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DAB Digitalradio Forum
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Tote Hose im L-Band (DAB)

Startbeitrag von raeuberhotzenplotz1 am 19.04.2013 21:11

Habe seit einigen Tagen meinen neuen VW mit RCD310 und DAB Tuner. Bin sehr begeistert, endlich sunshine live überall ohne Rauschen :) Sogar der Schweizer 7D kommt hier in Ulm noch.

Das Radio kann auch die L-Band Kanäle, dort ist aber gar nix zu finden. Wie ist der aktuelle Status? Habe das die letzte Zeit nicht mehr verfolgt. Bin mir aber sicher, daß am Kuhberg früher auch mal ein L-Band Sender aktiv war. Hat man das eingestellt, als das ganze Band III für DAB frei wurde?

Die 50 interessantesten Antworten:

Soweit ich weiß wird in Deutschland das L-Band für DAB nicht mehr genutzt. Im Nachbarland Tschechien dagegen kann man DAB im L-Band empfangen.

von 101,4 - am 19.04.2013 21:14
...und selbst dort fängt man endlich an das L-Band aufzugeben (11A).

von Rosti 2.0 - am 20.04.2013 06:17
Zitat
raeuberhotzenplotz1
...bin mir aber sicher, daß am Kuhberg früher auch mal ein L-Band Sender aktiv war.


Es gab einen Sender in Ermingen mit 1kW und einen Füllsender auf dem Telekom-Mast in der Olgastraße mit 50W. Beide sind aber schon seit einigen Jahren ausser Betrieb.

von RolfS - am 20.04.2013 07:01
Ist nicht in Frankreich das L-Band für terrestrische Stützfrequenzen für das mobile Satellitenradioprojekt vorgesehen? Vor ein paar Monaten wurde darüber doch mal ansatzweise diskutiert, oder habe ich das falsch in Erinnerung?

von CBS - am 20.04.2013 07:25
Zitat
raeuberhotzenplotz1

Das Radio kann auch die L-Band Kanäle, dort ist aber gar nix zu finden. Wie ist der aktuelle Status? Habe das die letzte Zeit nicht mehr verfolgt. Bin mir aber sicher, daß am Kuhberg früher auch mal ein L-Band Sender aktiv war. Hat man das eingestellt, als das ganze Band III für DAB frei wurde?


Das L-Band wurde in Deutschland bis vor ein paar Jahren für die Lokalmux in einigen Ballungszentren genutzt. U.a München, Nbg., Halle, Berlin usw. Weiterhin wurde das L-Band auch für Übertragungen von Lokal-TV zu diversen dezentralen Antennengemeinschaftskopfstationen genutzt. Mein Woody konnte in Verbindung mit einem PDA diese Übertragungsdaten zwar einlesen und anzeigen aber nicht darstellen. Mir bekannt sind da u.a. die Verbreitung des Kabeljournal und eines Anbieters in Weißenfels über diesen Weg.

von xamsa - am 20.04.2013 08:27
Wir können froh sein, dass das L-Band tot ist und sich alles im Band III abspielt. Das L-Band ist einfach unbrauchbar für DAB...

von DigiAndi - am 20.04.2013 09:34
Zitat
CBS
Ist nicht in Frankreich das L-Band für terrestrische Stützfrequenzen für das mobile Satellitenradioprojekt vorgesehen?

In Österreich wurden für den Worldspace Nachfolger vor einigen Jahren Stützfrequenzen im L-Band vergeben. Aber das Projekt wurde ja beerdigt.

S-DAB(+), also DAB(+) über Satellit, funkt auch im L-Band. Aber bis jetzt ist da noch nix OnAir.

von Spacelab - am 20.04.2013 09:55
Das Letzte was ich vom L-Band sah, war ein Mini-Mux im alten L-Band-Kanal Frankfurt am Main. Da wurden (oder werden immer noch) die Anzeigen der U-Bahn versorgt. Leider verfüge ich über keinen Empfänger mehr, der L-Band kann.
Schönes Wochenende
Reinhold

von Reinhold Heeg - am 20.04.2013 10:35
Laut Wohnort war der LG in Frankfurt zumindest letztes Jahr im Sommer noch on-air.

von Japhi - am 20.04.2013 10:38
Zitat
DigiAndi
Wir können froh sein, dass das L-Band tot ist und sich alles im Band III abspielt. Das L-Band ist einfach unbrauchbar für DAB...


