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Informationen zum Thema:
Forum:
Forum Hochbegabung bei Kindern
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
kaktus, Ohana, MarionPE, Hujan

Testung

Startbeitrag von kaktus am 02.02.2007 18:57

Hallo,

ab welchem Alter ist es sinnvoll Hb zu testen? Unsere Kinderärztin hat uns heute eine Testung empfohlen,da sie sich über die Ausdrucksfähigkeit meines Sohnes(4 bald 5) wunderte.
Sein Sozialverhalten ist auch ungewöhnlich, alle Leute (auch Fremde)bombadiert er mit Thesen,Geschichen und Fragen.Wir denken,dass er eine gewisse Distanzlosigkeit aufweist und machen uns ein wenig Sorgen.Er fühlt sich sozial isoliert,sagt die anderen Kinder verstehen ihn nicht.
Er wirkt außerdem total chaotischund nervös,redet den ganzen Tag,ist aber in seiner Handlungsplanug super komplex.Seine Bauwerke aus Bausteinen sind aber nie symetrisch,wie bei seinem Zwillingsbruder,sondern für mein Auge völlig willkürlich zusammengezimmert.Dafür kann er aber zu jedem Turm eine Geschicht erzählen.

Kommt jemandem dieses Verhalten bekannnt vor oder kann mir Tips geben?

Liebe Grüße
Kaktus

Antworten:

Hallo Kaktus!

Wir haben damals auch die "Empfehlung" vom Kiga bekommen, meinen Sohn testen zu lassen, allerdings weil er als Lieblingsspielzeug mit 3 Jahren sein geliebtes Schachspiel mit in den Kiga nahm, Terror machte weil er keinen zum spielen fand und sich dann still zurück zog und mit sich selbst spielte(und das sehr sehr oft). Er war 4J.8M.als ich ihn dann testen ließ , es wurde ein K-ABC Test in München an der HochbegabteneV. gemacht. Die Auswertung brachte Stärken und Schwächen hervor, bzw. Tendenzen würde ich es bezeichnen.
Mit einem "IQ" sollte man sich in diesem Alter nicht wirklich befassen, da damit keinem geholfen ist.Wir haben dann Kurse von dort angeboten bekommen ,die Empfehlung ihn auf jeden Fall mit 5J. einzu schulen, was wir auch Gott sei dank gemacht haben. Nicht auszudenken, noch ein Jahr.
Also klopft für euch ab, liegt Notwendigkeit vor, weil es Probleme gibt, braucht ihr eine Hilfs-und Orientierungshilfe oder ist es einfach nur die Neugierde. Was wäre für euch anderst?

Ich finde man muss mit diesem Thema sehr ! sensibel umgehen. Man darf sich da nicht zu sehr drauf projezieren, weil man sonst den objektiven Blick zum Kind verliert.
Also wirklich in Ruhe überdenken, dem Kind ein paar anspruchsvolle Spiele anbieten und ausprobieren lassen.
Wir sind einmal die Woche in die Bücherei, da durfte er sich ein Spiel und ein Buch aussuchen, egal welche Altersangabe und dafür war dann eine Woche Zeit, sich damit zu beschäftigen (und kostet nichts).

Ohana

von Ohana - am 02.02.2007 21:20
Hallo Ohana,

ich weiß was du meinst.Diese Gedanken habe ich mir auch gemacht.Welchen Nutzen und Folgen hat eine Überprüfung. Wir haben das alles schon mit unserer Tochter durch. Sie war damals recht durcheinander,wußte nicht wo sie hingehört.
Das Problem bei meinem Sohn ist die Auffälligkeit im Kiga. Den Inhalten seiner Gespräche kann kein Kind folgen,so sucht er sich nun Erwachsene.Genügend Förderangebote erhält er von uns.
Vorallem nimmt er sich das was er braucht.Nur der Sozialkontakt mit anderen Kinder seines Alters scheint gestört.
Über eine vorzeitige Einschulung habe ich auch schon nachgedacht,doch denke ich,das er einfach noch nicht reif genug ist.Er wird im April erst 5 Jahre.
Wahrscheinlich möchte ich nur Gewissheit über eventuelle Tendenzen.

Viele Grüße
Kaktus

von kaktus - am 03.02.2007 17:08
Hallo kaktus,

ich denke, du solltest die Einschulung einplanen. Zum Einen machen Kinder zwischen 5 und 6 einen großen Entwicklungssprung, zum Anderen wachsen sie an ihren Aufgaben! Und Sozialverhalten kann man auch mit ein Jahr älteren Kindern üben. Du hast ausserdem Zeit, ihn bis kurz vor der Einschulung nochmals abzumelden, wenn es wirklich sein muss. Bis dahin hast du aber alle Untersuchungen und Schulspiel durch (bzw. er) und wohl auch dann eine Schule, die ihn nehmen würde.

Wenn du es nicht machst, könnte es passieren, dass du dich im Sommer sehr ärgerst! Wärst du nicht die erste.
Vor allem aber: Einschulung nur, wenn dein Sohn möchte.

Traut euch!

Hujan

von Hujan - am 03.02.2007 18:18
Hallo Kaktus!

