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DAB Digitalradio Forum
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vor 3 Jahren, 2 Monaten
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Seegi, Spacelab, DH0GHU, Terranus, Loger, PowerAM, drahtlos, Mr. DABelina, Rolf, der Frequenzenfänger, Georg A., Felix II, mobi

Medion DAB Baustellenradio reingeschaut.

Startbeitrag von Seegi am 17.12.2014 20:44

Hallo,

ich habe mich heute über mein Medion MD84398 Baustellenradio mit DAB/FM hergemacht und es mal aufgeschraubt.
Zunächst mal alles sauber und übersichtlich aufgebaut.
[attachment 4176 Medion_MD84398_1.jpg]

Was mir positiv aufgefallen ist, die Spannungsversorgung ist ist auch intern mit Spulen ausgerüstet um Brummen von Netzteil zu reduzieren. Das mitgelieferte Netzteil ist ebenfalls mit einem Ferriten ausgerüstet.
[attachment 4177 Medion_MD84398_2.jpg]

Zum Modul kann ich nicht viel Sagen, vielleicht kann es hier wer identifizieren.
[attachment 4178 Medion_MD84398_3.jpg]

Die 50 interessantesten Antworten:

Die Antenne hat mir auch sehr gut gefallen. Innen im Gehäuse ist als Gegengewicht Alufolie angeklebt und mit dem Schirm des Koax-Kabels(!) das zum Modul geht verbunden.

[attachment 4185 Medion_MD84398_4.jpg]

[attachment 4186 Medion_MD84398_5.jpg]

Einzigster Kritikpunkt, bei der Montage wurde das Koax-Kabel leicht eingequetscht, sollte aber nicht kriegsentscheident sein.
[attachment 4187 Medion_MD84398_6.jpg]

von Seegi - am 17.12.2014 20:46
Der Grund für die ganze Aktion war der recht dünne Klang und ich habe den vorhandenen Lautsprecher gegen einen anderen ausgetauscht und akustisch abgedichtet.
[attachment 4188 Medion_MD84398_7.jpg]
[attachment 4189 Medion_MD84398_8.jpg]
[attachment 4190 Medion_MD84398_9.jpg]

von Seegi - am 17.12.2014 20:47
DAB+ Modul ist ein Quantek Q8+
http://www.quantek-inc.com/product_detail.php?mid=1

von mobi - am 17.12.2014 21:17
Zitat
Seegi
Zunächst mal alles sauber und übersichtlich aufgebaut.

Ich sehe ungenau bemessene und wild verlegte Kabel...

Zitat

Was mir positiv aufgefallen ist, die Spannungsversorgung ist ist auch intern mit Spulen ausgerüstet um Brummen von Netzteil zu reduzieren. Das mitgelieferte Netzteil ist ebenfalls mit einem Ferriten ausgerüstet.

Offenbar ist die Spannungsversorgung so mies entstört, dass man sich nachträglich mit einem Ferritring aushelfen mußte, den man provisorisch mit einem Kabelbinder(!!!) irgendwo festgemacht hat (!).

Zitat

Die Antenne hat mir auch sehr gut gefallen. Innen im Gehäuse ist als Gegengewicht Alufolie angeklebt und mit dem Schirm des Koax-Kabels(!) das zum Modul geht verbunden.

Ein viel zu kleines Gegengewicht für Band III, aber immerhin besser als nix in so einem Plastebomber. Ein komplett metallisiertes Gehäuse wäre aus vielerlei Hinsicht und eben auch aus Antennengründen besser.
Dass sowas per Koaxkabel angebunden wird, ist allerdings auch das Mindeste, was man erwarten sollte!
... und irgendjemand hat da ziemlich gekleckert.

Zitat

Einzigster Kritikpunkt, bei der Montage wurde das Koax-Kabel leicht eingequetscht, sollte aber nicht kriegsentscheident sein.

