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DAB Digitalradio Forum
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RadioDNS und DAB+

Startbeitrag von Ihre Majestät am 18.10.2013 10:31

Wer die Medientage aufmerksam verfolgt hat wird fest gestellt haben dass im Radiobereich RadioDNS das große Thema war. Dabei ist jedoch eine ganz merkwürdige Diskussion aufgekommen - in den Panels und auch außerhalb: Plötzlich wurde DAB+ mal wieder in Frage gestellt und RadioDNS als Konkurrenzprodukt und digitales Allheilmittel heraus gestellt. Zumindest sehen es die Privaten so: Die Radios sollen UKW als Grundstock nutzen, mitttels RadioDNS aber interaktiv werden und auch Webstreams etc. als Zusatz bieten. Keiner der anwesenden Panel-Teilnehmer hat jedoch betont, dass RadioDNS auch in Kopplung mit DAB+ bestens funktioniert, da der Quellstream egal ist. Wie auch immer: Ich kenne jetzt die Empfehlung des VPRT an die Mitglieder für den Hörfunk der Zukunft, und die lautet "UKW plus RadioDNS als verlängerter Arm in der digitalen Welt". DAB+ wird dabei nicht nur weiter abgelehnt sondern sogar als völlig überflüssig dargestellt. Mehr zum Thema RadioDNS:

http://www.we-love-radio.de/News/Technik/radiodns-tagging-fuer-radiosender.html

Die 50 interessantesten Antworten:

Die Strategie des VPRT ist sehr intelligent.
So stellt man sicher, dass via DAB+ keine neuen Anbieter die vorhandene Marktaufteilung gefährden, und man stellt sicher, dass sich die Hörer in der digitalen Welt nicht zu anderen Anbietern verirren.

von DH0GHU - am 18.10.2013 10:36
Zitat
DH0GHU
Die Strategie des VPRT ist sehr intelligent.
So stellt man sicher, dass via DAB+ keine neuen Anbieter die vorhandene Marktaufteilung gefährden, und man stellt sicher, dass sich die Hörer in der digitalen Welt nicht zu anderen Anbietern verirren.


Genau so isses! Ich fand das nur erschreckend, dass außerhalb des schwach besuchten Digitalradio-Panels des VBL, das nur eine papageienartige Wiederholung längst bekannter Phrasen war ("Die Digitalisierung wird früher oder später kommen", "wir sollten auf einen UKW-Abschalttermin heraus wirken" blabla ), DAB+ gar keine Rolle mehr spielte oder als technisch längst wieder überholt dargestellt wurde. Selbst Antenne Bayern nimmt plötzlich eine Stellung gegen DAB+ ein, interpretiere ich Twitter-Zitate richtig.

von Ihre Majestät - am 18.10.2013 10:37
Tja, zu blöd für Antenne Bayern, dass DAB+ die einzigste Chance ist, seine Rockantenne landesweit zu verbreiten. Muss man wohl weiterhin dran festhalten. Zum Glück.

Egal was sich der VPRT noch so alles einfallen lässt:
Mich wird es definitiv, und hoffentlich noch sehr viele andere DAB-Radiohörer, nicht mehr zum analogen UKW zurückbringen. Da können die sich noch auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln. Wenn ich Radio hören will, will ich auch einfach nur hören. Ich hätte gar keine Lust, ständig irgendwas zu liken oder zu disliken.

Es lässt sich jedenfalls wieder wunderbar beobachten, dass ausschließlich die Sender gegen DAB+ sind, die ihre UKW-Festungen haben. Daher werde ich auch in Zukunft denen kein Wort mehr abnehmen, wenn es um Kritik an DAB+ geht. Die Argumente wie "braucht kein Mensch" sind allesamt unwahr und es geht auch in Zukunft nur darum, Konkurrenz zu verhindern.

von PEQsche - am 18.10.2013 10:48
Zitat
Ihre Majestät
die Empfehlung des VPRT an die Mitglieder für den Hörfunk der Zukunft, und die lautet "UKW plus RadioDNS als verlängerter Arm in der digitalen Welt". DAB+ wird dabei nicht nur weiter abgelehnt sondern sogar als völlig überflüssig dargestellt.l


*gähn* Hast du ernsthaft was anderes erwartet? Man hat DAB immer abgelehnt und wird das auch weiterhin tun. Selbst wenn der 10 millonste Empfäger verkauft ist, wird man immer noch argumentieren, dass sowas ja keine Mensch braucht und die Zahlen komplett falsch sind.
Das eine Komplettverweigerung auch gerne mal ein klassiches Eigentor wird, kann man ja jetzt in USA gut sehen und genau das wünsche ich dem VPRT auch. Eine Bauchlandung. Wie man sich auch ideologischen Gründen so komplett verweigern kann versteh ich nicht d.h. ich verstehe die Gründe schon, habe aber kein Verständnis dafür.

von zerobase now - am 18.10.2013 11:40
RadioDNS als Allheilmittel für UKW finde ich einfach lächerlich. Ich war auch an verschiedenen Veranstaltungen und zwar nicht nur an Podiums-Diskussionen, sondern dort wo die Unterschiede von RadioDNS zwischen UKW und DAB aufgezeigt wurden. Da hat DAB nur Vorteile, technisch gesehen, z.B. die Aufteilung der einzelnen Dienste, welche noch über DAB-Broadcast übertragen werden können, über UKW-Broadcast jedoch nicht. Die ganze TPEG Geschichte wird von den UKW-Fritzen einfach übergangen. Man könnte nun sagen, DAB-IP ist die eigentliche Zukunft. An dieser Sache wird weiterentwickelt und nicht an der Weiterentwicklung von UKW. Auch die EBU sieht es so. Immerhin ist die EBU schon ein etwas grösserer Verein als der VPRT. Diese ganzen Diskussionen gibt es fast nur noch in Deutschland mit dem "allerheiligen" VPRT. Überall wo für UKW noch irgend ein Funken Hoffnung verbreitet werden kann, ist der VPRT dabei. ....und Ihre Majestät fährt leider immer darauf ab....

