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DAB Digitalradio Forum
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DAB in Polen

Startbeitrag von Seltener Besucher am 15.04.2012 08:00

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Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Pronit
Nutzer des Forums von RadioPolska.pl melden einen Empfang von 12B auch noch in Gorzów, die Sendeleistung dürfte daher nicht so gering sein.

Link DAB Szczecin

Vermutlich wird man einfach die Antenne nutzen, die früher TVP1 abstrahlte. Wie weit reicht man damit nach MVP hinein? Haben wir da jemanden, der das mal testen könnte? Blöderweise sendet ja Schwerin auch auf 12B...


Vielleicht schaffe ich es am Wochenende aus Norden kommend Richtung Pasewalk. Gestern Abend waren angehobene Bedingungen in Vorpommern. Es ging 12B aus Schwerin in Door (3. Etage). Aus Polen aber nur die ueblichen UKW Programme leicht angehoben. Da 12B wie immer schon ab 1 von 16 Balken Audio abspielte hat da auch kein polnischer Mux gestoert.

Weiss denn jemand die Sendeleistung? Analoges TV ging im Auto so ab Anklam und bei Pasewalk dann meist schon Rauschfrei (natuerlich mit staendig Reflexionen). DVB-T wird so 20km noerdlich von Pasewalk eingelesen. Mein Tuner im Auto kann aber kein Mpeg4.

von Nordlicht2 - am 02.05.2013 08:52
Ein Interview mit dem Präsidenten von Polskie Radio Andrzej Siezieniewski hat satkurier.pl veröffentlicht. Dem nach fehlt es PR am Mitteln um Digitalradio zu starten. Bereits vor der Fußballeuropameisterschaft 2012 war der Sender auf die anstehende Digitalisierung vorbereitet. Der Sender befürchtet die Kosten für den Parallelbetrieb auf unbestimmte Zeit. Es gebe noch keine Empfänger in den Geschäften, doch ohne einer Ausstrahlung wird es diese nicht im Handel geben, meint Siezieniewski. Polskie Radio möchte zwei regionale Programme und 10 landesweiter Sender ausstrahlen. Allerdings muß Polskie Radio die Investitionen einschränken, auf Grund seiner schwierigen finanziellen Lage. Aus der Rundfunkgebühr fließen zu geringe Mittel, um ein zusätzliches Projekt zu finanzieren. Siezieniewski spricht von einer 3-jährigen Parallelausstrahlung.

Der ganze Artikel:

http://translate.google.de/translate?sl=pl&tl=de&js=n&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&eotf=1&u=http%3A%2F%2Fsatkurier.pl%2Fnews%2F85925%2Fbrak-finansow-na-cyfryzacje-polskiego-radia-wideo.html

Meine Meinung:

Zur Zeit strahlt Polskie Radio vier landesweite Programme und zwischen 1 und 3 Regionalprogrammen über UKW aus. Wobei es 3 Programme nur in der Woiwodschaft Lebus (Grünberg) sind. Bei allen anderen Sendern ist die Anzahl geringer. Der Sprung von 4 auf 10 landesweiter Programme scheint mir übertrieben zu sein. Auch 12 Programme müssen nicht unbedingt in einen Multiplex untergebracht werden. Die deutsche Regelung von 3 digitalen Hörfunkprogrammen pro Anstalt wäre auch bei PR sinnvoll. Außerdem könnte Polskie Radio 1/3 des Multiplexes an andere Sender vermieten. Radio Maryja hat bereits mehrfach sein Interesse bekundet. Auch bei der Digitalisierung des Fernsehens haben sich private und staatliche Sender einen Multiplex geteilt. Wird Polskie Radio keine Mittel umverteilen, werden die Tests bald der Vergangenheit angehören, denn der Senderbetreiber Emitel ist keine Wohlfahrtsorganisation.

von Seltener Besucher - am 23.05.2013 22:04
Heute wurde der Bericht des polnischen Rundfunkrates durch Sejm – das Parlament – angenommen. In dem Bericht heißt es, dass durch die digitale Dividende 2 weniger Frequenzen für weitere Multiplexe zur Verfügung stehen. Es ist sicher, dass ein weiterer Fernseh-Multiplex i Polen entstehen kann, allerdings im Band VHF III. Vorgeschlagen wird der DVB-T2-Standard, allerdings würde es bedeutet, dass die Zuschauer erneut in Empfangsgeräte investieren müssen, deshalb rät der Rat damit zu warten. Der Verzicht auf die Kanäle 49 bis 60 bedeutet gleichzeitig den Verzicht auf den MUX5 und MUX6. Eine andere Möglichkeit bietet die Neuordnung der Kanäle im Band IV und V, um einen oder zwei weitere Multiplexe zu ermöglichen, wenn dieses überhaupt gelingt. Es werden der logistischer Aufwand und die hohen Kosten betont.

Sollte Polen nur drei Multiplexe im VHF-Band für DAB einplanen und – wie z. B. Schweden – einen Multiplex für Fernsehen vorsehen, wird die Qualität im Multiplex des polnischen Hörfunks sicherlich wieder schlechter. Der Test im Kolowo wird von Emitel durchgeführt und es geht um die Reichweite leistungsstarker Sender. Das Programmangebot hat nur wenig mit dem zukünftigen Angebot zu tun. Polskie Radio hat angekündigt neue Programme in DAB zu schalten. Also wird entweder die Qualität sinken oder das DMB-Angebot muss aus dem Multiplex raus. Beides wird nicht gehen.

von Seltener Besucher - am 20.06.2013 21:39
Ob V1,V2 oder LC wird angezeigt, wenn man mit dem Noxon-Stick empfängt und i+ drückt.
Ist diese Information auch irgendwo in der default.mmp Datei versteckt?
(wahrscheinlich nicht, denn sonst würde wohl so etwas auch im Muxx Inspektor angezeigt werden).

In der fmlist DAB EId gibt es zwischen PTY und PL die Spalte DLS. Dort ist mitunter DL oder DL+ eigetragen.
Was bedeutet das und woher bekommt man den diese Informationen?

Vor eingen Monaten war ich in einem Gebiet, wo das polnische DAB Signal zu empfangen war.
Leider hatte ich keinen Noxon-Stick dabei.
Das DMB Programm Polskie Radio 4 wurde im microspot 318 nicht eigelesen.
Im Pure One mini (V5.0_FR) wurde das Programm eigelesen und abgespeichert, aber es kam kein Ton.
(gleiches Verhalten wie beim DMB Programm RTL TV in EuroDAB Italia).

Beziehen sich jetzt Eure oben genannten Empfänge von PR4 auf den Noxon-Stick - kann man damit den Ton empfangen?
Oder hat man in letzter Zeit PR4 so verändert, daß mit normalen Empfängern etwas zu hören ist?

von Harald Z - am 26.07.2013 10:54
Andrzej Siezieniewski, der Aufsichtsratsvorsitzende von Polskie Radio hat heute im ersten Programm angekündigt, dass die Digitalisierung seiner Sender am 1. Oktober 2013 in Warschau und Kattowitz beginnen wird. Die Politiker befürworten die Digitalisierung, sagte er im Radio, eine neue Entwicklung die es in den letzten Jahren nicht gab. Siezieniewski hofft auf eine schnelle Einführung entsprechender Gesetze nach den Ferien.

Das neue Gesetz soll die Finanzierung des polnischen Rundfunks regeln. In den vergangen Jahren hatte der Polnischer Rundfunk und auch das Fernsehen damit große Probleme. Die „allgemeine audiovisuelle Abgabe“, soll das Abonnement-Models ersetzen. Die Haushaltsabgabe soll - wie in der Tschechischen Republik - mit der Stromrechnung oder vom Besitzer der Immobilie eingezogen werden. Sollte der Gebühreneinzug über den Stromanbieter erfolgen, scheidet die Polnische Post als Gebühreneinzugsunternehmen aus. Besteuert wird jeder unabhängig vom Besitz eines Radio- oder Fernsehempfängers, weil TVP auch Polskie Radio über viele Zugangsquellen verfügbar ist. Die Abgabe wird voraussichtlich am 1. Januar 2014 eingeführt werden und der Betrag soll geringer ausfallen als das Abonnement heute. Wie hoch der Betrag ausfallen wird, hängt davon ab, ob und im welchen Umfang Polskie Radio Werbung in seinem Programm ausstrahlen wird. Siezieniewski spricht sich im ersten Hörfunkprogramm des polnischen Hörfunks für Reduzierung der Werbung in seinen Programmen aus, wenn die Finanzierung über die Abgabe ausreichend sein wird, um die Programme zu unterhalten. Die meisten Hörer und Zuschauer beklagen, dass zu viel Werbung im öffentlichen Hörfunk und Fernsehen ausgestrahlt werden.

Der digitaler Hörfunk DAB+ startet auf jeden Fall in diesem Jahr, versichert Siezieniewski. Zusätzlich zu den bisherigen 4 Programmen (PR 1 - 4) wird es im Multiplex 2 Regionalsender geben und 6 Spartenkanäle (u. a. PR 24, einen Sender für Kinder und Eltern, einen Sender für ältere Hörer, ein Bildungskanal, einen Popmusiksender zur Entspannung von den vielen Wortbeiträgen in den anderen Wortwellen). Polskie Radio erreicht heute mit PR 1 ca. 93 %, PR 3 ca. 94 %, PR 2 ca. 60 %, PR 4 ca. 17 % des Landes. In 3 bis 4 Jahren soll der der Multiplexes den Endausbau erreichen. Der erste Multiplex wird nur vom polnischen Rundfunk genutzt werden. Die digitale Ausstrahlung verringert die Kosten um etwa 40 % also um etwa 15-18 Millionen Zloty. Polskie Radio hofft die Kosten auf die Dauer aus der Rundfunkgebühr tragen zu können. Der Parallelbetrieb wird von dem Landesrundfunkrat ab 2014 bezuschusst, bis die Ausstrahlung in Gänze modernisiert ist. Es werden Gespräche geführt, die analoge Ausstrahlung bis zum Ende des Jahrzehnts abzuschalten. Siezieniewski hofft, dass die Abschaltung bereits 2018 oder 2019 erfolgt.

http://www.polskieradio.pl/7/129/Artykul/901200,Andrzej-Siezieniewski-Oplata-audiowizualna-Najlepiej-juz-od-1-stycznia

von Seltener Besucher - am 01.08.2013 16:37
Es wird nichts so warm gegessen, wie es gekocht wird. Warten wir mal ab.
Polskie Radio hat schon mehrfach etwas angekündigt und viele DXer waren enttäuscht, dass nichts daraus wurde. Ich wünsche Polskie Radio, dass es dieses mal besser wird. Ich halte die Haushaltsabgabe für den Sender als eine gute Einnahmequelle. Ich kann mir gut vorstellen, dass Polskie Radio weniger Werbung ausstrahlt. Die Privaten mehr Einnahmen haben werden und diese zur Digitalisierung verwenden dürfen. Ich habe in Polen noch keine Aussage gefunden, die belegt, dass Polen auf den landesweiten Fernseh-Multiplex im VHF-Band verzichtet. Wenn die digitale Dividende 2 auch im Polen als Einnahmequelle von der Regierung genutzt wird, fehlen DAB-Kanäle für den Privatfunk in Polen. Wenn Polskie Radio eine Multiplex für sich verwendet, beleiben nur zwei für die Privatsender übrig. Was passiert dann in Wojewodschaft Lebus, also Lubuskie? Verfügbarek Kanäle:
10D nehmen wir an Polskie Radio
11C nehmen wir an wird nur für Zielona Gora verwendet
12 C nehmen wir an wird nur für Gorzow Wielkopolskie verwendet

Das bedeutet
10 D 12 Sender
11 C 13 Sender
12 C 8 Sender?
Oder werden alle Programme überall empfangbar sein?
Die Idee auf einem Kanal in ganz Polen zu senden kommt in Polen nicht durch. Dafür sind sie zu individualistisch und zu wenig bereit Kompromisse zu schleißen.