Richtig!

Das L-Band ist auf Grund der hohen Frequenzen für mobilen Rundfunk-Empfang überhaupt nicht geeignet. Ohne quasi-optische Sicht ist hier recht schnell Ende im Gelände.


MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 20.04.2013 12:52
Zitat
Studio Leipzig


Das L-Band ist auf Grund der hohen Frequenzen für mobilen Rundfunk-Empfang überhaupt nicht geeignet. Ohne quasi-optische Sicht ist hier recht schnell Ende im Gelände.


Dem kann ich nicht so ganz zustimmen. Ich konnte z.B. das L-Band von Halle beständig auf der A 72 zwischen Hartenstein und Zwickau empfangen und der Nürnberger 10C geht auch nicht weiter, als der damalige L-Band Kanal.

von xamsa - am 20.04.2013 13:00
Hier im Saarland hat das L-Band trotz des fragwürdigen Funzelnetzes auch sehr gut funktioniert. Allerdings war eine Deep Inhouse sehr schwierig mit dem L-Band.

von Spacelab - am 20.04.2013 14:15
Ich würde es gerne sehen als Satellitenfunk, ähnlich wie es in Korea gemacht wird - in Kombination mit den terrestrischen DAB-Sendern. Natürlich am liebsten europaweit mit etwa 80 Programmen. Dabei sollten die grössten 5-6 Länder etwa je 4-8 Programme beisteuern, den Rest verteilt auf etwa 1-2 Programme pro Land. Aber der Zug dazu ist wohl schon abgefahren....

von drahtlos - am 20.04.2013 15:16
Technisch ist das zwar möglich und auch mit jedem L-Band tauglichen DAB(+) Radio zu empfangen aber irgendwie hat Satradio in Europa kein leichtes Spiel bisher gehabt und wird es wohl auch nie haben.

von Spacelab - am 20.04.2013 15:24
Zitat

der Nürnberger 10C geht auch nicht weiter, als der damalige L-Band Kanal.


Aber auch nur, weil auf 10C von niedrigen Standorten gefunzelt wird. 4kW vom hohen Fernmeldeturm, das würde deutlich weiter gehen als damals das L-Band mit gleichen Parametern. In München ist es ein Riesenunterschied zwischen LG damals und 11C heute.

von Habakukk - am 20.04.2013 15:25
Das L-Band war aber aus DXer sicht heiß. :hot: Von einem hohen Berg aus konnte man sogar weit entfernte Funzeln aufnehmen. Da waren oft trotz mickriger Leistung sehr erstaunliche Reichweiten drin.

von Spacelab - am 20.04.2013 15:37
Im Saarland ging damals das L-Band vor dem Band III in Betrieb.

von Marcus. - am 20.04.2013 17:58
Ja weil bei uns wegen der TV Sender aus dem benachbarten Ausland die Band-III Frequenzen knapp waren.

von Spacelab - am 20.04.2013 18:03
Ich erinnere mich sogar an einen Tropoempfang des Leipziger L-Band Senders am noerdlichen Berliner Stadtrand. Zugleich kann ich mich aber auch daran erinnern, wie bescheiden der Empfang der Berliner Sender im L-Band war. Mit ordentlicher Antenne ging es gut, der ansonsten im L-Band sehr empfindliche Lagio hatte in nur 22 km Entfernung keinen Mobilempfang in der Bewegung zugelassen.

von PowerAM - am 20.04.2013 19:37
Schade das es L Bandmäßig nichts mehr gibt.
Ich hatte schon seit längere zeit geplant einen DAB+ Empfänger mit L Band und eine Richtyagi für L Band zu kaufen.
Aber wenn ich das hier so lese kann ich das Projekt wohl aufgeben und mehr für Band III investieren.
Da ja eh auf langer sicht bei uns DAB Mäßig nichts Passieren wird kann ich Yagi und VV mäßig (für zukünftigen DAB NL Empfang) aufstocken.

von _Yoshi_ - am 20.04.2013 19:47
Ich haette noch eine Yagi fuer diesen Bereich und es ist sogar die, mit der mir der Leipzig-Empfang gelang. In erreichbarer Entfernung habe ich nun nichts mehr. Falls Du sie willst, melde dich...

von PowerAM - am 20.04.2013 20:35
@PowerAM
Danke für das Angebot, aber ich hab hier noch ein VHF Band III Yagi herumliegen.
Mit der einen Empfange ich schon bereits den Bundesmux aus Bremen.
Ich warte erstmal ab auf welchen Kanal Smilde aufschaltet, damit ich passende Weichen zum zusammenschalten kaufen kann.

