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Ende des UKW-Funks - Umstieg auf DABplus

Startbeitrag von Schaempu am 10.02.2014 08:22

Hallo

Soeben habe ich das gerade gelesen:

Radio Chef des Deutschlandradios fordert Ende des UKW-Funks.


http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/radio-chef-des-deutschlandradios-fordert-ende-des-ukw-funks/9447812.html

Gruss

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Ihre Majestät
...und da diese Forderung von Steul schon zum fgefühlt 1.678. mal kommt wäre sie im Presse-Thread besser aufgehoben.


Das wäre dann aber kein eigener, hochwichtiger Thread.
Du weißt doch; Getretener Quark...

von Mc Jack - am 10.02.2014 09:48
Allein die Aussage:Spätestens 2016 ist die DABplus-Versorgung flächendeckend
Ist das sicher,wenn man bedenkt wie zögerlich das beim Bundesmuxx abläuft und die Standortplanungen immer mehr zusammengeschmolzen werden.

Wie wärs,wenn Deutschlandradio den Anfang macht, alle UKW Sender abschaltet und im Gegenzug den Ausbau des Bundesmuxx alleine finanziert:D

von Skeletor - am 10.02.2014 10:15
Zitat
zerobase now
Also bis 2016 wird das sicherlich kaum klappen. Erstmal müssen ja die KEF-Gelder freigegeben werden. Vorher läuft da mal gar nichts.


Und es sind noch private Programmveranstalter im B-Muxx,die scharf rechnen müssen um neue Senderstandorte zu befürworten.

von Skeletor - am 10.02.2014 10:36
Auch aus einer Email, die ich vom DRadio bekommen habe zwecks künftigem Ausbau wurde darauf verwiesen, dass sie in Zusammenarbeit mit den Privaten im Mux die Flächenversorgung noch etwas dauern wird. Anders als der SWR mochte man daher keine Zusage machen, bald das Sendegebiet beispielsweise bis zum Hochrhein zu erweitern. Die Forderung, die im Artikel genannt wird, ist nichts Neues. Für den DLF wären es sicherlich deutliche Kostensenkungen, das UKW Netz nicht mehr zu betreiben, aber die Privaten verlangen noch nach mehr Marktdurchdringung. Immerhin kommen sie wenigstens in BW nun in Gang, so dass das DRadio hoffentlich bald wirklich flächendeckend verfügbar ist, wenn es dank weiterer DAB+ Geräteverkäufe zu mehr Marktdurchdringung kommt und somit auch die Privaten in einen Ausbau des Sendernetzes mit einstimmen. Für eine UKW Abschaltung muss die Marktdurchdringung noch deutlich größer werden. Nur hat man es, da UKW wegen DAB nicht weichen braucht dank unterschiedlicher Frequenzbereiche, damit nicht so eilig. Mal schauen, wie es in anderen Ländern ist, wo eine UKW Abschaltung deutlich greifbarer ist als in Deutschland. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich politischer Wille.

von CBS - am 10.02.2014 10:59
Zitat
satnews.de
Dass der Umstieg auf die Digitaltechnik dennoch bisher gelänge, liege nicht an der Technik, sondern an Widerständen der großen UKW-Hörfunkanbieter, die neue Konkurrenz fürchten. "Mit DAB+ sind Frequenzen nicht mehr knapp, es lassen sich viel mehr Programme übertragen als über UKW, und das auch noch spottbillig." Doch wer "nur im Besitzstand denkt, um Monopole zu schützen, verpennt die Zukunft", warnt Steul


Eigentlich treffen diese Worte genau in Schwarze. Es wurde auch Zeit, dass die Wahrheit mal offiziell (also in der Presse) gesagt wird.

von PEQsche - am 10.02.2014 15:10
Es ist eine sehr gute Nachricht, dass wir nun wohl mit einem flächendeckenden Vollausbau bis Anfang 2016 rechnen könnnen; die bisherigen Szenarien mit 110 oder 160 Senderstandorten gemäss Media Broadcast konnten noch keine flächendeckende Versorgung anbieten; es wird also einen massiven Ausbau des Sendernetzes geben, der wohl deutlich über die Media-Broadcast Pläne hinausgeht; die KEF wird ja wohl in diesem Frühjahr auch die Gelder sprechen, wie es Michael bereits prophezeit hat.

von dxbruelhart - am 10.02.2014 15:49
Zitat
dxbruelhart
Es ist eine sehr gute Nachricht, dass wir nun wohl mit einem flächendeckenden Vollausbau bis Anfang 2016 rechnen könnnen; die bisherigen Szenarien mit 110 oder 160 Senderstandorten gemäss Media Broadcast konnten noch keine flächendeckende Versorgung anbieten; es wird also einen massiven Ausbau des Sendernetzes geben, der wohl deutlich über die Media-Broadcast Pläne hinausgeht; die KEF wird ja wohl in diesem Frühjahr auch die Gelder sprechen, wie es Michael bereits prophezeit hat.


Hmm... ich wäre ja mal froh, wenn überhaupt endlich mal durchsickert, was dieses Jahr aufgeschaltet wird. Ok, Gera und Schöneck sind ja ziemlich überraschend ohne große Vorankündigung gekommen, Trier ist auch mehr oder weniger ein offenes Geheimnis. Aber da gibt es ja noch mehr ;)

von PEQsche - am 10.02.2014 16:57
Gab es den nahezu gleichen Artikel mit der nahezu gleichen Aussage von Steul nicht vor ca. 1 Jahr?

Zitat
Dr. Steul
Doch wer „nur im Besitzstand denkt, um Monopole zu schützen, verpennt die Zukunft“, ist der 63-Jährige überzeugt.

Stimmt. Gilt aber genauso und zu 100 % auf das Deutschlandradio selber lieber Herr Steul. Beispiel: Relaunch von DRadio Wissen. Hier wird der "Besitzstand" (doofer) Name, ein angebliches "Wissen" im programm geschützt, anstatt mal zukunftträchtiges (Jugend-) Radio zu machen.
Und warum der DLF neben DLR auch noch Kultur machen muss um seinen" Besitzstand" zu wahren, ist auch so eine Frage, Hr. Steul.

