 20:56
Hallo Martina!

In der Klasse meines Sohnes sind 12 Jungen. Davon saßen 7 kurz vor Weihnachten mit den Müttern im Klassenraum und ich stellte das System mit der Lernkartei vor. Ein weiterer ist auch rechtschreibschwach, aber an der LRS "vorbeigerutscht". Getestet wurden die Jungen von einer Lehrerin der Schule mit Zusatzausbildung. Von diesen Jungen halte ich persönlich mehrere für sehr begabt. Zwei schätze ich als tatsächlich schwache Schüler ein.

Auch wenn man alle Hilfsmittel der Statistik zur Hilfe nimmt ist es unwahrscheinlich, dass mehr als ein Viertel aller Schüler eine LRS hat. Es ist auch unwahrscheinlich, dass mehr als die Hälfte aller Jungen der Klasse rechtschreibschwach ist, aber kein Mädchen.

Ich sehe die Ursache in den ersten zwei Schuljahren. Eine hundsmiserable Fibel (wenn schon spätere Sonderschüler die "geistreichen" Texte auswendig lernen können, dann kann man damit nicht lesen lernen), zu wenig Schreibpraxis ("Nein, ein Erlebnisheft möchte ich nicht führen, das empfand ich als Kind als aushorchen", gut, dann soll die Dame sich überlegen, wie die Kinder sonst zu Schreibpraxis kommen, und wenn es durch Abschreiben der Fibeltexte ist, dafür wird sie bezahlt).

In unserer Klasse üben jetzt die schwachen Rechtschreiber (ich hoffe, sie tun es tatsächlich) mit der Lernkartei. Alle Wörter stehen dort zweifarbig (eine Silbe schwarz, die nächste rot....) um zu visualisieren. Ich denke, zu den Osterferien kann ich berichten, ob es etwas gebracht hat.

Die Lehrerin, die sich vorher nicht die Zeit nahm, mit mir in Ruhe darüber zu sprechen, wie das System funktioniert, hat es jetzt auch verstanden. An dem Nachmittag musste ich sie einige Male bremsen. Auch die anderen Eltern wiedersprachen ihr. Mündliches Rechtschreibtraining beim Autofahren hilft nämlich gar nicht. Sie müssen es hören, sehen und tun, das geht nur beim Schreiben. Für die Kinder war es logisch, dass man jeden Tag 10 Minuten Rechtschreibung üben muss, und dass drei Stunden am Tag vor dem Diktat nichts bringen. Ich sagte ihnen, es sei so wie beim Zähneputzen, dass muss man auch täglich machen. Sonntags zwei Stunden hilft gar nicht, im Gegenteil. Wie gesagt, ich warte das ergebnis des "Feldversuchs" ab, dann kann ich in die anderen Klassen gehen. Oder ich mache es bei uns im Jugendheim, wenn sich meine "Privatfreundin" von Schulleiterin dagegen sträubt.

Ich denke, das Buch vom Rechtschreibspiel ist nicht übel. Eltern, die sich bisher noch nicht mit dem Thema befasst haben bekommen eine Anleitung, wie sie ihrem Kind helfen können. Durch die enthaltenen Wortschatzlisten und Diktate ist es einfach mit dem System anzufangen. Später werden die meisten Eltern selber erkennen, was ihr eigenes Kind braucht.

Wenn man es schafft, mit einem Buch für einige Euro um ein Rechtschreibinstitut für 160¤ im Monat herum zu kommen, dann ist das doch schon etwas. Wenn ich sehe, dass ein Viertel der Schüler Rechtschreibschwach sein soll, dann überlege ich mir demnächst doch, ein Nachhilfeinstitut zu eröffnen. Das ist die Lizenz zum Geld drucken. Wobei ich sagen muss, dass es auch viele Fälle gibt, die dorthin müssen. Mit der Lernkartei kann man nicht alles abdecken.

So, jetzt will ich Gerti das System nochmals genau erklären. Bis demnächst

Marion

von MarionPE - am 10.01.2006 07:59

Rechtschreibtraining (ausführlich)

Hallo Gerti!

Wenn du meine Antwort an Martina liest, bekommst du schon einen Einblick, aber ich will dir kurz schreiben, wie ich mit meinem Sohn (gerade 8, 3. Klasse, getestet auf LRS) Rechtschreibung übe.

Als Grundlage nutzen wir zwei Dinge:
Die Informationen habe ich zum größten Teil aus dem Buch "Das Rechtschreibspiel", dazu kam dann die Erfahrung, die ich mit meiner älteren Tochter hatte und das, was ich mir so zusammengesucht habe.
Als Arbeitsmaterial benutze ich die AOL-Lernkartei und dazu handelsübliche Karteikarten im Format A8 (die zur Lernkartei sind mir zu labberig)
Die Gesamtkosten inklusive Buch liegen unter 20¤.