@rassputin:
Ich kenne mich mit Antennen nicht aus. K8 ist für Fernsehen vorgesehen. Die anderen Kanäle habe ich oben aufgelistet. Hier der Rest:
5A Brandenburg - westlich von Berlin
5B Mecklenburg Vorpommern und Dolnoslaskie
5C Deutschland Bundesmux und Koszalin
5D Branenburg – Calau und Mecklenburg-Vopommern Rügen bis Szczecin

6 ist glaube hier gibt es Zustimmung von Deutschland, dass der Kanal von Swinoujscie bis Zgorzelec in 3 Wojewodschaften genutzt wird

7 wird genutzt in Brandenburg, Koszalin und südlich von Poznan

8 Lubuskie, Mecklenburg Vorpommern und westliches Sachsen (Chemnitz)

9A Berlin, Sachsen Osten also Dresden und Norden von Wielkopolskie
9B Branenburg Frankfurt/Oder bis kurz vor Stettin und Sachsen Osten also Dresden
9C Berlin und Sachsen Osten also Dresden, Norden von Wielkopolskie
9D Sachsen Osten also Dresden, Norden von Wielkopolskie und Neubrandenburg + Waren (Müritz)

10A Szczecin und Dolnoslaskie, Sachsen-Anhalt
10B Kolobrzeg und Südlich von Poznan, Sachsen-Anhalt
10C nördlicher Teil von Wielkopolska, Sachsen-Anhalt
10D Lubuskie, Sachsen-Anhalt

11A Szczecin und Sachsen
11B Mecklenburg-Vorpommern, südlich von Poznan
11C Lubuskie, Sachsen-Anhalt
11D Brandenburg und Berlin, nördlicher Teil von Wielkopolskie

12A Berlin, Sachsen, nördlicher Teil von Wielkopolskie
12B Szczecin, Dolnoslaskie
12C Lubuskie, Sachsen-Anhalt und die Hälfte von von Tschechien (Westen)
12D Brandenburg, Kolobrzeg und die andere Hälfte von Tschechien (Osten)

Es ist schwer jetzt einen Tipp zu geben. Wie wissen nicht, welcher Kanal auch tatsächlich genutzt wird.

von Seltener Besucher - am 01.08.2013 21:48
Die Zeitung Rzeczpospolita veröffentlichte ein Interview mit dem Direktor von Polskie Radio, dem nach werden in DAB bald neue Sender aufgeschaltet. PR hat einen Ausschreibung veröffentlicht und sucht einen Sendernetzbetreiber für vorerst zwei Sender in Warschau und Kattowitz. Schon nächste Woche endet die Ausschreibung und es könnte bekannt werden, dass es kein anderer sein wird, als der größter Senderbetreiber. Es geht erstmals um 3 Monate, die PR selber finanzieren will. Ab nächsten Jahr wird die DAB-Ausstrahlung von PR für 3 Jahre bezuschusst werden. Es wurde bereits die nächste öffentliche Ausschreibung vorbereitet, die die Ausstrahlung an weiteren Standorten im Jahr 2014 ermöglichen soll und eine öffentliche Ausschreibung für die Folgezeit von 3 Jahren mit einem größeren Programmangebot.

Im neuen Multiplex aufgeschaltet werden:

PR 1 – PR 4
PR External
Zwei Regionalprogramme PR (RDC und Radio Katowice), beide sollen eine zweite Regionalversion ausstrahlen. Ob alle vier Programme an allen Standorten verfügbar sein werden, ist unbekannt.

PR24 – Nachrichtensender (in diesem Jahr)
Radio Rytm (ab November) -
Radio Eureka (später) – Bildungssender mit den Themenschwerpunkten Geschichte, Wissenschaft und Technik
Radio Retro – für erwachsene Hörer
Rado Krasnal – für Kinder und Familien

Es ist auch nicht bekannt, was mit den Tests in Kolowo und Kielce passiert. Kielce soll als nächstes folgen und in 3-4 Jahren das ganze Land.

Die kommerziellen Sender sind an DAB nicht interessiert, weil sie ihre Konzessionsgebühr für das gleiche Gebiet doppelt zahlen müssen: für UKW und DAB.

Polskie Radio muß sich genauso um die Plätze für neue Sender im Multiplex bewerben, wie die kommerziellen Sender.

http://www.ekonomia.rp.pl/artykul/705487,1044962-Ruszyl-przetarg-na-cyfrowe-radio.html

von Seltener Besucher - am 05.09.2013 15:48
Zitat
Pronit
@ rassputin: Vielen Dank für die Infos! Läuft auf den beiden Kanälen von PiK das Gleiche? Könntest Du bitte bei Gelegenheit mal nachreichen, wie denn das PTY für die einzelnen Programme lautet.

Am allerbesten wäre natürlich eine aktuelle Datei für den Muxx-Inspektor, damit die Einträge in der DABLIST der Realität angepasst werden können. Also wer mal im Empfangsbereich weilen sollte, nehme den Noxon-Stick mit. :)


Bevor mein Sangean aus mir unerfindlichen gründen den Geist aufgab,konnte ich vor dem 1.Oktober in Szczecin folgendes lesen

ellen > RDS-Kennungen aus Polen(Stand: 26.09.2013)
PI-Code v TP/TA-Code PTY-Code PS-Name Bundesland Radiostation Stadt Frequenz (MHz) Senderstandort(e)
3 03 PR_1____ Zachodopomorskie(ZP) Polskie Radio Jedynka Warzsawa 12B/128 kbps/ACC Szczecin-Kolowo
3 07 PR_2____ Zachodopomorskie(ZP) Polskie Radio Dwojka 12B/128 kbps/ACC Szczecin-Kolowo
3 00 PR_3____ Zachodopomorskie(ZP) Polskie Radio Trojka Warzsawa 12B/128 kbps/ACC Szczecin-Kolowo
3 00 PiK_____ Zachodopomorskie(ZP) Polskie-Radio PiK 12B/128 kbps/ACC Szczecin-Kolowo
3 10 Szczecin Zachodopomorskie(ZP) PR-Radio Szczecin Szczecin 12B/128 kbps/ACC Szczecin-Kolowo
3 09 RKielce_ Zachodopomorskie(ZP) PR-Radio Kielce Kielce 12B/128 kbps/ACC Szczecin-Kolowo
3 07 RdC_____ Zachodopomorskie(ZP) PR-Radio Dia Ciebie 12B/128 kbps/ACC Szczecin-Kolowo
3 10 PR_4____ Zachodopomorskie(ZP) Polskie Radio Czworka Warzsawa 12B/72 kbps/ACC Szczecin-Kolowo

von WellenreiterBN - am 03.10.2013 13:46
Hier die .mmp vom Noxon Stick aus Stettin vom heutigen Tage.
DAB.default.mmp
Interessanterweise heist der Mux nun auch in Stettin 'Polskie Radio'. Die Programmbelegung, die Programmnamen (Short Label) und die Datenraten sind aber anders. Shortlabels auch als Wort.
Auch der 'External Service' mit nur 64kbps hat LC, klingt Dank Frontier Tuner ok aber mit Gyrosignal duerfte da gar nichts brauchbares mehr bei rauskommen.
Sendeleistung ist wie immer. Eine Slideshow mit gruenem Hintergrund und dem Wort 'Test' kam durch. Die anderen Programme haben eigentlich auch Slidshow, da gab es aber nichts.

PR Dwojka 128kbps AAC LC
External Service 64kbps AAC LC
Radio Kielce 128kbps AAC LC
Radio Szczecin 128kbps AAC LC
Radio PIK 2 128kbps AAC LC
PR Jedynka 112kbps AAC LC
PR Czworka 112kbps AAC LC
PR Trojka 112kbps AAC LC
Radio PIK 1 128kbps AAC LC

Ach so, der Klang ist nach wie vor super im Vergleich zu dem was in Deutschland geboten wird. Viel Sounddesign haben die PR Programme nach wie vor nicht.

von Nordlicht2 - am 06.10.2013 16:53
Ich hatte den Stettiner Mux heute eher zufaellig nach einem Antennenschwenk auf horizontale Polarisation entdeckt. Vom warmen aber natuerlichen Klang der Programme bin ich angenehm ueberrascht. Ich empfing mit dem Microspot 319, seiner Teleskopantenne sowie einem Sennheiser HD-25 Kopfhoerer. Die Programme sind wie oben beschrieben. "External" klingt zwar hoerbar schlechter als alle anderen Programme, ist aber deutlich besser als das, was auf dem deutschen Bundesmux auf den bandbreitenbeschnittenen Programmen waehrend der Fussballuebertragungen frueher zu hoeren war. Ich glaube, der 319er hatte ein Venice7-Modul.

Nachtrag: Beide PIK-Programme hatten am Vormittag und auch jetzt den gleichen Inhalt.


Ob es in 16321 Bernau fuer dauerhaften Empfang reicht, das zweifle ich (noch?) an. Wir haben/hatten deutlich angehobene Bedingungen und daher war alles das auch nicht repraesentativ. Ich werde es hier aber im Auge behalten. Fuer Stettin auf UKW scheint das hier fast wie eine Schneise zu sein, die staerkeren Frequenzen von dort (z. B. die 92,00 MHz) fallen hier extrem stark ein.

von PowerAM - am 08.10.2013 13:13
hallo powerAM!
mit vertretbareren aufwand muesstes du doch stettin/kołowo staendig reinkriegen,dort wird fast mit 10kw gesendet.ich bin zum alex ca.100-110km,der sender kołowo liegt von mir ca.40-45km nordostlich,also suedoestlich von stettin,ca.15-20km bis zur stadtgrenze von stettin.bernau ist von mir 80km,immer luftlinie,entfernt,koennte rein rechnerisch ca.115-120km von bernau sein.die berliner muxe empfange ich mit 15 balken,also vollempfang,mit 2 vhf,7 elemente band III antenne,auf ein selbst gebauten mastausleger,die kabellaengen wurden genau nach vorschrift angebracht,dazu kommt von dipol noch ein mastverstaerker(27db u.12vollt netzstecker)u.ein nachbrenner mit 30db(lange kabellaenge von ueber 30m).als t-punkt um die kabel von den beiden vhf antennen zusammen zufuehren,habe ich nicht geloetet,sondern ein koax-weiche mit 2 antennen u. einmal tv genommen(ist auch egal ob da tv drauf steht,soll heissen zum empfaenger).um die koax-weiche wetterfest zu machen,habe ich sie in eine feuchtraum-installationsdose eingebaut,u. mit ein kabelbinder am mast befestigt.mein mast ist ca.12 hoch ueber grund,da haengen noch andere antennen dran.freie sicht nach bln.
am 16.08.war ein tropo tag,da bin ich nach troebitz,suedliches brandenburg gefahren,aber bevor ich mein dual4 ins auto eingebaut habe,habe ich auf mein hof,empfang mit der teleskopantenne gehabt von bln.,mit 8 balken.hinter angermuende hatte ich staendig empfang,auf der strecke nach dresden war dann irgendwann schluss mit dem landesmux von bln.,dann ging nur noch der bundesmux.auf ein rastplatz habe ich dann ein suchlauf gemacht,da kamen dann schon die sachsen rein.die antenne im auto ist eine glasklebeantenne mit 25db u.12v anschluss,mit einer vhf/uhf weiche,fuer mein portablen tv,den habe ich auf lange strecken immer dabei,sowie meine ankaro zimmerantenne.die hat ei230v u.12v anschluss.


gruss aus polen,von rassputin

von rassputin - am 08.10.2013 14:58
Nun ja, im ortsfesten Empfang entsprachen 10 kW DAB bei gleichem Standort und annaehernd gleicher Antennenhoehe etwa den 100 kW auf UKW. Meist hingen die DAB-Antennen aber unter denen fuer UKW oder DAB hatte anteilig doch weniger Strahlungsleistung. Im Mobilempfang ist m. E. der analoge Empfang leicht im Vorteil, die meisten von uns tolerieren kurze Aufrauscher oder Signaleinbrueche eher als Stoergeraeusche oder das abrupte Abbrechen des Audiosignals beim Wegfall des Signals und Auslaufen des Pufferspeichers. Ganz garstige Dekoder wiederholen das letzte empfangene und gespeicherte Fragment sogar und lassen es wie eine springende Schallplatte klingen.

Und genau das habe ich heute am Nachmittags ausprobiert. Noch immer angehobene Bedingungen. In der Innenstadt von Bernau hatte ich stellenweise bei stehendem Fahrzeug Empfang, u. a. an der Ampelkreuzung bei der Felta-Tankstelle, dem benachbarten Moebelhaus und dem Ford-Haendler hinter der Tankstelle. Im fahrenden Fahrzeug war ausnahmslos Ruhe, es waren Signalreste auf der leider nur dreistufigen Signalanzeige meines Autoradios sichtbar. Aber es kam nichts in meine Ohren. Rund um Bernau hatte ich stehend fast ueberall sofort Empfang, fahrend aber um keinen Preis.

Im Vergleich dazu schaltete ich auf den 11er aus Sachsen-Anhalt, der bis zum Abend brettstark empfangbar blieb. Er ging mobil ausserhalb bebauter Gebiete fast aussetzerfrei. Duerfte vom Petersberg bei Halle kommen.

Soeben war ich nochmal am Dachfenster Richtung Norden und habe die Empfangsstaerke des Stettiner 12B mit den abgelesenen Werten vom Morgen verglichen. Davon schrob ich tagesaktuell im DX-Forum. Der Stettiner Mux verlor gegenueber den Morgenwerten etwa 3 Balken und liegt jetzt im oberen mittleren Bereich.

von PowerAM - am 08.10.2013 17:57
Nationaler Rundfunkrat verteidigt Polens Digitalradio switch

PR Dla Zagranicy
Nick Hodge 20.01.2014 10:21


Polens Nationaler Rundfunkrat bestätigte die Entscheidung von analog zu digital Radio zu wechseln.
Polskie Radio (Polskie Radio) führte im Oktober 2013, obwohl derzeit nur regionale Programme in Warschau und Kattowitz im neuen Format vorliegen.
Laut dem nationalen Rundfunkrat soll der Zeitplan für ein digitales Signal auf 55 Prozent des Landes bis April 2015 dauern.
"Digital ist besser als Analog in jeder Hinsicht," kommentierte Witold Grabos, StellvertretenderVorsitzender des Rates.
Neben eintreten für die überragende Klangqualität, wird darauf hingewiesen, dass Digital ermöglicht zu hören landesweit 36 Programme, anstatt nur fünf (zwei öffentliche und drei kommerzielle).
Er betonte jedoch, dass "ohne Privatsender, der Erfolg des Prozesses unmöglich ist."
Nicht sind nicht alle kommerzielle Sender in Gespräche mit dem Rat getreten. Ängste bleiben, dass die Hörer nicht in neuen digital-Receiver investieren können, die etwa 150 Zloty (36 Euro) Kosten.
Jedoch scheint es unbegründet zu sein. Ähnliche Bedenken wurden damals durch das digitale Fernsehen ausgelöst, aber es stellte sich heraus, dass die Polen bereit waren, neue Fernseher zu kaufen und somit der Prozess reibungslos verlief." (nh)

Quelle: IAR

von drahtlos - am 20.01.2014 15:40
PR Radio Zachod (103,0 und 106,0) wird 2015 auch über DAB+ zu empfangen sein.

