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Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Pauls, Hagen73, lusomi, Petra72, Teng, MarionPE

Einschulung oder nicht? KiGa sträubt sich!

Startbeitrag von Pauls am 06.12.2006 14:50

Hallo!

Ich weiß nicht, ob meine Tochter hochbegabt ist. Ist für mich primär auch nicht das Problem. Sie hat allerdings "was auf dem Kasten", so daß mein Mann und ich uns Gedanken machen, ob sie im nächsten Jahr als Kann-Kind eingeschult werden soll. Sie ist am 4.12. 5 geworden.

Ich schreib mal ihren groben Lebenslauf auf:
Großbuchstaben konnte sie bereits mit 20 Monaten lesen, Farben aller möglichen Schattierungen kurz darauf, sie spricht sehr bedacht, hat einen reichhaltigen Wortschatz. Inzwischen weiß ich nicht mehr, wann welche Entwicklung kam, sie kann im 20er Bereich rechnen, kleine Formenlehre, sie schreibt schon eine ganze Zeit, wenn sie ein Wort nicht buchstabieren kann fragt sie mich, weiß es dann für die Zukunft. Neuerdings fängt sie an ganze Wörter zu lesen. Wahrscheinlich vergess ich jetzt viel, aber für einen Eindruck reicht es wohl.

Wir haben also in unserer Grundschule vorgesprochen und unser Anliegen angebracht. Wir haben eine kleine, persönliche Dorfschule und es war alles kein Problem. kaja sollte die Einschulungs-Prüfung mitmachen und dann sehen wir weiter. Inzwischen haben wir die auch hinter uns, und es sah so aus, daß die Schulleiterin sie im Sommer in der Schule sitzen sieht. Sie hat alles wunderbar selbstständig und selbstbewusst absolviert. Der einzige "Kritikpunkt" war der, daß sie sehr jung ist. Alles andere war klasse. Die Leiterin ist kein Freund vom frühen Einschulen, fand Kaja aber reif. Vor allem, weil sie sich ja bereits so viel selbst aneignet. Ich schwör, ich unterstütze sie, stachel sie aber wirklich nicht zum Lernen an!
Dann waren wir beim Kinderpsychologen. Kein IQ-Test, einfach nur mal Meinung einholen. Er hat sie über einen gewissen Zeitraum beobachtet und als Schulreif beurteilt. Den Test könnten wir im April machen, wäre aber seiner Meinung nur für uns. Kaja hat die Reife, es bedarf keinen weiteren Test.

Und nun komm ich zum Knackpunkt:
im Kindergarten habe ich natürlich von unserer Überlegung erzählen müssen. Die Reaktion im Sommer war "Dann können wir den KiGa ja bald schließen" Hier auf dem Dorf herrscht nämlich Kindermangel und es muß um jede Gruppe gekämpft werden.
Heut haben mich eine Erzieherin und die Leiterin angesprochen, daß Kaja AUF KEINEN FALL Schulreif ist! Sie würde in der Gruppe untergehen, sie integriert sich nicht die Spur ..... Ich kann jedoch sagen, es bezieht sich nur auf den KiGa. Überall ist sie selbstbewußt, sehr sogar. Sie hat keine Hemmungen, fragt auch fremde Menschen wenn sie etwas interessiert. Im KiGa "schleicht"sie nur rum. Die Erzieher wissen seit langem, daß sie den KiGa nicht so recht toll findet. Meinten aber, daß sie extreme Trennungsängste hat. Auch das weise ich von mir, kann ich sie doch im IKEA oder sonstwo in die Kinderbetreuung stecken. Absolut KEIN Problem, keine Trennungsängste!

Und dennoch bin ich verunsichert und möchte mein Kind mit einer frühzeitigen Einschulung nicht überfordern. Kennt Ihr diese Problematik auch?

Viele Grüße

Antworten:

Hallo Pauls!

