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Bundesmuxx: Endausbau bei 60 Sendern?

Startbeitrag von Ihre Majestät am 22.10.2013 14:35

Hinter den Kulissen wird ja wieder um den Ausbau des Bundesmuxxes gerungen. Aktuell wollen die Privaten den Endausbau 2015 mit 60 Sendern. Mehr ist aus ihrer Sicht nicht finanzierbar. Also würden bis Ende 2015 nur noch acht Sendeanlagen ans Netz gehen (je vier in 2014 und 2015). Die Interessenslage des Deutschlandradios (und der religiösen Sender) sieht da freilich etwas anders aus. Mal schauen wie sich das entwickelt. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch das Interview mit Olaf Hopp/Energy, in der aktuellen Infosat.

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hmm, oder eben zweigleisig fahren, wie es Dr. Weck vom DR auf der IFA in einem Interview einmal äußerte, d.h. einen 2. Muxx einrichten, um die Interessen aller zu berücksichtigen, d.h. eine Konzentration eines Muxxes auf die Ballungsraumgebiete, wie es manche Private eher wünschen und einen Muxx für diejenigen, die einen Vollausbau anstreben(wie DR). Ich denke, wir dürfen froh sein, wenn kein Anbieter aussteigt, das würde dem Thema Digitalradio einen harten Dämpfer verpassen, zumindest wenn es mehr als 2 Kandidaten wären, gibt aber bisher glücklicherweise keine Anzeichen, das dies eintritt...

von ungenutztes Profil - am 22.10.2013 15:59
Ich bezweifel aber das sich irgendein Privater Anbieter, zum aktuellen Zeitpunkt und sogar in den nächsten Zwei Jahren findet, der einen Deutschlandweiten Ausbau mit 110 Sendestandorten Finanzieren wird und das bei den derzeitigen Verkaufszahlen.
Ich persönlich bin auch lieber froh einen "Bundesmux" mit 60 Standorten zu haben als garkeinen.
Hätten wir natürlich einen waren DAB+ Boom sehe es schon wieder anders aus.
Ich würde von einem Sender wie Kiss, auch derzeit nicht verlangen wollen für unsummen einen kompletten Ausbau haben zu wollen, dafür fehlt es halt wirklich noch reichlich an Geräten.

Natürlich ist es auch ärgerlich für die Leute die in nicht versorgten Gebieten wohnen. Als nächstes sehe ich nun auch die Landesweiten Ensemble an der Reihe sich auszubreiten und zu füllen.

von robin1990 - am 22.10.2013 16:16
Sollte der (vorläufige!!!) Endausbau wirklich bei nur 60 Sendern liegen, was natürlich keiner hofft, kommen hoffentlich noch diese Standorte dazu:

- Trier
- Kaiserslautern
- Siegen
- Rostock
- Ochsenkopf
- Pfänder
- plus 2 weitere wichtige Standorte

Aber ich hoffe immer noch, dass dies nur ein schlechter Scherz ist. Selbst mit "nur" 10 Standorten mehr (also 70) könnte man schon sehr viel mehr erreichen und Lücken schließen...

Bis Ende 2015 fließt allerdings noch eine Menge Wasser den Rhein runter. Vlt. machen die DAB-Verkaufszahlen ja noch ein paar gute Sprünge nach oben....

von PEQsche - am 22.10.2013 18:26
60 Sender reichen für Deutschlandradio auf keinen Fall. Anderseits wird auf DAB kein Geld verdient, wenn nicht ein Abschalttermin für UKW festgelegt wird. Das werden die DAB-Verweigerer wie der WDR nicht wollen. Schließlich lebt es sich super mit den Werbeeinnahmen aus WDR 2, 4 und 1/4 Radio NRW. Es müssen jetzt erst die ARD-Anstalten mitziehen. Es kehrt die Frage nach dem Zugpferd. 90elf ist weg, Fußball ist in DAB zwar weiterhin zu hören, aber das wissen nur die Insider.
Die Anzahl der verkauften Geräte ist keine Legitimation für DAB allein. Die Empfänger müssen auf DAB+ eingestellt werden. Wenn die Menschen weiterhin mit DAB-Empfängern UKW hören, können die Verkaufszahlen noch so toll sein, am Ende zählen die Zahlen der Medienanalyse – Hörer gestern!

von Seltener Besucher - am 22.10.2013 23:27
Ich bin einfach der Meinung, wenn die Privaten jetzt sagen, dass bei 60 Standorte Schluss ist, hat das was von "vor vollendete Tatsachen gestellt". Zumindest beim derzeitigen Ausbaustand.

Würde man sich jetzt vorerst wenigstens auf 70-75 als Kompromiss einigen, kann man noch ca. 15-20 Standorte intelligent planen und möglichst sinnvoll einsetzen. Dann kann man wenigstens noch einigermaßen "flächendeckende" Versorgung erreichen und die Lücken auf den meisten wichtigen Strecken schließen.

60 sind zu wenig.
@seltener Besucher

So ganz egal ist die reine Verkaufszahl nicht. Im Frühjahr/Frühsommer, als die für die IFA maßgebenden Analysen und Umfragen gemacht wurden, kam DAB(+) bereits auf 5% Marktanteil bei gerade mal um die zwei Millionen verkauften Geräten. Das ist m.E. ein guter Wert nach 2 Jahren Digitalradio. Gehen die Zahlen im selben Verhältnis weiter nach oben, hat man Ende 2016 eventuell schon 15 - 20%.

Du hast es ebenfalls schon gesagt:
Viele Sachen bzgl. DAB+ kennen bisher nur "Insider". Und gemessen daran, also dass sich DAB+ diesen Marktanteil ohne nennenswerte Werbung erkämpfen konnte und sich die großen Privaten immer noch auf Ihrer UKW-Festung festbeißen, sind die Zahlen erst recht sehr gut. Am Konsument liegt es dieses mal definitiv nicht, sondern vielmehr an der "Angebotsseite".

Edit: Ja, im Prinzip ist die REINE Zahl verkaufter Geräte, die DAB empfangen können, natürlich wertlos. Da DAB aber bei damals ca. 2 Millionen auf 5% Marktanteil kommt, ist davon auszugehen, dass wohl die allermeisten Geräte auch dazu verwendet werden um DAB(+) zu hören.

von PEQsche - am 23.10.2013 04:47
Sollte es wirklich so sein,dass den Privaten beim Netzausbau die Puste ausgeht...mal eine technische Frage:
Wäre es möglich dass künftig in,sagen wir mal 60 5c Standorten für Ballungsraum und Autobahnen Deutschlandradio und die Privatanbieter vertreten sind. und das Deutschlandradio den ländlichen Raum für sich alleine ausbaut und dort alleine im Kanal 5c vetreten ist.

Das wäre doch auch eine Lösung,wenns technisch umsetzbar wäre;-)
Ansonsten wird der Interessenskonflikt zwischen Privatanbietern und Deutschlandradio immer größer.

von Skeletor - am 23.10.2013 08:04
@Spacelab: Bevor du hier weiter solche Spitzen verteilst lese dir bitte das Interview mit Olaf Hopp in der aktuellen Infosat durch. Auch er sagt dass bei 60 Sendern Bundesmuxx Schluss ist (von privater Seite). Ansonsten habt ihr hier offenbar alle ein ganz großes Problem mit eher negativen News und seht die (wirtschaftliche) Realität nicht...