Sinngemäß übersetzt folgender Hinweis (Wenn es Fehler gibt bitte Ändern.):
Änderungen zwingen uns zu neuen Entwicklung und wenn wir in die Vergangenheit schauen, gab es schon ein paar Änderungen, die bereits hinter uns haben. Das erste davon war der Übergang von AM auf FM-Modulation. Dann kam die Signaländerung Mono zu Stereo. Heute stellen wir ein neues Konzept vor: DAB +

Auch das analoge FM wird weiterhin verfügbar sein , schauen wir in die Zukunft. Ab 2015 wird Radio (Zachod)West in DAB + im Sound in MPEG4 HE AAC v2 Bitrate und 128 kbps zu hören sein. Der Klang unserer Station wird klar sein und letztlich eine technische Lösung ermöglicht den Empfang eines 5.1 . RDS dadurch wird die neue Technologie DLS ersetzt. Dies wird es uns ermöglichen, noch mehr Informationen durch unsere Redaktion zu senden.

Radio Zachod (West) in DAB + wird in einem Multiplex-Radio zur Verfügung stehen. Der Frequenzbereich des Multiplex sind die Parameter von 176 bis 230 MHz. Um die Qualität digitaler Sound genießen müssen Sie daher einen neuen Receiver mit DAB + kaufen. Gegenwärtig sind die Kosten ein wenig über 100 PLN (Zloty also etwa 25 Euro). Diese Geräte empfangen auch Radio auf FM-Frequenz.

Quelle: http://www.zachod.pl/radio-zachod/radio-zachod-w-dab/

von Sandy N - am 27.03.2014 00:20
Konferenz in Posen in polnischer und englischer Sprache zum Nachhören:

Spult etwas vor, wenn der Anfang auf polnisch ist.

von Seltener Besucher - am 11.04.2014 01:10
Zitat
dvb_jens
Haben die den Startemire der 2. Etappe verschoben?
Bei Worlddab steht immer noch der 01.05, entgegen den anderen Seiten.


Kann ich Dir nicht sagen, ob es verschoben wurde. Auf der Homepage von Polskie Radio wurde eine Ausschreibung für die Ausstrahlung von DAB+ in Gdańsk, Kielce, Kraków, Wrocław, Szczecin, Łódź, Opole und Poznań am 8. April veröffentlicht. Die Angebote sind bis zum 20.05.2014, 13:10 Uhr abzuliefern, schon 5 Minuten später werden die Umschläge geöffnet werden. Ich glaube kaum, dass vorher eine Ausstrahlung stattfindet. Die Ausschreibung wäre dann anfechtbar.

http://www2.polskieradio.pl/_repository/_folders/f_92_1697/25634.pdf

Auf der Homepage von Polskie Radio steht nichts mehr vom Mai:

01.08.2014: Gdańsk, Kielce, Kraków, Wrocław, Szczecin
01:10.2014: Łódź, Opole und Poznań
01.01.2015: Bydgoszcz, Koszalin, Olsztyn, Zielona Góra
01.04.2015: Białystok, Lubin, Rzeszów
01.07.2016: Giżycko, Płock, Kalisz, Siedlce
01.12.2020: Rest

http://dab.polskieradio.pl/

In der PPT steht 2017 - 2020 Rest. Dabei scheint es es 5 Bereiche zu geben.

von Seltener Besucher - am 24.04.2014 21:13
Erwarte nicht zu viel. 10 kW sind in Trzeciewiec koordiniert, mehr werden es nicht werden, denn der Kanal 11C ist auch östlich von Warschau in Siedlce vorgesehen und an der Oder in Zielona Gora und Gorzow Wielkopolskie. Auf 20 kW werden die nicht gehen. Polen geht wieder einmal einen eigenen Weg. Die Muxe werden nicht nach Reichweite sondern nach Anbieter vergeben. So nutzt Polskie Radio Regionalmuxe für die landesweiten Programme. Nur ein einziges Programm in dem MUX ist regional.

Zur Zeit wird schon an dem Emitel-Obiekt Raszyn bei Warschau gearbeitet.
- Es wird ein neues Antennesystem für DVB-T installiert.
- Der Mast wird in der Höhe reduziert, alte Antennen werden entfernt.
- Auf der Spitze werden neue Antennen für Digitalradio installiert.

Zur Zeit wird DAB vom Palast für Kultur und Bildung in der Innenstadt ausgestrahlt. Wann die Umschaltung nach Raszyn erfolgt ist noch nicht öffentlich. Die Arbeiten sollen Ende August abgeschlossen sein.

Zur Zeit läuft eine Ausschreibung für mehrere Städte in Polen. Das Ende der Ausschreibung ist am 9. November, der Sendestart aber am 1. November. Warten wir ab, was kommt.

von Seltener Besucher - am 30.08.2014 13:20
Zitat
drahtlos
Auch für Polen sollte man sich überlegen, einen Bundeskanal zu verwenden, wenn es überhaupt ein Anbieter gibt, welcher in ganz Polen die gleichen Programme ausstrahlen möchte.


Die landesweiten Programme von PR haben, soweit ich weiß, keine Regionalisierung. Hätte man sich für einen national einheitlichen Mux im SFN entschieden, könnten die öffentlich-rechtlichen Regionalsender nicht so ohne Weiteres, wie es jetzt geschieht, an der Digitalisierung teilnehmen. Da die Privatsender sowieso nicht mitmachen, ließe sich auf Ebene der Wojewodschaft wohl kaum ein Mux füllen.
Mit dem gewählten Ansatz will man den Regionalsendern auch die Möglichkeit geben, zusätzliche Programme auszustrahlen, für die auf UKW die Frequenzen fehlen.

Die DAB-Einführung in Danzig, Krakau, Posen und Kielce ist übrigens auf den 01.01.15. verschoben worden. Im Emitel-Forum wird sich schon über die Professionalität des Ausbaus mokiert. Veilleicht sollte PR auf der eigenen Infoseite keine konkreten Inbetriebnahmedaten mehr angeben.

Die Standorte Łódź und Opole kommen voraussichtlich am 01.10., Senderbetreiber ist hier nicht Emitel sondern die Firma Arkena.

dabplus.polskieradio.pl

von Pronit - am 02.09.2014 18:15
Zitat
andimik
Weiß nicht, ob das von Interesse ist.


Diese Studie vergleicht ja die Entwicklung von DAB in den verschiedenen Märkten und versucht daraus abzuleiten, was dessen Einführung in Polen bringen könnte. Es finden sich darin keine konkreten Maßnahmen, der Grundtenor ist pessimistisch.

Zitat

[...] Wprowadzenie DAB na dzień dzisiejszy oznacza nieokreśloną, choć prawdopodobnie
niewielką korzyść społeczną. Koszty wdrożenia poniesie państwo i komercyjni nadawcy
radiowi. Jedyni beneficjenci tego procesu to operatorzy multipleksów i producenci sprzętu.

W większości analizowanych krajów europejskich wciąż radio cyfrowe DAB stoi pod
dużym znakiem zapytania. Nie tylko komercyjni nadawcy, ale i organy
państwowe mają w związku z nim poważne wątpliwości.
[...]


"Die Einführung von DAB zum heutigen Tag stellt einen unbestimmten und wahrscheinlich geringen gesellschaftlichen Nutzen dar. Die Einführungskosten tragen der Staat und die kommerziellen Radiosender. Die einzigen Nutznießer dieses Prozesses sind die Multiplexbetreiber und die Gerätehersteller. In der Mehrzahl der untersuchten europäischen Staaten steht hinter dem Digitalradio DAB weiterhin ein großes Fragezeichen. Nicht nur die Privatsender sondern auch die staatlichen Institutionen haben ihm gegenüber ernsthafte Zweifel."

Die Schlussfolgerungen lauten entsprechend:
Zitat

Rekomendujemy w 2014 roku nie podejmować żadnych wiążących
decyzji, szczególnie związanych z inwestycjami

Rekomendujemy poczekać i przeanalizować sytuację na rynkach
europejskich na koniec 2014 roku


"Wir empfehlen in 2014 keinerlei bindenden Entscheidungen zu treffen, besonders nicht solche, die in Verbindung mit Investitionen stehen.
Wir empfehlen abzuwarten und die Situation in den europäischen Märkten am Ende des Jahres 2014 zu untersuchen."


So, und was ich eigentlich schreiben wollte, ist dies hier:
Der DAB-Testbetrieb in Toruń wurde offenbar beendet, wie es im Emitelforum heißt. PR arbeitet ja daran, DAB in der Region vom eigenen Mast in Solec Kujawski abzustrahlen, das hat der Präsident von Polskie Radio unlängst in einem Radiointerview bestätigt.

von Pronit - am 23.09.2014 19:05
DAB wurde in Opole und vom Annaberg gestartet. Bei Radio Łódź gibt es noch keine Hinweise. Emitel ist bei den beiden Sendern leer ausgegangen. Es gibt einen anderen Netzbetreiber und dieser errichtete ein SFN, das erste bei Polskie Radio aber nicht in Polen den bei den DAB-Test in Breslau gab es einen SFN-Betrieb. Der technischer Direktor von Radio Opole kündigte ein zweites Programm in diesem Jahr an. Die Tests sollen in diesem Jahr beginnen, der reguläre Betrieb im nächsten Jahr. Radio Łódź scheint noch nicht on Air zu sein.

Polskie Radio hat zwar eine nette Homepage www.dabplus.pl aber DAB wird auch gerne verschwiegen. Auf den Karten gibt es keinen Hinweis:
http://www2.polskieradio.pl/czestotliwosci/

Auf WirtualneMedia.pl stellt der Vorsitzender der Krrit (Rundfunkrat) eine neue Regulierung der digitalen Medien in Aussicht. Digitalradio soll die analoge Übertragung in den nächsten 10 Jahren ablösen. Noch fehle es an digitalen Empfängern in den Haushalten, meint der Krrit-Chef und blickt zufrieden auf die TV-Digitalisierung, die in Zukunft in DVB-T2 ausgestrahlt wird. Für Satelliten-, Kabel und Internetübertragung wird es in Zukunft keine Konzession nötig sein, nur die terrestrische Übertragung bedarf einer „Lizenz“, meint Dworak.

http://www.wirtualnemedia.pl/artykul/jan-dworak-czas-na-cyfrowe-radio-i-nowy-standard-emisji-naziemnej-telewizji-cyfrowej

Noch eine Woche läuft die Ausschreibung für
Gdańsk 10D, Kielce 11C, Kraków 12D, Poznań 12A
Kartenmaterial in SIWZ
http://prsa.com.pl/zamowienia/zamowienie.aspx?id=905

Frisch veröffentlicht wurde die Ausschreibung für
Koszalin 12D, Olsztyn 10C, Zielona Góra 12C, Białystok 5B, Lublin 10B, Rzeszów 11A
Die Ausschreibung endet am 05.11.2014
http://prsa.com.pl/zamowienia/zamowienie.aspx?id=914

von Seltener Besucher - am 01.10.2014 12:08
Zitat
Nordlicht2
Auf der Seite http://radioszczecin.pl/271,7,radio-szczecin-nadaje-w-dab stehen auch mehr Details zu der vorherigen K12B Konfiguration. Demnach hat die Antenne fuer K12B einen Gewinn von ungefaehr 13dB. Aus 0,5kW des Senders werden 9kW ERP. Wobei aber die Richtung West fast vollstaendig fehlt.

Emisja eksperymentalna programu regionalnego Radia Szczecin w technologii cyfrowej DAB+ rozpoczęła się 1 maja 2013 roku:
•lokalizacja: RTCN Szczecin / Kołowo,
•kanał 12B, częstotliwość: 225,648 MHz, pasmo III,
•moc i producent nadajnika: 0,5 kW, Electrolink,
•producent anteny: Zarat,
•wysokość zawieszenia anteny: 228 m n.p.t.,
•charakterystyka kierunkowa: kierunkowa,
•moc ERP: 9 kW ERP,
•operator multiplexu: Emitel sp. z o.o.,
•zawartość programowa multipleksu: Radio Szczecin, Polskie Radio 1, 2, 3, 4, Radio dla Ciebie, Radio Kielce, Radio PIK.


