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Handball Landesliga St.2
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vor 3 Jahren, 4 Monaten
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Handballex, Herakles, Landesliga, Aus dem HK

Hörste vs. Brockhagen

Startbeitrag von Herakles am 20.10.2014 05:36

So, wer kann denn mal kurz sagen wie sich Brockhagen so dermaßen vermöbeln lassen konnte? 11 Buden Differenz (bei im Übrigen auch nur 23 eigenen geworfenen Toren) ist schon ne Hausnummer - Respekt an die TG! :spos:

Antworten:

Aus dem Westfalenblatt

34:23 – Hörste deklassiert Lehrmeister

Handball-Landesliga: Brockhagen ist im Topspiel vor 550 Zuschauern chancenlos
Altkreis(WB). Es gibt Tage, die man nicht so schnell vergisst. 550 Zuschauer sehen am Samstag ein 34:23 (18:12), von dem die Landesliga-Handballer der TG Hörste noch länger schwärmen werden und das der TuS Brockhagen schnellstmöglich aus dem Gedächtnis streichen möchte.


Und wieder frei durch – Malte Weigel trifft vor toller Kulisse für seine Hörster. Im Spitzenspiel der Handball-Landesliga ist die TG für Brockhagen ein übermächtiger Gegner und spielt den TuS regelrecht an die Wand. Fotos: Sören Voss

Hörstes Max Schäper hat nach dem Derbysieg ein Funkeln in den Augen. »Am liebsten würde ich mir das Spiel einrahmen und neben mein Bett stellen. Davon hätte ich nie zu träumen gewagt.« Am Morgen zuvor ist Schäper um acht Uhr aufgewacht und hat vor Aufregung nicht mehr schlafen können, am Abend indes sind es die Rothosen, die vor der Rekordkulisse in der Masch ihren Streifen abgezockt herunterspielen.

In der vergangenen Saison haben die Brockhagener mit all ihrer Erfahrung der jungen Hörster Garde keine Chance gelassen und ihnen zwei deutliche Lehrstunden erteilt. Doch die TG hat ihre Lektion gelernt und dreht den Spieß gegen die einstigen Lehrmeister nun um. Von Anpfiff an steht die Hörster Deckung wie das gleichnamige Betonwerk. Malte Weigel erledigt als Abwehrchef einen unermüdlichen Job, egal ob in der Startphase gegen Brockhagens Youngster mit Kröger und Grabmeir oder ab der 16. Minute gegen die Routiners Deppe, Harbert und Hermbecker – an Weigels Riegel ist kein Vorbeikommen. Heiko Redecker, der Maler mit Brockhagener Wurzeln, hechtet mit 16 Paraden in Bestform zwischen den Posten hin und her, hinzu kommt das vorbildliche Hörster Rückzugsverhalten, das Brockhagener Gegenstöße nahezu komplett unterbindet.

An der Seitenlinie versucht Lokman Direk seine Schützlinge wachzurütteln, doch alle Versuche sind bei 34 Fehlwürfen und 18 technischen Fehlern nicht mehr als Ergebniskosmetik. Angeführt von Silvan Tarner zieht Hörste auf 14:8 (21.) davon, 18:12 heißt es zur Pause. Noch rutscht Hallensprecher Thomas Wöstmann ungläubig auf seinem Sitz hin und her. Aber selbst eine doppelte Manndeckung gegen Tarner und Schäper kann das gnadenlose Tempospiel der TG nicht mehr stoppen. Marvin Wernecke trifft zum 26:16. Genauso blitzschnell wie er sein zerissenes Trikot getauscht hat, schüttelt Schäper seinen Einzel-Bewacher Pascal Kölkebeck zum 30:20 ab.

Daten & Fakten
Ein Smiliey mit zwei Herzen in den Augen schickt der verhinderte TG-Trainer Thomas Lay, als Informant Oli Noske den Endstand durchtickert. »Ging so«, bewertet Torwart Redecker seine Leistung mit ostwestfälischer Bescheidenheit. Auch im Jubelkreis hält sich »Maler« zunächst zurück. Er orakelt stattdessen vielsagend: »Vielleicht gibt es am Ende der Saison ja auch eine Gelegenheit zum Jubeln.« Mit 10:0 Punkten sind die Hörster jedenfalls auf einem guten Weg, dass von dieser Saison mehr als nur dieses denkwürdige Derby in Erinnerung bleibt.