Ansonsten kann ich mir tatsächlich zwei Möglichkeiten vorstellen:

1. Den parallelen Aufbau eines zweiten Bundesmuxxes ohne Vollversorgung
2. Das Deutschlandradio und ERF/Horeb gehen zusätzlich in einige Landes-/Regionalmuxxe. Wird ja zum Teil heute schon so gehandhabt (etwa im Osten).

von Ihre Majestät - am 23.10.2013 08:07
Zitat
Ihre Majestät

Ansonsten kann ich mir tatsächlich zwei Möglichkeiten vorstellen:

1. Den parallelen Aufbau eines zweiten Bundesmuxxes ohne Vollversorgung
2. Das Deutschlandradio und ERF/Horeb gehen zusätzlich in einige Landes-/Regionalmuxxe. Wird ja zum Teil heute schon so gehandhabt (etwa im Osten).


Dein Vorschlag wäre auch eine Möglichkeit.
Meine Frage bezog sich aber mehr auf das Aufsplitten der Senderstandorte im gleichen Kanal 5c.
Wäre das technisch möglich ,dass ländlich gelegene 5c Standorte nur (vorerst) das Deutschlandradio ausstrahlen ev .vielleicht noch mit Radio Horeb.

von Skeletor - am 23.10.2013 08:21
Zitat
Skeletor
Sollte es wirklich so sein,dass den Privaten beim Netzausbau die Puste ausgeht...mal eine technische Frage:
Wäre es möglich dass künftig in,sagen wir mal 60 5c Standorten für Ballungsraum und Autobahnen Deutschlandradio und die Privatanbieter vertreten sind. und das Deutschlandradio den ländlichen Raum für sich alleine ausbaut und dort alleine im Kanal 5c vetreten ist.

Das wäre doch auch eine Lösung,wenns technisch umsetzbar wäre;-)
Ansonsten wird der Interessenskonflikt zwischen Privatanbietern und Deutschlandradio immer größer.


Das gab`s schon !
Längere Zeit waren BOB! und Lounge FM auf 5 C via Ulm Kuhberg nicht zu empfangen.
Der Übrige Bundesmux war Einwandfrei zu hören.
Wenn BOB! oder Lounge FM eingestellt war und mobilerweise nur Ulm zu hören war verstummten
die Beiden Programme. Sobald ein Anderer Standort in ausreichender Stärke dazukam liefen
BOB! und Lounge FM wieder.

Eintrag dazu von @ DH0GHU am 26.08.2012 um 22:11 Uhr :

" Die Störung von Radio BOB! im Bereich des Senders Ulm konnte ich heute abend zwischen 19:30 und 20:00 Uhr nachvollziehen, ebenfalls betroffen Lounge FM. Beide Sender schwiegen ab ca. der Albhöhe bei Merklingen und ca. Günzburg (und im weiteren Verlauf der A8 in sehr west-exponierten Lagen, die richtung Augsburg abgeschattet sind). "

von RADIO354 - am 23.10.2013 08:22
Es gibt rein technisch die Möglichkeit bei einzelnen Programmen Nullbytes zu senden. Attraktiv ist diese Lösung nicht, denn die heutige Reichweite der Privaten würde sich verringern wenn z.B. ein Sender wie der Feldberg im Schwarzwald ohne sie in Betrieb ginge. Sobald das DAB-Radio Signale vom Feldberg empfängt (und das kann z.B. auch bei Freiburg der Fall sein) würden z.B. Radio Bob und Co. dort stumm wo sie heute zu hören sind. Die MB hatte vor einiger Zeit diesbezüglich schon mal einen Feldtest gestartet: das Programm Radio Horeb wurde isoliert in Braunschweig aus dem Muxx verbannt und hier Nullbytes gesendet. War noch in der Phase als Braunschweig im Testmodus war. Das Ergebnis war eher ernüchternd: Bis zur Stadtgrenze Hannover wählte das Radio immer wieder den Sender Braunschweig und es war stumm auf dem Horeb-Kanal.

von Ihre Majestät - am 23.10.2013 08:28
Zitat
Ihre Majestät


Ansonsten kann ich mir tatsächlich zwei Möglichkeiten vorstellen:

2. Das Deutschlandradio und ERF/Horeb gehen zusätzlich in einige Landes-/Regionalmuxxe. Wird ja zum Teil heute schon so gehandhabt (etwa im Osten).


Das bringt gar nix. Wenn man sich z.B. Niedersachsen ansieht ist hier die Versorgung im LM noch schlechter als im Bundesmuxx . Auch in RLP, MV und Brandenburg kommt man da wohl nicht wirklich weiter. Von daher scheidet diese Möglichkeit akutell wohl aus. Wie es in ein paar Jahren aussieht muss man abwarten. Im übrigen sind die Verbreitungskosten da auch nicht gerade gering. Wenn man man in 4-5 Landesmuxxe geht, kommt da auch schon ein hübsches Sümmchen zusammen. Hier sollte man überlegen, ob man das Geld dann nicht in den Ausbau des BM steckt und ggf. die Kosten allein trägt. Das könnte am Ende billiger werden als jedes Jahr ein hohe Summe in die LM zu stecken.

von zerobase now - am 23.10.2013 08:32
Zitat
Ihre Majestät
Es gibt rein technisch die Möglichkeit bei einzelnen Programmen Nullbytes zu senden. Attraktiv ist diese Lösung nicht, denn die heutige Reichweite der Privaten würde sich verringern wenn z.B. ein Sender wie der Feldberg im Schwarzwald ohne sie in Betrieb ginge. Sobald das DAB-Radio Signale vom Feldberg empfängt (und das kann z.B. auch bei Freiburg der Fall sein) würden z.B. Radio Bob und Co. dort stumm wo sie heute zu hören sind. Die MB hatte vor einiger Zeit diesbezüglich schon mal einen Feldtest gestartet: das Programm Radio Horeb wurde isoliert in Braunschweig aus dem Muxx verbannt und hier Nullbytes gesendet. War noch in der Phase als Braunschweig im Testmodus war. Das Ergebnis war eher ernüchternd: Bis zur Stadtgrenze Hannover wählte das Radio immer wieder den Sender Braunschweig und es war stumm auf dem Horeb-Kanal.


Okay...dann hat man es wenigstens schonmal getestet.
Ich hätte so einen Feldversuch aber anders ausgelegt;-)
Deutschlandradio only-Standorte dürften dann halt zunächst nur mit,sagen wir mal < 1 kW senden und das Sendediagramm müsste ganz sensibel abgestimmt sein.
Für einen Feldversuch würde ich einen Provinzsender mit geringerer Leistung in Betrieb nehmen und dann testen.

Da nehme ich einfach mal den mir am nächsten..,Hunau z.B. und würde mal mit 500 Watt gegen Dortmund und Bielefeld senden.
Ich glaube,das würde mehr Erkentnisse bringen ,als Braunschweig vs. Hannover.

Mag sein,dass ich es mir zu einfach mache und alles viel komplizierter ist,aber die Macher des Bundesmuxx sollten auch nach Alternativen suchen und nicht nur sagen: Nach 60 Standorten ist Schluss.

von Skeletor - am 23.10.2013 08:44
Zitat
Ihre Majestät
Ansonsten kann ich mir tatsächlich zwei Möglichkeiten vorstellen:

1. Den parallelen Aufbau eines zweiten Bundesmuxxes ohne Vollversorgung
2. Das Deutschlandradio und ERF/Horeb gehen zusätzlich in einige Landes-/Regionalmuxxe. Wird ja zum Teil heute schon so gehandhabt (etwa im Osten).