Nein, nicht der einzige, aber auch ein ganz böser. Klar, bei den geringen Margen und beim Akkord-Zeitdruck kann man nicht erwarten, daß irgendjemand das kaputte Kabel austauscht. Normalerweise schaut da ja auch kein Kunde rein...

von DH0GHU - am 17.12.2014 21:28
Was willst Du denn, Du kleiner Miesepeter, das ist kein Onkyo T4070, sondern ein billigstes, aber robustes Scheissradio mit einem wirklich klasse Empfang. Das Geld für die DAB-Version von Makita wollte ich einfach nicht ausgeben.

Ich habe nicht gewusst, dass man die Kabel der Spannungsversorgung oder des Lautsprechers jetzt schon genau bemessen muss...
Zum mitgelieferten Netzteil kann ich nichts negatives sagen, spielt weder besser noch schlechter als das was beim Technisat dabei war.
Tja, ein komplettes Alugehäuse wäre schon ne Sache...wobei Titan wäre noch geiler!!!
Und seidem ich mein Technisat DigitRadio100 aufgemacht habe und gesehen habe, dass da von IEC Buchse zum Modul nur ein Klingeldraht ging, bekommt ich jetzt immer ein feuchtes Höschen wenn ich ein Koax sehe.
Das Kabel hab ich jetzt gegen ein RG174 ausgetauscht dass noch rumlag...obwohl das Originalkabel wohl ein RG179 war....jetzt hab ich ne Fehlanpassung...scheisse....:(

von Seegi - am 17.12.2014 21:57
@Seegi: aber er hat doch recht mit der Analyse. Das Ding ist billig und taugt - ok. Dennoch ist es aufbaumäßig ganz unten angesiedelt, aber was will man erwarten?

Zitat

Applications
◎Clock radio
◎Kitchen radio
◎CD Microsystems
◎iPhone docking
◎Embedded audio systems


Fehlt nur noch Building Site radio :D

von Terranus - am 17.12.2014 22:33
Ich habe ja früher immer gedacht, dass TechniSat was Vernünftiges auf die Beine stellt, aber seid dem DigitRadio100 sehe ich das anders...das ist aufbaumäßig noch niedriger angesiedelt....

von Seegi - am 17.12.2014 22:55
Ich habe ja früher immer gedacht, dass TechniSat was Vernünftiges auf die Beine stellt, aber seid dem DigitRadio100 sehe ich das anders...das ist aufbaumäßig noch niedriger angesiedelt....

von Seegi - am 17.12.2014 22:55
Zitat

Ein komplett metallisiertes Gehäuse wäre aus vielerlei Hinsicht und eben auch aus Antennengründen besser.


Aber dann wird das ganze Gerät auch (unnötig) schwerer.

Ein Foto der Front dieses Radios würde mich ja noch interessieren.

von Felix II - am 18.12.2014 06:28
Zitat
Seegi
Was willst Du denn, Du kleiner Miesepeter,

Danke ;-)
Aber: Diese kleinen Schönheitsfehler können teilweise lebensdauerreduzierend wirken. D.h. nur aufgrund Schlamperei darfst DU dann früher Ersatz beschaffen. Willst Du das? Wenn bei Otto Normalverbraucher nach der 50. Fahrt mit dem Betonmischer über die Baustelle das Koaxkabel bricht, wird er das im Gegensatz zu Dir nicht selbst reparieren können.

Zitat

Ich habe nicht gewusst, dass man die Kabel der Spannungsversorgung oder des Lautsprechers jetzt schon genau bemessen muss...

Nö muß man nicht. Aber einen Aufbau lobe ich erst dann, wenn's so ist. Der gezeigte Aufbau ist "ganz normal" in der Preisklasse, nix besonderes. (Dennoch danke für die Bilder).

Zitat

Zum mitgelieferten Netzteil kann ich nichts negatives sagen, spielt weder besser noch schlechter als das was beim Technisat dabei war.