Letztendlich, wenn man zusehen muss wie die Felle von UKW davonschwimmen wird der VPRT vermutlich wieder IBOC hervorholen.:confused:. DRM+ wollen die ja auch nicht haben.

von drahtlos - am 18.10.2013 11:42
Ja, inzwischen sind beim VPRT nicht mehr 6 Millionen Geräte für eine Marktdurchdringung relevant, sondern 16 Millionen.

http://www.medienpolitik.net/2012/07/bei-privaten-sendern-uberwiegt-weiterhin-skepsis-gegenuber-dab-uber-den-erfolg-im-markt-entscheidet-der-horer/

Und wenn man in die Nähe der 16 Millionen gekommen ist heißt es dann wohl 32 Millionen seien nötig. Das stinkt doch so was von zum Himmel. Problem ist aber auch dass außerhalb von Technikern und uns Freaks das Spiel keiner kapiert. Die Rest-Fachwelt wird wieder denken "DAB+, der Standard aus dem letzten Jahrzehnt" usw.

Das Problem liegt aber auch ganz woanders begraben:

http://www.radioszene.de/61351/medientage-muenchen-2013-ist-radio-zu-wenig-innovativ.html

von Ihre Majestät - am 18.10.2013 11:45
Zitat
Ihre Majestät
Ja, inzwischen sind beim VPRT nicht mehr 6 Millionen Geräte für eine Marktdurchdringung relevant, sondern 16 Millionen.


:bruell::spos::cheers:

Geil !!! Da hat man sich dann ja wieder ein paar Jahre Luft verschafft. Nach dieser Arugmentation dürfte sich DAB nur rechnen, wenn z.B. jeder (!!!) in NL mindestens ein DAB Radio hat.

von zerobase now - am 18.10.2013 11:49
Man blicke nach Österreich, da will der ORF beim Start von DAB eine 99%ige Versorgung haben, sonst macht er da nicht mit.

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?15048,237994,1133120#msg-1133120

von andimik - am 18.10.2013 11:59
Sehen wirs mal positiv:
Spätestens bei 80 Millionen wird dem VPRT auch dieses "Argument" flöten gehen :D

von PEQsche - am 18.10.2013 12:06
Einfach DAB+ Chips in jedes Handy einbauen, und die 80 Millionen sind nach wenigen Jahren erreicht, da die 'Austauschrate' hier höher ist. Das würde wesentlich schneller gehen, als mit Tischgeräten oder Autoradios.
Aber wenn bei diesem Thema alles so 'einfach' wäre, wie Techniker es sehen, hätten wir ja fast schon Langeweile ... ;-)

von Saarländer (aus Elm) - am 18.10.2013 12:32
DAB+-Empfänger in Smartphones einbauen wäre ohnehin keine schlechte Idee. Natürlich muss man gucken, wie es weltweit aussieht. Bauen die Hersteller wie Samsung, Apple und co. doch auf einen weltweiten Vertrieb. Ich kenne mich jetzt in der Bauweise der Geräte nicht so gut aus. Aber man könnte sie vielleicht so vorbereiten, dass vielleicht eine (nachträglich installierte) App diesen Empfang ermöglicht.

von NurzumSpassda - am 18.10.2013 21:22
Zitat
NurzumSpassda
DAB+-Empfänger in Smartphones einbauen wäre ohnehin keine schlechte Idee. Natürlich muss man gucken, wie es weltweit aussieht. Bauen die Hersteller wie Samsung, Apple und co. doch auf einen weltweiten Vertrieb. Ich kenne mich jetzt in der Bauweise der Geräte nicht so gut aus. Aber man könnte sie vielleicht so vorbereiten, dass vielleicht eine (nachträglich installierte) App diesen Empfang ermöglicht.


DAB Chips würden so viel Batterie saufen wie WiFi oder UMTS. Nur während WiFi nur gelegentlich an ist (es sei denn man hört Internetradio-Stream), müsste DAB durchlaufen. Das ist energetisch Unfug.
DAB ist zudem nicht einmal in Europa durchgehende Standard. Einige machen DAB+ andere können nicht von DAB weg. Wieder andere spielen mit DMB - Versionen. Dagegen ist FM Weltstandard. Klar bauen Hersteller lieber sparsame und billige FM Chips ein.
Da neben FM im Smartphone immer WiFi und UMTS/LTE zu finden ist, versucht man es miteinander zu verbinden - dann bejubelt man eben RadioDNS.

Nokia hatte mal aufsteckbare DAB Empfäner, sogar mit eigene Batterie.

von PTY31 - am 24.10.2013 11:58
Und wieso sollte der DAB Tuner im Smartphone immer durch laufen? Dslas kqcht der FM Chip auch nicht. Das wäre ja auch totaler Käse.

von Spacelab - am 24.10.2013 12:50
Zitat
Spacelab
Und wieso sollte der DAB Tuner im Smartphone immer durch laufen? Dslas kqcht der FM Chip auch nicht. Das wäre ja auch totaler Käse.