Es gäbe auch noch weitere Möglichkeiten:
3. Es wird ein "Vorbundesmux" mit DRadio und evtl. Horeb auf einem anderen Kanal überall dort aufgebaut wo jetzt beim richtigen BuMux Lücken sind. Dadurch würde die Sende-Infrastruktur dann schon aufgebaut, sodass die kommerziellen mit dem richtigen BuMux dann relativ schnell und einfach nachrücken könnten, wenn sie es finanziell stemmen können.
4. DRadio und Horeb gehen in den nicht vom BuMux versorgten Gebieten in Lokalmuxe, bzw. verwenden die Kanäle der Lokalmuxe. Lokale Programme könnten so gerade in diesen Gebieten leichter den Schritt auf DAB schaffen.

von Zwölf - am 23.10.2013 10:34
Zitat
Kreisel
Zitat
dxbruelhart
Es wäre doch gut, wenn jemand dieses Interview von der Infosat hier reinstellen könnte; wer ein Abo der Infosat hat, hat auch Zugriff zur Online-Präsenz bzw. zur Online-Ausgabe der Infosat (das habe ich nicht).


Man kann hier die aktuelle Infosat gratis lesen: https://www.keosk.de/read/zQrpVp1RyCYY5/epaper-Infosat_10_2013_-_KOPIE


Danke für den Link - es ist immer wieder erstaunlich, wie man zum Gratislesen von Zeitschriften kommt.

Artikel gelesen: Das Interview ist natürlich eine Lobhudelei und Marketinggedöns für Energy:

"Energy als erste und einzige nationale Unterhaltungs-Radiomarke steht für Premium-Entertainment für junge Erwachsene".

"Wir sind aufgrund der Markenstärke von Energy und deren Strahlkraft schon heute in der Lage, eine deutlich bessere Ausschöpfung des Werbemarktes in Relation zu unseren Hörermarktanteilen zu generieren, weil wir es auf vielen Ebenen schaffen, unseren Kunden uns Werbepartnern individuelle Gesamtwerbekonzepte anzubieten."

Punkt - Schluss

Immerhin sagt er nicht, dass dank Energy der Bundesmux es überhaupt soweit gebracht hat. Ich meine Energy profitiert gegenüber anderen Programmen schlicht und einfach von den Fussball-Übertragungen von Sport1.

Noch etwas stimmt mich eher versöhnlich, als die wie immer pauken und trompetenartige Meldung von Ihrer Majestät:

"Wir glauben daran, diese innovative Technologie mit starken Inhalten, wie jetzt die Kooperation mit Sport1.fm, weiter voranzubringen. Ich schliesse nicht aus, dass Energy zeitnah mit weiteren zielgruppenaffinen Inhalten auf dem DAB+ - Programm aufwartet....."

von drahtlos - am 23.10.2013 12:38
Das deutsche Urheberrecht verbietet das Kopieren ganzer Passagen aus fremden Artikeln (außer sie sind als Pressemitteilung gekennzeichnet). Kleinere wörtliche Zitate sind nur erlaubt, wenn man sie als Beleg für die eigene Meinung bzw. Grundlage für die weitere Diskussion benötigt. Und das tue ich jetzt - umgewandeltr in indirekte Rede:

Energy-Chef Olaf Hopp hat gesagt, dass es aus seiner persönlichen Sicht heraus bis Ende 2015 für die privaten Programmveranstalter nicht darstellbar sei, das bundesweite Sendernetz auf mehr als 60 Senderstandorte auszubauen.

Er hat weder von einem Endausbau gesprochen noch hat er ausgeschlossen, dass es an einzelnen schon bestehenden Bundesmux-Standorten Optimierungen geben kann, z.B. durch die Installation neuer Sendeantennen.

von Manfred Z - am 23.10.2013 18:14
Dann lasst uns doch mal überlegen welche 8 Standorte bei dem bestehenden Netzwerk am meisten Sinn und MEHRNUTZEN bringen.

Ich denke wir sind uns einig:
Rostock
Ochsenkopf
Pfänder
Aalen
Raichberg
dürften ziemlich sicher dabei sein.
Blieben noch 3 übrig.

Ziemlich unsicher halte ich dann jetzt
Aurich, Flensburg und Putbus - sorry, da leben zu wenige Menschen, die man neu erreichen könnte.

Welche Standorte machen denn aus Sicht der erreichbaren Hörer und der Verbindung von Autobahnen am Meisten sinn ?

Kaiserslautern oder der Donnersberg?
Jena? (was passiert, wenn der Inselberg mal eine neue Antenne bekommt und rundstrahlen kann)
Calau?
Brocken?
Trier ?
Brotjacklriegl? (Bayern ist immerhin Vorreiter)

Komm lasst und mal wieder wild spekulieren und denkt dran, bestehende Standorte können ja auch verändert werden in ihrem Diagramm (z.B. Kassel)

von Chiclayo7 - am 24.10.2013 11:12
Zitat
zerobase now
Zitat
Chiclayo7
Ziemlich unsicher halte ich dann jetzt
Aurich, Flensburg und Putbus - sorry, da leben zu wenige Menschen, die man neu erreichen könnte.


Schon richtig, Trotzdem machen da jedes Jahr hundertausende Urlaub und von daher würde das schon Sinn machen.

Und fahren dann die A1 vom Ruhrgebiet aus runter nach Ostfriesland, durchgehend mit DAB-Empfang - nur wenn sie dann ankommen ist es auf einmal vorbei damit...
Aurich würde knapp 500000 Ostfriesen erreichen, dazu kommen 7.184.306 Übernachtungen (in 2012).

von iro - am 24.10.2013 12:01
Zitat
iro
- nur wenn sie dann ankommen ist es auf einmal vorbei damit...


Genauso, wenn man sieht (KFZ Kennzeichen), wie viele solvente Hamburger einen Tagesausflug an die Westküste von SH bzw. nach Sylt machen. Sylt alleine hat 840.000 Gäste (ohne Kinder) die auf 6,5 Mio. Übernachtungen kommen. Tagesausflügler kommen noch dazu.

Aber es ist natürlich mal grundsätzlich die Frage. Bauen wir und hoffen, dass die Leute dann ein DAB Radio kaufen, oder versorgen wir da, wo die, die eines haben, häufiger hin kommen.

Da Kaltaquise mit Werbung eh nicht so beliebt zu sein scheint, dürfte zweiteres mit Mund zu Mund Propaganda erfolgreicher sein.

von senderlisteffm - am 24.10.2013 14:27
Was mich immer noch etwas beschäftigt ist wenn mann die standorte die oben gennant wurden mal nimmt,
würde von dort dann nur der Bundesmuxx gesendet werden oder auch die Mulitplexe der ÖR?

Z.b Aurich,
der ist ja bereits mit 4KW angegeben, nur stellt sich da die frage welcher muxx mit den 4KW sendet, muss ja erstmal nur ein Muxx sein und dass ist der NDR.

Der Bundesmuxx wird über diesen Standort wohl zuletzt abgestrahlt werden wegen oben gennannter Gründe.
Die ÖR müssen ja überall empfangbar sein, den Privaten ist es egal ob so ein paar Ländler ihre Programme nicht empfangen können, denen interessiert ja nur wie viele Menschen man mit wenigen Standorten erreichen kann.

