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DAB Digitalradio Forum
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 10 Monaten
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Jassy, PowerAM, Nordlicht2, DX-Fritz, Japhi, andimik, _Yoshi_, DH0GHU

Testbericht: Hama DR1100 (Klone Microspot RA-319)

Startbeitrag von Jassy am 04.11.2013 19:28

Wie schon im anderen Thread angesprochen habe ich mir dieses Gerät einfach mal zugelegt. Es soll den Microspot RA-60 ersetzen die schon ein paar erhebliche Macken hat.

Das Gerät sieht genauso aus wie den legendären Microspot RA-319. Ich habe das Gerät nur ein paar mal gesehen und kann es nicht direkt vergleichen.

Im Lieferumfang erhalten ist ein Handbuch, Netzstecker und natürlich das Radio. Das Radio lässt sich wahlweise auf 4 AA Batterien betrieben oder an die Steckdose. Das pluspunkt bei diesem Radio ist, ist dass das Netzteil im Radio integriert ist. Es ist also nicht irgendein externes Netzteil dabei was eventuell den Empfang übelst versauen kann. Das Gerät empfängt auf Batterien und Netzteil exact das gleiche, das Gerät stört sich also nicht selbst.

Das Gerät wird eingeschaltet und begrüsst, wie fast alle Radio's mit Welcome und Digital Radio. Er startet sofort mit den DAB Suchlauf. Ich hatte das Gerät provisorisch in die Küche an die Steckdose angeschlossen und er fand auf anhieb

11C DAB+ NL
11D NRW

11D NRW ist aber in die Küche gar nicht so üblich so das hat mich schon erstaunen lassen. Er hat WDR 2 blubberfrei abgespielt, empfang war gegeben mit 4 Balken. Ich habe danach der Empfang mit mein Dual DAB4 mit Venice 7 Platine verglichen und siehe da: Das Dual hat sogar leicht geblubbert, wo das Hama einwandfrei spielt!

Danach bin ich im Dachboden gegangen und habe ich der 5C Empfang getestet. Die kommt hier sehr hart an die Grenze an und jeder dB ist hier bitter nötig.

Wiederrum habe ich das Gerät anz Stromnetz angeschlossen und nach einige verrenkungen habe ich dann doch den Bundesmuxx sauber wiedergeben können. Sogar der DLF hat nicht geblubbert! Das ist schon beachtlich, da geht das DAB4 sicher nicht besser.

Ich weiss nicht was für eine Empfangsplatine drin steckt. Als SW Version wird 'NE v3.9f' angegeben, die sehr unschlüssig ist. Ins Internet findet man auch nichts dazu. Dazu muss man wohl das Radio öffnen, erst dann wisst man was drin steckt. Auf jeden fall ist der Platine sehr empfindlich und steht er den DAB4 mit Venice 7 Platine im nichts nach! :spos:.

Das Gerät verfügt über ein Manual Tune wie man das von die Frontier Silicon Geräten gewohnt ist. Man wählt ein Kanal aus, bestätigt die, und dann kommt die Balkenanzeige. Ab etwa 2 Balken kommt ein Kennung durch und bei grob 4 Balken spielt er auch mit Audio. Der Manual Tune ist mir sehr wichtig, ansonsten war das Gerät so wieder zurück gegangen.

Der Klang ist etwas mager und errinert am Microspot RA-319. Dafür hat es aber ein Kopfhöreranschluss, so dass man dort bessere Lautsprecher anklemmen kann.

Ärgerlich ist dass der Hintergrundbeleuchtung im Batteriebetrieb dauerhaft brennt. Im Netzbetrieb kann die wahlweise auf 3 Helligkeitsstufen abgestimmt werden oder eben ganz aus. Das wäre mir im Batteriebetrieb auch lieber gewesen, warum das aber nicht geht ist mir schleierhaft.

Im DAB Betrieb zeigt er alle übliche Details an, bis auf eine BER Anzeige. Nun gut, die Balkenanzeige tut es im Notfall auch.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät und kann ich es jeder empfehlen! Das Gerät kommt mir sehr empfindlich herüber und ist zudem vom Gewicht her sehr leicht. Für in die Hose oder Tasche ist es dann wieder etwas zu gross.

Antworten:

Re: Testbericht: Hama DR1100

Das Gerät ist zu dem Microspot RA 319 Baugleich.
Mit einen Externen Antennenanschluss kann man da noch einiges an Empfangsleistung herausholen.
Die Zuleitung vom Modul zur Teleskopantenne ist ein Koaxialkabel.

von _Yoshi_ - am 04.11.2013 19:40

Re: Testbericht: Hama DR1100

Mein 319er hat im UKW-Empfang hoerbare Eigenstoerungen beim Empfang sehr schwacher Signale, die im Takt des blinkenden Doppelpunkts zwischen Stunden- und Minutenanzeige zu hoeren sind. Ansonsten ist der Empfaenger mit Venice 7-Modul ausgesprochen empfangsstark beim DAB-Empfang, der UKW-Empfang waere mit etwas mehr Trennschaerfe sicher auch besser.

