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Forum Hochbegabung bei Kindern
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
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_Etu_, Cale, MarionPE, KathrinP, mariastuart, ellabe

Rahmenlehrpläne 4. Klasse

Startbeitrag von _Etu_ am 19.12.2006 12:35

Hallo miteinander!
Es ist ja ziemliche Funkstille hier :-(
Eine Frage zum Rahmenlehrplan 4 Klasse.
Sohnemann ist 4. Klasse und sollte ab nächsten Sommer ins Gymnasium gehen. Da ich einen Vergleich mit Bekannten habe, deren Kinder auch in der 4. Klasse sind und schon viel viel mehr gelernt haben, bin ich unsicher.
Erstens, die anderen haben in Deutsch schon die ganzen lateinischen Begriffe wie Substantiv (oder Nomen, leider von Schule zu Schule unterschiedlich), Verb, Adjektiv und schon Satzstrukturen wie Subjekt Prädikat Objekt. Bei ersterem gibts hierzulande Namenwörter, Wiewörter und Tunwörter und zweites haben die noch gar nicht gehabt. Das setzt sich in Musik, Mathe und Englisch fort, nur Sachkunde ist zeitgemäß.
Beim Infoabend auf dem Gymnasuim wurde gesagt, was vorausgesetzt wird. Hilfe!
Die Klassenlehrerin versprach bis Februar die 3. Klasse abgeschlossen zu haben.
Der Schulpsychologe sagte, lieber keinen Schulstoff zu Hause machen, sonst langweilt er sich noch mehr als eh schon.
Der Klavierlehrer schimpft, wieso die bis jetzt nur gesungen haben und noch keine einzige Note gelernt haben.
Die Lehrer hingegen meinen, die Rahmenlehrpläne seien ziemlich offen und Notenlehre sei erst ab 5. bzw. 6. vorgesehen und in den anderen Fächern hätten sie einen gewissen Spielraum, was sie anbieten dürfen.
Ich bekomme eine Krise, wenn ich sehe, dass an anderen Schule schon in der 2. Klasse gemacht wird, was meiner jetzt hat.
Könnt ihr mir sagen, was eure Viertklässler so bisher hatten in Mathe, Deutsch, Englisch und Musik?
Es ist ja noch ein halbes Jahr Zeit, obwohl der Aufnahmetest schon im Februar ist. Aber ob das alles aufzuholen ist?
Ich freue mich auf Hinweise, denn aus den Infos des Senats werde ich nicht schlau, da steht viel aber es sagt mir nichts.
Viele Grüße

Etu

Antworten:

Hallo Etu!

Ja, mein Sohn ist auch in der vierten Klasse. Ja, außerdem unterrichte ich von Zeit zu Zeit in der vierten Klasse.
Bei uns in Niedersachsen gibt es keine Rahmenrichtlinien mehr. Es heißt jetzt "Kompetenzen". Was hat sich geändert? Diktate gibt es nicht mehr, dafgür Rechtschreibkontrollen, das heißt, das Diktat ist nur noch halb so lang, dafür gibt es einen Teil Wörterbucharbeit.... Unterschied: Man muss nicht mehr richtig schreiben können, aber die rechtschreibhilfe des Computers nutzen können (leicht überspitzt).
Die Schule meines Sohnes hält sich genau daran. Er liebt es. Sie arbeiten viel selbstständig. In diesem Schuljahr hatten sie schon referate zum Thema "Ein Land", "Eine wichtige alte erfindung" und in Sach musste jeder einen Versuch zum aktuellen Thema machen. Beispiele seiner Arbeiten zeige ich gerne auch mal an der Schule an der ich arbeite. Die arbeiten mehr "klassisch", Heftführung, Mappenführung, sauberes Abschreiben...

Was ist besser?
Für das eine kind dieses, für das andere das. Seit mein Sohn am Sonntag um 8 aufstand und als erstes seine Hausaufgaben erledigte bin ich mir sicher, dass er in seiner Klasse gut aufgehoben ist. Andere Kinder brauchen etwas Anderes. Am Gymnasium müssen beide Gruppen etwas lernen und ein Teil ist schon bekannt. auch gymnasiallehrer sinbd keine Unmenschen, irgendwie klappt das alles.

Wenn Ihr so weit zurückhängt?
Dann ist es fast wie Springen. Habt Ihr Test über seine Intelligenz, dann "verkauft" den frühen Wechsel aufs Gymnasium als "Springen"

Ich kann mal nachsehen, was Stoff ist, aber eigentlich ist einfach Stoff, was im Buch steht.

Schöne Vorweihnachtstage (Ich vertrete gerade eine erkrankte Lehrerin inklusive Weihnachtsfeier) und dazu die üblichen termine, eshalb bin ich auch nicht sooo oft hier.