Dieses Problem, mit gleichaltrigen "zurecht" zukommen und verstanden zu werden, haben wohl alle Kinder, die ein wenig schneller oder anderst denken.
Mein Sohn hat sich früher immer ! ältere Kinder zum spielen gesucht und komischer Weise, was ich immer als Phänomen empfand, haben diese, ihn auch angenommen und akzeptiert.:rolleyes:Dieses wirkliche "MUSS" mit gleichaltrigen kommt erst in der Schule. Mein Sohn hat mir mal als "sein Geheimnis" anvertraut, er legt sich im Kopf erst die Sätze zurecht, damit er verstanden wird. Du siehst, sie entwickeln Überlebenstaktiken;)

Solltet Ihr euch zu einer vorzeitigen Einschulung durch ringen, wird warscheinlich sowieso ein Schulreifetest vom Schulpsyologen durch geführt. Ich kann euch nicht zu oder ab raten, aber ebend einfach "nur so" würde ich nicht testen lassen.
So wie du dein Kind beschreibst würde ich dir empfehlen, wirklich über eine vorzeitige Einschulung nach zudenken.
Ich habe mein Sohnemax dann damals erst testen lassen, als massive Probleme dazu kamen: nicht in den Kiga wollen, nicht mehr essen, weinen im schlaf aus Angst er muss wieder in den Kiga, wo ihn keiner versteht, keiner mit Ihm "seine" Spiele spielt, er nicht rechnen durfte, was er heut noch mit einer Leidenschaft macht, das es mich manchmal beängstigt, ja sogar im schlaf rechnet mein Sohn in verschiedensten Möglichkeiten, wo ich in seiner Denkweise nicht mehr mit komme. Aber ich muss ja auch nicht alles verstehen. Ich habe ihn damals raus genommen, testen lassen und ab in die Schule. Und es war richtig! Nun ist er 9 geworden rechnet immer noch mit Leidenschaft seine Potenzen, Quersummen und neuerdings kommen Nachfragen zu Logarithmen, zum Teil Latain rückwärts für mich, aber so ist er und ich lass ihn einfach machen und wenn er meine Hilfe braucht, bekommt er sie.Nun kommt er aufs Gymnasium und ist das glücklichste Kind was ich seit langem gesehen habe.
Aber das diese Entwicklung nun so statt findet, kann dir keiner vorher sagen, du kannst dein Kind nur mit eigenen neuen Ideen immer wieder begeistern und sich selbst entwickeln lassen und wenn nötig stark machen, für das Kind, ganz wichtig !!!!!!!!!!!

Nun bin ich etwas ausgeschweift, entschuldige.Also immer hinter deinem Kind stehen, egal was kommt, das ist die halbe Miete, das es deinem Kind gut geht, den Rest schafft ihr auch:spos:.

Ohana

von Ohana - am 03.02.2007 18:53
Hallo Kaktus!

ZUr vorzeitigen Einschulung möchte ich Dir Mut machen.

Vielleicht hat er die sozialen Probleme, weil die Gleichaltrigen sich so viel jünger verhalten?
Vielleicht benimmt er sich "babyhaft", weil die anderen ihm "babyhaft" vorkommen?
Vielleicht wüächst er mit seinen aufgaben und wird rasend schnell "erwachsener" wenn er ein Schulkind sein darf? (Ich weiß, als Mutter wäre es manchmal schön, wenn das Kind immer klein bliebe, aber es ist wirklich toll, wenn sie groß werden, das ist Freiheit für Eltern!)

Ich kenne mehrere Kinder, die sehr früh eingeschult wurden und denen das hervorragend bekommen ist. Hier im engen Freundeskreis ist mein Sohn als Dezemberkind, dessen Spezi, der drei Tage jünger ist. Aus meinem Geburtsvorbereitungskurs sind da noch zwei Mädchen (ich weiß nicht, was die Hebamme uns damals gegeben hat), beide sind regulär eingeschult (Geb. Anfang Januar), die eine ist Anfang der 2 in 3 gesprungen, die andere sollte jetzt von 3 in 4 springen. Meine älteste wurde als Dezemberkind vorzeitig eingeschult und spran´g dann noch von 1 in 2, eine Kindergartenfreundin meines Sohnes kam als Aprilkind vorzeitig zur Schule. Im gleichen Jahr wie mein Sohn kam auch an der Schule, an der ich arbeite ein April-Junge vorzeitig zur Schule. Die jüngste einschulung, die mir einfällt ist ein Juli-Junge, der 2 Jahre vorher zur Schule kam.

Die schulen sehen sich sehr junge Kinder genau an, vertraue darauf. Wenn sie zur Schule kommen, dann werden sie auch erfolgreich sein. Manchmal gibt es schwierigere Phasen, altersbedingt, aber bis zum Ende der Grundschulzeit wird der Altersabstand immer geringer (relativ). Und ist es wirklich wünschenswert, dass ein Kind sich in der Grundschule nie zusammennehmen muss, nie etwas erkämpfen muss?

Übrigens: die Kinder von denen ich geschrieben habe sind alle auf dem Gymnasium oder sie kommen im Sommer dorthin.

Ich wünsche euch den Mut, es zu versuchen und hoffe, dass ihr "passende" Lehrer bekommt.

Marion

von MarionPE - am 04.02.2007 10:27
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