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Mega Radio/SNA Radio und das typisch deutsche Problem...

Startbeitrag von Ihre Majestät am 04.01.2015 09:28

Die Landesmedienanstalten mischen sich (nicht nur, aber auch) beim Thema DAB+ kräftig ein. Aktuelles Beispiel: Die geplante Kooperation zwischen Mega Radio und dem russischen SNA Radio (vormals Radio Sputnik, vormals Stimme Russlands). Am Freitag habe ich von der BLM erfahren, dass der Medienrat der BLM die Kooperation abgelehnt hat, auch auf die Gefahr hin dass Mega Radio nun seinen Sendebetrieb (in Bayern??? Auch anderswo???) einstellen könnte. DAB+ ist im Moment für Mega Radio (wie auch für andere Sender) nicht refinanzierbar, da es kaum Werbeeinnahmen gibt. Die Kooperation mit den Russen wäre eine Möglichkeit gewesen (auf Zeit) die Kosten zu tragen. Jetzt machen die Medienanstalten dem jedoch einen Strich durch die Rechnung. Ich will nicht pessimistisch sein, aber die BLM-Entscheidung könnte dazu führen, dass Mega Radio nun auch in NRW und Hessen nicht on Air geht und sich aus Berlin zurück zieht. Die LPR Hessen will ja auch Einblick in Zulieferverträge, was eine Einmischung in interne Geschäftsprozesse ist.

Finanzierung durch Fremdanbieter ist doch weiß Gott kein Novum. RTL macht das auf der Mittelwelle seit Jahrzehnten (Radio China, Heukelbach und Co.) und genau genommen hätte man seitens der BLM auch das erzkonservative Horeb verbieten müssen. Das Votum der BLM richtet sich mal wieder indirekt gegen DAB+, denn so wird die Entwicklung und Finanzierung eines Programmanbieters ausgebremst. Wir brauchen endgültig Plattformbetriebe in ALLEN Bundesländern und weniger Einmischung durch die Medienanstalten bei diesem Thema!!!

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Zitat

Wir brauchen endgültig Plattformbetriebe in ALLEN Bundesländern und weniger Einmischung durch die Medienanstalten bei diesem Thema!!!

:spos::spos:

Aber: RTL sitzt (noch) in Luxemburg. Und das radikalerzkonservative Horeb hat (leider) eine Lizenz in Bayern auch für UKW.

von Schwabinger - am 04.01.2015 09:57

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Wegen der besonderen bayerischen Verfassungslage steht dies im Bayerischen Mediengesetz (BayMG):

>> Art. 2 Öffentlich-rechtliche Trägerschaft, Organisation

(1) Rundfunk im Rahmen dieses Gesetzes wird in öffentlicher Verantwortung und in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (Landeszentrale) betrieben.

(2) Im Rahmen dieses Gesetzes organisiert die Landeszentrale Rundfunkprogramme aus von Rundfunkanbietern (Anbieter) gestalteten Beiträgen. Dabei ist auf eine qualitätvolle Programmgestaltung hinzuwirken. > Artikel 111 Pressefreiheit

(1) Die Presse hat die Aufgabe, im Dienste des demokratischen Gedankens über Vorgänge, Zustände und Einrichtungen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wahrheitsgemäß zu berichten.

(2) Vorzensur ist verboten. Gegen polizeiliche Verfügungen, welche die Pressefreiheit berühren, kann gerichtliche Entscheidung verlangt werden.

Artikel 111a Garantie der Rundfunkfreiheit

(1) Die Freiheit des Rundfunks wird gewährleistet. Der Rundfunk dient der Information durch wahrheitsgemäße, umfassende und unparteiische Berichterstattung sowie durch die Verbreitung von Meinungen. Er trägt zur Bildung und Unterhaltung bei. Der Rundfunk hat die freiheitliche demokratische Grundordnung, die Menschenwürde, religiöse und weltanschauliche Überzeugungen zu achten. Die Verherrlichung von Gewalt sowie Darbietungen, die das allgemeine Sittlichkeitsgefühl grob verletzen, sind unzulässig. Meinungsfreiheit, Sachlichkeit, gegenseitige Achtung, Schutz vor Verunglimpfung sowie die Ausgewogenheit des Gesamtprogramms sind zu gewährleisten.

(2) Rundfunk wird in öffentlicher Verantwortung und in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft betrieben. An der Kontrolle des Rundfunks sind die in Betracht kommenden bedeutsamen politischen, weltanschaulichen und gesellschaftlichen Gruppen angemessen zu beteiligen. Der Anteil der von der Staatsregierung und dem Landtag in die Kontrollorgane entsandten Vertreter darf ein Drittel nicht übersteigen. Die weltanschaulichen und gesellschaftlichen Gruppen wählen oder berufen ihre Vertreter selbst.