Ich meinte auch eher den internen Spannungsregler. Die externe Ferrit-"Ringerrei" macht die Herstellung ja nicht unbedingt billiger - wobei natürlich chinesische Hände sowas auch ziemlich billig realisieren. Allerdings immernoch billiger als ein Redesign der Leiterplatte.
Bei der Art der Befestigung des Ferritrings hätte ICH nur Angst, dass der irgendwann im Radio herumbaumelt und aufgrund seiner Masse irgenwelche Drähte rausreißt. Zumal das Radio ja als Baustellenradio deklariert ist.

Zitat

Tja, ein komplettes Alugehäuse wäre schon ne Sache...wobei Titan wäre noch geiler!!!

Wie wärs mit metallisiertem Kunststoff oder einer etwas größeren Metallfläche?

Zitat

Und seidem ich mein Technisat DigitRadio100 aufgemacht habe und gesehen habe, dass da von IEC Buchse zum Modul nur ein Klingeldraht ging, bekommt ich jetzt immer ein feuchtes Höschen wenn ich ein Koax sehe.

Ja ok. Wenn man das als Referenz nimmt... ;)
Das Stückchen RG179 kostet aber auch nur'n paar Cent mehr.

von DH0GHU - am 18.12.2014 09:00
Naja also der Aufbau ist tatsächlich nix besonderes. Vor allem das mit dem abenteuerlich befestigten Ferritmagnet und die nicht auf pass geschnittenen Kabel sind bei einem solchen Gerät ein NoGo. Durch die ganzen Bewegungen und Erschütterungen sind kalte Lötstellen und Kabelbrüche vorprogrammiert.

TechniSat kann man schon lange nicht mehr als Referenz nehmen. Deren Geräte werden auch nur noch aufs billigste in Fernost zusammen gezimmert.

von Spacelab - am 18.12.2014 10:40
Zitat
Spacelab
TechniSat kann man schon lange nicht mehr als Referenz nehmen. Deren Geräte werden auch nur noch aufs billigste in Fernost zusammen gezimmert.


Das kann man nicht so pauschal sagen.
Die Satreceiver aus deutscher Fertigung und auch die TV-Geräte aus Staßfurt sind schon noch OK und setzen in Sachen Bedienkomfort und Langlebigkeit nach wie vor den Maßstab.
Bei den preisgünstigeren Geräten (z.B. den Radios) kauft Technisat, genaus wie alle anderen Hersteller, preisgünstig in Fernost. Anders geht das heute gar nicht mehr - die Zeiten, in denen jemand für ein Radiogerät einen ganzen Monatslohn bezahlt hat, sind halt heute vorbei. Und auch die neuen Smartphones und Tablets produziert Technisat sicher nicht selbst.

Das ist auch bei allen anderen nahmhaften Herstellern so. Schraube doch mal ein TV-Gerät der unteren oder mittleren Preisklasse auf und schaue mal rein - die stammen heute fast ausnahmslos von den selben Herstellern in China oder der Türkei, egal welche Marke auf dem Aufkleber drauf steht. Nur bei den Premium-Geräten produzieren einige Hersteller noch selbst.

von Loger - am 18.12.2014 10:51
Zitat

Bei den preisgünstigeren Geräten (z.B. den Radios) kauft Technisat, genaus wie alle anderen Hersteller, preisgünstig in Fernost. Anders geht das heute gar nicht mehr - die Zeiten, in denen jemand für ein Radiogerät einen ganzen Monatslohn bezahlt hat, sind halt heute vorbei.

Das ist zweifelsfrei richtig. Man muss sich doch nur mal die neulich veröffentlichten Verkaufszahlen anschauen. Die meisten Radioempfänger waren Geräte der "unter 100€ Klasse". Alles darüber brach extrem ein.

Zitat

Und auch die neuen Smartphones und Tablets produziert Technisat sicher nicht selbst.

