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DAB Digitalradio Forum
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Städter, PowerAM, Thomas (Metal), Staumelder, Nordlicht2, Jassy, PEQsche, Marc_RE, Peter Schwarz, xxxxxxxxxxxxxx

Einstieg in DAB+

Startbeitrag von Städter am 07.10.2013 11:35

Hallo Leute,

ich stehe hier derzeit vor einer kleinen Herausforderung: Ich würde gerne in den DAB+-Fernempfang einsteigen.

Derzeit bin ich noch ganz analog unterwegs: Ich habe unter dem Dach eine drehbare Wittenberg 5-Elemente-Yagi und einen Sony XDR-S3HD.



Auf DAB+ würde ich am Liebsten ohne neue Kabel aufrüsten, da schon zwei echt dicke Brummer (Antennenkabel und Kabel für den Rotor) vom Dachboden ins Scan-Zimmer liegen...
Welche Antenne würdet Ihr für DAB+ empfehlen? Die würde ich dann an den gleichen Mast wie die Wittenberg schrauben. Kann ich die FM- und die DAB-Antenne oben irgendwie zusammenführen und unten vor den Empfängern wieder trennen? Mit welchem Verlust müsste ich dann rechnen? Meine FM-Ergebnisse sind derzeit ziemlich gut, nur ungern würde ich das verschlechtern. Könnte mir da ein Verstärker helfen?

Als DAB+-Empfänger stelle ich mir so etwas wie z.B. den Noxon Journaline vor. Gibts dazu Meinungen?

Viele Grüße
Hauke

Antworten:

Zum zusammenführen gibt es seit einigen Jahrzehnten Antennenweichen :-)
Oft hängen die noch auf den Dachböden rum, ansonsten im Fachhandel kaufen. Du wirst da allerdings etwas suchen müssen. Tipp: http://www.adko.de
Zum trennen nimmt man Antennendosen. Da solltest du eine mit wenig Dämpfung nehmen.
Dein UKW-Radio kommt an den Radioanschluss, DAB an den TV Anschluss.
Verluste kannst du mit einem Verstärker ausgleichen.

EDIT: Direkter Link auf den Artikel klappt nicht. Suche da nach FM/6-12/21-69/75

von Marc_RE - am 07.10.2013 12:02
Da könntest Du mal jeden (früher) handelsüblichen Breitbandbereichsverstärker ausprobieren. Nachteil an den Dingern: Sie verstärken ALLES. Und wenn Du in einem Band ein Mördersignal hast, kann das dann auch schon mal, obwohl es ja eig. nicht SOLLTE, in das Nachbarband durchschlagen. Ausprobieren ist hier die Devise. Klappt es: -> Freuen. Klappt es nicht -> zweites Kabel legen!

von Peter Schwarz - am 07.10.2013 12:33
Vielen Dank schon mal für die Antworten bzgl. Weiche und Verstärker!

Welche Antenne würdet Ihr denn empfehlen? Ist diese empfehlenswert?

Beim Empfänger scheiden sich ja vermutlich die Geister: Gerne hätte ich ein wirklich gutes (Tisch-)Gerät mit externem Antenneneingang. Kann man da wohl das Noxon Journaline empfehlen?

von Städter - am 07.10.2013 17:58
3H Antennen wurden hier schon des Öfteren diskutiert, die sind prima.
Auch das Preis/Leistungsverhältniss ist gut, hab selbst zwei Yagis da her. :spos:

von xxxxxxxxxxxxxx - am 07.10.2013 22:33
@Städter

Falls du noch zufällig ne Stereoanlage mit analogem AUX-Eingang hast, kannst dir auch nen DAB+-Adapter holen. Der von Argon z.b. hat nen super Klang und auch sehr gute Empfangswerte. Hat auch nen externen Antenneneingang.