(3) Das Nähere regelt ein Gesetz.

Artikel 112 Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis; Informationsfreiheit

(1) Das Brief-, Post-, Telegraphen- und Fernsprechgeheimnis ist unverletzlich.

(2) Beschränkungen des Rundfunkempfanges sowie des Bezuges von Druckerzeugnissen sind unzulässig.

von Manfred Z - am 04.01.2015 10:27

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Mein Güte, das ist doch unfassbar. Nicht nur, dass man den Kiss Platz seit fast einem Jahr nicht neu beseetzt hat und jetzt legt man Megaradio auch noch sämtliche Steine die man findet in den Weg.
Ich kann auch nicht verstehen, was gegen eine Joint-Venture von Megarado und Impala spricht. Alleine kann Megaradio nicht auf Sendung gehen und nur für SFN ist es auch zu teuer. Immerhin war ja auch mal geplant, dass Megaradio und Kulturschocker sich einen Platz teilen. Ich verstehe auch nicht warum die BLM sich da so einmischt.

Verstehen kann ich das alles nicht mehr. Das ist mal wieder tatsächlich typisch deutsch. Anstatt einfach mal ranzuklotzen wierden den Programmveranstaltern alle möglichen Steine in den Weg gelegt,damti die ja nicht auf die Idee kommen den Platzhirschen Konkurrenz zu machen.

Gut ins Bild passt hier auch ja auch das Kaperletheater mit der 2. privaten Kette in NRW.

von zerobase now - am 04.01.2015 13:07

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Ja, ja diese Bayern. Wenigstens die können über Horeb ihre Bürger schön auf den "richtigen Weg bringen", welcher ja in Bayern katholisch ist. So eine Einmischung müsste von Bundesebene verboten werden. Jeder Sender muss die gleichen Rechte haben zu senden. Auch wenn es den Bayern nicht gefällt.

von Scanner100 - am 04.01.2015 13:31

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Zitat

Die BLM ist quasi selbst Plattformbetreiber. Und es gilt: Bayerische Verhältnisse beim Privatfunk sind kein Vorbild für andere Bundesländer.

Ersteres stimmt. Und wir haben hier ja noch als einziges (!) Bundesland provinziellen steinzeitlichen Dumm-Ladenschluss.
Zweiteres stimmt nicht so ganz. Mit dem Bayern-Modell wäre z. B. in NRW was ganz ganz anderes auf Sendung (ich sage da nur Stadtgröße Nürnberg im Vergleich zu DO oder E und die Anzahl der ausgestrahlten Privatprogramme in N vs. DO oder E).

von Schwabinger - am 04.01.2015 14:11

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Zitat
Schwabinger
Ersteres stimmt. Und wir haben hier ja noch als einziges (!) Bundesland provinziellen steinzeitlichen Dumm-Ladenschluss.

Nope. Auch das Saarland lebt noch in dieser sonderbaren Steinzeit.

von Noch'n Saarländer - am 04.01.2015 14:38

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

>> Mit dem Bayern-Modell wäre z. B. in NRW was ganz ganz anderes auf Sendung (ich sage da nur Stadtgröße Nürnberg im Vergleich zu DO oder E und die Anzahl der ausgestrahlten Privatprogramme in N vs. DO oder E).

von Manfred Z - am 04.01.2015 14:48

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Verstehe das Problem nicht.
Hat dieses SFN/SNA Radio eine medienrechtliche Zulassung in Deutschland, oder einem anderem Land der EU? Die Stimme Russlands ganz sicher nicht.
Falls also beide nicht, ist die Entscheidung auch ok.
Bayerns BLM hat ja auch den Iran vom Astra-Satelliten gekegelt, da der "News-TV" Sender (Press TV) in keinem europäischem Land über eine Zulassung verfügte...

von vossi68 - am 04.01.2015 16:19

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Warum macht SFN Radio nicht gleich ein 24h-Programm auf, ohne irgendwelche Pseudo-Lizenznehmer wie Impala oder Mega Radio? Auf Mittelwelle hat man die Stimme Putins doch auch jahrelang direkt senden lassen, ohne Strohmänner.