Die sind von Jiayu und haben eine ganz miese Verarbeitung. Da frage ich mich echt wie ein renommierter Hersteller wie TechniSat so etwas in sein Portfolio aufnehmen kann. :rolleyes:

Zitat

Schraube doch mal ein TV-Gerät der unteren oder mittleren Preisklasse auf und schaue mal rein - die stammen heute fast ausnahmslos von den selben Herstellern in China oder der Türkei, egal welche Marke auf dem Aufkleber drauf steht.

In der Zeitschrift "video" stand mal ein Bericht das "Hannspree" der größte TV Teilehersteller der Welt ist. Viele TV Geräte, auch von sehr namenhaften Herstellern hätten entweder das komplette Innenleben, oder zumindest einzelne Module von Hannspree verbaut.

Zitat

Die Satreceiver aus deutscher Fertigung und auch die TV-Geräte aus Staßfurt sind schon noch OK und setzen in Sachen Bedienkomfort und Langlebigkeit nach wie vor den Maßstab.

Naja über den DigiCorder C2 decken wir dann aber mal lieber das Mäntelchen des Schweigens. Die Bedienoberfläche war zwar sehr einfach gehalten. Aber ansonsten war das eine zähe und lahme Kiste die selbst nach X Firmwareupdates nicht sonderlich stabil lief.

von Spacelab - am 18.12.2014 11:03
Also ich weiss nicht was Ihr alle habt, ich hab mir das was mich innen erwartete schlimmer vorgestellt.
Sieht bei anderen Outdoorgeräten ja auch nicht viel besser aus.

http://chrisrace.ownspace.de/wordpress/page/3

von Seegi - am 18.12.2014 11:15
Sagt ja keiner das es bei anderen Radios unbedingt besser aussieht. Aber bei dieser Low-Class Verarbeitung gleich "ein nasses Höschen" zu bekommen ist doch reichlich übertrieben.

von Spacelab - am 18.12.2014 11:20
Für die Verbreitung von DAB ist es jedenfalls wichtig, dass es solche Brüllwürfel in dieser Preisklasse jetzt auch gibt. Nur mit Edelkisten ist UKW nicht abzulösen...

von Terranus - am 18.12.2014 11:32
Das Problem ist High-Class Verarbeitung gibt es einfach nicht im portablen Bereich...nicht mal gegen Geld.

von Seegi - am 18.12.2014 11:41
High-Class verlangt ja auch keiner. Was Du gezeigt hast, ist in dieser Preisklasse ganz normal. Sprich, kein Grund für lobende Worte, kein Grund für nasse Höschen, etc. Bestenfalls bekommt man nicht das große Kotzen wie bei noch schlechteren Beispielen.

Was definitiv nicht sein darf, sind lebenszeitverkürzende Fehler wie angequetschte Kabel. Da zahlst Du dann nämlich doppelt. Heute, und in 3 Jahren nochmal, weil das Ding kaputt geht.
Ein Kabel bei der Montage nicht kaputt zu machen, kostet auch nicht mehr, als es kaputt zu machen.

Das schlimme: Durch die Billigheimer werden Markenhersteller letztenendes so unter Druck gesetzt, dass sie auch pfuschen müssen. Der Abwärtstrend der Qualität wird immer vom Billigsten bestimmt.

von DH0GHU - am 18.12.2014 11:47
Es muss ja nicht ewig halten....vielleicht kommt ja irgendwann DAB++ und man kann die Geräte eh wieder in die Tonne treten...hatten wir ja schon...;)

von Seegi - am 18.12.2014 12:07
Naja, ich habe zB das Sangean DPR65, das ist auch ne ziemliche Plastikkiste, von Klang braucht man da nicht reden. Es ist aber deutlich besser verarbeitet als das Medion, und kompakter. Auch sind die Empfangseigenschaften gut. Richtig gute portable Geräte gibt ja auch im UKW Bereich kaum noch. Solche Radios sind halt wirklich für die Nebenbeiberieselung. Mit Kopfhörer tun sich dann aber ganz andere Klangwelten auf...

von Terranus - am 18.12.2014 12:20
Zitat
Seegi
Es muss ja nicht ewig halten....vielleicht kommt ja irgendwann DAB++ und man kann die Geräte eh wieder in die Tonne treten...hatten wir ja schon...;)


