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Informationen zum Thema:
Forum:
DAB Digitalradio Forum
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Schwabinger, DH0GHU, Eheimz, Jens Rau, alzarius

Kapazität von DAB(+)

Startbeitrag von alzarius am 17.11.2013 18:12

Wenn ich es richtig verstanden habe, wird ja in den nächsten Jahren UKW allmählich "runtergefahren" werden und dafür sollen die entsprechenden Sender auf DAB(+) aufschalten.
Wie sieht das eigentlich mit den Kapazitäten von DAB(+) aus? Ist für alle Sender, die heute analog auf UKW senden, Platz auf DAB(+)? Steht das ganze VHFIII-Band zu Verfügung?
Ich denke vor allem an Regionen, in denen es viele (unterschiedliche) Lokalsender gibt (z.B. Radio NRW).

[Dieser Beitrag passt wohlmöglich eher ins DAB-Unterforum. Kann das jemand verschieben? Sorry!]

Antworten:

Zitat
alzarius
Wie sieht das eigentlich mit den Kapazitäten von DAB(+) aus?

Im Idealfall (einsame Insel ohne Nachbarn) passen ins UKW-Band 51 Programme bei 400 kHz Abstand bzw. 68 bei 300 kHz Abstand
Bei DAB+ mit guter Datenrate für Musik und moderater Datenrate für weniger musikbetonte Programme (>=12 Programme pro Mux) kann man von ca. 400 Programmen ausgehen, oder bei "kommerziellen" Ansprüchen (~18 Programme pro Mux) von knapp 600.
Die Kapazitäten von DAB+ sind also grundsätzlich ca. 8 mal so hoch. Es ist kaum davon auszugehen, daß das Programmangebot um diesen Faktor wachsen wird, da der Werbemarkt und die Gebührengelder keine derart große Zahl seriös produzierter Programme hergibt. Allerdings werden teilweise Verbreitungsgebiete vergrößert, so daß tendentiell am Ende das Spektrum vielleicht ähnlich dicht belegt sein könnte wie das UKW-Spektrum (hier in Oberbayern bewegen wir uns schon in diese Richtung...)


Zitat

Ist für alle Sender, die heute analog auf UKW senden, Platz auf DAB(+)?

Ja
Zitat

Steht das ganze VHFIII-Band zu Verfügung?

Ja, Kanal 5A bis 12D, wobei die 12er-Kanäle und 5A/B in Deutschland meist nur mit reduzierter Leistung genutzt werden könn(t)en.

Zitat

Ich denke vor allem an Regionen, in denen es viele (unterschiedliche) Lokalsender gibt (z.B. Radio NRW).

Sicher. Zwar gibt es bei DAB nur 32 nutzbare HF-Kanäle gegen 51-68 auf UKW, aber da pro Region viel weniger Kanäle belegt sind, sind viel mehr Kanäle frei. Derzeit wären überall Resourcen für mehr als eine lokale Bedeckung vorhanden.


Zitat

[Dieser Beitrag passt wohlmöglich eher ins DAB-Unterforum. Kann das jemand verschieben? Sorry!]

Ja bitte. Wobei - der Vergleich mit UKW macht das Thema zu einem Zwitterthema.

von DH0GHU - am 17.11.2013 18:33
Es gibt auch irgendwo im Internet eine Tabelle mit Lokalmuxxen. Denke das es hier in NRW am schwierigsten ist, alle Radiosender auf DAB + unterzubringen. Frage mich auch wie der WDR das mit seinen Regionalnachrichten zukünftig machen wird. Grundsätzlich hat man bei DAB + mehr Möglichkeiten und größere Kapazitäten als bei UKW, deswegen soll DAB + ja auch UKW irgendwann ablösen als terrestisches Radio.

von Jens Rau - am 17.11.2013 19:50
Eine Variante macht Danmarks Radio

8B im sydjylland; 13C in Nordjylland; 11C auf Fyn und Sjaelland

Dass man NRW in drei oder vier Teile teilt und so die Kapazitäten besser nutzen kann.

von Eheimz - am 18.11.2013 11:40
Zitat

Ich denke vor allem an Regionen, in denen es viele (unterschiedliche) Lokalsender gibt (z.B. Radio NRW).

Zitat

Dass man NRW in drei oder vier Teile teilt und so die Kapazitäten besser nutzen kann.


In NRW gibt es aber teilweise schon das Problem, dass es viele Stadtsender gibt. Z. B im Ruhrgebiet.

von Schwabinger - am 18.11.2013 16:32
In NRW gibt es aber teilweise schon das Problem, dass es viele Stadtsender gibt. Z. B im Ruhrgebiet.
Sind das nicht die besagten "Regionalmuxe"
Ich weiß jetzt nicht, wie viel im NRW Mux frei ist, aber man wird doch dort drei oder vier DAB+ Programme noch unterbringen können ?
Dementsprechende Sendeleistungen und alles wäre gut...
Für uns als Radiohörer wäre eh besser alles in komplett NRW zu hören, was aber unmöglich in der Realität erscheint...

von Eheimz - am 20.11.2013 14:40
Wenn im Ruhrgebuet alle Sender in einem Mux übertragen werden, hört nun mal der Duisburger, dass das Programm in E oder BO genau das selbe bringt. Und dann kann er auch das Programm aus Bochum dauherhaft laufen lassen.

von Schwabinger - am 20.11.2013 17:39
Die meisten NRW-Lokalradios verfügen entweder über einen einzigen Sender mit meist nicht mehr als 1 kW oder sogar deutlich weniger, oder über einige wenige Sender mit oft noch kleinerer Leistung.
Alle diese Angebote könnte man auch jeweils in einem eigenen LowPower-Lowcost-Einzelstandort-Multiplex mit moderater Leistung und gutem Protection Level laufen lassen. Man muß nur wollen.
Wenn Bochum und Köln auf der gleichen Frequenz senden, ist es auch nicht schlimm, wenn man in der Mitte keinen von beiden hört, weil sie sich in der Mitte stören... :-)

von DH0GHU - am 20.11.2013 19:26
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