Davon abgesehen ist SFN Radio natürlich eine üble Propagandaschleuder, die man rein medienpolitisch gesehen wahrscheinlich hierzulande nicht haben will. Ich kann das bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, auch wenn ich der Meinung bin, dass eine Demokratie das aushalten muss (außerdem steckt ja in manchen Äußerungen der Russen durchaus ein wahren Kern).

Ganz egal: ich glaube nicht, dass die Zukunft von DAB+ an der Beteiligung eines russischen Propagandasenders hängt. Und wenn doch, dann ist es auch nicht schade drum. Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel.

von Habakukk - am 04.01.2015 22:33

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Zitat
pfennigfuchser
Die Genehmigungen liegen doch in NRW und Hessen vor. Warum sollte Bayern jetzt bestimmen dürfen, was in NRW und Hessen gesendet werden darf


Hauptverbreitungsgebiet für Mega Radio ist Bayern. Ohne die Grundlage Bayern kein NRW, Hessen, Hamburg und Berlin. Und man kann momentan kein 24/7-Programm finanziell stemmen. So einfach ist es. Falls es Mega freilich gelingt in Bayern einen anderen Frequenzpartner zu finden sieht die Sache schon anders aus.

von Ihre Majestät - am 05.01.2015 07:30
Machen wir uns doch nichts vor. Radio Impala oder Mega Radio sind/waren für die Russen letztlich nur Sockenpupen, um Propaganda aus dem fernen Moskau in Deutschland terrestrisch verbreiten, und sich rechtlich aus der Verantwortung stehlen zu können. Dafür sind für Radio Impala oder Mega Radio ein paar Brotkrumen in Form von 6 Stunden Sendezeit auf DAB+ (also stolze 25% des Tages) abgefallen. Wenn der Kreml für Deutschland ein Programm machen will, das in Deutschland terrestrisch verbreitet wird, soll er bitteschön hierzulande einen Ableger gründen, der dann bei rechtlichen Verstössen auch greifbar ist.

von FrankSch - am 05.01.2015 08:42
Also einem Programm das gerade mal 25% des Tageprogramms selbst bestreitet und den Rest den Russen überlässt dem wein ich sicherlich keine Träne nach. Das ganze hat was von einer Sockenpuppe wie FrankSch es schon so passend bezeichnete. Da soll ein Programm einfach nur in Deutschland der Lizenznehmer sein damit die Stimme Putins ihre Propaganda ungestört verbreiten kann. Leute macht doch mal die Augen auf!

von Spacelab - am 05.01.2015 11:00

Re: Mega Radio/SFN Radio und das typisch deutsche Problem...

Zitat
Ihre Majestät

Hauptverbreitungsgebiet für Mega Radio ist Bayern. Ohne die Grundlage Bayern kein NRW, Hessen, Hamburg und Berlin. Und man kann momentan kein 24/7-Programm finanziell stemmen. So einfach ist es. Falls es Mega freilich gelingt in Bayern einen anderen Frequenzpartner zu finden sieht die Sache schon anders aus.


Dann - ich sage es ja nicht gerne - drücke ich der bayerischen Staatsregierung für ihr Vorhaben einmal alle Daumen.

von Noch'n Saarländer - am 05.01.2015 11:23
Zitat
Spacelab
Da soll ein Programm einfach nur in Deutschland der Lizenznehmer sein damit die Stimme Putins ihre Propaganda ungestört verbreiten kann. Leute macht doch mal die Augen auf!


Das konnte Impala bisher auch legal 24 Stunden tun. Wo also wäre der Unterschied?

Es ist aber wohl so, dass ein Programmsplitting sowie wie angedacht kaum funktionieren wird. Mal der eine ne Stunde, dann wieder der andere 3 Stunden und dann wieder ne Stunde der andere....das wird sich kein Hörer antun wollen.

von zerobase now - am 05.01.2015 13:03
Das Projekt Impala war von vornherein nur ein "Briefkasten-Sender", der nur ein Ziel hatte: dem russischen Auslandsradio möglichst viel Sendezeit bereit zu stellen. Das Impala-Programm bestand zumeist aus zugelieferten Sendebeträgen und hin und wieder mal Künstlerinterviews, das war's. Hinter dem Projekt standen russische Investoren. Also einziges Ziel war es wohl SNA Radio eine Plattform zu bieten, denn als russischer Auslandsrundfunk haben die Russen nur eine Chance in Deutschland senden zu dürfen, eben über einen privaten Partnersender oder eine private Tochterfirma in Deutschland. Auf Basis letzterer liefen die Mittelwellenlizenzen. Bei Mega Radio sieht das anders aus: Der Sender kann DAB+ alleine nicht finanzieren und braucht einen Partner. Bleibt die Frage warum das Projekt Impala gescheitert ist? Ich denke der russische Investor hat sich zurück gezogen.