TG Hörste:Redecker, Lütgert (bei 7m); Weide (3), Klack (n.e.), Schuster, Schäper (9), Weigel (1), Tarner (9/2), Kaiser (6), Wörmann, Wernecke (4), Steinlechner (2).

TuS Brockhagen:Clysters (bis 17.), Plum; Deppe (4/3), Redecker (1), Hermbecker (4), Kölkebeck (1), Gohlke (1), F. Kröger (3), M. Kröger (2), Grabmeir (5/2), Schaefer, Harbert (1), Motzkau, Höcker (1).

Schiedsrichter:A. Hensel/P. Hesse.

Stationen:7:5 (13.), 11:7, 14:8 (21.), 16:11, 18:12 (HZ), 20:12, 22:14, 26:16 (45.), 29:19, 34:23 (Endstand).

Zeitstrafen:4:3.

Zuschauer:550.

von Handballex - am 20.10.2014 08:42
Altkreis Halle. Es gibt Spiele, die sind wie Meilensteine. Sie markieren den Beginn oder das Ende einer Ära. Die TG Hörste setzt im Spitzenspiel der Handball-Landesliga gegen den TuS Brockhagen einen solchen Stein, der das Potenzial hat, wegweisend zu sein. Mit 34:23 (18:12) fegt die TG die Gäste aus der Masch und macht damit eindrucksvoll Ansprüche auf höhere Aufgaben geltend.

550 Zuschauer bilden den imposanten Rahmen für ein Handballspiel, wie es die Sporthalle Masch schon lange nicht mehr gesehen hat. Dass die Hörster über ein technisch und spielerisch starkes Team verfügen, ist klar. Dass sie ein hohes Tempo gehen können, ebenfalls. Für Verblüffung aber sorgen die Gastgeber an diesem Abend mit einer unglaublich guten Abwehrleistung.

"Wir hatten eben richtig Bock", sagt Max Schäper nach dem Abpfiff lapidar, und das bekommt Brockhagen auch richtig zu spüren. Nicht dass der TuS sich nicht bemüht, doch dem Tempo und dem Einsatzwillen dieser Hörster Mannschaft ist der TuS von Beginn an deutlich unterlegen. Deren Trainer Lokman Direk spürt, welches Unheil hier auf sein Team zukommt. Er motiviert, meckert und schimpft - umsonst. Ob zu Beginn mit der jungen Garde um Felix Kröger und Maurice Grabmeir oder später mit den Routiniers Lars Deppe, Thorsten Harbert und Stefan Hermbecker im Rückraum - gegen einen Abwehrmittelblock wie ihn Malte Weigel, Silvan Tarner, Eike Weide, Max Schäper oder Sebastian Wörmann stellen, wirkten die Brockhagener Versuche wie vergebliche Anläufe von Hasen, bei denen die Igel einfach immer schon da sind. Und wenn nicht, dann steht im Tor in Heiko Redecker ein alter Hase, der mit 16 Paraden seine Gegenüber deutlich überragt.

Über 6:4 (12.) und 11:7 (18.) zieht Hörste auf 15:9 (24.) davon und liegt auch zur Pause mit sechs Toren vorn. Brockhagen wirkt konsterniert. Mit doppelter Manndeckung gegen die besten Hörster Offensivkräfte, Max Schäper und Silvan Tarner, zieht Direk nach dem Wiederanpfiff die letzte taktische Option - vergeblich. Eike Weide und Marvin Wernecke im Positionsspiel sowie Schäper und Pascal Kaiser bei Gegenstößen lassen einfach nicht zu, dass man ihnen dieses Spiel noch einmal nimmt. Beim 26:16 (44.) beträgt der Abstand erstmals zehn Tore. Beim 28:16 sind es deren zwölf.