Jetzt mit 11A ist es schon ein Rohde & Schwarz Sender und 10kW ERP. Es duerfte dann auch bald auf 20kW ERP erhoeht werden.

http://radioszczecin.pl/271,7,radio-szczecin-nadaje-w-dab

lokalizacja: RTCN Szczecin / Kołowo,
kanał 11A, częstotliwość: 216,928 MHz, pasmo III,
moc i producent nadajnika: 0,5 kW, Rohde & Schwarz,
producent anteny: Zarat,
wysokość zawieszenia anteny: 228 m n.p.t.,
charakterystyka kierunkowa, polaryzacja pozioma
moc ERP: około 10 kW ERP,
operator multiplexu: Emitel sp. z o.o.,
zawartość programowa multipleksu: Radio Szczecin, Polskie Radio: Jedynka, Dwójka, Trójka, Czwórka, Polskie Radio dla Zagranicy oraz dostępne tylko w ofercie cyfrowej, informacyjne Polskie Radio 24 oraz Polskie Radio Rytm.

von Nordlicht2 - am 05.10.2014 17:43
Empfangstest Stettin Kolowo, nun vertikale Polarisation.
Nach Nordwest, am Senderstandort Zuessow sind jetzt ca. 2 Balken an der vertikalen Fensterklemmantenne. Das sind 2 weniger als vorher. Audio kommt nur noch an wenigen stellen. Mit Technisat auf Augenhöhe ist die Audiowiedergabe bei 4 Balken aber kein Problem. Rostock ist dort bei gleicher Entfernung nur geringfügig schwächer.
Ging der 11A vorher bis Ducherow, ist jetzt zwischen Ducherow und Jatznick nichts mehr brauchbar zu empfangen. Auch in Pasewalk spürbar ca. 3 Balken schwächer als vorher, kaum noch Audiowiedergabe.
Dafür ist es jetzt aber nach Südwest deutlich besser, wie schon aus Bernau gemeldet wurde. Am Kreuz A11/A20 Vollausschlag. Nach West auch etwas besser als vorher. Zwischen Prenzlau Ost und Pasewalk zwar immer noch Aussetzer aber doch deutlich kuerzer. Auf dem Parkplatz in dem Autobahnabschnitt, wo vorher gar nichts war, 4 Balken an der Fensterklemmantenne.

Warum ist nun nach Nordwest schwächer und nach Südwest besser… Sieht man auf den beiden Fotos. Es wurden einfach 8 gestockte vertikale Dipole an der Südostecke des Mastes angebracht. Daher ist der Mast nur nach West bis Nordwest im Wege.

Es war leider sehr nebelig




Etwas mit Bildbearbeitung optimiert, man erkennt zumindest das was wichtig ist.



Das Richtdiagramm in der BNA Liste fuer den horizontalen 20kW 11A Eintrag stimmt demzufolge nicht mit der Realität überein und war anscheinend wirklich fuer die alte horizontale Antenne passend.
Der Mast als Reflektor duerfte eine etwas undefinierte Rueckdaempfung bewirken. Wenn die alten Reflektorwaende erst einmal entfernt sind, ich hoffe mal das werden sie noch, wird der Empfang vielleicht auch nach Nordwest wieder etwas besser werden.

von Nordlicht2 - am 15.11.2014 19:35
Empfangsbeobachtungen aus den Landkreisen Uckermark und Barnim:

Am Wochenende war ich nahe Schwedt/Oder. In Pinnow (Amt Oder-Welse) gibt es nur polnisches DAB, dafuer aber mit sehr starkem Signal. Das Dual DAB4 in der Kueche der Eltern meiner derzeitigen Freundin bringt auch nur 11A (mit vollem Signalbalken). Berlin ist dort nicht mehr machbar. Im Ort selbst auch nicht, lediglich in den etwas erhoeht gelegenen Strassen des kleinen Doerfchens. Im eigentlichen Dorfkern ist selbst die UKW-Versorgung merklich duenner. Egal, Kolowo geht digital und analog dort als staerkster Sender.

Auf dem gestrigen Heimweg habe ich 11A lange beobachtet und nur zum Vergleich ab und an auf den Berliner 7B gewechselt. 11A war mit dem Kenwood 4551U und Eigenbau-Dachantenne (nur fuer DAB) absolut aussetzerfrei auf der B198 von Angermuende kommend bis zum A11-Anschluss Joachimsthal empfangbar. In Hoehe der Bruecke ueber die A11 war schlagartig Schluss. Zuvor gab es kurze Signaleinbrueche bei der Durchfahrt durch Angermuende, hauptsaechlich im Bereich von Ampelanlagen bzw. einer Tankstelle. Ich vermute, dass dort lokale Stoerungen den Empfang verhagelt haben. Auf der A11 erholte sich das polnische DAB-Signal schnell wieder und es ging mit wenigen kurzen Aussetzern in Sichtweite des Werbellinsees auffaellig stark und stabil weiter. Zwischen Rasthof Buckowsee und dem A11-Anschluss Finowfurt lag gestern die Reichweitengrenze. Am Rasthof brach das Signal erstmals laenger ein und kam danach nur noch in Resten durch. Ab Hoehe Anschluss Finowfurt regte sich die zugegeben recht ungenaue weil nur dreistufige Signalanzeige des Kenwood-Radios dann ueberhaupt nicht mehr.

Ich hatte auf dieser Fahrt das Programm CZWORKA eingeschaltet und den AF-Wechsel auf UKW ausnahmsweise erlaubt. Normalerweise lasse ich diese Funktion abgeschaltet, da sie mich mehr nervt als mir nuetzt. Auf welche UKW-Frequenz kurzzeitig gewechselt wurde, das habe ich wegen der Witterungsbedingungen nicht geprueft. Es gab auf weiten Strecken Nebel, der zum Teil auch ausgesprochen dicht war. Jedenfalls kam das als Ersatz gegriffene UKW-Signal auch nur noch rauschend an. Umgeschaltet hatte das Radio bei der Durchfahrt durch Angermuende, schaltete aber recht flink wieder auf DAB zurueck. Da war das UKW-Signal wohl auch nach Ansicht des Tuners keine wahre Alternative. An der von mir festgestellten Reichweitengrenze von 11A war uebrigens die 92,00 MHz von Polskie Radio Szeczin noch uneingeschraenkt hoerbar. Es gab auf der weiteren Fahrt in meine Heimat (D-16348) kaum Aufrauscher oder Signaleinbrueche.

Mein Fazit ist damit, dass das DAB-Signal aus Kolowo fuer die Fahrt auf der A11 Richtung Berlin offensichtlich (noch?) kein vollwertiger Ersatz sein kann.

von PowerAM - am 17.11.2014 05:45
Zitat
rassputin
ich verstehe immer noch nicht,die uebernacht aktion der umstellung der polarisation,wem stoert der sender,deutschland oder daenemark,u. kann man so einfach mal ueber nacht die polarisation umstellen,ist nicht international festgelegt,wer von wo u. wie,sendet.

gruss rassputin


Ich kann mirt das nur so erklaeren, dass es bei DAB und DVB-T im Prinzip voellig egal ist mit welcher Polarisation man sendet, denn der Empfang ist fuer Zimmerantennen und mobile Autoantennen koordiniert und nicht fuer Yagis mit genauer horizontal oder vertikal Polarisation. Es stoeren folglich beide Polarisationen gleich stark, wenn sie stoeren.
Stoeren kann Kolowo in Denemark. Ich denke dennoch, dass die Einzuege nach Nordwest nur gemacht werden, da Szczecin sowieso noch einen eigenen Sender mit 1kW rund im Zentrum der Stadt bekommen wird und Swinoujscie, 70km noerdlich, auch einen eigenen Sender fuer das 11A SFN bekommt. In Deutschland wird das auch so gemacht. Beispielsweise hat der HH Turm hier in Hamburg, Einzuege in Richtung des 10km entfernten Standortes Moorfleet, der im selben SFN sendet.

von Nordlicht2 - am 17.11.2014 12:51
Wie Emitel und radiopolska.pl informieren, ist der DAB-Mux von Polskie Radio zum 31.12.2014 in vier weiteren Regionen gestartet. Konkret geht es um folgende Emitel-Standorte:

RTCN Gdańsk / Chwaszczyno (10D)
SLR Kielce / ul. Targowa (11C)
RTCN Kraków / Chorągwica (12D)
RTCN Poznań / Śrem + SLR Poznań / Piątkowo (12A SFN)

Die außerdem für den 01.01.2015 anvisierte Aufschaltung von DAB in Zielona Góra, Olsztyn und Bydgoszcz ist noch nicht erfolgt. Für die Wojewodschaft Pommern-Kujawien wird mit einer Inbetriebnahme des DAB-Senders Solec Kujawski (anstelle von Bydgoszcz-Trzeciewiec) im Zeitraum April-Mai 2015 gerechnet.

http://www.emitel.pl/strona-glowna/nowe-emisje-radia-cyfrowego-dab
http://www.radiopolska.pl/blog/2014/12/gdansk-kielce-krakow-poznan-kolejne-cztery-aglomeracje-z-dab

Desweiteren meldet radiopolska.pl, dass im Breslauer Mux von Polskie Radio ab 01.01.15 auch das Programm Radio Wrocław Kultura, ein neues Programm von Polskie Radio Wrocław, verbreitet werden soll. Nach der Website von PRW ist die Aufschaltung wie geplant erfolgt.

http://www.radiopolska.pl/blog/2014/12/wroclaw-radio-wroclaw-kultura-od-czwartku-w-dab
http://www.prw.pl/articles/view/39697/Radio-Wroclaw-Kultura-juz-nadaje

von Pronit - am 01.01.2015 23:25
In der PM zur Umstellung auf vertical war die Rede davon, dass vor 2018 keine weiteren Verbesserungen in der Region zu erwarten sind.
Ausserdem wurden die 20kW angeblich auch von der polnischen Seite abgelehnt. Man hat es aber vielleicht noch einmal probiert und nun doch genehmigt bekommen, denn aktuell stehen 20kW als koordiniert (Status KA), allerdings mit komplett ueberarbeitetem Diagramm in der BNA Liste.
20kW gehen danach nur in ganz wenige Richtungen raus und es passt nicht zu den Beobachtungen eines Empfanges bis Neubrandenburg.

DARSzczecin Kolowo 11A 014E403753N2007014E403053N2002POL 134228

HD 42.4 41.1 38.2 38.3 39.4 38.7 40.0 42.4 43.0 42.8 41.6 38.8 38.8 39.3 38.0 39.3 41.9 42.5 42.3 41.3 39.5 36.6 30.2 24.0 28.4 28.2 28.1 29.0 26.6 29.7 31.9 33.4 37.2 40.2 41.9 42.4

Warten wir erstmal auf den Bericht von Rasputin, nicht dass inzwischen erneut eine neue Antenne installiert wurde oder man schon mit 20kW sendet und die Einzuege im Diagramm nur als Schutzabstand betrachtet und nicht als maximal erlaubte Sendeleistung..

von Nordlicht2 - am 06.03.2015 12:53
Hallo!

ich bin Andreas und Redakteur bei polen.pl und Tantower Wordpress.

Gerade gestern habe ich aktuelle Infos veröffentlicht:
http://www.polen-pl.eu/digitalradio-dab-staatsrundfunk-baut-massiv-aus-die-privatanbieter-mauern/

Zum Empfang der 92,0MhZ. Nach meiner Recherche wurden die 60kW in der Ausbreitung in Richtung MV nochmals gedämpft. Der Direktor von radio Szczecin erklärte mir die Medienanstalt MV habe schon seit 2005 quasi "einen Aufstand geprobt" da im Raum Greifswald eine NDR Frequenz gestört wurde. Die hatten sich dann an die UKE in Warszawa mit Beschwerden gewendet und Maßnahmen gefordert.

W 2005 roku UKE nakazało wytłumienie częstotliwości 92 MHz w kierunku Greifswaldu ze względu na konflikt częstotliwości. Po wprowadzeniu wytłumienia jakość odbioru Radia Szczecin w mieście zauważalnie spadła, szczególnie w dzielnicach północno-zachodnich. Po kilku latach starań udało nam się uzyskać dodatkową częstotliwość na doświetlenie miasta – 94,4. Początkowo postanowiliśmy wypełnić go odrębną treścią skierowaną specjalnie do mieszkańców miasta i tak powstał szczecin.fm przekształcony później w 94i4.fm.


Im Stettiner Umland - in Police - gab es seither Schwierigkeiten Radio Szczecin auf der 92,0MhZ vernünftig zu empfangen. Daher nun auch die 94,4MhZ vom Standort Warszewo als Zusatzfrequenz.
Wobei ich hier nich einen anderen Hintergrund vermute, dass steht aber im Beitrag...

Persönlich finde ich die Umstellung alf die "alte Antenne" auch "blöd", denn die V Position in 240 Meter Höhe war in der Flächenausbreitung echt ideal! In Schwedt hatte ich sogar im Oder-Center und im Stadtgebiet mit dem AVES AIR unterbrechungsfreien Empfang - das ist nun nicht mehr so, seit ein paar Tangen wieder mit Aussetzern.
Im Stadtgebiet von Szczecin gab es mit V hingegen Probleme, viele Aussetzer im mobilen Empfang - hier läuft es nun störungsfrei.

Das Problem mit den 104kbps ist bekannt! Mit der Aufschaltung der 2 neuen Programme in diesem Jahr wird die Datenrate sowieso reduziert und somit sollte wieder alles klappen.