Das trifft bei den drei oben gennanten sendern nicht zu.

von UKW vs. DAB+ - am 27.10.2013 12:13
Man sollte eines mal sehen: Auch mit 60 Sendern kann der größte Teil der deutschen Bevölkerung den Bundesmuxx empfangen, mit guten Antennen ist sogar fast überall Empfang möglich. Und für die Forderung der Privaten muss man einfach Verständnis haben. Man sollte sogar überlegen ob einige Sender, die nur zur Netzverdichtung on Air gingen nicht sogar wieder abgeschaltet werden sollen um Lücken anderswo breitflächig zu schließen. So kann ich mir den (vorläufigen) Endausbau bis 2015 vorstellen:

Neue Sender:

- Ochsenkopf
- Pfänder
- Aalen
- Raichberg
- Bornberg (war: Kaiserslautern)
- Pritzwalk
- Jena
- Rostock
- Calau (war: Berlin-Scholzplatz)
- Nordhelle (war: Dortmund)
- Visselhövede (war: Hamburg-Moorfleet)
- Donnersberg (war: Frankfurt-Europaturm)

Damit hätte man die Fläche ganz gut versorgt.

von Ihre Majestät - am 28.10.2013 07:50
Wir reden im Moment über ein Grundsatzproblem: Die Technik DAB+ ist einfach zu teuer. Sie mag günstiger als der Betrieb von UKW sein, aber sie ist für einen Parallelbetrieb UKW-DAB zu teuer. So lange es nicht ein deutliches Signal für einen UKW-Abschalttermin gibt müssen Kompromisse her. Vorläufiger Endausbau mit 60 Sendern und verlängertes Sonderkündigungsrecht mögen nicht allen schmecken, aber es ist nun mal die einzige Chance um den Bundesmuxx überhaupt in bisheriger Form zu retten.

Aktuell bin ich bei zwei Dingen gespannt: Die Ausschreibung des BMI für eine Studie zum Übergang UKW - DAB+. Egal wer den Zuschlag erhält: Die Studie wird darstellen dass eine schnelle UKW-Abschaltung nicht möglich ist. Bei einigen Insituten erwarte ich sogar das Ergebnis dass DAB+ als Technik generell in Frage gestellt werden könnte, vor allem in punkto Grundversorgung: Während UKW jedes Schwarzwaldtal irgendwie noch erreicht geht das bei DAB+ nicht ohne Füllsender. Auf dem platten Land reichen dagegen bei DAB+ schwächere Leistungen als bei UKW für einen ähnlichen Versorgungsgrad aus. Einige Insitute wie Goldmedia sind zudem geradezu Internet(radio)-besessen, während Infratest DAB+ befürworten könnte. Da sollte das BMI also gut schauen wem man den Zuschlag erteilt.

Und dann die ausstehende Entscheidung der KEF: Auch wenn diese nur den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betrifft, dürfte sie auch entscheidend in der Frage sein, ob die Veranstalter über den 30.6. hinaus im Bundesmuxx bleiben. Und man weiss ja wie einige Personen in diesem Gremium gegenüber der Technik eingestellt sind.

von Ihre Majestät - am 28.10.2013 09:51
Zum zweiten Punkt:
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die KEF dem ganzen noch einen Strich durch die Rechnung machen wird. Es wurde bereits zu viel in DAB+ investiert und im Gegensatz zu DABalt laufen diesmal die Geräteverkäufe im Verhältnis ziemlich gut.
Bedenken muss man auch, dass Mittel- und Langwelle auch größtenteils schon aufgegeben wurden gerade weil DAB+ die Versorgung durch die beiden Wellenbereiche ersetzen sollte. Jetzt die Gelder zu sperren nach allem was bereits getan wurde, wäre völliger Irrsinn.

Ist zwar nur meine Meinung und ich bin kein Fachmann, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass die KEF nicht mehr widersprechen wird. Gerade weil ja von den veröffentlichten Zahlen zur IFA eigentlich niemand enttäuscht war. Im Gegenteil, sie waren besser, als wir alle vermutet hatten. Man kann jedenfalls nicht so tun, als ob 3 Millionen Geräte nichts bzw. wertlos sind. Auch ein Marktanteil von 5% nach gerade mal zwei Jahren sind nicht schlecht. Hoffentlich wird das bedacht.

von PEQsche - am 28.10.2013 10:10
Zitat
Jassy
Deutschland ist immer für eine überraschung gut und es wurde mich nicht wundern wenn das Thema DAB+ begraben wird. Naja, dann kann Deutschland sich ja weiterhin an UKW beharren, das wird die andere Länder nicht jucken.

Jetzt wo das ganze im Schwung geraten ist soll man durchgreifen, denn auf Europa Ebene läuft es jetzt richtig an. Es jetzt ein zu stampfen wäre schon sehr blöd, vor allem wenn man sieht was in die letzte paar Jahre in neue Anlagen investiert ist.


:spos:
Danke, genau meine Rede. Dann hätte sich Deutschland endgültig zur Lachnummer gemacht. Aber nochmal, ich kiann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass von Stellen wie der KEF der Hahn zugedreht wird.
Wenn überall um uns herum DAB+ eingeführt wird und so oder so immer mehr alleine der Einfachkeit halber in Europa als Gesamtmarkt DAB+ - fähige Radios verkauft werden, macht es gar keinen Sinn mehr, bei uns DAB+ zu begraben. Es wäre eine absolut unsinnige Geldverschwendung, da irgendwann von Seiten der EU Druck gemacht würde. Dann müsste man alle Anlagen wieder neu aufbauen. Jetzt hat man alles in Betrieb und drei Millionen Empfänger. DAB+ wird DER Digitalradiostandart in Europa.

So viel Weitsichtigkeit traue ich dann dem ein oder anderen KEF-Gremiumsmitglied dann doch noch zu.

von PEQsche - am 28.10.2013 10:42
Da der Geräteverkauf und somit die Einschaltquoten sich deutlich verhaltener entwickeln als ursprünglich in den Business-Plänen veranschlagt, ist es einfach nur logisch, dass die Dinge so sind wie sie nun sind.
Dabei ist das nicht einfach nur eine Frage des UKW-Parallelbetriebs. Die meisten Bundesmux-Anbieter haben eh nur sehr geringe oder garkeine UKW-Reichweiten.

Wenn man die Entwicklung interpoliert, haben wie Ende 2015 höchstens 6 Millionen Geräte im Markt. Das ist zu wenig für einen 110-Standorte-Mux. Um das zu finanzieren, müßten die Einschaltquoten der einzelnen Anbieter zumindest mal in die Größenordnung von 1% kommen. Momentan liegen sie (nur via DAB) vermutlich häufig wohl nichtmal bei 0,1%.