Bin meiner auf ebay am versteigern. Der ist noch so gut wie neu und erst bei ein paar EUR. Die Auktion geht noch 2 Tage ;). Nur so als Tipp ;)

von PEQsche - am 08.10.2013 05:31
Wegen der Antenne, einfach mal messen wie lang sie sein darf um noch drehbar zu sein ohne am Dach anzustossen.
Ich hab z.B. eine Fuba DAT 307 Yagi. Die hat 7 Elemente und ist ca. 1,20 lang.
Logarythmisch Periodische Antennen, wie in dem Link von dir, haben zwar einen besseren gleichen Gewinn ueber das Ganze Band, dafuer ist der maximale Gewinn im Vergleich zu Yagis bei gleicher Laenge etwas geringer. Und wenn du nach dem Gewinn aussuchst musst du aufpassen. Einige Seiten tricksen da und geben den Gewinn gegenueber Kugelstrahler an und nicht gegenueber einem Dipol. Das sieht dann nach 3 dB mehr Gewinn aus obwohl dem natuerlich nicht so ist.

von Nordlicht2 - am 08.10.2013 07:55
Technisch gesehen ist DAB auch in Osnabrück und Umzu interessant. Auf dem Dörenberg (TX-Standort von OSradio) gehen selbst mit dem Dual DAB4 und Stabantenne Bremen, Hessen, 11C, NDR von diversen Standorten, SWR aus RP konnte ich unterwegs im Wald loggen.

von Staumelder - am 08.10.2013 08:35
Ja, davon habe ich mich auch überzeugen können :spos:

Aus dem Kopf gingen am Dörenberg folgende Ensembles mit Audio:

5C DR Deutschland
6A NDR NDS (Visselhövede, Vertikal))
6D NDR NDS (Hannover, Horizontal)
7A NDR HH (Hamburg Moorfleet, Horizontal)
7B Radio Bremen (Horizontal)
7B hr Radio (Habichtswald, Vertikal)
9C NDR SH (Kiel, Vertikal, nur Kennung)
11A DRS RP (Linz, Vertikal)
11B NDR NDS (Braunschweig)
11C Niederlande (Vertikal)
11D NRW (Vertikal
12A NDR NDS (Steinkimmen, Vertikal)
12B UNID (Hat nur geflackert)

Wobei ich vermute dass im fall von Hamburg, SHS sowie Braunschweig Tropo im Spiel war. Die andere Sender dürften da dauerhaft gehen. Was aber davon in Osnabrück selbst an kommt weiss ich nicht. Was die sache zusatzlich erschwert ist dass einige Ensemblen Vertikal und einige Horizontal ausgestrahlt werden. Wenn es um den Fernempfang geht wurde ich erstmal die Antenne vertikal installieren, auch wenn einige kandidaten dann wohl schwer zu empfangen sind (zB 8D SWR, die vorrängig Horizontal sendet).

von Jassy - am 08.10.2013 08:41
Ich empfange bei mir im Original-Dual DAB 4 nur den Bundesmurx und WDR. Auf dem Dachboden zuckt jedoch schon 12A und mit jedem Meter Höhe nimmt die Anzahl der empfangbaren Pakete zu. So geht Steinkimmen z.B. am Windrad oberhalb von Lüstringen ziemlich gut und auch Hannover ist dort Dauergast.

Was eine Zusatzantenne heranholt hab ich bei Jassy gesehen. Hessen und RLP halte ich für nicht ausgeschlossen (wenn auch nur zeitweise) und bei günstiger Lage dürften auch HB-Walle und 11C gehen. Ich bin gespannt.

von Staumelder - am 08.10.2013 09:35
WOW! Das sieht ja richtig gut hier für Osnabrück aus. :-) Blöd ist wirklich nur die vertikal/horizontal-Geschichte.

