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Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Schlumpfenmama, Graupapagei4, Takahe, Hotaru, Bärlin-Mama, gugol

Neider

Startbeitrag von Schlumpfenmama am 27.10.2006 15:01

Oh, Mann kennt ihr sowas auch? Also ,egal mit wem ich über meinem Sohnemann spreche wegen seiner Hb,, irgendwie scheint jeder zu glauben das ich übertreibe ,oder man ist neidisch , das ist mir schon ein paar mal aufgefallen, ,ich gebe mal ein Beispiel, Sohnemann 1te Klasse kommt gaaaanz stolz von der Schule nach Hause und zeigt mir seinen Übungszettel, den er Fehlerfrei ausgefüllt hat, am nächsten Tag stehen ein paar Mütter auf dem Pausenhof aus der Klasse meines Sohnes und unterhalten sich über den Übungszettel , und das sie das sehr schwer fanden für ihre Kids ,und der eine hat 2 Aufgaben richtig ,und der andere hat gar nichts ausgfüllt,und so weiter, nun wurde ich gefragt, wie denn mein Sohn abgeschnitten hat, tja und als ich sagte , das er alles richtig hatte ,und das mein Sohn halt Hb ist und keine Schwierigkeit habe mit sowas , da hättet ihr mal alle sehen müssen, keiner sagte mehr was und als ich mich von der Gruppe trennte hörte ich ein tuscheln ,und ein Pah , ist ja auch egal ich muss darüber stehen , meine eigentliche Frage ist obs normal ist , das man nicht ernst genommen wird wenn man ein Hb Kind hat, kennt ihr sowas auch, ? Ich bin ja stolz auf mein Sohn , aber wenn ich niemanden mehr mitteilen kann was er schon so leistet , dann find ichs ganz schön schade, wisst ihr wie ichs meine ?, lg

Antworten:

Hallo,

also ich bin da ganz anders veranlagt. Ich hatte noch nie das Bedürfnis mitzuteilen, was mein Sohn so leistet und was unsere Tochter jetzt leistet.

Ich habe halt auf Fragen geantwortet, aber hätte nie den Zusatz gemacht:"Das fällt ihm leicht weil er hb ist." Ich könnte das auch nicht, da meine Kinder alle ungetestet sind.

Ich habe auf Nachfragen dann nur gesagt, Mark hatte damit keine Schwierigkeiten und nichts weiter.

Mark wurde mit knapp 53/4 Jahren eingeschult und ist dann noch gesprungen. Nach dem Sprung hatte ich den Eindruck, dass mich einige Müttern irgendwo meiden (aus der alten Klasse). Neid??? Ich hatte eher den Eindruck, dass sie auf einmal Berührungsängste entwickelt haben - nachdem ich mich ganz normal weiter mit ihnen unterhalten habe, war es wieder wie vorher.

Mit den Eltern der neuen Klasse gab es nie Probleme, die waren von Anfang an ganz herzlich und haben uns in die Elterngemeinschaft aufgenommen!

Ich bin auch sehr stolz auf alle meine Kinder, trotzdem muss ich nicht in die Welt hinausrufen, dass der noch 6jährige in der 3.Klasse sitzt. Gute Bekannte haben das schnell gewusst, andere erst später mitbekommen.

Sari ist gerade 5 geworden und auch sehr clever - sie liest , schreibt und rechnet. Auch das erzähle ich eigentlich nicht rum, wozu auch???

von Graupapagei4 - am 27.10.2006 15:26
Hallo!

Diese Erfahrung wirst Du wahrscheinlich leider noch öfter machen.
Meine Tochter (9 Jahre) ist Hb getestet und wir haben damals auf Anraten die Lehrerin informiert. Allein das war schon keine gute Idee!
Sie hat es in der Klasse breit getreten und plötzlich riefen mich lauter Eltern an, um zu erfahren, wie und wo man solch einen Test machen kann. Eine Mutter hat ihn auch bei ihrer Tochter durchführen lassen und rief mich anschliessend an um die Ergebnisse der Mädels zu vergleichen. Ich dachte ich wär im falschen Film.
Ihre Tochter wurde eindeutig nicht Hb getestet.
Seitdem wirkt besagte Mutter ziemlich gequält, wenn sie mich sieht.

Ich verstehe, dass Du unglaublich Stolz auf Deinen Sohn bist. Dazu hast Du auch allen Grund. Schliesslich ist das etwas tolles.
Aber Du solltest Dich bemühen in der näheren Umgebung Deines Sohnes (vor allem Schule und Eltern von Freunden) die Hb nicht zu sehr zu thematisieren.
Viele Eltern neigen dazu darauf "allergisch" zu reagieren. Sei es aus Neid oder einfach nur aus Unsicherheit.

Zeige Deinem Sohn, dass Du Stolz auf ihn bist, aber macht Euch auch bewusst, die Hb macht ihn nicht aus. Er hat sicherlich noch viele andere tolle Eigenschaften.
Und das ist viel wichtiger.

viele Grüsse

von Bärlin-Mama - am 27.10.2006 16:31
Hallo

Falls es wirklich dazu kommt, dass über die HB deines Sohnes gesprochen wird, solltest du auch betonen, dass er in gewissen Dingen Schwierigkeiten hat (hat er doch bestimmt?) und dass die HB selbst nicht in allen Bereichen nur ein Segen ist.

