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Norwegen
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Degwer

2. Tag: Ankunft Oslo nach Lunde / Nachtrag 1.Tag

Startbeitrag von Bernd Degwer am 21.09.2013 02:25

....erst mal der Nachtrag zu gestern. Auf der Fähre genießen wir lange das warme, wenn auch windige, Wetter auf dem Sonnendeck! Anschließen flanieren wir über alle Decks, aber stellen auch fest: Alles nicht wirklich unsere Welt. Wir gehen nachmittags in die Pizzeria. Bisher hatten wir erst ein Croissant zum Frühstück und haben uns einen Apfel geteilt. Nach dem Wein in der Kabine wird es jetzt Zeit was zu essen. Hier treffen wir Carl wieder. Mit ihm verbringen wir den Nachmittag und landen Abends alle drei bei uns in der Kabine, wo nun auch die zweite Weinflasche geopfert wird. Carl ist ein Professor an der Universität in Oslo für nachhaltiges wirtschaften. Er ist 63 Jahre alt und wohl eher ein vorsichtiger Motorradfahrer. Dies werden wir aber morgen feststellen, denn er beschließt, uns auf unseren ersten Kilometern in Norwegen zu führen und mit uns zu den Spiralen in Drammen zu fahren, die wir als erstes Ziel in Norwegen auserkoren hatten. Carl wohnt keine 50km davon entfernt ist dort aber noch nie gewesen.
Um 21:00Uhr endet unser Tag nachdem sich Carl von uns verabschiedet hat. Wir merken das frühe aufstehen nun doch und fallen müde ins Bett.

Freitag: Dank des frühen ins Bett Gehens sind wir schon um 06:00Uhr wach. Wir gehen auf das Sonnendeck und beobachten den sehr schnellen Sonnenaufgang. Noch ist der Oslofjord so breit das dies gut möglich ist. Nach einem seeeeeehr ausgiebigem Frühstückbuffet gehen wir um 09:45Uhr zu unseren Motorrädern. Wir legen um 10:00Uhr an und da wir noch die mit Zurrgurten befestigten Motorräder beladen müssen wird es nun Zeit. Carl hat aber schon alle Zurrgurte, nicht nur von seinem, sondern auch von unseren beiden Bikes, entfernt! Er freut sich dann mit uns gemeinsam von Bord fahren zu können.
Draußen werden wir von der Sonne empfangen! Noch auf dem Gelände des Fährterminals wechseln wir die angezogenen Winterhandschuhe gegen dünnere. Bei 20Grad und strahlend blauem Himmel ist es uns ansonsten zu warm. Anette, deren größte Sorge ein, ein eventueller Schneefall gewesen war freut sich über dieses Wetter sicher genauso wie ich. Carl führt uns - wie vermutet: ganz vorsichtig - über kleine schöne Nebenstraßen bis zum Ortseingang von Drammen! Dann winkt er mich, wie vorher vereinbart an die Spitze unserer kleinen Gruppe! Ich habe das Navi eingeschaltet, wobei ich die Spiralen dort als Ziel eingegeben habe und Carl die genaue Lage in Drammen nicht kennt. Wir durchqueren eine sehr gemütlich wirkende kleine Stadt um dann vorm dem Tunnelportal zu den Spiralen zu halten.
Die Spiralen sind 6 Kurvenkr3ise die (spiralförmig) übereinander in einen Berg gehauen wurden. Also eine Kurve mit 2160Grad. Wer schon mal mit mir Motorrad gefahren ist weiß, dass ich da nicht dran vorbeifahren kann. ;-)
Hinauf fahre ich hinten und filme die beiden Begleiter, wobei aber die Kamera, aufgrund der nur teilweise vorhandenen Ausleuchtung, überfordert ist! Oben angekommen suchen wir als erstes einen hier verstecken Geochach! Anette wir fündig und wir genießen noch die tolle Aussicht vom Berg hinab auf Drammen, das sich vor uns in einem Flusstal ausbreitet. Nach einem sehr langen und guten Gespräch bei einem Kaffee auf der sonnigen Terrasse des hier oben ansässigen Cafés, haben wir wohl nun schon eine Bleibe für die letzte Nacht in Oslo: Carls Gästezimmer!! Nachdem er uns erzählt hat, das er sein alte R90S bei WÜDO in Holzwickede (!!!) hat restaurieren lassen, sind wir platt!
So haben wir nun einen neuen Freund in Oslo! Nach einem herzlichen Abschied, geht es wieder die Spiralen hinab. Dieses Mal lasse ich es mir nicht nehmen vorne zu fahren und ich genieße die Kurven, trotz des teilweise in Rinnsalen über die Fahrbahn laufenden Wassers, welches mich mehrfach leicht driften lässt! Das ist nun Kurvenrausch pur!!! Ich kann meine Gesichtszüge kaum kontrollieren und denke, das man, trotz Helm, das Grinsen das mir ins Gesicht gemeißelt ist, sehen kann. Motorradfahrer kennen das! Unten mache ich dann, nachdem ich das Motorrad gewendet habe Fotos von Carl und Anette, wie die beiden aus dem Portal herausfahren.
Nochmals ein kurzer Abschied, dann beginnt für uns das "Abenteuer" Norwegen! Nun fahren wir alleine und genießen die teilweise in den Fels geschlagenen Straßen sehr. Auf meinem TomTom - Navi habe ich "kürzeste Route" eingestellt, was uns mehrfach durch sehr kleine Straßen und durch steile Schotterpisten führt. Nur einmal müssen wir wenden, weil der angebotene Waldweg wirklich zu steil wird und direkt an einem Hang nur etwas für Trailmaschinen gewesen wäre.
Zwischendurch machen wir an einem See unsere Mittagspause in der wir unsere -beim Frühstücksbuffet entwendeten Brötchen und Eier genießen!
Doch die Belohnung für uns wartet 20km vor Lunde - in Form eines schmalen unbefestigten Waldweges- auf uns!!! Das Navi sagt rechts ab und so sind wir auf einmal mitten im Wald. Anette darf mit Ihrer Enduro nach vorne und ich versuche dran zu bleiben. Ein paar nette Videos kann ich so drehen. Mehrfach driftet mein schwere Maschine -mit ihren Straßenreifen- mehr als mir lieb ist, aber getreu dem Motto "Wer bremst verliert" kommen wir gemeinsam in Lunde an! Ein Video dazu gibt es bei YouTube:
www.youtube.com/watch?v=JpwxROOm5cM&sns=em,