Das System der Lernkartei ist ganz einfach. Jedes falsch geschriebene Wort wird von mir in Druckbuchstaben (nicht nur in großen, sondern genau richtig) auf eine Karteikarte geschrieben. Und zwar zeifarbig, die erste Silbe schwarz, die zweite rot, dann wieder schwarz.... (Achtung: man muss manchmal Herrn Duden fragen, die neue Rechtschreibung hat Tücken). Die Idee zum zweifarbigen hatte ich aus der Fibel "Lesen in Silben", da ist die ganze Fibel so gedruckt. Die lesen vielleicht lange Texte am Ende des ersten Schuljahres! Im Nachhilfeinstitut meiner Tochter arbeiten sie mit Bögen unter den Silben, aber schreib mal das einfache Wort "zusammengepresst" auf beide Arten auf eine A8-Karte, dann siehst du den Unterschied.

Geübt wird dann folgendermaßen: Du diktierst ein Wort, er schreibt es. Du siehst das Wort nach. Wenn es richtig ist, ist es gut, wenn es falsch ist, dann legst du ihm die Karteikarte vor und er schreibt das ganze (!) Wort richtig ab. Es wird nicht im Wort herumverbessert, sondern immer das ganze Wort geschrieben (nicht der Kopf muss es lernen, sondern die Hand!). Deshalb soll das Wort auch zweifarbig sein, er lernt nebenbei, die Wörter in Silben zu zerlegen. Das ist zugleich eine Abschreibübung. Du musst dabei ganz ruhig bleiben! Es wird nicht gemeckert! Von keinem!

Ist das Wort richtig geschrieben, wandert es in der Lernkarteibox in das nächsthöhere Fach. Ist es falsch, muss es grundsätzlich zurück in Fach 1. (Das steht auch auf der Box erklärt). Das heißt ein Wort muss fünfmal hintereinander richtig geschrieben sein, bevor es die Lernbox verlässt und dann kann man davon ausgehen, dass es im Prinzip "sitzt".

Wir haben angefangen mit einem A5 Schreibheft. Darin hat er jeden Tag eine Seite gearbeitet. Allerdings war jede Zeile nur für ein Wort vorgesehen. 14 Wörter am Tag, das war eine überschaubare Menge. Inzwischen sind wir beim A4-Heft, das bedeutet 21 Wörter. Unten auf die Seite schreiben wir immer, wie viele Wörter richtig waren. in letzter Zeit habern wir öfters ein 21/21. Das macht ihn wirklich stolz.

Am Anfang hatten wir manchmal das Gefühl, gegen Windmühlenflügel zu kämpfen, aber inzwischen läuft es. Wir haben allerdings auch die Ferien durch gearbeitet (na gut, Weihnachten nicht, aber in der letzten Woche ging es dann richtig los). Im Schnitt arbeiten wir an 5-6 Tagen in der Woche damit. Das schafft man auch am Sonntag irgendwann zwischendurch.

Wenn dein Sohn etwas abschreiben soll: Diktier es ihm. Dann hast du auch gleich neue Wörter für die Lernkartei. Kontrolliere seine Hefte und nimm die Rechtschreibfehler gleich als neue Worte. Kurz: Zeigt der Lehrerin, dass er es kann, wenn man es ihm richtig beibringt.

Wenn du noch Fragen hast, dann melde dich bei mir, entweder hier über das Forum oder aber direkt per Mail. Versucht es einmal. Die Kids aus der Klasse meines Sohnes waren bei dem System hochmotiviert. Der Nachhilfeschüler meiner Ältesten schrieb gleich das erste Diktat 4 statt "unbenotet". Vielleicht setzt ihr euch ja eine Belohnung, wenn er das erste Heft voll hat ohne zu meckern (Kino, Schwimmbad....). Wichtig ist, dass du dabei ruhig bleibst. Er selber leidet unter den Fehlern am meisten.

Liebe Grüße

Marion

P.S.: Ach ja, zwei Hilfswörter stehen bei meinem im Etui:

N O M E N ?
(Damit weiß er, ob das Wort groß geschrieben wird, abgesehen vom Satzanfang, das vermeidet viele Fehler)
W O H E R ?
Durch Ableitung kann man viele Dinge erkennen

Die KL weiß das und es ist für sie in Ordnung. Diese beiden Fragen helfen viel. Die müssen ihm sofort einfallen, wenn er ein Wort schreiben soll.

von MarionPE - am 10.01.2006 08:36
Hallo Gerti!