Gruss gugol

von gugol - am 27.10.2006 19:03
Hallo, Graupapagei, ja danke dir für dein Posting natürlich posaune ich es nicht so einfach heraus , das mein Sohn Hb ist, ganz sicher nicht , ich selber hab glaub ich ein Problem damit und weiss manchmal nie so recht, wie ich damit umgehen muss, denn mir ist an mir aufgefallen, das ich mich immer rechtfertigen muss, warum mein Sohn das alles schon besser kann ,und ich denk dann immer , betone das mit Hb sonst glaubt dir das ja keiner , das er schon alles so gut kann und in vielem vorraus ist, verstehst du wie ichs meine ??? Eine andere Frage ,den Sohn ist 6 , ist er in der 1ten Klasse gesprungen? Was konnte er da das ihr veranlasst habt zu springen,und wie hat er reagiert,habt ihr es sofort gemacht,als euch klar war er kann springen ,oder habt ihr ihn erst mal probeweise die Woche in die höhere Klasse gesteckt??? Wäre schön, wenn du mir noch mal antwortest,lg und danke

von Schlumpfenmama - am 28.10.2006 08:39
Hallo,

Ich kann Dich schon verstehen. Man ist halt immer die "Eislaufmutti", wenn das Kind mehr kann. Na ja und die Begründung hb will auch keiner hören.

Ich habe allerdings grundsätzlich wenig darüber geredet, was meine Kinder können. Gut einige Sachen zeigen sich ja, aber sonst habe ich mich zurückgehalten.

Mark war in der 1.Klasse von Anfang an unterfordert trotz Einschulung mit 5. Vom Springen war das 1.Mal im Oktober die Rede - allerdings war dafür die Feinmotorik nicht ausreichend. Bei uns wird schon in der 1.Klasse Schreibschrift gelernt und am Ende der 1.Klasse schon komplett in Schreibschrift geschrieben. Soweit war er da nicht.

Er bekam dann ein Mathebuch der 2.Klasse und wurde vom Fibellesen befreit. Das funktionierte soweit ganz gut, allerdings wurde er nach dem 1.Halbjahr wieder zunehmend unausgeglichen, unzufrieden und begann sehr flüchtig zu arbeiten.

Die Lehrerin hat uns den Sprung immer wieder nahegelegt, Ende April haben wir unsere Zustimmung signalisiert (da konnte er die Schreibschrift!) und 2 Tage später kannte ich die neue Lehrerin und er war in der 2.Klasse. Probezeit wurde bis zu den Sommerferien vereinbahrt (20.Juni) also gut 6 Wochen. Dazu wurden wöchentliche Gespräche von Seiten der Lehrerin anberaumt. Nach 2 Wochen war klar, dass er bleibt. Dadurch dass die Schule den Sprung initiiert hat, brauchte er auch nicht zum Test. Sie haben das beurteilt, was sie gesehen haben.

Er fühlt sich dort wohl, ist gut integriert, mit Abstand natürlich der Jüngste und Kleinste.Die neue Lehrerin ist streng, fordernd, arbeitet sehr differenziert, honoriert Extraleistungen - sie ist ein Glücksfall hart, aber dabei äußerst korrekt und gerecht! Er steht leistungsmäßig im Bereich zwischen 1und 2, also da gibt es keine Probleme!

Jetzt ist das Tempo deutlich höher (bei der Lehrerin sowieso) und auch der Anspruch gestiegen. Bei ihr fallen eben in SK schon Begriife wie Photosynthese und Chlorophyll usw. Dadurch passt es jetzt recht gut.

von Graupapagei4 - am 28.10.2006 09:29
Hallo Gugol,

so hab ich es anfangs auch gemacht, dabei aber leider wohl ein wenig übertrieben.

Eine Zeitlang habe ich nur noch die Schwierigkeiten gesehen und mich nicht mehr an Ihnen gefreut.

Seitdem sage ich nur noch was auf Nachfrage, ansonsten halte ich meinen Mund.

Gruss Ulli

von Hotaru - am 28.10.2006 15:46
Hi ihr,

ich finde, man muss als Mutter doppelt und dreifach Taktgefühl beweisen. Bei allen Problemen, die wir haben, wessen Kind am anderen Ende der Skala herumdümpelt, hat noch ganz andere.

Meine Tochter hat auch in der Regel keine Probleme mit den Schulaufgaben - höchstens, dass sie ihr zu leicht sind. Trotzdem kann ich mit den Müttern mitfühlen, deren Kinder sich einfach nur schwer tun. Ich kann ja auch sagen "diese LSK lag ihr, sie hat das gut gekonnt". Oder: "Sie ist damit eigentlich ganz gut klargekommen, aber wenn ihr es zu schwer findet, reden wir halt mal mit der Lehrerin"... Wenn ich merken würde, dass die anderen Eltern es nun garnicht mehr nachvollziehen könnten, würde ich einfach dem Gespräch aus dem Weg gehen. So a la "ich hatte noch keine Zeit es mir anzusehen". Damit bin ich den Ruf der Eislaufmama endgültig los.

Mütter, die mich und mein Kind genauer kennen, merken doch sowieso, was bei uns los ist. Spätestens, wenn unsere irgendwas vorliest oder eine Analyse von wasweißich liefert. Der Rest muss es doch garnicht sooo genau wissen.

LG

Takahe



von Takahe - am 05.11.2006 19:32
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