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Forum Hochbegabung bei Kindern
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
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KSK, FelixMum, MarionPE, Nina, carola, Takahe, Tanja, Gast, doris, Kerba, Bine, Grit/USA

Deutschpflicht?

Startbeitrag von MarionPE am 26.01.2006 06:26

Hallo!

Was haltet ihr von der Deutschpflicht auf Schulhöfen? Darüber wird ja im Moment viel diskutiert.

Ich kann ja verstehen, warum das verlangt wird. Aber was wärte, wenn ihr nach Ägypten, Japan oder sonstwohin geschickt werdet? Wie würdet ihr dazu stehen, wenn ihr dann nicht deutsch mit euren Kindern sprechen dürftet, oder auch die Geschwister untereinander.

Grit: dürfen deine Kinder auf dem Schulhof untereinander deutsch sprechen? Wie redest du dort mit den Kindern?

Ich stehe dem Ganzen noch sehr unsicher gegenüber

Marion

Antworten:

Hallo MarionPE!
Ich frage mich gerade, wie die das kontrollieren wollen!? Wenn da eine Gruppe Ausländerkinder zusammen steht und sich einig ist, nicht deutsch zu sprechen, wer bekommt das mit? Will da jemand rumgehen und lauschen? Aber das fällt doch auf!
Ich kann mir nicht vorstellen, das man das durchsetzen kann. Noch dazu wo sowieso die meisten alle verstreut auf dem Schulhof stehen, in kleinen Grüppchen.
VLG Kerba

von Kerba - am 26.01.2006 07:04
Hallo,

im privaten Bereich darf natürlich nachwievor eine andere Sprache gesprochen werden.
Es geht einzig und allein um die _Schule_. Und hier finde ich es äußerst sinnvoll.
Ähnliche Ansätze gibt es doch auch im Fremdsprachenunterricht (Lehrer geben ihre Anweisungen auch möglichst in der Fremdsprache) oder auch in Firmen die mit englischsprachigen Firmen zusammenarbeiten (auch in der deutschen Firma spricht man untereinander englisch - zumindest an ein paar Tagen - um die Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern).


Viele Grüße,
Nina

von Nina - am 26.01.2006 07:45
Hallo,

ich halte davon auf dem Schulhof nichts, die Kritik wurde schon geäußert (Kontrolle etc.). Wenn ich im Ausland mit Deutschen zusammentreffe, benutzen wir selbstverständlich unsere Muttersprache, was denn sonst? Es sei denn, es sind eben andere Nicht-Deutsche dabei.

Diese Frage der Integration muss ganz anders und anderswo gelöst werden. Die fängt schon bei der Aufnahme der Kinder in der Schule an, wenn sie nur zugelassen werden, wenn sie die Verkehrssprache - und die ist nun einmal Deutsch in Deutschland - gut beherrschen. Die Kenntnisse müssen sie dann schon vor der Einschulung erwerben. Da sehe ich noch große Defizite. Denn wenn das Problem gelöst ist und sie ebensogut Deutsch wie ihre Muttersprache benutzen können, dann muss ´man auf dem Schulhof auch nichts verordnen.

Aber zu deiner Anmerkung
Zitat

auch in der deutschen Firma spricht man untereinander englisch
: Hierzu hat man z. B. in Entwickler- und Ingenieurkreisen schon festgestellt, dass dies den Innovationen schadet, wenn sich die Leute nicht in ihrer Muttersprache miteinander verständigen können. Kommunikation muss in bestimmten innovativen Bereichen in der Muttersprache stattfinden, denn es ist schon schwer genug, einen bayerischen Ingenieur mit einem norddeutschen Programmierer zusammenzubringen, aber wenn beide sich in englisch verzwirbeln müssen (per Denglisch-Dekret von oben), dann sinken langfristig auch die Aktienkurse dieses Unternehmens, weil dann nichts mehr Gescheites bei dieser Kommunikation herauskommt und die Technik bzw. Neuentwicklungen nicht mehr so gut werden wie sie sein könnten. Das hat man alles schon gemessen, viele Unternehmen gehen deshalb jetzt schon wieder davon ab und erlauben ihren Mitarbeitern wieder die Muttersprache im Konzern, und nicht das globale Englisch. Das nur als Beispiel für Konsequenzen in Unternehmen.