Die nächsten 5 Jahren kommt ganz sicher kein DAB++, denn dann wäre das schon längst in einer Frühphase der Standardisierung, und es gäbe bei der ETSI schon erste Papiere zum Download...
Nur zum Vergleich: Erste DAB+-Feld-Versuche muß es um 2006/2007 herum gegeben haben. Damals war ein ex-Kollege in meinem bis-2008-ex-QRL (das aber nix mit Rundfunk zu tun hat) noch bei einem Autoradiohersteller in Süddeutschland und hat bei Probefahrten erstmals DAB+ in freier Wildbahn beobachtet. Da muß die Standardisierung aber schon längst angelaufen gewesen sein.

von DH0GHU - am 18.12.2014 12:33
der nächste Schritt wäre eher DVB-T2 in dieser Schmalträger Version. Bei DAB wird da kaum noch was geschehen..bei den Codecs ist man erstmal beim Machbaren für live-Encodierung angekommen. Der DAB Eurkeka Standard ist halt uralt. Aber wenn man digitales Terr. Radio endlich durchsetzen will, darf man in den nächsten 10 Jahren nicht mit was neuem kommen.

von Terranus - am 18.12.2014 12:40
Was ich damit sagen wollte auf ewig halten und dass man wie bei UKW mit einem 60 Jahre alten Gerät heute noch empfangen kann ist DAB doch garnicht aus. Von einem Handy erwartet ja auch keiner, dass es wesentlich länger als zwei Jahre hält. Darum ist Qualität auch nur zweitrangig...

von Seegi - am 18.12.2014 13:23
Zitat
Seegi
Von einem Handy erwartet ja auch keiner, dass es wesentlich länger als zwei Jahre hält. Darum ist Qualität auch nur zweitrangig...


Och, mein 14 Jahre altes Siemens M35 läuft noch genauso gut wie am ersten Tag, das hält sicher nochmal so lange. Die Ersatzdichtungen und die Ersatzverriegelung für das Batteriefach, welche im Lieferumfang dabei waren, habe ich auch noch - falls die eingebauten Originale doch mal kaputt gehen. Ersatzakkus gibt es auch noch überall zu kaufen, und solange ich nur ein Telefon ohne Schnickschnack brauche reicht mir das. Geräte mit einer vergleichbaren Robustheit und ähnlicher Qualität des eingebauten Lautsprechers gibt es heute sowieso nicht mehr - oder mit einem Display, welches auch im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesbar ist.
In meinem Bekanntenkreis gibt es etliche Menschen welche noch mit so alten Siemens- oder Nokia-Knochen unterwegs sind. Wenn man kein Smartphone braucht sondern nur ein einfaches Telefon dann sind die alten Geräte (älter als 10 Jahre) immer noch die bessere Wahl, was mechanische Qualität, Akkulaufzeit, Empfangsleistung, etc... angeht.

von Loger - am 18.12.2014 14:27
Ich hab auch noch so altes Teil rumliegen und da bin ich mir sicher, dass es auch noch geht, aber damit hätte ich dieses Posting hier nicht schreiben können.

von Seegi - am 18.12.2014 16:21
Bisher beträgt die durchschnittliche Handynutzungsdauer bei mir ca. 7 Jahre...
Beim Desktop-PC-Kauf achte ich immer drauf, daß ich aktuelle Obere-Mittelklasse-Technik kaufe - nach 3-4 Jahren wandert der Rechner dann an den Zweitwohnsitz, Nutzungsdauer eines PCs dann auch ca. 7-8 Jahre. Mein 2003er Medion-Bodenstaubsauger hielt sogar länger durch, bis er in Rente geschickt wurde...

von DH0GHU - am 18.12.2014 16:47
Danke Seegi für den Bericht! Bist wenigstens einer von wenigen, welche sich solche Mühe machen. Viele High End DAB-Receiver sehen oftmals nicht besser aus, resp. haben meistens auch irgendwelche "Design-Mängel".