Ich meinte wenn man es hört. Im übrigen kann der FM-Chip durchaus laufen, wenn darüber z:b: TMC ins Navi-App geschaufelt wird.

von PTY31 - am 24.10.2013 13:10
Mit dem Stromverbrauch des DAB Tuners kann ich leben. Vor allem weil er deutlich weniger Strom benötigt als wenn ich mit dem Smartphone Webradio höre. Was wohl deutlich mehr Leute tun als mit dem meist grottigen Tuner UKW Radio zu hören.

von Spacelab - am 24.10.2013 13:17
TMC ist doch vollkommen überaltert.
Da gibt es schon TPEG das " etwas " schneller ist und mit in den Digitalradionetzen Terrestrisch
übertragen wird. Ich warte auf Navis die das beherrschen und den Netzausbau dazu.

von RADIO354 - am 24.10.2013 14:03
Zitat
RADIO354
TMC ist doch vollkommen überaltert.
Da gibt es schon TPEG das " etwas " schneller ist und mit in den Digitalradionetzen Terrestrisch
übertragen wird. Ich warte auf Navis die das beherrschen und den Netzausbau dazu.


TPEG und TMC sind erst einmal nur Übertragungsprotokolle. TMC ist kompakter und bitorientiert, TPEG ist Byteorientiert und geschwätziger, daher für breitere Übertragungskanäle gedacht.

TMC ist auch topmodern und in fast allen entwickelten Staaten verfügbar. Sagt natürlich nicht über Inhalte aus. Daten die schlampig oder garnicht erfasst werden fehlen egal wie man das Nichts überträgt.

Das was unter DAB+ in Deutschland als TPEG übertragen wird, ist genau das was auch als TMC rüberkommt. Es ist auch TPEG-Compact = verkürzte Version mit TMC Location-Referencing.
Schneller kommt es nicht, nur es kommt über DAB. Um DAB zu pushen suchte man nach einem "Killer Application". Deswegen wurde DAB-TMC der noch schneller wäre, eingestellt und das gleiche über TPEG eingespeist, was in den Navis dann in ALERT-C (TMC) konvertiert wird.
Als Propaganda ist aber hervorragend.

Klar kann der TPEG Protokoll auch andere Daten rüberbringen, etwa Parkplätze, Benzinpreise, wasauchimmer und natürlich geht das unter RDS auch. Man kämpft aber auch nach 18 Jahren DAB/DAB+ um jeden Hörer. Es ist eben frustrierend wie es in Europa gerade nicht läuft.

von PTY31 - am 24.10.2013 14:21
Zitat
andimik
Man blicke nach Österreich, da will der ORF beim Start von DAB eine 99%ige Versorgung haben, sonst macht er da nicht mit.

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?15048,237994,1133120#msg-1133120


Zum Glück wollen die nicht 100% am Anfang haben, dann müssten die gar nie auf DAB umstellen.

von drahtlos - am 24.10.2013 14:27
Ich bin nicht frustriert.
Bei mir hat " man " auch erfolgreich gekämpft. ( War im Grunde aber nicht nötig ).
Das Erste DAB Radio stellte Ich mir 2006 hin weil Ich Neugierig war wie sich das anhört.
Und das hörte sich sehr gut an Seinerzeit DRadio mit 192 Kbps im Technisat Radio mit dem Holzgehäuse.

Ich nutze Portabel/ Mobil DAB(+) seit knapp 5 Jahren.
Gewisse Vorteile betreffs Signalstabilität in Hochgebirgsregionen liessen mich 2008 DAB+ testen.
Läuft bestens ! Woanders mag das nicht zutreffen. In meiner Heimatregion allerdings schon.
Hier wurde auch einiges in Betrieb genommen in Letzter Zeit.
Unter Anderem der Standort Pfänder in Vorarlberg der Länderübergreifend in der Bodenseeregion
guten Mobilempfang auch Digitalterrestrisch ermöglicht.
Warum sollte Ich das nicht nutzen.
Was das TPEG genau übertragen wird und ob das Tatsächlich zu 100 % Propaganda ist vermag Ich
nicht Nachzuvollziehen oder widerlegen. Spätestens wenn Ich selbst vergleichen kann wird es sich Zeigen.
Das Ganze Radiothema ist mein Hobby.
Nicht mehr und nicht Weniger.

von RADIO354 - am 24.10.2013 14:50
Es hängt halt von den Erwartungen ab.
Ich schrieb die ersten DAB Datendienste schon 1995 und hörte auch begeistert die paar Kanäle mit 192kHz die sich bis heute auf 64 oder weniger degradiert haben.
Wer glaubte "CD" Radio zu kriegen der war dann extrem enttäuscht.

Dann hieß es mit DAB spart man Strom. Statt 200 kW FM reichen 20 kW DAB.
Dann stellte man fest, dass inhouse garnichts ging und auch ausserhalb eher der Kaffemaschine (Bitrate error effect) lief und permanent auf FM zurückgeschaltet werden musste.
Dabei verbrauchten die besten DAB Empfänger nur 4 Watt mehr als FM. Damit war bei 1 Mio Zuhörer spätestens mit dem "Stromsparen" vorbei. Was für ein Glück, dass in 15 Jahren nur 0,5 Mio Empfänger verkauft wurden. Die reste musste man dann beim Umstellung auf DAB+ verschrotten. Deswegen beharrt GB auf Alt-DAB.
Neu an DAB+ ist auch lediglich die Audio-Codierung, der viel besser sein soll als mpeg2 war, und frisches Geld für Fraunhofer einspielt. Dafür wurden die Bitraten gleich entsprechend gekürzt und so die bescheidene status quo wieder hergestellt.
Wenn man dann die Empfänger - z.B. Amazon - anschaut, dann fragt man sich wo die Datendienste hin sollen. Die Dinger sehen zu 99% aus wie Omas Kurzwellenradio. Nicht einmal eine gescheite Ensembleliste ist ordentlich darstellbar bei den meisten.