Viele Grüße

von FelixMum - am 26.01.2006 08:46
Hallo Felixmum,

Zitat

ich halte davon auf dem Schulhof nichts, die Kritik wurde schon geäußert (Kontrolle etc.). Wenn ich im Ausland mit Deutschen zusammentreffe, benutzen wir selbstverständlich unsere Muttersprache, was denn sonst? Es sei denn, es sind eben andere Nicht-Deutsche dabei.


das ist m. E. nicht vergleichbar.
Vermutlich lebst du als Erwachsener a) nicht in dem ausländischen Land, oder b) erlernst anderweitig die dort gesprochene Sprache.
In der Schule geht es aber darum, die deutsche Sprache zu beherrschen oder zumindest erlernen (was u.a. für einen späteren Job sehr wichtig ist). Denn das ist nunmal die Unterrichtssprache, und wie will man einem Unterricht folgen und mit deutschsprachigen Materialien arbeiten, wenn einem die Sprache nur wenig geläufig ist?
Zu Hause sprechen ausländische Personen häufig ihre Muttersprache, geben diese - oft ausschließlich diese - an ihre Kinder weiter. In der Schule sieht es, gerade in Großstädten, häufig nicht anders aus.
Wo wird den Kindern dann _ermöglicht_, Deutsch zu lernen?!



Zitat

Die fängt schon bei der Aufnahme der Kinder in der Schule an, wenn sie nur zugelassen werden, wenn sie die Verkehrssprache - und die ist nun einmal Deutsch in Deutschland - gut beherrschen. Die Kenntnisse müssen sie dann schon vor der Einschulung erwerben. Da sehe ich noch große Defizite.


Eine äußerst wichtige Sache!

Zitat

: Hierzu hat man z. B. in Entwickler- und Ingenieurkreisen schon festgestellt, dass dies den Innovationen schadet, wenn sich die Leute nicht in ihrer Muttersprache miteinander verständigen können.


Ich rede auch nicht von einem "Deutschverbot" in Firmen, sondern z.B. dass dort immer wieder ein "Englischtag" eingelegt wird, an dem auch die private Kommunikation (in Mittagspausen etc.) in der Fremdsprache (z.B. Englisch) stattfindet.
(ich kenne dies aus dem Unternehmen, in dem ich arbeite; und es hilft, flüssiger und selbstverständlicher in der Fremdsprache zu interagieren)

Viele Grüße,
Nina

von Nina - am 26.01.2006 09:26
Zitat

Auf dem Schulhof und im öffentlichen Leben finde ich schon, dass die Landessprache gesprochen wird - wer hier leben will, sollte auch hier die Sprache sprechen und sich integrieren lassen. Angebote dazu gibt es genug, oft ist es aber zu lästig, weil ja anstrengend eine neue Sprache zu erlernen, oder auch die Familienhäupter ( sprich Männer) stehen dageben... da könnte ja Frau anfangen selbstständig zu werden.


Nach knapp 2 jähriger Südafrika-Erfahrung finde ich nichts normaler als mit seinen Kindern die Muttersprache zu sprechen, das aht nichts zu tun damit, dass man sich nicht integrieren lassen möchte. Insbesondere bei Kosenamen oder beim Trösten, käme es mir völlig absurd vor, mein Kind z. B. "darling" zu nennen und Kritik kann man auch besser vertragen, wenns nicht alle sofort verstehen. Und wenn einem grade die Hutschnur hochgeht, ja dann ist die Fremdsprache sowieso zu gestelzt.

Außerdem lernen die Kinder die Fremdsprache ja viel schneller als wir Erwachsenen, da kann ich mir gut vorstellen, dass es dann vielleicht ja auch mal vorkommt, dass die türkischen, arabischen o. ä. Kinder die Mutter mitleidig ansehen und sagen: dein Deutsch ist voll peinlich.Nach einem halben Jahr wurde mein Englisch von meinen Kindern auch teilweise korrigiert und deutsch ist ja eine viel schwerere Sprache.

Integration hat etwas damit zu tun, dass man am sozialen Leben teilnimmt, vielleicht arbeitet, einkauft, Hobbies nachgeht, einen auch nicht-muttersprachlichen Freundeskreis pflegt. Dazu muss man natürlich die Landessprache lernen , aber deshalb muss man nicht seine Wurzeln aufgeben und nun deutscher als die Deutschen werden. Wichtig ist vor allem eine positive Grundeinstellung zum Gastland, seinen Bewohnern und seiner Sprache. Das bedeutet dass man sich nicht in eine selbstgewählte Isolation begibt.

Und glaubt mal nicht , dass wir Deutschen im Ausland uns völlig anpassen. Klar würden wir im Iran ein Kopftuch tragen, aber nur weil wir sonst Repressalien zu befürchten hätten und nicht aus Respekt vor dem Gastland. Auch würden viele von Euch Weihnachten am Heiligabend feiern und nicht wie in UK oder USA üblich erst am 1. Feiertag. Und klar feiert die deutsche Gemeinde in Südafrika oder in Mexiko oder wo auch immer ihr Oktoberfest mit Dirndl und Tirolerhut. Das finde ich auch gar nicht schlimm, es gibt im Ausland ja auch dänische Gemeinden , griechische, italienische, französische, polnische.....Und im Zeichen von zunehmender Globalisierung und Reisefreiheit und Reiselust wollen wir doch auch nicht einen kulturellen Einheitsbrei auf Basis des geringsten Nenners.