Was mich überraschte, dass ein Q8 Modul von Dir ein gut bis sehr gut bekommen hat. Vermutlich ein Grund des "verbesserten" Innenlebens dieses Baustellenradio. Ich meine, nicht viele DUAL's sehen professioneller aus.

Was bringt der neue Lautsprecher? Fliegt da das Radiogehäuse nicht auseinander?

von drahtlos - am 18.12.2014 18:30
Speaka ist ne Low Budget Marke die bei Conrad verkauft wird. Muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Ist das eigentlich ein Breitbänder oder ein Mitteltöner?

von Spacelab - am 18.12.2014 19:05
Speaka ist ne Low Budget Marke die bei Conrad verkauft wird. Muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Ist das eigentlich ein Breitbänder oder ein Mitteltöner?

von Spacelab - am 18.12.2014 19:05
Der schlechte Ruf der Quantek Module stammt vom Q7, das war ziemlich Empfangsschwach und hatte Probleme bei LC AAC mit 32 kHz Samplerate. Das Q8+ und Q88 sind vom Empfang her sogar etwas besser als das FS Verona und der Stromverbrauch ist niedriger (kommt natürlich immer auch auf die externe Beschaltung an).
http://www.quantek-inc.com/files/Q8r%20Q8r+%20DataSheet_20140515.pdf
http://www.quantek-inc.com/files/Q88%20Datasheet_20140910.pdf

von Mr. DABelina - am 18.12.2014 19:11
Sind denn die Audiocodecs bei Q8+/Q88 nun fehlerfrei?

von DH0GHU - am 18.12.2014 19:40
Zitat
Mr. DABelina
Der schlechte Ruf der Quantek Module stammt vom Q7, das war ziemlich Empfangsschwach und hatte Probleme bei LC AAC mit 32 kHz Samplerate. Das Q8+ und Q88 sind vom Empfang her sogar etwas besser als das FS Verona und der Stromverbrauch ist niedriger (kommt natürlich immer auch auf die externe Beschaltung an).
http://www.quantek-inc.com/files/Q8r%20Q8r+%20DataSheet_20140515.pdf
http://www.quantek-inc.com/files/Q88%20Datasheet_20140910.pdf


Das kann ich bestätigen, außerdem gibt es beim Q8+ keine Störgeräusche (Knattern, Brummen) wie bei vielen Radios mit FS-Modulen.

von Loger - am 18.12.2014 20:25
Da kann man mal sehen wie schnell man sich als Hersteller den Ruf ruiniert hat.

von Spacelab - am 18.12.2014 20:26
Wobei FS ja noch Verona 2 in der Pipeline hat. Da haben die angeblich die Stromaufnahme halbiert und die Empfangseigenschaften weiter verbessert.
Für die Käufer von DAB+ Radios ist es jedenfalls gut wenn es zwei Hersteller gibt die sich einen Wettkampf beim Entwickeln von besseren und sparsamen Chips liefern.

von Mr. DABelina - am 19.12.2014 05:20
Zitat
drahtlos
......

Was bringt der neue Lautsprecher? Fliegt da das Radiogehäuse nicht auseinander?


Bitte. Zum Lautsprecher, der Klang ist jetzt besser, d.h. voller. Kommt aber wohl hauptsächlich davon, dass ich jetzt den Spalt von etwa 3mm zwischen dem LS und dem Gehäuse mit Dichtmasse abgedichtet habe. Das gehäuse selbst verträgt es ohne Resonanzeffekte. Leistungsmäßig wäre noch Raum nach oben, auch vom vorhandenen Verstärker. Selbst bei maximaler Lautstärke keinerlei Übersteuerungstendenz feststellbar. Der LS ist ein Mitteltöner, weil in der Conradfiliale nix anderes vorrätig war und ich nicht bestellen wollte. Der Mitarbeiter meinte aber die Breitbandlautsprecher sind häufig auch nur Mitteltöner bei denen dann die technischen Daten beim Betrieb ohne Frequenzweiche angegeben werden.