Nun werden die PKW-Hersteller genötigt DAB ins Auto zu verschrauben, ob bestellt oder nicht, man will halt die Empfängerzahlen pushen, damit es nach etwas aussieht.

von PTY31 - am 24.10.2013 15:13
Zitat
Spacelab
Und was willst du uns mit dem geflame gegen DAB+ jetzt genau sagen?


Gegen? Es waren nur altbekannte Tatsachen.

Richtig gemacht wurde, dass die Senderleistungen angehoben wurden, zumindest für den Bundesmux. Leider nicht stark genug.
Falsch ist falsche Propaganda abzusondern. Das hilft nur kurzfristig.

DAB+ müsste ganz anders positioniert werden, aber wahrscheinlich ist es zu spät.
Solange aber die ARD-Gelder gemolken werden können ist nichts zu machen. Gebührengelder verdecken den Markt.

von PTY31 - am 24.10.2013 15:24
Zitat
drahtlos
hat der VPRT einen losgeschickt.....?


Sicher nicht. Aber denken wir mal kurz nach.
10 Lokalsender mit abgegrenztem Sendegebiet wird in eine Landesensemble gepferrcht.
Nun müssen sie entsprechende Kosten tragen, lebten aber bislang von lokalem Werbekunden.
Also werden alle 10 auf allen Märkten Werbekunden suchen. Damit verzehntfach sich die Werbezeit auf allen Märkten. Sind auch mehr Kanäle zu hören.
Jeder Laden kriegt also 10 statt 1 Angebot. Wie verhält sich dann der Marktpreis?
Während die Preise für Werbeminute sinken steigen die Kosten der Sender.
Wer hat was gewonnen?
Nicht einmal die Werbekunden, weil 90% der Werbung hört man anderswo. Fehlgeleitet.
Was juckt den mannheimer Hörer was für angebote der freiburger Supermarkt hat?

VPRT Mitglieder leben von Werbekunden um die Ecke, also wäre ein Zwangs-DAB-isierung der Radio absolut tödlich für sie. Klar können kein Spass daran haben.

von PTY31 - am 24.10.2013 19:08
Du gehst von deinem ersten Beitrag an voll auf DAB los. Egal ob es in das Thema passt in dem du gerade schreibst oder nicht. Das hat schon ein starkes "Geschmäckle".

von Spacelab - am 24.10.2013 19:19
Zitat
drahtlos
hat der VPRT einen losgeschickt.....?


Sieht fast danach aus :D
Mir wäre es neu, dass die Autohersteller schon gezwungen werden, DAB-Radios zu verbauen. Aber der VPRT hat ja auch erst im Frühjahr noch behauptet, es wären erst 150.000 DAB+ - Radios verkauft. Insofern kann sich jeder seins dazu denken.

von PEQsche - am 24.10.2013 19:35
Zitat
Spacelab
Du gehst von deinem ersten Beitrag an voll auf DAB los. Egal ob es in das Thema passt in dem du gerade schreibst oder nicht. Das hat schon ein starkes "Geschmäckle".


Stimmt schon. Es hat ein Geschmack von 18 Jahre Erfahrung auf beiden Seiten der Sendekette. Zuletzt auch einige zwangsverschrottete Geräte.

von PTY31 - am 24.10.2013 19:38
Ich finde, PTY31 beschreibt die Lage sachlich und erkennt die grundlegenden Zusammenhänge.

@PTY31: Nicht wundern, in diesem Forum sieht die Realität etwas anders aus als in der richtigen Welt. Hier ist DAB + eine unausweichliche und absolut notwendige Folgetechnik von UKW, welches aus einem mir noch nicht bekannten Grund in naher Zukunft aufhört zu funktionieren, was aber an der "Digitalisierung" liegen soll. Es soll aber schon vorher UKW zwangsabgeschaltet werden, notfalls mit staatlicher Gewalt. Im Übrigen sind schon mindestens (wenn nicht noch mehr!) 10 Millkionen DAB+-Geräte (oder so) im Umlauf, und täglich werden mehr verkauft. Im nächsten Weihnachtsgeschäft wird der endgültige Durchbruch geschafft werden.

In dieser Parallelwelt sind aber auch Dunkele Mächte am Werk, die vor allen aus NRW und den kommerziellen Radiosendern bestehen, welche sich in einem geheimen Höllenbund zusammengeschlossen haben, um DAB+ zu verhindern! Damit wollen sie Konkurrenz fernhalten, und die Menschen zwingen, weitherin das veraltete Schlechtsystem UKW zu hören -- diese Bösewichte!


EDIT: Jetzt hab ich mich von meiner eigenen Polemik ablenken lassen! RadioDNS scheint mir zunächst auch "nur" eine Webseite zu sein, welche wie Shoutcast etc. Streasm zur Verfügung stellt, mit ein bsschen "Klick-mich"-Interaktivität. Nun ja, das finde ich jetzt nicht sooo revolutionär, denn letztlich müssen die Daten über das Internet, und das beduetet beim Radio eben: Über die Mobilnetze. Wie sich die Provider allerdinsg derzeit aufführen, wird das nicht viel werden. Für mich ist ´daher RadioDNS nicht der wrikliche Durchbruch.