Nochmals meine Wenigkeit. Diesmal zum pädagogischen Verhalten der Dame, obwohl es dazu eigentlich nichts zu sagen gibt.

Eine Alternative zu ihr scheint es nicht zu geben. Also müsst ihr versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Vielleicht solltet ihr einmal ein Gespräch mit ihr führen. Auf jeden Fall sollte auch dein Mann und dein Sohn dabei sein. Macht ihr keine vorwürfe, sondern sprecht in Ruhe mit ihr, wie ihr die vorhandenen Probleme lösen könntet. Vielleicht hat sie ja sogar Vorschläge. Unordentlichkeit und Schlampigkeit können sowohl Zeichen eines ADS als auch Zeichen einer Unterforderung sein. Das ist aber egal. Überlegt gemeinsam mit der Lehrerin, wie das bekämpft werden kann. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten (Smiley-System...). Wartet ab, was s i e vorschlägt.

Ihr könnt natürlich auch schon für euch Lösungen suchen, wenn ihr die dann nach dem Gespräch umsetzt, dann hat die Lehrerin das Gefühl, sie hat etwas bewirkt. Mein Sohn schmiss zum Beispiel alle Stifte einfach ins Etui. Das sah absolut unordentlich aus. Die meisten Schlamper dagegen sind so gebaut, dass man stundenlang darin kramt (oh, dieser Lärm in der Klasse!). Von Chiemsee und Eastpack gibt es welche, die sind mit einem umlaufenden Reißverschluss ausgestettet. Man kann den Deckel öffnen. Das ist übersichlicher. So eines hat er jetzt. die Stifte werden immer noch hineingeworfen. aber das ist jetzt ordnungsgemäßer Gebrauch, also keine Unordnung mehr.

Einem Kind im Gespräch die Intelligenz vorzuwerfen halte ich für pädagogisch unmöglich. Wie macht sie das bei einem unterdurchschnittlich intelligenten Kind?

Vielleicht hilft es auch, der Lehrerin anzubieten, ihr Informationen über Hochbegabung zu geben. Du schreibst ja, dass sie eigentlich sehr verständnisvoll scheint. Habt ihr mal mit anderen Eltern oder Kindern gesprochen, wie sie die Situation sehen? Fragt auch ruhig mal Eltern von größeren Kindern, die auch bei ihr in der Klasse waren. Vielleicht bekommt ihr da ein paar Tipps.

Ich wünsche euch alles Gute

Marion

von MarionPE - am 10.01.2006 08:53
Hallo zusammen,

heute morgen gab es dicke Tränen, nein in die Schule geh ich nie mehr wieder sagte unser Sohnemann. Nach viel Trost entschlossen wir spontan mit ihm zur Schule zu gehen. Es gab dann ein 10 Minuten Gespräch mit meinem Mann und der Lehrerin. Er schilderte die Situation, rede von Schul-Angst und dass unser Junge bis zum letzten Schuljahr gerne in die Schule ging. Die Lehrerin hörte sich das an, und meinte wohl nur, sie wird jetzt versuchen etwas gelassener im Ungang mit ihm zu sein. Sie würde sich immer ärgern wenn die Kinder etwas nicht dabei haben. Sie möchte jetzt von uns ein Gutachten vorgelegt bekommen wonach unser Sohn auch wirklich Hochbegabt ist. Wir waren in dieser Hinsicht in der Vergangenheit immer etwas Vorsichtig, weil wir wollten dass unser Sohn "normal" behandelt wird. Wir wollten eine Sonderbehandlung vermeiden weil der Junge sehr senibel ist.
Wir hatten auch Bedenken dass uns gleich springen nahegelegt wird, wir wollen aber nicht dass er mit Abstand der Jüngste ist und dann womöglich keinen Freund in der Klasse hat. Dass andere ist dass wir in Bayern ja seit 2 Jahren das
G8 haben und auch Eltern von HB-Kindern ganz schön schwitzen.

Die Lehrerin kam erst zum neuen Schuljahr an diese Schule. Sie wird von Kollegen als besonders fleissig geschildert und legt großen Wert darauf, sehr eng mit dem bayr. Kultusministerium zusammen zu arbeiten. Sitzt da wohl auch in einer Kommision welche neue Lehrpläne mit erstellt. Angebote von uns, sich mit Hochbegabung auseinander zu setzen hat sie bisher nicht annehmen können.
Ich selbst habe den Eindruck dass das Thema Hochbegabung in der Grundschullehrerausbildung nicht vorkommt. Das würde zumindest ihr Verhalten erklären. Aber vielleicht will sie das uns gegenüber ja auch nicht erwähnen.
Bei uns in Bayern gibt es auch nur wenige Schulen die HB-Klassen anbieten. Gymnasien die spezielle HB-Klassen anbieten sind Mangelware.