Übrigens: wer sagt denn, dass die EU eine Digitalisierung auf Basis von DAB+ vorschreibt? Die könnte genauso gut auf die Linie "Internet muß überall günstig und ausreichend schnell verfügbar sein, und das reicht dann auch für Audiodienste" einschwenken. Es gibt zwar viele Nachteile einer IP-basierten Rundfunkverbreitung (notwendigkeit eines energiefressenden Rückkanals, exorbitant hoher Frequenzbedarf), aber ich würde den ewigen Fortbestand der Terrestrik nicht als Naturgesetz betrachten...

von DH0GHU - am 28.10.2013 11:19
Und warum spekuliert man hier staendig, wie die KEF entscheiden wird. Enfach mal abwarten. Immerhin hat seit der IFA kein Oeffentlich Rechtlicher Intendant eine ablehnende Haltung gegenueber DAB+ geaeussert. Genauso die Landes Medienanstalten. Im Gegenteil, TEPEC als neues und besseres Verkehrsinfosystem wird von allen stark forciert. Die KEF wird also nur die Geschwindigkeit des Umstieges beeinflussen aber nicht einen kompletten Austieg erzwingen koennen. Voellig unabhaengig von der KEF geht der Oeffentlich Rechtliche Netzausbau in Bayern, im MDR und SWR Sendegebiet schon jetzt weiter.

von Nordlicht2 - am 28.10.2013 11:22
Naja, völlig abhängig von der KEF läuft der Ausbau bei MDR, BR und SWR auch viel viel langsamer als möglich und dort eigentlich gewünscht.
Das Henne-Ei-Problem bei DAB+ existiert nach wie vor, und marktwirtschaftlich ist das nicht lösbar, sondern nur durch "Klotzen statt Kleckern" bei der ÖRs.
... deshalb finde ich nach wie vor die Idee gut, zwei Bundesmuxe zu installieren: Einen flächendeckenden für die D-Radios, einen profitorientierten für die Privaten. Eventuell mit ein paar Plätzen beim flächendeckenden Mux für besonders potente Private.

von DH0GHU - am 28.10.2013 11:28
Ich weiss nicht, ob die EU sowas überhaupt festlegen kann. Mit dem verlangsamten Ausbau des BM kann man sich, wenn auch zähneknirschend, ja noch anfreunden. Es ging mir ja speziell darum, dass ein komplette Abschaltung von DAB+ in Deutschland völliger Irrsinn wäre, sollte die KEF sich quer stellen.

Es werden so oder so mehr DAB+ - Radios in Umlauf kommen. Je mehr Länder in Europa mitmachen, umso eher werden für den europäischen Markt als ganzer nur noch Radios gebaut, die auch DAB+ beherrschen. Schlicht wegen der Einfachkeit, nicht mehr nach zig EU-Staaten unterscheiden zu müssen. Es tut einem Österreicher beispielsweise ja nicht weh, wenn sein Radio neben UKW auch DAB+ kann.

Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an denen genug Digitalradios unters Volk gemischt sind. Daher absoluter Quatsch, Ende 2016 DAB+ abzuschalten (im absoluten worst-case Szenario) um es gegebenfalls zwei, drei Jahre später wieder anzuknipsen und alles wieder neu aufzubauen. Daher mache ich mir bzgl. KEF-Entscheidung nicht allzu viele Sorgen.

Ansonsten Zustimmung zu Nordlichts Beitrag.

von PEQsche - am 28.10.2013 11:28
So meinte ich das auch. Eine Abschaltung ist sicher vom Tisch oder wer glaubt, dass der BR sein DAB+ Netz abschalten wird? Aber es kann unter Umstaenden weiterhin sehr langsam voran gehen. Im BMux ist es natuerlich eine Frage in wie weit die Privaten kurzfristig mehr Standorte finanzieren wollen. Immerhin hat man den Netzausbau sowieso schon schneller voran getrieben als urspruenglich in 2011 geplant. Auch da ist aber nirgends von einem Endausbau die Rede sondern nur davon, was bis Ende 2015 moeglich ist. Da nun viele Leistungsschwache Standorte frei werden, denke ich, man wird davon mal wieder etwas fuer den BMux uebernehmen. So quasi als Kompromiss zwischen zuegigem Ausbau und Ausbaustop.

Hier nochmal das Zitat des Herrn Hopp von Energy aus dem Artikel.: "Aus meiner persönlichen Sicht heraus ist es bis Ende 2015 für die privaten Programmveranstalter nicht darstellbar, das bundesweite Sendenetz auf mehr als 60 Sendestandorte auszubauen", betont Hopp.

Die Betonung liegt auf Ende 2015 und nicht auf Endausbau. Wenn Ihre Majestaet nicht den unaufhoerlichen Drang zum Schlagzeilen machen auf Bild Niveau haette, haette er den Threadtitel hier schon lange entsprechend angepasst.

von Nordlicht2 - am 28.10.2013 12:02
Das Deutschlandradio redet vom flächendeckenden Ausbau Ende 2015. Genau das geht aber mit 60 Sendern nicht. Natürlich können bei entsprechend positiver Entwicklung auch noch nach 2015 Sender ans Netz gehen. Bedeutet aber im Umkehrschluss, dass auch viele Autobahnabschnitte bis 2016/17 nicht mit DAB versorgt sind. Und ich wage es zu bezweifeln dass das DLR schon 2015 seine Mittel- und Langwellen abschalten kann, wenn bis dato kein flächendeckender Ausbau gewährleistet ist. Das aber verärgert wiederum die KEF und bremst zudem die Autoindustrie aus, die ohnehin mehr Potenzial beim Internet im Fahrzeug sieht als bei DAB als Standardausrüstung. Es hängt halt überall ein Rattenschwanz dran.

von Ihre Majestät - am 28.10.2013 12:30
Zitat
DH0GHU
Die D-Radios sollten ggf. darüber nachdenken, die beiden DAB-Programme, zumindest aber den DLF, auf DAB+ umzustellen und die frei werdenden CUs für einen höheren Fehlerschutz zu nutzen. Das bringt in der Fläche nochmal einiges an Reichweitenzugewinn.


Man muss erstmal alle Entscheidungen im ersten Halbjahr 2014 abwarten, dann wird sich zeigen ob und wie es mit DAB+ weiter geht. Es bliebe auch noch die Variante dass das Deutschlandradio zusammen mit Horeb/ERF und vielleicht noch ein paar anderen die es finanziell mittragen könnten einen zweiten Muxx aufmachen, der nur in Regionen verbreitet wird, die die anderen Privaten nicht mitfinanzieren wollen. Also über Standorte wie Hoher Bogen, Hunau oder Helpterberg. Als Kanäle könnte man die verwenden, die einst für den zweiten Bundesmuxx vorgesehen waren. Als unwahrscheinlich halte ich dass DLR und ERF/Horeb weitere Sender im Bundesmuxx (K5C) über die 60 hinaus selbst finanzieren und die anderen kostenlos mitsenden dürfen. Andererseits ist es so unwahrscheinlich auch nicht: Die Standorte Ulm und Freiburg wurden/werden alleine von Horeb und dem DLR finanziert!

von Ihre Majestät - am 28.10.2013 13:28
Wenn sich dann auch andere Programme finden wuerden, die in den von dir vorgeschlagenen erweiterten BMux auf anderen Frequenzen gehen wuerden, ok. Ansonsten ist es besser den 1. BMux weiter auszubauen und einfach die 'Nullbyte'' oder besser ''Nicht Aussendung von Bytes'' Option zu nutzen und so nur die Programme an den neuen Standorten auszusenden, die auch wollen. Eine Verschlechterung gibt es fuer die bestehende Versorgung dann nicht wenn das wirklich technisch umsetztbar ist? Wobei man dann aber 2 getrennte Versorgungskarten erstellen muss. Nach Programmen und nicht nach Mux.
Da dieser Vorschlag aber ueberhaupt noch nicht von der MB gemacht wurde, wird es wohl doch einen Haken geben und somit nur ein besseres Preisangebot durch die MB in Frage kommen was sich Energy und wohl alle BMux Privaten auch wuenschen.

von Nordlicht2 - am 28.10.2013 15:04
Nullbytes wurde bereits erprobt und ist (sorry) eine Scheiß-Lösung. Man stelle sich das z.B. vor der Bundesmuxx würde am Standort Feldberg/Schwarzwald die Sender der Kommerzfunker mit Nullbytes versehen: Dann würde man z.B. Radio Bob nur noch in Freiburg selbst hören können, Richtung Norden auf der A5 würde sich dann der Feldberg durchsetzen, es entstünde ein Sendeloch wo derzeit noch einwandfreier Empfang herrscht, ehe es dann so kurz vor Baden-Baden wieder geht. Nein, das wäre nicht praktikabel.