Wenn es hart auf hart kommt, fliegt uns die Netzneutralität im Mobilfunk um die Ohren, alle reden schon von "managed services". Sprich: Der Kunde wird es sich wegen der mageren Volumentarife gar nicht leisten könne, seinen Radiokonmsum zu streamen. Erst kostenpflichtige Zusatzpakete erlauben dann Zugriff auf die Streams, die dann über IP-Broadcast verbreitet werden. Das wird wohl der Flaschenhals der Zukunft sein.

Wer jetzt jubelt: "Ja und genau deshlab bracht es doch DAB!", hat immer noch nicht gewonnen: Denn letztlich sind die managed services auch für die Radioanbieter von Vorteil, da sie den Verbrietungsweg nicht mehr bezahlen brauchen, andererseits wird mit dem bestehenden UKW-Netz bereits Geld verdient.

Sorry für den Einbruch der richtigen Welt in das DAB-Forum, ich verspreche, das künftig zu unterlassen.

Aus diesem Grund gibt es ja auch diesen Trollkäfig hier, damit sich die DAB-Gurus über ihr Hobby austauschen können. Und wer weiß, vielleicht passiert ja ein Wunder und DAB+ besteht über die Jahreswende hinaus. Vielleicht zeiht keiner die Kündigungsoption... wenn man sie nicht zuz sehr beschimpft, bleiben sogar die Programme der VPRT-Mitglieder Regiocast on air. Vielleicht wird es ja auch diesmal wirklich was mit dem Weihnachtsgeschäft...

von Alqaszar - am 24.10.2013 19:53
PTY31 scheint eine Kleinigkeit übersehen zu haben:
Für seine Problematik mit den "Werbekunden um die Ecke" gibt es eine simple Lösung: LOKALmuxe.

von PEQsche - am 24.10.2013 20:00
Ich wollte nur kurz anmerken das wir uns hier alle einig waren das DAB Pro & Contra Diskussionen zukünftig sofort geschlossen werden da sie nach aktuellem Wissensstand beider Seiten bestenfalls zum vollspammen von 30 Forenseiten gut sind. Es ist ja nicht so als das wir das nicht schon gefühlte eine Million mal gehabt hätten. Nicht zu fassen das ein Thema zu einem so unwichtigen System das demnächst eh wieder abgeschaltet wird immer noch so die Gemüter erregt... :rolleyes:

von Spacelab - am 24.10.2013 20:09
Ach so, ich vergaß... Ironie funktioniert nicht im Internet. Ich hoffe aber das wir jetzt endlich mal wieder zum eigentlichen Thema zurück kommen können!

von Spacelab - am 24.10.2013 20:20
Zitat
Spacelab
Ach so, ich vergaß... Ironie funktioniert nicht im Internet


Genau auf einen Satz dieser Art hab ich gewartet ;). Ja, back to topic.

von PEQsche - am 24.10.2013 20:22
Zitat
PEQsche
PTY31 scheint eine Kleinigkeit übersehen zu haben:
Für seine Problematik mit den "Werbekunden um die Ecke" gibt es eine simple Lösung: LOKALmuxe.


Sicher, Entweder sendet man ein Ensemble mit 10 Watt, aber das wäre sau teuer, oder man greift auf den "DAB für Arme" also DRM+ zurück. Der wird sich aber nur schlecht mit den analogen Nachbarkanälen vertragen.
Vor allem eine Sendung ist nur was Wert wenn ausser der Qualitätssicherung jemand noch zuhört.
Somit scheidet DAB und DRM vorläufig wohl aus ...............
Siehe auch :
http://www.die-medienanstalten.de/fileadmin/Download/Publikationen/Digitalisierungsbericht/2013/Bericht_Digitalisierungsbericht_2013.pdf

.

von PTY31 - am 24.10.2013 20:26
Leider komme ich aus einer anderen Ecke, daher kann ich nicht direkt mitreden.

Ich sehe die Probleme, welche Deutschland mit DAB+ hat aber auch. Es könnte aber auch anders sein.
Bedingung wäre aber etwa mind. 15-10% Höreranteil bei DAB+.

Die Argumente von PTY31 sind sicher auch berechtigt. Negieren möchte ich diese nicht.
Folgendes gilt nur für ihn, die anderen haben meine Worte schon manchmal lesen "müssen".

Dass es auch anders geht, beweisen die Radiostationen in der Schweiz.

- praktisch jeder neue Radio-Betreiber will dort über DAB+ senden
- es werden etwa 80 neue Mini-Radios und Internet-Radios in Zukunft zusätzlich über DAB+ senden wollen.
- die monatlichen Kosten sollen etwa 800 € betragen
- so gesehen werden dann in der Schweiz etwa 150 Radioprogramme über DAB+ senden.
- die Betreiber der Radios müssen sich nicht um Lizenzen und Konzessionen bemühen
- diese Sache erledigt der Betreiber der Sendeanlagen
- die Privaten bekommen finanzielle Unterstützung vom ÖR, (resp. Gebührensplitting)

von drahtlos - am 24.10.2013 20:28
Zitat
PTY31
Zitat
NurzumSpassda
DAB Chips würden so viel Batterie saufen wie WiFi oder UMTS. Nur während WiFi nur gelegentlich an ist (es sei denn man hört Internetradio-Stream), müsste DAB durchlaufen.


Wieso das? UKW-Radio (in meinem S2) läuft auch nur so lange, wie ich die (von Samsung mitgelieferte) App eingeschaltet habe.

Zitat
PTY31
Das ist energetisch Unfug.


Dein Post leider auch, wenn auch nicht unbedingt energetisch.