von Seegi - am 19.12.2014 06:09
Wobei es fuer den Anwendungszweck schon in Ordnung geht.

von PowerAM - am 19.12.2014 09:08
Von der Belastbarkeit auf jeden Fall. Soviel Power hat der Verstärker des Medion Radios nicht das es eng werden könnte. Klanglich fällt ein als Mitteltöner konzipierter Lautsprecher natürlich mitunter stark ab. Im Bassbereich wird er sehr leise und zum Hochtonbereich hin extrem unruhig. Das er dort üblicherweise irgendwo zwischen 9 und 11khz steil abfällt dürfte hingegen bei diesem Radio nicht auffallen.

von Spacelab - am 19.12.2014 10:19
Also wenn ich mir das Datenblatt ansehe ist das Ding auch mehr ein Breitbandlautsprecher als ein Mitteltöner. Frquenzbereich 100-15.000Hz.

http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/300000-324999/300237-da-01-en-SPEAKA_75_90_LAUTSPRECHER.pdf

von Seegi - am 19.12.2014 10:20
Och schmeiß doch dieses Pseudo-Datenblatt weg. Da ist ja noch nicht mal ein Frequenzschrieb dabei geschweige denn eine simple Angabe wie überhaupt gemessen wurde. Wenn ich das Messmikro bzw. dessen Software auf -10dB stelle dann komme ich bei so einem kleinen Lautsprecher auf bis 100Hz runter. In der Realität ist er da aber so leise das man nichts mehr davon hört.

von Spacelab - am 19.12.2014 10:26
Ooooch alles scheisse.....oooch schmeiss doch wech....oooch kein Datenblatt dabei....oooch Kacke...oooch das Drecksding hat nur 10,- Euro gekostet.......oooch warum hab ich keinen exact MG10-6 genommen da ist ein Datenblatt mit Diagramm dabei http://www.exactaudio.de/pdf/MG10-6.pdf .....ooch aber der kostet leider das zehnfache....oooch alle sooo gemein...:heul:

Ich frag mich, ob Ihr diesen Anspruch den Ihr an andere Sachen habt, auch an Euch selbst habt....

von Seegi - am 19.12.2014 11:07
Naja, das 10-€-Ding ist sicherlich schonmal 3 Klassen besser, als das, was vorher drin war. Glaubt ihr allen ernstes, in einem 60-€-Endpreis-Radio verbraut jemand einen paar-€-Lautsprecher? Da ist dann wirklich so ein Ding Welten besser.

von DH0GHU - am 19.12.2014 11:25
@Seegi: sag mal, was erwartest du eigentlich von uns? Das wir beim Anblick deines Chinaböllers in Lobpreisungen ausbrechen? Bis jetzt bist du doch jedem der auch nur ansatzweise eine Kritik geübt hat direkt auf die Füße gestiegen. Wie mein Opa schon sagte: "Wenn du Angst vor einer ehrlichen Meinung hast, dann frag nicht!"

von Spacelab - am 19.12.2014 11:58
Ich wüsste nicht welches Mobile und bezahlbare Gerät nicht aus Fernost kommt.....Kritik lass ich mir ja eingehen, aber nicht Gemecker und Gesotter.
Ich denke der user "drahtlos" hat es auf der Seite vorher auf den Punkt gebracht und es ist mir eine Lehre...