Man hat diese Lösung ja in Niedersachsen erprobt und versah Radio Horeb am Standort Braunschweig mit Nullbytes. Das Resultat war, dass Horeb nur noch in Hannover hörbar war, schon 5 km von der Stadtgrenze entfernt stieß Braunschweig als stärkster Bundesmuxx-Sender durch, Horeb war selbst da nicht mehr hörbar, wo vorher einwandfreier Empfang war. Die Privaten würden massiv an Reichweite verlieren!

von Ihre Majestät - am 28.10.2013 15:11
Zitat
Nordlicht2
So meinte ich das auch. Eine Abschaltung ist sicher vom Tisch oder wer glaubt, dass der BR sein DAB+ Netz abschalten wird? Aber es kann unter Umstaenden weiterhin sehr langsam voran gehen.


In Bayern spielt die BLM noch mit und finanziert die DAB-Entwicklung mit einem festen Betrag. Allerdings wird dieser auch immer mehr Sender verteilt und für einzelnen Sender bleibt immer weniger Geld übrig. Wir werden im nächsten Jahr sehen, was für die einzelnen Sender an Fördersummen bleibt und wie viel Geld die Sender aus eigener Tasche für DAB dazu zahlen. Einige scheinen nicht so rentabel zu sein.

Zitat
Nordlicht2
Hier nochmal das Zitat des Herrn Hopp von Energy aus dem Artikel.: "Aus meiner persönlichen Sicht heraus ist es bis Ende 2015 für die privaten Programmveranstalter nicht darstellbar, das bundesweite Sendenetz auf mehr als 60 Sendestandorte auszubauen", betont Hopp.


Der zweite MUX sollte mal gestartet werden, dann könnte Energy in diesen Wechseln und die Plätze könnten neu verteilt werden. In Bayern hieß es, dass sogar Media Broadcast an den Preisen in Bayern gedreht hat und die Zuführung billiger wurde.

von Seltener Besucher - am 28.10.2013 16:48
Es ist im Moment eben eine Investition in die Zukunft und investieren kann bekanntlich nur wer Geld hat. Man koennte das auch Kredit finanzieren und diesen in einigen Jahren zurueckzahlen wenn man dann die entsprechenden Marktanteile erreicht hat, fuer die man jetzt die Investitionen taetigt. Beim BMux ist es allerdings so, dass man die knappen bundesweiten Programmplaetze ja sowieso schon hat. Ob man weiter ausbaut oder nicht, wegnehmen kann einem die Plaetze niemand mehr, auch wenn man erst in 5 Jahren weiter ausbaut. Sogesehen hat die Begrenzung auf fiktive 60 Standorte schon seine Berechtigung. Man muss bei den Privaten eben abwegen, ueber welchen weg man am schnellsten seine Investitionen zurueckbekommt. Schneller teurer Vollausbau oder abwarten. So oder so wird sich die Zahl der DAB+ Hoerer erhoehen und man irgendwann sein Geld zurueckbekommen um dann weiter ausbauen zu koennen.

von Nordlicht2 - am 28.10.2013 19:45
Das Thema "Brückentechnologie" hatten wir doch schon oft. Dazu wird DAB+ gerne degradiert. Als ich am letzten Sonntag nach Mainz gefahren bin, war auf der A6 teilweise noch nicht mal das Aufrufen simpelst gestalteter Webseiten möglich, trotz mindestens Egde.

Wenn die UKW-Pfründe mit DAB+ angeblich schon in Gefahr geraten, dann mit Internetradio erst recht, da tausendfach mehr Konkurrenz. Die beiden Systeme (terrestrischer Hörfunk und mobiles Internet) kann man nicht vergleichen. Tarife, in denen man ein großzügig bemessenes Volumen (ab 1gb) hat, schnelles Internet UND gutes Netz (ab Vodafone, eher noch Teledoof) gehen erst ab 60 EUR monatlich los. Um die vollen 150 mbit/s der Telekom nutzen zu können, wird erst recht zugelangt. Ab 80 EUR aufwärts. Und dann hat man noch kein Smartphone dabei.

Da frag ich mich allen ernstes, wer so viel Kohle hinblättert. Und die muss man hinlegen, will man zum surfen, nutzen von Youtube oder Fratzenbuch zusätzlich noch dauerhaft Radio hören. Ich habe es im letzten Rechnungsmonat hinbekommen, 1gb nur durch surfen zu verballern, ohne es zu übertreiben und OHNE datenintensive Dienste wie Youtube oder Seiten mit vielen Bildern aufzurufen.

Und wäre DAB+ eine Brückentechnologie, so frage ich mich warum um uns herum so kräftig darin investiert wird. Wahrscheinlich sind die alle einfach nur dümmer als unsere alles wissende und überschlauen Platzhirsche, deren Absichten nun wirklich jeder kennt.

von PEQsche - am 29.10.2013 07:31
Das ist schon lustig, mit dem Ueberall Internet. Gerade in Deutschland, wo man sich fuer jede SIM Card mit Ausweis registrieren muss wird es das nie geben. Man darf dann erst Radio hoeren, nachdem man sich identifiziert hat und auch jeder weiss welche Informationen und welche Musik man hoeren will? Der glaeserne Buerger ist dann noch eine richtige Untertreibung. Die Privaten moegen DAB+ gerne als Brueckentechnologie darstellen, die Oeffentlich Rechtlichen sehen das zum Glueck anders. Wie man ja auch in der DVB-T2 Debatte erkennen kann, geht es um kostenlose anonyme Empfangsmoeglichkeiten.
Ich kenne uebrigends sehr viele, insbesondere Frauen, die aus Angst vor Elektrosmog, ihren WLAN Router nur sehr selten anschalten. Bei denen ist Internetradio schon jetzt gescheitert. Dem Punkt Elektrosmog wird mir in der ganzen Internetradio Diskussion viel zu wenig Bedeutung geschenkt.
Ich selbst weiss, das WLAN nur relativ kleine Leistungen hat aber mit dem Handy unterwegs hoere ich genau aus dem Grund Elektrosmog nie Radio. Mein Datenvolumen wuerde es zum Ende des Monats hergeben.

von Nordlicht2 - am 29.10.2013 08:42
Zitat
Nordlicht2
Das ist schon lustig, mit dem Ueberall Internet. Gerade in Deutschland, wo man sich fuer jede SIM Card mit Ausweis registrieren muss wird es das nie geben. Man darf dann erst Radio hoeren, nachdem man sich identifiziert hat und auch jeder weiss welche Informationen und welche Musik man hoeren will? Der glaeserne Buerger ist dann noch eine richtige Untertreibung. Die Privaten moegen DAB+ gerne als Brueckentechnologie darstellen, die Oeffentlich Rechtlichen sehen das zum Glueck anders. Wie man ja auch in der DVB-T2 Debatte erkennen kann, geht es um kostenlose anonyme Empfangsmoeglichkeiten.
Ich kenne uebrigends sehr viele, insbesondere Frauen, die aus Angst vor Elektrosmog, ihren WLAN Router nur sehr selten anschalten. Bei denen ist Internetradio schon jetzt gescheitert. Dem Punkt Elektrosmog wird mir in der ganzen Internetradio Diskussion viel zu wenig Bedeutung geschenkt.
Ich selbst weiss, das WLAN nur relativ kleine Leistungen hat aber mit dem Handy unterwegs hoere ich genau aus dem Grund Elektrosmog nie Radio. Mein Datenvolumen wuerde es zum Ende des Monats hergeben.