von Ihre Majestät - am 05.01.2015 13:11
Wenn ich einem russischen Propagandasender 75% der Sendezeit überlassen muss nur um über die Runden zu kommen dann lass ich es lieber gleich bleiben. Das ist doch Käse hoch 3! Vor allem wenn ich als eigentlicher Lizenznehmer nur die Reste aufpicken darf. Hier mal ne Stunde Sendezeit, da mal 2 dann wieder 1... Das hätte sich doch kein Normalradiohörer angetan.

von Spacelab - am 05.01.2015 13:17
Zitat
Ihre Majestät
Bei Mega Radio sieht das anders aus: Der Sender kann DAB+ alleine nicht finanzieren und braucht einen Partner.


Waere es nicht schlauer, sich den Sendeplatz 50:50 mit einem anderen Anbieter zu teilen, der ein aehnliches Programmformat anbietet? Mir ist nicht umsonst MagicStar eingefallen. Die beiden Programme haetten schon ganz gut zusammen gepasst. Jeder fuer sich kann es nicht stemmen, aber gemeinsam haette man es vielleicht hinbekommen, die noetige Kohle aufzubringen, um die schwierigen Jahre zu ueberbruecken.

Klar, mit einem potenten Geldgeber ist die Sache einfacher. Aber mit 18 Stunden SNA-Radio am Tag ist Mega Radio so oder so tot. Wer soll sich das anhoeren? Wir reden hier ja noch von einigen Jahren, in denen DAB+ nicht so leicht zu finanzieren sein wird.

Was ist dann eigentlich mit Mega 80s? Das duerfte ja dann auch bald wieder eingestampft werden, wenn die so knapp bei Kasse sind. Das laeuft zwar in den teureren Gebieten Nuernberg und Muenchen nicht, aber kostet trotzdem auch Geld.

von Habakukk - am 05.01.2015 13:18
Ist diese Megaradio/SNA-Radio-Kooperation irgendwo schon auf DAB+ on Air? Hintergrund der Frage. Ich habe eben die letzte halbe Stunde "Berlin Live" auf dem Stream von SNA-Radio gehört. Die 12 Uhr-Nachrichten fingen dann an mit "Auf den Wellen von Mega-Radio, SNA-Radio, keiner sagt mehr."

von FrankSch - am 07.01.2015 11:05
Mal ne Frage:

Eine solche Ablehnung (egal durch welche Behörde) ermöglicht in einem rechtsstaatlichen System wie der BRD den Rechtsweg.

Vlt. sollte Megaradio erstmal dagegen Widerspruch einlegen und notfalls das Verwaltungsgericht einschalten?

Auch ein ablehnender Bescheid einer bayerischen Behörde ist zunächst mal nicht in Stein gemeißelt und schon gar nicht das Wort Gottes.

von PEQsche - am 07.01.2015 12:11
Zitat
FrankSch
Ist diese Megaradio/SNA-Radio-Kooperation irgendwo schon auf DAB+ on Air? Hintergrund der Frage. Ich habe eben die letzte halbe Stunde "Berlin Live" auf dem Stream von SNA-Radio gehört. Die 12 Uhr-Nachrichten fingen dann an mit "Auf den Wellen von Mega-Radio, SNA-Radio, keiner sagt mehr."


Die haben die Jingles schon angepasst, on Air ist es aber via DAB+ noch nirgendwo. Es könnte am 1. Februar in Berlin losgehen. Dort sendet Megaradio ja schon, und Impala stellt am 31.1. den Betrieb ein. Ob es auch in NRW und Hessen losgeht hängt von Verhandlungen mit Netzbetreibern (WDR und HDR) sowie zusätzlichen medienrechtlichen Fragen (LPR Hessen will Einblick in Zuliefervertrag) ab.

von Ihre Majestät - am 07.01.2015 12:36
Auf der Megaradio-Homepage wird jetzt unterschieden zwischen Mega Radio Bayern und Mega Radio SNA. Kann bedeuten, dass man Mega Radio SNA ausserhalb Bayerns in jedem Fall starten wird, dass es aber in Bayern beim jetzigen Status Quo bleibt. Kann...

von Habakukk - am 13.01.2015 12:06
Zitat
Habakukk
Auf der Megaradio-Homepage wird jetzt unterschieden zwischen Mega Radio Bayern und Mega Radio SNA. Kann bedeuten, dass man Mega Radio SNA ausserhalb Bayerns in jedem Fall starten wird, dass es aber in Bayern beim jetzigen Status Quo bleibt. Kann...