@Nordlicht2: Danke für die Hinweise. Ich werde wirklich mal auf den Dachboden gehen und schauen was dort überhaupt noch machbar ist. Gerade wenn ich die Antenne vertikal montiere, könnte das mit den Dachbalken schnell knapp werden.

von Städter - am 08.10.2013 10:18
Vertikal kannst du die VHF Antenne theoretisch auch in die UKW Antenne hineinsetzen. Theoretisch duerfte sich das nicht beeinflussen. Musst die VHF dann aber soweit vorsetzen, dass der Mast hinter der Antenne ist. Wie das in der Praxis ist, ob DAB und UKW doch darunter leiden, weiss ich nicht und kann ich in Hamburg mangels konstanter Signale auch nicht testen. Vielleicht hat das hier im Forum schon mal jemand probiert?
Ansonsten 45 Grad zalso zwischen H und V Polarisation koennte auch ausreichend fuer bede Polarisationen funktionieren. Die Pegel duerften in OS nicht so schwach sein.

von Nordlicht2 - am 08.10.2013 10:46
Falls es der Platz erlaubt, baue dir zwei gleiche VHF-Yagis ineinander. Eine horizontal, eine vertikal. Ich wuerde beide nicht auf eine Leitung zusammenschalten, das verschenkt die Moeglichkeit des Umschaltens. Bekanntermassen senden manche Standorte vertikal, andere horizontal. Spaetestens dann, wenn diese Gleichkanalbelegung aus gleicher oder aehnlicher Richtung kommt, wuerde mit den zusammengeschalteten Antennen nichts davon mehr gehen, jede einzelne Antenne hat aber Chancen auf einen Empfang.

Uebrigens: Nahe Standorte, die staendig gehen, trotzdem aber einen gewissen Antennenaufwand erfordern, kann man mit eigenen und fest angebrachten Antennen empfangen. Alles das, was man sich so heranholt, das kann auf eine gemeinsame Leitung. Combiner kosten nicht die Welt, mehr als einer sollte aber dann bereits mit geringfuegig mehr Verstaerkung ausgeglichen werden als die Summe aller Daempfungswerte (Kabel nicht vergessen!) ausmacht.

Duennes Koaxkabel muss auf kurzen Entfernungen kein Nachteil sein. Halbwegs moderne Produkte (z. B. 'Mini Coax') haben auch zeitgemaesse Daempfungswerte und die sind weitaus niedriger als das teilweise noch vorhandene Uraltmaterial mit erheblich groesseren Durchmessern. Das alte Kabel nie vorschnell rausziehen, zum Nachziehen des daran befestigten neuen Kabels taugt es immer.

Ein Viererbuendel 'Mini Coax' habe ich in einem Wellrohr unterbringen koennen, in dem zuvor zwei alte Koaxkabel aus DDR-Zeiten (mit Einfachschirmung) lagen. Wir holten damit zwei DVB-T Standorte, UKW und DAB vom Dachboden, wo vorher UHF/VHF auf einer und UKW auf der anderen Leitung kamen. Die UHF- und VHF-Antennen wurden unveraendert fuer DVB-T und DAB von Berlin weiter genutzt. Die Kanaele 5 und 7 blieben unveraendert, der UHF-Rechen spielt auch digital mehr als ausreichend. Ergaenzt wurde DVB-T vom Helpterberg und die Zweielement fuer UKW wich einer 5-Element Richtung Berlin, mit der dann auch die 1 kW-Sender von Berlin rauschfrei kamen. Gebaut haben wir das am Rand vom Schwedt/Uckermark fuer einen guten Freund, dem eine Pappelreihe den SAT-Empfang verbietet. Die Entfernung nach Berlin liegt bei ca. 87 km.