Zitat
PTY31
DAB ist zudem nicht einmal in Europa durchgehende Standard. Einige machen DAB+ andere können nicht von DAB weg. Wieder andere spielen mit DMB - Versionen. Dagegen ist FM Weltstandard. Klar bauen Hersteller lieber sparsame und billige FM Chips ein.
Da neben FM im Smartphone immer WiFi und UMTS/LTE zu finden ist, versucht man es miteinander zu verbinden - dann bejubelt man eben RadioDNS.


Ich möchte mal behaupten, das ist noch gar nicht raus. Es ist - wie oben schon beschrieben - als Konkurrenzprodukt angedacht - nicht mehr und nicht weniger. Also mal noch nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen. ;-)

von NurzumSpassda - am 24.10.2013 20:52
Zitat
PTY31
Es hängt halt von den Erwartungen ab.
Ich schrieb die ersten DAB Datendienste schon 1995 und hörte auch begeistert die paar Kanäle mit 192kHz die sich bis heute auf 64 oder weniger degradiert haben.
Wer glaubte "CD" Radio zu kriegen der war dann extrem enttäuscht.


Radio hat nie CD-Qualität gehabt und wird diese auch nie erhalten. Es sei denn, es wird ein Frequenzband geschaffen, welches sowohl in der Übertragung als auch im Empfang 20 bis 20.000 Hz ermöglicht.

Zitat
PTY31
Dann hieß es mit DAB spart man Strom. Statt 200 kW FM reichen 20 kW DAB.
Dann stellte man fest, dass inhouse garnichts ging und auch ausserhalb eher der Kaffemaschine (Bitrate error effect) lief und permanent auf FM zurückgeschaltet werden musste.
Dabei verbrauchten die besten DAB Empfänger nur 4 Watt mehr als FM. Damit war bei 1 Mio Zuhörer spätestens mit dem "Stromsparen" vorbei. Was für ein Glück, dass in 15 Jahren nur 0,5 Mio Empfänger verkauft wurden. Die reste musste man dann beim Umstellung auf DAB+ verschrotten. Deswegen beharrt GB auf Alt-DAB.
Neu an DAB+ ist auch lediglich die Audio-Codierung, der viel besser sein soll als mpeg2 war, und frisches Geld für Fraunhofer einspielt. Dafür wurden die Bitraten gleich entsprechend gekürzt und so die bescheidene status quo wieder hergestellt.
Wenn man dann die Empfänger - z.B. Amazon - anschaut, dann fragt man sich wo die Datendienste hin sollen. Die Dinger sehen zu 99% aus wie Omas Kurzwellenradio. Nicht einmal eine gescheite Ensembleliste ist ordentlich darstellbar bei den meisten.

Nun werden die PKW-Hersteller genötigt DAB ins Auto zu verschrauben, ob bestellt oder nicht, man will halt die Empfängerzahlen pushen, damit es nach etwas aussieht.


Diese Einstellung ist ziemlich einseitig. Hast Du Belege, dass bewusst gepusht werden soll? Wenn ja, her damit. Ansonsten halte ich es wie Dieter Nuhr. Und Aussehen über Geräte sagt gar nichts. Der Markt regelt dies und es gibt einige, die auf diesen Look abfahren.

von NurzumSpassda - am 24.10.2013 20:58
Zitat
PTY31
Stimmt schon. Es hat ein Geschmack von 18 Jahre Erfahrung auf beiden Seiten der Sendekette. Zuletzt auch einige zwangsverschrottete Geräte.


Es gibt einen schönen Spruch, der besagt: Erfahrung allein nützt gar nichts. Man kann auch 20 Jahre lang alles falsch machen. :D Aus Deinen Aussagen entnehme ich, Du bist entweder kein Freund von diesem Medium bist oder von der (politischen) Einführung/Ausrichtung ihrer. Das ist völlig in Ordnung. Nur radikalisiere etwas weniger. Dies soll nicht zu einer Pro-/Contra-Diskussion über DAB+ werden. Für Argumente belege bitte Fakten. Erfahrungen und Meinungen sind Ansichten, die jeder hat (und die mal richtig, mal falsch sind - und selbst das liegt im Auge des Betrachters). Ich werde - auch wenn dieses Thema schon einiges hat, welches nicht dazu gehört - noch nichts löschen, um es in einer hoffentlichen Eigendynamik wieder zurechtrücken zu lassen. Aber im Zweifelsfalle entferne ich Off-Topic. Dies mag nach Zensur klingen; es soll hier aber mehr um Argumente und weniger um Meinungen gehen.

Daher: Back To Topic!

von NurzumSpassda - am 24.10.2013 21:10
Zitat
drahtlos
- die monatlichen Kosten sollen etwa 800 € betragen
Für was? (Gegenleistung?)

Zitat

- so gesehen werden dann in der Schweiz etwa 150 Radioprogramme über DAB+ senden.
In wie vielen Ensemblen? Bitraten?
Malta hat es geschafft 30 Sender in 1 Ensemble zu packen. Ein Hörgenuss!

Zitat

- die Betreiber der Radios müssen sich nicht um Lizenzen und Konzessionen bemühen
- diese Sache erledigt der Betreiber der Sendeanlagen
Also statt staatliche Anträge schlangestehen bei den Betreiber?

Zitat

- die Privaten bekommen finanzielle Unterstützung vom ÖR, (resp. Gebührensplitting)
Wegen die 800 Euro was das angeblich kosten soll? Oder wo ist der Haken?

von PTY31 - am 25.10.2013 06:49
Zitat
PTY31
Zitat
drahtlos
- die monatlichen Kosten sollen etwa 800 € betragen
Für was? (Gegenleistung?)