Marion

von MarionPE - am 19.12.2006 18:35
Hallo Marion!
Danke für deine Zeilen!
Bei euch scheint das ja alles ganz anders abzulaufen. Bei uns gibt es Wochenpläne, auch weniger nach Buch. Ich habe wenig Überblick, da das meiste in der Schule bleibt. Wörterbucharbeit...kenne ich nicht.
Zitat
MarionPE
Wenn Ihr so weit zurückhängt?
Dann ist es fast wie Springen. Habt Ihr Test über seine Intelligenz, dann "verkauft" den frühen Wechsel aufs Gymnasium als "Springen"
Marion

Hb-Test habe ich natürlich. Das ist aber ein Superschnelläufergymnasium, also ist der Großteil dort HB, nur dass die anderen schon weiter im Stoff sind.
Beim Infoabend meinte eine Mutter: "um Gottes Willen, wenn dann solche Kinder dort sind, will ich eine Binnendifferenzierung für mein Kind, damit mein Kind gefördert wird und sich nicht unterfordert fühlt."

Ich habe "Fit für die Schule, Klasse 4" gekauft und das hatten sie fast alles noch nicht. Und schriftliche Division, ist das nicht Stoff der 3. Klasse? Das war auch noch nicht.
Na ja, dafür hat er schon ein "Lesediplom", weil er einige Bücher gelesen und vorgestellt hat, übrigens von "Sonst bist du dran" war er begeistert. Das war doch dein Tipp.

Viele Grüße

Etu

von _Etu_ - am 19.12.2006 20:37
In Mathe finde ich das ganze nicht so schrecklich schlimm - ein gutes PC-Programm, ein paar Erklärungen...da kriegst Du Deinen Sohn schnell auf Stand.

Wenn Tu-Wörter, Wie-Wörter, Namen-Wörter sitzen, dann ist der lateinische Name dafür nur der erste (?) Vokabeltest...

Schwieriger ist es, wenn die anderen gerade im Bereich Aufsatz, Bericht etc weiter vorne sind. Denn da hilft es nicht ein Buch zu lesen - da müssen die meisten üben üben....

Wenn Du das Gefühl hast, es reicht nicht, würde ich diesen Bereich selber abdecken. Nach Erklärung würde mein Sohn da wohl auch mitmachen....

Heike

von mariastuart - am 19.12.2006 21:04
Hallo etu!

Schriftliche division ist Stoff der 4. Und zwar zweites Halbjahr, jetzt ist schriftliche Multiplikation dran. Nur zu Deiner Beruhigung.

Mehr Morgen

Marion

von MarionPE - am 19.12.2006 21:11
Liebe Etu,
hier ein Link zu den Rahmenplänen:
[www.berlin.de]

Ich würde mich nicht allzusehr verrückt machen, denn offenbar startet das 5. Schuljahr dann damit "alle wieder auf den gleichen Stand zu bringen", sprich: mit Wiederholungen.

Bei uns Berlin, Zehlendorf ist der gegenwärtige Stand der 4. Klasse:
Deutsch: Subjekt, Prädikat, Objekt hatten unsere in der 3. Klasse, aber die jetztige KL, hat damit nicht weitergemacht, weil "die Kinder das noch nicht können müssen". Statt dessen hat sie sich verschärft dem Aufsatztraining gewidmet und jede Menge Rechtschreibübungen durchgezogen. In der Grammatik ist gerade dran: Vergangenheitsform. Also nix besonders Anspruchsvolles. Ich wette übrigens, dass mein Sohn die latein. Begriffe ebenfalls nicht kann. Die werden nicht systematisch verwendet, stehen allerdings auf einigen Arbeitsblättern in Klammern drauf.
Mathe: Gewicht im Tonnenbereich, hohe Zahlen und schriftl. Addieren und Subtrahieren. Schriftliches Mulitiplizieren noch nicht angefangen.
Sachkunde: Referat und Präsentationen üben, sonst: Arbeitsblätter z.zt. Thema Wetter (das Übliche).

Ich glaube nicht, dass dein Sohn inhaltlich was verpasst. Wichtig finde ich eher, dass die Kinder zügig schreiben und lesen können + sich mündlich und schriftlich ausdrücken könnne.

LG
Cale

von Cale - am 20.12.2006 10:56
Ich kann zur 4.Klasse nicht viel sagen, da mein Sohn diese übersprungen hat.
Aber bei uns in Niedersachsen hatten sie die schriftliche Difision und Multiplikation schon in der 3. KLasse, genau wie alle lat. Begriffe in Deutsch, inkl. verschiedene Zeitformen. Außerdem wurden Nacherzählungen, Vorgangsbeschreibungen und Beobachtungen geschrieben.
Er brauchte fast nichts nachholen, als er jetzt ans Gymnasium gewechselt ist, denn er kannte schon alles. In Musik wurden die Noten durchgenommen, welche Takte es gibt, was die Vorzeichen bedeuten...
In Sachkunde wurde diverse Referate zum Thema Strom, Hund, Feuerwehr, Wald und Wiesenpflanzen, Getreide und Milcherzeugung geschrieben.
Solange dein Sohn alles am Ende der 4. Klasse durchgenommen hat, reicht es doch, oder?