von PowerAM - am 08.10.2013 12:29
Etwas Manöverkritik für die UKW-Antenne: Die holt vermutlich nicht das Optimum heraus, da sie zumindest auf dem Bild zu tief aufgebaut ist. Natürlich mag das optisch täuschen. Bei vielem Expermimentieren stellte sich immer heraus, daß man Antennen so hoch aufbauen sollte, daß sie gerade noch drehbar sind. Alternativ kann man hier aus hängend (!) aufbauen (den Balkonständer einsparen), d. h. die Antenne dann unter dem Rotor. Um die Laufrichtung zu korrigieren, er läuft dann natürlich falsch herum, muß man einfach eine Phase mit einer anderen am Rotor tauschen, z. B. Kabel am Abgang 1 mit 2.
Bei DAB würde ich bei diesem Aufbau mit gedämpfem Optimismus herangehen, das zeigen meine Erfahrungen mit UHF-Antennen. Würde man für UHF eine Yagi auf einer derartigen Dreh-Konstruktion montieren, bleibt der Empfang immer dem zurück, der direkt an der Dachkante (unter Dach), z. T. auch bei Antennenmontage in direkter Höhe über dem Stockwerk zu erzielen ist. Besser wird es dann allenfalls wieder im Spitzboden, also ganz oben. Aber auch das bleibt manchmal gegenüber de Montag an der Dachkante zurück, da man dort viel besser ausblenden kann.

von Thomas (Metal) - am 08.10.2013 20:41
Ja und nein. Auf einem Dachboden ist das Feld nicht homogen. Das ist es auch draussen nicht. Oftmals entschieden (beim analogen Fernsehempfang sehr deutlich sichtbar) einige wenige Zentimeter ueber ein akzeptables Empfangsbild ohne stoerende Reflexionen. Wer ohnehin mit Signalresten auskommen musste, der konnte in einer Ecke Empfang haben und in der anderen nicht. Die anderen Wellenbereiche sind vergleichbar, UKW-Radioempfang verhaelt sich auch so. Grundsaetzlich ist Hoehe immer gut, nur staerkt sie auch moegliche Stoerer. Wenn sich fuer die gewuenschte Richtung bzw. einen bestimmten Standort ein Punkt bewaehrt hat, dann sollte man diesen auch nutzen und auf die Theorie pfeifen. Die schreibt einem auch Stockungsabstaende verschiedener Antennensystme vor, die Praxis zeigte aber nicht selten ueberraschende Ergebnisse, wenn man davon abweichend mal etwas herumprobiert hat.

von PowerAM - am 08.10.2013 20:52
@ PowerAM
Ich würde mal ein verlängertes Wochenende für entsprechende Tests einplanen ;-) . Stauen wäre garantiert ;-) .
Ich hatte von Ende 2001 bis Ende 2004 im östlichen Kreis BT einen entsprechenden Dachboden zur Verfügung und konnte da etwas Expertiese aufbauen. Unterm Strich kann man sagen, daß je höher die Frequenz, desto empfindlicher die Reaktion auf ensprechende Aufbauten. D. h. bei meiner 43er UHF-Antenne direkt an beschriebener Dachkante waren Empfänge, damals noch analoges PAL, möglich die selbst im Spitzboden nicht gelingen wollten. Der Wechsel auf eine 91er brachte erstaunlicherweise bezüglich Feldstärke kein Verbesserung (sie war bauartbedingt ein Stück weiter von der Kante entfernt), nur der Öffnungswinkel wurde kleiner.
Bei DAB hat man leider nicht die Möglichkeit sich dies wie bei PAL direkt am Schirm darzustellen. Sicher, ein für den DXer unverzichtbares Mittel ist eine drehbare Richtantenne! Dennoch wird man extreme Fernempfänge, hierzu sind Hessen und RLP zu in OS zu zählen, kaum mit einer drehbaren VHF-III-Antenne in der Dachbodenmitte realisieren können :-( .

von Thomas (Metal) - am 08.10.2013 21:12
Staunen sicherlich. In meiner Heimat kann ich dir an Hand verschiedener Beispiele auch alles moegliche zeigen. Etwas weiter noerdlich und damit raus aus der dichten HF-Belastung gehen auch Sachen, die bei mir nicht gehen. Wir haben schon ein schoenes Hobby mit viel Platz zum Spielen... ;)

von PowerAM - am 08.10.2013 22:17
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