An der deutschen Schule an der unsere Kinder in Südafrika waren, sollte auf dem Schulhof deutsch gesprochen werden, zu unserem Glück wurde aber vor allem englisch gesprochen. Na ja so ist das mit der Kontrolle, man kann das gesprochene Wort ja nicht nachträglich ungeschehen machen oder womöglich mit Strafarbeiten belegen, dann wird ja nur noch geflüstert.

Viel wichtiger als solch ein Dekret ist für mich ein Pflichtkindergartenjahr aber mit qualifizierten Erzieherinnen, deren Ausbildung unbedingt verbessert werden muss und auch das Aufarbeiten sprachlicher Schwierigkeiten miteinbezieht. Gleichzeitig müssen an Schulen mit einem hohen Ausländeranteil, zusätzliche Lehrkräfte , kleinere Klassen und ein hoher Anteil an Sprachförderunterricht ( wird das eigentlich in der Lehrerausbildung berücksichtigt?)die Regel sein.


gruß

Carola

von carola - am 26.01.2006 12:06
Hallo,

ich stimme FelixMum absolut zu. Deutsch sollte den Kindern so früh wie möglich VOR der Schule vermittelt werden.

Welches Kind lernt dadurch Deutsch, dass es mit anderen Kindern, für die Deutsch ebenfalls Fremdsprache ist, Deutsch spricht??? Das einzige, wozu das mit absoluter Sicherheit führt, ist, dass sich die "Fehler", also Abweichungen vom muttersprachlichen Deutsch, verfestigen. Das Gleiche gilt m.E., wenn in deutschen Firmen Englisch gesprochen wird. Ja, schon, der Umgang mit der Sprache wird flüssiger. Aber ist es denn "korrektes" Englisch, das da gesprochen wird? Wer merkt denn die vielen kleinen Abweichungen in Wortbedeutungen und Satzbau, wenn alle auch Deutsch verstehen? Das hat für die Flüssigkeit Sinn, aber nicht fürs Lernen der Sprache .

Übrigens: Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass ausländische Kinder in die Schule gehen, um Deutsch zu lernen. Sie werden dorthin geschickt, um all das zu lernen, was deutschsprachige Kinder auch lernen sollen. Die SPRACHE sollen sie schon können -- das wird implizit von der Schule verlangt, und leider machen sich viel zu wenige Verantwortliche Gedanken darüber, was diese implizite Anforderung eigentlich für Konsequenzen hat.

Ich denke, Deutschpflicht auf dem Schulhof, d.h. in der Pause, nützt niemandem besonders viel; im besten Fall (aber auch nur dann) schadet es nicht. Um den betroffenen Kindern beim Deutschlernen zu helfen, müssen ganz andere Maßnahmen her. (Wie wäre es z.B. mit getrenntem Deutschunterricht? Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht für die Nicht-Muttersprachler? Gezielte Sprachförderung schon im Kindergarten? ...)

Liebe Grüße,
Doris

von doris - am 26.01.2006 12:14
Wir handhaben das so, dass die Kinder in der Schule möglichst deutsch sprechen sollen. Zum Einen haben sie die Übung oft bitter nötig, zum Anderen ist es für die anderen Kinder äußerst unangenehm, wenn sie sich ausgerichtet fühlen. Es war schon öfter der Fall, dass die Kinder in türkischen Gesprächen nur den eigenen Namen verstanden haben. Das finde ich einfach unfair. (siehe auch Beitrag von martina)

