7.Tag: Wandertag und Bootstour!

Startbeitrag von Bernd Degwer am 25.09.2013 21:16

Heute wird ausgeschlafen und dann geht es zum Frühstück ins benachbarte Hotel. Dort wollen wir auf Plätze auf der Fähre am Donnerstag Morgen um 06:00Uhr (!!!) buchen. Wir wollen doch unbedingt nach Lysebothn, wo es die Serpentinen gibt, die ich unbedingt sehen und fahren wollte. Die Dame an der Rezeption fragt ob wir um 14:00Uhr oder erst morgens um 06:00Uhr fahren wollen....... Kurzentschlossen, nach einem kurzen Blickkontakt mit Anette, beschließen wir heute um 14:00Uhr zu fahren.. Nun haben wir es "eilig" vorher noch "eben" auf den Preikerstolen zu klettern. Schon gestern hatte einige sportlich aussehende Rückkehrer vom Berg gefragt wie lange man denn nun wirklich braucht, wenn man mittelmäßig trainiert ist. Die Antwort war, hoch 1,5 Stunde und runter 1 Stunde. Das wollen und müssen wir nun auch schaffen. Nur im T-Shirt laufen wir den Berg nach oben! Obwohl wir natürlich noch geocachen , die beiden einzigen Geocache finden wir natürlich (jeder einen) , sind wir in 90 Minuten ganz oben über dem Lysefjord, auf dem Predigtstuhl oder wie er hier heißt, Preikerstolen!!! Lange Zeit liegen wir auf dem Bauch und genießen die Aussicht nach unten! Einfach grandios, fahrt einfach selber hin, in Worte kann man das Gefühl hier oben nicht fassen! Runter zu unserer Unterkunft sind wir in knapp unter einer Stunde!!! Nur schnell die Motorradsachen an! Wir haben für die "Versorgungsfähre", die Lysebothen versorgt gebucht. In Forsand fahren wir zusammen mit einigen Lebensmittelkisten aus dem angrenzendem COOP an Bord der Fähre. Der Kapitän weißt uns allerdings darauf hin, das die Straße oberhalb von Lysebothn gesperrt ist, wegen Steinschlag. Das hat uns schon die Dame an der Rezeption gesagt, als wir bei Ihr die Fähre gebucht haben. Da wir aber denken, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg fahren wir trotzdem! Ein Umweg um diese Straße würde allerdings einen Rückweg von 330km anstatt 100km bedeuten. Auf der Fähre kommen uns dann doch, nach einem Gespräch mit einem LKW-Fahrer, Bedenken, ob man an der Stelle einfach vorbeifahren kann. Auf über 50m sind die Felsen herabgestürzt, weiß er zu berichten. Zu allem Übel fängt es kurz vor Lysebothn leicht an zu regnen! .... Gemeinsam beschließen wir es zu riskieren und zur Not unterwegs einfach irgendwo im Hotel zu übernachten.
Die Serpentine hält was sie auf dem Foto verspricht und immer wieder in den Kehren haben wir einen grandiosen Ausblick in den Fjord. Ein paar Bilder werden gemacht. Auf den Kaffee oben im Café "Adlerhorst" müssen wir leider verzichten, hier ist die Sommersaison leider schon vorbei!
Nun fahren wir 30km bis zur Straßensperre. Tatsächlich wird hier die Straße durch eine Barriere gesperrt. Der hinter der Absperrung parkenden Arbeite erklärt uns nochmals, dass es hier nicht weiter geht. Lange rede ich auf ihn ein und es fallen die Worte "on my own risc" und "hiking way is possible" . Schon ruft er - wohl den Bauführer- an und erklärt das hier zwei Motorradfahrer durch wollen. Ein kurzes Kopfnicken gibt uns Mut und er fährt an die Seite!!
Die Straße ist wohl wirklich, von dem Steinschlag, mächtig zerstört worden, aber ein Kettenbagger hat sich dort schon seinen Weg gebahnt und wir fahren, als dieser Platz macht, mal wieder eine kleine Enduroeinlage durch die Baustelle. ?...man muss auch mal Glück haben. Später gestehen wir uns ein, das wir nicht so recht gewusst hätten, was wir gemacht hätten, wenn das nicht geklappt hätte!!! Aber, wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
So haben wir um 17:00Uhr nur noch 93km Landstraße und eine Fähre vor uns. Die Straße führt erst durch eine Hochebene bzw. ein höher gelegenes Tal um dann entlang eines Fjordes! Wieder gibt es Landschaften zu bestaunen, die es wohl so nur hier oben zu sehen gibt. Viele glatt geschliffene Felsen, teilweise steil empor ragend, säumen unseren Weg! Um 19:00Uhr sind wir zurück am Wanderheim "Preikerstolen" wo wir auch heute noch einmal nächtigen werden. Ach ja, auf der Rückfahrt erreicht uns der in Norwegen sehnlichst erwartete Regen! Aber nach einer Stunde fahren wir uns wieder trocken und Abends kommt sogar noch kurz die Sonne raus! Wir wollen uns noch eine Tütensuppe kochen und gehen dafür in die Gemeinschaftsküche im Nachbarhaus. Dort kochen ca.10 indische Studenten, die für einige Zeit, als Austausch-Studenten in Europa sind! Sie kommen alle von derselben Universität in Indien, sind aber jetzt über ganz Europa verstreut. Hier verbringen sie gemeinsam die vorlesungsfreie Zeit! Das Kochen wirkt irgendwie unorganisiert und alle machen alles.... Ein lustiger Haufen Menschen und wir finden das lustiger als Fernsehen! Zumal wir hier direkt Teil des Geschehens werden. Ich versuche verzweifelt zu warten bis die Spüle frei wird, aber einer der 10 Leute steht immer dort und handwerkt etwas. Erst als wir sie ansprechen machen sie uns Platz und alle verlassen die Küche. Insgeheim hatten wir ja gedacht, unsere paar Sachen machen die mal eben mit, aber so weit geht die Völkerverständigung dann doch nicht!
Wir gehen nun, nach einem anstrengenden und erlebnisreichen Tag zu Bett in unsere "Kammer"!

Morgen Abend um 19:00Uhr wartet auf uns schon die Fähre nach Dänemark und unser Norwegenaufenthalt geht damit zu Ende!

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