Erstaunt hat mich schon - obwohl ich meine Recherchen bei Radio Szczecin, UKE, TechniSat erst vor gut 4 Wochen beendete das NIEMAND etwas von den 20kW erwähnte und auch ich die Info bekam:

Emitel – operator techniczny nadajnika – nie uzyskał zgody Urzędu Komunikacji Elektronicznej (UKE) na zwiększenie mocy do 20 kW ERP. Aby uzyskać wymagane pokrycie terenu wybrał inne wyjście. Zbudował nowy system antenowy który ma lepiej kształtowaną charakterystykę poziomą i jest zawieszony wyżej. Pracuje w polaryzacji pionowej co jest korzystne dla odbiorników samochodowych i przenośnych. Uruchomienie nowego systemu antenowego miało miejsce w ostatnich dniach października.

Weiter hieß es frühestens 2018 seien weitere Optimierungen angedacht!

Die 20kW gehen nur "moc pełna tylko w azymucie 80°" raus! Leider ;-)!

Aber das kennt man ja - in Polen ist vieles (un)möglich ;-)

Grüße
Andreas
kontakt@polen.pl

von Andreas_UM - am 21.03.2015 09:41
So, sind gerade von unserer DX Tour zurueck.

UKW, die 92,0 und auch die 106,7 haben nach NordWest tatsaechlich mindestens 6dB weniger als die 100,3 und die 102,3. Danke Andreas fuer die Info!

DAB, an der horizontalen Antenne wurde nichts veraendert. Die Ausblendung nach West ist immernoch vorhanden, weshalb auf der A20 in nur 45 km Abstand Null Signal ankommt. Davon ab, geht es jetzt aber teilweise schon Noerdlich von Anklam und suedlich von Anklam dann ueberwiegend aussetzerfrei. Auch Pasewalk ist jetzt aussetzerfrei und auf der A20 geht es von Pasewalk bis kurz vor Woldegk aussetzerfrei. Selbst bei Neubrandenburg Nord und bei der Abfahrt Anklam kam noch mal Audio. In Prenzlau nicht wirklich Empfang, vergleichbar mit Berlin. In der Stadt mal 1 oder 2 Balken, kein Audio. Alles bei Regenwetter.
Insgesamt scheinen es mehr als nur 3dB mehr zu sein. Ich denke in Polen wird einfach das technisch machbare umgesetzt und wenn der neue R&S Sender 1,5kW kann sendet man eben ohne die Westrichtung und dafuer aber mit 25-30 kW. Die Erhoehung von 500W auf 1424W ergeben das auch.

Hoffentlich bleibt es erstmal so. Berlin hat schon genug DAB+ Programme, Vorpommern sonst gar nichts.

von Nordlicht2 - am 21.03.2015 13:41
Zitat
Nordlicht2
10 dB mehr Leistung vom Alex, das wären dann schon 100 kW


Wie lange muss man in diesem Forum, das ein Fachforum gewesen ist, noch solch einen Unsinn lesen?

In Mitteleuropa sind im Plan GE06 für das Band III maximal 25 kW für DVB-T vereinbart worden. Und das ist auch gut so. Die ständigen Vergleiche mit den ERPs für analoge Modulationen sind ziemlich schief.

Die analogen AM-Bildsender im Band III hatten maximal 100 kW - aber nur für den Synchronisierimpuls; während der Bildübertragung mit negativer Bildmodulation [hell = niedrige ERP, dunkel = hohe ERP] war der Wert deutlich niedriger. Die FM-Tonsender hatten üblicherweise ein Fünftel der AM-ERP. Das war für den Empfang mit Richtantenne völlig ausreichend.

Bei digitalen Signalen ist für die Reichweite außer der ERP die Einstellung der Modulationsparameter von Bedeutung. Die robusten Parameter bei DAB brauchen keine besonders hohe ERP. Durchschnittlich 10 kW in großen Flächennetzen sind da schon das Optimum. Wie man sieht, werden in Bayern für Regionalnetze (keine Standorte außerhalb des Guardintervalls) jetzt ERPs bis 25 kW koordiniert, was in bergigen Gebieten völlig in Ordnung ist.

Für einen Berliner Landesmux (nicht für einen BE/BB-Mux) wären 20 kW ein guter Kompromiss - beim rbb aus Kostengründen natürlich nicht vom Alex, sondern vom Scholzplatz.

Edit: Ist hier eigentlich OT.

von Manfred Z - am 23.03.2015 13:47
Die auf 25kW reduzierten Sendeleistungen resultieren hauptsaechlich auf der Tatsache, dass eine In Door Versorgung hinterm Horizont, also groesser 50km Entfernung im Flachland, auch mit z.B. 100kW nicht machbar ist. Das liegt an den Wellenausbreitungseigenschaften um die 200 MHz, die sich kaum beugen. Hinterm Horizont faellt der Empfangspegel so rapide ab, dass man auch durch extreme Leistungserhoehung nur wenige km weiter kaeme. Bei Ueberreichweiten, mit Reflexionen an hohen Luftschichten reicht das Signal dann dagegen ungewollt viel zu weit und wird zum Stoerer. UKW bei um die 100 MHz verhaellt sich anders, auch hinterm Horizont nimmt der Pegel erstmal nur weiter gleichmaessig ab. Desshalb ist bei DAB die Antennenhoehe fuer den Fernempfang viel entscheidender als die Sendeleistung. Das laesst sich sehr schoen mit Pegelmesser nachweisen, bei Senderstandorten welche UKW und DAB senden.
Das ich 100KW uebrhaupt erwaehnte... nur um noch mal aufzuzeigen, wieviel 3dB oder 10dB Unterschied an ihrem Empfaeger ausmachen. Es glauben viele mit nur 3dB mehr kommt man gleich soo viel weiter, was aber nicht der Realitaet entspricht. Es geht bestenfalls um 10km.
Der Alex mit seiner grossen VHF Antenne ist aber auch wieder ein Ausnahmebeispiel, denn 25kW ERP sind damit ohne grossen Aufwand machbar, Der Sender waere dabei weniger stark als an anderen Standorten mit nur 10kW ERP.

von Nordlicht2 - am 23.03.2015 15:26
Zitat
Funker1
Zitat
Nordlicht2
.... Die Umstellung von H auf V auch nur ca. 2 Balken und das auch nur im Auto, denn stationaer In Door passt die Polarisation an der Empfangsantenne sowieso nur selten zu der an der Sendeantenne.


90° verdrehte Polarisation macht einen Unterschied von 20dB am Empfäger aus !!!

Hört doch bloß auf immer mit dieser blöden Balkenanzeige zu argumentieren. Das ist ein Schwindel- und Schätzeisen, das für das Auge konzipiert ist. Die geht noch nicht mal linear.


Nicht wenn man mit einem Pegelmesser zum Vergleich misst. Da sind es eben bei weitem keine 20dB Unterschied an einem einfachen Antennenstab in der Naehe eines metallischem Autodaches sondern nur maximal 6dB. Im freien sind es dagegen ca. 10dB mit Teleskopantenne am Pegelmesser und das sind immer 5 - 7 Balken am Empfaenger.
Das die Anzeige nicht linear ist und sowieso einen gleichmaessige Pegelverteilung ueber die 1,5 MHz des DAB Signals erfordert ist klar, deshalb auch ca. von x - y Balken Unterschied. Am Ende der Anzeige ist der Unterschied groesser. Bei den ersten 6/16 Balken aber ziemlich linear, jedenfalls fuer Abschaetzungen hier linear genug.

von Nordlicht2 - am 23.03.2015 15:33
Zitat
Andreas_UM
Im polnischen DAB+ Forum gibt es diese Meldung:
http://radiopolska.pl/blog/2015/03/szczecin-dab-mocniej-ale-nizej-i-znowu-w-poziomie

Dort und anderswo habe ich schon gelesen das man nicht nachvollziehen kann warum wieder H statt V ausgestrahlt wird... Auch gibt es ähnliche Beobachtungen das Richtung "Grenze" der pegel ziemlich drastisch nachgelassen hat.

P.s. Da unter dem Beitrag kann man auch kommentieren. Als "Spamschutz" muss "Antenna" eingegeben werden. habe gerade gelesen das auch Leute aus PL meinen dass H ungünstiger für den mobilen Empfang ist...............


Emitel und Polskie Radio haetten das in der Tat besser kommunizieren koennen. Der Hintergrund duerfte sein, dass man die 20kW nur horizontal genehmigt bekommen hat. Im Vergleich zur verherigen vertikalen Installation haben sich die Pegel in alle Richtungen ausser nach Suedwest deutlich erhoeht. Insbesondere das Stadtgebiet von Szczecin welches nordwestlich vom Sender liegt, wurde mit der vertikalen Antenne nur schlecht erreicht. Selbst mit Aussenantenne hatte ich von Loecknitz kommend erst an der Stadtgrenze Vollausschlag. Das heisst Scheibenantennenempfang oder deep in door war erst ab dort moeglich. Da haette Emitel mehr Geld in die Hand nehmen muessen und nicht nur einfache Dipole an der suedost Mastecke montieren sollen. Die nordost Ecke ging wohl nicht, weil man dann wieder auch mit 10kW nach nordwest gesendet haette und fuer eine komplett neue grosse Antenne gab es kein Geld. Insgesamt duerfte der Empfang bzw. die Sendeleistung auf polnischem Gebiet mit den jetzigen 20kW horizontal am Besten verteilt sein.

von Nordlicht2 - am 24.03.2015 15:40
Zitat
Andreas_UM
Man will sich wohl bei EMITEL "EU-konform" verhalten. Persönlich finde ich diese Entwicklung nicht gut, dass Informationen an Landes- oder Staatsgrenzen halt machen (müssen). Wenn man beispielsweise bedenkt das im Amt Gartz (Oder) nun schon rund jede 10. Familie aus Polen stammt. Da freut man sich doch wenn man via UKW die Sender aus der Heimat empfangen kann..., mit DAB+ ist das nicht mehr möglich?
Mit den vermeindlichen, möglichen Störungen ist absoluter Unfug. Die DAB+ Freuenzen sind ja entsprechend koordiniert.
Na ich habe noch Hoffnung das sich in den nächsten Jahren etwas tut. In Gryfino ist´s jedenfalls nicht dolle mehr mit DAB+ Indoor und die Leute in Choja wollen künftig auch Radio hören wenn UKW mal abgeschaltet wird. ;-)
Da Stimme zu @ Andreas.In guten Lagen kommen die Polnischen Ukw Sender sehr weit in Vorpommern an :) Ich hoffe ja das Swinemünde mal irgendwann einen Dab Sender bekomme tut.Der wird dann sicher auch nur 5-10 Kilometer auf Deutscher Seite senden.Ukw mäßig kommt ja RMF FM aus Stettin und Swinemünde noch gut an hier.

von Anonymer Teilnehmer - am 30.03.2015 13:22
Zitat
Meister Röhrich
Zitat
Andreas_UM
ANTWORT DES NETZBETREIBERS
It was meant to be. This is a transmission for Poland, not for Germany. Interference signals should be suppressed at the border.
Echt total daneben diese Antwort.2013 wurde volle Kanne auf dem 12B beim Dab+ Test bis 17109 Hansestadt Demmin gesendet. (...) Das es 20KW von Kolowo sein sollten bezweifle ich.

Es gibt eben einen Unterschied zwischen dem Kanal 11A und 12B. Es hängt davon ab, wo der Kanal erneut eingesetzt wird. 11A soll auf Lolland (höchsten Erhebung 25 m), Faster und Møn (höchsten Erhebung 143 m) eingesetzt werden und der Kanal 12B ursprünglich in Mecklenburg. Die drei Inseln liegen also deutlich tiefer, die Antennen in Kołowo sind mindestens doppelt so hoch aufgehangen, wie die höchste Erhebung auf Møn. Die ca. 0,8 kW in Richtung Kołbaskowo (Ort) sollten reichen, es sind nur 15 km, bis zur Grenze sind es 17 km. In Richtung Schwedt gehen noch ca. 9 kW, auch das sollte reichen, um in den 40 km entfernten Ort etwas hören zu können. Zu bemängeln wäre die Kanalwahl für die Multiplexe. Wenn Polen den 3. Multiplex für die lokalen Programme nutzen will, dann könnte man den Kanal in Kołowo tauschen.

Ich erinnere nur an den Versuch in Cesakow einen DAB-Sender mit Rundstrahlung installieren zu wollen. Der RBB wollte auch das polnische Grenzgebiet versorgen, damit Stettin-Ausflügler nicht auf die deutschen Programme verzichten müssen. Polen wünschte einige Einzüge, wegen dem gleichen Kanal in Koszalin. Schließlich hatte der RBB kein Geld für den Betrieb und die Sache ist im Sande verlaufen. Nun führen die Polen wie es geht und blenden in Richtung Deutschland aus. Den meisten Deutschen ist es egal und mit dem Verhalten bestrafen sie nur die eigenen Landsleute, die sich billige Grundstücke in Vorpommern kauften.

von Seltener Besucher - am 31.03.2015 19:33
Heute startet DAB offiziell an den Standorten Olsztyn, Koszalin, Kołobrzeg, Białystok, Zielona Góra (Ptasia + Jemiołów), Lublin (Raabego + Piaski), Rzeszów und Krosno.
Damit ist der Mux von Polskie Radio mit dem(den) jeweiligen Regionalprogramm(en) in allen Wojewodschaften wenigstens teilweise verfügbar.
Die, nach zweimaliger Verschiebung, eigentlich auch für den 01.04. geplante Aufnahme des DAB-Regelbetriebs in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern wurde nicht realisiert. Mit der Inbetriebnahme des hierfür vorgesehenen Standorts Solec Kujawski wird im Juni gerechnet. Bis auf Weiteres versorgt der Sender Toruń einen Teil dieser Region (DAB-Testbetrieb).

http://www.radiopolska.pl/blog/2015/03/polska-nowe-emisje-dab-przed-terminem

Heute sollte auch das Kinderradio "Polskie Radio Dzieciom" mit dem regulären Programm auf Sendung gehen. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass auf diesem Kanal in der Zeit, in der die polnischen Kinder normalerweise schlafen, ein Musikprogram mit Jazz laufen soll. Insofern wäre das auch eine Bereicherung für Erwachsene.