LG Sabine

von Bine - am 26.01.2006 15:07
Ich wuerde hier gerne mal zwei Dinge trennen Schule/ Arbeit und Pause der Kinder.
In der Schule sollte auf jeden Fall Deutsch gesprochen werden, es sei denn es ist Fremdsprachenunterricht. Sollte mal ein Tag, zB zum lernen ueber andere Kulturen ein Englisch/ Arabisch oder was auch immer Tag eingelegt werden, auch kein Problem mal zu versuchen sich nur in der Sprache zu unterhalten. Aber generell soll in der Schule die Landessprache vermittelt werden.
Aber nun zu Punkt zwei, die Pause. Sinn der Pause ist Erholung, weil unsere Kinder ja eigentlich in der Schule hart arbeiten. Gerade fuer Auslaender bedeuten die 45 min viel Stoff und Anstrengung, einfach nur durchs Zuhoeren. Meiner Meinung sollte jeder (bitte mit Respekt fuereinander) sprechen duerfen wie es am entspannensten ist, also meist Muttersprache.
Meine beiden Kinder sprechen zum Glueck fliessend Englisch. Wenn sich beide aber auf dem Schulhof treffen, reden sie Deutsch, na und? Sobald sie andere Kinder einbeziehen, geht das Gespraech auf Englisch weiter.
Ein anderes Beispiel. Ich unterrichte als Aushilfslehrer. Wenn ich dann laenger arbeite (hoehere Klassenstufen), kommt eins meiner Kinder oft zu mir in den Klassenraum. Ich spreche mit meinem Kind deutsch, vor meiner Klasse. Sobald ich aber zur Klasse rede, gehts auf Englisch weiter. Keiner nimmt Schaden, im Gegenteil, global awarness wird geschult.
Ein letzter Gedanke. Ich finde es gar nicht schlecht, wenn allen Kindern in der PAUSE erlaubt wird zu sprechen wie sie wollen, weil es auch ein Zeichen von Selbstsicherheit und Zugehoerigkeitsgefuehl ist. Das Kind versteckt seine Sprache nicht, sonder nutzt seine Kultur. Wie gesagt, das zaehlt fuer die Pause.
Ich bin trotzdem der Meinung, dass bestimmte Regeln des Landes zu zaehlen haben. Ich bin fuer Deutsche Sprache and Deutschen Schulen (das ist nunmal unsere Sprache, richtig?). Ich bin auch fuer Sprachtest fuer Einbuergerungen (hat die USA schon lange und meine Kinder haben auch permanent Sprachtests in der Schule, obwohl sie seit beginn als "fliessend" eingstuft sind und besser Lesen und Schreiben als manch Ami). Aber das zaehlt halt alles nur fuer die "Arbeitswelt", nicht fuer die Freizeit, welches auch als PAUSE bezeichnet wird.
So, das wurde doch recht lang.
LG Grit/USA

von Grit/USA - am 26.01.2006 16:50
Hi,

so sehr ich dafür bin, dass auch der kulturelle Hintergrund, den die Kinder mitbringen, anerkannt und respektiert wird, so überzeugend finde ich trotzdem diese Maßnahme an Schulen - außerhalb des Muttersprachlichen Unterrichts, und, ja, auch in den Pausen, in der Ganztagsbetreung, beim Klassenausflug usw.

Erstens: holen die Kinder, bei denen zuhause nicht deutsch gesprochen wird, ihren Rückstand nur dann auf, wenn sie auch in Alltagssituationen sprechen müssen. Unterricht kann das nicht ersetzen.

Zweitens kann eine Klassengemeinschaft über die Grenzen hinweg nur zustande kommen, wenn man auch auf dem Schulhof miteinander spricht. Voraussetzung dafür ist eine gemeinsame Sprache.

Ich kenne eine Sonderschullehrerin, in deren Klasse ca. Drittel der SchülerInnen keinerlei Lernbehinderung haben - außer, dass sie Roma oder Albaner sind und nur unterereinander und nur in ihrer Sprache sprechen. Sie haben so keine Chance, je aus der Ausgrenzung herauszukommen.

Ich denke aber auch, dass es wichtig ist, WIE eine solche Regel vermittelt wird. Sagt man den Kindern oder ihren Eltern "hier ist es verboten, Russisch oder Kurdisch oder Romanes zu sprechen", dann müssen sie sich zu Recht diskriminiert fühlen. Erklärt man ihnen, worum es geht, dann werden die meisten sicher schnell einsehen, dass dahinter Sinn steckt - und eben kein Rassismus.

Als Ergänzung (und deutliches Zeichen des Respekts) könnte ich mir vorstellen, dass es auch Sprach-AGs gibt, in denen die deutschen SchülerInnen eine der Sprachen ihrer Klassenkameradinnen zumindest in Grundzügen lernen können. Ich würde immer noch gerne türkisch oder arabisch lernen...

Martina schrieb: "Das ist vielleicht auch der Punkt, wo ich durchaus nicht mehr nachvollziehen kann, wenn ich eine türkische Frau in der Praxis sehe, die einen Übersetzer mitbringt, und sie selber ist schon seit Jahrzehnten hier... und bleibt auch hier."

Nun hat sie womöglich nie jemand gefragt, ob sie hier sein will und sie hat sicher keinen Kontakt zu deutschsprachigen Menschen - außer eben in "offiziellen" Situationen. Ich habe mal in so einer Familie Nachhilfe gegeben, ich glaube, die Mutter hat das Haus nie verlassen, jedenfalls nicht alleine. "Nachvollziehen", im Sinne von "ja, so kann man halt auch leben", kann ich das auch nicht, aber ich würde den Frauen daraus niemals Vorwürfe machen. Unsere Großmütter haben ja teils noch ähnlich gelebt und waren ebenso ungebildet.

Und zu Zeiten unserer Eltern bekam man Schläge, wenn man in der Schule Bayrisch oder Plattdeutsch gesprochen hat. Das wollen wir doch bitte nicht wieder haben... :eek:

Lieben Gruß

Takahe

von Takahe - am 26.01.2006 16:55
Hallo,

Zitat

Die Kenntnisse müssen sie dann schon vor der Einschulung erwerben.


