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Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
13
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Sabine, Sunny, Römerin, KSK, mariastuart, Kathrin, gugol

HAWIK III

Startbeitrag von Sabine am 17.02.2006 20:52

Hallo,

ich bin neu hier und habe eine Frage betreffs des HAWIK III Tests.

Meine beiden größeren Kinder (10 und 8) haben Schulprobleme, teils weil sie zu langsam arbeiten, teils weil die Motivation fehlt.
Ein Psychologe hat sie nun dem HAWIK III Test unterzogen.
Die Auswertung habe ich heute bekommen, IQ´s von 130 und 118, aber die Werte
für Unablenkbarkeit und Arbeitsgeschwindigkeit im Bereich von 70(!). Daraus schloss der Psychologe auf ADS.
Beim Lesen des Tests ist mir aufgefallen, daß für die beiden schlechten Werte jeweils nur ein Test der zwei, die einfließen könnenm gemacht wurden, das heißt für Unablenkbarkeit wurde nur "Rechnerisches Denken", nicht aber "Zahlennachsprechen" durchgeführt, und entsprechend für Arbeitsgeschwindigkeit nicht "Symbolsuche". Wenn aber nur die Punktzahl eines Tests eingeht, kann doch das Ergebnis nicht stimmen und ist logischerweise so niedrig - oder ????

Ich wäre froh, jemand der sich auskennt, könnte mir eine Antwort geben, das Wochenende wird sonst seeehhr lang vor Sorgen.

Liebe Grüße und vielen Dank
Sabine

Antworten:

Hallo,
ich habe öfter mal gehört, dass beim HAWIK nicht alle Untertests gemacht werden müssen, insbesondere der Labyrinth-Test. Bei unserem Testergebnis Blatt sind Labyrinth (wurde bei uns nicht gemacht), Symbolsuche und Zahlennachsprechen in Klammern gesetzt. Dem entnehme ich (ist aber nur meine persönliche Interpretation), dass diese vielleicht nicht hätten gemacht werden müssen.
Was allerdings das Ergebnis angeht, wird aus den entsprechenden Untertest ein Durchschnittsergebnis errechnet, so dass Euer Ergebnis zwar etwas besser, aber theoretisch auch schlechter ausfallen könnte. Bei uns war z.B. Rechnerisches Denken viel besser als Zahlennachsprechen, so dass theoretisch ohne ZN das Ergebnis besser gewesen wäre.
Aber was wirklich gemacht werden muss, weiß ich leider nicht.

Viele Grüße, Sunny

von Sunny - am 18.02.2006 09:14
äh... also glaube ich zumindest :confused:

von Sunny - am 18.02.2006 09:38
Guck mal hier:

[www.testzentrale.ch]

Da ist die Auswertung sehr gut beschrieben, auch was es mit den nicht zu wertenden Untertests auf sich hat.

LG Kathrin

von Kathrin - am 18.02.2006 09:56
Hi,

vielen Dank für Deine Antwort. Daß die Prozentränge aus den Durchschnittswerten errechnet werden, würde ich eben auch vermuten. Wenn aber nun ein Test nicht gemacht wurde, d.h. in den Durchschnittswert das Ergebnis 0 einfließt, kann doch etwas nicht stimmen. Und dies bei beiden Kindern?
Daß das Gesamtergebnis, wenn der Test gemacht worden wäre niedriger ausgefallen wäre als der Prozentrang des Einzeltests der gemacht wurde, ist klar.
Aber das, was mir jetzt als Ergebnis vorliegt sagt soviel wie: Sie haben ziemlich intelligente Kinder, die aber wegen ihrer Langsamkeit, die Punkte in den Einzeltests eigentlich gar nicht erreicht haben können. :confused:

Ich schätze, ich werde bis Montag warten müssen, bis ich den Psychologen erreiche.

Liebe Grüße
Sabine :confused:

von Sabine - am 18.02.2006 10:16
Hallo Sabine,
bin selber nur "Mutter" - aber trotzdem hier ein Versuch der Erklärung:

Ich denke, dass Du einmal IQ-Werte und einmal Prozentränge vergleichst. IQ 130 bzw. 118 und Prozentrang 70.