Ich werde auf jeden Fall weiter mit meinem Sohn die Rechtsschreibung trainieren, das mit der Lernkartei ist eine gute Idee, wir werden sie gleich in Angriff nehmen.
Unser Sohn mochte erst überhaupt nicht lesen, heute glaube ich weil die Texte ihn nicht interessiert haben. Vor 3 Monaten fing er an mit dem "kleinen Gespenst" und jetzt liest er Bücher über Technik, Geschichte der Römer und Griechen usw...
In der Schule die Sachkundethemen hat er nach 2 Tagen abgehackt. Mittags wenn er von der Schule nach Hause kommt wird sofort im Lexika nachgelesen
um was es sich handelt. Das klingt vielleich angeberisch, aber so ist er halt.

von Gerti-Roßtal - am 10.01.2006 12:24
Hallo Martina!

Wir mussten damals viele Regeln auswendig lernen. Manche waren sogar in Gedichtform verpackt. Die kann man dann fürs Leben. Ich stelle sie mal in einem neuen Pfad ein. Vielleicht kennt ja noch jemand solche Regeln? Wir können ja mal sammeln.

Marion

von MarionPE - am 10.01.2006 12:38
Hallo Gerti!

Im Moment lese ich mit meinem Sohn die Chriniken von Narnia. Er hat die Kassette mit 7 Paperbacks zu Weihnachten bekommen. Den ersten Band haben wir fast durch. Wir teilen uns die Arbeit. Er fängt an, ich lese die wörtliche Rede, wenn er nicht mehr kann (will) übernehme ich seinen Part für einige Zeit zusätzlich. Wir lesen täglich 1 Kapitel. Das geht bei dem Buch wirklich gut. Ich habe absuichtlich die 7 Bände genommen, damit es auch Erfolgserlebnisse gibt.

Sachbücher liest er freiwillig, aber ich denke, da sind es auch in erster Linie die Bilder.

Marion

von MarionPE - am 10.01.2006 12:43
Hallo,

ich habe zu Weihnachten die Buchreihe "1000 Gefahren", z. B. "Die Insel der 1000 Gefahren", aus dem Ravensburger Verlag gefunden. Die Bücher sind nicht umfangreich, aber das Spannende ist, dass jedes Kapitel sinngemäß endet mit: "Möchtest du wissen, ob Lisa dem Gespenst folgt? Dann lies auf Seite 17 weiter. Wenn du lieber mit Lisa umkehren willst, lies auf Seite 20 weiter."
Dadurch waren wir jedes Mal motiviert noch ein bisschen weiter zu lesen.

Viele Grüße,
Elora

von Elora*Dana - am 12.01.2006 05:40
Ich kann Dir nur raten Deinen Sohn auf jeden Fall aus dieser Klasse rauszunehmen!!
Wenn eine Lehrerin solche Aussagen tätigt, zeigt das Ihre Einstellung zu Hochbegabten allgemein, doch ganz deutlich!!
Du sagst auch, das es Deinem Kind ja nicht gut geht in der Klasse...
Ich kanns nur wiederholen :Gib in in eine andere Klasse!!!

Meine und die Erfahrungern meiner Tochter in der Grundschule ,waren sehr schlecht...
4Jahre Frust und Nörgelei... am Ende bekam Sie fast ne Fünf in Mathe (Österreich). Das hätte Wiederholen bedeutet...
Dazu haben die uns ernsthaft geraten!!
Gestörtere Lehrer hab ich nie wo sonst erlebt!!
Andauernde Runtermaachnörgelei...

Obwohl sie die Diagnose kannten.....
Da half alles intervenieren des Arztes und der Psychologin nix.
Wir haben die Hb erst in der 3. Klasse schriftlich gehabt...
In der vierten gings dan voll bergab...
Ich dachte na wegen einemhalben Jahr...
War ein großer Fehler!!
Lena war am Ende nur noch fertig...
Nun geht sie in die Hauptschule, weil kein Gymnasium mit nem 4rer in Mathe nemen würde...
Dort erlebt sie zum ersten mal das Wissen etwas wert ist und das lernen gute Noten bringt und das man sich gut fühlt wenn man gute Noten hat...
Inzwischenist sie in Englisch Klassenbeste in Deutsch sowiso...
In Mathe fehlt Ihr nur die Übung sagen die Lehrer...
Alle sind voll zufreiden mit Ihr!--- Und sie strahlt!! :-)

Einer Schulkarriere im Oberstufengymnasium scheint momentan nichts im Wege zu stehen!
Christy

von christy71 - am 14.01.2006 17:46
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.