Polskie Radio und Emitel schreiben auf ihren jeweiligen DAB-Infoseiten, dass in der Nacht vom 31.03. zum 01.04. die Konfiguration des Muxes geändert wurde und ggf. ein neuer Suchlauf erforderlich ist. Vielleicht passt man im Zuge dessen auch die Ensemble IDs an. Bisher wurde für unterschiedlich belegte Muxe mitunter eine identische EID verwendet, was auf einigen Empfängern zu Problemen führt.

Außerdem: DAB vom Sender Szczecin-Kołowo wird heute in der Zeit zwischen 9 und 15h wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet. Also nicht wundern, wenn (gar) nichts ankommt.

Emitel - Planowane przerwy konserwacyjne

von Pronit - am 01.04.2015 07:28
Zitat
Andreas_UM
Das im Kolobrzeg-Multiplex Radio Szczecin nicht vertreten ist verwundert.


Kołobrzeg und Koszalin senden ja im SFN (Gleichwelle). Dann wäre Radio Szczecin auch in Koszalin über DAB zu hören, was vermutlich nicht gewollt ist. Auf UKW werden beide Anstalten vom Sender Białogard-Sławoborze ausgestrahlt, wodurch sich ihre Sendegebiete großflächig überschneiden.
Westpommern ist auch die einzige Wojewodschaft, in der es zwei Regionalanstalten von Polskie Radio gibt. Sehr wahrscheinlich hat das historische Ursachen. R. Koszalin wurde 1953 gegründet. Laut Wikipedia gab es von 1945 -75 eine eigene Wojewodschaft Koszalin, die dann - vereinfacht gesprochen - bei der Wiederherstellung dieser Verwaltungseinheiten im Jahre 1998 mit der Wojewodschaft Stettin zum heutigen Zachodniopomorskie (Westpommern) zusammengelegt wurde.

Vielleicht wird der Stettiner Mux später einmal auch von Białogard gesendet.

Und sonst: Polskie Radio hat jetzt auch die neuen Empfangskarten online gestellt. http://dab.polskieradio.pl/ (MAPA ZASIĘGU)

von Pronit - am 01.04.2015 11:11
Die Seite von Radio PIK gibt eine Planänderung für die Einführung von DAB in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern bekannt.

Anscheinend wird der Sender Solec Kujawski nicht wie geplant im Juni mit den DAB-Sendungen beginnen können. Daher wird DAB bis zu dessen Inbetriebnahme temporär über einen Zeitraum von etwa 5 Monaten vom Emitel-Standort Bydgoszcz-Trzeciewiec ausgestrahlt (10 kW gerichtet). Der Standort Toruń-Moniuszki (10A, 3 kW) ist seit gestern außer Betrieb und wird am 01.05. zusammen mit Trzeciewiec im SFN auf 11C den Betrieb wieder aufnehmen. Ich verstehe die Meldung so, dass von Toruń auch über die 5 Monate hinaus weitergesendet werden soll, später dann also zusammen mit Solec.

Quelle: emisja-programu-polskiego-radia-pik-w-technologi

Interessant finde ich, dass Emitel so kurzfristig Kapazitäten in Trzeciewiec bereitstellt, obwohl dessen weitere Nutzung als DAB-Standort erstmal ungewiss ist.

von Pronit - am 23.04.2015 13:16
Polen setzt den GE 06 Plan im VHF-Bereich fast 1:1 um. Ich glaube der Kanal 6 soll entlang der Oder-Neiße-Grenze zum Einsatz kommen. Also

1x VHF III Fernsehen
3x VHF III Hörfunk.

Keine Modifikaiton. Man spricht von weiteren zusätzlichen Kanälen in einigen Großstädten.
Die Ausschreibung für Fernsehen im VHF III ist gerade gelaufen. Netzbetreiber ist Emitel. Die Liste der Bewerber für 4 Plätze HD-Qualiät.
http://www.krrit.gov.pl/krrit/aktualnosci/news,2077,multipleks-osmy---wnioskodawcy.html

Der polnischer Hörfunkmarkt wird dominiert von ausländischen Marktteilnehmern:
RMF FM/RMF Classic/RMF Maxx/Lokalradios gehören der Bauer Media Group mit Sitz in Hamburg

Radio Zet/Radio Zet Gold/Radio Zet Chilli/Antyradio/Radio Plus (Eurozet) gehören Groupe Lagardère der Verlagsgruppe Groupe Lagardère mit Sitz in Paris.

Radio Eska/Eska Rock/Radio WAWA/VOX FM/Radio Plus gehören der polnischen Holding ZPR Media, ZPR steht für Zjednoczone Przedsiębiorstwa Rozrywkowe = Vereinigtes UnterhaltungsUnternehmen

Agora = 29 Lokalradios (Rock Radio, Radio Złote Przeboje, Radio Pogoda) und 1 Landesweites Programm (TOK FM)

Weder Europe 1 (Groupe Lagardère) noch Radio Hamburg (Bauer Media Group) senden in DAB+.
In UK haben sie keine Wahl. Die skandinavischen Länder sind frisch zugekauft.

Marktanteile (2013):
Öffentlich-Rechtliche Programme (PR 1 - PR 4 & 1-2 Regionalprogramme): 28 %
RMF: 23 %
Eurozet: 17 %
Agora: 10 %
ZPR: 8 %
Christliche Radios: 6 %
Polsat: 1 %
Andere: 7 %
Quelle (ab Seite 50): http://www.krrit.gov.pl/Data/Files/_public/Portals/0/konferencje/sprawozdania/informacja-www.pdf

Die Einnahmen der Sender:
http://www.wirtualnemedia.pl/artykul/vox-fm-i-tok-fm-z-najwiekszymi-wzrostami-reklamowymi-na-czele-rmf-fm-przed-radiem-zet-top-10

In einigen Regionen hat RMF FM einen Marktanteil von über 30 %
http://www.wirtualnemedia.pl/artykul/rmf-fm-nokautuje-w-aglomeracji-slaskiej-radio-fest-z-duzym-spadkiem

Die übrigen Betreiber sagen, wenn RMF FM etwas nicht will, dann machen wir es auch nicht. Die vier größten kommerziellen Marktteilnehmer haben Anzeigen in der Presse gegen DAB+ geschaltet. Sie verlassen gemeinsam und demonstrativ die Sitzungen eines DAB+-Gremiums und der Aufsichtsbehörde Krrit und verweigern sich der Diskussion.

http://biznes.pl/magazyny/media/najwieksze-rozglosnie-komercyjne-wciaz-jednym-glosem-ws-cyfryzacji-radia/vgdjy4

von Seltener Besucher - am 26.09.2015 16:55
Polen bereitet eine Medienreform vor. Ähnlich dem ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice soll es auch in Polen eine Rundfunkgebühr geben, die alle Haushalte zu zahlen haben werden. Die Höhe wird auf etwa 2,35 € festgelegt. Die Verteilung der Gelder wird der neu zu gründende Nationale Medienrat vornehmen, sagt bei wirtualnemedia.pl Krzysztof Czabański, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Nationalerbe.

Das Ministerium hat noch keine Stellungnahme zum Thema DAB+ abgegeben. Czabański hält sich mit seiner Meinung nicht zurück: „Als langjähriges Mitglied des Programmrats von Polskie Radio stört mich die Umsetzung der Digitalisierung des Hörfunks. Dafür werden Unmengen von Geldern veranschlagt, nur die öffentliche Wahrnehmung ist gering. Die Hörer besitzen keine Digitalempfänger. Es gibt keinen Anreiz neue Empfänger zu kaufen, weil das UKW-Signal ausreichen gut ist.

Viel Geld wird für die Themenkanäle ausgeben, z.B. für Kinder. Das Kinderradio sendet viele Stunden am Tag. In den Hauptprogrammen werden nur 20 Minuten am Tag den Kinder gewidmet. Die öffentlichen Gelder werden schlecht ausgegeben, denn die Mehrzahl der Radiosendungen wird an der Zielgruppe vorbei gesendet. Das kann nicht hingenommen werden. Das Kinderprogramm in DAB+ hören nur 3 Tsd. Hörer. Dafür werden Millionen Zloty ausgegeben. Ich glaube es ist eine nicht rationale Art das Geld auszugeben.

Ergänzend muss man sagen, dass der polnischer Rundfunk mehrere Themenkanäle u.a. mit Märchen im Internet unterhält. Kosten diese auch Millionen an Rundfunkgebühren? Oder vermischt der Staatssekretär die Produktionskosten und die Verbreitungskosten?

http://www.wirtualnemedia.pl/artykul/krzysztof-czabanski-silne-media-publiczne-leza-w-interesie-kazdego-obywatela-wywiad/page:2

von Seltener Besucher - am 30.11.2015 23:26
Der polnische Auslandsdienst (Radio Poland, ehemals Polskie Radio dla Zagranicy, früher Program 5) hat die Deutsche Redaktion mittlerweile bedauerlicherweise aufgelöst. Die fremdsprachigen Nachrichten, die normalerweise in der Urlaubssaison im ersten Programm in der Vormittagssendung "Lato z radiem" (Der Sommer mit dem Radio) laufen, werden meines Wissens von der jew. Auslandsredaktion zusammengestellt. Da stellt sich die Frage, wer sich um die deutschsprachigen Beiträge kümmern sollte. Es ist irgendwie schwer vorstellbar, dass die Kurznachrichten in Englisch, Ukrainisch und Russisch angeboten werden, der deutsche Teil dagegen ganz wegfällt. Wie lief es denn in diesem Jahr? Gab es da noch deutschsprachige Blöcke?

Ansonsten konzentriert man sich in punkto Auslandsdienst in Warschau jetzt auf die Englische Sprache, die die meisten (jüngeren) Deutschen ja auch halbwegs beherrschen dürften. Auf dem DAB-Kanal von Radio Poland sollte einem Bericht zufolge am Vormittag von 8h bis 9h30 der BBC World Service zu hören sein. Auch gibt es u.a. Übernahmen von DW, RFI, VoA in englischer Sprache.

BBC World Service na antenie kanału Radio Poland

Etwas anderes sind dann noch Minderheitenprogramme in Deutsch, die aber nicht unbedingt täglich laufen. Diese gibt es z.B. bei den PR-Regionalstationen Radio Opole und Radio Olsztyn.

PUBLICYSTYKA NIEMIECKOJĘZYCZNA

Audycje w języku niemieckim

von Pronit - am 05.12.2015 00:06
Im Südosten Polens ist ein neuer Mux gestartet, diesmal aber nicht von Polskie Radio. Die Initiative geht von verschiedenen regionalen kirchlichen Radioprogrammen unter Federführung der Diözese Tarnów aus.

Gesendet wird seit 15.01.2016 auf Kanal 10B (1 kW) vom Berg Prehyba (Przechyba) bei Szczawnica in den Westbeskiden. Es handelt sich um einen auf ein Jahr befristeten Testbetrieb. Wie es heißt, soll das Sendegebiet innerhalb dieser Zeit noch um weitere Standorte erweitert werden. Konkret soll in den nächsten Wochen die Gegend um die Stadt Nowy Sącz (Kotlina Sądecka) versorgt werden.

Der Kanal 10B entstammt dem Allotment der ersten DAB-Bedeckung für Kleinpolen und steht daher für die ganze Wojewodschaft zur Verfügung.

http://radiopolska.pl/blog/2016/01/szczawnica-diecezja-tarnowska-testuje-dab

Die Kirchenradios zeigen mit diesem DAB-Experiment meiner Meinung nach, dass sie der neuen Technologie offen gegenüberstehen, im krassen Gegensatz zu den privaten Platzhirschen. Vielleicht springen ja auch noch ein paar andere Veranstalter in den Mux mit auf.

von Pronit - am 17.01.2016 21:44
Die „Reinigungsaktion” bei Polskie Radio wird fortgesetzt. Nach dem Regierungswechsel in Polen wurden viele leitende Mitarbeiter und Redakteure beim Hörfunk und Fernsehen gekündigt, andere entgingen ihrer Entlassung in dem sie selbst kündigten. Nun trifft die „Reinigungsaktion” auch die technischen Mitarbeiter.

Nach 9 Monaten im Dienst entlassen wurde Krzysztof Łuszczewski, Abteilungsleiter für Digitalradioentwicklung. Zuvor war Łuszczewski 5 Jahre lag Chefredakteur der vierten Hörfunkwelle. Vor 2009 arbeitete er für die Mediengruppe Eurozet (Planeta FM und Antyradio), davor für die Lokalradios Radio Kolor, Jazz Radio und RMI FM.