Dazu aus einem anderen Forum (das ist alles nur geklaut ;-), hoffe der Autor verklagt mich nicht:
#Wissenschafts-Modus an:

Die T-Skala basiert auf der Standard-Normalverteilung (die Gauß´sche Glockenklurve). Sie hat den Mittelwert 50 und eine Streuung von 10. Das bedeutet, dass 50% der Menschen in einem Bereich zwischen T43 und T57 liegen. 25% erreichen T57 und höher, 25% bleiben bei T43 oder niedriger. Statistische Hochbegabung liegt bei T70 und höher vor.

Mit folgender Formel kann man T-Werte in IQ-Werte übertragen:
IQ = 100 + (T-50)/10 *15

#Wissenschafts-Modus aus:


Ganz laienhaft nun von mir zum zweiten Punkt



Zitat

Wenn aber nur die Punktzahl eines Tests eingeht, kann doch das Ergebnis nicht stimmen und ist logischerweise so niedrig - oder ????

Ich gehe mal davon aus, dass die Anzahl der Punkte - wie in jedem Bereich üblich - durch die Anzahl der eingeflossenen Wertungen geteilt wird. Das dürfte eine Mindestanforderung an eine Auswertung sein......
Meine, wenn beide Tests gemacht werden, in einem 70 im anderen 74 Punkte erreicht wurden, ergäbe dies einen Wert von 72. Da wird wohl nichts angebrannt sein.

Gruss,
Heike

von mariastuart - am 18.02.2006 11:01
Hallo,

vielen Dank für die Gedanken, die Du Dir für mich machst.
Mein Problem ist, daß eben nicht beide Tests gemacht wurden und ich nicht weiß, warum.
Wenn ich alles richtig verstanden habe, werden anhand der Rohwerte, die tatsächlich bei einem Test erreicht wurden entsprechend gewisser Faktoren Wertepunkte für die einzelnen Index-Werte gegeben. Diese Wertepunkte werden dann addiert und daraus der IQ-Wert bzw. der Prozentwert bestimmt.
Wenn also nur ein Test gemacht wurde, dieser z.B. 15 Wertepunkte ergibt, und der zweite Test nicht gemacht wurde, also 0 Wertepunkte dazuaddiert wurden, kommt ein ganz anderer IQ / %-Rang heraus, als wenn statt der 0 eine x-beliebige Zahl dazuaddiert worden wäre. Das ist es, was bei diesen Index-Werten zu denken gibt.

Es geht bei uns ja darum, ob die Kinder ein ADS haben, oder nicht. Verglichen mit den IQ Werten fallen diese Indexwerte also extremst heraus. Das würde natürlich unsere Probleme erklären, aber bevor ich aufgrund von 2 Indexwerten Medikamente gebe, muß ich sicher sein, daß hier alles richtig gelaufen ist.
Wenn mir der Psychologe das ADS aus den anderen (überdurchschnittlichen) Werten ableiten könnte, wäre mir wohler, aber diese Aussage, "uups, bei beiden Kindern diese Werte so schlecht, das ist ja witzig - ein ADS" war mir zu lachs formuliert und ich bin stutzig geworden.

Liebe Grüße
Sabine

von Sabine - am 18.02.2006 11:40
Hallo kokolores65

ZU den T-Werten: diese Erklärung gehört meiner Meinung nach nicht zum HAWIK III.

Hallo Sabine

Zahlennachsprechen, Symbolsuche und Labyrinth werden für Verbalteil und Handlungsteil nicht mitgerechnet. Diese Tests sind freiwillig und können allenfalls andere Untertests ersetzen. Wenn der Tester nicht völlig unfähig ist, kannst du dem Ergebnis schon vertrauen, denn wenn ein ähnlich hoher Wert noch dazu käme, wären deine Kinder bei der Arbeitsgeschwindigkeit ziemliche Überflieger, was du jedoch so nicht schilderst. Wenn dir die ADS-Diagnose aber zu schnell gefällt wurde, würde ich schon noch mal genauer nachfragen.