In Lunde finden wir schnell unser vorgebuchtes Wanderheim. Von außen eher den Charme eines Flachdach-Industriebaus , ist es innen sehr gemütlich. Unser mit einem Sofa, einem Tisch und einem Etagenbett eingerichteten Zimmers hat sogar ein eigenes Bad! Nachdem wir die letzten Sonnenstrahlen vor dem Haus im T-Shirt genießen konnten, beginne ich das Abendbrot in der Gemeinschaftsküche zuzubereiten. Nach einer aufwendigen Zubereitung mittels Dosenöffners, gibt es nun Ravioli al la Maggi!!! Dazu gibt es eine Riesling Spätlese aus der Pfalz, die wir auf der norwegisch Fähre erworben haben!
Wir sind dann -nicht zuletzt wegen des Bieres und dem Wein- früh im Bett, aber Whatsapp, Facebook und SMS sorgen dafür, dass wir noch lange nicht schlafen können! Jedes Mal wenn einer von uns eine Nachricht per Vibrationsalarm gemeldet bekommt, gibbeln wir wie Fünftklässler, die Ihrem Lehrer einen Streich gespielt haben, und kommentieren diese "störende" Unterbrechung! Hahaha! :-)

Erst gegen 22:00Uhr (!!!!) wird es ruhig im Zimmer! Segen oder Fluch der Technik??? Unsere Familien (und auch Carl ) wissen nun Bescheid, aber wirklich "weg" kommt man so auch nicht von daheim. Obwohl uns Beiden ja dieses chatten und posten viel Spaß macht, wäre es sicher einmal schön auf einer Berghütte ohne GSM - Netz und WLAN zu übernachten!! (Ja, ich denke Beide würden wir das -für eine Nacht aushalten)
Aber dann müsstet Ihr auf dies Zeilen hier verzichten müssen! Da wir ja hierfür auch einen elektronischen Anschluss an die Kommunikationsnetze dieser Welt benötigen! Nun ruft das Kopfkissen, Gute Nacht!
Morgen geht es dann zum Lysefjord, dem Hauptziel und Grund dieser Reise!

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