@all

Könnte man nicht mit einer SDR Software und dem enthaltenen Wasserfalldiagramm das L Band auf DAB Signale Beobachten ?

von _Yoshi_ - am 20.04.2013 21:01
Ist "Tote Hose in XXX" die neue Sprachregelung für "XXX vor dem AUS" ?

Das Electronic Communications Committee (ECC) bei der CEPT bereitet das AUS jedenfalls vor.

Das ECC ist beauftragt worden, Vorschläge für die zukünftige Nutzung des Bandes zu machen und hat im Februar einen Bericht vorgelegt. Das Band soll primär für ergänzende Mobilfunk-Downlinks genutzt werden (8 Blöcke zu 5 MHz). Auf nationaler Basis soll weiterhin die Nutzung für T-DAB möglich sein. S-DAB soll abgeschafft werden. Eine Entscheidung für die veränderte Nutzung des Frequenzbereiches könnte auf der WRC-15 (November) gefällt werden.

"ECC Report 188 - Future Harmonised Use of the 1452-1492 MHz in CEPT"

http://www.ecodocdb.dk/doks/doccategoryECC.aspx?doccatid=4&alldata=1#1650

Aus der EXECUTIVE SUMMARY:

Zitat

The 1452-1492 MHz band has remained unused in most European countries for the past decade.
Since 2002, the 1452-1479.5 MHz sub-band has been harmonised for Terrestrial Digital Audio
Broadcasting systems (T-DAB) through the Maastricht, 2002 Special Arrangement. The arrangement
was later revised in Constanţa, in 2007. Since 2003, the 1479.5-1492 MHz sub-band has been
harmonised for Satellite Digital Audio Broadcasting (S-DAB) through the ECC/ DEC/(03)02. The
1452-1492 MHz is indifferently referenced to, in Europe, as the L-band, 1.4 GHz or 1.5 GHz.

Late 2010, CEPT decided to undertake a review of the use of the L-band with the aim to change the
current situation and enable the use of those 40 MHz of prime spectrum for new services and
applications that could bring substantial social and economic benefits for Europe. In December 2010,
the ECC launched a questionnaire to CEPT administrations and industry in order to identify the current
and potential candidate applications. In May 2011, the ECC established a Project Team to determine,
based on an impact analysis, the most appropriate future use(s) of the 1452-1492 MHz band in CEPT. [...]

The conclusion is that the most appropriate regulatory framework for the future use of the 1452-1492
MHz band in CEPT is the harmonisation of this band for mobile broadband / mobile supplemental downlink,
while allowing individual countries to adapt to specific national circumstances in part of the
band for terrestrial broadcasting and other terrestrial applications. This regulatory framework will
bring the highest benefits for CEPT, with those benefits being maximised when mobile supplemental
downlink is deployed under this framework.

The implementation of this regulatory framework would consist of the following:

• The ECC will adopt an ECC Decision designating the band for Mobile/Fixed Communication
Networks (MFCN) supplemental downlink and defining the Least Restrictive Technical
Conditions with a harmonised band plan for the 1452-1492 MHz band, based on 8 blocks of 5
MHz with associated generic BEM and restricted BEM (for coexistence between uplink and
downlink blocks).

• The ECC/DEC/(03)02, which currently harmonises the sub-band 1479.5-1492 MHz for
Satellite Digital Audio Broadcasting within CEPT, will be suppressed.

• An administration wishing to implement terrestrial digital sound broadcasting networks
in part of the 1452-1492 MHz may choose to do so using the MA02revCO07 Arrangement and its
possible Plan modifications.

• The MA02revCO07 Agreement will be retained for cross-border coordination bilateral
agreements in the sub-band 1452-1479.5 MHz, between Terrestrial Broadcasting (for
countries wishing to deploy terrestrial broadcasting in part of the band) and mobile services
similar to the framework developed by CEPT for the 800 MHz band with GE06 and ECC/DEC.