Die Frage ist bloß: Wie?

Bei uns sind die türkischen Kinder sehr stark vertreten (mittlerweile kommen auf 4 Geburten 3 türkische). Im KiGa sprechen die Kinder fast nur türkisch, die Erzieherinnen haben fast keine Chance, sie dazu zu bewegen, deutsch zu sprechen (die Kinder können es ja auch nicht - zu Hause wird es nicht gesprochen. Oft auch deshalb, weil die Eltern selbst manchmal fast kein Wort Deutsch können).

Die paar Deutschstunden, die diese Kinder jetzt im KiGa bekommen, bringen nicht das, was allgemein erwartet bzw. auch verlangt wird. Außerdem werden nur die Kinder unterrichtet, die auch einen KiGa besuchen...

Meine Tochter war in der Grundschule bei zwei türkischen Mädchen regelmäßig zum Geburtstag (als einzige Deutsche) eingeladen. Letztes Jahr wollte sie nicht mehr dort hin, da alle Geburtstagsgäste sich fast ausschließlich auf türkisch unterhalten haben. Immer wieder musste sie das Geburtstagskind bitten, zu übersetzen. Für die anderen Kinder war es einfach zu mühsam, Deutsch zu sprechen.

VG



von KSK - am 26.01.2006 17:30
Hallo,

Zitat

Integration hat etwas damit zu tun, dass man am sozialen Leben teilnimmt, vielleicht arbeitet, einkauft, Hobbies nachgeht, einen auch nicht-muttersprachlichen Freundeskreis pflegt. Dazu muss man natürlich die Landessprache lernen , aber deshalb muss man nicht seine Wurzeln aufgeben und nun deutscher als die Deutschen werden. Wichtig ist vor allem eine positive Grundeinstellung zum Gastland, seinen Bewohnern und seiner Sprache. Das bedeutet dass man sich nicht in eine selbstgewählte Isolation begibt.


Genau DAS ist es! Leider gibt es, wie bei uns hier, große kulturelle Unterschiede, die eine Integration fast unmöglich machen.

VG



von KSK - am 26.01.2006 17:36
Hallo,

Zitat

Das ist vielleicht auch der Punkt, wo ich durchaus nicht mehr nachvollziehen kann, wenn ich eine türkische Frau in der Praxis sehe, die einen Übersetzer mitbringt, und sie selber ist schon seit Jahrzehnten hier... und bleibt auch hier.
Aber das ist vielleicht auch ein Problem der inneren und äußeren Einstellung. Vielleicht DARF sie ja gar nicht, wie sie will.


Ja, so ist es (leider) oft. Die Frauen kommen oft aus Ostanatolien, sitzen nur zu Hause und gehen noch nicht mal zum Einkaufen weiter als 100 m von ihrer Wohnung weg, da die Händler entweder in der selben Straße ihr Geschäft haben oder 2 x in der Woche mit ihrem Lieferwagen vor der Tür stehen.

VG



von KSK - am 26.01.2006 17:40
Hallo martina,

natürlich soll man die Landessprache lernen, unsere Kinder sprachen dort englisch, afrikaans und haben auch zulu gelernt. Selbst ich habe mir ein paar Brocken zulu angeeignet.

Aber gerade die Mehrsprachigkeit ist doch im allgemeinen von Vorteil, also warum sollte ich mich mit meinen Kindern nur in einer Sprache unterhalten, die wir am Anfang beide nicht richtig können. Und warum sollten wir die Sprache, die wir beide beherrschen, nicht mehr sprechen? Diese Sprache verliert sich sowieso ein bisschen im fremden Land. Wenn man länger dort ist, gewöhnt man sich sogar irgend so ein Mischmasch an. Bei uns war es so, dass unsere Kinder schon mal fragten: Oh, tun sie? Eine deutschstämmige Bekannte sagte sogar einmal: ich bin geworried. Durch die englischsprachige Umgebung, die Bücher, nicht zu vergessen das Fernsehen lernten die Kinder die Sprache relativ schnell und dachten innerhalb kürzester Zeit in der fremden Sprache. Da litt sogar das Deutsche ein bisschen durch Rückübersetzung und ich war für deutsche Bücher oder Zeitschriften immer dankbar. Man ist schon ein bisschen im Zwiespalt, man möchte das eine gewinnen, ohne das andere zu verlieren.

Bei den ganzen Umwelteinflüssen, denen man so ausgesetzt ist, muss ich mich allerdings schon wirklich wundern, wenn man nach Jahrzehnten Deutschlandaufenthalt noch immer einen Übersetzer (oder vielleicht doch einen Aufpasser oder zeugen für angemessenes verhalten?) braucht.

Und wenn man nun so ins Ausland geht, kann man ja auch nicht erwarten, dass die ganze Sippe mitzieht. Da möchte man ja nun nicht, dass der Kontakt zu z.B. den Großeltern mangels Sprachkenntnisse abreisst.