KLICK

von RADIO354 - am 25.10.2013 07:39
Zitat
RADIO354
Zitat
PTY31
Zitat
drahtlos
- die monatlichen Kosten sollen etwa 800 € betragen
Für was? (Gegenleistung?)


KLICK


Ach so. Quasi Stromkosten nachdem man schon rund 100.000 CHF investiert hatte.

von PTY31 - am 25.10.2013 08:13
Ach so,

Jetzt soll`ns auch noch investieren... Das geht nun wirklich nicht !! ( Ironie )
Weg mit dem DAB....
Tschüss....

von RADIO354 - am 25.10.2013 08:29
Stromkosten? Mitnichten! Die ganze Sendeeinrichtung inkl. Standortmiete, Datentransfer zum Sender, Sendeanlagen und auch die Stromkosten sind darin enthalten. Einzig der Datentransfer zum Encoder muss zusätzlich übernommen werden. Diese Dienstleistung muss auch bei einem UKW-Sender meistens durch den Programm-Betreiber bezahlt werden.

Einen grossen Vorteil haben die meisten dieser 80 Radio-Stationen: sie müssen nicht noch gleichzeitig auf UKW senden, was die Sache doch erheblich verteuern würde. Ansonsten könnte man von mir aus RadioDNS schliessen und abwarten bis RadioDNS tatsächlich über UKW gemacht wird. Leider ist der Thread-Titel dummerweise falsch, sonst könnte die ganze Diskussion gleich im Radioforum abgehalten werden....

von drahtlos - am 25.10.2013 08:35
Zitat
RADIO354
Ach so,

Jetzt soll`ns auch noch investieren... Das geht nun wirklich nicht !! ( Ironie )
Weg mit dem DAB....
Tschüss....


Nun ja, es gibt verschiedene Szenarien.

- Gebührengelder: Staatsrundfunk kann hunderte von Millionen investieren auch ohne Hörer.
- Hobby : Hätte ich Bill Gates Konto .................. .........
- Verlag: dann müsste nur noch die Investitionen in Werbung umsetzen, Dazu brauche ich Werbende und Hörer ...... und beides in mein Sendegebiet

von PTY31 - am 25.10.2013 08:37
@ PTY31:

Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt. Gut, jetzt gibt's die



Wenn nicht umgehend zum Thema zurückgekehrt wird, ist der Thread dicht und der User gesperrt.

von NurzumSpassda - am 25.10.2013 08:37
Zitat
drahtlos
Stromkosten? Mitnichten! Die ganze Sendeeinrichtung inkl. Standortmiete, Datentransfer zum Sender, Sendeanlagen und auch die Stromkosten sind darin enthalten. Einzig der Datentransfer zum Encoder muss zusätzlich übernommen werden. Diese Dienstleistung muss auch bei einem UKW-Sender meistens durch den Programm-Betreiber bezahlt werden.

im "Entwurf Gesuch Digris AG und Unikom betreffend Erteilung einer terrestrischen 5 DAB+ Funkkonzession" steht die 800 nirgendwo. Auch keine 80 Radiostationen sondern 4 (A,B,C,D)
Da steht nur 3 kW Strom. Das sind im Jahr 26.280 kWh. also monatlich >500 Euro Abschlagszahlung. Sowie unbekannte Standortmiete, nicht definierte Wartungs und Genehmigungskosten, unbekannte Antennenpreis (bis 40.000). Unbekannte Encoder,Mux und Modulator (von Rhode&Schwarz?) je Programm.

Zitat

Einen grossen Vorteil haben die meisten dieser 80 Radio-Stationen: sie müssen nicht noch gleichzeitig auf UKW senden, was die Sache doch erheblich verteuern würde. Ansonsten könnte man von mir aus RadioDNS schliessen und abwarten bis RadioDNS tatsächlich über UKW gemacht wird. Leider ist der Thread-Titel dummerweise falsch, sonst könnte die ganze Diskussion gleich im Radioforum abgehalten werden....

RadioDNS IST für FM/RDS definiert.
Niemand zwingt jemandem über FM zu senden. Umgekehrt eher. Man sendet auf FM nur weil man Hörer haben will. Hobbysender sind jedoch frei.

Und jetzt hole ich meine Gelb-Rote Karte ab :-)))
Sorry.

von PTY31 - am 25.10.2013 08:53
Oh, die will ich auch!

Harte Zahlen sind in dem vom PTY31 verlinkten Dokument zu finden: DAB derzeit bei etwa 5 % der Haushalte, Radio über IP schon das Vierfache. Für diese Feststellung möchte ich jetzt aber Gelb, wenn nicht sogar Rot!

Was? Reicht noch nicht? Moment, ich setz noch einen drauf. Also -- (Luftholen)




Achtung, jetzt kommts:





Moment noch...





Ich mach das jetzt spannend.





Aber jetzt:




"DAB ist gescheitert!"




Und tschüss!

von Alqaszar - am 25.10.2013 21:24
Zitat
Alqaszar
"DAB ist gescheitert!"

Ja, DAB (ohne Plus) ist gescheitert; DAB+ ist aber momentan erst beim richtig Fahrt aufnehmen.
Heute gibt es Autoradios, die DAB+ konnen bereits ab 100€ (ob sie was taugen ist eine andere Frage). Damals beim Start von DAB war alles noch schweineteuer.

von HansEberhardt - am 25.10.2013 21:40
@Alqaszar

Diese Zahlen sind längst bekannt. Und es wurde auch schon mehrmals erklärt, wie diese vergleichsweise hohe Hörerzahl beim Intetnetradio zustande kommt.