Sorry, aber immer wenn die DLR-Indendanten was zur Technik ablassen, ist das m. M. nach nie das Beste. War schon bei dem Vorgänger Elitz der Fall.

von Schwabinger - am 10.02.2014 17:26
Zitat

„Spätestens 2016 ist die DABplus-Versorgung flächendeckend“, so Steul.


Hmm, da hat der Herr Steul aber eine tolle Glaskugel.

Und mit "DABplus-Versorgung" muss ja nicht zwingend der Bundesmux alleine gemeint sein. :D

Die sollen mal schoen UKW in Ruhe lassen. Kein Mensch braucht einen Ausstieg aus UKW.

von Habakukk - am 10.02.2014 17:39
Eine Abschaltung von UKW wird auch in Deutschland kaum vor 50% Höreranteil stattfinden. Da sollen sich die interessierten Kreise mal sputen und Ideen einfallen lassen. Vielleicht hilft es ja, wenn die Deutschland-Radios ihre Verbreitung auf UKW einstellen...., damit können sie von heute auf morgen Geld einsparen! Daher - alle Jahre wieder das gleiche Wunschdenken. Vor Bundesmux-Vollausbau werden auch die Deutschland-Radios vermutlich kaum von UKW sich verabschieden.

von drahtlos - am 10.02.2014 19:10
Lest doch mal erst die Quelle, bevor Ihr etwas schreibt. Für die drei D-Radios (DRadio Kultur, DLF und DokDeb) wird 36 Millionen Euro für die analoge Verbreitung verschwendet. 1/3 der Summe geht drauf für Mittel- und Langwelle. Sparen wir doch erst einmal bei den 12 Millionen für die AM-modulierten Sender.

Die 12 Millionen Euro sind mehr als alle Haushalte in einer der kleinsten Großstädte in Deutschland (z. B. Erlangen oder Moers) pro Jahr an Rundfunkgebühren zahlen. Dabei habe ich die Beitragsservicebefreiung noch gar nicht berücksichtigt. Etwa 55,6 TSD Haushalte zahlen in Deutschland nur für die Mittelwellen und Langwellen-Verbreitung von DokDeb und DRadio Kultur.

Berücksichtigt man die Beitragsservicebefreiung zahlt DRadio pro Jahr soviel für die MW- und LW-Sender, wie alle Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern einen Monat lang an Beitragsservice zahlen.

Für 12 Millionen kann man über 600 UKW-Sender mit 100 Watt bei Media Broadcast das ganze Jahr mieten!

Vergleicht man die Kosten für die DAB-Verbreitung bei 110 Sendern, ist DAB immer noch billiger als MW + LW! Deutschlandradio würde 40 % der Verbreitungskosten sparen!

Nimmt man die 12 Millionen Euro und den Ausbau des Netzes auf 110 DAB-Sender als Grundlage, könnte sich D-Radio nicht nur 1/3 des Multiplexes leisten, sondern die Hälfte.

Wahrscheinlich ist es billiger wenn Herr Steul allen seinen AM- Hörern das Tagesprogramm per DVD persönlich Zuhause abliefert.

Die Idee den ÖR-Sendern Frequenzen zu entziehen ist nicht neu. Das Pfeifen die Spatzen von den Regierungsgebäudedächern der nächstgelegenen Landeshaupt. Die Aussage haben ich schon mehrfach gehört. Dem WDR wurde eins eine analoge Frequenz entzogen und einem Privatsender zugeteilt. Der WDR hat geklagt und gewonnen.

Steul fordert doch nichts außergewöhnliches. Heute haben wir 2014. Bis eine Regelung gefunden wird, vergeht ein Jahr. Wenn dann eine Frist von 10 Jahren festgelegt wird, würde UKW 2025 abgeschaltet werden. Bis dahin haben wir ein Nachfolgesystem für DAB+ und DVB-T4 in den Startlöchern.

Deutschlandradio kann kein Jugendradio machen, den 56 kbps reichen für einen Musiksender nicht aus. Entweder nutzt dann DRadio Wissen die Kapazität von DokDeb mit aus, wenn keine Debatten im Parlament laufen oder der Sender wird zum Wortprogramm und somit unattraktiv für viele Jugendlichen.

von Seltener Besucher - am 11.02.2014 00:30
@ Genauso ist es :spos:, es geht doch nicht darum UKW von heute auf morgen abzuschalten, sondern endlich einen Fixpunkt zu setzen, nach dem sich die Planungen richten können. Unter 10 Jahren "Vorlaufzeit" läuft doch da ohnehin nichts, schon wegen laufender Lizenzierungen. Ob es dann ein Jahr früher oder später dazu kommt, ist dann doch unbeachtlich. Fakt ist nur, dass der Umstieg auf digital kommen wird, wenn nicht heute, dann morgen.

von Eckhard. - am 11.02.2014 07:39
In der MB Broschüre zum Bundesmuxausbau wurden mal die Jahreskosten von 24 Mio € für den
Endausbau auf 170 Senderstandorte genannt. Das DRadio würde also selbst beim Alleinbetrieb
noch 12 Mio € weniger zu zahlen haben wenn Ich die zuvor in diesem Thread genannten 36 Mio €
zu Grunde lege. Wobei die 36 Mio € lange keine Terrestrische Flächendeckung für das DRadio
beinhalten. Die 170 Geplanten Sendestationen im Bundesmux kommen einer Flächendeckung da
schon sehr Nahe... Der Intendant vom DRadio wird das sicherlich wissen.
Von Daher ist das Ansinnen schon verständlich.

von RADIO354 - am 11.02.2014 09:18
Zitat
Radio 534
Es geht nicht um die Anzahl der DAB Alt Empfänger an sich sondern das Solche überhaupt vorhanden
sind und das DRadio diese Klientel nicht aussperren möchte. Noch nicht.

Sorry, der DLF hat sich bei DSR darum auch nicht gekümmert. Die DAB alt-Ausstrahlung könnte eigentlich sofort beendet werden (siehe mein Posting im Bayern-Thread).