Schoen am Venice 7-Modul ist, dass es sich beim manuellen Abstimmen auf einen Kanal setzen laesst und dort geduldig verbleibt. Somit kann man diesen ganz entspannt ueber Stunden beobachten und sieht wie bei mir am Berliner Stadtrand bei entsprechenden Ausbreitungsbedingungen z. B. den Ochsenkopf als Scatterempfang. Mein 319er ist mit einer F-Buchse ausgestattet worden, die Teleskopantenne kann auf Wunsch angesteckt werden. Der Scatterempfang vom Ochsenkopf konnte bereits damit beobachtet werden.

Klanglich ist der Kasten mit seinen hart aufgehangenen Lautsprechern nicht unbedingt schoen, er kann aber bei Bedarf sehr laut spielen. Ob man das braucht? Am Kopfhoererausgang klingt er aber ganz ordentlich und (z. B. an eine Stereoanlage angeschlossen) erheblich besser als die bei mir bzw. meiner Freundin zum Programmhoeren benutzten Gyrosmodule.

von PowerAM - am 05.11.2013 07:21

Re: Testbericht: Hama DR1100

Also ob es intern auch mit den 319 Baugleich ist weiss ich nicht. Ich kann nicht entziffern welcher Chipsatz drin ist.

Ich kann aber das Gerät jederseits empfehlen. Er ist empfangsstark und zaubert richtig schwache Signale noch verständlich aus der Luft. Ich werde aber noch weitere empfangtests machen und vergleichen mit dem DAB4 und AE9011, beide mit Venice 7 Chipsatz.

Das Gerät hat übrigens auch ein Weckfunktion und lässt sich somit auch als Wecker missbrauchen. Netter Gimmick ist auch dass bei der Programmauswahl in die obere Seile der Ensemblename und Frequenzblock erscheint. Sieht also so aus:

11C DAB+
SLAM!FM

oder

11D Radio Fuer NRW
1Live Diggi

oder

5C DR Deutschland
Deutschlandfunk

von Jassy - am 05.11.2013 07:48

Re: Testbericht: Hama DR1100

Die Front ist anders, der Rest sieht verdammt aehnlich zum 319er aus. Da aber fuer die geaenderte Front das Layout des Tastenfeldes geaendert werden musste, kann man das auch als Anlass fuer weitere Veraenderungen genommen haben. Meist sind die mit Kosteneinsparungen begruendet worden.

von PowerAM - am 05.11.2013 08:53
Interessant wäre ein direkter Vergleich Hama gegen Microspot ...

von andimik - am 07.11.2013 08:17
Dual DAB19 wurden hier mit NE V3.8 gemeldet, wenn jemand weiß, was da für ein Modul drin ist, wär's ein Hinweis auf die im Hama verbaute Technik... Auf den Modulen stand wohl FS0086-3, aber was das genau war...? Vermutlich, aber nicht sicher, Venice5.
Wobei natürlich nicht auszuschließen ist, dass die NE-xyz-Software viele Module ansteuern kann. Jedenfalls scheints eine eigene Software des Radioherstellers zu sein, nicht eine von FS gelieferte.

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1035948,1039792#msg-1039792

von DH0GHU - am 07.11.2013 11:38
Zitat

Als SW Version wird 'NE v3.9f' angegeben, die sehr unschlüssig ist.


Der Microspot RA-319 meldet "NE v3.9b" und hat ein FS-Venice7-Modul verbaut.

von Japhi - am 07.11.2013 12:12
Hat er die Prune Funktion zum Loeschen nicht mehr aktueller Programme?
Ansonsten scheint mir das auch ohne Prune ein Preis Leistungs Tip zu sein. Schoen, dass wirklich auch noch einige Hersteller auch in der Tiefpreis Region das gute Venice 7 Module verbauen.

von Nordlicht2 - am 07.11.2013 13:21
Er hat kein Prune.. Vielen dank zur Softwareversion! Dann können wir uns ziemlich sicher das zumindest ein FS Chipsatz drin ist.

Wie gesagt, ich kann das Radio wirklich weiter empfehlen. Wer das RA-319 nicht hat wird mit dieses Radio auch sehr gut bedient, zudem es empfangstechnisch sehr gut mit dem DAB4 und AE9011 (Beide mit Venice 7 Chipsatz) mithalten kann.

von Jassy - am 07.11.2013 14:02
@Yassi:

Konntest Du inzwischen schon einmal einen direkten Vergleich mit einem Microspot RA-319 anstellen?

von DX-Fritz - am 02.08.2015 09:10
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