Und weil Hörstes junge Wilde eben weiter so großen Bock auf dieses Spiel haben, bleibt Brockhagen völlig chancenlos. So sprinten drei Minuten vor Schluss, bei einer 32:22-Führung, gleich drei Hörster zurück, als ginge es noch um alles oder nichts, und wehren einen Brockhagener Gegenstoß ab - beeindruckend.

Dann feiern sie, während Brockhagens Routiniers enttäuscht in die Kabinen schleichen. Es könnte ein Abgang mit Symbolcharakter sein. Möglicherweise das Ende und der Beginn einer Ära im Altkreis-Handball.

von Aus dem HK - am 20.10.2014 13:26
Ich kann es kaum glauben!!!

Die Hörster haben schon letztens in Ibbenbüren eine enorm gute Leistung gezeigt. Wir hatten vor dem Spiel alle gesagt:"Diese Kinder werden uns schon nicht gefährlich!"
Aber diese 18-20 Jährigen (Durchschnittsalter gefühlt 20) waren so hungrig, dass der körperliche Nachteil und die "fehlende Erfahrung" einfach wegfielen.

Das sie jetzt Brockhagen so weghauen ist unglaublich und zeigt, was ein guter Trainer mit hungrigen Talenten schaffen kann.

Hoffentlich halten sie den Ball flach.

von Landesliga - am 20.10.2014 14:29
Nachlese aus dem WB vom 21.10.14 Blockade und ein Rücktritt

Handball-Landesliga: Brockhagen verpatzt Topspiele - Favorit Hörste bleibt bescheiden

Altkreis(WB). Es ist nur wenige Jahre her, dass der TuS Brockhagen den Altkreis-Handball als Aushängeschild in der Oberliga vertreten hat. Loxten und Steinhagen haben den TuS bereits überflügelt - und jetzt ist auch TG Hörste drauf und dran, den Brockhagenern den Rang abzulaufen.


Von SörenVoss



»Eigentlich müssen wir uns ja nicht verstecken«, sagt TuS-Trainer Lokman Direk. Doch das 23:34 im Landesliga-Spitzenspiel gegen Hörste hat »Lokki« tief getroffen. »Das war eine völlige Blockade, die ich mir nicht erklären kann. Genau wie letztes Jahr zweimal gegen Jöllenbeck. Topspiele können wir anscheinend nicht. In den anderen Spielen sind wir bisher kaum gefordert worden, doch wenn es darauf ankommt, reicht Halbgas eben nicht.« Eine Parallele zur abgelaufenen Saison sieht auch Lars Deppe heraufdämmern: »Das wäre schon bitter, wenn wir zweimal gegen Hörste und noch irgendwo verlieren und dann wieder mit nur acht Minuspunkten Vizemeister würden.«

Fakt ist: Mit den beiden Ausrufezeichen in Isselhorst und gegen Brockhagen haben sich die Rothosen in eine Favoritenrolle gespielt. Ganz geheuer ist das den Hörstern nicht. »Für einen Aufstieg fehlt uns noch die Erfahrung«, findet Malte Weigel. »Wir haben jetzt eine gute Ausgangslage«, gibt sich Silvan Tarner bescheiden. Ginge es nach Kassierer Ewald Baier, könnte es in der Masch gerne noch weitere Topspiele geben. »550 Zuschauer in der Halle und dann auch noch 14 verkaufte Bierkästen – ich kann mich nicht daran erinnern, wann es das zuletzt gegeben hat«, jubelte das TG-Urgestein am Samstagabend.

Auf eine überragende Bilanz durfte außerdem Interimstrainer Ralf Brinkmann verweisen: »Ein Spiel, ein Sieg. Und was für einer. Jetzt kann ich beruhigt zurücktreten«, frotzelte »Ralle«, der sich mit der Rückkehr des am Wochenende verhinderten Thomas Lays wieder auf den Posten des Co-Trainers konzentrieren wird.