@Seltener Besucher
:spos:
Bevor Steul die Abschaltung von UKW fordert, soll er lieber seine MW (und LW) abschalten.

von Schwabinger - am 11.02.2014 17:01
Zitat
Schwabinger
Bevor Steul die Abschaltung von UKW fordert, soll er lieber seine MW (und LW) abschalten.


Die wären schon längst abgeschaltet, wenn es da nicht noch Verträge mit MB geben würde. Und so lange man bezahlen muss, bleiben die Sender eben noch an.

von Manager. - am 11.02.2014 18:32
@Manager
Ist bekannt.
Und gerade deswegen soll der Steul nicht so einen Quatsch wie UKW-Abschaltung von sich geben.
Und deswegen könnte der DLF z. B. bei den Hinweisen zu den Bundestagsdebatten in seinem eigenem Programm statt -nach Internet- auf das so genannte "Digitalradio" explizit auf DAB verweisen. Macht aber sein eigener Sender nicht. Und "Digitalradio" ist bekanntlich vieles (DVB-C, Internet, DAB, DVB-T-Radio...).

Und wenn er das ernst meint, kann er ja trotzdem die MW/LW-Sender abschalten (und trotzdem bezahlen). Das würde seine blödsinnige UKW-Abschaltthese zumindest symbolisch unterstreichen.

Oder wenn er schlau wäre, halt einfach die Programme tauschen, wenn analog soo super unwichtig ist. Also 153 KHz neu DLR anstatt DLF und 177 KHz neu DLF anstatt DLR.
So geht Technik Herr Steul.

von Schwabinger - am 11.02.2014 18:46
@ Schwabinger:
Ist bekannt.


Zitat
Schwabinger
Und wenn er das ernst meint, kann er ja trotzdem die MW/LW-Sender abschalten (und trotzdem bezahlen).


Ein Aufschrei (von KEF bis BILD) wegen Verschwendung von Gebührengeldern würde durch's Land ziehen... Nein, so naiv wie du sind die nicht.


Zitat
Schwabinger
Oder wenn er schlau wäre, halt einfach die Programme tauschen, wenn analog soo super unwichtig ist. Also 153 KHz neu DLR anstatt DLF und 177 KHz neu DLF anstatt DLR.


Wenn du schlau wärst, würdest du nicht solche Nonsens-Vorschläge posten. Ein Programmtausch so kurz vor der Abschaltung würde - von wenigen Freaks abgesehen - niemandem dienen.

von Manager. - am 11.02.2014 19:05
Die Abschaltung setzt ja voraus, dass DAB verfügbar ist - das ist momentan nur in einem Teilbereich des DLF-UKW-netzes der Fall. Insofern ist ein "dann machs doch einfach jetzt" Blödsinn. Das geht erst nach DAB-Ausbau - und der würde durch ein Ausstiegszenario für UKW beschleunigt werden.

Die Forderung, MW/LW abzuschalten ist noch schlimmer: In vielen Gegenden, in denen der Bundesmux nicht geht, geht der DLF auch nicht auf UKW - die östliche Bodenseeregion ist so ein Fall. Dort geht der DLF mobil z.B. nur auf 756 kHz.
Insofern darf der DLF eigentlich erst abschalten, wenn diese Gegenden per DAB wenigstens ansatzweise versorgt sind (im Fall von 756 kHz mindestens Pfänder und irgendwas am Hochrhein...)

von DH0GHU - am 11.02.2014 19:30
@HogiOB: Mobil outdoor ist viel wichtiger. Indoor gibts zur Not andere noch relativ kostengünstige Wege.

@CBS: Die idee wurde hier ja schonmal irgendwo im Forum erwähnt: Falls die Privaten beim Flächenausbau nicht mitziehen, könnte es einen "Bundesmux 1b" nur für die D-Radios in den nicht von 5C versorgten Gebieten geben. Immer noch besser als nix - und locker mit eingesparten LW/MW-Geldern finanzierbar. Langfristig - sobald die Digitalisierung nicht mehr umkehrbar ist - wäre es sicher noch sinnvoller, 5C wirklich flächendeckend aufzubauen, dabei aber gegebenenfalls den DRadio-Anteil zu erhöhen (bei besserem Protection Level für alle - und von mir aus auch einen reinen ÖR-Bundesmux), und für die weniger potenten Privaten einen Bundesmux II (von mir aus auch einen III) aufzubauen. Dazu braucht es aber einen politischen Willen!

von DH0GHU - am 11.02.2014 21:27
Zitat
Schwabinger
Zitat
Radio 534
Es geht nicht um die Anzahl der DAB Alt Empfänger an sich sondern das Solche überhaupt vorhanden
sind und das DRadio diese Klientel nicht aussperren möchte. Noch nicht.

Sorry, der DLF hat sich bei DSR darum auch nicht gekümmert. Die DAB alt-Ausstrahlung könnte eigentlich sofort beendet werden (siehe mein Posting im Bayern-Thread).


" Radio 534 " was soll das ???? Kollegialer Umgang miteinander ist das Jedenfalls nicht.
Und Ausserdem, wenn es dem DLF Dieses Mal auch gleichgültig wäre wieso sendet der DLF dann Heute noch in DAB Alt ?
Das möchte Ich mal erklärt haben....

von RADIO354 - am 11.02.2014 21:40
Es ist ja nicht schädlich, wenn das Deutschlandradio noch in DAB alt sendet. Ich habe zum Beispiel auch noch ein DAB-alt-Gerät und wenigstens ist es noch nicht nutzlos. Gerade wegen dem schlechten Empfang über UKW hat das DRadio für DAB geworben. Daher ist es schon verständlich. Die Frage ist nur, ob man nicht im Zuge der Umstellungen der anderen Anstalten die Erfahrungswerte zugrunde legt.

von pfennigfuchser - am 12.02.2014 06:21
Zitat
iro
Zumal das DRadio auch bei den immer noch in DABalt ausgestrahlten Hauptprogrammen Datenrate zugunsten eines Musikprogramms einsparen könnte, indem auch diese auf DAB+ umgestellt werden.