Das eröffnet auch die Möglichkeit zwei separate Streams anzubieten, einer mit den Übernahmen aus Moskau, einer ohne.

von FrankSch - am 13.01.2015 14:50
Zitat
Ihre Majestät
.... hängt von Verhandlungen mit Netzbetreibern (WDR und HDR) sowie zusätzlichen medienrechtlichen Fragen (LPR Hessen will Einblick in Zuliefervertrag) ab.


Ich sag nur "Plattformbetrieb" - dann hätte dieser Käse endlich mal ein Ende

von Funker1 - am 13.01.2015 14:55
Berlin Live läuft auf SNA von 19 bis 21 Uhr, heißt also auch dass die Sendezeiten neu aufgeteilt werden sobald auch Mega startet. Aber bei 20 Prozent Musikanteil dürfte es wieder auf maximal sechs Stunden rauslaufen die Mega zum Programm zusteuert. Livestream von Mega SNA läuft übrigens schon, wobei die Beschreibung "der unabhängige Informationssender" sicher noch Diskussionen nach sich ziehen wird :-)

von Ihre Majestät - am 14.01.2015 08:25
Es ist eigentlich abszusehen, dass auch dieser Versuch wieder ein Rohrkrepierer wird (wie eigentlich alle Versuche, ein Informationsprogramm abseits der ARD-Anstalten zu etablieren). So etwas müsste anders angegangen werden:
- bundesweit
- mit enstprechender personeller Besetzung
- mit Getöse (marketingstechnisch und programmlich)

von Peter Schwarz - am 14.01.2015 12:36
Glaubwürdigkeit wäre vielleicht noch ein hilfreicher Punkt. Ein "Spiegel-Radio" würde ich z.B. sofort gleichwertig zum DLF als Info-Quelle nutzen.

Radio Putin nutze ich nur, um mal die Meinung der russischen Regierung nachzulesen/nachzuhören, und um - bei gesellschaftspolitischen Fragen - meine Erleichterung darüber zu stärken, nicht unter einem autoritären Regime leben zu müssen. Was will ich mit einem Nachrichtenanbieter, der meinen Wertekanon nicht teilt?

von DH0GHU - am 14.01.2015 15:37
Gut, Spiegel hat bei mir seit Spiegel Online sämtliche Autorität verloren. Selbst beim Verlinken achte ich darauf, wenn möglich Spiegel zu meiden. Aber eine Marke ist es nach wie vor. Ein Spiegel Radio würde sicher funktionieren.

von Peter Schwarz - am 14.01.2015 15:42
Zitat
Peter Schwarz
Es ist eigentlich abszusehen, dass auch dieser Versuch wieder ein Rohrkrepierer wird (wie eigentlich alle Versuche, ein Informationsprogramm abseits der ARD-Anstalten zu etablieren). So etwas müsste anders angegangen werden:
- bundesweit
- mit enstprechender personeller Besetzung
- mit Getöse (marketingstechnisch und programmlich)

Wende dich doch mal vertrauensvoll an die FAZ. Denn die können das :D
Da stecken ja immer kluge Köpfe dahinter. Und Erfahrung im Radiomachen in B, F und M haben die ja schon.
Und wie :bruell:

von Schwabinger - am 14.01.2015 17:18
Die zweite Ausgabe von "Berlin Live" scheint wieder um 17-19 Uhr zu laufen. Die erste Ausgabe die vor zwei Wochen von 10-12 lief hat auch wieder einen neuen Sendeplatz, aber fragt mich nicht wann. Auf der SNA-Webseite findet man keine Infos zum Radioprogramm. Ziemlich unprofessionell.

von FrankSch - am 19.01.2015 11:08
Ich habe noch Probleme die Programmstruktur von Mega Radio SNA (also mal angenommen, es gibt eine) zu erfassen. Gestern morgen habe ich in den Stream rein gehört, da haben sie "Berlin live" übernommen. Jetzt läuft da um die gleiche Zeit eigenes Programm von Mega Radio. Den Slogan "Das souveräne Inforadio" nach den Nachrichten fand ich übrigens lustig :rolleyes:

von FrankSch - am 05.02.2015 08:14
Zitat
Hallenser
Das Schweigen von Megaradio zur Aufschaltung ist meiner Ansicht nach kein gutes Zeichen.