Das kann und sollte jeder halten wie er will

Zu Hause ist mein WLAN Router immer eingeschaltet und im Auto sendet mein Smartphone per Dauerstreaming und Blutooth die geilste Musik zum Autoradio, mit und jenseits der Drosselklappe der Mobilfunker.
Und es funzt aus technischer Sicht super.Man bezahlt fürs mobile Internet doch sowieso und die Anwendungen (Apps) auf dem Smartphone sind doch frei wählbar.
DAB+ kann mir solche Alternativen zum UKW Angebot im Sauerland auf lange Sicht nicht bieten.

von Skeletor - am 29.10.2013 09:28
Zitat
PEQsche
Du musst nur bedenken Skeletor, auch wenn es mit Drossel noch klappt, dass immer zuerst dein inklusiv-Volumen verbraucht wird.

Wird bei dir auf 64kbit/s oder auf 32kbit/s gedrosselt? Bei ersterem geht das in der Tat noch, zumindest bei den low-Streams. Bei 32kbit/s ging bei mir, als ich es mal testweise probieren wollte, gar nix mehr, zumal ja auch die Priorität runter gestuft wird.


gedrosselt wird bei mir nach 500 MB auf 56kbit/s.
Für die Anwendungen,die ich auf dem Smartphone nutze kein Problem.

Und übrigens:ich bin von DAB+ begeistert,nur wie man sich beim Netzausbau quälen muss..das ist bedauernswert.

von Skeletor - am 29.10.2013 09:38
Wir werden beim Internet vielleicht schon in fünf Jahren Nutzungsszenarien haben von denen man heute nur träumen kann. Nur ein Beispiel: An meinem Zweitwohnsitz Freudenstadt entsteht gerade ein neues Wohngebiet mit 120 Wohnhäusers, das flächendeckend mit fünf WLAN-Hotspots abgedeckt werden soll. Betreiber sind die Stadtwerke, der Kunde zahlt alles aus einer Hand - Strom, Wasser, Telefon, Internet.

Okay, nun aber genug off-topict und weiter on-topic. Ich denke es wird in den kommenden beiden Jahren wieder auf je sieben neue Sendeanlagen beim Bundesmuxx hinaus laufen, damit wären wir bei insgesamt 66 Ende 2015. Das Konzept muss nur von den Privaten geschluckt werden.

von Ihre Majestät - am 29.10.2013 09:39
Okay, bei 56kbit/s wirds dann auch noch reichen. Problem ist, dass die allermeisten Neuverträge auf mittlerweile 32 reduziert werden, bei fast allen Anbietern. Ist zumindest bei mir praktisch so, als ob ich kein Internet mehr habe. Reicht im Prinzip nur noch um in der dann erhaltenen SMS den Link zur Aufstockung anzuklicken.

@Ihre Majestät
Ist ja schön und gut, aber zwischen zwei Ortschaften auf dem Land geht dann trotzdem nix mehr ;)
Außerdem müsste man dann ständig warten, bis das Smartphone bzw. der Empfänger sich ins neue WLAN eingewählt hat ;)

Ja, zurück zum Thema.

von PEQsche - am 29.10.2013 09:40
Zitat

Nullbytes wurde bereits erprobt und ist (sorry) eine Scheiß-Lösung. Man stelle sich das z.B. vor der Bundesmuxx würde...

Ich stelle mir mal was anderes vor; und zwar z.B. ein DRadio mit Horeb und ERF im bayerischen 12D. Der Mux könnte dadurch gestärkt und auch im ländlichen Gebiet gut ausgebaut werden. In den Überlappungsgebieten mit dem BuMux könnte man dann so ein "Nullbyte"-System anwenden; bzw. die Plätze lokal für andere Programme ausschreiben (z.B. wäre in Nürnberg und München ja durchaus Interesse an weiteren Lokalplätzen vorhanden). PL und Sendeleistung könnten dabei wahrscheinlich so eingestellt werden, dass Autoradios ein Umschalten von BuMux auf Landesmux ohne Probleme im Übergangsbereich schaffen (der BuMux also über den Störbereich hinwegreicht).

von Zwölf - am 29.10.2013 22:22
@ UKW_Fan
Die Österreicher planen immerhin schon einen Test. Und was die Senderauswahl ausgeht; es gibt auf DAB viele Stationen, die es auf UKW nicht gibt; auch das Overspill aus Nachbarregionen auf UKW deckt meist nur die gleichen Genres ab, wie das Angebot in der Inregion. BR und SWR wirst du wahrscheinlich auch weiterhin über Internet hören können; bei der Frage DAB oder nur Internet (nach einer UKW-Abschaltung) ist mir die Antwort DAB aber sehr viel lieber, da beim Internet das Thema "Fernempfang" ja witzlos ist.

@ Spacelab
Was gibt es denn schöneres als eine herzhafte Pro&Contra-Diskussion, in der die Argumente nochmal schön aufgewärmt werden können? Sollen die Argumente jetzt etwa in einer einsamen Ecke verkümmern und verstauben?

von Zwölf - am 30.10.2013 11:09
Zuersteinmal sind wir hier total OT. Und genau das ist auch das Problem dieser Pro&Contra Diskussion. In der Spitzenzeit hatten wir 5(!) DAB+ Pro&Contra Diskussionen alleine auf der ersten Seite des Radioforums. Plus die ganzen anderen Threads weiter hinten im Forum. Und das reicht nicht aus? Müssen wir jetzt also hier noch eine Pro&Contra Diskussion anfangen? Noch eine immer gleiche Diskussion die nur dazu führt das sich die immer gleichen Mitglieder gegenseitig angiften? Noch eine Pro&Contra Diskussion die mit dem ursprünglichen Thema nichts zu tun hat und der Thread nachher total im Ar*** ist? Es geht nicht um Diskussionen im allgemeinen. Sondern um die DAB+ Pro&Contra Diskussion im speziellen zu der wir schon gefühlte 100 Threads haben die eigentlich ein ganz anderes Ausgangsthema hatten und die allesamt in gezanke und Anfeindungen geendet sind. Und die Mods werden dann wieder mit PNs und gemeldeten Beiträgen bombardiert weil sich alle Welt auf den Schlips getreten fühlt. Das ganze hat also etwas mit dem wahren des Forenfriedens und der Ordnung zu tun.

von Spacelab - am 30.10.2013 12:43
Um nochmal zum Thema "saisonale DAB-Muxe" zu kommen. Denkbar wäre es ja, eben im Sommer und im Winter verschiedene Sendeanlagen zu betrieben, um so die Urlauber zu erwischen. Zum Beispiel im Sommer Aurich, Niebüll, Heringsdorf, und im Winter dafür dann Wank und Jenner.