Die Umstellung von 128 kbps in mp2 auf 128 kbps in aac bringt keinen Vorteil!
DLF mp2 128 kbps 96 CU
PR 2 AAC 128 kbps 96 CU

Mehr auf http://dabdat.digiandi.de/index.php?dir=&sort=date&order=desc

von Seltener Besucher - am 12.02.2014 11:35
Zitat
DH0GHU
Die Abschaltung setzt ja voraus, dass DAB verfügbar ist - das ist momentan nur in einem Teilbereich des DLF-UKW-netzes der Fall. Insofern ist ein "dann machs doch einfach jetzt" Blödsinn. Das geht erst nach DAB-Ausbau - und der würde durch ein Ausstiegszenario für UKW beschleunigt werden.

(...) In vielen Gegenden, in denen der Bundesmux nicht geht, geht der DLF auch nicht auf UKW - die östliche Bodenseeregion ist so ein Fall. Dort geht der DLF mobil z.B. nur auf 756 kHz.


Das halte ich auch für - wie Du es sagst - Blödsinn. Es kommt auf das Geld an. Wenn DLF Geld im Mittelwelle steckt, fehlt es für DAB! Die Schweizer haben Beromünster abgeschaltet, die Polen haben keine Mittelwelle mehr, in Deutschland sind viele MW-Sender abgeschaltet worden. Proteste gab es nicht. Bei DVB-T wurde auch von einem Tag auf den anderen Umgeschaltet. DLF hat keine höhere Einschaltquote als das analoge Fernsehen in der Region um Bodensee hatte. Wenn die Privaten nicht mitziehen, dann soll DLF in der Region einen eigenen MUX vorläufig betreiben. Einige Private werden mitziehen. Immerhin bekommen die Hörer über DAB 4 D-Radio-Programme und nicht eins!

Dieser 100 kW MW-Sender kostet 1,5 Milionen Euro/Jahr, dafür bekommt D-Radio 6-7 ganze Multiplexe für sich allein! Damit sollte der Bodensee abgedeckt sein.

Zitat
Japhi
Dann stellt man eben auf 96kbps aac+ um, hat somit nur 72 statt 96CU pro Programm. 288 CU / 72CU = 4 Programme mit 96kbps.


Erfreut über die Idee bin ich nicht. DokDeb abschalten, wie WDR Event das ist die Lösung! Nur wenn nötig ist soll der Sender laufen. DRadio Wissen 42 CU + DokDeb 30 CU = 72 CU das entspricht 96 kbps. Das reicht aus für DRadio Wissen. Wenn der Sender mehr Hörer erreicht als die beiden anderen Wellen, dann kann man über eine Erhöhung der CUs sprechen.

Zitat
CBS
Falls man wirklich MW und LW abschalten möchte mit der MB reden, dass diese zustimmt und stattdessen für das Geld neue DAB Sender für das DRadio aufschaltet :xcool:


Die werden schon miteinander geredet haben. Man kann klein anfangen. Gerade so ein Sender wie Sender Ravensburg (Wilhelmskirch) der nur für DLF unterhalten wird könnte sofort off-air gehen. Dafür könnte D-Radio 6-7 DAB-Sender allein für sich starten.

von Seltener Besucher - am 12.02.2014 12:01
@Manager
Zitat

Ein Aufschrei (von KEF bis BILD) wegen Verschwendung von Gebührengeldern würde durch's Land ziehen... Nein, so naiv wie du sind die nicht.


Zitat
Schwabinger
Oder wenn er schlau wäre, halt einfach die Programme tauschen, wenn analog soo super unwichtig ist. Also 153 KHz neu DLR anstatt DLF und 177 KHz neu DLF anstatt DLR.


Wenn du schlau wärst, würdest du nicht solche Nonsens-Vorschläge posten. Ein Programmtausch so kurz vor der Abschaltung würde - von wenigen Freaks abgesehen - niemandem dienen.


Bleib mal auf dem Teppich Kollege...
Das vorzeitige LW/MW-Abschaltszenario und doch dafür bei der MB bezahlen zu müssen, bezog sich auf den Vorschlag von Steul UKW abzuschalten. Das ein (gebührenfinanziertes!) Bezahlen für nichts nichts ist, ist selbst auch mir klar. Da braucht es weder die Bild noch die KEF. Aber auch mir ist klar, dass der Vorschlag UKW abzuschalten "Nonsens" ist, insbesondere, wenn das DRadio mit seinen 2 Programmen einen nahezu ungehörten uralt-ANALOG-Betrieb praktiziert, bzw praktizieren muss, weil es die verträge so hergeben.
Bevor "man" (also konkret Hr. Steul) normalerweise an die Abschaltung von UKW denkt und es so posaunt, müsste normalerweise der ältere analoge Empfangsweg LW/MW angegengen werden.
Das meinte ich und nicht irgendwelchen "Nonsens".

Ein Programmtausch von DLF und DLR auf der LW würde, auch wenn das "kurz vor der Abschaltung" (wann ist die???) durchaus Sinn machen und schon einigen "dienen". Zumindest für die DLR-Hörer. In die z. B. östliche Bodenseeregion kommt Donebach sicher besser als Zehlendorf. Und rund um Zehlendorf kommt UKW in Vollausschlag :D

@Seltender Besucher
Zitat

Die Schweizer haben Beromünster abgeschaltet, die Polen haben keine Mittelwelle mehr, in Deutschland sind viele MW-Sender abgeschaltet worden. Proteste gab es nicht. Bei DVB-T wurde auch von einem Tag auf den anderen Umgeschaltet. DLF hat keine höhere Einschaltquote als das analoge Fernsehen in der Region um Bodensee hatte. Wenn die Privaten nicht mitziehen, dann soll DLF in der Region einen eigenen MUX vorläufig betreiben. Einige Private werden mitziehen. Immerhin bekommen die Hörer über DAB 4 D-Radio-Programme und nicht eins!

Dieser 100 kW MW-Sender kostet 1,5 Milionen Euro/Jahr, dafür bekommt D-Radio 6-7 ganze Multiplexe für sich allein! Damit sollte der Bodensee abgedeckt sein.

:spos:

von Schwabinger - am 12.02.2014 17:23
Zitat

Ein Programmtausch von DLF und DLR auf der LW würde, auch wenn das "kurz vor der Abschaltung" (wann ist die???)