• CEPT should consider proposing an agenda item at the next WRC to introduce pfd limits to be
included in Article 21 of the RR. The objective is to protect MFCN use within CEPT from
harmful interference from satellite use outside CEPT.

• Mobile to mobile cross-border coordination in the band 1452-1492 MHz will be subject to an
ECC Recommendation for bilateral agreements as for other mobile to mobile cross-border
coordination in other bands.


von Manfred Z - am 20.04.2013 21:37
Die fürs L-Band gedachten Türmchen (sicher: Höhenkirchen, unsicher: Markt Schwaben) rund um München tragen heute alle Mobilfunk. Bei der räumlichen Nähe merkt man, wie viel Standorte für L-Band nötig gewesen wären, das hätte in einem Endausbau selbst bei einem kleinen Zielgebiet etliche Sender benötigt.

von elchris - am 21.04.2013 11:13
S-DAB(+) ist ja auch Käse. Mobiles Satradio ist zu teuer und lässt sich nur durch zahlende Abonnenten halbwegs finanzieren. Und dann auch nur wenn man genug Abonnenten zusammen bekommt.

von Spacelab - am 21.04.2013 16:19
Danke für die Infos. Ich denke auch, daß DAB+ mit dem Band III recht gut bedient ist.

Mobiles SAT Radio gibt's übrigens in den USA (Sirius), aber es kostet Abogebühren...

von raeuberhotzenplotz1 - am 21.04.2013 19:54
Ja und die USA hatte man als Vorbild genommen und wollte es nach Europa übertragen. Man hat nur vergessen das die USA ein ganz anderer Markt sind. Aber auch in den USA hat das mit dem Satradio nicht so geklappt wie sich das die Betreiber vorgestellt hatten. Der Markt hat nicht genug hergegeben für 2 Satradio Systeme. Deshalb haben ja auch XM und Sirius vor Jahren (2007) bereits fusioniert zu "Sirius XM Satellite Radio".

von Spacelab - am 21.04.2013 20:01
Déjà-vu? http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?15048,237994,1053708#msg-1053708

Zitat
Spacelab
Ja und die USA hatte man als Vorbild genommen und wollte es nach Europa übertragen. Man hat nur vergessen das die USA ein ganz anderer Markt sind. Aber auch in den USA hat das mit dem Satradio nicht so geklappt wie sich das die Betreiber vorgestellt hatten. Der Markt hat nicht genug hergegeben für 2 Satradio Systeme. Deshalb haben ja auch XM und Sirius vor Jahren (2007) bereits fusioniert zu "Sirius XM Satellite Radio".

Nicht zu vergessen in welchen Breitengraden wir uns hier im Gegensatz zu den USA bewegen, das macht ein satellitengestütztes Radio in Europa ungleich schwerer! Aber auch das hatten wir bereits ein paar Jahre zuvor hier im Forum diskutiert, jaja ich weiß die lausige Forensuche :D

von Rosti 2.0 - am 22.04.2013 06:59
Ich warte nur, bis das Band III irgendwann überfüllt ist und irgendein Medienmensch in den Raum wirft das L-Band zu rekativieren. Ich weiß, das dauert noch ewig, aber ich warte echt drauf.

von Chris4981 - am 22.04.2013 07:14
Für Uni und/oder Lokalradios wird das sicherlich irgendwann kommen. Irgendwer gräbt das L-Band dann bestimmt wieder aus.

von Spacelab - am 22.04.2013 07:28
Warum? Dass das L-Band eigentlich nichts taugt, wusste man doch schon immer. Ich dachte der Sinn hinter der geplanten UKW-Abschaltung sei es genau diese Kapazitäten ebenfalls für DAB+ freizuräumen? Einen anderen Sinn würde eine UKW-Abschaltung doch sonst gar nicht machen. UKW und MW liefen ja schließlich auch 60 Jahre parallel.

von Bolivar diGriz - am 22.04.2013 09:55
Das Band-II, also das UKW Band, war nie für DAB vorgesehen.

von Spacelab - am 22.04.2013 10:19
Über DAB im Band II wurde m.W. in den Anfangs(Entwicklungs)jahren nachgedacht (Band III war ja noch mit TV belegt), aber später wieder verworfen, da auch auf lange Sicht nicht machbar.

von Japhi - am 22.04.2013 10:23
Zitat
Exidor
Warum? Dass das L-Band eigentlich nichts taugt, wusste man doch schon immer. Ich dachte der Sinn hinter der geplanten UKW-Abschaltung sei es genau diese Kapazitäten ebenfalls für DAB+ freizuräumen? Einen anderen Sinn würde eine UKW-Abschaltung doch sonst gar nicht machen. UKW und MW liefen ja schließlich auch 60 Jahre parallel.


