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DAB Digitalradio Forum
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
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DH0GHU, RheinMain701, spuerer, pfaffengrunder, Nordlicht2

DAB+ Lokalmuxxe endlich aus der Versenkung holen

Startbeitrag von pfaffengrunder am 20.07.2013 09:27

Deutschlandweit wurden damals von der BNetzA neben Bundesmuxx 1 + 2 sowie den Landesmuxxen auch flächendeckend Lokalmuxxe koordiniert.

Aber was ist daraus geworden?

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg weigern sich die privaten Platzhirsche auf DAB+ zu gehen, weil die Regionalisierung nicht möglich ist.

Für die 3 Bereichssender in BW wäre es unsinnig, flächendeckend zu senden. Natürlich will Regenbogen nicht, dass Radio 7 in derem Gebiet empfangbar ist, anders herum soll Regenbogen nicht mitten im Antenne 1 Gebiet empfangbar sein (Überschneidungen im Sendegebiet auf UKW gibt es natürlich immer).

In RP will RPR1 auf seine Regionalisierung (LU,KL,TR,KO,MZ) nicht verzichten. Auch verständlich.

Für die NKLs in BW soll sich voraussichtlich ab 2014 auch etwas ändern. In der letzten Lizenzausschreibung stand die Digitalisierung explizit in den Texten festgeschrieben.

Also stellt sich echt langsam die Frage, wann die Lokalmuxxe kommen. Diese müssten ja aufgrund der geringen Reichweite relativ günstig sein. Gerade die PM vor einigen Wochen über in schweizer System, mit dem man lokal günsitg senden kann, müsste doch jetzt den Durchbruch bringen. Ich wiederhole mich: Die Frequenzen sind alle koordiniert. Also woran liegt es denn?

Antworten:

Am seit Jahren diskutierten Henne Ei Problem. Ohne DAB+ Hoerer sind Regenbogen und Radio7 mit UKW voellig zufrieden.
Wenn du 10 Programme zur Lizensierung anmeldest und diese im Lokalmux starten moechtest , wird der Lokalmux sicher ganz schnell kommen. Mach dir aber vorher einen Plan wie du die Programme finanzieren kannst. Werbeeinnahmen kannst du Anfangs vergessen.

von Nordlicht2 - am 20.07.2013 09:42
Zuerstmal liegts am oftmals fehlenden (ordnungs)politischen Willen der Medienpolitik.

1. Wie in Bayern die Verbreitung auf DAB zum Bestandteil der Genehmigung machen
2. Dort anfangen, wo mehr als 1 Anbieter sendet.

Beispiel Stuttgart: Mit Metropol, Antenne 1, fluxFM, Energy Stuttgart, Die Neue 107,7, FRS und SWR4BW-Radio Stuttgart hätte man auf Anhieb 7 Anbieter. Mit passendem PL reichen 2-4 kW vom Frauenkopf oder aus Degerloch, um die ganze Region hervorragend zu versorgen. Und ich bin mir relativ sicher, daß sich dort dann für kleines Geld auch Megaradio, Schlagerhölledies und Impala einmieten würden.

von DH0GHU - am 20.07.2013 10:00
Wieso werden die L-Bänder für lokale Sender eigentlich nicht genutzt. Das war doch irgendwie dafür geplant?

von spuerer - am 24.07.2013 20:40
Die Reichweite ist zu gering, als dass es sich lohnen würde. Es gab früher mal DAB im L-Band, das ist sang- und klanglos untergegangen.

von RheinMain701 - am 24.07.2013 20:43
Auch die maximal zulässigen SFN-Abstände sinken mit steigender Frequenz... Man muss bei höheren Frequenzen die OFDM-Trägerzahl reduzieren, da sonst die Einzelträger durch die Dopplerverschiebung bei Mobilempfang ineinander wandern, damit steigt die Symbolrate, die Symboldauer nimmt ab, und somit auch der mögliche Guard Intervall zur Vermeidung von Intersymbolinterferenzen.
Damit wäre das L-Band nur in eng begrenzten Ballungsräumen wie München oder Hamburg interessant.
Also lieber gleich auf die Notwendigkeit eines L-Band-Frontends in den Empfängern verzichten... Die würden nur unnötig verteuert werden!

von DH0GHU - am 24.07.2013 20:47
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