Lt. Radiokurier 2/2014 wird (lt. C. Zorger, DLF Leiter Kommunikation und Marketing) sich DRadio von der LW/MW "nach heutigem Stand der Dinge" in 2014 oder 2015 verabschieden. Also vielleicht schon Morgen...

von iro - am 12.02.2014 17:43
Zitat
Schwabinger
Das ein (gebührenfinanziertes!) Bezahlen für nichts nichts ist, ist selbst auch mir klar. Da braucht es weder die Bild noch die KEF.


Dann ist's ja gut... ;-)


Zitat
Schwabinger
Aber auch mir ist klar, dass der Vorschlag UKW abzuschalten "Nonsens" ist,


Hab ich zwar nicht gemeint oder geschrieben. Stimmt aber.


Zitat
Schwabinger
Bevor "man" (also konkret Hr. Steul) normalerweise an die Abschaltung von UKW denkt und es so posaunt, müsste normalerweise der ältere analoge Empfangsweg LW/MW angegengen werden.


Wird doch auch!
Und die in Eigenregie betrieben Sender in B-Britz wurden sogar vorzeitig abgeschaltet.



Zitat
Schwabinger
Ein Programmtausch von DLF und DLR auf der LW würde, auch wenn das "kurz vor der Abschaltung" (wann ist die???) durchaus Sinn machen und schon einigen "dienen". Zumindest für die DLR-Hörer. In die z. B. östliche Bodenseeregion kommt Donebach sicher besser als Zehlendorf. Und rund um Zehlendorf kommt UKW in Vollausschlag :D


Und genau das [von etwas anderem habe ich in dem Zusammenhang gar nicht gesprochen] halte ich für einen Nonsens-Vorschlag. Damit kommst du 20 Jahre zu spät. Mal davon abgesehen, dass DLF und besonders DKultur selbst in mit UKW und DAB optimal versorgten Gegenden nur einen sehr begrenzten Hörerkreis erreichen, so wirst du bei der mittlerweile gegen Null tendierenden Hörerakzeptanz von LW/MW mit so einem Programmwechsel praktisch keine neuen Hörer mehr hinzugewinnen können. Wie gesagt: Das kommt 20 Jahre zu spät.

Die Verträge mit MB laufen regulär bis Ende 2015. Allerspätestens dann ist Schluß.


Zitat
iro
Lt. Radiokurier 2/2014 wird (lt. C. Zorger, DLF Leiter Kommunikation und Marketing) sich DRadio von der LW/MW "nach heutigem Stand der Dinge" in 2014 oder 2015 verabschieden. Also vielleicht schon Morgen...


Richtig. Da der Vertrag mit dem SR (Heusweiler 1422), wenn ich das noch recht weiß, schon Ende 2014 ausläuft, kann die LW/MW-Abschaltung schneller kommen als wir heute ahnen.

von Manager. - am 12.02.2014 18:12
Erst mal ist AM dran. Ich hatte mich zu dem Thema ja schon im Paralleluniversum mit der Besorgnis geäußert, DAB+ könnte noch vor UKW abgeschaltet werrden und auch von Zwang abgeraten. Das Süd-Nord-Gefälle auf der Abgebotsseite ist deutlich erkennbar; die Lücken im Bundesmux immer noch zu groß! Das muss schleunigst behoben werden.

Damit das endlich zügiger geht, erwähne ich auch hier noch einmal das niederländische Beispiel: UKW-Frequenzen nur für Investitionen in DAB+-Übertragungen, dafür einen DAB+-Kanal als Bonus.

Von allein wird niemand (außer dem DRadio) ohne Not auf die Idee kommen, dass eigentlich ganz gut funktionierende UKW-System abzulösen, weder auf öffentlich-rechtlicher noch auf privater Seite.

Die "Verdoppelung" des Bundesmux (eines örA, eines privat), sollte dringend angegangen werden, die qualitativ hochwertigen ARD-Programme jeweils bundesweit übertragen werden (damit der VPRT nicht gleich losheult: natürlich nur werbefreie Programme -- was gleichzeitig einer Qualitätsgarantie gleichkommt), dazu mindestens ein Landesmux in territorialer Vollabdeckung.

Diese Herumfunzelei mit dem Bundesmux und das eher schleppende Interesse der privaten Anbieter in vielen Bundesländern allerdings lässt ein Scheitern befürchten, auch wenn es in Bayern stellenweise besser aussieht.

Es gibt nämlich immer noch kein Naturgesetz, das UKW überhaupt abgelöst werden muss. Das darf man nicht vergessen, wenn man in der Wirklichkeit etwas erreichen will.

von Alqaszar - am 12.02.2014 21:28
Zitat
Alqaszar
Es gibt nämlich immer noch kein Naturgesetz, das UKW überhaupt abgelöst werden muss. Das darf man nicht vergessen, wenn man in der Wirklichkeit etwas erreichen will.


Das will ich mal unterstreichen. Ich verstehe den Standpunkt nämlich auch nicht, das UKW abgeschaltet werden muss damit sich DABplus durchsetzt.

Der erste UKW-Sender in Europa wurde laut Wikipedia im Jahr 1949 in Betrieb genommen. Und jetzt erst wird es mit dem Sterben des AM-Rundfunks ernst. Wie lange haben wir in Europa schon eine UKW-Vollversorgung?

Bis 1990 gab es für die Ausstrahlung von Radiosendern auf KW/LW/MW ja noch der besondere Grund des kalten Krieges, aber auch dann ging das "Sterben" auf diesen Frequenzbändern langsam und dauert inzwischen schon fast 25 Jahre an.

Und wirklich leer werden die Frequenzbänder auch in Zukunft nicht werden: Irgendwelche Krisenherde die von außen mit Informationen versorgt werden sollen wird es immer geben. Und es wird auch immer irgendwelche Regime geben, die ihre Propaganda in der Welt verbreiten wollen. Irgendein "Kim" aus Nordkorea kümmert sich sicherlich nicht um die Kosten eines KW-Senders. Nur in Deutschland und Europa wird es sicherlich sehr ruhig werden.