von Seegi - am 19.12.2014 13:46
Sorry, aber - Du hast hier Bilder reingestellt (danke). Du hast eine Bewertung der Bilder abgegeben - ok. Ich habe die Bewertung ein wenig anders gesehen - darf ich das noch? Natürlich ist hier jedem bewußt, daß das Gerät preisgünstig ist, und daher nicht so aufgebaut sein kann wie ein Rohde&Schwarz-Messempfänger für 30.000 €. Dennoch - in dem Gerät gibt es ein paar Punkte, die DEIN Geld vernichten, nicht meines, nicht das von Medion.
Klar ist das Meckern über ein beschädigtes Koaxkabel ein höheres Mecker-Niveau als das Meckern über ein garnicht vorhandenes Koaxkabel.
Klar ist das Meckern über den Ferritring ein höheres Mecker-Niveau als das Meckern über einen Empfänger, der sich selbst komplett mit Störungen zumüllt.
Klar ist dein 10-€-Lautsprecher besser als der Cent-Artikel, der original drin war. Über den gibts auch nix zu meckern: Er verbessert ja das Gerät deutlich.

Aber deshalb muß man noch lange nicht etwas hoch loben, was schlimmstenfalls zulasten Deiner selbst geht, bestenfalls einfach nur "Übliches Niveau gemäß "Du bekommst was Du bezahlst"" ist.
Ergo: Für mich ist das Baustellenradio von Medion einfach ein ganz normales durchschnittliches DAB-Radio, bei dem ein wenig Geld in ein stabiles Gehäuse und robuste (hoffentlich) Tasten investiert wurde, und daher keine großen Sprünge beim Rest gemacht werden konnten. Sollbruchstellen inklusive.

von DH0GHU - am 19.12.2014 14:30
Leute - er hat doch immerhin versucht uns das Radio vorzustellen und auch Verbesserungen zu machen. Ebenso hat er NICHT versucht das Radio als das über allem stehende Gerät uns zu verkaufen! Ich jedenfalls lese gerne solche Erfahrungsberichte.

von drahtlos - am 20.12.2014 21:54
Ich mag so Gerätep*rn* auch :) Bevor ich ein Gerät langfristig in Betrieb nehme, schraube ich das Zeug auch immer erst auf. Man kann den Herstellern bei der Qualitätskontrolle ja auch nicht mehr vertrauen ;)

von Georg A. - am 20.12.2014 23:32
Im Herstellerlink ist von 2,7kg Gewicht die Rede. Das wird dann wohl über Zusatzgewichte im Standfuss erreicht? Da hätte man besser auf das baustellen-untaugliche externe Netzteil verzichtet und einen schönen Ringkerntrafo verbaut. Aber der wäre ja dann teurer als der ganze Rest.

Fazit: Medion halt. Man kriegt, was man von dieser Marke erwartet...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 21.12.2014 07:28
Das Gehäuse sieht zumindest eine Variante mit internem Netzteil vor:

[attachment 4206 radio_hinten.jpg]

Und wirklich Baustellentauglich wäre das Radio, wenn es wie z.B. das Makita-Pendant einen Anschluss für die Standard-Akkus hätte....

von Seegi - am 22.12.2014 06:14
@ Seegi, Spacelab: Dass man weder im Serienzustand noch mit dem Austauschlautsprecher einen vollkommen homogenen Klang ohne jegliche Verfaelschungen erwarten darf, das duerfte vollkommen klar sein. Es sollte auch klar sein, dass man durch den schlichten Lautsprechertausch lediglich die groebsten Defizite zu beseitigen versucht, die dem eigenen subjektiven Empfinden nach am meisten stoerten. Hier legt jeder Bastler seine Schwerpunkte anders.

Ich habe herausgelesen, dass es um die etwas nuechterne Basswiedergabe Hauptgrund fuer die Ueberlegung ging. Der Umbau ist eine Bastelloesung, die man allein deshalb nicht schlecht machen muss. Bei der Lautsprecherwahl durch den Hersteller gab ganz sicher der Kaufmann dem Ingenieur vor, was tatsaechlich wichtig ist. Und da reicht es bereits, wenn aus den zur Wahl stehenden Schallwandlern einer auch nur den Bruchteil eines Cents billiger ist. Bei einigen 10000 Geraeteexemplaren wird der Kaufmann auf diese Einsparmoeglichkeit allerhoechstes Gewicht legen.

von PowerAM - am 22.12.2014 06:56
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