Das Problem ist halt, dass die Sendeanlagen und die Antennen bei der DFMG immer bezahlt werden müssen, selbst wenn sie gar nicht benutzt werden. Nur bei den Stromkosten würde man so sparen. Es sei denn, man ginge eine Kooperation mit den lokalen Landesrundfunkanstalten ein, sodass die ihren Landesmux dort ausstrahlen und man dann über die selben Antennen zeitweise den Bundesmux mit ausstrahlen könnte...

von RheinMain701 - am 30.10.2013 12:59
Einfach nicht diskutieren, sondern Radio hoeren, egal ueber welchen Weg. :cool:

UKW bleibt laut NDR sowieso noch mindestens bis 2025. Das sind weitere 11 Jahre. Dazwischen kann noch sehr viel passieren, z.B. 5G und die Abschaffung der Rundfunkgebuehr aehm Haushaltsabgabe. Die geht dann direkt an den Mobilfunker, der dann 100MBit/s immer und ueberall garantieren muss. Die EU wird eine gesetzliche Regelung auf den Weg bringen, die eine Entschaedigung vorsieht, falls doch mal der Internetradiostream abreissen sollte und der Hoerer dadurch die Nachrichten verpasst.:hot:

von Nordlicht2 - am 30.10.2013 13:06
Irgendwo fiel mal der Vorschlag, DLF & Co zus. in die Landesmuxe zu bringen, wie im Osten. Das wäre Quatsch - Verschwendung der Ressourcen.

Ich fände es ziemlich bescheiden, wenn Programme aus dem Bundesmux die eh zu "engen" Landesmuxe zusätzlich verstopfen, nur um ein paar mehr Senderstandorte als der Bundesmux je Bundesland zu nutzen.

Ok, das mit den weiteren BuMux-Sendern mit DRadios + Willige only, Rest Nullbytes funktioniert nicht richtig, aber da gibt es auch noch weitere, bessere Optionen.

Option 1:
Einen weiteren Ergänzungsmux in allen Gebieten (und nur dort), die nach dem ersten DAB+ Planungen am Ende senden sollten, es aber mit dm Bundesmux noch nicht oder doch nicht machen (werden).
Es muss nicht mit starken Leistungen gearbeitet werden und es können auch verschiedene Kanäle sein. Viele kleine Lückenfüllersender sollten es werden. Da diese Flächenmöglichkeit nicht viele außer den D.Radios nutzen werden, sollte mit maximaler Qualität und maximalen Fehlerschutz gearbeitet werden.
Man könnte auch sagen: "Ihr wohnt zwar dort, wo nicht so viele Programme im Digitalradio zu hören sind, dafür aber mit besonders edler Qualität. Das ist euer Mehrwert!".

Option 2:
In Bundesländern wie NRW wird es ohne eine faire, gute Federführung und auch sonstiger Leitung niemals Lokalmuxe geben oder nur so wenige wie derzeit in Hessen. ;) (wenige größere)
Hier könnte DLF/DR die Sache in die Hand nehmen.
Es könnte ein Ensemble je Kreis geben (je Kreis 2-3 schwache Sender im SFN).
In jedem Kreis ziehen die D.Radios einen Lokalmux auf. Die Kapazitäten (CUs) werden an sendewillige Lokalradios vermietet.
In den Kreisen, wo die D.Radios (der Bundesmux) nur schlecht oder gar nicht empfangbar sind, z.B. in NRW im gesamten Sieger- und Sauerland, sowie Eifel und Euregio, dort füllt DLF/DR fast den halben Mux per 2x 144 kbps AAC LC und 2x 96 kbps AAC HE mit seinen 3.5 Programmen, damit die Restplätze für lokale Anbieter günstig sind (günstiger als UKW, selbst wenn es nur ein Anbieter ist).
So schlagen wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.

von Matthias K. - am 03.11.2013 08:48
Und unwirtschaftlichen Netzbetrieb (Option 1) wird die KEF völlig zu Recht beanstanden.

Übrigens hat die mit der KEF abgesprochene AM-Abschaltung nichts mit dem DAB-Ausbau zu tun. Sie wird damit begründet, dass Nutzer der AM-Wellen nicht mehr messbar sind. Da bestehende Verträge mit den Netzbetreibern einzuhalten sind, erfolgt die Abschaltung jedoch erst nach Auslaufen der Verträge. KEF: "zum frühestmöglichen Zeitpunkt".

Ein Grund für die Verlängerung der Ausstiegsoption für die Privaten ist wohl auch, dass der 19. KEF-Bericht später als sonst fertiggestellt wird: März 2014 anstatt Dezember 2013. Da geht es auch um die Freigabe der bereits anerkannten, aber gesperrten Ausgaben für DAB in den Jahren 2015 und 2016.

"Die Kommission erkennt in ihrem 18. Bericht für das Entwicklungsprojekt DAB+ für die kommende Beitragsperiode [2013 bis 2016] einen weiteren Mittelbedarf von 69 Mio. € an. Von diesem Betrag entfallen 34 Mio. € auf die ARD und 35 Mio. € auf das Deutschlandradio."

"Die Kommission wird mit den Anmeldungen zum 19. Bericht, also im Sommer 2013, den Einführungserfolg des Digitalen Hörfunks überprüfen und macht die Freigabe der Mittel für die Jahre ab 2015 von einem nachweisbaren Erfolg der Einführung abhängig."

von Manfred Z - am 03.11.2013 09:47
Mir eigentlich auch nicht weil das nur ein Hitdudler ist wie jeder andere, aber du musst das mal so sehen : Wenn Energy merkt, das die mehrheit laut Voting das Programm über DAB+ hört, dann ist das für die Privaten wieder ein Pro für DAB+.

Auf solchen Votings werden die argumente für oder gegen DAB+ gesetzt und das nicht nur seitens Energy.

Die anderen Privaten im Bundesmuxx werden dann, je nach Ergebnis der Abstimmung, sich gedanken machen ob mann nun kündigt oder eben nicht.

Für mich sieht das schwer nach " Wenns Voting schlecht ausfällt, kündigen wir " aus.

Die Privaten wollen mal wieder was "Handfestes" haben, so sieht's meiner meinung nach aus.

Einfach mal Liken und abstimmen;)

von UKW vs. DAB+ - am 03.11.2013 18:47
Zitat
Ihre Majestät
Gera gilt ja als einer der Favoriten bei den acht übrigen Standorten bis zum vorläufigen Endausbau des Bundesmuxxes. Der würde dann die "Scheibenantennen-Löcher" auf der A4 und A9 schließen. Mit Dachantenne ist das dank Geyer, Leipzig, Halle und Weimar schon jetzt alles versorgt. 10 kW halte ich für überdimensioniert, ich denke man wird denn mit max. 4 kW betreiben.


Wichtiger um das große Loch auf der A9 , der A72 und der A 93 zu stopfen, wäre der Ochsenkopf. Wie du schon sagst, ich bin letztens die A 9 bis zum Hermsdorfer Kreuz und dann die A 4 bis Chamz
gefahren, keinerlei Aussetzer ab Rasthof Frankenwald.

von xamsa - am 05.11.2013 17:36
Wenn man sich mal die Empfangsprognosekarte anschaut, sind die größten Autobahnlücken mit ca. 10 Sendern schließbar:
- Nordhelle oder Siegen für die A45
- Ochsenkopf für A72, 93, 6-Ost, 70, 9
- Aalen für A7/A6
- Pfänder für A96-Süd und tlw. A7 falls für letztere überhaupt notwendig, sowie für A98/81 westlich des Bodensees
- Raichberg für die A81 (ggf. wäre Plettenberg oder Brandenkopf aber sinnvoller...)
- 2 Standorte im Nordosten für HH-B und B-HRO
- Aurich für die Autobahnen im Norwesten.
- Cottbus oder Calau für die Lausitz
- Ausbau Inselsberg für A73/A71/A38

von DH0GHU - am 05.11.2013 17:49
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