von ellabe - am 20.12.2006 19:51
Danke soweit!
Sachkunde scheint nicht das Problem zu sei , eher Deutsch. In der 3. Klasse wurde nur 1 Aufsatz geschrieben, in der 4 keiner. Nacherzählungen, Beobachtungen, Vorgangsbeschreibungen...ist nicht. Es gibt m.E. zu wenig Schreibanlässe.
Mündlich ist er super, kann gut lesen und sich mündlich gut ausdrücken, aber mit der Rechtschreibung hat er noch so seine Probleme und beim schriftlichen Ausdruck gibt es auch noch hier und da Probleme und schnell schreiben kann er auch nicht.
Es gibt 6 Stunden Deutsch die Woche, davon fallen schon 2 weg für Gewaltprävention und in einer weiteren hat mein Sohn Förderunterricht, wo Knobelspiele gemacht werden und seine Feinmotorik geschult wird.
Im Februar wird mit dem Buch 4. Klasse angefangen. Ist das in einem halben Jahr zu schaffen, wenn ich mir das bisherige Tempo und das Niveau der Klasse anschaue?
In Mathe wurde das kleine Einmaleins soweit abgeschlossen und es ist jetzt schriftliche Multiplikation dran. Längen hatten sie schon, aber Zeiten und Massen- und Volumen usw. noch nicht.
In dem Rahmenplan steht in Musik muss man Ende der 4. Klasse Noten lesen und schreiben können. Die Musiklehrerin behauptet, es sei erst 5. und 6. dran. (Bei uns die Grundschule bis 6.) Aber gut Musik ist kein Hauptfach.
Na gut, heute ist er im Gymnasium in der fünften Klasse für einen Tag schnuppern. Mal sehen wie es ihm gefallen hat und wie leicht oder schwer es war.

Etu


von _Etu_ - am 21.12.2006 09:19
Hallo Etu,

na das sieht doch danach aus, als ob dein Sohn dieses Jahr die Weihnachts- und Neujahrsgrüße übernehmen könnte ...
Im Ernst: Vielleicht kannst du ihn einbisschen motivieren, um dann ab Januar etwas entspannter in den Bewerbungsstress reinzugehen. Ich denke das Wichtgste für euch ist allerdings, dass ihr BEIDE an EUCH glaubt!! Den Wagen könnt ihr so kurzfristig eh nicht aus dem Dreck ziehen (wenn er sich denn überhaupt dort befindet). Also: feiert schön und tankt Selbstvertrauen.
Liebe Grüße
Cale

von Cale - am 21.12.2006 11:47

Schnuppertag am Gymnasium

Gestern war er am Gymnasium schnuppern. Er hat dort den ganzen Tag am Unterricht in der 5. Klasse teilgenommen, 7 Stunden lang und war begeistert. Die Kinder waren nett und haben sich nicht geprügelt und man konnte jede Pause 15 Minuten draußen spielen und er hat sogar einen Freund gefunden, der sich gleich mit ihm verabreden wollte.
Na zumindest weiß er jetzt, dass er es schaffen kann, an welchen Schwächen er noch arbeiten muss und dass es nicht ganz so schlimm ist und er hat etwas, worauf er sich freuen kann.
Eine kleine Erleichterung auch für mich.
Viele Grüße
und schöne Weihnachten!

Etu

von _Etu_ - am 22.12.2006 16:28
Zitat
Cale
Liebe Etu,
hier ein Link zu den Rahmenplänen:
[www.berlin.de]

Ich würde mich nicht allzusehr verrückt machen, denn offenbar startet das 5. Schuljahr dann damit "alle wieder auf den gleichen Stand zu bringen", sprich: mit Wiederholungen.


Das unterschreibe ich mal so, zumindest für S-H. Nick ist von der 3. in die 5. Klasse gesprungen - gut, er war die letzten 6 Wochen des Schulhalbjahres noch in der 4., aber der meiste Stoff fehlte. Wir haben in wenigen Tagen die Römischen Zahlen gemacht, schriftl. Dvision und Multiplikation. Sonst eigentlcih nicht viel. Und nach anfänglichen Schiwerigkeiten (ups, es geht nicht mehr nur mit Anwesenheit, ich muss anfangen zu lernen) klappt es mittlerweile ganz tool. Bisher wurde v.a. in Mathe der Stoff der 4. Klasse wiederholt, einzig die dualen Zaheln waren wirklich neu für alle. In deutsch gab es, seh zu meiner Freude, erstmal massives Rechtschreibtraining (lange Vokale, kurze Vokale, Dehnungs-H, doppelte Vokale, Konsonantenverdopplung, -ck/-tz usw. usf.). Irgendwelche grammatikalischen Begriffe brauchte er bislang noch nicht.

Ganz ehrlich, ICH habe im Vorfeld etwas Panik geschoben, ob es klappen kann, nicht mein Sohn. Und bei euch ist es dann ja "nur" wie ein Sprung von 2. Hj. 4. Klasse in 1. Hj. 5. Klasse, aslo gar nicht so schlimm.

Das wird schon, lasst es entspannt angehen!

LG Kathrin

von KathrinP - am 23.12.2006 13:45
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