Gruss gugol

von gugol - am 18.02.2006 12:00
Hi,

In den Bereichen HandlungsIQ und Verbal-IQ dürfen die genannten Tests natürlich nicht dazugerechnet werden, ohne, daß ein anderer Teil weggelassen wird.
Das habe ich schon verstanden.
Es geht nur um die Indices für Arbeitsgeschwindigkeit und Unablenkbarkeit, die bei uns aus irgendwelchen Gründen eben nicht aus 2 Testergebnissen, sondern nur aus einem berechnet wurden. (das Auswertungsdiagramm rechts unten auf dem Auswertungsblatt).
Aber um die Probleme, die wir haben, auf dem Diagramm abzubilden kann man doch nicht einfach einen Test nicht machen und einbeziehen :confused:

Ich kann mir nur vorstellen, daß die Diagnose, daß die Kinder ein ADS haben, vielleicht auf die starken Abweichungen zwischen den Einzeltests zurückzuführen sind, da schwanken die Ergebnisse sehr stark, aber dennoch kommt der hohe Schnitt zustande.

Ich werde Montag mal nachfragen und bescheidgeben, es vielleicht für Euch auch ganz interessant, wie unsere ADS-Diagnose zustande kam.

Liebe Grüße
Sabine :confused:

von Sabine - am 18.02.2006 12:18
Hallo Sabine,

ich habe dich so verstanden, dass deine Kinder beim Test 10 Untertests (als Beispiel) gemacht haben,, dabei 11 hätten machen können und die Einzelergebnisse durch 11 geteilt worden sind, wodurch ein falsches Ergebnis zustande kommt. War das soweit richtig?

Ich denke, der Psychologe müsste dir erklären, dass er die Einzelergebnisse auch nur durch 10 geteilt hat. Wobei der Psychologe, bei dem ich war, mir gesagt hat, dass es eben nicht so ist, dass alles zusammengerechnet und durch die Anzahl der Untertests geteilt wird. So einfach ist das nicht. Er hat erklärt, dass auch die Beobachtungen des Verhaltens und evtl. Erklärungen von den Kindern während des Tests miteinfließen.

Also, Kopf hoch und abwarten. Und berichten!

Lieben Gruß

Römerin

von Römerin - am 18.02.2006 19:39
Hallo,

vielleicht helfen dir diese Beiträge weiter:


[forum.mysnip.de]
[forum.mysnip.de]



VG

von KSK - am 18.02.2006 19:56
Hallo,

nein nein,

die Ergebnisse im Verbalteil und im Handlungsteil sind ja super und es geht mir ja auch nicht darum, eine Hochbegabung zu finden, sondern an den Tests irgendwie abzulesen, warum die Kinder langsam und besonders der Große so demotiviert ist. Der Arzt sage mir, es läge an den schlechten Werten dieses Index für Unablenkbarkeit und Arbeitsgeschwindigkeit. Und diese sind so schlecht, weil rein rechnerisch eben nur ein Testteil gewertet wurde, der zweite gar nicht gemacht wurde. Wenn - nun mal extrem gesprochen - der Tester damit meint, den anderen Testteil nicht machen zu müssen weil das Ergebnis so schon eindeutig schlecht ist, ist das auch eine Aussage, aber sowas habe ich halt noch nie gehört.

Also allen lieben Dank für die Denkansstöße und Links
Ich bohre am Montag nach und dann wird sich das klären.

Liebe Grüße
Sabine

von Sabine - am 18.02.2006 21:27
Hallo,

ich wollte nun der Vollständigkeit halber mal posten, wie es bei uns weiterging.

Heute endlich hat mich der Psychologe zurückgerufen und mir bestätigt, daß die Werte wie oben beschrieben tatsächlich nicht so stimmen und daß er "nachtesten" will. Nun bin ich mal gespannt, wie er das machen möchte.
Es gibt wohl eine Software, die besonders Konzentrations und Ablenkbarkeitsprobleme erkennt. Diese hat er sich bestellt.
Ich bin dann mal gespannt, was dann herauskommt. Medikamente gibts erst mal keine (wogegen auch?)
Ich versuche inzwischen, den Kindern mit Kinesiologie, Aufbau des Selbstbewustseins und viel Liebe und Verständnis das Lernen zu versüßen.
Vielleicht schaffen wir es ja auch so, einen akzeptablen Notenschnitt zu erreichen.
Die Kinder sollen mit sich und ihren Leistungen zufrieden und glücklich sein.
Ich denke, das sollte das Ziel sein.

Liebe Grüße
Sabine

von Sabine - am 01.03.2006 21:03
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