Das aktuelle UKW-Band für DAB - das kann man vergessen: Das kann kein aktueller Empfänger - und viele Empfänger können nicht aktualisiert werden. Man hätte wieder mal ein Henne-Ei-Problem.

Eine UKW-Abschaltung ist irgendwann mal wirtschaftliche Vernunft. Eine UKW-Abdeckung ist 5-10 mal teurer als eine DAB-Abdeckung, insofern ist eine UKW-Abschaltung dringend geboten, wenn die Bevölkerungsmehrheit irgendwann mal nicht mehr UKW nutzt...

von DH0GHU - am 22.04.2013 10:32
Man beachte und unterschreibe deinen letzten Halbsatz!

In der Vergangenheit gab es ja so schwachsinnige Pläne wie UKW 2012 2015 oder 2018 abzuschalten. Alle diese Ideen sind aus gutem Grund vom Tisch.
Ob man später einmal das UKW-Band oder das L-Band hinzunimmt, ist die Frage. L-Band haben nur die DAB-Radios der ersten Generation. Diese können aber kein DAB+. Neuere Radios empfangen immerhin das UKW-Band (analog natürlich), vermutlich dürfte bei sehr vielen Modellen ein Softwareupdate reichen, damit auch dort DAB+ empfangen werden kann. Auch wenn nicht: Falls man mal im Jahr 2018 oder so beschließt, dass beispielsweise 2025 UKW wirklich auf DAB+ (oder was auch immer) umgestellt wird, haben die Hersteller und Kunden ja genug Vorlaufzeit, damit zum Tag X genügend Empfänger bereit stehen.

von Bolivar diGriz - am 22.04.2013 11:37
Es können alle DAB+ Empfänger mit Venice Chipsatz das L-Band. Nur ist es Firmwareseitig nicht implementiert. Dies ließe sich aber durch ein entsprechendes Update ganz einfach lösen.

von Spacelab - am 22.04.2013 11:41
Das Pioneer DEH-X8500 DAB kann auch das L-Band. Hat mich noch gewundert, weil das L-Band doch eig. tot ist.

von Sebastian Dohrmann - am 22.04.2013 12:51
Das ist es ja nicht ueberall. Und die Maerkte, in denen das noch eine Violine spielt, wollen auch bedient werden...

von PowerAM - am 22.04.2013 13:07
Zitat
Spacelab
Es können alle DAB+ Empfänger mit Venice Chipsatz das L-Band.


Sind da keine weitere frequenzbestimmende Teile nötig ?

von digi-john - am 22.04.2013 13:09
Zitat
Chris4981
Ich warte nur, bis das Band III irgendwann überfüllt ist und irgendein Medienmensch in den Raum wirft das L-Band zu rekativieren. Ich weiß, das dauert noch ewig, aber ich warte echt drauf.


die Laender in denen das am wahrscheinlichsten geschieht, waere Italien oder Irland. Beide verfuegen ueber eine relativ lebhafte Rundfunkszene auf fast allen Frequenzbereichen. Mal sehen.

von 102.1 - am 22.04.2013 13:09
@digi-john: Nein. Bis auf die Antenne ist alles auf dem Modul drauf was zum empfang benötigt wird.

von Spacelab - am 22.04.2013 13:11
Ist in Frankfurt nicht noch immer der L-Band Sender an wegen andere Dienste? Ich meinte sowas gelesen zu haben...?

von Jassy - am 22.04.2013 13:14
Bis zum Tag, an dem die Privatsender den Medienanstalten die Wände einrennen, doch bitte das L-Band für DAB+ zu öffnen, weil das Band III schon mit Muxen überfüllt ist, wird es wohl noch ein bisschen dauern.

von freiwild - am 22.04.2013 13:18
Wegen dem L-Band wird den Medienanstalten kein Privatsender die Bude einrennen. Der Grund dafür ist dass 9 von 10 DAB+ Radio-Gerätemodellen gar keinen L-Band-Empfang mehr unterstützen.
Ohne entsprechende Empfangsgeräte in den Haushalten ist das L-Band für Privatsender unattraktiv.