Auch der Chefingenieur Paweł Mathia muss nach neuen beruflichen Herausforderungen suchen. Bei Polskie Radio arbeitet er seit 1982. Der Dritte im Bunde ist Jacek Szymanowski. Er war Leiter der Informatik- und Telekommunikationsabteilung bei Polskie Radio, zuvor arbeitet er als Chef der IT-Abteilung bei dem Bahntelekomunikation, berichtet press.pl

http://www.press.pl/newsy/radio/pokaz/51390,Polskie-Radio-zwolnilo-ludzi-zaangazowanych-w-cyfryzacje

von Seltener Besucher - am 03.02.2016 19:05
„Ich bin sehr enttäuscht wie gering der Nutzen ist, nach dem Polskie Radio soviel Geld in neue Technologien investiert hat“, erklärte die neue Geschäftsführerin des Senders Barbary Stanisławczyk diese Woche im Magazin „W Sieci“ (Im Netz). Der Sender wird umgebaut, überflüssige Stellen werden gestrichen. Es herrschen hier Strukturen wie zur Zeiten des Kommunismus, beklagt die neue Chefin. Der Sender wird von Familienclans wie ein Gutshof regiert, die nach ihrem eigenen Gesetzen arbeiten, die nicht durchschaubar sind, erklärt Stanisławczyk. Die Berichterstattung ist überhaupt nicht objektiv, beklagt sie, journalistische Standards werden nicht eingehalten. Die von der PiS-Regierung eingesetzte Frontfrau will aufräumen. Kritisch sieht sie die Protestaktion der ehemaligen Mitarbeiter gegen die Übernahme des Senders durch Leute der amtierenden Regierung. Diese hätte nichts genutzt. Die Aufsichtsräte, die Geschäftsleitung und die Wellenchefs sind alle in den letzten Wochen ausgetauscht worden. Viele Journalisten verließen auf eigenen Wunsch den Sender oder ihre Verträge wurden aufgelöst. Auch schon die neuen von der PiS-Regierung eingesetzten Chefs, schmissen bereits nach einem Monat ihren Job.

Ein Dorn im Auge der neuen Geschäftsführerin sind die Ausgaben für das Digitalradio. Ebenfalls das neu entstandene Nachrichtenprogramm PR24 steht unter Beschuss. Es kostet viel Geld, kann nur in DAB+ und im Internet gehört werden und hat so gut wie keine Hörer. Das wird sich in wenigen Wochen ändern, denn „Czworka“ - das Jugendprogramm von Polskie Radio wird UKW verlassen und wird ausschließlich digital übertragen. Die UKW-Frequenzen übernimmt das Nachrichtenprogramm PR24. Es handelt sich um leistungsschwache Stadtfrequenzen, die nur 17 % der Fläche abdecken. Czworka kämpft in vielen Regionen um eine Einschaltquote von einem Prozent, in den meisten Regionen liegt die Quote darunter.

Über 25 Sender wird der DAB+-Multiplex von Polskie Radio übertragen. 4 weitere Standorte sollten in diesem Jahr dazu kommen. Daraus wird nun nichts. Eine Ausschreibung ist nicht erfolgt. Auch die geplanten neuen Programme sind nicht gestartet worden. Polskie Radio plante ein Programm für Senioren und ein Bildungsradio. Daraus wird wohl nichts mehr, denn der Oberster Rechnunghof veröffentlichte im Januar eine Kostenanalyse, auf die sich alle Digitalradiogegener stürzten. Knapp 18 Mio. Euro würde die Produktion der neuen und Verbreitung aller Programme in DAB+ kosten. Der Wert ist auf 10 Jahre hochgerechnet worden und der Pressewirbel schockierte das Land. Eine Gegenüberstellung der Kosten mit UKW fand in den Medien nicht statt.

Ein neues Mediengesetz wird gerade vorbereitet. Aus dem Abonament wird ein Rundfunkbeitrag, der mit der Stromrechnung erhoben wird. Der neue Rundfunkbeitrag soll auf 3,5 Euro gesenkt werden, knapp 50 Eurocent weniger als jetzt.

http://www.wirtualnemedia.pl/artykul/barbara-stanislawczyk-w-polskim-radiu-ogromny-przerost-zatrudnienia-wielkie-koszty-i-mizerne-efekty-cyfryzacji

von Seltener Besucher - am 31.03.2016 23:12
Trotz einer Partei mit dem Namen „Recht und Gerechtigkeit“ fehlt es in Polen gerade an der Rechtsicherheit. Alle Gesetze werden auf Rechts getrimmt. Alles wird auf dem Prüfstand gestellt. Die Medien sind davon stark betroffen. Das neue Landesrundfunkgesetz wird in wenigen Wochen veröffentlicht. Momentan sind die Programme in der heutigen Form vorgeschrieben, es wird aber nicht so bleiben. Die Änderungen an Czwórka werden öffentlich diskutiert. Genau gesagt der Tausch der Programme. Was sich noch ändert, wird Schritt für Schritt an die Öffentlichkeit drängen. Wer wissen will, was uns erwartet, wenn AfD mehr Macht erhält, sollte einen Blick nach Polen werfen. Gerade heute protestierten viele Menschen gegen die Verschärfung des Abtreibungsgesetzes, dass schon heute radikaler ist als im Iran. Jetzt soll ein komplettes Verbot kommen. Kaum haben die Menschen zu Protest gegen ein neues Gesetz angesetzt, kommt die PiS mit einer neue Regelung im anderen Bereich. Ihren Wahlerfolg hat die Partei sich mit 125 Euro für jedes zweiten Kind erkauft, Alleinerziehende ausgenommen. Wird das erste Kind 18, gibt es auch für das zweite Kind nichts mehr.

http://www.heute.de/glaubensfragen-in-polen-debatte-um-verschaerfung-des-abtreibungsverbots-42936940.html?tabNo=0

von Seltener Besucher - am 03.04.2016 20:29

Re: DAB Polen

Zitat
pro_dabby
Zitat
rassputin
am 1.Juni wird in Polen der Regelbetrieb von dab aufgegnommen.Erst in Warszawa,Gdańsk,Gdynia,Sopot, Wrocław und Poznań.


Welche DAB+-Programme in Polen senden - wenn auch nur zeitweise - in Deutsch?


Ich fand gerade diesen Sendeplan. Er listet unter "Radio Poland" die vermutlich deutschsprachige Sendung "Das Infomagazin aus Polen" für 08:00, 13:30 und 19:30 Uhr (vermutlich MESZ).

Man kann dann ja mal hier reinlauschen, um mehr herauszufinden.

Man sieht da übrigens zwei Kacheln zu "Radio Poland", nämlich "Radio Poland" und "Radio Poland DAB +" - offenbar gibt es zumindest zeitweise unterschiedliche Sendungen auf DAB+ und Nicht-DAB+ (wie bspw. zurzeit). Inwieweit das etwaige deutschsprachige Sendungen betrifft, habe ich auch noch nicht erforscht :rp:

von dab_4 - am 09.07.2016 08:38

Re: DAB Polen

Zitat
dab_4
Zitat
pro_dabby
Welche DAB+-Programme in Polen senden - wenn auch nur zeitweise - in Deutsch?


Ich fand gerade diesen Sendeplan. Er listet unter "Radio Poland" die vermutlich deutschsprachige Sendung "Das Infomagazin aus Polen" für 08:00, 13:30 und 19:30 Uhr (vermutlich MESZ).


Danke.

Zitat
dab_4
Man kann dann ja mal hier reinlauschen, um mehr herauszufinden.

Man sieht da übrigens zwei Kacheln zu "Radio Poland", nämlich "Radio Poland" und "Radio Poland DAB +" - offenbar gibt es zumindest zeitweise unterschiedliche Sendungen auf DAB+ und Nicht-DAB+ (wie bspw. zurzeit). Inwieweit das etwaige deutschsprachige Sendungen betrifft, habe ich auch noch nicht erforscht :rp:


Momentan (09.07.2016 13:36 MESZ) kommt auf Radio Poland und Radio Poland DAB + dieselbe deutschsprachige Sendung (ich höre via Internet). Bei den anderssprachigen Sendungen kommen wohl unterschiedliche Inhalte gleichzeitig. Der Sendeplan gilt offenbar für Radio Poland. Einen vollständigen Sendeplan von Radio Poland DAB + konnte ich bisher nicht finden.

Übrigens kamen in der deutschsprachigen Sendung (seit 13:30 MESZ) noch keine Nachrichten; es läuft ein Gespräch über den deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag von vor 25 Jahren.

von pro_dabby - am 09.07.2016 11:49

Re: DAB Polen

Zitat
pro_dabby
Zitat
dab_4
Zitat
pro_dabby
Welche DAB+-Programme in Polen senden - wenn auch nur zeitweise - in Deutsch?


Ich fand gerade diesen Sendeplan. Er listet unter "Radio Poland" die vermutlich deutschsprachige Sendung "Das Infomagazin aus Polen" für 08:00, 13:30 und 19:30 Uhr (vermutlich MESZ).


Danke.

Zitat
dab_4
Man kann dann ja mal hier reinlauschen, um mehr herauszufinden.

Man sieht da übrigens zwei Kacheln zu "Radio Poland", nämlich "Radio Poland" und "Radio Poland DAB +" - offenbar gibt es zumindest zeitweise unterschiedliche Sendungen auf DAB+ und Nicht-DAB+ (wie bspw. zurzeit). Inwieweit das etwaige deutschsprachige Sendungen betrifft, habe ich auch noch nicht erforscht :rp:


Momentan (09.07.2016 13:36 MESZ) kommt auf Radio Poland und Radio Poland DAB + dieselbe deutschsprachige Sendung (ich höre via Internet). Bei den anderssprachigen Sendungen kommen wohl unterschiedliche Inhalte gleichzeitig. Der Sendeplan gilt offenbar für Radio Poland. Einen vollständigen Sendeplan von Radio Poland DAB + konnte ich bisher nicht finden.


Bei einem Aufenthalt in Polen hörte ich ab und zu mal Radio Poland via DAB+. Eine Abweichung vom o. a. Sendeplan betrifft auch das deutschsprachige Programm: Um 08:00 MESZ gibt es nicht "Das Infomagazin aus Polen", sondern eine Sendung auf Englisch.

Zitat
pro_dabby
Übrigens kamen in der deutschsprachigen Sendung (seit 13:30 MESZ) noch keine Nachrichten; es läuft ein Gespräch über den deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag von vor 25 Jahren.


Am Freitag, dem 15.07.2016 um 13:30 MESZ, hörte ich die deutschsprachige Sendung von Radio Poland in Polen via DAB+ im Auto (also: Radio Poland DAB+); Inhalt: wie oben erwähnt. Für internetlose deutsche Polen-Urlauber also nicht unbedingt vom Hocker reißend.

von dab_4 - am 20.07.2016 07:57
Polskie Radio denkt über die Abschaltung von DAB+ nach. Die Zeitung Rzeczpospolita veröffentlichte auf ihrem Portal ein Interview mit Barbara Stanisławczyk, der Chefin von Polskie Radio, in dem sie eine Entscheidung über die Abschaltung von DAB+ in diesem Jahr ankündigt. DAB+ ist in Polen in Kritik geraten, weil die Senderchefin in den Medien die angeblich hohen Digitalisierungskosten vorstellte. Die Republik war geschockt. Die Presse, die häufig auch an kommerziellen Radiosendern beteiligt ist, schloss sich der Kritik an. Die Rede war von 12,5 Mio. Euro für 3 Jahre. Nach ihrem Amtseintritt besuchte Stanisławczyk Zeitungsredaktionen, um über den desolaten Zustand zu berichten, den ihre Vorgänger in dem Sender hinterlassen haben. Die Rhetorik wird von der neuen Recht-und-Gerechtigkeit-Regierung vermehrt verwendet, um zu zeigen, dass die Vorgängerregierung die Posten schlecht besetzt hatte. Die Kritik wendet sich gegen die heutige Opposition, die liberale Bürgerplattform, die das Land 8 Jahre regierte. Seit dem Regierungswechsel werden viele Posten an parteitreue PiS-Mitarbeiter verteilt. Qualifikation spielt oft keine Rolle, wichtig sind Verdienste für die Partei, die mit Posten entlohnt werden. Die Opposition erstellt momentan Listen, welche Posten neu besetzt wurden.

Im Interview für Rzeczpospolita verstrickt sich Barbara Stanisławczyk in Widersprüchen. Einerseits bemängelt sie die hohen Digitalisierungskosten, anderseits lobt sie den Bau von neuen Studios für das Nachrichtenprogramm PR24, das im Jahr 2013 bis 2015 über DAB+ und das Internet zu empfangen war und seit diesem Monat auf UKW senden darf. Schaut man sich die Kosten für die Digitalisierung genau an, dann sind von den 52 Mio. Zloty (12,5 Mio. Euro) fast 30 Mio. Zloty in die neuen Programme PR24, Rytm und das Kinderprogramm PR Dzieciom geflossen. Fast 14 Mio. Zloty sind in die Technik geflossen aber nur 8,5 Mio. für die Verbreitung der Programme im Zeitraum von 3 Jahren. Die Ausstrahlungskosten für die Regionalprogramme liegen bei 2,5 Tsd. Euro/Monat für einen 10 kW Sender von Polskie Radio. Dabei ist es egal, ob dort ein oder zwei Programme übertragen werden, geht es aus dem Greenbook des pol. Rundfunkrats hervor. Doch so detaillierte Aussagen präsentiert Stanisławczyk nicht. Es soll nur 1,5 Tsd. DAB+-Empfänger in Polen geben. Die Digitalisierung des Hörfunks ist gescheitert, behauptet sie.