Wenn eine englische Mutter mit ihrem zweisprachig erzogenen Kind englisch redet, finden das alle toll, wenn eine türkische Mutter mit ihrem "zweisprachigen" Kind türkisch redet, halten das viele für mangelnde Integrationsfähigkeit. Ich denke, wir sollten hier fairer sein.

LG

Carola

von carola - am 26.01.2006 17:41

Re: Diskussionsforum in der ZEIT

Hallo,

wer sich mit ZEIT-Lesern ganz akademisch darüber austauschen möchte, dasselbe Thema wird hier diskutiert:

[apollo.zeit.de]

Viele Grüße

von FelixMum - am 26.01.2006 18:56
Carola, du sprichst mir aus dem Herzen. Wie sollen Eltern, die selbst Schwierigkeiten mit einer Sprache haben, die ihren Kindern vermitteln??? Welche Wiegenlieder sollen sie ihm singen, wenn sie doch nur die eigenen kennen?

Das funktioniert so nicht und inzwischen empfehlen WissenschaftlerInnen Eltern, mit den Kindern auf jeden Fall in der eigenen Muttersprache zu sprechen und die Sprache des Landes, in dem man lebt, von jemand unterrichten zu lassen, der sie beherrscht!. Warum ist die Situation gerade bei den Kindern aus dem Kosovo so schlimm? Weil sie keinen gesicherten Aufenthaltsstatus haben, immer nur für drei Monate "geduldet" werden (selbst wenn sie hier geboren sind,) und keinerlei Anspruch auf irgendwelche Fördermaßnahmen haben, denn sie sollen ja gerade nicht integriert werden. Die Eltern natürlich auch nicht und von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz finanzierst du keinen Sprachkurs an der VHS, Kindergarten kommt auch nicht in Frage... Wo sollen es die Kinder denn her haben?

Ich verstehe übrigens gut, wenn türkische Frauen der ersten Generation gerade im Bereich Körper einen Übersetzer brauchen. Das ist nun mal ein Thema, über das "frau" nicht öffentlich redet, schon garnicht mit fremden Leuten. Da bleibt der aktive Wortschatz klein, selbst wenn man im normalen Alltag einigermaßen auf Deutsch zurecht kommt. Mein Englisch gilt allgemein als fließend, aber zum Arzt nehme ich im Ausland immer zumindest ein Lexikon mit, lieber noch einen native speaker.

Seid nicht so hart zu den Frauen, ihr Leben ist schon hart ohne Ende...

Takahe

von Takahe - am 26.01.2006 21:24
Hallo,

interessanter Artikel heute hier:

"Man spricht deutsch"
[www.welt.de]

Zur in einigen Bundesländern schon eingeführten Sprachstandserhebung muss man nur hinzufügen, dass es ja gut und schön ist, wenn Migrantenkinder mit einem bestimmten Wortschatz in die Schule kommen, den sie im KiGa gelernt haben. ABER: Wenn sie dann in der Schule nur noch stundenweise Förderunterricht bekommen, im Regelunterricht stillsitzen und sich oft gar nicht aktiv beteiligen, also in den ersten Schuljahren immer weniger sprechen bzw. angesprochen werden und den Rest des Tages nur wieder ihre Muttersprache benutzen, dann sehe ich enorme Probleme.

Zitat "..."Da sollte man die Eltern gleich mitnehmen", meint Michael Schulten - was in Berlin seit einiger Zeit mit sehr erfolgreichen "Mütterkursen" erreicht wird. Mütter von Migrantenkindern können, während die Kinder in der Schule sind, gemeinsam Deutsch lernen. Bisher ist allerdings nur sehr wenig Geld für diese Maßnahme übrig: in Kreuzberg gerade einmal eine Stelle. ..." (na, super!)

Man SOLLTE nicht nur die Eltern "gleich mitnehmen" - spätestens hier MUSS man: Denn die Überzahl von ihnen ist nach Jahrzehnten noch nicht integriert, das sind die Eltern bzw. die Jugendlichen genau dieser "verlorenen und staatlich alimentierten Generation", von der im Artikel die Rede ist. Also würde ich spätestens bei Einschulung von Migrantenkindern verpflichtende Integrations- und Deutschkurse für die Eltern fordern, wenn sie eine Teilnahme daran in den letzten Jahren nicht nachweisen können oder nach einem persönlichen Gespräch mit den Eltern klar wird, dass sie die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen. Das ist nämlich dann nur konsequent - denn genau dann erst können wenigstens die Mütter diese Kinder deren Hausaufgaben überhaupt kontrollieren oder beaufsichtigen. Können sie das nicht, weil sie die Aufgaben sprachlich nicht verstehen, können sie ihren Kindern nicht helfen und sind insofern auch kein Vorbild für ihre Kinder in Sachen Integration und Bildung. Dann wächst nur wieder die nächste alimentierte Generation von Niedrig-Tagelöhnern heran, die keine Chance hat.