Mal eine Frage in die Runde: Wann hat es aufgehört, dass deutsche Urlauber am Strand in Italien oder Spanien das Kurzwellenradio rausgeholt haben um im 49m-Band der Heimat zu lauschen? Sicherlich viele viele Jahre vor der Abschaltung der hiesigen Kurzwellensender...

Also last UKW laufen, solange es das Deutschlandradio und den Rundfunkbeitrag gibt, wird auch in DABplus investiert werden. Es sei denn, es gibt bald wieder einen neuen technischen Standard und wir haben dann doch wieder etwas mehr Elektroschrott zu Hause :D

von Murky - am 13.02.2014 00:31
Der Titel des Threads ist nicht wirklich gut gewählt. DAB ist auch UKW Rundfunk...


Ich denke auch nicht, dass wir so schnell eine UKW Abschaltung erleben werden. Warum auch ? Solange die Frequenzen nicht anderweitig genutzt werden können und die Möglichkeiten Broadcastern und Hörern ausreichen ist doch alles gut so wie es ist. Die einen machen weiter FM, die anderen DAB und manche können sich vllt eine Doppelverbreitung leisten.
Wenn ein paar Frequenzen auf FM frei werden, dann kann man ja auch mal anfangen DRM+ im Band 2 zu testen. Möglicherweise wird das ja irgendwann eine Alternative für die kleineren UKW Betreiber. Es kann aber auch passieren in deren Vertreibungsgebieten ist dann eine flächendeckende Internet Verbreitung möglich. Es findet sich schon für alles eine Niesche und wer kann schon sagen, was in den nächsten 10 Jahren passiert. Ich denke DAB wird sich wegen des Drucks neue Features zu bieten durchsetzen und weil die Sendernetze zuerst gut ausgebaut sein werden. Trotzdem wird das nicht so ohne weiteres zum Aussterben von FM führen, denn es wird immer Betreiber geben, für die eine FM Verbreitung mehr Vorteile bringt. Regulatorische Zwänge lassen sich in Deutschland eh nicht durchsetzen. Bei DVB-T war das anders. Da hat es eh fast niemanden interessiert, da terrestrisches Fernsehen da eh schon eine Niesche war.

von dh5ym - am 13.02.2014 07:00
Wenn es mit den DAB+ Frequenzen mal knapp werden könnte, dann sind ja vielleicht irgendwann mal die UKW-Frequenzen wieder frei... um dort zusätzlich wieder DAB machen zu können, meinetwegen auch in Kombination mit DRM+. Zurzeit ist es jedoch weltweit ziemlich ruhig um DRM+.

von drahtlos - am 13.02.2014 10:22

Ende des UKW-Funks - Umstieg auf DABplus

Zitat
drahtlos
Wenn es mit den DAB+ Frequenzen mal knapp werden könnte, dann sind ja vielleicht irgendwann mal die UKW-Frequenzen wieder frei...


Das kannst Du mit ziemlicher Sicherheit vergessen, sofern / sobald die UKW-Frequenzen mal frei sind, wird das Band anderweitig belegt, spätestens mit dem darauf lauernden Mobilfunk - :sneg:

OT, da selbst: wenn der mir durch Zufall letzte Woche mal wieder aufgefallende posting-Zähler stimmt, ist dies hier mein 3000er seit Dezember 2004 - :cheers:

von KlausD - am 13.02.2014 13:46
Das UKW Band ist zwar für normalen Mobilfunk tatsächlich nicht geeignet, aber da wegen der UKW-Abschaltung die Leute zunehmend auf Streamingdienste ausweichen, kommen vielleicht die Mobilfunkanbieter auf die Idee, diese Streamingdienste digital verschlüsselt auf UKW auszustrahlen. Wenn sowieso alle das Gleiche über Internet konsumieren, macht es Sinn, die Inhalte gleich als Rundfunk zu verbreiten. Auch nach einer UKW-Abschaltung werden die Leute aus Gewohnheit/wegen der Infos/Sprache/Musik bei ihren Heimatsendern bleiben und dann halt für das gleiche Programm zusätzlich an den Mobilfunkbetreiber zahlen, welches sie jetzt kostenlos empfangen. Ironischerweise dann ebenfalls über UKW...

von Bolivar diGriz - am 13.02.2014 16:19
Zitat
Murky
Mal eine Frage in die Runde: Wann hat es aufgehört, dass deutsche Urlauber am Strand in Italien oder Spanien das Kurzwellenradio rausgeholt haben um im 49m-Band der Heimat zu lauschen? Sicherlich viele viele Jahre vor der Abschaltung der hiesigen Kurzwellensender...

Das kann ich leider nicht beantworten.
Die MW zumindest wurde in D ab Aufkommen der Privatsender unattraktiv. "SR 1- und RTL-mäßiges" gab es dann auch überall auf UKW. Zumindest in der alten BRD. Im Süden mit hr3, SWF 3, BR 3 und SDR 3 auch schon früher. Und die ARD-Sender haben ihr übriges dazu beigetragen, da auf MW i. d. R. eine sinnlose Doppelausstrahlung zu UKW gefahren wurde (meist die 1. Programme) und dann noch das ARD-Ausländerprogramm einen "Bruch" geboten hat.
Hätte man ab ca. 1980 z. B. ein deutschlandweites ARD-Programm auf der MW angeboten, wäre die Nutzung ggf. vergleichbar wie in NL oder GB auf diesem Band geblieben.

Aber ob jetzt jeder Rimini-Urlauber ein KW-Radio im Jahr 1982 dabei hatte um BR 3, SWF 3 oder RTL zu hören, mag ich auch mal zu bezweifeln (vor meiner Zeit).
Ich habe übrigends noch nie groß jemand aus D am Strand gesehen, der ein (Koffer-) Radio dabei hatte und da deutschsprachiges Programm gehört hat (z. B. Radio Europa oder Mallorca 95,8).

von Schwabinger - am 13.02.2014 17:41
Naja, am Strand hört man ja auch nicht Radio - zumindest nicht HÖRBAR, das wäre reichlich asozial.
Ein Arbeitskollege, der wußte, dass ich mich mit so Themen beschäftige, hatte mich jedenfalls irgendwann im 2. Drittel des letzten Jahrzehnts nach Tips für ein passendes Reiseradio gefragt, um im Urlaub an der frz. Atlantikküsten Nachrichten aus D hören zu können.

von DH0GHU - am 13.02.2014 18:29
Zitat

DVB ist kein Fernsehen; DAB ist kein Radio; DSL ist kein Internet


Was soll das schon wieder bedeuten, etwa die Kurzform von

DVB und DAB sind Übertragungsstandards, sie bringen nur TV und Radio (Betonung auf das Wort "bringen")

DSL ermöglicht "nur" den Zugang zum Internet und ist nicht das Internet selber.

grübelnd...