Ich denke eher dass es nach einer Migration von einer gewissen Anzahl von Radioprogrammen hin zu DAB+ zu einer Neuordung des UKW-Rundfunk-Frequenzbandes kommen wird, evt. auch auch zu einer Umstellung von FM auf DRM+.

von Winnie2 - am 22.04.2013 13:30
Wie bereits gesagt genügt ein Firmwareupdate um die DAB+ Kisten L-Band fähig zu machen. Oder besser gesagt, das L-Band freizuschalten.

Ich weiß nicht warum manche immer wieder DRM+ ausbuddeln müssen. Das ganze ist über die Experimentierphase nie drüber raus gekommen. Außerdem zeigte es sich nur mäßig resistent gegenüber Mehrwegeempfang. Das System ist noch toter als sein Bruder ohne "+". Das wurde wenigstens fertig standardisiert.

von Spacelab - am 22.04.2013 13:42
die meisten heute verkauften Kisten lassen sich leider nicht updaten.
Außerdem zeigt die Erfahrung, dass nach Verkaufsende eines Gerätes das Interesse der Hersteller an Updates drastisch nachläßt. Stichwort Cowon.

von DH0GHU - am 22.04.2013 13:50
Im Band III sind zumindest hierzulande ca. 6-7 Bedeckungen vorgesehen. Mit jeweils bis zu 18 Programmen pro Ensemble ergibt das gut 100 Programme, die ohne groessere Verrenkungen pro Region moeglich waeren Overspill (den es eingeschraenkt ja weiterhin gibt) nicht eingerechnet.

Braucht es da wirklich noch L-Band oder DRM+? Irgendwann kommt der Werbemarkt an seine Grenzen und die Vielfalt des Internets laesst sich sowieso nicht abbilden.

von Habakukk - am 22.04.2013 14:07
Mal davon abgesehen das wir hier über Eier reden deren Henne die diese mal legen sollte noch nicht mal geboren ist, habe ich schon den Eindruck das sich die meisten Geräte updaten lassen. Aber bis wir uns mal um den L-Band empfang sorgen machen müssen wird sicher noch gaaaanz viel Zeit vergehen.

von Spacelab - am 22.04.2013 14:10
Zitat
Spacelab
Wie bereits gesagt genügt ein Firmwareupdate um die DAB+ Kisten L-Band fähig zu machen


Ein DAB-Modul muss den Empfang des L-Bandes nicht nur softwaremäßig, sondern auch hardwaremäßig unterstützen. Es gibt akt. DAB-Module die unterstützen das L-Band von ihrer Bauweise her nicht mehr.
Die meisten DAB-Module verfügen über einen separaten Antenneneingang für das L-Band. Hat ein Modul keinen solchen sollte man davon ausgehen dass der Empfang des L-Bandes nicht unterstützt wird.
Die andere Frage ist natürlich weshalb ein Hersteller ein solches Feature einfach so nachrüsten sollte.
Ohne eine für das L-Band passende Antenne wäre der Empfang nur suboptimal.

von Winnie2 - am 22.04.2013 14:44
Angeblich soll das EZiDAB/Pure Highway L-Band tauglich sein. Zumindest der Abstimmbalken läuft nach dem 12C Ensemble noch ein ganzes Stück weiter (findet halt nichts). Mir graut es eher davor, sollte das mit den terr. Stützfrequenzen für das franz. Satsystem irgendwann mal wahr werden, vor nicht mehr handzuhabender, wahrscheinlich codierter, Sendervielfalt. Aber danach sieht es im Moment nicht aus. Sollte Franreich aber in den Regelbetrieb gehen, dann wird es ziemlich unübersichtlich in der Programmliste. Wegen DRM+, ich würde das, gerade nach EBU Empfehlung, nicht vollends abschreiben. Das UKW Band könnte durchaus einmal die Aufgabe der Lokalversorgung kleiner Stationen mittels DRM+ übernehmen. Ehrlich gesagt glaube ich da jedoch eher an eine L-Band Reaktivierung.

von CBS - am 22.04.2013 14:56
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