Der Start über DAB+ ist a) noch von Verhandlungen mit den Netzbetreibern (WDR, HDR) abhängig und b) von zusätzlichen medienpolitischen Forderungen die erfüllt sein müssen (LPR Hessen). Ich kann nur soviel sagen, dass bisher keine Verträge unterzeichnet wurden (Auskunft der Netzbetreiber), es dauert also noch.

von Ihre Majestät - am 05.02.2015 11:03
Im Moment läuft auf Mega Radio/SNA auch nur Musik. Interessant war für mich, dass das Logo dem von Sputnik (dem der Russen) verdammt ähnelt und nichts mit dem eigentlichen Megaradio-Logo gemein hat. Megaradio als Strohsender? Wohl deshalb klappt es mit der Lizensierung nicht so richtig (siehe die mehrfach erwähnten Auflagen aus Hessen).

von rolling_stone - am 05.02.2015 11:05
Zitat
rolling_stone
Wieso denn das?


Ich zitiere dich aus dem DAB-Bayern-Thread von heute 11.30.
Zitat

Könntest du bitte wieder technikrelevante Beiträge liefern?

DAB Bayern

Und jetzt die Frage: Was hat das Logo von RTL 2 aus dem Jahr 1992 auch nur im entferntesten Rand mit Technik zu tun?
:rolleyes: :wall:

von Schwabinger - am 05.02.2015 16:58
Zitat
Schwabinger
Zitat
rolling_stone
Wieso denn das?


Ich zitiere dich aus dem DAB-Bayern-Thread von heute 11.30.
Zitat

Könntest du bitte wieder technikrelevante Beiträge liefern?

DAB Bayern

Und jetzt die Frage: Was hat das Logo von RTL 2 aus dem Jahr 1992 auch nur im entferntesten Rand mit Technik zu tun?
:rolleyes: :wall:

Ich habe mich gewundert, weshalb ein Sender aufgrund eines Logos nicht auf Sendung gehen durfte. Zugegebenermaßen war RTL vielleicht ein entferntes Beispiel, aber der Kollege wird schon seine Gründe gehabt haben. Deswegen frug ich.

von rolling_stone - am 07.02.2015 00:29
Im Internet liegen immer die Nerven blank, das nervt mittlerweile.
Zitat

Radioforum, Radioforum Österreich & Radioforum Schweiz
- Radioempfang, Frequenzen/-Planung, Standorte, Anlagen, Historisches, Medienrecht, ...

So stehts geschrieben, und selbst wenn nicht...

Hier ein Hinweis zum OT-Thema :D

von Nordi - am 07.02.2015 12:06
So, seit heute läuft es auch in Hessen im 11C. Sendezeiten wahrhaftig wie vorher bei Impala:

Mega Radio sendet moderiert (!!!) von 7 bis 8, 11 bis 12, 15 bis 16 Uhr, 19 bis 20 Uhr, 23 bis 0 Uhr und 3 bis 4 Uhr (auch mit normalen Mega Radio-Jingles). Den Rest gestaltet SNA aus Berlin und Moskau. Also 6 Stunden Mega, 18 Stunden SNA. Wie vorher bei Impala.

von Ihre Majestät - am 16.02.2015 11:10
Die Sendezeiten von Mega Radio auf dem neuen Mischkanal sind doch umfangreicher als die bei Impala zuvor. Wenn ich es gestern richtig mitbekommen habe sendet Mega zu folgenden Zeiten:

0 bis 8 Uhr
11 bis 12 Uhr
15 bis 17 Uhr
19 bis 20 Uhr

Mega also die ganze Nacht durch und am frühen Morgen, zudem noch vier Stunden tagsüber. Nachts bin ich mir noch nicht ganz sicher, war heute Nacht zweimal wach (zwischen 3 und 4 und zwischen 5 und 6), da lief jeweils Mega.

Demzufolge sendet das russisch-Berliner SNA Radio zu diesen Zeiten:

8 bis 11 Uhr
12 bis 16 Uhr
17 bis 24 Uhr

Also Mega Radio 12 Stunden, SNA 12 Stunden. Tagsüber aber weitgehend Putins Stimme.

Die Megaradio-Schichten sind identisch mit dem Augsburger Programm, nur die Jingles variieren, hier heißt es "Mega Radio - das seriöse Informationsprogramm". Der Mischname "Megaradio SNA" taucht nirgendwo auf.

von Ihre Majestät - am 17.02.2015 08:05
So sehr ich mich freue, Megaradio jetzt auch via DAB+ zu empfangen, der "wilde" Wechsel mit der "Stimme Putins" ist ziemlich nervig. Wenn ich den hier im Büro einschalte ernte ich bestimmt verwirrte Blicke, sobald SNA übernimmt :D

von Harald P. - am 17.02.2015 09:31
Ich hatte mich auch auf Mega Radio gefreut. Nachdem sie die Verbreitung auf dem 12D in Bayern eingestellt haben, waren sie auch im Rhein-Main-Gebiet nicht mehr zu empfangen.