Wenn die Schule sie als Schulkind sieht, dann ist es keine Frage. Fang schon mal an, die Schultüte zu basteln.

Ein Grund für die Position des Kindergartens wird wohl sein, dass Kindermangel herrscht. Aber wichtiger ist, dass die Erzieherinnen den Kindergarten als "Schutzraum vor den Ansprüchen der großen weiten Welt" sehen. Böse Eltern überfordern das Kind. In der Schule muss es Leistung erbringen, nur der Kindergarten ist ein sicherer Platz an dem es KInd sein darf. Ein Kind wie Deines, dass sich für Wissen interessiert, passt nicht in dieses Weltbild.

Genau das haben wir vor 10 Jahren durchgemacht. Die Älteste war genau so. Der Kindergarten wartete darauf, dass sie endlich anfängt zu spielen (das hat mir später eine Erzieherin erzählt), unter der Voraussetzung wäre sie vielleicht mit 10 eingeschult worden. Sie wurde nicht getestet, der schulleiter nahm sie ohne weiteren Test und es ging ihr ganz gut in der Schule. Vor den Osterferien sprang sie in die 2. Klasse.

Sie wird diesen Monat 15, macht gerade ein Auslandsjahr in Lettland, danach geht sie in die 11 (da wäre sie jetzt auch). Das auslandsjahr aben wir jetzt eingeschoben, damit sie nicht mehr so viel jünger ist als die Klassenkameraden. Wie es ihr im Auslandsjahr geht, kannst Du unter
lettlandtagebuch.blogspot.com
nachlesen. Wenn Du wissen willst, wie es ihr als so junger Schülerin ergangen ist, dann maile sie an, ihre Mailadresse steht auf der Homepage. Sie hat nichts dagegen.

Meine drei Kinder haben am 8., 20. und 27. Dezember Geburtstag und sind alle vorzeitig zur Schule gekommen, kein Problem. Ich kenne sogar noch jüngere Kinder.

Hört nicht auf das Gerede des Kindergartens. Nehmt Euren Mut zusammen und springt ins kalte Wasser

Marion

von MarionPE - am 06.12.2006 17:28
Ja, kenn ich zur Genüge. Meine Tochter wurde mit 5 Jahren und 8 Monaten eingeschult. (Geburtstag am 8. Januar, hb ist sie sicher nicht, konnte auch nicht schon vorher lesen, aber sehr gut Flöte spielen). Auch ich kenne die von dir beschriebenen Probleme. Keinerlei Bedenken bei Schule und Psychologin (die eigentlich bei Voreinschulungen sonst sehr kritisch ist). Und plötzlich stellte sich der Kindergarten quer - mit allerlei eigenartigen Argumenten. Ich mag die Kindergärtnerin sehr, auch heute noch - aber damals haben wir uns ein paar mal ziemlich heftig gestritten. Die sehen halt nur ihre Sicht (ein Kind weniger ist da auf dem Dorf durchaus ein Argument!). Und irgendwann kommt dann halt der Klassiker "Du raubst dem Kind die Kindheit". Da hilft nur, kräftig gegenzuhalten - und ganz vorsichtig anzudeuten, dass Lehrer und Psychologen da vielleicht doch noch etwas mehr Sachverstand haben: Ich glaube, dass man einem Kind erst recht Zeit stiehlt, wenn es sich im Kindergarten langweilt. Und bei dir klingt es so. Also: Nur Mut und viel Kraft, lass dir nicht die Butter vom Brot nehmen! Zudem ist die Voreinschulung eines Dezember-Kindes doch nun wirklich nicht mehr so außergewöhnlich...
Gruß, Hagen

von Hagen73 - am 06.12.2006 17:41

(ot) Lettland-Blog

Hallo Marion,

schöne Seite, kannst du an mal Fräulein Tochter weitergeben (vor allem auf den Schnee bin ich neidisch!) Du hattest in einem anderen Thema ja schon mal darauf hingewiesen, da hab ich's mir mal angeschaut. Weil ein Mädchen aus unserer Kirchgemeinde auch vor zwei Jahren nach der zehnten Klasse als Austauschschülerin in Lettland war und sie ganz begeistert wiederkam...
Gruß,
Hagen


von Hagen73 - am 06.12.2006 17:52
hallo!

Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: falls der KiGa gut ist und das Kind sich nicht zu sehr langweilt dann ist besser später es später einzuschulen, aber direkt in der 2. Kl. In deinem Fall würde ich aber nicht daran zweifeln, sie früher einzuschulen. Vielleicht einfach das Gespräch mit den Erziehrinnen meiden und das ganze so still wie möglich durchziehen? Sonst bei den Gesprächen versuchen, entspannt zu bleiben und nicht in der Defensive gehen, nicht versuchen eure Entscheidung zu rechtfertigen. Versucht ganz nett lächelnd zu vermitteln, dass die Entscheidung nicht leicht war, aber SCHON GEFALLEN ist?

alles gute

PS: Dein Kind ist nicht soooo jung, in anderen Länder müssen die Kinder die bis Januar geboren sind eingeschult werden. wenn es sehr intelligent ist, und der Niveau der Klasse niedrig ist, kann es passieren, dass noch ein Jahr gesprungen werden muss. (das war bei uns der Fall)

von Teng - am 06.12.2006 18:47
Oh, was habe ich mich über die Antworten gefreut. Ich war gestern so aufgewühlt, da ich ja nichts verkehrt machen möchte. Aber je mehr ich mir die Reaktionen der Erzieher durch den Kopf gehen lassen habe, umso genauer wurde meine Vorstellung von dem zukünftigen Weg. Ich werde den KiGa in den weiteren Überlegungen nicht mit einbeziehen. Und bis März völlig entspannt dem Gedanken nachgehen, daß eventuell eine Einschulung erfolgen wird. Wenn wir dann wirklich noch Zweifel haben, dann werde ich wieder die Hilfe des Psychologen in Anspruch nehmen und Kaja in der Gruppe beobachten lassen. Was DER dann sagt, das möcht ich dann auch gern glauben. Zudem kommen im Frühjahr noch Schnupperstunden in der Schule, da werden wir ja auch einiges im Verhalten sehen können.

"Du klaust Deinem Kind ein Jahr Unbeschwertheit! " - Ja, das kenn ich auch. Aber wo denn? Mein Kind sitzt die Zeit im KiGa ab und ist süchtig nach Lernstoff!

"Kaja geht in der Gruppe unter" - ist sicher nicht im Hinblick auf die Größe gemeint, aber dennoch ist es doch hilfreich, daß Kaja mit grad mal 5 Jahren und 4 Tagen die 130 cm lange schon erreicht hat. Sie ist also noch nicht einmal von der Statur ein kleines Mäuschen, das leicht zu übersehen ist.

"das Kind spielt nicht" - auch das ist mir bekannt. Sie schleicht nur in der Gruppe rum. Und es tut soo gut zu lesen, daß Euch das auch wiederfahren ist. Aber warum soll sie denn auch? Die Kinder kommen an, gehen in den Gruppenraum und sollen sich irgendwie beschäftigen. In einer anderen Gruppe strickt die Erzieherin sogar nebenbei!!! Und Kaja ist ein Kind, das braucht Struktur. Das ist mir bewußt und es ist nicht immer leicht. Aber die Struktur wird in der Schule eher vorgegeben, als im KiGa. Und ich denke, daß ein Jahr weiter, sich daran gar nichts ändern wird.

Ich habe mich natürlich belesen und weiß, dass in einigen Bundesländern der Stichtag bezüglich der Einschulung der 31.12. ist. Warum soll es bei uns in Schleswig-Holstein also so schlimm sein, wenn mein Kind als Dezember geborene in die Schule kommt?! Nein, Ihr habt Recht, ich werde mich nicht verrückt machen lassen und weiter diesen Weg verfolgen. Der Sommer ist noch weit weg. Und da wir uns erst im Mai entscheiden müssen, kann in der Entwicklung eh noch einiges passieren.