Während man bei DAB+ auf die Zahlen der verkauften Geräte und Umfragen angewiesen ist, zählt man bereits als Internetradiohörer, wenn man alle Schaltjahr mal einen Stream anklickt und eine kurze Zeit mithört. Endgeräte dafür gibt es en masse:

PCs, Notebooks, Smartphones, Tablets und weiß der Geier was noch. Deren Anzahl dürfte wohl bereits die Zahl der Größe des deutschen Volkes überholt haben. Gehen wir mal davon aus, dass 70 Millionen Deutsche (Kleinkinder und Greise im Pflegeheim lasse ich mal bewusst weg) über ein internetfähiges Endgerät verfügen:

Welche Zahl sieht da wohl besser aus:
5% Marktanteil bei 3 Millionen Empfängern bei DAB+ (man kauft nun mal ein Radio, um damit Radio zu hören)

ODER

20% "Marktanteil" bei 70 Millionen Endgeräten (mit denen man alles mit dem Internet anstellen kann und nicht zwangsläufig Internetradio hört), bei denen man schon mit dem einmaligen Klick auf einen Stream und paar Sekunden zuhören als Hörer zählt?

Sorry, das musste jetzt mal raus. Denn demzufolge zähle ich statistisch auch bereits als Internetradiokomsument obwohl ich mich selbst nicht dazu zähle, dennoch über 5 potenzielle Internetradios zuhause verfüge. Wie dem auch sei, die OT-Diskussion ist für mich beendet. Sorry auch nochmal an die Mods, aber diese Zahlen mussten einfach "richtig gestellt" werden.

von PEQsche - am 26.10.2013 07:05
Allgemein sollte dieses Forum nicht zu einem DAB-Traumtänzer und -radikalisten-Forum werden. Ich finde es schon bedenklich wenn jemand neues hier sofort mit gelben Karten und ähnlichem bedacht wird, nur weil er mal (sogar technisch fundiert) Kritik an der Technik geäußert hat.

von Ihre Majestät - am 26.10.2013 08:03
Zitat :

" Allgemein sollte dieses Forum nicht zu einem DAB-Traumtänzer und -radikalisten-Forum werden. "

Allgemein sollte sich Kein User anmassen Andere User in Schubfächer zu packen.
Ob das Radio ein Unabhängiges Medium mit Eigenen Verbreitungsweg(en ) bleibt oder auf Wunsch
im Internet versenkt wird entscheidet sich sowieso woanders....

von RADIO354 - am 26.10.2013 08:55
@PTY31

Das von "RADIO354" verlinkte Dokument ist nur ein Teil der ganzen DAB-Geschichte in der Schweiz.

Die 800€ erscheinen natürlich nirgendwo, da es sich bei dieser Summe um eine umgerechnete Summe nach Euros handelt. In der Schweiz gilt immer noch der Franken. Es gibt bei Digris viele Dokumente/Verträge/Hardware-Beschaffung usw. zur Einführung von DAB. Inzwischen ist auch die Erweiterung nach Frankreich geplant. Ich will hier diese Dokumente nicht öffentlich verbreiten. Im übrigen ist die UNIKOM nur 1 Verein, welche mit Digris zusammenarbeiten will. Ganz klar ist, DAB ist günstiger als UKW, auch für kleine Anbieter. Kommt noch dazu, dass mehrere kleinere Interessenten an einem DAB-Ensemble eher auch Standort-Bewilligungen für Sendeanlagen bekommen, als wenn dies nur ein einziger machen würde.

https://wiki.digris.ch/wiki/LIMUS_Interessierte_Sender

Noch so eine kleine Anmerkung:
DAB-Bashing, wie es hier gegen DAB von einzelnen gemacht wird, gibt es Ländern, wo DAB einigermassen einen gewissen Verbreitungsgrad hat, kaum mehr. Siehe Radioforum Schweiz. Wenn - dann kommt es aus Deutschland(!)... daher: mein letzter Kommentar hier unter RadioDNS und DAB .... solange immer wieder vom Thread-Thema abgekommen wird.

von drahtlos - am 26.10.2013 10:19
Zitat
Ihre Majestät
Allgemein sollte dieses Forum nicht zu einem DAB-Traumtänzer und -radikalisten-Forum werden. Ich finde es schon bedenklich wenn jemand neues hier sofort mit gelben Karten und ähnlichem bedacht wird, nur weil er mal (sogar technisch fundiert) Kritik an der Technik geäußert hat.


Wenn Du meine Einträge aufmerksam gelesen hättest, hättest Du verstanden, dass es nicht um die Kritik an der Sache ging. Vielmehr ging es darum, dass besagter User radikalisiert und nicht auf meine Warnung gehört hat. Der Gruß mit der Lesebotschaft geht auch an Alqaszar. ;-)

Im Übrigen zitiere ich gern RADIO354:

Zitat
RADIO354
Allgemein sollte sich Kein User anmassen Andere User in Schubfächer zu packen.


Dem ist nichts hinzuzufügen. drahtlos schrieb noch

Zitat
drahtlos
.... solange immer wieder vom Thread-Thema abgekommen wird.


Aus diesem Grund mache ich hier erstmal zu. Sorry, es soll kein Maulkorb sein. Der Grundgedanke des Themas war auch bestimmt gut gemeint. Aber die Sprengkraft für DAB+-Befürworter und -Gegner (es ist letztendlich auch "nur" ein Medium) wurde hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zuletzt war keine Rückkehr zum eigentlichen Thema möglich. Danke nochmal an PEQsche und drahtlos für einige konstruktive Darstellungen in den letzten Einträgen (PEQsche, Dein "sorry" wird natürlich angenommen. :-))

von NurzumSpassda - am 27.10.2013 00:49
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