Ich hoffe, dass die Verbreitung von "Mega Radio SNA" für Mega Radio selbst annähernd kostenneutral erfolgt. Die derzeitige Zeitaufteilung ist doch sehr zum Nachteil für das reguläre Mega Radio-Programm.

Ansonsten ist das Programm von SNA einfach unterirdisch. Schon der Slogan "SNA Radio - keiner sagt mehr" und wie er vorgetragen wird, ist zum davonlaufen...

Dem 11C in Hessen fehlt einfach noch ein flottes AC-Musikprogramm, als Konkurrenz zu den FFH-Programmen. Mega Radio hätte hier eine gute Lücke schließen können. Bei der derzeitigen Situation werden potentielle Hörer von Mega Radio durch SNA wohl eher abschreckt und bleiben dem Programm fern.

von randomstorm - am 17.02.2015 20:16
SNA ist auch von der Professionalität her nach deutschen Standards einfach indiskutabel, insbesondere wenn das Programm aus Moskau kommt. Ich trauere immer noch Polskie Radio nach, RFI sowieso. Und zu BBC-Zeiten habe ich ständig den Weltempfänger meiner Eltern blockiert, bis ich zu meiner Konfirmation endlich meinen eigenen bekam. Für die Russen würde ich nach derzeitigem Stand nicht mehr einen solchen Aufwand betreiben. Bis in die frühen 2000er hinein, wäre das noch anders gewesen.

von rolling_stone - am 17.02.2015 20:22
@ Ihre Majästet
Die Sendezeiten von Mega Radio auf dem neuen Mischkanal sind doch umfangreicher als die bei Impala zuvor. Wenn ich es gestern richtig mitbekommen habe sendet Mega zu folgenden Zeiten:

0 bis 8 Uhr
11 bis 12 Uhr
15 bis 17 Uhr
19 bis 20 Uhr

Demzufolge sendet das russisch-Berliner SNA Radio zu diesen Zeiten:

8 bis 11 Uhr
12 bis 16 Uhr
17 bis 24 Uhr


Richtig wäre doch:
8 bis 11 Uhr (soweit o.k.)
12 bis 15 Uhr
17 bis 19 Uhr
20 bis 24 Uhr

von DJ Taifun - am 17.02.2015 20:36
Was erwartet ihr bitteschön vom Sprachrohr eines Regimes? Mehr als damals von Radio Moskau oder Radio Frieden und Fortschritt ist da wohl kaum an Seriosität, Professionalität und Hörermotivation zu erwarten... Eher noch mehr Haß & Häme als "damals".

von DH0GHU - am 17.02.2015 23:08
So, nachdem ich jetzt heut Nacht dreimal kurz wach war kann ich nun die reale Aufteilung der Sendezeiten vermitteln:

Mega Radio:

23 bis 8 Uhr
11 bis 12 Uhr
15 bis 17 Uhr
19 bis 21 Uhr

SNA Radio

8 bis 11 Uhr
12 bis 15 Uhr
17 bis 19 Uhr
21 bis 23 Uhr

Also: Da hat Mega Radio dann doch den Löwenanteil auf dem Kanal (14 Stunden), was mich überrascht, denn es war ursprünglich umgekehrt geplant. Ich fände es aber auch weit besser wenn Mega am Block senden würde (etwa von 6 bis 18 Uhr, wie es am Anfang mal geplant war, da haben aber die Russen nicht mitgemacht). Wegen einer Stunde zwischen 11 und 12 schaltet doch keiner dort ein.

von Ihre Majestät - am 18.02.2015 07:53
Zitat
Ihre Majestät
Also: Da hat Mega Radio dann doch den Löwenanteil auf dem Kanal (14 Stunden)


Ja, vor allem zu den Nachtstunden, wenn man die Hörer schätzungsweise an einer Hand abzählen kann. Zu den Bürotypischen Zeiten (8-16 Uhr) bleiben Mega Radio magere 2 Stunden, und das tut sich niemand an, wenn er dafür mehrfach umschalten, oder sich 6 Stunden SNA geben muss.

von FrankSch - am 18.02.2015 16:30
Zitat
DH0GHU
Was erwartet ihr bitteschön vom Sprachrohr eines Regimes? Mehr als damals von Radio Moskau oder Radio Frieden und Fortschritt ist da wohl kaum an Seriosität, Professionalität und Hörermotivation zu erwarten... Eher noch mehr Haß & Häme als "damals".