Vielen Dank für Euren Zuspruch!







von Pauls - am 07.12.2006 11:51
Hallo!

Ich möchte meine Tochter auch im Sommer´07 einschulen lassen.
Basierend auf den Schulfähigkeistest des Kinderarztes und auf den allgemeinen Schultest für alle künftigen Schulkinder.
Meine Tochter wird im kommenden Januar (´07) 5 Jahre alt.Sie ist auch recht fit und ich denke mir,das sie in der Kita unterfordert ist.
Bei uns kamen auch SOFORT Bedenken bezüglich des Alters von Dana-Fabienne.Sie wäre ja noch so jung,man solle ihr bitte noch das eine Jahr "Kindheit" schenken.
Ist mein Kind kein Kind mehr,sobald sie das Klassenzimmer betritt???????

Beim amtlichen Schultest war meine noch 4 jährige Tochter so gut,das mir die Ärztin nahelegte,sie auf Hochbegabung testen zu lassen.
Dies taten wir auch.Hauptsächlich für uns,aber auch um den Zweiflern zu "beweisen",das unsere Tochter schulfit ist.
Es stellte sich heraus,das sie in der Tat hochbegabt ist.Der Psychologe riet mir dringend,sie mit ihren Fähigkeiten einschulen zu lassen.
Als Beispiel gab er mir folgendes,sehr interessantes:
Wenn ein Kind in der Leichtathletik gut ist und sehr schnell laufen kann,sagt niemand zu diesem Kind:"Lauf langsamer".
Warum also dieses hochbegabte Kind strafen und nicht in der Schule fördern???
Bitte auf Binnendifferenzierten Unterricht achten!!!

Warum ist es in Deutschland nach wie vor so schwer,kleinere Kinder in die Schule zu geben?
Meine Tochter kommt definitiv im Sommer in die Schule.Entgegen aller anderen Meinungen.Denn ich kenn mein Kind,weiß um ihren enormen Lernwillen und möchte nicht,das dieser irgendwann "einschläft".


P.S.:In Amerika heißen hochbegabte Kinderf "beschenkte Kinder".
Ist das nicht eine tolle Beschreibung "unsere"Kinder.


Bye

von Petra72 - am 07.12.2006 15:10
hallo
ich habe mir gerade dein bericht durch gelesen und ich würde dein kind ein schulen da ich das gleich mit gemacht habe meine tochter ist 5 jahre und kommt jetzt in der schule ich habe sie natürlich vorherr testen lassen ich war beim schulrpsychologen und er sagte zu mir sie auf jedenfall in der schule zu schicken der kiga war dagegen sie hätte einige deziefite was probleme geben würde meine tochter ist kein kiga kind sie geht nicht gerne dahin dann habe ich mir ein neuen rat hohlen lassen und ware bei einen Kinderpsychologen dabei hat er mehrer test gemacht und es wurde festgestellt das sie ein sehr hochen iq wert hat und das es jetzt kein thema wäre sie muss dahin um ihr geist zu fördern sonst würde sie wenn sie nomal eingeschult wäre das heist nächstes jahr sich zum tode langweilen und nicht mit machen also ich würde dir raten geh dein weg suche dir hielfe lass sie testen seitdem ist der kiga nicht mehr dagegen und mann weis so einiges warum es so ist wie meine tochter ist und sie gehen jetzt anders mit ihr um und wierd nach 4 monatigen kampf entlich als schulkind anerkannt die schule habe ich natürlich über diese sache berichtig und sie nehmen meine tochter auf ohne probleme weil die schule entscheidet und nicht der kiga ich denke das das kind nur so geholfen werde kann

von lusomi - am 19.01.2007 09:59
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