Zum Thema: Programme die derzeit nur via DAB+ senden müssen ja unheimlich viel Geld sparen da sie keine Doppelaustrahlung finanzieren müssen. Machen also aktuell schon heute die geplante Zukunft (keine UKW-Ausstrahlung) wahr.

von Felix II - am 13.02.2014 20:54
Das soll daran erinnern:

Es geht immer um Inhalte, nicht um die Technik!

Oder, wie das Helmut Thoma, also der Meidiemensch, der RTL in Deutschland groß gemacht hat, einmal sinngemäß formulierte: Es sei ihm egal, wie die Leute das Programm empfangen. Würde es sich lohnen, VHS-Kassetten mit der Post zu verschicken, würde er auch das tun.

Wenn 500 Millionen Menschen in Europa UKW erfolgreich auf UKW hören, muss man ein sehr dickes Brett bohren, wenn man sie davon überzeugen will, dass sie plötzlich alle neue Radios brauchen.

Das so etwas nicht unmöglich ist, hat die Musikindustrie mit der Ablösung der Schallplatte durch die CD bewiesen. Das wohlgemerkt zu einer Zeit, als es üblich war, seine Singles und Alben zu Mixtapes zu verarbeiten, die bequem im Walkman gehört werden konnten.

von Alqaszar - am 13.02.2014 21:31
Zitat

Zum Thema: Programme die derzeit nur via DAB+ senden müssen ja unheimlich viel Geld sparen da sie keine Doppelaustrahlung finanzieren müssen.

Das tun sie ja auch. Die Ausstrahlung ist deutlich billiger, aber trotzdem muss das Geld irgendwie wieder reinkommen... Bei nur einem Sender dürfte die Ersparnis gegenüber den anderen fixen Kosten wohl nicht so dolle ins Gewicht fallen, beim Betrieb einer ganzen Senderkette aber schon.

50 Grundnetzsender à 100 kW zu je 15000€ monatlich kosten ungefähr so viel wie ein Platz im Bundesmux jährlich. Jedes Jahr also 11x 750000€ sparen ist schon 'ne Hausnummer.
(Achtung: Milchmädchenrechnung mit Schätzpreisen gemäß MB-Preisliste und bekannt gewordenen DAB-BuMux-Tarifen)

von iro - am 13.02.2014 21:51
Milchmädchenrechnung ist genau das richtige Wort. Die Sender würden volle 100 % der Kosten sparen, wenn sie gar nicht senden. Allerdings haben sie dann auch keine Hörer. Bei DAB+ sind die Kosten zwar geringer, entsprechend gibt es aber auch wesentlich weniger Hörer.

von Bolivar diGriz - am 14.02.2014 07:48
Zitat
Exidor
Milchmädchenrechnung ist genau das richtige Wort. Die Sender würden volle 100 % der Kosten sparen, wenn sie gar nicht senden. Allerdings haben sie dann auch keine Hörer. Bei DAB+ sind die Kosten zwar geringer, entsprechend gibt es aber auch wesentlich weniger Hörer.


UKW gebe es doch gar nicht mehr, wenn die Digitalisierung nur Kostenersparnis bringen würde, die Konkurrenz aber weiterhin aussperren würde.

Zitat
Alqaszar
Es geht immer um Inhalte, nicht um die Technik!
Oder, wie das Helmut Thoma, also der Mediemensch, der RTL in Deutschland groß gemacht hat, einmal sinngemäß formulierte: Es sei ihm egal, wie die Leute das Programm empfangen. Würde es sich lohnen, VHS-Kassetten mit der Post zu verschicken, würde er auch das tun.

Würde Helmut Thoma das heute erneut schaffen einen Sender wie RTL so erfolgreich aufzustellen? Die Antwort lautet: Nein! Sonst hätte er es bereits gemacht. RTL war der 4 oder 5 Sender den die Menschen empfangen konnten. Schon als VOX gestartet wurde, war klar, dass keine Sender an die Top 5 so schnell dran kommen.

Zitat
Alqaszar
Wenn 500 Millionen Menschen in Europa UKW erfolgreich auf UKW hören, muss man ein sehr dickes Brett bohren, wenn man sie davon überzeugen will, dass sie plötzlich alle neue Radios brauchen.

Das UKW-Band ist auch mehrfach erweitert worden und es wurden Stereofonie und RDS erfunden. Die Empfänger halten eben nicht ewig und werden ersetzt. Wenn DAB-Empfänger nicht mehr kosten wie UKW-Empfänger, dann wird keiner mehr überlegen was er kauft und die Händler werden nur DAB+-Empfänger empfehelen. Alle wirst Du nicht überzeugen, denn es hören nach 65 Jahren UKW immer noch einige Menschen AM.

von Seltener Besucher - am 15.02.2014 00:34
Zitat
Alqaszar
Das Süd-Nord-Gefälle auf der Abgebotsseite ist deutlich erkennbar; die Lücken im Bundesmux immer noch zu groß! Das muss schleunigst behoben werden.


Muß? Warum? Auf UKW gibt es zwischen Bayern und NRW auch ein "Süd-Nord-Gefälle" seit 24 Jahren. Warum soll der Bundesmux in den Bundesländern ausgebaut werden, in denen Regiocast bereits auf UKW gut aufgestellt ist? Es reichen Bremen, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland. Für den Ausbau in Bayern sorgt schon Deutschlandradio

von Seltener Besucher - am 15.02.2014 01:08
Zitat

Das UKW-Band ist auch mehrfach erweitert worden und es wurden Stereofonie und RDS erfunden
Aber die alten Monoradios ohne RDS und stereo und mit Empfangsbereich nur bis 100 MHz funktionieren immer noch... DABalt-Radios dagegen sind gerade mal noch für zwei DRadios geeignet.

von iro - am 15.02.2014 13:34
Zitat
iro
DABalt-Radios dagegen sind gerade mal noch für zwei DRadios geeignet.