Bei der Professionalität preche ich alleine von der technischen Umsetzung. Da sind selbst die Sprecher aus dem Iran besser. Und China zeigt, wie gut gemachte Propaganda funktioniert. Und vom Textinhalt her ist Syrien zwar ebefalls unterirdisch, aber sie spielen wenigstens noch jede Menge Musik, so dass die Inhaltsleere bzw. erschwerten Bedingungen nicht mehr so stark auffallen. Während man sich aus Syrien wenigstens noch die Musik anhören kann, werde ich aus Moskau mit Beiträgen beglückt, die teilweise über mehrere Wochen hinweg wiederholt werden, so dass man fast mitsprechen kann. Und die schlecht vorgetragenen Witze erträgt msn höchstens an den Faschingstagen mit mindestens zwei Promille Alkohol im Blut.
Bei der alten Stimme Russlands gab es wenigstens noch ab und an gute Musiksendungen.

von rolling_stone - am 18.02.2015 16:44
Mensch, was habt ihr alle? Habt ihr mal "Berlin live" auf SNA gehört? Wenn nicht dann kann ich das nur empfehlen. Es ist eines der besten Infotainmentformate im deutschen Radio. Das Thema "Russland" kommt maximal in einem Beitrag pro Sendung vor, der Rest behandelt kulturelles Geschehen, Sport, deutsche Politik usw. Berlin live ist mal eine ganz neue Art Wortprogramm zu präsentieren. Nicht so stocksteif wie DLF und die ARD-Infowellen, sondern modern, locker. Läuft übrigens täglich von 8 bis 10, 17 bis 19 und 21 bis 23 Uhr auf SNA. Okay, die Sendungen aus Moskau sind grenzwertig, aber so viel gibt's da ja nicht mehr.

von Ihre Majestät - am 18.02.2015 17:22
Das war auch mein erster Eindruck, als ich mal kurz in den Webstream gehört hatte; so schlimm isses doch gar nicht. Und wer gerne Wort hört findet darin bestimmt eine Bereicherung zum derzeitigen Angebot auf UKW/DAB+, wo man häufig nur 1-3 Sender zur Auswahl hat. Zumindest für mich wäre SNA eher ein Einschaltgrund als Mega Radio, aber hier in Bayern siehts da wohl eher schlecht aus (terrestrisch).

von Zwölf - am 18.02.2015 18:18
Von 1 bis 3 Uhr läuft übrigens doch SNA. Also, jetzt habe ich es endlich :-)

Mega Radio:

23 bis 1 Uhr
3 bis 8 Uhr
11 bis 12 Uhr
15 bis 17 Uhr
19 bis 21 Uhr

SNA Radio

8 bis 11 Uhr
12 bis 15 Uhr
17 bis 19 Uhr
21 bis 23 Uhr
1 bis 3 Uhr

Also Aufteilung 12:12

von Ihre Majestät - am 19.02.2015 08:00
@Ihre Majestät: Ok, da gebe ich dir recht. Wobei SWR "info" teilweise in der Informationsvermittlung eher einen DasDing-Stil gefahren hat, der nicht zur Informationsvermittlung passt. Das ist ungefähr so, wie wenn man die Zeitung mit den vier großen Buchstaben liest, während ich selbst eine seriöse Informationsvermittlung erwarte.Und weil nei guter Informationsvermittlung nicht gleich unterschwellig gewertetwird, wirkt sie eben trockener.

21-23 Uhr "Berlin live" wäre mir neu. Ist das tatsächlcih eine aktualisierte Ausgabe? Sonst wäre es in diesem Fall eher Etikettenschwindel:bruell:

von rolling_stone - am 21.02.2015 05:15
Lieber eine trockene Infosendung wie beim DLF oder bei den Info-"Hitdudlern", als irgendwelches verbales Herumgehampele oder Musikbett, Zwischenmusik und Co. Wenn ich mich informieren will, will ich keine Musik hören. Vor allem nicht unbedingt die, die der Inforadio-Redakteur gerade gut findet. Für den Zweck hat mein Radio Senderwahltasten.

Tja, und als ich das letzte mal SNA eingeschaltet habe, lief grad was über russische Einwanderungspolitik, und wie viel besser sie ist als die im Westen. Die Propaganda lag in der Auslassung von Informationen...

von DH0GHU - am 21.02.2015 08:07
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