Unterdessen hat Westfalia Kinderhaus mit dem knappen 33:32 (13:15) gegen Isselhorst den TuS Brockhagen vom zweiten Rang verdrängt. Die Münsteraner, die Thomas Lay schon vor Saisonbeginn als Mitfavorit auf der Rechnung hatte, sind mit 9:1 Zählern neben der TG als einziges Team noch unbesiegt. Gegen den TVI stand Westfalia bei einem 18:23-Rückstand auf der Kippe, stellte dann aber auf offensive Deckung um. Bis zum 29:27 führten die Gäste, gerieten mit der dritten Zeitstrafe des langen Malte Tofing danach vom Kurs ab. Isselhorsts Rückraum-Ass Marvin Gregor, der wegen einer Hochzeit fehlte, wurde schmerzlich vermisst.

von Handballex - am 22.10.2014 11:04
Nachlese aus dem Haller Kreisblatt

Bodenständiger Hurra-Handball
21.10.14

Von Heiko Kaiser
Altkreis
Halle.
In den Jubelkreis musste er erst hineingezogen werden. Heiko Redecker, Torhüter des Handball-Landesligisten TG Hörste, hätte sich die Feierlichkeiten nach dem überraschend klaren 34:23-Sieg im Derby gegen TuS Brockhagen am liebsten von außen angesehen. "Hinterher hole ich mir dabei noch ’ne Zerrung", sagte der 42-Jährige schmunzelnd und fügte hinzu: "Außerdem glaube ich, dass wir in dieser Saison noch viele Gelegenheiten für Jubelkreise haben werden."

Hörstes Keeper, der eine ganz starke Vorstellung zeigte, beurteilte die eigene Leistung in typisch ostwestfälischem Understatement: "Ging so." Redecker steht für das, was den Handball der TG Hörste in dieser Serie von dem in der Vorsaison unterscheidet. Er ist bodenständiger und damit erwachsener geworden. Der jugendliche Hurra-Stil ist auf einen klaren defensiven Untergrund gestellt worden. Bestes Beispiel dafür ist Malte Weigel. Was der lange Kreisläufer 60 Minuten lang als »Hintenmitte« in der TG-Abwehr leistete, war überragend und dennoch nur ein Teil einer mannschaftlichen Leistung, die getragen wurde von einem unbändigen Siegeswillen. Den demonstrierte beispielsweise Max Schäper, als er kurz vor Schluss Brockhagens Carlo Schaefer beim Gegenstoß übersprintete und so stellte, dass Schaefer ein Stürmerfoul beging und dafür eine Zweiminutenstrafe erhielt.

Der persönlich verhinderte Hörster Trainer Thomas Lay schickte nach dem Schlusspfiff per SMS einen Smiley mit zwei Herzen in den Augen. Hätte sein Gegenüber Lokman Direk einen Smiley verschicken müssen, in den Augen hätten vermutlich Tränen gestanden. "Das muss eine Kopfsache sein. Wir hatten da irgendeine Blockade", versuchte sich der TuS-Trainer an einer Erklärung und fand sie nicht. Seine Mannschaft spulte in der Masch ihr Programm herunter, abgeklärt aber uninspiriert. Im Gegensatz zur TG mangelte es dem TuS in den Aktionen an Tempo, Dynamik und der letzten Entschlossenheit. Es war ein Vergleich zwischen einer Mannschaft, die hungrig auf Erfolge ist und einem Team, in dem entscheidende Spieler die größten Handballzeiten schon hinter sich haben. Brockhagens Routinier Lars Deppe brachte das am Beispiel von Hörstes Keeper Heiko Redecker auf den Punkt: "Man muss sich nur ihren Torwart ansehen. Der will unbedingt, und deswegen hält er die Dinger auch."

von Handballex - am 22.10.2014 11:07
"Das war eine völlige Blockade, die ich mir nicht erklären kann. Genau wie letztes Jahr zweimal gegen Jöllenbeck. Topspiele können wir anscheinend nicht. In den anderen Spielen sind wir bisher kaum gefordert worden, doch wenn es darauf ankommt, reicht Halbgas eben nicht"

Tja, wenn man in ein solches Spiel mit "Halbgas" geht ist es entweder dumm oder arrogant :confused:

von Herakles - am 22.10.2014 13:08
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