Auch hier gibt es ein Süd-Nord-Gefälle:
In Bayern gibt es auch auf 11D und 12D ein paar DABalt-Sendungen:
BR-Klassik, Bayern+ und PULS auf 12D - Bayern 1 Obb, BAYERN 3 und BR Verkehr auf 11D.
Und in Baden-Württemberg gibts noch SWR1-BW und SWRinfo.

von HansEberhardt - am 15.02.2014 14:51
Zitat

In Bayern gibt es auch auf 11D und 12D ein paar DABalt-Sendungen:
BR-Klassik, Bayern+ und PULS auf 12D - Bayern 1 Obb, BAYERN 3 und BR Verkehr auf 11D.
Und in Baden-Württemberg gibts noch SWR1-BW und SWRinfo.

Sofort auf DAB+ umstellen. DAB alt ist (zum Glück) durch.

von Schwabinger - am 16.02.2014 12:18
Das Deutschlandradio hats ja mit in der Hand. Sie haben noch große Mittel- und Langwellenanlagen, lassen sich an vielen Standorten noch UKW-Funzeln koordinieren. Würde man das ändern und zumindest da, wo DAB+ heute schon funktioniert (München Stadt) die Funzeln abgeben - die dann auch nicht mehr neu vergeben werden dürften - wäre schon viel gewonnen. Dass das nicht von heute auf morgen geht, ist klar - es müsst halt ein großer Spieler mal anfangen.

Problem: Mit DAB ist man auf dem Bauch gelandet und zumindest was die Versorgung angeht, baut man ja selbst im DAB+ Paradies Bayern eher zurück. Prominentes Beispiel, gleich bei München: Starnberg - hier geht kein DAB+ (mehr), also hat das Deutschlandradio vor Ort seine UKW Funzel und ist auch noch per Langwelle mit dem DLF empfangbar.

Der Sendelizenzgeber ist hier gefragt, eine Pflicht auf DAB+ zu senden bei Verlängerung der UKW-Zulassung wie es die BLM macht ist ein guter Schritt.

von elchris - am 17.02.2014 11:26
Bei DRadio ist das Geld zweckgebunden,
Also UKW Funzel in München aus und DAB+ dafür Woanders an ist Verboten.
Selbst die Ersparnisse aus Anderen Bereichen wie Abstellen von AM dürfen vom DRadio nicht
Für DAB+ verwendet werden. Jeden Cent den DRadio auszugeben gedenkt muss die KEF genehmigen.
Das beinhaltet explizit den Verwendungszweck des Geldes.

von RADIO354 - am 17.02.2014 14:41
In Starnberg geht kein DAB+? Das wundert mich. Eigentlich hatte ich mit dem (nicht sehr empangsstarken) Pure Highway zwischen München und den Alpen bisher nur im Raum Weilheim und südlich in ungünstigen Lagen vereinzelte Aussetzer. Wobei das seit der Wendelstein-Aufschaltung auch besser wurde.

von DH0GHU - am 17.02.2014 15:00
Irgendwo habe ich es mal in diesem Forum gepostet. Am Ostufer des STA-Sees ("Münchener Teil des Sees" ;) ) ging null, null DAB+.
War aber wohl vor der Wendelsteinaufschaltung als ich ein DAB+-Radio dabei hatte.

@elchris
Zitat

Würde man das ändern und zumindest da, wo DAB+ heute schon funktioniert (München Stadt) die Funzeln abgeben - die dann auch nicht mehr neu vergeben werden dürften

Die 2 Blutenburgturm-Frequenzen (als Funzeln würde ich die 300 W nicht bezeichnen, immerhin decken sie doch das größte Stadtgebiet ab) würden dann an die BLM zurück fallen. Und die könnte sie dann neu vergeben.

von Schwabinger - am 17.02.2014 17:04
Zitat
Schwabinger
Irgendwo habe ich es mal in diesem Forum gepostet. Am Ostufer des STA-Sees ("Münchener Teil des Sees" ;) ) ging null, null DAB+.
War aber wohl vor der Wendelsteinaufschaltung als ich ein DAB+-Radio dabei hatte.

Ostufer = Münchener Teil? Nö, das "Paradies" ist doch in Possenhofen, also Westufer ;-) .
Egal. Am Ostufer bringt der Wendelstein wenig, da abgeschattet. Die Yagis sind dort i. d. zum Peißenberg ausgerichtet, teilweise wurde gar auf eine VHF-III-Yagi verzichtet. Am Westufer hingegen ist das der Ortssender Nr1. Außerdem geht dort der Olympiaturm brauchbar.

von Thomas (Metal) - am 17.02.2014 21:29
etwas OT (sorry)
Zitat

Ostufer = Münchener Teil? Nö, das "Paradies" ist doch in Possenhofen, also Westufer

Letzte BAB-Ausfahrt STA-Percha, dann rechts herum und dann immer geradeaus bis man einen Parkplatz ergattert...
Oder die Motorad- und Oldtimerfahrer, die von Wangen her auf der Nebenstrecke kommen. Oder die Radfahrer die nicht durch das Würmtal anreisen.
Percha und Kempfenhausen ist nun mal der verkehrsmäßig nächst an M gelegende Teil. Und das ist Ostufer.
Das DAB+-Tal der Ahnungslosen ;)

von Schwabinger - am 18.02.2014 17:00
Als Starnberg meinte ich den Ort direkt am See und den Bahnhof, im Fahrzeug (bekannterweise HF-Schleuder - dämpft das Signal deutlich) geht seit der Abschaltung vom Hohenpeissenberg quasi nix mehr, Wendelstein (DAB) ist viel zu schwach und aus München/Ismaning kann man sich da gut abschotten. Die West- und Ostufer sind dagegen ausreichend flach - in Tutzing geht schon wieder Südtirol 1...

von elchris - am 18.02.2014 20:03
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