Gruß

von Gast - am 30.01.2006 15:04

Integration ist eine Frage der Einstellung

Will man oder will man nicht?
Das können leider nicht die (kleinen) Kinder entscheiden, das entscheiden die Eltern mit ihrer generellen Einstellung zur "neuen Heimat" -oder nicht.
Wir hatten damals das Kind einer indischen Familie im Kindergarten. Mama und Papa begannen gerade mit dem Deutschlernen, der Mini konnte noch nichts. Nach einer Woche waren alle Kigakinder stolz wie Oscar weil Mini die elementaren Kiga-Überlebenswörter ;) " spielen-malen-basteln-hunger-durst-klo-danke-bitte,usw" durch gemeinsamen "Unterricht" mit den neuen Freunden gelernt hatte und auch richtig anwenden konnte. Nach einem Jahr sprach der Mini fließend Deutsch und Mama und Papa platzten fast vor Stolz weil ihnen das Erlernen der deutschen Sprache trotz allen Bemühens sichtlich schwerer fiel.
Es wäre vielleicht noch wichtig zu erwähnen: als der Mini in den Kiga kam gab es eine Projektwoche zum Thema Indien. Das fanden alle Kinder ungeheuer spannend und die Kultur und das Heimatland des Kindes wurde wertgeschätzt ohne ihm zwangsweise die neue Nationalität und Sprache "überzustülpen".

Wir hatten unter 80 Kigakindern "nur"ca 8 bis 10 türkische Kinder und Dank einer türkischen Auszubildenden erlernten diese Kinder innerhalb der Kigajahre fließend Deutsch. Diese Auszubildende hatte die Kinder täglich "unterrichtet", ganz unauffällig und nebenbei während des Spielens und es klappte hervorragend.
Die russischen Kinder hatten alle schon leichte Deutschkenntnisse, die farbigen auch und diese sprachen mit französischem Akzent. Dann gab es noch Solisten aus diversen anderen Ländern aber das war alles irgendwie kein Problem weil es keine nationalen Großgruppen gab sondern die Kinder auf verschiedene Kigagruppen verteilt wurden und sie durch das gemeinsame Spielen mit Kindern anderer Sprachen eine gemeinsame Sprache finden mussten damit sich alle verstehen können.

Wir haben eine gute Auswahl an Kigas in der Umgebung und die Eltern mit Migrationshintergrund entschieden sich durchaus bewusst für unseren Kiga und nicht für die Kindergärten mit besonders hohem Ausländeranteil um "unter Ihresgleichen" zu sein. Sie WOLLTEN eine bunte Mischung und dadurch sah es bei uns aus wie bei den Peanuts. Das war wirklich Multikulti.
Diese Eltern WOLLTEN für ihre Kinder die besten Deutschkenntnisse und einen bestmöglichen Schulstart. Viele dieser Kinder besuchen mittlerweile das Gymnasium, das übrigens ganz in der Nähe des Kigas liegt :).

Noch ein Beispiel: Zu Grundschulzeiten kam eine Mädchen in die zweite Klasse, direkt aus Syrien, fast ohne Deutschkenntnisse. In der 4. Klasse bekam sie eine Empfehlung zum Gymnasium. Die Familie hat 4 Kinder und alle lernten innerhalb von wenigen Jahren so gut Deutsch, dass mittlerweile alle 4 Kinder zum Gymnasium gehen.

Es gibt so wenig ausländische Kindern an Gymnasien, so viele an Hauptschulen die sie auch noch ohne Abschluss verlassen. Ich mag das einfach nicht akzeptieren, das kann nicht an der Intelligenz liegen. Bei 2% Hochbegabten kann es statistisch auch nur 2 % Unterbegabte geben und es müsste für die große Masse IMMER möglich sein, eine anständige Schulausbildung mit anständigen Grundlagen zu erwerben. Es KANN aber auch nicht immer an den Lehrern liegen! Wo liegt das Problem?
Und:
Welche Rolle spielt die Einstellung der Eltern dabei?

von Tanja - am 31.01.2006 08:31

Re: Integration ist eine Frage der Einstellung

Hallo Tanja!

Gerade erst habe ich gelesen, dass viele ausländische Eltern den Begriff "Hauptschule" so verstehen, dass das die hauptsächlich besuchte Schule ist (so war es zu unserer Kindheit ja auch noch).

Ach ja, unterbegabte als Gegensatz zu Hochbegabten sind die, die zur Schule für Lernhilfe gehen, nicht die Hauptschüler. Aber im Prinzip sollte der Durchschnitt heute eher in der Realschule liegen.