Polskie Radio soll auf das Internet setzt, es werden neue Programme im Internet entstehen.
Der Programmaustausch mit den Ländern der Visegrád-Gruppe wird verstärkt und es sollen gemeinsame Sendungen produziert werden. Auch der Geldfluss im Sender wurde vereinheitlicht, die Entlohnung erfolgt nach dem Leistungsprinzip. Trotz immer mehr Werbung, brechen dem Sender die Einnahmen weg. Im letzten Jahr hat Polskie Radio ein Plus erwirtschaftet, nach dem Führungswechsel in diesem Jahr wird ein dickes Minus erwartet, eine Unterfinanzierung von 8 Mio. Euro. Da wird schnell zu Rotstift gegriffen, die DAB+-Verträge mit dem Netzbetreiber sollen vorzeitig gekündigt werden. Da der gleiche Betreiber auch das UKW-Netz für Polskie Radio bereitstellt, hofft man auf Einigung. Geschätzt nur 10 % der Polen zahlen ihren Rundfunkbeitrag, Polskie Radio kämpft mit den kommerziellen Anbietern um Werbeerlöse.

Unverändert hat Polskie Radio mit Verlusten in der Hörerschaft zu kämpfen, während die Quote von Trójka, dem Dritten Hörfunkprogramm einen leichten Aufwärtstrend aufweist, fiel die Quote des ersten Programms Jedynka in der ersten Jahreshälfte auf ein neues Tief. Traditionell steigt die Quote in den Sommermonaten, wenn der Sender Konzerte in einigen kleinen Städten veranstaltet. Eine Verjüngungskur steht für Jedynka an. Das zweite und vierte Programm bemühen sich um eine Einschaltquote von 1 %, sind von diesem Ergebnis weit entfernt. Deshalb wurde das Jugendprogramm Czwórka von UKW verbannt und sendet neuerdings nur in DAB+ und dem Internet, aber wie lange noch? Statt Czwórka sendet nun auf UKW das Nachrichtenprogramm PR24. Stanisławczyk hofft auf einen Marktanteil von 1 %, in vielen Regionen wäre es eine Verdoppelung der heutigen Einschaltquote.

Wiedersprüche gibt es auch in Personalfragen. In einem Satz betont Stanisławczyk, dass die Hörer keine spontanen Änderungen im Programm mögen, doch auf die Frage zu Entlassungen von beliebten Moderatoren der erfolgreichsten Welle Trójka entgegnet sie: „Warum glauben Sie, dass nach der Entlassung von einigen beliebten Moderatoren die Quote nicht steigen wird?“ Dann wird Sie auf die Protestwelle im Internet angesprochen und weicht aus.

Die Verträge mit dem Netzbetreiber Emitel laufen noch 1,5 Jahre. Am 6. Oktober findet in Krakau eine Konferenz statt, zu der internationale Gäste aus der Autoindustrie, Journalisten und Politiker eingeladen sind. Viele Länder hätten in DAB+ investiert und die Anzahl der Hörer sei überall gering, sagt Stanisławczyk. Erst dann wird die Entscheidung verkündet.

von Seltener Besucher - am 20.09.2016 18:38
DAB+ im Polen erreicht 53,8 % der Einwohner und 31 % der Fläche des Landes, heißt es im Greenbook. (Auf den letzten Seiten sind interessante Karten)

Aktuelle Stand

Der Ausbau sollte erfolgen in mehreren Schritten bis 2020
(Die Karten werden angezeigt ohne Werbeblocker):

http://satkurier.pl/news/106686/plan-wdrazania-dab-w-polsce-z-mapkami-zasiegu.html

Die privaten Hörfunksender wurden gefragt und haben dafür gestimmt, dass die DVB-T-Abdeckung im VHF III (MUX-8) an Fernsehen vergeben wird. Jetzt klagen sie, dass das DAB+-Netz nicht feinmaschig ist. Die nötigen Frequnezen fehlen jetzt. Außerdem haben sie die erste DAB-Konferenz der Landesmedienanstalt gemeinsam verlassen und sind bei den folgenden nicht mehr erschienen. Den Markt in Polen dominieren RMF FM/RMF Maxxx (dt. Bauer Gruppe), Radio Zet (Lagardère Groupe, Frankreich), Polskie Radio (pol. Staat), Grupa Radiowa Time u.a. ESKA/WAWA/VOX (pol. ZPR Media) und Agora u.a. TOK FM, Zlote Przeboje, Rock Radio, Radio Pogoda (int. Streubesitz). Die ausländischen Gruppen bestimmen den Markt und die anderen sind zu schwach, um einen Alleingang zu wagen.

von Seltener Besucher - am 20.09.2016 22:52
Neu in den Senderdaten der BNetzA am 29. Mai:

Land	Kanal	Sendername		Status	ERP V	Polaris	AntChar	StOHöhe	AntHöhe	Datum Änd

NEU:
POL 7C Gorzow Wlkp Podmiejska A4 30.0 V N 67 97 24.05.2017
POL 11D Koszalin Gora Chelmska A4 30.0 V N 105 87 24.05.2017
POL 5D Leszno Dekana A4 30.0 V N 91 76 24.05.2017
POL 12A Opole Harcerska A4 30.0 V N 161 127 24.05.2017
POL 5C Poznan Gdynska A4 30.0 V N 78 181 24.05.2017
POL 10A Slupsk Koszalinska A4 30.0 V N 35 95 24.05.2017
POL 11C Szczecin Warszewo A4 30.0 V N 105 116 24.05.2017
POL 7A Walbrzych Chelmiec A4 20.0 V N 869 48 24.05.2017
POL 11A Wroclaw Lowiecka A4 33.0 V N 122 117 24.05.2017
POL 9B Zielona Gora Kukulcza A4 30.0 V N 183 38 24.05.2017


Umrechnung dBW --> kW (gerundet):

20.0 --> 0.1 kW
27.0 --> 0.5 kW
30.0 --> 1 kW
33.0 --> 2 kW

Seltener Besucher hat dazu geschrieben:

>> Schau mal ...
http://www.radiowoche.de/polen-konsultation-ueber-digitalstrategie-fuer-die-naechsten-fuenf-jahre/ > Fangen wir mal am Anfang der Fernsehdigitalisierung an. Also da wo in Deutschland das Ende war, war in Polen der Anfang. Damals – so im Jahre 2008 – stritten sich die von der ‚Recht- und Gerechtigkeit-Regierung‘ eingesetzten Amtsleiter der Netzagentur UKE und der Landesmedienanstalt KRRiT, wer nun eigentlich für die Digitalisierung zuständig wäre. Mittlerweile hat die Bürgerplattform (PO) die Regierung übernommen, hat aber noch nicht schnell genug die Amtsleiter ersetzen können und schaute dem Treiben entsetzt zu. Die Digitalisierung stockte.

Wie heißt das Zaubermittel, um alles was einem in den Kopf kommt, demokratisch genehmigt zu bekommen? Richtig: Bürgerbeteiligung. Damit kommen wir zum Fehler Nr. 1:

Im Jahr 2008 führe der Netzagentur UKE eine Konsultation mit Bürgerbeteiligung durch. Es wurden 15 Antworten eingesandt, davon 5 durch Programmanbieter, dann war noch Nokia Siemens Networks dabei und 7 Netzwerkbetreiber und ein paar Institutionen. Es gab einen Willigen, der DVB-H aufbauen wollte, der bekam eine landesweite Frequenzkette. Am Anfang nur in den Großstädten, ab 2015 im ganzen Land. Ein paar Jahre wurde in DVB-H gesendet, dann gab es keine neuen Geräte auf dem Markt. Es wurde auf DVB-T umgestellt und die Kette wechselte den Besitzer. Der aktive Netzbetreiber darf die Frequenzen noch bis 2023 nutzen. Glückwunsch!

Ab dem Jahr 2010 wurde dann auch das ganz normale DVB-T ohne Verschlüsselung eingeführt:
MUX-1 (UHF): 7 private Programme und TVP abc (Kinderkanal)
MUX-2 (UHF): nur private Programme
MUX-3 (UHF): nur TVP
MUX-4 (UHF): erst DVB-H, dann DVB-T, immer verschlüsselt
MUX-x (UHF): In wenigen Regionen Lokalmultiplexe.

Nun gab es viele Anbieter in die DVB-T drängen, also wollte man einen weiteren MUX startet. Für MUX-5 gab es nicht ausreichend Frequenzen und man hatte schon die digitale Dividende im Hinterkopf. Also griff man zum VHF-Band. DAB+ wollte in Polen niemand betreiben. Polskie Radio wurde fast gezwungen. Nur die wenigsten Regionalanstalten waren davon begeistert. Es gab erneut eine Konsultation und es wurde bestätigt, weil keiner DAB+ will, starten wir im VHF III Bereich DVB-T.

MUX-8 (VHF III): 3 SD Slots für TVP, 4 für private Programme

Der Multiplex wurde aufgebaut (im Sommer 2017 werden 95 % Abdeckung erreicht), die 4 Plätze wurden an die kommerziellen Anbieter vergeben, die starteten ihr Programm. Die drei Plätze für TVP bleiben seit 6 Monaten leer.

Nun gibt es aber ein Problem. In einigen Regionen Polens wurde das analoge TV schon längere Zeit (ich glaube seit dem Verzicht auf das Band VHF I) nur im UHF-Bereich gesendet. Die Menschen haben keine Antenne für VHF III auf dem Dach. Andere montierten eine neue Antenne für DVB-T im UHF-Bereich und haben deshalb keine andere Antenne mehr. Für 4 Programme installiert sich keiner eine neue Antenne. Alle neuen Programmanbieter sind total stinkig. Der Netzbetreiber Emitel, weil er nur 4/7 des Multiplexes bezahlt bekommt, die neuen Anbieter, weil sie nur eine geringe Reichweite erzielen und die Werbeeinnahmen nicht sprießen. Also jagen gerade alle ihre Rechtsanwälte aufeinander.

Vor etwa 2 Jahren wurde ein Greenbook für DAB+ von der KRRiT erstellt. Dort hat man festgestellt, dass man in einigen Regionen nicht alle UKW-Programme in vernünftiger Tonqualität in die drei Multiplexe bekommt. Die Hörfunksender wollen gar nicht die Reichweite steigern, die sind nur an Großstädten interessiert und die Markregulierer wollen die Frequenzen nicht für die Städte umwidmen. Wer will schon für eine höhere Reichweite bezahlen, an der die Werbewirtschaft nicht interessiert ist. DAB+ wird gestartet mit einer Frequenzknappheit, aber ohne Anbieter. Im Hinterkopf haben alle die Idee, dass alle UKW-Programme auch in DAB+ wechseln werden.

KRRiT hat seine Strategie für die nächsten 5 Jahre konsultiert. Die Idee DAB+ erst im lokalen Bereich auszuprobieren wird nun durchgezogen. Ich weiß, dass es Leute gibt, die diese Netze aufbauen wollen. Ich weiß nur nicht, wer dort senden will.

Die Idee ist die folgende: erst bauen wir die Netze in den Städten auf, dann vergrößern wie die Reichweite aufs Land.

Ich glaube mittlerweile, dass alle diese Multiplexe so ohne Abstriche koordiniert werden. Es sind nicht 10 Multiplexe, es dürften weit mehr sein, ich schätze mal 50. Die werden nie alle auf Sendung gehen. Die werden auf Vorrat koordiniert, wie DVB-T-Regionalmuxe in der Vergangenheit. Man nimmt den Programmveranstaltern mit viel Aufwand den Wind aus den Segeln. Ihr sagt, ihr könnt nicht lokal senden? Kein Problem, wir haben für alles eine Lösung.

Wer sich am meisten stören wird, sind die Polen gegenseitig. Das haben die bereits 1984 erreicht. Damals war die Regierung der Volksrepublik Polen überzeugt, CCIR-UKF-Band werden wir nie brauchen. Jetzt haben sie keine brauchbaren Frequenzen. Nur 100 kHz Unterschied zwischen Gdansk und Bydgoszcz? In Schlesien Störungen durch einstrahlende tschechische Sender? Schlechte Planung rächt sich.

Ich bin nicht häufig mit dem Auto die Strecke von Szczecin nach Gdansk gefahren, aber es gab immer die eine oder andere Stelle, wo Dänemark oder Schweden gingen. Stellt man sich auf einen Aussichtsturm in der Nähe der Ostsee/des Baltikum, dann empfängt man schon die Sender von der Gegenseite. Schweden ist leider zum Teil verschlüsselt, aber die Sender werden eingelesen auch mit einer 15 cm Antenne. Russland konnte ich nicht empfangen, aber Lettland und Riga gehen auch an der poln. Ostseeküste. Klar wird man sich stören. Mal sehen auf welche Ideen noch die BNetzA kommt, wenn in Deutschland das letzte aus dem Frequenzspektrum herausgeholt wird.

von Manfred Z - am 30.05.2017 07:36
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