Wenn ich mir meinen Sohn ansehe: Ihm ist alles andere wichtiger als Schule. Wenn ich nicht hinter ihm her wäre, würde er auch nur die Hauptschulempfehlung bekommen.Es gibt bei uns öfters Auseinandersetzungen deshalb. Und das schaffen nicht alle Eltern.

Das Problem liegt meiner Meinung nach nicht im dreigliedrigen Schulsystem, sondern in der Bereitschaft der Eltern. In der Klasse meines Sohnes gibt es viele Jungen mit Rechtschreibproblemen. Vor den Weihnachtsferien habe ich einen Eltern-Schülernachmittag germacht und die Arbeit mit der rechtschreibkartei vorgestellt. Viele Eltern fanden das System gut, die Kinder mögen es, weil es überschaubar ist. Aber eine Mutter hatte nach den Ferien noch nicht damit begonnen. "Ach nein, wir hatten das Rechtschreibübungsheft verloren ich bestelle das morgen mal nach...." Das Kind hat so massive Probleme, dass ich alles tun würde um ihm zu helfen. Aber: Wenn man selber mit dem Kind übt, dann werden die Kosten für eine Therapie nicht mehr übernommen. Also muss das Kind erst ganz unten sein. Ich weiß jetzt schon, dass der Junge in der Hauptschule landen wird.

Mir tun dann die Kinder leid.

Marion

von MarionPE - am 31.01.2006 09:40

Re: Integration ist eine Frage der Einstellung

Hallo,

zu Marions Anmerkung zum Begriff "Hauptschule" passt auch noch das Pendant "Sonderschule", von dem ich selbst schon gehört habe, dass ausländische Eltern diese für eine besondere Auszeichnung halten. So viel zur Aufklärung hinsichtlich der Inhalte und Ziele von Schulformen. ;-)

@Tanja: Auch bei Ausländern macht die Staatsangehörigkeit, der kulturelle Hintergrund und die grundsätzliche Einstellung zu Bildung sowie die Gründe für den Aufenthalt in Deutschland in der Tat einen großen Unterschied. Es ist soziologisch und statistisch belegbar und keineswegs rassistisch, wenn ich anmerke, dass es inzwischen mehr erfolgreiche spanische oder griechische Abiturienten als deutsche in Deutschland gibt (von z. B. Asiaten überhaupt nicht zu reden, die sämtliche bekannten Begabtenstipendien abgreifen) und dass genau die Gruppe der Türken, die sich bei uns aufhält und deren "durchschnittliche" Herkunft die ostanatolische ist, die meisten Integrationsprobleme schafft. Auch das ist kein Klischee, das ist die Realität. Migranten sind nicht gleich Migranten, aber die größten Probleme machen hier tatsächlich diejenigen türkischer Herkunft, die auch anteilsmäßig die größte Gruppe ausmachen.

Interessante Informationen dazu liefert auch dieser Link: [www.isoplan.de] sowie zum Beispiel auch [www.statistik.baden-wuerttemberg.de]

Ich habe zu diesem Thema Integration kürzlich einen interessanten TV-Bericht über muslimische Migrantinnen in der Schweiz gesehen, die mit ihren Mitbürgern überhaupt kein Problem hat: Kein Wunder, denn ausnahmslos waren alle hoch gebildet, aus akademischen Elternhäusern, Diplomatenkinder oder von Hochschulprofessoren. Diese Leute kannten weder die Abschottung in einer Parallelgesellschaft noch dachten sie überhaupt daran, kein Schwyzerdütsch zu lernen (was wirklich lustig aussieht bzw. klingt, so wie wenn ein Schwarzer oder Chinese eben breites Bayerisch redet). Aber sie selbst fanden das selbstverständlich - und ihre Umwelt auch. Genauso wie es umgekehrt alle selbstverständlich fanden, ihre Kultur trotzdem zu pflegen. Es war so erstaunlich. Wir in Deutschland kennen solche Exemplare überhaupt nicht, wir verbinden das Kopftuch inzwischen notwendigerweise und vielleicht klischeehaft mit Ehrenmord und Zwangsverheiratung. Aber dort, wo diese Verhaltensweisen Tradition haben und wo man noch wie im tiefsten Mittelalter lebt, kommen eben UNSERE türkischen Einwanderer leider überwiegend her, aus dem Hinterland von Ankara und aus den Gebirgstälern dahinter. Doch nicht zuletzt hat die Schweiz eines der strengsten Zuwanderungsgesetze überhaupt. Dafür haben sie aber auch keine Probleme mit Integration. Im Gegenteil, dort bringen die Zuwanderer dann auch eine echte kulturelle Bereicherung mit sich - und die entsprechende Bildung.

Man muss eben politisch wissen, was man für ein Land will und was man braucht. Deutschland weiß es offenbar immer noch nicht.

Viele Grüße

von FelixMum - am 31.01.2006 16:19
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